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Veröffentlicht am 27.01.2025

spektakuläre Idee - außergewöhnliche Charaktere - Gesprächsstoff zum Nachdenken

Die Goldene Schreibmaschine
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Emily entdeckt in einer geheimen Bibliothek eine magische Schreibmaschine. Mit ihr kann der Verlauf von Geschichten in Büchern verändert werden. Emily ist ganz vorsichtig, aber ihr Lehrer bekommt Wind ...

Emily entdeckt in einer geheimen Bibliothek eine magische Schreibmaschine. Mit ihr kann der Verlauf von Geschichten in Büchern verändert werden. Emily ist ganz vorsichtig, aber ihr Lehrer bekommt Wind von der Sache. Er will die Maschine nutzen, um die Welt nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Wird Emily eine Lösung finden?

Die Idee „die Macht der Worte“ in einem Kinderbuch zu thematisieren, fand ich toll. Emily, eine Hauptperson mit dem Drang alles ordentlich zu haben, erhält die Fähigkeit, Worte in Texten und Erzählungen so umzuschreiben, dass sich die Änderungen auf das reale Leben, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auswirken. Damit wird ihr große Verantwortung übertragen und sie wird vor die Fragen gestellt: „Was wäre wenn?“ sowie „Ist anders wirklich besser?“. Eigentlich hat sie nur Gutes im Sinn, als sie die Maschine dazu benutzt, Dinge „in Ordnung“ zu bringen. Allerdings hat sie die Rechnung ohne ihren Gegenspieler, den grausamen Dr. Dresskau gemacht. Dieser will das Geheimnis natürlich für seinen eigenen Vorteil missbrauchen. Bei der Beschreibung der Auswirkungen verwebt der Autor geschickt Fiction und Realität sowie historische Aspekte. Er übt Gesellschaftskritik und lässt Dr. Dresskau eine Welt erschaffen, die mich an den Nationalsozialismus erinnert hat. Besonders gut gelungen sind die Szenen mit Emilys Opa. Er ist ein wertvoller Gesprächspartner für Emily und unterstützt sie ungemein, obwohl oder gerade weil er dement ist. Schön ist, dass eine harmonische Beschreibung der schwierigen Krankheitssituation gelingt. Bei den anderen Charakteren ist für mich der emotionale Funke allerdings nicht übergesprungen. Die meisten Personen finde ich unnahbar. Die Freundschaft zwischen den Protagonisten wirkt nicht sehr gefühlvoll. Besonders Lehrer Dr. Dresskau ist für mich überzeichnet, eine Karikatur eines Machtmenschen. Auch der Stil des Autors war teilweise schwierig. Vielleicht, weil er bis jetzt Geschichten für Erwachsene geschrieben hat? Zusätzlich sind mir einige Ungereimtheiten aufgefallen. Allerdings ist es auch nicht leicht, Veränderungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft logisch aufzubauen. Der Text ist nicht ganz rund, aber die Idee ist spektakulär, die Geschichte spannend und regt zum Nachdenken und Diskutieren an.

Diese abenteuerliche Fantasie-Geschichte bietet viel Gesprächsstoff und lässt die junge Leserschaft über Macht reflektieren. Jungen und Mädchen ab 10 Jahren sollten zugreifen, wenn sie packende Stories mit außergewöhnlichen Charakteren mögen und lieber als außenstehender Beobachter am Geschehen teilnehmen wollen.

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Veröffentlicht am 24.01.2025

Slice of life mit Weihnachtsstimmung - romantisch - mystisch - informativ

Ein Rauhnachtswunder
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Marie steht vor einem Scherbenhaufen. Ihre Ehe ist zerbrochen, ihre Oma gerade verstorben und auch andere Dinge laufen nicht wie gewünscht. Um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, will sie gemeinsam ...

Marie steht vor einem Scherbenhaufen. Ihre Ehe ist zerbrochen, ihre Oma gerade verstorben und auch andere Dinge laufen nicht wie gewünscht. Um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, will sie gemeinsam mit ihrem Sohn Tommy die Zeit zwischen den Jahren genauso gestalten, wie sie es von ihrer Oma gelernt hat. Der Zauber der magischen Rauhnächte soll ihre Gedanken ordnen und ihr einen positiven Weg in die Zukunft weisen.

Aufgrund des Titels und des eisigen Covers habe ich bei diesem Buch zugegriffen. Es enthält eine gefühlvolle Slice-Of-Life-Geschichte, in die Informationen zu den Ritualen in den Nächten zwischen den Jahren eingewoben sind. Von meiner Oma kannte ich einige davon, aber ich durfte auch für mich neue Traditionen entdecken. Die Autorinnen lassen eine geheimnisvolle Stimmung entstehen. In einer glänzenden Schneelandschaft mit weihnachtlich beleuchtetem Haus und einem mysteriösen, dunklen Nachbarn geschehen mystische Dinge. Magisch erscheinen die Handlungen rund um das alte Brauchtum. Erstaunlich wirkungsvoll waren für mich die Passagen mit Hauskatze Mimi, die sehr zur wohligen Gänsehaut beigetragen haben. Märchenhaft entwickelt sich die romantische Seite der Geschichte. Allerdings ist nicht alles vollkommen. Überwältigende Schwierigkeiten werden angedeutet, nicht näher beschrieben und nicht gelöst. Da die nette kleine Geschichte sehr schnell ausgelesen ist, ist das E-Book aufgrund seines viel niedrigeren Preises gegenüber dem Taschenbuch die bessere Wahl. Mir gefiel die weihnachtliche Geschichte, aber sie hätte gerne länger sein können. Nähere Einzelheiten zu den Personen hätten mich interessiert. Außerdem hat der Text ein offenes Ende. Aber ich darf hoffen, es wird eine Fortsetzung geben.

Dieses Buch ist genau das Richtige für alle Slice-Of-Life-Geschichten-Leserinnen mit Neigung zu mystischen Dingen. Besonders die winterlich weihnachtliche Stimmung, die leichte Romantik, die gefühlvolle Mutter-Sohn-Beziehung und der tolle Nachbarschafts-, Freundes- und Familien-Zusammenhalt haben mir gefallen. Kurz und gut. Fortsetzung folgt.

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Veröffentlicht am 22.01.2025

winterlich weihnachtliche Geschichte zum Wohlfühlen in und um Rothenburg

Weihnachtswunder im Hotel Mistelzweig
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Amelie kehrt nach einer gescheiterten Beziehung zurück in ihre Heimatstadt. Sie zieht in ihr altes Zimmer bei ihrer Großmutter, die in Rothenburg ein kleines Hotel betreibt. Mit vielen neuen Ideen versucht ...

Amelie kehrt nach einer gescheiterten Beziehung zurück in ihre Heimatstadt. Sie zieht in ihr altes Zimmer bei ihrer Großmutter, die in Rothenburg ein kleines Hotel betreibt. Mit vielen neuen Ideen versucht sie dem Hotel und ihrer Oma tatkräftig zu helfen. Ob sie ihr Glück, auch in der Liebe, dort finden wird?

In diesem Buch habe ich eine wirklich wunderschöne Geschichte für die Vorweihnachtszeit gefunden. Es handelt sich um eine geradlinige Story und leichte Unterhaltung gewürzt mit ein bisschen Spannung. Die verliebten Paare finden sich sehr schnell. In den Liebesbeziehungen gibt es keine schlimmen Höhen und Tiefen, was sehr zur Gemütlichkeit und zum Wohlbefinden beim Lesen beiträgt. Schon direkt am Anfang vermittelt die Autorin das Gefühl, dass vorhandene Probleme, die in den Nebengeschichten auftauchen, sich in Wohlgefallen auflösen werden. Das im Titel genannte Weihnachtswunder ist dann auch etwas ganz anderes.
Die fesselnde Geschichte wird ergänzt durch das gemütliche und romantische Flair im Hotel und die einladende Beschreibung von Rothenburg sowie das Sightseeing auf die Weihnachtsmärkte im Umland. Die Autorin fängt die winterlich weihnachtliche Stimmung sehr gut ein. Ihr Text lässt das Kleinstadtleben und die Vergangenheit der Charaktere im historischen Rothenburg lebendig werden. Sie beschäftigt sich mit Themen wie Familienleben, Hotelmanagement, Älterwerden, erster Liebe und unterschiedlichen Blickwinkeln aufs Leben. Ihr Stil ist leicht, flüssig und mitreißend. Zwischenmenschliches bringt sie auf den Punkt und setzt ihre Darsteller wirkungsvoll in Szene, mal sympathisch, mal geheimnisvoll oder auch unglaublich eklig.
Für mich war es die perfekte Mischung zum Entspannen, Wohlfühlen und Wegträumen.

Ein weihnachtlich romantischer Wohlfühl-Roman, den ich allen Damen ans Herz legen möchte, die es sich mit einer Tasse Tee oder Kakao und einer Kuscheldecke gemütlich machen möchten. Mitreißend erzählt und informativ entführt die Autorin ins verschneite Rothenburg.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Sylt - Adventszeit - Schneesturm - Mord - Hobbyermittlerinnen - Cosy Crime in Theaterstückmanier

Der Weihnachtsmordclub
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Vier befreundete Seniorinnen unterstützen in der Adventszeit eine Kirchengemeinde ihrer Heimatinsel Sylt. Zwischen all den Vorbereitungen zum Weihnachtsbasar und den Proben für das Krippenspiel passiert ...

Vier befreundete Seniorinnen unterstützen in der Adventszeit eine Kirchengemeinde ihrer Heimatinsel Sylt. Zwischen all den Vorbereitungen zum Weihnachtsbasar und den Proben für das Krippenspiel passiert ein Mord. Weil es heftig schneit und stürmt, kann die Polizei den Tatort nicht sofort erreichen. Deshalb nehmen die Freundinnen die Ermittlungen selbst in die Hand.

Die Geschichte entführt den Leser auf die winterliche Insel Sylt. Beim gemütlichen Kaffeeklatsch werden die Hauptpersonen, vier schon seit Kindheitstagen befreundete Seniorinnen im betagten Alter, vorgestellt. Alle vier werden an Weihnachten keinen Besuch bekommen und beschließen deshalb, sich in einer Kirchengemeinde bei den Adventsaktivitäten zu engagieren. Neben den Proben für das Krippenspiel werden im Gemeindehaus Plätzchen gebacken, gehandarbeitet und die Bühnenbilder gefertigt. Außerdem ist der Lesende nun am eigentlichen Handlungsort des Mordfalls angekommen. Ein Schneesturm führt dazu, dass kein Ortswechsel mehr möglich ist und sich die Geschichte auf eine fest definierte Anzahl von Darstellern beschränkt. Dies hat sich für mich ähnlich wie das Theaterstück „Die Mausefalle“ von Agatha Christie angefühlt. Zwischen einigen Charakterstudien der beteiligten Personen lädt der Autor zum Mitraten ein und liefert am Ende eine solide Lösung des Falls. Obwohl mir das Setting sehr gut gefallen hat, bin ich nicht so ganz warm geworden mit den alten Damen. Bis zum Schluss konnte ich sie nicht richtig auseinanderhalten. Vielleicht wäre es besser gewesen, zuerst die anderen Bücher des Autors zu lesen, in denen die vier Seniorinnen schon als Nebencharaktere eine Rolle gespielt haben. Die humorvollen Aspekte, die das Alter beim Ermitteln so mit sich bringt, werden leider nur angedeutet. Negativ aufgefallen sind mir besonders die Passagen, in denen die alten Akteure mit dem heutigen, modernen Leben konfrontiert werden. Entweder ganz taff oder total ahnungslos stolpern die Damen in Situationen, in denen neues Wissen sehr oberlehrerhaft und aufgesetzt vermittelt wird. Zusätzlich sind diese informativen Stellen schlecht im restlichen Text integriert. Da wurde viel Potential liegen gelassen, denn das geht auch anders - wie zum Beispiel beim „Donnerstagsmordclub“ von Richard Osman. Trotzdem wurde ich durch die Geschichte im Stil eines Theaterstücks sehr gut unterhalten. Bei einem eventuellen zweiten Band würde ich erneut zugreifen.

Sylt im Winter ist immer eine Reise wert. Mir gefallen das Theaterstück-Setting, der winterlich-weihnachtliche Charme des Buches und die Cosy Crime Geschichte. Das Miträtseln hat Spaß gemacht. Kurzweilige Unterhaltung, die schnell ausgelesen ist.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Adventszeit in Potsdam - winterliche Wetterkapriolen - turbulente Ermittlungen

Morden ohne Sorgen - Tannenmord im Weihnachtswald
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Unverhofft kommt oft. Journalist Frederik Loebell stolpert beim Redaktions-Weihnachts-Event über eine Leiche. Natürlich nehmen er und sein Team sofort die Ermittlungen auf. Nebenbei versucht er seine Freunde ...

Unverhofft kommt oft. Journalist Frederik Loebell stolpert beim Redaktions-Weihnachts-Event über eine Leiche. Natürlich nehmen er und sein Team sofort die Ermittlungen auf. Nebenbei versucht er seine Freunde und Familie beim ganz normalen Weihnachts-Vorbereitungswahnsinn zu unterstützen.

Auch der dritte Band der Reihe entführt ins schöne Potsdam und seine winterliche Umgebung. Weihnachtlich gemütlich und glitzernd mit Eis und Schnee lernt der Leser neue Seiten dieser Region kennen. Es wird die Vorweihnachtszeit in all ihren Facetten beleuchtet. Dabei werden die jahreszeitlichen Wetterkapriolen und ihre Folgen, kulinarische Spezialitäten, verschiedene Weihnachtsbräuche wie Tannenbaum schlagen und schmücken, Plätzchen backen, Adventssingen samt Nikolaus sowie Weihnachtsmarkt mit Glühwein und Co. beschrieben. Außerdem bleiben den Hauptpersonen Vorweihnachtsstress sowie winterliche und familiäre Katastrophen nicht erspart. Mit anderen Worten ermöglicht die Geschichte, den allgemeinen Wahnsinn vor Weihnachten nachzuempfinden, schmunzelnd über eigene Vorgehensweisen zu reflektieren und bietet Anregungen zur Gestaltung.
Die schrägen, aber liebenswerten Charaktere ermitteln in einem spannenden Kriminalfall, der eine undurchsichtige Struktur hat. Mich konnte der Autor allerdings nicht aufs Glatteis führen, ich hatte direkt den richtigen Riecher. Natürlich spielt Dackel Wilhelm wieder eine zentrale Rolle und trägt zur Komik bei. Witzige Dialoge und lustige Situationen wechseln sich ab mit turbulenten Ermittlungsszenen. Der Lösung kommt Frederik aber eher durch Zufall auf die Spur.
Besonders lesenswert ist die Geschichte, weil der bunt zusammen gewürfelte Haufen von Personen, es dennoch schafft, eine Einheit zu bilden. Alle, so unterschiedlich und sonderbar sie sein mögen, halten zusammen und können sich freundschaftlich aufeinander verlassen. Herzerwärmend.

Wunderschön weihnachtliche Cosy Crime Geschichte, die ins verschneite Potsdam entführt. Die liebevoll beschriebenen, teils skurrilen Charaktere sorgen mit witzigen Dialogen, in komischen Situationen sowie bei turbulenter und spannender Verbrecherjagd für kurzweilige und humorvolle Unterhaltung.

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