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Veröffentlicht am 28.01.2026

Kampf zwischen KI und Menschlichkeit

Überlebe! In der Künstlichen Intelligenz (Band 1 von 2) サバイバル
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Während Jio und seine Freunde einen Tag im spannenden Odin-KI Park genießen, geraten sie plötzlich in ein geheimnisvolles Testzentrum. Dort stoßen sie auf Machina, einen KI-Roboter, der ihnen verkündet, ...

Während Jio und seine Freunde einen Tag im spannenden Odin-KI Park genießen, geraten sie plötzlich in ein geheimnisvolles Testzentrum. Dort stoßen sie auf Machina, einen KI-Roboter, der ihnen verkündet, dass sie diesen Ort erst wieder verlassen können, wenn sie Machina in einem Wettkampf besiegen. Wird es ihnen gelingen?

Die Geschichte wird als Comic erzählt, dessen Zeichenstil sehr an den von Mangas angelehnt ist. Dabei haben mich die Geräusche, die immer auch auf japanisch gezeigt waren, ein bisschen gestört. Sie waren einfach total überdimensioniert und die deutsche Übersetzung stand auch darunter, daher hätte es die japanischen Geräusche nicht gebraucht. Teilweise waren sie auch noch total komisch übersetzt, denn was für Geräusche sind bitte „Popel“ oder „Leere“ oder „Such“? Zwischen den Kapiteln gab es immer zwei Infoseiten, die normal beschrieben waren. Die dort erhaltenen Informationen waren wirklich sehr interessant, haben sich aber leider teilweise mit denen im Comic genannten Informationen gedoppelt. Am Anfang des Comics wurden uns auf einer Doppelseite erstmal alle wichtigen Personen vorgestellt. Dies war eigentlich eine schöne Idee, allerdings scheinbar nicht ganz zuende gedacht. Denn bei Miras Vorstellung steht auf Seite 8 „Doch ihre große Tapferkeit hilft ihr dabei, das Abenteuer sicher zu überstehen“. Klar konnte man sich denken, dass es bei einem Comic für Kinder ein Happy End gibt, doch dieses vorwegnehmen hat die Spannung leider wirklich total rausgenommen. Ab dem Zeitpunkt, war meine Motivation den Comic zu lesen so gut wie weg, denn warum sollte ich eine Geschichte lesen, wenn ich sowieso weiß, wie sie ausgeht. Man hätte diesen Satz schließlich auch als Frage formulieren könne, dann hätte dies nicht alles vorweggenommen. Ansonsten war die Geschichte eigentlich relativ spannend und lehrreich, aber dieses vorwegnehmen und meine weiteren genannten Kritikpunkte, haben mir das Leseerlebnis wirklich zerstört. Sehr schade.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Drei tödliche Tage

The Blackgate Invitation
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Ruby und Wrens Aufgabe klang so einfach. Sie sollten einfach nur einen Abend lang die Töchter von Mrs. Blackgate spielen und mit ihr an einem Dinner teilnehmen. Und dafür eine riesige Summe Geld kassieren. ...

Ruby und Wrens Aufgabe klang so einfach. Sie sollten einfach nur einen Abend lang die Töchter von Mrs. Blackgate spielen und mit ihr an einem Dinner teilnehmen. Und dafür eine riesige Summe Geld kassieren. Doch jetzt sind die beiden in einem Herrenhaus eingesperrt, der Geist eines Mordopfers hat einen magischen Wettkampf ausgerufen und alle anderen Gäste sind Hexen. Jetzt haben sie drei Tage, um eine Reihe tödlicher Rätsel zu lösen. Dabei müssen sie auch noch ihr fehlendes magisches Talent verbergen und überleben. Und dann ist da noch Auden, der Elementarmagier, der sie nicht aus den Augen lässt.
Das Buch startet sehr schwach. Uns werden extrem viele Figuren vorgestellt, was teilweise wirklich verwirrend ist. Zudem zieht sich die Handlung in der ersten Hälfte des Buches ungemein. Auch der komplizierte verschachtelte Schreibstil hilft dabei nicht gerade weiter. Im zweiten Teil wirken sowohl Schreibstil als auch Handlung wie ausgewechselt. Plötzlich wird es total spannend und man kann kaum mehr aufhören zu lesen. Die eigentliche Idee ist auch sehr geil, denn die Charaktere haben kaum die Möglichkeit sich gegenseitig auszuweichen, woraus Gespräche entstehen, die es sonst nie gegeben hätte. Im Laufe des Buches kommen auch sehr viele Geheimnisse ans Licht und Lügen werden aufgedeckt, die das Handeln einiger Charaktere und noch so einige andere Ungereimtheiten erklären. Generell war mir der Schreibstil aber etwas zu detailliert. Das Magiesystem wurde allerdings genau richtig erklärt. Ich habe alles verstanden und wusste über alles wichtige Bescheid, wurde aber nicht von ausschweifenden Erklärungen gelangweilt. Was mir zudem noch sehr gut gefallen hat, war die Tension zwischen ein paar Charakteren. Bei manchen war die Tension sehr klar, bei anderen wurde sie nur angedeutet, sodass ich Theorien hatte, die auch am Ende des Buches nicht alle aufgeklärt wurden. Ebenso finde ich es gut, dass man selber mitraten kann, wer wohl der Mörder gewesen ist. Die Handlungen der Personen, sowohl böse als auch gute, haben auch alle einen verständlichen Hintergrund. Die Taten sind also nicht einfach aus der Luft gegriffen. Das Buch startet zwar langsam und langweilig, wird aber von Seite zu Seite spannender. Im Endeffekt lohnt es sich wirklich dranzubleiben.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Zu wenig Zeitreise

Secret Society of Rebel Girls. Wie ich wegen Nachsitzen einen Brief von Kleopatra bekam (Band 1)
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Als Nina beim Spionieren mit ihrem selbstgebauten Roboter erwischt wird, muss sie prompt nachsitzen. Dabei wollte sie doch nur ihre beste Freundin Maya zur Klassensprecherin machen. Beim Nachsitzen muss ...

Als Nina beim Spionieren mit ihrem selbstgebauten Roboter erwischt wird, muss sie prompt nachsitzen. Dabei wollte sie doch nur ihre beste Freundin Maya zur Klassensprecherin machen. Beim Nachsitzen muss sie dann einer Frau aus der Vergangenheit einen Brief schreiben. Da ihre Eltern vom Nachsitzen nichts erfahren sollen, entsorgt Nina ihren Brief an Kleopatra in einem alten Briefkasten im Wald. Am nächsten Tag findet sie plötzlich eine riesige Pergamentrolle der Pharaonin in ihrem Briefkasten. Ist diese etwa 2000 Jahre durch die Zeit gereist.
Die Grundidee des Buches war erstmal super. Doch leider wurde das Potenzial überhaupt nicht ausgenutzt. Die Story dreht sich sehr wenig um Zeitreisen. Hauptsächlich geht es um einen Klassensprecher Wahlkampf und Zoff zwischen Freundinnen. Es wurden im Laufe der Handlung immer wieder wichtige gesellschaftliche Aspekte angesprochen, die ich jedoch gar nicht erwartet habe. Denn alle Charakterentwicklungen wirkten auf mich gestellt, krampfhaft, unnatürlich und auf Knopfdruck. Wenn man bsw. seit Monaten nicht mehr miteinander gesprochen und sich nicht ausstehen konnte, kann man das nicht innerhalb von zwei Seiten klären. Mein Lieblingscharakter in der gesamten Geschichte war definitiv Mayas Oma, denn diese war als einzige locker und wirkte freundlich. Als ob Wahlkampf, Nachsitzen, Streit unter Freundinnen, persönlicher Druck und Zeitreisen nicht schon genug wären, gibt es dann auch noch Streit in der Familie. Als müssten all diese Aspekte unbedingt in ein Buch gequetscht werden. Dadurch hat man von allen Situationen ein bisschen was mitbekommen, fühlte sich von den ganzen Problemen aber nur regelrecht erschlagen. Eine positive Sache, die ich noch ergänzen kann, ist der Schreibstil. Dieser liest sich wirklich flüssig und einfach, sodass es nicht vorkommt, dass man einen Satz dreimal lesen muss, bevor man ihn verstanden hat. Bei dem Buch habe ich jedoch insgesamt mit einem coolen Science Fiction/ Fantasy Zeitreiseroman gerechnet. Stattdessen bekam ich schwaches Worldbuilding und krampfhafte Charakterentwicklungen.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Meisterdiebe

Robin the Hood – Wie klaut man eine Stadt?
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Robin „the Hood“ ist ein echter Meisterdieb. Mary „die Hand“ ist eine Superagentin. Zusammen sind sie ein unschlagbares Team, wenn sie sich nicht gerade streiten.
Robin tappt in die Falle eines internationalen ...

Robin „the Hood“ ist ein echter Meisterdieb. Mary „die Hand“ ist eine Superagentin. Zusammen sind sie ein unschlagbares Team, wenn sie sich nicht gerade streiten.
Robin tappt in die Falle eines internationalen Geheimdienstes und landet daraufhin mitten in einer gefährlichen Mission. Zusammen mit Mary soll er eine ganze Stadt klauen. In dieser versteckt sich ein tödlicher Virus und der befindet sich in den Händen einer genialen Schurkin. Sie verlangt die Weltherrschaft, sonst wird sie die gesamte Menschheit auslöschen.
Robin the Hood ist ein genialer und ausgeklügelter Kinderkrimi. Die Handlung ist super spannend, auch wenn man ein paar Sachen voraussehen kann. Oft kommt sie aber auch unerwartet. Wenn man sich die Beschreibungen des Lebens des Protagonisten anhört, weiß man auch nicht so recht, ob man gerne er wäre oder eher nicht. Das bringt einen Zwiespalt in die Geschichte, der zum nachdenken anregt. Ich finde es toll, dass der Protagonist auch häufiger mal seine Gefühle offen teilt. Das ermöglicht dem Leser die Situation und die Gefühle, die damit verbunden sind, besser nachvollziehen zu können. Die Freundschaft zwischen Mary und Robin ist wirklich sehr gut dargestellt, da sie weder das typische „wir streiten uns nur“ noch das „wir sind allerbeste Freunde und bleiben zusammen bis an unser Lebensende“ ist. Es herrscht eine neckische Stimmung, die auch wichtig für die Geschichte und die weitere Handlung ist. Alle Charaktere dieses Buches sind wirklich einzigartig und jeder hat sein eigenes Geheimnis und sein kleines Päckchen zu tragen. Das merkt man sowohl bei den Protagonisten als auch bei Personen, denen nur eine kleine Nebenrolle zuteilwird. Der Schreibstil lässt einen durch die Seiten fliegen und sorgt mit Zeitraffungen und Zeitdehnungen an den perfekten Stellen für absolute Spannung. Diese Neuinterpretation der alten Geschichte ist somit definitiv gelungen. Ich bin super gespannt auf den Folgeband.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Tierisches Weltraumabenteuer

Captain Flop
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Flop, der verpeilteste Affe des Zoos, wurde von der Nasa ausgewählt. Sie wollen ihn ins All schießen, denn wenn ein Schimpanse das kann, dann die Menschen auch. Ein Affe allein in einem Raumschiff…was ...

Flop, der verpeilteste Affe des Zoos, wurde von der Nasa ausgewählt. Sie wollen ihn ins All schießen, denn wenn ein Schimpanse das kann, dann die Menschen auch. Ein Affe allein in einem Raumschiff…was kann da schon schiefgehen? In Flops Fall ungefähr alles…
Der äußere Eindruck des Buches ist schonmal überzeugend. Das design ist wirklich schön und bunt gemacht, bleibt aber trotzdem bei einem gewissen Schema. Auch die Qualität ist super, denn die Seiten sind sehr dick und hochwertig. Jetzt kommen wir mal zum Inhalt. Die Charaktere wurden am Anfang alle einmal vorgestellt. Das hat gut zur Orientierung beigetragen. Dann ging es auch schon direkt mit der Geschichte los. Schon am Anfang habe ich mich sofort in den kleinen tollpatschigen Affen verliebt. Er ist das ganze Buch über so lustig und macht dadurch das Leseerlebnis ganz besonders. Vor Allem, weil er nicht krampfhaft lustig ist oder unbedingt lustig sein will, sondern weil er einfach tollpatschig ist und absolut keine Kontrolle über seinen Körper und seine Taten hat. Auch die anderen Tiere lernen wir mit der Zeit kennen. Und obwohl nicht alle von ihnen sympathisch sind, konnte ich die Handlungen von jedem einzelnen nachvollziehen. Die gesamte Handlung war aber auch wirklich einfach nur absurd. Die Grundidee basiert auf wahren Begebenheiten, weicht dann aber ganz ganz stark davon ab. Am Ende des Buches gibt es dann auch noch mal zwei Seiten mit Wissen, das ganz interessant ist. Abschließend kann man sagen, dass Flops Geschichte sehr lustig war und ich schon auf die Fortsetzung gespannt bin.

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