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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2026

Komplexes Worldbuilding & besser auf Englisch lesen

Crown of War and Shadow
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Ich liebe J. R. Ward und habe ihre Black Dagger Brotherhood Reihe komplett verschlungen. Deshalb war für mich eigentlich klar, wenn sie etwas Neues schreibt, muss ich es lesen.
Crown of War and Shadow ...

Ich liebe J. R. Ward und habe ihre Black Dagger Brotherhood Reihe komplett verschlungen. Deshalb war für mich eigentlich klar, wenn sie etwas Neues schreibt, muss ich es lesen.
Crown of War and Shadow fühlt sich aber anders an als Black Dagger. Es ist mehr klassische Romantasy mit großer Fantasywelt, gefährlicher Reise, Dämonen, Magie und einer Mission, die über das Schicksal ganzer Reiche entscheidet.
Im Mittelpunkt steht Sorrel, die verflucht ist und die Krone der Königin zurückbringen muss, um ihre Welt zu retten. Dafür braucht sie Merc, einen Söldner mit ziemlich düsterem Ruf. Der Deal zwischen den beiden ist von Anfang an gefährlich, körperlich aufgeladen und voller Misstrauen.
Was für mich trotzdem typisch J. R. Ward war, ist die intensive Dynamik zwischen den Figuren. Merc ist genau so ein düsterer, kantiger Charakter, wie man ihn von ihr erwarten würde. Nicht glatt, nicht lieb, sondern gefährlich, geheimnisvoll und emotional verschlossen.
Sorrel mochte ich ebenfalls, weil sie keine klassische Heldin ist. Sie wirkt oft unsicher, trägt viel mit sich herum und muss trotzdem immer weitergehen. Gerade dadurch fühlt sie sich greifbar an.
Ich verstehe, warum es gemischte Meinungen gibt. Das Worldbuilding nimmt viel Raum ein und die Geschichte ist nicht ganz so leicht zugänglich wie andere Romantasybücher. Wer nur Black-Dagger-Vibes erwartet, könnte überrascht sein.
Für mich hat es aber funktioniert, weil ich J. R. Wards Stil, ihre düsteren Figuren und diese intensive Spannung zwischen den Charakteren einfach liebe.
Insgesamt ein starker, düsterer Romantasy-Auftakt, der anders ist als Black Dagger, aber trotzdem klar J. R. Ward bleibt.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Zusammenbrechen, Innehalten und wieder Aufstehen

Pause
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Pause ist ein ehrliches, warmes und stellenweise überraschend lustiges Buch über einen Moment im Leben, in dem einfach nichts mehr geht.
Im Mittelpunkt steht Hanna, 36, die nach einem Zusammenbruch zurück ...

Pause ist ein ehrliches, warmes und stellenweise überraschend lustiges Buch über einen Moment im Leben, in dem einfach nichts mehr geht.
Im Mittelpunkt steht Hanna, 36, die nach einem Zusammenbruch zurück zu ihren Eltern nach Lüneburg zieht. Nicht freiwillig, nicht geplant und ganz sicher nicht begeistert. Plötzlich liegt sie wieder in ihrem alten Kinderzimmer, das inzwischen eher Büro als Rückzugsort ist, und muss sich mit ihrer Familie, ihrer Vergangenheit und sich selbst auseinandersetzen.
Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch schwere Themen behandelt, ohne dabei dauerhaft schwer zu sein. Es geht um Überforderung, alte Wunden, Familie, Schicksalsschläge und darum, Hilfe überhaupt erst annehmen zu können. Gleichzeitig gibt es immer wieder trockenen Humor und sehr echte, unangenehm-witzige Alltagssituationen.
Hanna wirkt nicht perfekt, sondern oft erschöpft, überfordert und manchmal auch trotzig. Genau dadurch fühlt sie sich sehr nahbar an.
Der Schreibstil ist leicht, direkt und emotional, ohne kitschig zu werden. Man kommt schnell in die Geschichte rein und bleibt nah an Hanna dran.
Insgesamt ein berührendes Buch über Zusammenbrechen, Innehalten und langsam wieder Aufstehen.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Roman über Erinnerungen, Reue und die Frage, was im Leben wirklich zählt

Die Mitternachtsreise
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Die Mitternachtsreise ist ein ruhiger, berührender Roman über Erinnerungen, Reue und die Frage, was im Leben wirklich zählt.
Im Mittelpunkt steht Wilbur, der am Ende seines Lebens in einen geheimnisvollen ...

Die Mitternachtsreise ist ein ruhiger, berührender Roman über Erinnerungen, Reue und die Frage, was im Leben wirklich zählt.
Im Mittelpunkt steht Wilbur, der am Ende seines Lebens in einen geheimnisvollen Zug steigt. Dort trifft er Agnes wieder, die alte Buchhändlerin aus seiner Kindheit. Mit ihr reist er durch wichtige Momente seines Lebens zurück.
Besonders schön fand ich die Verbindung zu Büchern und Buchhandlungen. Wilbur findet als Kind bei Bagdale’s Bookshop einen Zufluchtsort, und genau diese Liebe zu Geschichten zieht sich durch das ganze Buch.
Die Reise durch sein Leben ist emotional, manchmal traurig, aber auch tröstlich. Es geht um verpasste Chancen, Liebe, Schuld und darum, welche Menschen einen wirklich geprägt haben.
Der Schreibstil ist typisch Matt Haig: einfach, warm und sehr verständlich, aber trotzdem mit vielen Sätzen, die hängen bleiben.
Das Buch ist eher ruhig und nachdenklich. Wer viel Handlung oder große Spannung erwartet, wird hier vielleicht weniger abgeholt. Wer aber Die Mitternachtsbibliothek mochte und Geschichten über zweite Blicke aufs eigene Leben mag, wird hier viel finden.
Insgesamt ein schönes, melancholisches und hoffnungsvolles Buch, das zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Gefühlvolle Sommerromance über Freundschaft, Liebe und zweite Chancen

Kein Sommer ohne August
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Kein Sommer ohne August war für mich eine richtig schöne und emotionale Friends-to-Lovers-Geschichte mit viel Sommerfeeling.
Im Mittelpunkt stehen Charlie und August, die sich seit ihrer Kindheit kennen ...

Kein Sommer ohne August war für mich eine richtig schöne und emotionale Friends-to-Lovers-Geschichte mit viel Sommerfeeling.
Im Mittelpunkt stehen Charlie und August, die sich seit ihrer Kindheit kennen und viele Sommer miteinander verbracht haben. Gerade diese gemeinsame Vergangenheit macht die Geschichte so emotional, weil man merkt, wie viel zwischen ihnen unausgesprochen geblieben ist.
Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre in Liberty Beach. Die kleine Küstenstadt, die Buchhandlung „One Last Chapter“ und die gemeinsamen Erinnerungen sorgen für dieses typische nostalgische Sommergefühl.
Die Beziehung zwischen Charlie und August entwickelt sich eher ruhig, dafür aber sehr emotional. Es geht viel um verpasste Chancen, alte Gefühle und die Frage, ob manche Menschen vielleicht doch immer wieder zueinander finden.
Auch die Bücherliebe spielt eine schöne Rolle in der Geschichte und passt perfekt zur Stimmung des Romans.
Der Schreibstil liest sich leicht und emotional, ohne zu kitschig zu werden. Manche Szenen waren richtig schön melancholisch.
Insgesamt eine gefühlvolle Sommerromance über Freundschaft, Liebe und zweite Chancen mit viel Atmosphäre und Herz.

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Letzter Band der Reihe

A Girl Named Josie (Breaking Waves 5)
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Ich kannte die vorherigen Teile der Reihe nicht, bin aber trotzdem gut in die Geschichte reingekommen.
Am Anfang merkt man zwar, dass es schon viel Vorgeschichte gibt, vor allem rund um Josie, ihre Freundinnen ...

Ich kannte die vorherigen Teile der Reihe nicht, bin aber trotzdem gut in die Geschichte reingekommen.
Am Anfang merkt man zwar, dass es schon viel Vorgeschichte gibt, vor allem rund um Josie, ihre Freundinnen und das, was damals auf Harbour Bridge passiert ist. Durch Rückblicke, Zeitungsartikel und andere Einschübe konnte ich die wichtigsten Zusammenhänge aber gut verstehen.
Josie fand ich als Figur sehr interessant. Sie wurde jahrelang für tot gehalten, war früher ein Kinderstar und hat sich ein neues Leben aufgebaut. Als sie zurückkehrt, muss sie sich nicht nur ihrer Vergangenheit stellen, sondern auch Andrea, dem sie damals das Herz gebrochen hat.
Besonders gut gefallen hat mir die emotionale Spannung. Man merkt die ganze Zeit, wie viel Schmerz, Schuld und unausgesprochene Gefühle zwischen den Figuren stehen. Die Liebesgeschichte ist dadurch nicht einfach leicht und süß, sondern eher bittersüß und verletzlich.
Die Geschichte hat sich für mich manchmal etwas langsamer gelesen, weil viele alte Ereignisse aufgearbeitet werden. Trotzdem wollte ich wissen, was wirklich passiert ist und ob Josie endlich aufhört wegzulaufen.
Insgesamt ein emotionales Buch über Schuld, Vergebung, zweite Chancen und den Mut, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen.

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