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Veröffentlicht am 17.07.2023

Die Gefangene

The Darkest Gold – Die Gefangene
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The Darkest Gold - Die Gefangene von Raven Kennedy ist in der Hörbuchfassung von Regine Lange und Julian Horeyseck gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem ...

The Darkest Gold - Die Gefangene von Raven Kennedy ist in der Hörbuchfassung von Regine Lange und Julian Horeyseck gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimmen der Sprecherin und des Sprechers kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit waren diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt. Schön finde ich auch, dass verschiedene Sprechende für verschiedene Charaktere eingesetzt wurden.
Der Beginn der Story hat mich zugegebenermaßen leicht überfordert - so viel Sexszenen habe ich ehrlicherweise nicht erwartet. Hätten sich die Beschreibungen diverser Sexorgien stringent durch das Buch gezogen wäre es sicherlich kein Buch für mich gewesen. Hier und da wird die Sprache derber, die Beschreibungen expliziter, jedoch im Verhältnis zum Einstieg im Gesamten sehr gemäßigt.
Ich war positiv davon überrascht, wie Autorin Raven Kennedy es schafft eine so in den Bann ziehende Story rund um Auren zu erschaffen. Dabei spielen nicht nur Fanatsy-Elemente, sondern auch typische New-Adult und romantische Elemte eine tragende Rolle. Insgesamt hat mir die Mischung sehr gut gefallen, Auren ist eine interessante Protagonistin, aus derer Sicht wir als Lesende die Handlung erzählt bekommen. Nur im letzten Kapitel kommt König Midas zu Wort. Es sind nach dem ersten Band noch viele Fragen offen, ich hoffe die Folgebände werden hier ein bisschen mehr Aufklärung bieten. Dabei haben mir die Charakterentwicklungen und -wendungen bisher gut gefallen.
Die Story ist bisher auch gut aufgebaut, ich habe das Hörbuch nicht pausieren wollen, wollte immer wissen, wie es weiter geht. Hier werde ich ganz eindeutig die Folgebände lesen!

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Veröffentlicht am 16.07.2023

Brandaktuell

Über Leben in der Klimakrise
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"Warum wir jetzt über Klimaanpassung sprechen müssen" skandiert das Buch Über Leben in der Klimakrise von Milena Glimbovski zurecht. Die Thematik ist brandaktuell und wird von Tag zu Tag drängender - und ...

"Warum wir jetzt über Klimaanpassung sprechen müssen" skandiert das Buch Über Leben in der Klimakrise von Milena Glimbovski zurecht. Die Thematik ist brandaktuell und wird von Tag zu Tag drängender - und das ist auch der Autorin bewusst. Sie spricht in diesem Buch offen über ihre Klima-Angst, über Sorgen und Ängste. Selten habe ich die Grundstimmung des Buches als hoffnungsvoll erlebt.
Glimbovski stellt vielschichtig recherchiert verschiedenste Aspekte der Klimakrise vor und entwirft verschiedenste Skizzen, wie ein an das wandelnde Klima angepasste Leben aussehen könnte. Die einzelnen Kapitel fand ich mal mehr, mal weniger interessant. Das schöne an Sachbüchern ist, dass ich sie nicht stringent von vorn nach hinten lesen muss, sondern mir relevante Kapitel herauspicken kann.
Es werden auch immer wieder persönliche Anekdoten eingestreut, die Autorin vermittelt Beispiele aus ihrem privaten Alltag. Dass dieser Alltag für viele Menschen wahrscheinlich nicht all zu lebensnah ist und sich durchaus priveligiert liest, lässt sich nicht wegdiskutieren.
Insgesamt hat mir das Buch gefallen, es hat viele Fakten und Ideen für weitere Handlungsansätze klar herausgearbeitet. Wie bei der Thematik unverweigerlich, bleibt jedoch immer ein fader Nachgeschmack der Handlungsunfähigkeit. Stellenweise fand ich die Ausführungen etwas langatmig.

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Veröffentlicht am 02.07.2023

Noch wach?

Noch wach?
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Ich habe die Bücher von Autor Benjamin von Stuckrad-Barre immer gern gelesen. Insgesamt gesehen habe ich auch dieses Buch gern gelesen, auch wenn es mir vor allem der Anfang der Story schwer gemacht hat. ...

Ich habe die Bücher von Autor Benjamin von Stuckrad-Barre immer gern gelesen. Insgesamt gesehen habe ich auch dieses Buch gern gelesen, auch wenn es mir vor allem der Anfang der Story schwer gemacht hat.
Von Stuckrad-Barre verwendet in diesem Buch (wie auch schon in weiteren seiner Bücher, in diesem Falle aber inflationär) das Stilmittel des GROSSSCHREIBENS. Wenn es nur einige, pointierte Wörter wären, hätte ich mich gut darauf einlassen könne, zumindest zu Beginn des Buches ist jedoch GEFÜHLT die Hälfte der Seite in VERSALIEN gedruckt. Das hat meinen Lesefluss doch immer wieder durcheinander gebracht. Sprachlich ist dieses Buch ansonsten in der für den Autor bekannten Überspitzung, Wortakrobatik und zeitgleich Klarheit verfasst.
Inhaltlich habe ich mich immer wieder erwischt zwischen Fiktion des Romans und vermeintlicher reeler Parallele zu BILD-Zeitung und Springer-Verlag keine Trennlinie ziehen zu können. Insofern also auch ein signifikantes Werk des Autors. Wie viel Realität, wie viel Wahrheit und wie viel künstlerische Freiheit vorliegen weiß vermutlich nur von Stuckrad-Barre selbst. Die Story lief dann gut vor sich hin, zumeist konnte ich mich in die Erzählfigur einfühlen. Höhen und Tiefen habe ich dann jedoch durchaus hier und da vermisst. Die Beschreibungen zugleich erschütternd wie gleichgültig machend. Es hält durchaus einen gesellschaftlichen Spiegel sehr weit in die Höhe.

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Veröffentlicht am 25.06.2023

Mutterliebe

Mutterliebe
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Mutterliebe von Kim Selvig ist in der Hörbuchfassung von Lena Drieschner gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. ...

Mutterliebe von Kim Selvig ist in der Hörbuchfassung von Lena Drieschner gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt.
Kim Selvig ist das Pseudonym Silke Porath und Sören Prescher. Mutterliebe ist das erste Buch,das ich von den beiden gelesen habe. Die Beschreibung Justiz-Krimi kann hier tatsächlich ein wenig in die Irre führen, wenn dabei an ausführliche Gerichtsverhandlungen, Zeugenvernehmungen und Beschaffung von Beweismitteln gedacht wird. Diese Aspekte gibt es in diesem Buch auch, jedoch nur sehr reduziert. Es ist eher ein Krimi um Gerichtsreportein Kiki, neben der eigentlichen Verhandlung von Kindesmörderin Sylvia Benz liegt der Fokus dieses Buches auf Kikis Privatleben und ihren Recherchen (investigative Ermittlungen) im Rahmen eines Gerichtsreports. Justiz ist nebenrangig. Dabei wirkt vieles nicht realistisch (wiederholtes unerlaubtes Eindringen in fremden Privatbesitz, Ermittlungen auf eigene Faust trotz Gehirnerschütterung, Einschleichen in psychiatrisches Krankenhaus, usw. ...) und überzogen. Die Geschichte habe ich dennoch gern verfolgt, da mich die Auflösung um den Mord interessierte.
Der Schreibstil hat mir größtenteils gut gefallen, wirkte von Zeit zu Zeit etwas konstruiert. Was mir auch nicht so gefiel (das ist aber persönlicher Geschmack), war die Benennung des Buchtitels innerhalb der eigentlichen Handlung. Reporterin Kiki witzelt, dass die Story als gesamtes Buch unter dem Titel Mutterliebe gedruckt werden könnte.
Es ist insgesamt eine unterhaltsame Story mit vielen konstruierten Zufällen/ Begegnungen, die es Reporterin Kiki leicht machen den vor Gericht verhandelten Fall aus eigener Perspektive aufzurollen. Ich war gut unterhalten, jedoch in keinster Weise gefordert oder überrascht von der Lektüre. Mir war es insgesamt zu dick aufgetragen, es hätte nicht so viel Action benötigt.

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Veröffentlicht am 09.06.2023

Nicht mein Fall

Northern Star (Rosenborg-Saga, Band 1)
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Northern Star (Rosenborg-Saga, Band 1) von Inga Schneider ist in der Hörbuchfassung von Marlene Hekk gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in ...

Northern Star (Rosenborg-Saga, Band 1) von Inga Schneider ist in der Hörbuchfassung von Marlene Hekk gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme des Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, sie war bei höherer Geschwindigkeit nicht ganz so angenehm zu hören, mir persönlich hat die Stimmfarbe nicht zugesagt. Das ist jedoch ein überaus subjektiver Eindruck und fließt nicht weiter in die Bewertung des Hörbuchs ein.
Inhaltlich bin ich von dem Buch eher enttäuscht, ich habe mir anhand des Klappentextes eine etwas andere Geschichte vorgestellt. Vor allem die überzogene, klischeehafte und völlig abrupte körperliche Intimität der beiden Hauptcharaktere hat mich überrumpelt. Klar wurde, dass beide sich anziehen finden, warum sie jedoch dann so plötzlich im Bett landen (es folgen lange Szenen ausgiebiger erotischer Beschreibungen) ist mir völlig fern. Zuerst dachte ich, ich hätte ausversehen einige Kapitel nach vorn gespult. Leider langweilen mich solche ausschwiefenden Szenen (es ist für den Handlungsstrang auch völlig unwichtig wie laut, wie lang und wie oft jemand das gesamte Hotel vor Lust zusammengeschrien hat) enorm. Hätte ich das gewusst, hätte ich dieses Buch nicht gelesen.
Auch die Charakterisierungen waren mir vor allem zu Beginn des Buches zu eindimensional, es wurde jedoch deutlich, dass sich vor allem Nikolaj weiterentwickelt. Das ist gut.
Ich habe mich dazu entschlossen das Hörbuch nach ca 60% abzubrechen. Ich hatte weder Freude an der Handlung, war zum Größteil genervt von den Charakteren, fand vieles viel zu klischeehaft und vorhersehbar.
Zusammenschließend bin ich wohl einfach nicht die richtige Zielgruppe fürs Buch, sicherlich gibt es viele Menschen, die ihre Freude mit "Northern Star" haben werden!

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