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Veröffentlicht am 07.01.2025

Meine Rezension zu The Things we leave unfinished

The Things we leave unfinished
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Eigene Meinung
The Things we leave unfinished, ist wieder so ein Buch, das ich viel zu lange, auf meinem SuB hab versauern lassen. Abgeschreckt von der Dicke und vor der Angst, dass Autorin Yarros mich ...

Eigene Meinung
The Things we leave unfinished, ist wieder so ein Buch, das ich viel zu lange, auf meinem SuB hab versauern lassen. Abgeschreckt von der Dicke und vor der Angst, dass Autorin Yarros mich vielleicht im Romance Bereich nicht so fesseln könnte. Falsch gedacht! Rebecca Yarros versteht sich auch in diesem Bereich mich abzuholen und durch eine wirklich tolle Geschichte zu tragen…

Ich lese (bzw. durch das Hörbuch, höre) die Geschichte aus vier verschiedenen Sichten und zwei Zeitlinien. In der gegenwärtigen Zeit Linie begleite ich dort die Protagonisten Georgia und Noah, in der Zeit Linie um den Zweiten Weltkrieg, begleite ich Scarlett und Jameson. Immer wieder kommt es zu Briefverkehr zwischen Scarlett und Jameson, die mich gerade in der Kriegszeit Linie, tiefer tauchen und die Liebe zwischen den beiden, besser verstehen ließ. Gerade in den Kapiteln der Kriegszeit waren sehr spannend und emotional. Yarros hatte problemlos dort die Zeit eingefangen, so das diese komplizierte Beziehung für mich authentisch war. In der Gegenwart wurde ich dafür mit viel Charme und auch Witz überrascht, was aber auch hier die Emotionen nicht weniger intensiv, machte.

Georgia die frisch nach ihrer Scheidung wieder in ihre Heimatstadt zurückkehrt, schwört sich selbst, erstmal genug von Männern zu haben. Die Gelegenheit nutzend, sich dort um dem Nachlass ihrer Urgroßmutter Scarlett zu kümmern, sollte für genug Ablenkung sorgen. Scarlett, erfolgreiche Liebesromanautorin, hat nämlich in jeglicher Hinsicht für Georgia gesorgt. Erst als Georgias Mutter sie drängt, endlich auch den letzten, nie vollendeten Roman von Scarlett zu veröffentlichen, kommt sie mit Noah in Kontakt. Ein Autor, der viel von sich und seinen Werken hält. Allerdings hat Georgia Bedingungen und Noah weiß nicht, ob er sich an diese halten kann. Immer wieder kommt es zu Diskussionen zwischen den beiden, bis Noah beginnt zwischen den Zeilen zu lesen und Georgia anfängt, ihre Mauer ein Stück weit zu senken und anderen so wie sich selbst ein Stück weit mehr zu vertrauen. Scarlett, musste schließlich damals auch vertrauen, oder?

Tatsächlich sind es nicht nur die super, ausgearbeiteten Charaktere, die mich so fasziniert haben, sondern auch die unglaubliche und für mich absolut überraschende Wendung! Zum Ende hinentwickelt sich das Buch wirklich zu einem Pageturner. Von der Autorin werden hier jegliche Knöpfe gedrückt und da Ergebnis ist ein authentisches, spannendes und emotionales Lesevergnügen. Die Protagonisten sind detailliert beschrieben, die Geschichte ist dabei auf den ersten Blick vielleicht “simpel” aber stimmig aufgezogen. Ich habe die Zeit beim Hören und/oder lesen, sehr genossen und das ohne in einer Wolke aus Kitsch zugrunde zu gehen.



Mein abschließendes Fazit
The Things we leave unfinished, spielt auf zwei Zeitlinien. Die ein um Scarlett und Jameson spielt um den Zweiten Weltkrieg herum und ist dabei authentisch und vor allem auch emotional gehalten. Immer wieder gibt es kleine Briefe, die ich am Ende eines Kapitels zwischen den beiden, lesen konnte. Georgia und Noahs Zeit Linie spielt in der Gegenwart. Mir fiel vor allem auf, wie nichtig manche Thematiken sind im Gegensatz zu dem Geschichtsstrang von Scarlett und Jameson. Dennoch war auch die gegenwärtige Zeit Linie sehr schön und flüssig zu lesen. Es gab wenige Momente für mich, wo dieses typische “Ein offenes Gespräch würde reichen” eingebaut wurde. Sehr angenehm für mich, weil gerade das, mich an vielen Romance Geschichten wirklich stört. Auch hat der Verlauf der Geschichte, eine so unerwartete Richtung für mich angenommen, das sich das Ende wirklich als wahrer Pageturner entpuppte. Die Geschichte ist auf jeden Fall emotional, schwer, und im selben Augenblick leicht, einfach und süß. Dabei wird hier auf große Kitsch Momente verzichtet, was ebenfalls sehr angenehm ist. Rebecca Yarros hat mich mit The Things we leave unfinshed, davon überzeugt, das sie nicht nur Fantasy schreiben kann.

Wenn dich weitere meiner Rezensionen interessieren, schau doch gerne auf meinem Blog vorbei <3
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Veröffentlicht am 03.01.2025

Perfide, intelligent mit einem teils schwierigen Schreibstil

Gone Girl - Das perfekte Opfer
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Eigene Meinung
Dieses Buch von Gillian Flynn, hat ein Stück weit meine Liebe für Psycho Thriller geweckt. Ich weiß, dass es zu meinen Highlights im Thriller Bereich gehört. Meine Freundin kannte nur den ...

Eigene Meinung
Dieses Buch von Gillian Flynn, hat ein Stück weit meine Liebe für Psycho Thriller geweckt. Ich weiß, dass es zu meinen Highlights im Thriller Bereich gehört. Meine Freundin kannte nur den Film und so haben wir kurzum zu dem Buch gegriffen. Nach vielen Jahren war es sehr interessant, wieder in die Geschichte von Amy und Nick einzutauchen…

In “Gone Girl” lese ich aus der Kapitel wechselnden Sicht der Protagonisten Nick und Amy. Die Kapitel sind dabei auch immer mit dem Hinweis versehen, wie lange beispielsweise Amy schon verschwunden ist. Der Schreibstil ist dabei teils sehr eigen. Er wirkt an manchen Stellen verschachtelt, fast schon ein wenig veraltet, was immer wieder für einen wiederholen des Satzes geführt hat. Ich bin dabei immer ein wenig aus dem Lesefluss gekommen, aber die Spannung des Buches hielt mich bei der Stange.

Denn krampfhaft wird versucht Amy – Ehefrau, geliebte Tochter, beste Freundin und natürlich Vorbild des Bucherfolges “Amazing Amy” – wiederzufinden. Es sieht nach brutaler Entführung aus die Hinweise werden immer dichter, das es Amys Ehemann – Nick – war. Aber sind die Täter wirklich immer die Ehemänner? Gerade das fragte ich mich als Leser (ja, auch wenn ich die Auflösung schon kenne). Die Geschichte nimmt konstant an Geschwindigkeit zu, die Spannung steigert sich und wird immer wieder neu von der Autorin entfacht.

Ganz wichtig sind hierbei die Charaktere Amy und Nick. Nicht nur, weil sie die Protagonisten des Buches sind, sondern weil die ganze Geschichte mit diesen zwei Figuren steigt oder fällt. Und während Nick, alles Erdenkliche macht und tut um mir seine schlechten Seiten und Persönlichkeitszüge zu zeigen, wird Amy fast beweihräuchert. Schließlich ist sie das Opfer. Die arme Amy. Das perfide Spiel was sich von der ersten Seite an, in diesem Buch aufbaut und systematisch steigert, lädt zum mit Raten und mitfiebern nur so an. Es sei gesagt, das es sehr viele Charaktere in diesem Buch gibt, die namentlich erwähnt werden und mal mehr oder weniger eine Rolle in Nicks oder Amys Leben spielen. Vielleicht wäre hier eine Art Glossar hilfreich gewesen.



Mein abschließendes Fazit
Ein stetiges Auf und Ab und mit mehr Wendungen als deine Lieblingsachterbahn. Gillian Flynn hat mit “Gone Girl – Das perfekte Opfer” in meinen Augen auch einen fast perfekten, psychologisch durchdachten Thriller geschrieben. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, die Geschichte bis zum Schluss durchdacht und wirklich in die Irre führend. Abwechselnd lese ich aus der Sicht der Protagonisten Amy und Nick und lerne nicht nur ihr Leben vor der Entführung kennen, sondern auch dabei und danach. Immer wieder darf ich der Vergangenheit bestimmte Kapitel des Ehepaares Mitbegleiten. Einzig der verschachtelte und teils veraltete Schreibstil, sowie die menge an Charakteren und Namen die hier immer wieder eine größere oder mal kleinere Rolle spielen, zwangen mich langsamer zu lesen, weil ich den Satz wiederholen musste oder mich versucht habe zu erinnern, wer nun wieder Der oder Die war. Ansonsten kann ich dieses Buch jeden ans Herz legen (Bitte BEVOR ihr den Film schaut…)!

Diese und weitere Rezensionen, findet ihr auf meinem Blog unter www.calipa.de

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Meine Rezension zu "The Pawn and the Puppet"

The Pawn and The Puppet (The Pawn and The Puppet 1)
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Eigene Meinung
Irgendwie hatte mich “The Pawn and the Puppet” ein wenig an “Joker und Harley Quinn” erinnert. Genau das war wahrscheinlich auch der Grund für den letztendlichen Kauf. Aber ob es mich begeistern ...

Eigene Meinung
Irgendwie hatte mich “The Pawn and the Puppet” ein wenig an “Joker und Harley Quinn” erinnert. Genau das war wahrscheinlich auch der Grund für den letztendlichen Kauf. Aber ob es mich begeistern konnte? Lasst es mich erklären…

Der Einstieg in das Buch, war sehr, sehr flüssig. Ich lese aus der Perspektive von Skylenna, der Protagonistin. Der Schreibstil ist schon detailliert aber nicht ausufernd, hier und da vielleicht ein bisschen wiederholend. In den kurz gehaltenen Kapiteln wird mir ein Stück weit Skylenna als Charakter näher gebracht und die sogenannte “Lady-Doll-Kur” die in dem Land “Dementia” als Schönheits Ideal gilt. Für meinen Geschmack passend, kümmert sich Skylenna nicht all zu sehr um diese Kur und auch wenn gefühlt alle weibliche Geschöpfe in Dementia damit leben, ist diese Kur doch in meinen Augen eher nebensächlich.

Das große Thema ist nämlich eigentlich, die Emerald Lake Anstalt, in der Skylenna anfangen möchte zu arbeiten. Vor allem, weil sie es ihrer Schwester versprochen hat. Diese Anstalt setzt nämlich auf alte, Mittelalterliche Methoden wie etwa Waterboarding, kochende Bäder oder Schläge. Skylenna möchte den Rat versuchen zu überzeugen, das es auch andere, sanftere, menschlichere Methoden gibt. Dabei lernt sie irgendwann Patient Dreizehn kennen. Jemanden, der anders ist als all die anderen Männer, die Skylenna bisher kennengelernt hat. Ein Mann, der viel über sie zu wissen scheint. Bis dahin fand ich es auch noch interessant, aber als die Protagonistin nun das “Go” hatte, auf Patient Dreizehn zu treffen, kam die Geschichte für mich ein wenig zum Erliegen. Es folgen Seiten voller Fragen, die nicht beantwortet werden können, sollten, oder dürften. Und wenn doch, immer durch eine Art Herausforderung oder Spiel.

Protagonistin Skylenna ist etwas Naiv für meinen Geschmack. Sie hätte an sich eigentlich viel Potenzial gehabt, mir wirklich zu gefallen, aber die wiederkehrenden Wiederholungen ihrer Unsicherheiten bezüglich Patient Dreizehn (Dessin) haben mir nicht zugesagt. Auch das sie so wenig für sich selber einsteht. Sie wird als Neunzehnjährige junge Frau beschrieben und irgendwie hatte ich immer das Bild einer viel jüngeren Protagonistin vor Augen. Dessin fand ich teils interessant, teils ein wenig darüber. Es wird erklärt, warum und wieso, aber erschien mir das leider nicht glaubwürdig. Beide Charaktere wirkten auf mich bedauerlicherweise nicht wirklich authentisch.



Mein abschließendes Fazit
Irgendwie hat sich “The Pawn and the Puppet” so angefühlt wie ein Thriller mit einer jungen Frau sowie einen jungen Mann, die sich durch die Ereignisse näher kommen. Es war ein so interessantes Setting, das leider nicht genug in meinen Augen ausgebaut wurde. Und ja, mir ist bewusst, dass es Teil eins von insgesamt drei Teilen ist. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und die Kapitel sind aufgrund ihrer Kürze schnell zu beenden. Vielleicht habe ich durch die anderen “Dark Romance” Bücher einfach einen anderen Eindruck, auf das Genre. Es gibt hier tatsächlich keine Spice Szene. Dafür viel Gewalt, was thematisch auch nicht allzu sehr überstrapaziert wird. Es ist von allem so ein Mittelmaß und hat mich einfach nicht richtig greifen können. Für mich wurde charakteristisch und auch Thematisch einfach nicht genug aufgegriffen, um mich absolut zu packen. Dabei ist das Thema rund um die Anstalt sehr interessant, aus den Charakteren könnte noch eine Menge mehr herausgeholt werden, um sie vielleicht auch etwas authentischer erscheinen zu lassen. Es wirkt wie eine Einleitung, an dessen Ende ich nicht sicher bin, ob ich das Ende erfahren möchte.

wenn dich weitere Rezensionen von mir interessieren, besuche mich doch gern auf meinem Blogg :)
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Veröffentlicht am 25.11.2024

Meine Rezension zu Sie wird dich finden

Sie wird dich finden
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Eigene Meinung
Ich habe mich enorm auf den letzten Teil der “The Housemaid” Reihe von Autorin Freida McFadden gefreut. Am Erscheinungstag, trudelte es bei mir ein und recht schnell habe ich dann auch dazu ...

Eigene Meinung
Ich habe mich enorm auf den letzten Teil der “The Housemaid” Reihe von Autorin Freida McFadden gefreut. Am Erscheinungstag, trudelte es bei mir ein und recht schnell habe ich dann auch dazu gegriffen…

Der Schreibstil der Autorin verbessert sich von Buch zu Buch. Es ist so angenehm flüssig, hat viele witzige Passagen aus Millies Sicht und sorgt mit kurzen Kapiteln für wirklich sehr starke Page Turner. Natürlich auch von der Spannung her. Alt bekannte Charaktere kommen vor, die ohne Probleme und verständlich mit der Geschichte rund um Millie mitgewachsen sind. Es fühlt sich stimmig und nicht extrem an. Auch wenn ich selber erstmal, teilweise mit einer neuen, Millie zurechtkommen musste. Aus dessen Sicht lese ich weiterhin die meiste Zeit im Buch. Aufgeteilt ist es zusätzlich in drei große Teile.

Ich bin immer dankbar, wenn ich einen Thriller AutorIn finde, die mich nicht mit dem offensichtlichen zu überraschen versucht. Ich glaube, die Problematik besteht dabei, das ich bei Freida McFadden nun darauf vorbereitet bin, das es nie der einfache Weg ist. Darauf baute sie bereits im ersten, im zweiten und inzwischen natürlich auch im letzten Band. Jedes Mal, wenn sich jetzt also ein Verdacht zu einem bestimmten Hergang verdichtete, wurde ich wieder auf etwas anderes aufmerksam gemacht. Mir wurde aufgezeigt das es doch so gar nicht sein kann, oder?

Ja, ich mochte es wie die Autorin Millie hat wachsen lassen und mich als Leser daran teilhaben lässt, aber: Im Gegensatz zu den Vorgängerbänden, hatte ich dieses Mal das Gefühl, das Millie unsagbar naiv ist. Sie ist gequält mit Selbstzweifeln, mit Sorgen (die natürlich auch ein Stück weit berechtigt sind) und irgendwie fehlt mir ein Hauch von der alten Millie. Auch das sie so ein wenig in die, im Gegensatz zu ihren Mann, langweiligere Ecke gestellt wird. Das hat sie nicht nötig und das empfinde ich auch nicht bei diesem Charakter.



Mein abschließendes Fazit
Es ist in meinen Augen nicht nur ein gelungenes Buch, sondern auch ein gelungener Abschluss dieser Reihe. Es hat mir unfassbar viel Spaß gemacht, Millie zu begleiten schlussendlich bis zu dem Zeitpunkt, in dem sie sich auch endlich zur Ruhe setzen kann. Die Geschichte ist mitgewachsen, ich hatte ein Wiedersehen mit einigen Charakteren und freue mich, das auch weitere Bücher der Autorin übersetzt werden. Für Menschen die gerne Thriller lesen und auch gerne überrascht werden, mit dennoch genügend Möglichkeiten mitzurätseln, kommen meiner Meinung nach hier voll auf ihre Kosten. Auch wenn dieser Teil für mich nicht so stark war wie “Wenn sie wüsste”, habe ich es trotzdem sehr genossen. Leider haben mir die naiven Charakterzüge von Millie in diesem Band nicht so arg gefallen und sind mir auch in den anderen Büchern nicht so negativ aufgefallen. Auch das sie eher in eine “langweilige” Rolle von anderen Charakteren gedrückt wird, hätte nicht sein gemusst, auch wenn ich es von der Storyline her verstehe.

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Veröffentlicht am 15.11.2024

Meine Rezension zu "Wenn der Frost dein Herz berührt"

Wenn der Frost dein Herz berührt
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Eigene Meinung
Ein Brittainy C. Cherry Buch was mich wirklich tief getroffen hat und das nicht nur ein bisschen, sondern mit Schmackes voll ins Gesicht…

Eigentlich ist bei Cherry Büchern mir klar, dass ...

Eigene Meinung
Ein Brittainy C. Cherry Buch was mich wirklich tief getroffen hat und das nicht nur ein bisschen, sondern mit Schmackes voll ins Gesicht…

Eigentlich ist bei Cherry Büchern mir klar, dass ich durchkomme, Herzschmerz habe, denen überstehe, und lächelnd das Buch beenden kann. Es gibt nur zwei Ausnahmen, wo das bisher nicht der Fall war. Aber in “Wenn der Frost dein Herz berührt” geht es um Verlustschmerz, der einfach niemals weggeht und vielleicht auch nicht weggehen kann. Ich lese hier abwechselnd aus den Sichten der zwei Protagonisten “Starlet” und “Milo”. Der Anfang war für mich etwas Gewöhnungsbedürftig, weil es sich eher wie eine “RomCom” gelesen hat. Ich habe nichts gegen diese Bücher, mag aber das dramatische und kitschige(?) von Autorin Cherry einfach mehr.

In Starlet werde ich mit einer sehr perfektionistischen Protagonistin konfrontiert, die ihr Leben schon 5 Jahre im Voraus aufs genauste geplant und strukturiert hat. Erst im Laufe der Geschichte wurde meine Sicht auf sie klarer und ich verstand ihren Charakter. Nach dem Tod ihrer Mutter, hat sie versucht in diese Fußstapfen zu treten und sie so gut es geht er zu “kopieren”. Ganz darauf versessen, verliert sie nur den Blick für sich selbst aus den Augen und muss sich über kurz oder lang fragen, was möchte Starlet eigentlich? Bis dahin, ist sie aber erstmal Nachhilfelehrerin für Milo, und Praktikanten in seinem Englischunterricht. Dieser Aspekt ist für mich immer etwas seltsam. Ich mag schlichtweg den “Schüler – Lehrer” Trope nicht so. Auch wenn meine Befürchtungen diesbezüglich, recht gut erstickt wurden, und die Autorin einen mehr oder minder anderen Weg fand. Gerade die Trauerbewältigung und ein Krankheitsbild nehmen hier den Fokus ein. Und mir sind wirklich bei diesen Thematiken sehr oft die Tränen gelaufen. Jeder hat denke ich, schon einen Menschen verloren, den man von ganzem Herzen geliebt hat und das in Brittainy C. Cherrys Worten noch einmal zu durchleben, war für mich nicht einfach und sehr authentisch.

Auch wenn ich zu Beginn Schwierigkeiten mit Starlet hatte, weil sie mir nicht “echt” war, musste ich dieses Bild bald revidieren. Es ist unglaublich toll gewesen, aus ihrer Sicht zu lesen, ihre Kraft zu erfahren und ihren Mut. Ebenso verhält es sich mit Milo. Dieser ist eher der Zurückhaltende und ruhige. Obwohl sein Kopf voll ist mit Gedanken und tiefen Abgründen, an dessen Klippe er sich viel zu oft selber stellt. Das Zusammenspiel der beiden, war wieder sowas von Brittainy C. Cherry passend, dass ich das gar nicht anders beschreiben kann. Und können wir kurz über die Väter der beiden reden? Jedes verfluchte Mal, wenn entweder Eric (Starlets Vater) oder Jacob (Milos Vater) auf die Bildfläche traten, hätte ich vor Rührung heulen können (und habe es auch…). Absolut super wie dieser Väter umgesetzt wurden und dabei auch so authentisch sind.



Mein abschließendes Fazit
Ich habe “Wenn der Frost dein Herz berührt” sehr gerne gelesen, habe verdammt stark mit den Charakteren mitgefühlt und habe den beiden eigentlich nur das beste Gewünscht. Brittainy C. Cherry lässt mich dabei ja auch selten nur hängen. Es war eine emotionale Fahrt durch die Geschichte, die sich sehr stark mit den Themen Depressionen und Trauerbewältigung auseinandersetzt. Ich habe verdammt viele Tränen gelassen (was bei der Autorin und mir nichts Neues ist) und habe Starlet und Milo wirklich sehr ins Herz geschlossen. Fast noch ein Stück mehr, ihre Väter. Ich fand es so angenehm, das Autorin Cherry den Vätern so einen wichtigen und starken Platz gegeben hat. Natürlich auch den Müttern auf gewisse Art und Weise. Die Autorin hat hier sehr authentisch aufgezeigt, wie schmerzhaft ein Verlust eines geliebten Menschen sein kann und das alle Sonnenstrahlen der Welt, alle Umarmungen anderer Menschen, manchmal einfach nicht ausreicht. Sehr emotional, äußerst angenehm. Einzig das dezente “Lehrer-Schüler” Trope, zählt nicht unbedingt zu meinen Highlights und lese ich persönlich echt ungern, auch wenn es hier relativ gut gelöst wurde.

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