Profilbild von Caillean

Caillean

Lesejury Star
offline

Caillean ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Caillean über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.12.2018

Downton Abbey in Hinterpommern

Gut Greifenau - Abendglanz
0

Ich merke gerade, dass die Überschrift meiner Rezension irgendwie abwertend verstanden werden könnte… aber nein, so ist sie auf keinen Fall gemeint, sondern durchweg positiv! Der Auftakt zu dieser neuen ...

Ich merke gerade, dass die Überschrift meiner Rezension irgendwie abwertend verstanden werden könnte… aber nein, so ist sie auf keinen Fall gemeint, sondern durchweg positiv! Der Auftakt zu dieser neuen Saga ist aus meiner Sicht sehr gut gelungen und hat mir an den Weihnachtsfeiertagen wunderbare Lesestunden beschert! Es ist einfach eine runde Sache und Freunde solcher historischen Geschichten werden mit Sicherheit ihre Freude an diesem Buch (und wahrscheinlich der ganzen Reihe) haben!

Wie bei Downton Abbey geht es hier nicht nur um die Schicksale der adeligen Gutsherren, sondern auch die der Angestellten. Während Konstantin, der älteste Sohn des Gutsbesitzers, sich in die reformbegeisterte Dorflehrerin verliebt, versucht Kutscher Albert das Rätsel um seine Herkunft zu lösen. Auch die Nebenfiguren sind mit Liebe und historischen Details gezeichnet und es macht einfach Spaß, mit ihnen die interessante Zeit vor dem 1. Weltkrieg zu erleben.

Das Manko an diesem Buch aus meiner Sicht: das Ende ist in sich nicht abgeschlossen und abrupt. Es ist, als hätte die Autorin willkürlich an irgendeiner Stelle den Stift fallen lassen. Natürlich weiß man, dass es im nächsten Band („Nachtfeuer“) nahtlos weitergehen wird. Aber für mich zeigt sich schriftstellerisches Können auch darin, dass man entweder einen wirklich guten Cliffhanger hinbekommt oder aber ein in sich geschlossenes Ende, das dennoch Lust auf mehr macht. Dieses Ende war für mich leider weder Fisch noch Fleisch.

Das ist aber auch schon alles, was ich an dem Buch kritisieren kann. Band zwei liegt schon bereit und ich freu mich drauf!

Veröffentlicht am 31.12.2018

Die „kings of cliffhanger“ haben wieder zugeschlagen!

Die Opfer, die man bringt
0

Bei den Krimis von Hjorth & Rosenfeldt freue ich mich regelmäßig nicht nur darauf, die Lösung eines verzwickten Falls präsentiert zu bekommen, sondern kann mich auch darauf verlassen, dass es einen spektakulären ...

Bei den Krimis von Hjorth & Rosenfeldt freue ich mich regelmäßig nicht nur darauf, die Lösung eines verzwickten Falls präsentiert zu bekommen, sondern kann mich auch darauf verlassen, dass es einen spektakulären Cliffhanger geben wird, der mich dem nächsten Band entgegenfiebern lässt. Und auch diesmal haben mich die beiden Skandinavier nicht enttäuscht! Beim Ende des letzten Teils dachte ich, noch außergewöhnlicher geht es kaum – und wurde eines Besseren belehrt. Ich frag mich, wo die zwei Schriftsteller bloß die Ideen hernehmen, um sich immer wieder selbst zu übertreffen!? So langsam kommt die Reihe von den Ideen her an meine heißgeliebte und von Kritikerlob überschüttete Sherlock-Reihe der BBC heran

Der Nachteil einer solchen Entwicklung: bald lassen sich die Bücher wahrscheinlich nicht mehr außerhalb der Reihe lesen. Wer als Unbedarfter zu diesem oder einem der nächsten Romane greift, wird es wahrscheinlich schwer haben. Zu viele Entwicklungen innerhalb des Teams sind nachzuvollziehen, zu viele Wendungen hat man als Fan dieser Romane in den Vorgängerbänden schon miterlebt – es wird langsam einfach zu komplex, um es einem unbeleckten Leser noch verständlich machen zu können. Obwohl ich sagen muss, dass man in diesem Buch schon versucht hat, alle bisherigen (wichtigen) Ereignisse noch einmal kurz einzustreuen und zu erläutern. Das hilft einem selbst dann, wenn man die Vorgängerbücher kennt, denn man kann sich einfach nicht über Jahre detailliert die Vorgänge merken.

Die Bücher und speziell auch dieser Roman werden immer mehr von den zwischenmenschlichen Entwicklungen im Ermittlerteam beherrscht. Diese nehmen mindestens so viel Raum ein wie der Fall an sich. Ich als Fan der Reihe finde das super, andere mögen das anders sehen. Und so gibt es diesmal am Schluss wieder einen bzw. sogar zwei Cliffhanger, einen in Bezug auf Sebastian (Hammer!) und einen in Bezug auf ein anderes Teammitglied (wo soll das nur hinführen???). Ich kann es jedenfalls WIEDER kaum erwarten, dass der nächste Hjorth&Rosenfeldt erscheint – und ich hoffe sehr, dass es nicht wieder so lange dauert wie bis zu diesem Buch!


Veröffentlicht am 26.12.2018

Niedliche weihnachtliche Geschichte

Die Liebe kommt auf Samtpfoten
0

Dieses Buch hat mich in der Vorweihnachtszeit gut unterhalten. Es hat alles, was ein Unterhaltungsroman braucht – eine Liebesgeschichte, ein paar Verwicklungen, ein bisschen Neuschnee und als i-Tüpfelchen ...

Dieses Buch hat mich in der Vorweihnachtszeit gut unterhalten. Es hat alles, was ein Unterhaltungsroman braucht – eine Liebesgeschichte, ein paar Verwicklungen, ein bisschen Neuschnee und als i-Tüpfelchen eine kleine, süße und offenbar sehr clevere Katze. Als Samtpfoten-Fan kam mir das Buch daher gerade recht für die Weihnachtszeit. Kaila ist der Star des Buches und konnte mich mit ihrer erhabenen, kätzischen Art auch wirklich überzeugen. Die aus ihrer Sicht geschriebenen Szenen sorgten immer wieder für ein Schmunzeln und in vielen Szenen konnte ich eigene Katzenerfahrungen wiederfinden.

Über fast die ganze Länge des Buches konnte mich die Geschichte wirklich überzeugen. Nur auf den letzten 20 Seiten hat es mich leider ein wenig enttäuscht – das Ende war mir irgendwie zu abrupt und zu dramatisch aufgezogen. Im Gegenzug konnte ich mir nicht vorstellen, dass die Protagonisten mit einer solchen persönlichen Katastrophe so locker umgehen, wie es am Ende des Romans geschildert wurde. Irgendwie kam mir das Ende deshalb nicht „rund“ vor und das ist auch der Grund für den Abzug eines Sterns.

Trotzdem halte ich diese süße Story für gute Unterhaltung zum Fest – deshalb 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 22.12.2018

Romantische Weihnachtsstimmung in der Valerie Lane

Das wunderbare Wollparadies
0

Wie schon bei den vorigen Büchern der Serie war ich auch diesmal wieder positiv überrascht. Manuela Inusa hat einen stimmungsvollen, romantischen Roman geschrieben, der mit den anderen Büchern wie aus ...

Wie schon bei den vorigen Büchern der Serie war ich auch diesmal wieder positiv überrascht. Manuela Inusa hat einen stimmungsvollen, romantischen Roman geschrieben, der mit den anderen Büchern wie aus einem Guss wirkt. Die Begebenheiten der vorigen Bücher werden in kurzen Erläuterungen an passender Stelle noch einmal erwähnt, so dass man dieses Buch auch bequem außerhalb der normalen Buchreihe einzeln lesen kann.

Der Ton des Buches ist wie immer beschwingt und locker-leicht (auch wenn mitunter ein paar schwierige Themen angeschnitten werden), so dass man sich nach einem langen Arbeitstag gut unterhalten fühlt oder das Gefühl vom eben erlebten Weihnachtsmarktbesuch noch ein wenig länger auskosten kann. Wer es auf die Spitze treiben möchte, setzt sich mit Glühwein und Plätzchen und Kuscheldecke auf die Couch – dafür ist dieses Buch wirklich perfekt!

Und deshalb freue ich mich jetzt schon darauf, im nächsten Roman Orchid auf dem Weg ins Glück zu begleiten

Veröffentlicht am 17.12.2018

Nicht das stärkste Buch der Reihe...

Die Mondschwester
0

Ich hatte mich sehr auf den neuen Band der Sieben-Schwestern-Reihe gefreut, waren die Bücher doch bisher immer Lese- bzw- Hörhighlights für mich gewesen. Diesmal war es für mich aber leider ein geteilter ...

Ich hatte mich sehr auf den neuen Band der Sieben-Schwestern-Reihe gefreut, waren die Bücher doch bisher immer Lese- bzw- Hörhighlights für mich gewesen. Diesmal war es für mich aber leider ein geteilter Genuss, denn der historische Erzählstrang um die Flamencotänzerin Lucia (Tiggys Großmutter) konnte mich leider nicht so fesseln, wie ich es mir erhofft hatte.

Wie immer erzählt Lucinda Riley anschaulich und mit Blick auf große Emotionen die Familiengeschichte einer der „Sieben Schwestern“, diesmal Tiggy. Für mich nahm aber Lucias Geschichte einen zu großen Teil des Buches ein, dafür kam die Lebensgeschichte von Tiggys leiblicher Mutter aus meiner Sicht viel zu kurz. In einem Hörbuch von über 18 Stunden nahm die Geschichte von Isadora und warum Tiggy als Adoptivkind weggegeben wurde, gerade mal 20 min ein. Dafür wurde Lucias Geschichte von der Geburt bis zu ihrem frühen Tod in epischer Breite erzählt. Und das, obwohl es tatsächlich nur Lucias Geschichte war, die noch nicht mal Einfluss auf die Umstände von Tiggys Geburt hatte. So ganz logisch war mir das deshalb nicht. Leider war mir Lucia auch recht unsympathisch, ebenso wie ihr Vater Jose.

Mit Tiggy konnte ich mich mehr identifizieren, wenn ich auch schlecht nachvollziehen konnte, weshalb sie mit einem Bombenabschluss in Zoologie in der Tasche einen Teilzeitjob in der Einsamkeit Schottlands annimmt.

Insgesamt war dieser Band für mich nicht ganz stimmig. Ich könnte mir aber vorstellen, dass das nächste Buch mich wieder richtig mitreißt. Der Epilog, der schon mal einen Ausblick auf die Geschichte von Electra gibt, war zumindest vielversprechend. Und so freue ich mich trotzdem schon sehr auf den nächsten Teil.