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Veröffentlicht am 30.07.2026

Rezension zu Anathema

Anathema
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Eigene Meinung
Auf der Suche nach einem Buch, das mich einerseits in eine fremde Welt entführt und andererseits ein bisschen aus meiner Comfort Zone lockt, habe ich zu Anathema gegriffen. Und holy moly… ...

Eigene Meinung
Auf der Suche nach einem Buch, das mich einerseits in eine fremde Welt entführt und andererseits ein bisschen aus meiner Comfort Zone lockt, habe ich zu Anathema gegriffen. Und holy moly… das war ein Erlebnis der anderen Art…

Autorin Keri Lake gibt mir die Möglichkeit, Anathema aus der Ich-Perspektive von Protagonistin Maevyth sowie aus der Erzählperspektive von Zevander zu erleben. Anfangs war der Wechsel zwischen den Perspektiven etwas ungewohnt, was dem Buch aber keinerlei Abbruch tat. Der Schreibstil von Keri Lake ist… uff, schwer zu beschreiben. Nicht, weil er schlecht ist, sondern weil ich ihn als so außerordentlich gut empfunden habe. Problemlos schafft sie es, in den richtigen Augenblicken genau den passenden Ton zu treffen.

Vor allem die Ortsbeschreibungen sind so bildhaft geschrieben, dass ich dauerhaft einen Film im Kopf hatte. Ich konnte jede Szene vor meinem inneren Auge sehen – und das leider auch, wenn es um wirklich grausame, gruselige Horrorszenen ging. Denn ja, das ist ebenfalls etwas, das mir besonders von Anathema im Gedächtnis geblieben ist: der Horror. Es ist keine seichte Romantasy-Geschichte! Es ist gruselig, blutrünstig und unglaublich bildhaft – und dabei so unfassbar gut.

Ich traue mich nur selten an High Fantasy heran. Zu groß ist die Sorge, die Hierarchien, die Magiesysteme, die vielen Völker und alles, was es sonst noch zu beachten gibt, nicht zu verstehen. In Anathema? Kein Problem. Keri Lake hat mit einem zehnseitigen Glossar, einer Weltkarte und natürlich Triggerwarnungen vorgesorgt. Tatsächlich lief es aber gar nicht so ab, dass ich ständig im Glossar blättern musste. Meiner Meinung nach hat die Autorin dafür eine richtig gute Lösung gefunden: Sie lässt Protagonistin Maevyth genauso “unwissend” in diese Welt eintauchen wie mich als Leser. Dadurch wurden mir Glyphen, Stämme, Völker, Zauber und Hintergründe Stück für Stück nähergebracht. Nicht ausufernd, sondern kurz, verständlich und genau dann, wenn ich die Informationen brauchte – ohne mich mit Wissen zuzuschütten.

Zwischen all den gruseligen Horrorszenen gab es aber auch viele Momente zum Lachen und zum Weinen. Eine emotionale Achterbahnfahrt, getragen nicht nur von den Protagonisten Maevyth und Zevander, sondern auch von den Nebencharakteren. Meiner Meinung nach bedient Anathema außerdem den Found-Family-Trope und genau das hat mir zwischen all dem Bösen in der Geschichte immer wieder kleine Momente zum Durchatmen geschenkt. Gerade die Verbindung zwischen Maevyth und Rykaia, der Schwester von Zevander, oder auch zu Aleysia hat mich sehr berührt.

Bleiben wir doch gleich bei den Charakteren beziehungsweise vor allem bei den beiden Protagonisten: Maevyth und Zevander. Beide funktionieren für mich absolut grandios. Denn sie entwickeln sich Stück für Stück aus den Rollen heraus, die ihnen seit ihrer Geburt auferlegt wurden. Gerade bei Maevyth geschieht das nicht im Sinne einer plötzlich übermächtigen Heldin. Jeder Fortschritt, den sie sich erkämpft, fühlte sich auch für mich als Leser unheimlich gut an. Und obwohl sie durch die Eating Woods in eine völlig andere Welt geworfen wird, verliert sie ihr eigentliches Ziel nie aus den Augen. Gleichzeitig wiederholt sich dieser Gedanke nie auf eine anstrengende Art und Weise. Stattdessen wird sowohl Maevyth als auch dem Leser immer wieder bewusst gemacht, dass sie lernen muss.

Zevander hingegen ist deutlich schwieriger zu durchschauen. Erst nach und nach setzen sich die Puzzleteile zusammen und ich habe verstanden, weshalb er nach außen so kalt wirkt. Er versucht, viele Baustellen gleichzeitig zu bewältigen – und das am liebsten im Alleingang. Ich bin nämlich der Meinung, dass der gute Herr ein ziemliches Problem damit hat, Kontrolle zu verlieren. Zumal er sie über sich selbst jederzeit wahren muss. Auch im Umgang mit Maevyth ist er vorsichtig und gleichzeitig sichtlich verwirrt. Genau das wurde für mich in seinen Kapiteln unglaublich authentisch transportiert.

Die Beziehung zwischen Zevander und Maevyth nimmt auch erst in den letzten Kapiteln wirklich Fahrt auf. Also wirklich Slow Burn. Gerade das mochte ich unglaublich gern. Sie fallen eben nicht sofort übereinander her, sondern zeigen ihre Unsicherheiten, lassen Nähe langsam entstehen und teilen ihre Verletzlichkeit miteinander. Das fühlte sich für mich deutlich intimer an als so manche Dark-Romance-Spice-Szene.

Vielleicht ist Anathema genau deshalb nicht einfach nur ein süßes Romantasy-Buch. Es geht nicht bloß um zwei Menschen, die sich irgendwie anziehend finden und sich gleichzeitig absolut nicht ausstehen können. Es geht um zwei Menschen, die für ihre Welt beziehungsweise ihre Familien kämpfen und bei all dem schlichtweg kaum Zeit haben, überhaupt an eine Beziehung zu denken. Der Fokus liegt für mich deshalb nicht auf der Liebesgeschichte, sondern auf dem Weltenaufbau, den Wesen und den vielen Handlungssträngen, die am Ende zu einem großen Ganzen zusammenlaufen.

Doch worum geht es eigentlich?

In Anathema begleiten wir Maevyth, die langsam aber sicher an ihrer geistigen Gesundheit zu zweifeln beginnt. Die Vorwürfe der Dorfbewohner seit ihrem unerklärlichen Erscheinen scheinen sich immer mehr zu bewahrheiten. Als schließlich alles eskaliert, ergreift Maevyth die einzige Chance, die sie noch sieht: Sie flüchtet gemeinsam mit ihrer Schwester – der einzigen Familie, die ihr geblieben ist. Doch die Eating Woods sind hungrig…

Ich tauchte also in eine Geschichte ein, die in zwei Welten spielt. Erzählt wird sie aus der Sicht einer Sterblichen, der eröffnet wird, dass sie die Letzte eines längst vergangenen Volkes sein soll, und aus der Sicht eines Lunasiers, der zu einem Leben mit einem Fluch verdammt ist.

Tatsächlich muss ich aber auch ehrlich sagen, dass ich kaum auf die Geschichte von Anathema eingehen kann und möchte. Der Grund dafür ist ganz einfach: Ich saß beim Lesen mehr als einmal mit Gänsehaut da oder dachte mir nur: “Bitte nicht!” Genau diese Momente möchte ich euch nicht vorwegnehmen.

Mein abschließendes Fazit
Zwei Welten und eine Gefahr. Anathema kombiniert Horror und Fantasy auf eine Weise, die mich vollkommen begeistert hat. Mit seiner bildhaften Sprache, den wundervollen Charakteren und den Eigenheiten seiner Welten hat sich dieses Buch einen festen Platz in meinem Herzen gesichert.

Als High-Fantasy-Neuling hätte ich nie gedacht, dass mich dieses Genre so sehr ab der ersten Seite fesseln könnte. Umso mehr freue ich mich auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen mit Zevander, Maevyth, Aleysia, Rykaia und all den anderen. Notizen für Band 2 habe ich mir jedenfalls schon gemacht… denn im NOVEMBER erscheint endlich die Fortsetzung. (Zum Glück bin ich geduldig. Nicht!)

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Veröffentlicht am 27.07.2026

Rezension zu Unhinged

Unhinged
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Eigene Meinung
Mein zweites Englisches Buch in meinem Leben, das ich beendet habe. Meiner Schwester hatte ich erzählt, das ich gern mehr auf Englisch lesen würde und da hat sie mir und sich unhinged geschenkt. ...

Eigene Meinung
Mein zweites Englisches Buch in meinem Leben, das ich beendet habe. Meiner Schwester hatte ich erzählt, das ich gern mehr auf Englisch lesen würde und da hat sie mir und sich unhinged geschenkt. Wie es mir gefallen hat? Ich erzähle es euch…

In unhinged begleite ich vorwiegend Protagonistin Avery und lese aus ihrer Ich- Perspektive. Nach und nach kommen weitere Charaktere zu, die ebenfalls in dem Foundation Center leben und aus dessen Sicht ich auch lesen darf. Dort haben wir Grey, Damon und Theo. Nach einem traumatischen Ereignis wird Avery in die geschlossene psychische Einrichtung gebracht, wo sie auf ihre ebenfalls gebrochenen, aber auch instabilen Mitpatienten trifft.

Steph Macca hält die Kapitel kurz und dennoch sind sie nicht weniger intensiv oder fehlt es ihnen an Details. Dadurch, dass ich aus gleich mehreren Perspektiven lese, bekomme ich auch mehr über die Hintergründe in Lilydale mit. Denn gerade Damon und seine rechte Hand Grey scheinen dort das sagen zu haben. Ihre Mitpatienten müssen sich Damons Worten beugen. Avery und auch ich als Leser verstehen erst im Verlauf des Buches warum und wieso und selbst dann, bleiben noch viele Fragen offen. Diesbezüglich habe ich schon gelesen, dass die Reihe wohl bis zu vier Bände umfassen wird. Die ersten beiden sind bereits auf Deutsch erschienen.

Steph Maccas Schreibstil ist weitestgehend flüssig, obwohl es mir schwerfällt, das bei einem englischen Buch richtig einzuschätzen – bin ich ganz ehrlich. Da ich hier und da sehr arg mit der englischen Sprache zu kämpfen habe, war ich allerdings überrascht wie gut und flüssig ich durch das Buch kam. Deswegen würde ich den Schreibstil als sehr flüssig und einfach einschätzen. Natürlich gibt es verschiedene Begrifflichkeiten bezüglich der Psyche zum Beispiel, aber diese sind nicht konstant vorhanden und tauchen nur vereinzelt hier und da auf.

Avery versucht sich in Lilydale einzuleben und muss ständig schauen, wer es ernst mit ihr meint und wer nicht. Dort kommt dann vor allem langsam Grey ins Spiel. Stück für Stück taut Avery bei ihm auf und kommt damit auch in den engeren Kreis von Damon. Sehr zu seinem Bedauern. Immer wieder bekommt Avery von ihm Spitzen zu hören und zu fühlen und Grey versucht auch gern zwischen den beiden zu vermitteln. Auch wenn seine Loyalität vor allem Damon gegenüber besteht. Erst gegen Ende erfährt man, weshalb Avery überhaupt in Lilydale ist.

Von den anderen Charakteren, bekommt man zuvor nur vereinzelte Hinweise. Ich denke das dies gerade in den nächsten Bänden mehr thematisiert wird.
Charakter Theo wird eine weitere Konstante von Avery und hat sich auch ein bisschen in mein Herz geschlichen. Leider gibt es nur ein Kapitel aus seiner Sicht, was vielleicht in den Folgebänden auch noch geändert wird, gerade weil das Buch mit einem sehr gemeinen Cliffhanger endet…

Die Charaktere sind interessant, jeder auf seine Art irgendwie eigen. Avery beispielsweise ist eher Sarkastisch, legt dieses Verhalten aber (leider) Stück für Stück mehr ab, um sich – das ist mein Gefühl – der Hierarchie zu beugen. Den Ärzten, Psychologen oder Lehrern hingegen behält sie ihre schroffe, abweisende Art bei. Und ja auch im Laufe der Geschichte, wird sie auch wieder mutiger, gerade Grey gegenüber. Leider gab es für mich auch eine Szene – keine Sorge ich Spoiler nicht – wo sie mir ein Stück weit unsympathisch wurde.

Sie hatte meiner Meinung nach einen Fehler begangen, hatte diesen auch bereut, aber nahm für mich anschließend zu sehr die Opferrolle ein, was ich dem anderen gegenüber sehr fehl am Platz fand. Das war für mich einfach nicht gut ausgearbeitet.

Nichts desto Trotz ist die Geschichte interessant und auch spannend gestaltet. Immer wieder werden Hinweise zu Hintergründen gegeben, die ich wahrscheinlich erst in den folgenden Bänden verstehen werde, aber genau das reizt daran. Der Spice Anteil bleibt tatsächlich in einem kleinen Rahmen, ich meine es waren drei oder vier Szenen, die auch nicht übertrieben stattfanden. Die ganze Zeit war ich eher darauf fokussiert, was hinter den Charakteren steckt, was sie verbergen, wie sich die Geschichte entwickelt. Der Cliffhanger am Schluss war demnach für mich absolut bodenlos und ich muss die Reihe fortsetzen!



Mein abschließendes Fazit
Mein Einstieg in unhinged war persönlich etwas vorbelastet durch die englische Sprache, die ich einfach nicht gut beherrsche. So dachte ich. Allerdings bin ich wirklich gut durch das Buch gekommen. Ich brauchte recht wenig Hilfe in Sachen Übersetzungen und hat mir gezeigt, dass mein Englisch vielleicht doch ein ticken besser ist als gedacht!

Die Geschichte rund um Avery in der Lilydale Foundation war absolut spannend und interessant. Dafür, dass es unter Dark Romance läuft, waren die Spice Szenen übersichtlich, und nicht unbedingt abgehoben.

Trotz kleiner Kritikpunkte konnte mich unhinged von sich überzeugen und vor allem dazu, die Reihe fortzusetzen. Egal ob es die Geheimnisse sind, die Entwicklungen der Charaktere oder eben die Hintergründe der Lilydale Foundation. Die Dynamik zwischen den Charakteren hat für mich funktioniert, auch wenn ich ein paar Entscheidungen so nicht getroffen hätte.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Starke Protagonisten, wenn auch etwas Blass

Vex
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Eigene Meinung
Bei Reado habe ich das erste Mal von diesem Buch gehört. Und es hat mich sofort angesprochen, weswegen es ebenfalls sofort auf meiner Wunschliste wanderte. Nun habe ich es auch endlich gelesen ...

Eigene Meinung
Bei Reado habe ich das erste Mal von diesem Buch gehört. Und es hat mich sofort angesprochen, weswegen es ebenfalls sofort auf meiner Wunschliste wanderte. Nun habe ich es auch endlich gelesen und hier erzähle ich euch, wie ich “Vex – Reiz mich nicht” fand …

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven der Protagonisten Harper und Will erzählt. Die Kapitel sind sehr kurz, was das schnelle Voranschreiten enorm erleichtert – oder auch das „mal eben noch ein Kapitel einschieben“. Der Schreibstil ist flüssig, sarkastisch und natürlich spicy. Gerade Letzteres empfand ich allerdings gar nicht als übermäßig intensiv. Klar gibt es einige Szenen, in denen sich Blümchen und Bienen näherkommen – wobei das stellenweise eher an Hornisse und Venusfliegenfalle erinnert – aber ich habe definitiv schon Härteres gelesen. Das im Dark Romance Kontext ist auch immer schwierig, aber ich versuche mein 12-Jähriges Ich, ein bisschen zu zügeln.

Der Anfang hat mir besonders gut gefallen. Ich lerne Harper und Will kennen und merke schnell, dass sich beide nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Beide wirken dominant und selbstbewusst. Harper mochte ich vor allem wegen ihrer sarkastischen, frechen Art sehr gern. Will hingegen ist für mich stellenweise fast schon ein bisschen zu stereotypisch als Dark-Romance-Boyfriend angelegt. Vielleicht habe ich mich an taffen weiblichen Hauptfiguren aber auch einfach noch nicht sattgelesen.

Harper bringt einige Altlasten mit nach L.A. – und mit Will kommen neue dazu. Während er Probleme meist schnell und leise löst (nicht unbedingt im Sinne aller Beteiligten), versucht Harper, einen kühlen Kopf zu bewahren und die Dinge strategischer anzugehen. Natürlich funktioniert das nur bedingt, und so geraten die beiden schneller aneinander, als Harper lieb ist. Gleichzeitig fühlt sich auch Will durch Harper in seiner Arbeit bedroht und geht auf seine ganz eigene Weise damit um.

Positiv hervorheben möchte ich, dass beide Charaktere Anfang dreißig sind – und sich auch so verhalten. Die Charakterzüge, die die Autorin ihnen verleiht, wirken größtenteils authentisch. Das klassische „Miscommunication“-Trope bleibt hier zum Glück weitgehend aus oder wird zumindest schnell aufgelöst. Es entwickelt sich also nicht zu dieser nervenaufreibenden Dauerschleife aus „Wie kann er/sie nur?“ und „Ich bin verletzt, sage es aber nicht, weil er/sie muss das selbst merken“.

Die Geschichte bringt definitiv Potenzial für Spannung mit, doch bei mir hat sie nur stellenweise wirklich gegriffen. Gegen Ende nimmt das Tempo zwar zu und die letzten Kapitel werden deutlich intensiver, aber insgesamt hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht. Oft hatte ich das Gefühl, dass viele Figuren etwas blass bleiben. Von Harper erfahre ich noch am meisten – doch selbst das hätte für mich gern noch ausführlicher sein dürfen.

Trotzdem bin ich neugierig, wie es weitergeht, und hoffe im nächsten Band noch mehr über die Hintergründe und einzelnen Charaktere zu erfahren.

Mein abschließendes Fazit
Harper und Will funktionieren als Paar sehr gut miteinander. Besonders positiv fand ich, dass beide älter sind und sich entsprechend reifer verhalten. Auch der Spice wirkt stimmig und fügt sich gut ein, ohne übertrieben zu wirken. Was mir jedoch gefehlt hat, war mehr Tiefe – sowohl in der Spannung als auch bei einigen Figuren. Viele Charaktere blieben für mich etwas oberflächlich, und obwohl Harper etwas mehr Kontur bekommt, war auch das noch nicht ganz ausreichend. Ein absoluter Pluspunkt für mich: Ich bin beim Lesen enorm schnell vorangekommen – die kurzen Kapitel und der flüssige Stil haben dafür gesorgt, dass ich förmlich durch die Seiten geflogen bin. Da das Buch zudem mit einem fiesen Cliffhanger endet, bin ich dennoch gespannt auf Band zwei und hoffe dort auf mehr Intensität, zusätzliche Hintergrundinformationen und vielleicht die ein oder andere überraschende Wendung.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Absolut unerwartet & sehr geliebt!

Pen Pal
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Eigene Meinung
Schon länger bin ich ein bisschen um dieses Buch herumgeschlichen. Tatsächlich dachte ich erst, dass ich vielleicht keine „einfache“ Romance zwischen einer Witwe und einem Handwerker lesen ...

Eigene Meinung
Schon länger bin ich ein bisschen um dieses Buch herumgeschlichen. Tatsächlich dachte ich erst, dass ich vielleicht keine „einfache“ Romance zwischen einer Witwe und einem Handwerker lesen möchte oder brauche. Aber jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe, ist meine Meinung eine komplett andere …

Bereits auf der ersten Seite geht J.T. Geissinger direkt in die Vollen. Ich lerne Protagonistin Kayla bei der Beerdigung ihres Mannes kennen, und allein mit Kaylas Art habe ich sofort sympathisiert. Am Anfang weiß ich noch gar nichts über ihre Vergangenheit, geschweige denn über ihre Gegenwart. Die Art und Weise, wie sie mit dem Verlust umgeht, ist in meinen Augen jedoch sehr authentisch. Diese Authentizität strahlt Hauptprotagonistin Kayla das ganze Buch über aus.

Sie hat ein sehr loses Mundwerk, lässt sich nur ungern etwas sagen und trägt gern eine sarkastische Bemerkung auf den Lippen. Ich mag Sarkasmus. Wenn ich eine Lovelanguage habe, dann ist es wohl Sarkasmus. Es dauert auch nicht lange, bis Love Interest Aiden ins Bild tritt, und ich kann euch gar nicht sagen, wie naiv ich an dieses Buch herangegangen bin.

Denn Stück für Stück habe ich gemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt. Irgendetwas fühlte sich die ganze Zeit über sehr suspekt an. Diese Stimmung hat die Autorin unheimlich gut eingefangen – und sie konnte sie auch konstant halten. Natürlich gibt es lockere, süße und witzige Momente. Aber zeitgleich geschehen meist auch sehr gruselige Gänsehaut-Momente. Immer wieder hinterfrage ich die Geschichte, Kaylas Geisteszustand, versuche selbst zu verstehen, ob ich vielleicht etwas falsch verstanden habe.

Sachen verschwinden, Dinge gehen kaputt, und es klingelt an der Tür, ohne dass jemand davorsteht. Stück für Stück bekam ich ganz starke Paranormal Activity-Vibes – und ich habe es geliebt! Ich mochte diese bedrückende Atmosphäre total. Kayla möchte sich gar nicht unterkriegen lassen, merkt aber, dass ihre Stärke immer mehr schwindet – durch die Last der Trauer und die zusätzlich absolut wahnwitzigen Dinge, die ihr widerfahren.

Autorin Geissinger hat eine sehr vereinnahmende Art zu schreiben und zu beschreiben. Szenerien wurden von ihr so ausgeschmückt, dass ich sofort die Küche, ihr Arbeitszimmer und selbst Aidens Wohnung bildlich vor Augen hatte. Dafür brauchte es nicht viele Worte. Der Schreibstil ist enorm flüssig und lebt von vielen Dialogen und natürlich von Kaylas Gedankengängen. Da sie selbst sehr sarkastisch ist, lockert sie damit auch die teils bedrückende Stimmung im Buch immer wieder auf.

Bis zum Schluss war ich auf der falschen Fährte. Bis zum Schluss habe ich mich gefragt, was wirklich passiert, was die Absicht der Autorin ist. Und dann? Tja, dann kam die Auflösung – und ich habe geweint. Ich habe Kayla und Aiden über dieses Buch so lieb gewonnen, dass ich mit diesem Ende, mit dieser Lösung, schlichtweg nicht gerechnet habe. Ich war emotional absolut nicht darauf vorbereitet.

Ich habe nun drei Tage gewartet, bis ich mich an diese Rezension gesetzt habe. Einfach, weil ich dieses Buch nicht in Worte fassen konnte – und selbst jetzt noch das Gefühl habe, es nicht mal ansatzweise geschafft zu haben, ihm gerecht zu werden. Ich glaube, J.T. Geissinger hat es mit diesem Buch geschafft, sich ganz leise in meine kleine Ecke mit Lieblingsautor*innen zu schmuggeln. Ich möchte unbedingt mehr von ihr lesen, denn schreiben kann diese Frau definitiv.



Mein abschließendes Fazit
Wenn ihr ein einfaches, typisches „Dark Romance“-Buch sucht, muss ich euch leider enttäuschen. Dann müsst ihr weitersuchen. Pen Pal ist weder einfach noch vorhersehbar.

Autorin J.T. Geissinger hat mit Pen Pal ein Buch geschrieben, das mir nicht nur eine tolle, sarkastische Protagonistin und schöne spicy Szenen gegeben hat – nein – sie hat mich zum Weinen gebracht, mir Gänsehaut beschert und mir eine Geschichte geliefert, mit der ich in dieser Form absolut nicht gerechnet habe.

Ich möchte unbedingt mehr von dieser Autorin lesen und zähle Pen Pal ab heute zu einem meiner Lieblingsbücher.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Leider eine Reihe, die ich nicht weiter verfolgen werde...

Empire of Sins and Souls 1 - Das verratene Herz
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Eigene Meinung
Diese Reihe von Beril Kehribar hatte mich schon interessiert, als sie frisch erschienen ist. Sehr euphorisch habe ich mir damals direkt Band eins und zwei geholt – und nun habe ich endlich ...

Eigene Meinung
Diese Reihe von Beril Kehribar hatte mich schon interessiert, als sie frisch erschienen ist. Sehr euphorisch habe ich mir damals direkt Band eins und zwei geholt – und nun habe ich endlich den ersten Teil gelesen. Ob ich die Reihe fortsetzen werde oder ob der Kauf von Band zwei vielleicht doch etwas zu euphorisch war, erzähle ich euch hier.

Bereits der Anfang ist hart, denn im ersten Satz wird klar, dass die Protagonistin Zoé stirbt. Warum und wieso, wird auch recht zügig erklärt. Der Schreibstil ist dabei sehr flüssig und leicht verständlich. Ich erfahre ebenfalls schnell, dass Zoé vom Schicksal kein leichtes Leben bekommen hat, sondern für alles kämpfen muss. Da sie sich um ihre kranke Mutter kümmert, braucht sie dringend Geld – und begibt sich deshalb in die Prostitution.

Autorin Kehribar schreibt bereits im Vorwort, dass sich Empire of Sins and Souls eher an eine erwachsene Zielgruppe richtet. Am Ende des Buches werden zudem noch einmal detailliert Triggerpunkte aufgeführt. Zusätzlich gibt es ein Glossar, in dem nicht nur die Charaktere aufgelistet sind, sondern auch verschiedene Begriffe und Sätze aus der Geschichte übersetzt werden.

Jedes Mal, wenn ich zu dem Buch gegriffen habe, konnte ich in kurzer Zeit viele Seiten lesen. Die Kapitel sind kurz, der Schreibstil zugänglich – rein technisch also ein Buch, das sich gut wegliest. Aber ich musste erst Lust bekommen, es überhaupt in die Hand zu nehmen. Und genau da lag mein Problem. Die Stimmung ist für mich leider nicht übergesprungen. Auch wenn ich die Beschreibungen von Xanthia – der Vorhölle sozusagen – sehr interessant fand, haben mich weder die Düsternis noch die Gefahr wirklich erreicht. Und auch Protagonistin Zoé konnte ich nicht die Empathie oder Sympathie entgegenbringen, die ich mir gewünscht hätte. Ihre Probleme werden früh thematisiert, aber der Charakter selbst bleibt für mich lange auf Distanz.

Hinzu kommt, dass die Geschichte häufig abzweigt. Es werden viele Thematiken eröffnet, die für die Handlung durchaus wichtig wirken, aber vielleicht nicht alle direkt zu Beginn hätten eingeführt werden müssen. Für mich war es stellenweise zu viel. Jede neue Schwierigkeit schien die Geschichte intensiver machen zu sollen – doch bei mir führte das eher dazu, dass ich emotional weiter weggerückt bin. Auch das „Zuckerbrot-und-Peitsche“-Spiel von Graf Alexei empfand ich als anstrengend. Nicht nur Zoé wusste nicht, woran sie bei ihm ist – ich als Leserin irgendwann ebenfalls nicht mehr, allerdings eher im Sinne von Nachvollziehbarkeit als von Spannung.

Leider war Empire of Sins and Souls nicht das, was ich mir erhofft hatte. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch. Auch wenn die Autorin im Vorwort schreibt, dass Zoé Zeit braucht – was ich durchaus verstehe – reicht mein eigenes Interesse leider nicht aus, um die Reihe fortzusetzen.

Mein abschließendes Fazit
Die Geschichte rund um Zoé Durand, die sich prostituiert, um ihre kranke Mutter zu versorgen und durch Notwehr in der Vorhölle landet, hätte großes Potenzial gehabt. Leider konnte sie mich emotional nicht erreichen. Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich, doch ich hatte nur wenig Motivation, aktiv zu diesem Buch zu greifen.

Zoé trägt viele schwere Lasten, die mir auch leid tun, aber eine echte Sympathie für sie wollte sich bei mir nicht entwickeln. Auch die Atmosphäre rund um Xanthia blieb für mich eher Behauptung als fühlbare Welt. Ich wollte diese Reihe wirklich mögen – aber Band eins konnte mich leider nicht dazu verführen, weiterzulesen.

Handwerklich ist das Buch auf jeden Fall solide und thematisch steckt viel darin, aber zwischen mir, den Figuren und der Welt ist emotional einfach eine Distanz geblieben. Trotz guter Ansätze hat sich mein Leseerlebnis deshalb eher zurückhaltend angefühlt.

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