Meine Rezension zu Weil ich an dich glaube
Weil ich an dich glaube – Great and Precious ThingsEigene Meinung
Mich hat es mal wieder zu einer SuB-Leiche gezogen. Weil ich an dich glaube liegt schon viel zu lange ungelesen bei mir herum, und nachdem mir The Things We Leave Unfinished so gut gefallen ...
Eigene Meinung
Mich hat es mal wieder zu einer SuB-Leiche gezogen. Weil ich an dich glaube liegt schon viel zu lange ungelesen bei mir herum, und nachdem mir The Things We Leave Unfinished so gut gefallen hat, waren meine Erwartungen entsprechend hoch.
Wer bereits Bücher von Fourth Wing-Autorin Rebecca Yarros kennt, weiß um ihren leichten, gut lesbaren Schreibstil – und genauso ist es auch hier. Man kommt schnell in die Geschichte rein, trifft auf interessante Charaktere mit Tiefe und einigen Überraschungen. Die Kapitel sind kurz gehalten, und ich wechsle dabei zwischen den Ich-Perspektiven der beiden Protagonisten Willow und Camden. Die Figuren sind etwas älter und bewegen sich nicht mehr in der Jugend- oder “New Adult”-Sparte, was ich persönlich sehr angenehm finde.
In Weil ich an dich glaube begleite ich vor allem Camden, der nach Jahren in sein kleines Heimatstädtchen zurückkehrt – obwohl er sich geschworen hatte, es nie wieder zu betreten. Doch das Schicksal hat andere Pläne: Als sein Vater ihm eine Nachricht schickt und um Hilfe bittet, beschließt Camden, zurückzukehren. Leider weiß sein Vater davon nichts mehr, da er beginnt, sein Gedächtnis zu verlieren. Camden ist nicht gerade der beliebteste Sohn der Stadt, und seine Rückkehr sorgt für reichlich Gesprächsstoff. Einzig Willow, seine Jugendfreundin und erste Liebe, steht fest an seiner Seite.
Der Fokus liegt meiner Meinung nach weniger auf der Liebesgeschichte, sondern vielmehr auf Camdens Rückkehr und seinem Versuch, sich wieder einen Platz in der Gemeinschaft zu erkämpfen. Die Sorge um den Vater und die Gerüchte über Camden begleiten ihn dabei ständig. Willow steht oft zwischen den Fronten, doch gerade die Beziehung der beiden ist angenehm gelöst: Sie reden miteinander, führen offene Gespräche, und Willow ist definitiv keine, die sich den Mund verbieten lässt. Es gibt kein nerviges Hin und Her, keine Misskommunikation – was ich sehr erfrischend fand. Auch die Geheimnisse, die im Laufe des Buches ans Licht kommen, sorgen für spannende Wendungen und geben der Geschichte mehr Tiefe.
Die Charaktere sind gut entwickelt, auch wenn ihnen hier und da noch etwas Liebe zum Detail fehlt. In manchen Szenen wirken sie etwas eindimensional. Aber das Setting rund um die Kleinstadt, in der jeder jeden kennt, hat es mir sehr angetan. Besonders mochte ich Willows Schlagfertigkeit – davon dürfte es meiner Meinung nach gerne mehr in Büchern geben!
Mein abschließendes Fazit
Weil ich an dich glaube ist ein wirklich schönes Buch für zwischendurch – ohne übertriebenes Drama, aber mit viel Herz. Camden und Willow haben es mir leicht gemacht, sie zu mögen. Es gibt keine dieser typischen Kommunikationsprobleme, die man leider oft in Liebesromanen findet. Stattdessen wird offen gesprochen, was der Geschichte eine angenehme Reife verleiht. Auch dass die Protagonisten älter sind und nicht mehr in die “Young Adult”-Kategorie fallen, tut dem Buch gut. Der thematische Nebenstrang rund um Camdens Vater und die Rückkehr in die Kleinstadt rückt immer wieder in den Vordergrund und lässt die Liebesgeschichte ganz natürlich nebenher laufen – und genau das hat mir gefallen.
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