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Veröffentlicht am 29.06.2023

Go as a river

So weit der Fluss uns trägt
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Der Name des amerikanischen Originals ist in diesem Buch hervorragend gewählt. Go as a river. Fließe dahin wie ein Fluss. Lass dich nicht abbringen von deinem Weg. Egal, welche Steine dir in den Weg gelegt ...

Der Name des amerikanischen Originals ist in diesem Buch hervorragend gewählt. Go as a river. Fließe dahin wie ein Fluss. Lass dich nicht abbringen von deinem Weg. Egal, welche Steine dir in den Weg gelegt werden - umfließe sie und finde dich dann wieder in deinem natürlichen Flussbett, auf deinem Lebensweg, ein. Trotze den Gefahren, lass dich treiben, fließe mit dem Fluss und triff alle Entscheidungen im Einklang mit dir selbst. Es gibt kein Falsch. Es gibt nur: in diesem Moment war das das Beste, was ich tun konnte.

Dies ist die Essenz des Buches, das ist es, was Victoria Nash lernt auf ihrem Weg von der kleinen „Torie“ der 1940er Jahre hin zu der gestandenen Frau Victoria der 1970er Jahre. Doch sie kommt nicht allein zu diesen Einsichten. Jemand zeigt sie ihr, als sie gerade mal 17 Jahre alt ist. Und er ist es, der sie zeit ihres Lebens in ihrem Herzen begleiten wird - auch wenn er als Person nicht kann.

Victorias Geschichte ist eine tragische, aber dennoch wohl keine außergewöhnliche im Kontext ihrer Zeit. Sie wächst mit mehreren Geschwistern auf einer Pfirsich-Farm in Colorado auf, am Gunnison River, in einer Landschaft, die immer irgendwie zu ihr gehört. Sie erlebt in ihrer Kindheit viel Pflicht und wenig kindliche Freude. Früh arbeitet sie auf der Farm, früh muss sie die Mutter ersetzen, als diese bei einem Unfall ums Leben kommt.

Mit 17 Jahren lernt sie die Liebe kennen, als ein Fremder in ihren Ort kommt. Doch diese Liebe endet tragisch und wird ihr gesamtes zukünftiges Leben überschatten. Doch von Wil, dem Jungen aus der indigenen Bevölkerung Colorados, hat sie gelernt: Go as a river. Sie wird es irgendwie schaffen.

Shelley Read erzählt ihre Geschichte immer wieder im Zusammenhang mit der grandiosen Natur Colorados, die vor dem geistigen Auge lebendig wird, wenn man ihre Zeilen liest. Man erkennt ihre tiefe Verwurzelung in dieser Gegend, man liest auch ihre Liebe zu diesen Bergen heraus. Das im Zusammenspiel mit Victorias Geschichte machen das Buch besonders, es liest sich genau wie es der Titel ankündigt: Go as a river - soweit der Fluss uns trägt. Absolut fließend. Es ist sicherlich eine Geschichte, auf die man sich einlassen muss, die nicht geprägt ist von actionreichen Schilderungen, sondern von der Intensität, mit der sie erzählt wird. Alle Figuren kamen mir sehr genau ausgearbeitet vor, keine wirkte einfach klischeehaft, alle hatten ihre ganz eigene Geschichte, die im Kleinen genau so liebevoll dargestellt war wie die von Victoria im Großen. Und das macht den Reiz aus: man hat wirklich das Gefühl, etwas zu lesen, das in sich rund ist.

Auch wenn sich das Buch nach den vielen Vorschusslorbeeren für mich persönlich doch nicht ganz nach einem 5-Sterne-Buch angefühlt hat (aber fast!), ist es doch etwas Besonderes, das man durchaus mit den intensiven Leseerlebnissen und starken Figuren von Delia Owens „Der Gesang der Flusskrebse“ oder Polly Clarks „Tiger“ vergleichen kann.

Ich meine ich habe gespürt, dass dieses Buch ein Herzens-projekt der Autorin ist, das sie mit viel Liebe erzählt, auch wenn die Geschehnisse nicht immer von Liebe unter den Menschen zeugen. Aber es ist ein Buch, in dem viele Menschen Trost finden können, das zeigt, wie viel man durchstehen kann, wenn man bereit ist, loszulassen. Ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 12.06.2023

ENDLICH! Alle Rätsel gelöst - und die Leser sind glücklich

Atlas - Die Geschichte von Pa Salt
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Was soll ich zu diesem Buch noch sagen? Viele haben es schon vor mir verschlungen, alle fiebern seit Jahren auf die Auflösung der Sieben-Schwestern-Reihe hin - und wie schon die meisten vor mir bin auch ...

Was soll ich zu diesem Buch noch sagen? Viele haben es schon vor mir verschlungen, alle fiebern seit Jahren auf die Auflösung der Sieben-Schwestern-Reihe hin - und wie schon die meisten vor mir bin auch ich absolut begeistert von diesem Reihenabschluss, der unter so schwierigen Bedingungen entstand.

Im Nachwort erzählt Harry Whittakter noch ein wenig von der Entstehungsgeschichte des Buches, ohne jedoch dabei zu viel preiszugeben. Und so werden wir Leser nie erfahren, welche Teile des Buches Lucinda noch zu Lebzeiten verfasst hat und welche Harry nach ihrem Tod hinzugefügt hat. Aber seien wir ehrlich - die Tatsache, dass so viele wisssen wollen, wer welche Stellen geschrieben hat, zeugt davon, dass sie kaum zu unterscheiden sind. Und könnte man Harry ein größeres Kompliment machen als dass er absolut im Sinne von Lucinda geschrieben hat?

Dazu kommt natürlich, dass den Lesern hier auf 800 Seiten bzw. in mehr als 23 Hörstunden ein Feuerwerk an Handlung geboten wird, das sämtliche losen Fäden aus den bisherigen Büchern aufgreift und zu einem logischen Ende bringt. Zusätzlich erfahren die Leser die wechselhafte und tragische Geschichte von Atlas, den wir aus den Vorgängerbüchern nur als „Pa Salt“ kannten. Wie es zu dem Namen kam, warum der Sternenhaufen der Plejaden diese tragende Rolle im Leben von Vater und Töchtern einnahm und welche Geschichte die anderen Bewohner von Atlantis haben - alles klärt sich auf.

Dabei verstehen es die Autoren, alle Bücher noch einmal Revue passieren zu lassen und es gibt ein Wiedersehen mit ganz vielen Figuren aus den Bänden 1 - 7. Der Aufbau der Geschichte, nicht nur dieser von Atlas, sondern der gesamten Reihe, muss mit soviel Akribie aufgezeichnet gewesen sein - anders wäre ein solch fulminantes und stimmiges Ende nicht möglich gewesen. Ich verneige mich als Leser vor dieser Leistung!

Betrachtet man nun, nach dem Lesen des letzten Bandes, die Reihe im Gesamten, so kann man mit Fug und Recht behaupten, dass Lucinda Riley mit dieser Reihe ein Meisterwerk der Unterhaltungsliteratur geschaffen hat, das seinesgleichen sucht. Sie hat sich damit ein Denkmal gesetzt, das von ihrem Sohn zu einem harmonischen Ende gebracht wurde. Lucinda wäre sicher unheimlich stolz auf ihren Sohn - so schade, dass sie den Erfolg dieses Abschlussbandes nicht mehr miterleben kann! Und ich hoffe sehr, dass Harry Whittaker Gefallen am Schreiben gefunden hat - denn ich würde unheimlich gern noch einmal ein Buch aus seiner Feder lesen!

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Veröffentlicht am 04.06.2023

Ein Vergleich drängt sich auf - und tut dem Roman nicht gut

Tochter des Marschlands
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Eine Frau, die aus den Marschlanden der südlichen USA stammt. Die eine schwierige Kindheit hatte und schon früh ihren Vater verlor. Deren großes Talent es ist, Vögel so real zu zeichnen, dass man glaubt, ...

Eine Frau, die aus den Marschlanden der südlichen USA stammt. Die eine schwierige Kindheit hatte und schon früh ihren Vater verlor. Deren großes Talent es ist, Vögel so real zu zeichnen, dass man glaubt, sie würden sich gleich vom Papier erheben... das kommt euch bekannt vor? Mir auch! Denn die Parallelen zu „Der Gesang der Flusskrebse“ sind einfach nicht zu übersehen. Doch ich fürchte, die Autorin hat sich damit keinen Gefallen getan...

Das Schwierige dabei ist ja, dass Leser dann mit einer gewissen Erwartungshaltung an das Buch herangehen - die „Flusskrebse“ haben so viele Menschen auf der ganzen Welt begeistert, der Film hat Millionen ins Kino gelockt - ist es da clever, eine Geschichte zu präsentieren, die fast auf jeder Seite zum direkten Vergleich animiert? Ich denke nicht, und meiner Meinung nach kann man da auch nur verlieren - zumal gegen einen solch bekannten Weltbestseller.

Zwar ist die Geschichte hier etwas anders gestrickt. Sie spielt in der Gegenwart und die Protagonistin Loni ist aus den Marschlanden nach Washington DC gegangen, um ihre Vergangenheit abzustreifen. Aufgrund eines familiären Notfalls kehrt sie jedoch zurück in den Ort in ihrer Kindheit, der geprägt war vom frühen Tod ihres Vaters - und obwohl jeder sagt, dass es ein Unfall war, als er mit dem Boot hinausfuhr und dann ertrank, kann Loni das auch im Erwachsenenalter noch nicht wirklich glauben. Deshalb geht sie erneut auf Spurensuche.

Obwohl also die Story durchaus Unterschiede zum „Vergleichsbuch“ aufweist, gibt es genau so viele Parallelen - Boote und Kanus spielen eine sehr große Rolle. Das Misstrauen unter den Menschen ist sehr deutlich spürbar. Die Schönheit, aber auch Tücken der Marschlande werden in den Fokus genommen. Naturbeschreibungen tragen entscheidend zum Leseerlebnis bei. Und so kann man gar nicht anders als zu vergleichen - doch leider erreicht die Tochter der Marschlande bei weitem nicht so viel Tiefe und Mystik wie „Der Gesang der Flusskrebse“.

Das Buch liest sich sehr flüssig, man ist auch hier mit Bildern vor dem geistigen Auge schnell mitten im Geschehen und daher denke ich, dass auch dieser Roman mit Sicherheit viele Freunde finden kann. Insbesondere wer die Stimmung und das Setting der „Flusskrebse“ geliebt hat, kann hier weiter in dieser besonderen Atmosphäre schwelgen.

Mein persönlicher Eindruck konnte sich jedoch leider nicht von den „Flusskrebsen“ als Vergleichsmaterial lösen, so dass mir die Tochter des Marschlandes an vielen Stellen zu bekannt vorkam und von mir kaum als eigenständige Geschichte wahrgenommen werden konnte. Zu dominant war für mich der Vergleich, den ich einfach beim Lesen nicht aus dem Kopf bekam.

Daher kann ich das Buch nur eingeschränkt empfehlen - denn diejenigen, die Delia Owens gelesen haben, könnten es als „Abklatsch“ empfinden. Für diejenigen unter euch, die stimmungsvolle Romane in landschaftlich herausragenden Settings lieben, könnte es aber definitiv etwas sein. Falls es irgendjemanden gibt, der den „Gesang der Flusskrebse“ noch nicht kennt... dann macht man mit diesem Buch ebenfalls keinen Fehler - denn ich könnte mir vorstellen, eine völlig unvoreingenommene Perspektive lässt einen den Roman definitiv mehr genießen.

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Veröffentlicht am 22.05.2023

Die Semperoper in einem Roman verewigt!

Dunkel der Himmel, goldhell die Melodie
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Anne Stern ist bekannt dafür, dass ihre Bücher den Zeitgeist der Epoche, in der sie spielen, wunderbar einfangen. Und auch diesmal ist das auffallend. In „Dunkel der Himmel, goldhell die Melodie“ verewigt ...

Anne Stern ist bekannt dafür, dass ihre Bücher den Zeitgeist der Epoche, in der sie spielen, wunderbar einfangen. Und auch diesmal ist das auffallend. In „Dunkel der Himmel, goldhell die Melodie“ verewigt sie die Dresdner Semperoper und die Zeit um 1840, als die neu gebaute königliche Spielstätte ihren Glanz erhielt.

Anhand ihrer Figuren wirft Anne Stern sowohl einen Blick auf das gutbetuchte Bürgertum (in Form ihrer Protagonistin Elise Spielmann und deren wohlsituierter Familie) als auch auf die armen Seelen (in Form des Malergehilfen Christian oder seiner Schwester, die zum Teil in einem Waisenhaus aufwuchsen). Darüber hinaus lernt man das auch damals schon bunte Treiben auf und hinter der Semperopernbühne kennen – von der Schneiderin über die Solisten bis zum Orchester.
Auch ihre Nebenfiguren entwickelt Anne Stern immer mit viel Liebe zum Detail. Auch an ihnen schildert sie typische Lebensläufe von Personen der damaligen Zeit – seien sie nun Emporkömmlinge oder „gefallene Mädchen“. Die Liste der Fallstricke für junge Frauen dieser Zeit ist lang – und eine unbedachte Äußerung oder ein kleiner Fehler können Existenzen vernichten. Auch dies schildert die Autorin plastisch und – wo nötig – auch deutlich.

Mit ihrem Schreibstil lässt die Autorin das alte Dresden lebendig werden und ihre Szenen bieten immer wieder neue Facetten der Stadt und ihrer Bewohner. Dies mag dem einen oder anderen vielleicht zu ausführlich erscheinen, aber es führt dazu, dass man sich in ihren Romanen immer fühlt, als sei man „mittendrin“. Allerdings – und dies fällt mir ebenfalls immer wieder auf – enthält der Roman dadurch auch keine so große Handlungsdichte wie vergleichbare Bücher. Ihre Romane leben einfach von der Stimmung, den Situationen und dem Zeitgeist.

Während nun Elise darauf wartet, ihre Pflichtheirat mit dem viel älteren und ebenfalls wohlhabenden Bürger der Stadt einzugehen, lernt sie während einer Vorstellung an der Semperoper Christian kennen. Obwohl beide wissen, dass es für sie aufgrund ihrer Standesunterschiede kaum eine Möglichkeit geben würde, ein gemeinsames Leben zu beginnen, finden sie immer wieder Möglichkeiten, sich zu sehen und näher kennenzulernen. Doch wohin kann eine solche Liebe, der viele Widerstände entgegenstehen, führen?

Nun, ohne zu viel verraten zu wollen – Anne Stern hat nicht nur die Lebensumstände der Figuren plastisch und realitätsnah geschildert, auch das Ende der Geschichte ist keineswegs verklärt und durch die rosarote Brille betrachtet. Mir hat das sehr gut gefallen, weil die Story dadurch einfach Charakter bekommt. Und schließlich müssen wir auch in Zukunft nicht auf die lieb gewonnenen neuen Figuren verzichten – denn es deutet sich an, dass es (mindestens) eine Fortsetzung geben wird!

Wer schon immer Näheres über eine bisher wenig beleuchtete Zeitspanne der deutschen Geschichte erfahren wollte, wer mittendrin statt nur dabei sein möchte und nicht zuletzt wer Dresden in all seiner historischen Schönheit erleben will, der sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Aber Achtung – das nächste lange Wochenende ist dann garantiert für einen Ausflug nach „Elbflorenz“ reserviert 😉

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Veröffentlicht am 14.05.2023

Sehen und gesehen werden auf der Party der Jahres

Malibu Rising
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An alle Fans von Evelyn Hugo und Carrie Soto: habt ihr Lust, auf eine spektakuläre Pary zu gehen? Wo sich die Hollywood-stars die Klinke in die Hand geben? Wo das Wort „Party“ völlig untertrieben ist für ...

An alle Fans von Evelyn Hugo und Carrie Soto: habt ihr Lust, auf eine spektakuläre Pary zu gehen? Wo sich die Hollywood-stars die Klinke in die Hand geben? Wo das Wort „Party“ völlig untertrieben ist für das Ausmaß an Chaos, das sie verursacht? Wo Carrie Soto höchstselbst eine Szene hinlegt, die filmreif ist? Dann kommt nach Malibu, zur jährlichen Sommerparty der Riva-Geschwister!

Aber Moment - wer sind überhaupt die Riva-Geschwister? Müsste man die kennen? Nun, wir lernen sie kennen in diesem Roman, der neben der Party selbst auch die Familiengeschichte der Rivas beleuchtet. Von den 1950er Jahren bis ins Jahr 1983 spannt sich der Bogen und zeigt, dass man in Malibu auch aus einfachsten Verhältnissen zum Star werden kann. Doch zu welchem Preis?

1983 ist Nina Riva ein bekanntes Bikini-Model. Ihr Bruder Jay ist mittlerweile Weltmeister im Surfen, der andere Bruder Hud begleitet ihn mit seiner Kamera und macht die besten Wassersport-Fotos der Welt. Nur Nesthäkchen Kit hat ihre Bestimmung noch nicht gefunden - dabei ist sie auf dem Brett genau so gut wie Jay! Gibt es auch für sie eine Chance, als Surferin erfolgreich zu sein?

Die schwierige Kindheit der Geschwister ist überschattet von Verlusten. Der Vater, ein gefeierter Star, verschwindet mehrfach von heute auf morgen aus der Familie - und die Kinder können sich nicht sicher sein, ob er je zu ihnen zurückkommen wird. Mutter June versucht alles, um allein vier Kinder großzuziehen. Doch ohne die Alimente ihres Ex-Mannes ist das kaum zu stemmen. Während June an den Umständen zunehmend verzweifelt und sich dem Alkohol zuwendet, wächst Nina im Teenageralter zur Ersatzmutter heran. Sie ist es, die ihre Geschwister unterstützt, als ihre Mutter es nicht mehr kann, und sie bis ins Erwachsenenalter begleitet. Als ein Fotograf sie surfen sieht und als Bademoden-Model entdeckt, träumt sie nicht von der großen Karriere, sondern nur davon, dass mit der Gage endlich das Geld reicht, um ihren Geschwistern einige kleine Träume erfüllen zu können.

Jahre später sind die Geschwister ihre Geldsorgen los. Nina ist inzwischen mit dem Tennis-Star Brandon Randall verheiratet. Jedes Jahr im Sommer geben NIna und ihre Geschwister in Ninas Haus eine Party - doch als diesmal plötzlich ihr Vater Mick vor der Tür steht führt eins zum anderen - und am Schluss in eine große Katastrophe.

Taylor Jenkins Reid versteht es auch diesmal wieder, einen packenden Roman aus der Glamourwelt der Schönen und Reichen zu schreiben. Und auch diesmal wird offenbar, dass sich unter dem schönen Schein Abgründe auftun. Dennoch finde ich, dass sie mit „Die sieben Männer der Evelyn Hugo“ ihr Meisterstück abgeliefert hat, denn weder „Carrie Soto is back“ noch „Malibu rising“ konnten mich ähnlich fesseln wie Evelyn. Trotzdem ist es ein cleverer Schachzug, dass ihre Romane alle im gleichen Universum spielen. So hat beispielsweise Carrie einen Auftritt auf Ninas Party - und was für einen!

Ohne Frage, das Buch ist einfach gute Unterhaltungslektüre. Es zeigt auch, wie das heutzutage berühmte Malibu vom einfachen Küstenstädtchen zum begehrten Wohnort für Superreiche wurde. Wer sich mit Geschichten über Stars und Sternchen sowie deren meist nicht ganz so glamouröser Vergangenheit wohlfühlt, ist mit „Malibu Rising“ auf jeden Fall gut beraten!

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