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Veröffentlicht am 23.03.2023

Cleo begegnet eine Überraschung auf der Insel

Mit dir allein
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Der vollkommen überzeugende und begeisternde Roman "Mit dir allein" von Josie Silver bereitet seinen Lesern ein erstklassiges Leseerlebnis.

Cleo Wilder soll in der Abgeschiedenheit einer Hütte in Salvation ...

Der vollkommen überzeugende und begeisternde Roman "Mit dir allein" von Josie Silver bereitet seinen Lesern ein erstklassiges Leseerlebnis.

Cleo Wilder soll in der Abgeschiedenheit einer Hütte in Salvation Island zur Ruhe kommen. Hier möchte sie ihren Alltagsstress vergessen und zu sich selbst finden. Kaum in der gemütlichen Einöde angekommen, trifft sie auf Mack, dem das Herz gebrochen wurde.

Auch er sucht in der Einsamkeit seinen Seelenfrieden wiederzufinden, denn immerhin befindet sich die Hütte auf der Insel seiner Ahnen von denen er sich Trost verspricht. Tagsüber fällt es Cleo und Mack leicht sich aus dem Weg zu gehen, während die beiden am Abend zusammen treffen. Eines abends, als der Schmerz Mack besonders stark niederstreckt, erzählt er Cleo über seine missglückte Ehe und seinen zwei Söhnen, die er so furchtbar vermisst.
Die beiden Jungs sind noch sehr jung und bräuchten ein intaktes Familienleben für ihre Entwicklung.
Cleo hört aufmerksam zu und ist emotional zu tiefst von der Geschichte Macks berührt. Nach einiger Zeit entwickelt sich in ihr ein gewagter Plan, den sie Mack vorschlagen möchte; nur kann sie überhaupt nicht einschätzen, ob er sich darauf einlassen wird.
Obwohl sie schon so oft in ihrem Leben von ihren Expartnern verletzt wurde, vertraut sie darauf, dass eine gute Absicht doch eigentlich nur Gewinn bringen kann.

Mack ist ein bekannter Fotograf, der beruflich sehr viel in der Welt herum kommt. Er ist herzlich und liebevoll. Cleo ist eine Journalistin, die ihre beruflichen Wurzeln in London hat. Sie hat Pech in der Liebe und beschließt nach den vielen Enttäuschungen sich nur noch auf sich selbst zu konzentrieren. Obwohl sie recht wagemutig und ein bisschen "crazy" ist, man muss sie einfach nur lieb haben.

Der bezaubernde Roman überzeugt neben der süßen Story besonders durch die bestens gestalteten Protagonisten und liebevoll herausgearbeiteten Details, auch der vielen Figuren die auf der Insel wohnen. Jede einzelne Romanfigur habe ich einfach nur sehr gemocht.

Der Roman war für mich eine wunderschöne, positive Überraschung und hat mich sehr gut unterhalten

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Veröffentlicht am 10.03.2023

Freunde halten zusammen

Zart wie Blüten, stark wie Stahl
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Der Roman "Zart wie Blüten, stark wie Stahl" von Ane Mulligan beschreibt eine treue Freundschaft zwischen fünf recht unterschiedlichen Frauen.
Die Handlung setzt in Georgia um das Jahr 1929 ein. Es ist ...

Der Roman "Zart wie Blüten, stark wie Stahl" von Ane Mulligan beschreibt eine treue Freundschaft zwischen fünf recht unterschiedlichen Frauen.
Die Handlung setzt in Georgia um das Jahr 1929 ein. Es ist die Zeit der großen Depression. Die Witwe Maggie, die sich um ihren siebenjährigen Sohn Barry kümmern muss, führt so gut sie kann einen Lebensmittelladen, den sie von ihrem Mann erbte.
Ihr Schwiegervater, Big Jim, lässt keine Gelegenheit aus das Leben von Maggie zu erschweren. So versucht er sie sogar zu bestehlen und ihren Ruf in der Gesellschaft zu ruinieren.

Doch Maggie hat in ihre Schwester Duchess eine wahre Powerfrau an ihrer Seite. Duchess ist in der Buchhaltung ein Ass und hilft ihr das Lebensmittelgeschäft am Laufen zu halten. Maggies schier unerschöpfliche Phantasie lässt sie wunderschöne Kindergeschichten schreiben, die sie an eine Zeitung verkauft.
Zu den Freundinnen und damit Mitstreiterinnen zählt auch Sadie, die eine Halbindianerin ist und viele pfiffige Ideen für das Geschäft einbringt und stets die Ärmel hochkrempelt, wenn es Arbeit zu bewältigen gilt. Die Frauengemeinschaft wird schließlich noch von Pinkie ergänzt, die sehr jung und schwanger ist.
Mit dem Glauben an Gott bilden die fünf Frauen eine echte Powergemeinschaft in der sich alle einander helfen wo und wie es nur möglich ist. Sie beweisen, dass sie das Lebensmittelgeschäft auch ohne einen Mann führen können.

Die von der Autorin gestalteten Protagonisten sind perfekt für ihre Rollen in die Story eingesetzt und wirken über ihre vielen menschlichen Details wunderbar authentisch. Die lebensecht wirkenden Charaktere ergeben ein buntes und quicklebendiges Bild, das die Botschaft der Geschichte dynamisch, schwungvoll und ganz besonders unterhaltsam präsentiert. Was die eine Freundin nicht kann, dafür weiß die zweite einen Rat, und wird von der Dritten umgesetzt. Mit wunderschön eingegossenen Aspekten des praktisch angewandten Glaubens und der Hilfe netter Nachbarn bewältigen die fünf Powerfrauen ihren nicht immer leichten Alltag.

Ganz besonders gut gelang es der Autorin das Flair in der armen Bevölkerung der damaligen Zeit wieder zu gegeben. Auch rassistische Vorurteile und Vorbehalte gegenüber Minderheiten sind wertvolle Facetten dieses rund um gelungenen Romans.

Sehr pfiffige Haushaltstipps und Rezepte, die am Anfang eines jeden neuen Kapitels einen Auftakt in die jeweilige Episode darstellen, machen den Roman zu etwas besonderem. Ich las diese Tipps und Rezepte sehr gerne und werde sicherlich so manches Rezept ganz einfach einmal ausprobieren.

Der Roman "Zart wie Blüten, stark wie Stahl" von Ane Mulligan empfehle ich sehr gerne, denn er ist nicht nur hervorragend recherchiert, sondern über den flüssig und leicht zu lesenden Schreibstil der Autorin, ein herrliches Leseerlebnis, das über die wunderschöne Story einfach nur auf ganzer Linie überzeugt.

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Veröffentlicht am 21.02.2023

Ruth und ihre Kinder trauern

Licht sucht sich seinen Weg
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Der Roman "Licht sucht sich seinen Weg" von Jolina Petersheim ist eine in die heutige Zeit übertragene Liebesgeschichte, die sich in ähnlicher Weise in der Bibel von Ruth und Boas zu lesen ist.

Ruth erfährt, ...

Der Roman "Licht sucht sich seinen Weg" von Jolina Petersheim ist eine in die heutige Zeit übertragene Liebesgeschichte, die sich in ähnlicher Weise in der Bibel von Ruth und Boas zu lesen ist.

Ruth erfährt, dass ihr Mann Chandler und ihr Schwiegervater während einer Bombardierung in Afghanistan ums Leben gekommen sind. Chandler war als leidenschaftlicher Arzt für afghanische Opfer tätig und setzte sich in jeder freien Minute für seine Patienten vor Ort ein.

Von nun an muss Ruth für ihre gemeinsamen Töchter Sofie und Vivienne alleine sorgen und groß ziehen. Als kleine Kinder verstehen sie kaum, was mit ihrem Vater geschehen ist. Besonders die 6 jährige Sofie leidet unter dem Tod ihres Vaters sehr und kann den Schmerz kaum verwinden. Schließlich entscheiden sich Ruth und ihre Schwiegermutter Mabel mit den kleinen Kindern zu Elam, Chandlers Cousin, zu ziehen. Elam, der eine Cranberryfarm besitzt, gehört der mennonitischen Gemeinde an und ist von Natur aus sehr schüchtern. Ruth möchte helfen und auf der Farm arbeiten. Mit der Zeit lernen sie sich besser kennen...
Besonders interessant fand ich es, wie die Autorin dem Leser über kursiv geschriebene Briefe in retrospektiver Sicht schrittweise Einblicke in das nicht immer harmonisch ablaufende Eheleben zwischen Ruth und Chandler bietet. Ruth war ganz offensichtlich schon längere Zeit nicht mehr glücklich in ihrer Ehe, zumal Chandlers Lebensfokus eher im beruflichen Bereich angesiedelt war und seine Arbeit stets Vorrang vor dem Familienleben hatte.
Elam ist in dieser Hinsicht ein ganz anderer Charakter. Er ist ein aufmerksamer und interessierter Zuhörer und nimmt sich Zeit für sie und ihre Kinder. Schon steht die Überlegung im Raum, ob es nach einer angemessener Zeit nicht doch möglich wäre eine glückliche Familie zu gründen.

Ruth kämpft sehr mit ihren Gefühlen die zwischen Trauerbewältigung, Hoffnung auf ein neues Glück, Schuldgefühlen und abgrundtiefem Leid hin und her wogt. Die Freude auf ein neues, vielversprechendes Leben mit Elam steht ihr vor Augen. All dies konnte ich mitempfinden und empfand ich auch als logisch nachvollziehbar.

Jedoch nutzte die Autorin einen sehr ungewöhnlichen, in meinen Augen recht unglücklichen Kunstgriff, der sicherlich kontrovers diskutiert werden kann. Dem einen Leser mag die abrupte Wendung der Story gefallen, dem anderen jedoch - und zu diesen möchte ich mich zählen- sieht sich eher hart vor den Kopf gestoßen, um nicht zu sagen sogar verletzt zu sein. Ich litt furchtbar mit Ruth und Elam, bevor ich über den erwähnten Kunstgriff der Autorin in voller Fahrt, mental gesehen, gegen eine Betonwand gefahren wurde.

Doch eine Wendung am Ende der Geschichte hat mich wieder mit dem Schicksal von Ruth versöhnt. Ich fühlte mich glücklich.

Die christliche Empfehlung von Mabel, die sich in unserer Zeit auf die Ehe anwenden lässt, hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 16.02.2023

Die erste weibliche Polizei in Hamburg

Altes Leid
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"Altes Leid" von Lea Stein ist ein vielversprechender Auftakt zu einer neuen Krimiserie. Hier begegnen wir Ida Rabe, der ersten Nachkriegspolizistin Hamburgs.

Die Handlung setzt in Hamburg um das Jahr ...

"Altes Leid" von Lea Stein ist ein vielversprechender Auftakt zu einer neuen Krimiserie. Hier begegnen wir Ida Rabe, der ersten Nachkriegspolizistin Hamburgs.

Die Handlung setzt in Hamburg um das Jahr 1947 ein. Ida Rabe konnte nur wenige Wochen zur Polizistin ausgebildet werden, als sie schon mitten in St. Pauli auf der Davidwache zur Verstärkung der weiblichen Polizei eingesetzt wird. In der turbulenten Nachkriegszeit vergeht kaum ein Tag an dem nicht Plünderungen, Überfälle und Gewalttaten zur Anzeige gebracht werden. Der Hunger der Bevölkerung ist groß, und die Straßen sind von ausgemergelten, erschöpften Frauen und Kindern nur so erfüllt. Viele Menschen sind auf Raubzügen durch die Stadt unterwegs, um ihr Überleben zu sichern.

Im Umland findet man eine grausam zugerichtete Frauenleiche. Niemand fühlt sich verantwortlich in diesem Fall weiter nachzuforschen. Einzig Ida lässt das Schicksal des Opfers keine Ruhe. Frauen, die sich ihr anvertrauen erzählen ihr, dass ein Vergewaltiger sein Unwesen treibt, der seine Opfer aus dem Hinterhalt überfällt.
Während die junge Polizistin nachforscht kommt sie, ohne es zu wissen, immer näher an den Täter heran.
An ihrer Dienststelle gilt die Beamtin in der Männerdomäne der Polizei nicht viel. Sie muss sich mit ihrer Kollegin Heide Brasch zusammen im Keller der Davidwache einen Arbeitsplatz teilen, während die Herren der Polizei in den weit angenehmeren Zimmern oben arbeiten.

Ida verfolgt jeden von ihren männlichen Kollegen achtlos liegen gelassenen Fall. Ganz besonders sind es die Verbrechen, denen Frauen zum Opfer fielen und von den männlichen Kollegen als hysterische Frauengeschichten abgetan wurden. Nur der Rechtsmediziner Ares Konstantinos achtet die Arbeit Idas und ihrer Kollegin und steht ihnen mit korrekter Arbeitsweise zur Seite.

Die Autorin Lea Stein erschuf wunderbar ausgeformte Charaktere, die ihre Rollen perfekt spielen und dem staunenden Leser die Zustände der männerdominierten Polizei des Nachkriegsdeutschland hervorragend präsentieren. Ruinen, Hunger und große Arbeitslosigkeit erstehen vor dem geistigen Auge der Leser. Bettelarm, teils schwer kriegsverwundet, kämpfen die Menschen an jeder Ecke um ihr Überleben.
Die äußerst sorgfältige und präzise historische Recherche der Autorin ist bemerkenswert und lässt ihre Leser die seltsame Atmosphäre der Nachkriegszeit fassungslos und mit enormer Spannung nachempfinden.

So liegt mit "Altes Leid" von Lea Stein ein besonders gelungener und eindrucksvoller Roman vor, der über seine Hauptfigur Ida Rabe eine ganz besonders markante und überzeugende Geschichte präsentiert. Ida Rabe beweist sehr viel Mut, Energie und Zivilcourage. Sehr gerne werde ich auch den zweiten Teil der spannenden Serie lesen und kann sein Erscheinen kaum abwarten.

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Veröffentlicht am 02.02.2023

Warum hat Claire Feinde?

Vergeltung in Tanner Hollow
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Der abschließende Roman "Vergeltung in Tanner Hollow" der vierteiligen Romanserie von Lynette Eason hält seine Leser durch eine außerordentlich spannende Story, in der Claire in höchster Gefahr schwebt, ...

Der abschließende Roman "Vergeltung in Tanner Hollow" der vierteiligen Romanserie von Lynette Eason hält seine Leser durch eine außerordentlich spannende Story, in der Claire in höchster Gefahr schwebt, in Atem.

Claire Montgomery ist eine hervorragende Forensikerin und lebt praktisch nur für ihre Arbeit. Als ein Anschlag auf sie verübt wird kann sie sich nicht vorstellen wer ihr Böses will.

Der Anschlag auf Claire findet in der Zeit statt als der Polizist Derek St. John Urlaub bei seinem Freund Nolan Tanner macht.
Derek kennt Claire von einer Konferenz. Seither ging sie ihm nie mehr aus dem Sinn und möchte nun zu gerne herauszufinden wer ihr nach dem Leben trachtet. Claire ist erst seit kurzem in ein neues Haus eingezogen. Ihr offensichtlich autistischer Nachbar Levi fragt sie unermüdlich über die Forensik aus, was Claire sehr amüsant und eigentlich recht nett findet. So beantwortet sie ihm gerne und bereitwillig die vielen Fragen zu ihrem Fachgebiet. Claires Gutherzigkeit erweist sich bei dem Überfall auf sie letztendlich als sehr hilfreich, denn die Beobachtungen Levi's helfen der Polizei weiter...

Auch in diesem Teil der Kriminalserie begegnen wir Nolan und einigen anderen Romanfiguren der vorhergehenden Episoden. Die Charaktere sind sehr geschickt modelliert und erfüllen perfekt die Aufgaben in ihren Rollen. Über Levi hätte ich sogar sehr gerne noch etwas mehr gelesen, denn er ist ein ganz besonders interessanter und liebevoller Mensch.

Claire ist eine starke Persönlichkeit, die sich im nicht immer gerade leichten Leben mit viel Engagement nach oben gearbeitet hat. Durch den intensiven Arbeitseinsatz blieb folglich ihr Privatleben mehr oder weniger auf der Strecke. Vielleicht kann sie jetzt doch noch mit Derek, der sie nie vergessen konnte, glücklich werden?

Auch dieser Roman ist aus meiner Sicht sehr empfehlenswert. Es ist kaum möglich den Kriminalroman aus den Händen zu legen, wenn man ihn anfängt zu lesen, denn seine brisante Story fesselt die Leser bis zum Schluss.

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