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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2026

Ein ungewöhnlicher Roman

Mein zärtlicher Schatten
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Mein zärtlicher Schatten ist ein ruhiger, düsterer Roman, mit viel Atmosphäre und Gefühl.
Die Geschichte begleitet eine junge Frau, die sich zunehmend in einer Realität bewegt, die sich nicht mehr eindeutig ...

Mein zärtlicher Schatten ist ein ruhiger, düsterer Roman, mit viel Atmosphäre und Gefühl.
Die Geschichte begleitet eine junge Frau, die sich zunehmend in einer Realität bewegt, die sich nicht mehr eindeutig greifen lässt. Erinnerungen, Wahrnehmung und mögliche Einbildung verschwimmen immer mehr miteinander. Dadurch entsteht eine konstante Unsicherheit, die sich durch das ganze Buch zieht.
Was besonders gut funktioniert, ist die Stimmung. Das Buch ist durchgehend leicht unheimlich, ohne auf klassische Schockmomente zu setzen. Stattdessen baut sich die Spannung langsam auf und bleibt eher unterschwellig.
Die Handlung ist eher ruhig und lässt sich Zeit. Vieles wird nicht eindeutig erklärt, was zur Geschichte passt, aber nicht für jeden zufriedenstellend ist.
Der Schreibstil ist bildhaft und etwas dichter, aber gut lesbar, wenn man sich darauf einlässt.
Insgesamt ein eher ungewöhnlicher Roman, der weniger durch Handlung als durch Atmosphäre überzeugt. Besonders geeignet für Leser, die ruhigere, psychologisch geprägte Geschichten mögen.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Seltsame Erzählweise mit krassem Plottwist am Ende

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
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Das Zauberer von Oz-Retelling klang im Klappentext super spannend. Ich habe die ursprüngliche Geschichte geliebt und da eine düstere und spicy Märchenadaption versprochen wurde, wusste ich, dass ich das ...

Das Zauberer von Oz-Retelling klang im Klappentext super spannend. Ich habe die ursprüngliche Geschichte geliebt und da eine düstere und spicy Märchenadaption versprochen wurde, wusste ich, dass ich das Buch lesen wollte. Leider habe ich mich durchweg mit der Geschichte und vor allem der Erzählweise sehr schwer getan. Wir haben viele verschiedene POVs, aber nicht alle sind in der Ich-Perspektive geschrieben. Manche auch aus einer Erzählerperspektive (3. Person). Das war leicht verwirrend. Für mich war das Buch zu umgangssprachlich geschrieben mit einer Menge Wortwiederholungen, die mich eher aus dem Lesefluss gebracht haben.

Das Ende hat mich dann aber wieder abgeholt. Es gibt einen spannenden Plottwist und literally der letzte Satz des Buches war auch wirklich interessant. Bis dahin habe ich es aber eher als zäh empfunden.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Tiefgehender Roman über Verletzlichkeit und Heilung

Narbenmädchen
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Narbenmädchen von Lilly Bogenberger ist ein intensiver, emotionaler Roman, der sich mit den Themen Identität, Trauma und Selbstfindung auseinandersetzt.
Im Mittelpunkt steht eine junge Protagonistin, die ...

Narbenmädchen von Lilly Bogenberger ist ein intensiver, emotionaler Roman, der sich mit den Themen Identität, Trauma und Selbstfindung auseinandersetzt.
Im Mittelpunkt steht eine junge Protagonistin, die von ihrer Vergangenheit gezeichnet ist – sowohl innerlich als auch äußerlich. Die Geschichte begleitet sie auf ihrem Weg, mit diesen Erfahrungen umzugehen und langsam wieder Kontrolle über ihr eigenes Leben zu gewinnen. Dabei werden psychische Belastungen und zwischenmenschliche Beziehungen sensibel und nachvollziehbar dargestellt.
Besonders hervorzuheben ist der Fokus auf die innere Entwicklung der Figur. Ihre Gedanken und Gefühle stehen klar im Zentrum, wodurch eine dichte, teilweise sehr beklemmende Atmosphäre entsteht. Gleichzeitig schafft es die Autorin, Momente von Hoffnung und Stärke einzubauen, ohne die Schwere des Themas zu relativieren.
Der Schreibstil ist direkt und emotional, teilweise schonungslos, was gut zur Thematik passt. Dadurch kann das Buch stellenweise fordernd sein, entfaltet aber gerade dadurch eine starke Wirkung.
Insgesamt ist Narbenmädchen ein tiefgehender Roman über Verletzlichkeit und Heilung, der vor allem Leserinnen und Leser anspricht, die sich für psychologisch geprägte Geschichten interessieren.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Düsterer, emotional intensiver Thriller

Tödliche Freundinnen
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Dieses Buch ist kein klassischer Thriller, sondern eher ein intensiver Mix aus Spannung, Vergangenheit und einer extrem komplexen Beziehung zwischen zwei Frauen.
Im Mittelpunkt stehen Mel und Chloe und ...

Dieses Buch ist kein klassischer Thriller, sondern eher ein intensiver Mix aus Spannung, Vergangenheit und einer extrem komplexen Beziehung zwischen zwei Frauen.
Im Mittelpunkt stehen Mel und Chloe und ihre gemeinsame Geschichte hat es wirklich in sich. Was sie als Teenager getan haben, verfolgt sie bis in die Gegenwart. Eine Entscheidung, die alles verändert hat und die man nicht einfach hinter sich lassen kann.
Was ich richtig stark fand:
Die Geschichte wird nicht linear erzählt, sondern springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Dadurch setzt sich das Gesamtbild erst nach und nach zusammen. Man versteht Stück für Stück, was damals passiert ist und genau das hält die Spannung konstant hoch.
Die Dynamik zwischen Mel und Chloe ist das Herz des Buches.
Das ist keine einfache Freundschaft. Da ist Abhängigkeit, Loyalität, Schuld und gleichzeitig eine tiefe emotionale Verbindung. Es ist intensiv, teilweise toxisch und genau deshalb so fesselnd.
Auch das Setting trägt viel zur Atmosphäre bei. Die Natur, diese Abgeschiedenheit, dieses Gefühl von „es gibt kein Entkommen“ Das passt perfekt zur Geschichte und verstärkt die Spannung zusätzlich.
Was man wissen sollte ...
Das Buch ist stellenweise hart. Emotional und auch inhaltlich. Es geht um Trauma, Gewalt und schwierige Entscheidungen. Dafür bekommt man aber eine Geschichte, die wirklich hängen bleibt.

Ein düsterer, emotional intensiver Thriller, der weniger von klassischer Action lebt, sondern von Atmosphäre und Figuren. Vor allem die Beziehung zwischen den beiden Protagonistinnen macht das Buch besonders.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Ein ungewöhnlicher Mix aus Romance, Zeitreise und Magie.

Das White Octopus Hotel
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Dieses Buch fühlt sich an wie ein Traum, aus dem man nicht ganz aufwachen will.
Ein bisschen verwirrend, ein bisschen magisch und irgendwo dazwischen richtig berührend.
Im Zentrum steht Eve, die von Anfang ...

Dieses Buch fühlt sich an wie ein Traum, aus dem man nicht ganz aufwachen will.
Ein bisschen verwirrend, ein bisschen magisch und irgendwo dazwischen richtig berührend.
Im Zentrum steht Eve, die von Anfang an dieses seltsame Gefühl hat, dass ihre Realität nicht ganz stimmt. Und genau das zieht sich durch das gesamte Buch. Zeit verschwimmt, Begegnungen fühlen sich vertraut an, obwohl sie es nicht sein sollten. Der Einstieg ins geheimnisvolle Hotel in den Schweizer Alpen ist dabei der Moment, ab dem man komplett drin ist.
Was ich besonders mochte war diese Atmosphäre.
Das Setting: ein verlassenes Grandhotel, das gleichzeitig Vergangenheit und Gegenwart in sich trägt, hat so eine starke, fast schon melancholische Magie. Dazu kommen diese kleinen, surrealen Elemente (Zeit, Erinnerungen, Schuld), die sich wie ein Puzzle zusammensetzen.
Und dann die Romance!
Nicht laut. Nicht überdramatisch.
Sondern eher leise, schicksalhaft. Fast so, als hätte sie schon immer existiert. Genau das hat für mich gut funktioniert, weil es sich so anders anfühlt als klassische Romance.
Was das Buch aber eigentlich trägt:
Dieses Thema von „Was wäre, wenn du deine Vergangenheit ändern könntest?“
Eve wird von Schuld und Verlust getrieben und genau das gibt der Story eine emotionale Tiefe, die ich so nicht erwartet hätte.
Aber:
Man muss sich darauf einlassen.
Die Handlung ist stellenweise verschachtelt, nicht immer sofort greifbar und definitiv kein „leichter“ Plot. Wenn man klare Strukturen erwartet, könnte es anstrengend werden.
Fazit:
Ein ungewöhnlicher Mix aus Romance, Zeitreise und Magie. Eher ruhig, eher atmosphärisch, aber mit viel Gefühl darunter.

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