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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2025

Ein faszinierender Romsn

Die Erbin
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Köln, 1957: Cosima ist die Erbin der einflussreichen Industriellenfamilie Liefenstein. Als sie auf den Journalisten Leo Markgraf trifft, ahnt sie noch nicht, dass sie schon bald in die Vergangenheit ihrer ...

Köln, 1957: Cosima ist die Erbin der einflussreichen Industriellenfamilie Liefenstein. Als sie auf den Journalisten Leo Markgraf trifft, ahnt sie noch nicht, dass sie schon bald in die Vergangenheit ihrer Familie während des Zweiten Weltkriegs eintaucht – und dabei auf dunkle Geheimnisse stößt.

Cosima gründet als Erbin der reichen Liefensteins eine Stiftung für bedürftige junge Frauen. Damit erntet sie zwar viel Anerkennung, stößt aber auch auf Widerstände: Teile ihrer Familie sehen den entstehenden Medienrummel als nicht unbedingt vorteilhaft. Als Leo Markgraf, aus nicht ganz uneigennützigen Gründen, eine Reportage über sie schreiben möchte, beginnen die beiden in der Vergangenheit zu graben – und sind schockiert über das, was damals ans Licht kommt.

Das Buch von Claire Winter ist für mich nicht nur eine fiktive Reise in die Vergangenheit. Durch die hervorragende Recherchearbeit erwacht die Geschichte zum Leben und macht deutlich, wie froh wir sein können, nicht in Zeiten des Zweiten Weltkriegs leben zu müssen.

Die Protagonistinnen sind Cosima und Elisa. Sie unterscheiden sich stark in ihrem Charakter und spiegeln vielleicht gerade dadurch die Zeit wider:

Cosima ist 1957 eine wohlhabende, mutige junge Frau.

Elisa lebte während des Zweiten Weltkriegs als Cosimas Kindermädchen.

Auch Verwandte kommen zu Wort, sodass ein vielschichtiges, informatives Bild entsteht.

Gleichzeitig wirft die Geschichte viele moralische Fragen auf: Wie sehr beeinflusst uns das Leben unserer Eltern? Wie privilegiert ist ein Erbe ?Darf man davon profitieren, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben?

Ein großartiger historischer Roman von Claire Winter, der mich berührt und zum Nachdenken gebracht hat

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Spannend bis zum Schluss

Nur ein falscher Schritt
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Nur ein falscher Schritt“ von Dani Pettrey ist ein packender Krimi, der Action, Spannung und eine Prise Romantik gekonnt miteinander verbindet.

Im Mittelpunkt stehen eine Reihe spektakulärer Kunstdiebstähle ...

Nur ein falscher Schritt“ von Dani Pettrey ist ein packender Krimi, der Action, Spannung und eine Prise Romantik gekonnt miteinander verbindet.

Im Mittelpunkt stehen eine Reihe spektakulärer Kunstdiebstähle in verschiedenen Galerien. Sicherheitsexperte Christian O’Brady und Versicherungsermittlerin Andi Forester setzen alles daran, den Fall aufzuklären. Doch die Zusammenarbeit ist nicht einfach – ihre Vergangenheit liegt in einem undurchsichtigen Schatten, dem sie sich stellen müssen.

Die Täter agieren brutal und gnadenlos, jagen ihre Verfolger ohne Erbarmen. Andi und Christian sind gezwungen, all ihren Scharfsinn einzusetzen, um zu überleben und den Fall zu lösen. Unterstützung bekommen sie von Andis Freundin Harper, die gemeinsam mit dem Detektiv Deckard versucht, Andis Unschuld zu beweisen – auch dieser Handlungsstrang ist durchweg spannend.

Wie gewohnt versteht es Dani Pettrey meisterhaft, Spannung aufzubauen und die Emotionen der Lesenden anzusprechen. Der Glaube spielt in dieser Geschichte eher eine Nebenrolle.

Mein Fazit: Ein mitreißender Krimi, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Ich kann ihn wärmstens weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Eden

Ein Hauch von Eden
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In dem Buch „Ein Hauch von Eden“ von Silvia Olina erzählen 25 Frauen von ihrem ganz persönlichen „Eden-Moment“ – jenen Augenblicken im Leben, in denen sie mitten in Herausforderungen einen Hauch von Paradies ...

In dem Buch „Ein Hauch von Eden“ von Silvia Olina erzählen 25 Frauen von ihrem ganz persönlichen „Eden-Moment“ – jenen Augenblicken im Leben, in denen sie mitten in Herausforderungen einen Hauch von Paradies spüren durften.

Berührend finde ich, dass jede dieser Frauen in Zeiten der Not rechtzeitig ein Stück Eden entdecken konnte – eine Quelle der Kraft und des Mutes, die half, neue Hoffnung zu schöpfen.

Die zahlreichen Denkanstöße sowie die ehrlichen Einblicke in das Glaubensleben dieser Frauen machen das Buch zu einem wertvollen Begleiter – besonders für Menschen, die in ihrer Verzweiflung selbst keinen Lichtblick mehr sehen.

Was „Eden“ heute bedeuten kann, wird hier eindrucksvoll und vielfältig erzählt. Zu jeder Geschichte gibt es außerdem eine kurze Biografie mit Foto – ein schöner, authentischer Zusatz, der das Leseerlebnis vertieft.

Insgesamt ist „Ein Hauch von Eden“ ein Buch, das Frieden, Kraft, Mut und die leise Schönheit des Paradieses vermittelt.

Ich habe es mit großer Freude gelesen – und kann es von Herzen weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Trotz Allem Liebe

Searching for Sunshine – Based on Kevin's True Story
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"Searching for Sunshine" von Cassidy Cane war mein erstes Buch aus der {heartlines}-Reihe – und es hat mich berührt. Die Geschichte von Emilian und Vienna basiert auf wahren Begebenheiten aus dem Leben ...

"Searching for Sunshine" von Cassidy Cane war mein erstes Buch aus der {heartlines}-Reihe – und es hat mich berührt. Die Geschichte von Emilian und Vienna basiert auf wahren Begebenheiten aus dem Leben von Kevin, was dem Roman eine besondere Tiefe verleiht.

Emilian ist ein durch und durch sympathischer Mensch – das sieht eigentlich jeder so, nur seine Vorgesetzte Vienna nicht. Sie begegnet ihm zunächst mit Skepsis und kontert seinen Charme regelmäßig mit spitzen Bemerkungen. Ausgerechnet mit ihr soll Emilian nun eine neue Dating-App testen und vermarkten.

Was zunächst nach einer rein beruflichen Zweckgemeinschaft aussieht, entwickelt sich langsam zu einer Geschichte des Vertrauens und der Annäherung. Emilian beginnt, sich Vienna zu öffnen – und gibt Einblicke in seine schmerzhafte Kindheit. Doch als sich zwischen den beiden zarte Gefühle entwickeln, wird Emilians Vergangenheit plötzlich wieder sehr real. Können die beiden trotzdem einen Weg zueinander finden?

Die Handlung entwickelt sich stellenweise etwas langsam – das ist mein einziger kleiner Kritikpunkt. Insgesamt aber fand ich die Geschichte unterhaltsam, berührend und mitfühlend erzählt. Ich empfehle das Buch gerne weiter, besonders an alle, die emotionale Liebesgeschichten mit Tiefe mögen.

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Freundschaften sind wertvoll

Tage wie Buchstabensuppe
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Die Goldschmiedin Kayla flieht vor ihrem alten Leben und sucht im Ostallgäu einen Neuanfang. Dort findet sie in einer lebendigen Wohngemeinschaft nicht nur ein Zuhause, sondern auch neue Freunde, die sie ...

Die Goldschmiedin Kayla flieht vor ihrem alten Leben und sucht im Ostallgäu einen Neuanfang. Dort findet sie in einer lebendigen Wohngemeinschaft nicht nur ein Zuhause, sondern auch neue Freunde, die sie herzlich aufnehmen. Besonders Josch, Freund der Mitbewohner, berührt ihr Herz auf besondere Weise.

Eines Tages begegnet Kayla der Obdachlosen Lio, eine älteren Frau, die am beginnende Demenz leidet. Kayla ist tief bewegt von der Begegnung und bringt sie mit in die WG. Dort sind sich alle schnell einig: Lio soll bei ihnen wohnen. Von Beginn an wächst sie allen ans Herz - und ganz besonders Kayla entwickelt eine innige Verbindung zu ihr.

Lio besitzt eine erstaunliche Gabe: Sie erkennt, was hinter den Fassaden der Menschen vor sich geht. Jeder in der WG trägt seine eigenen Sorgen und Kämpfe mit sich, und Lio vermag es, ihnen mit ihren Worten wertvolle Impulse zu schenken.
Im Zentrum dieser Geschichte stehen Themen wie Glaube, Freundschaft, Demenz und Liebe.
Jeder einzelne der Freunde ist auf seine Weise wunderbar, und ich habe sie alle ins Herz geschlossen. Besonders Lio hat mich tief bewegt – und es tut mir leid, dass sie am Ende ihres Lebens so oft von einer „Buchstabensuppe im Kopf“ heimgesucht wurde.

Ein Vers aus dem Buch, der zugleich ein Bibelwort ist, hat mich besonders berührt:

„Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue.“
– Galater 5,22

Mir hat das Buch "Tage wie Buchstabensuppe" von Elisabeth Büchle sehr gut gefallen und ich kann es weiterempfehlen.

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