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Veröffentlicht am 18.09.2022

Alex Riders zweiter Fall

Alex Rider, Band 2: Gemini-Project
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Eigentlich will Alex nicht mehr für den MI6 arbeiten, aber nachdem er Stress mit der Polizei hat, holt der MI6 ihn dort unter der Bedingung, einen neuen Auftrag anzunehmen, dort heraus. In diesem neuen ...

Eigentlich will Alex nicht mehr für den MI6 arbeiten, aber nachdem er Stress mit der Polizei hat, holt der MI6 ihn dort unter der Bedingung, einen neuen Auftrag anzunehmen, dort heraus. In diesem neuen Auftrag muss Alex in einem Elite-Internat für missratenen Söhne reicher Eltern spionieren. Doch als er dort ankommt, ist das ganze Gebäude gesichert wie ein Hochsicherheitsgefängnis. Und die Schüler sind gar nicht so rebellisch, sondern sehr brav. Was genau steckt hinter diesem Internat?

Eigentlich kann ich nicht so viel zu diesem Buch sagen, außer, dass es mir wirklich gefallen hat.
Anthony Horowitz' Schreibstil ist super, ich konnte alles verstehen und nachvollziehen.
Auch der Plot ist einfach gut: Es gibt kaum eine ruhige Stelle, es ist immer spannend. Mir haben vor allem die Action-Szenen gefallen, weil ich es einfach faszinierend finde, wie Alex es schafft, aus jeder Situation zu entfliehen. Das Geheimnis hinter Point Blanc ist zwar etwas übertrieben und unrealistisch, aber es passt genau zu der Reihe. Auch das spannende und offene Ende gefällt mir - obwohl man, wenn man beachtet, dass die Reihe weitergeht, sich schon denken kann, was jetzt genau passiert ist.
In diesem zweiten Teil hat Alex definitiv noch ein paar mehr Sympathiepunkte von mir bekommen. Er ist einfach sehr sympathisch. Alex ist nicht der typische Superheld, er wird von dem MI6 eigentlich dazu gezwungen, für sie zu arbeiten, obwohl er viel lieber ein normaler Teenager wäre.

Insgesamt hat mir der zweite Teil der Alex-Rider-Reihe sehr gefallen. Für mich ist er sogar besser als der erste Teil!

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Veröffentlicht am 10.09.2022

Eine Fremde im eigenen Dorf

Nur in der Dunkelheit leuchten die Sterne
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Corey, die vor ein paar Monaten aus ihrem Heimatdorf Lost Creek weggezogen ist, erhält die Nachricht, dass ihre beste Freundin Kyra gestorben ist. Sie wurde tot unter der Eisfläche eines Sees gefunden. ...

Corey, die vor ein paar Monaten aus ihrem Heimatdorf Lost Creek weggezogen ist, erhält die Nachricht, dass ihre beste Freundin Kyra gestorben ist. Sie wurde tot unter der Eisfläche eines Sees gefunden. Corey reist sofort zurück nach Lost Creek, um bei Kyras Beerdigung dabei zu sein. Doch in dem Dorf ist alles anders, als vor ein paar Monaten. Alle Bewohner behaupten, sie hätten mit Kyra ein wichtiges Mitglied ihrer Gemeinschaft verloren, obwohl diese sie immer ausgeschlossen haben, weil Kyra eine bipolare Störung hatte. Und Corey glaubt auch nicht mehr so wirklich daran, dass Kyras Tod ein Unfall war.

Ich hatte selber eigentlich schon nicht so große Erwartungen an das Buch, brauchte aber ein eher ruhigeres Buch zu diesem Zeitpunkt. Leider war es mir etwas zu ruhig. Die Handlung plätschert nur vor sich hin, Coreys Alltag in Lost Creek verändert sich von Tag zu Tag überhaupt nicht. Immer nur das Selbe und furchtbar langweilig. Nur einmal ganz am Ende wird es mal spannend. Ich dachte auch daran, dass Corey schon zu Kyras Tod im Dorf ermitteln wird, aber so war es überhaupt nicht. Sie ist einfach nur dort und ihr Alltag und die entfremdeten Bewohner werden dargestellt. So war die Geschichte sehr langweilig und ich musste mich wirklich durchquälen.
Die Geschichte wird aus Coreys Sicht aus der Ich-Perspektive erzählt. Die Kapitel sind im Präsens geschrieben, es gibt oft Rückblenden im Präteritum. Ich habe bei vielen dieser Rückblenden nicht verstanden, warum es sie überhaupt gibt. Dahinter sehe ich keinen Sinn.
Das Einzige, was mir gefallen hat, ist die Sprache. Sie ist wirklich schön und vermittelt immer gut die aktuelle Atmosphäre. Außerdem hat der Schreibstil mir immer Bilder im Kopf erzeugt. Das ist aber auch wirklich das Einzige, was gut an dem Buch ist.

Nur in der Dunkelheit leuchten die Sterne von Marieke Nijkamp hat mich ehrlich gesagt enttäuscht, obwohl ich auch nicht so hohe Erwartungen an das Buch hatte. Die Story ist einfach nur langweilig und plätschert dahin.

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Veröffentlicht am 09.09.2022

Forensische Phonetik

Auris
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Der forensische Phonetiker Matthias Hegel kann an der Stimme eines Menschen hören, ob dieser lügt oder die Wahrheit sagt - er kann sogar noch viel mehr über ihn Herausfinden. Damit hat Hegel es geschafft, ...

Der forensische Phonetiker Matthias Hegel kann an der Stimme eines Menschen hören, ob dieser lügt oder die Wahrheit sagt - er kann sogar noch viel mehr über ihn Herausfinden. Damit hat Hegel es geschafft, viele Verbrecher ins Gefängnis zu bringen. Doch nun sitzt er selbst in Untersuchungshaft, weil er eine Obdachlose brutal erschlagen hat. Jula Ansorge glaubt nicht an die Schuld von Hegel. Sie will die Wahrheit herausfinden. Aber damit bringt sie nicht nur ihr Leben in Gefahr...

Ich finde es echt interessant, dass zwei Bestseller Autoren zusammen ein Buch schreiben. Von Vincent Kliesch habe ich bisher noch nichts gelesen, von Sebastian Fitzek das Buch "Das Paket".
Die Idee, die ja von Sebastian Fitzek ist, ist absolut interessant und maleetwas Neues. Sie gefällt mir auch wirklich gut.
Vincent Klieschs Schreibstil ist wirklich gut und fesselnd. Ich habe auch in jeder Situation nachvollziehen können, was gerade passiert und mir war nichts unklar.
Auch wenn Matthias Hegel im Klappentext wir die Hauptperson dargestellt wird, ist er das nicht. Die meisten Kapitel werden aus Julas Sicht erzählt, manche aus der von Julas Bruder Elyas. Nur wenige sind aus der Perspektive von Matthias Hegel erzählt. Das finde ich aber nicht weiter schlimm, da mir Hegel ziemlich unsympathisch ist. Jula ist auch nicht die sympatischste Protagonistin, aber ich bin mit ihr klargekommen.
Das Einzige, was ich an diesem Thriller bemängeln kann, ist, dass die Auflösung am Ende einfach zu schnell kam und sehr verwirrend war. Es gab drei verschiedene Varianten und mir war nicht klar, welche von denen genau das richtige Ende ist.


Insgesamt ist der erste Teil der Reihe Auris sehr gut gelungen. Die Idee ist sehr originell und das gesamt Buch ist spannend, auch wenn das Ende etwas verwirrend ist. Die nächsten Teile werde ich mit Sicherheit lesen!

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Veröffentlicht am 03.09.2022

Dein perfektes Match

The One - Finde dein perfektes Match
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Durch eine Sequenz in der DNA eines Menschen kann man herausfinden, welche Person dein perfekter Partner oder Partnerin ist. Dann spielen Alter, Herkunft oder sexuelle Orientierung keine Rolle mehr, denn ...

Durch eine Sequenz in der DNA eines Menschen kann man herausfinden, welche Person dein perfekter Partner oder Partnerin ist. Dann spielen Alter, Herkunft oder sexuelle Orientierung keine Rolle mehr, denn man verliebt sich auf der Stelle in die Person. Dieses Verfahren beschert der Welt eine Menge glückliche Paare. Doch ist wirklich alles so gut, wie es scheint?

Nachdem ich The Passengers von dem Autor gelesen habe, war für mich klar, dass ich auch die anderen Bücher von John Marrs lesen muss.
Das Buch wird aus der Sicht von fünf verschiedenen Personen in der Er/Sie-Perspektive erzählt. Marrs schreibt teilweiße sehr distanziert, andererseits beleuchtet er auch gut das Innenleben der Hauptcharaktere, was bei der Thematik auch wirklich wichtig ist. Insgesamt habe ich nichts am Schreibstil auszusetzen!
Die Hauptcharaktere sind auch sehr gut gestaltet. Ich fand manche Charaktere mehr, manche weniger sympatisch, aber das liegt ja auch im Auge des Betrachters. Zu meinen Favoriten zählen aber Ellie und Nick, auch wenn sich das im Laufe der Handlung sehr gewandelt hat.
Das lag vor allem daran, dass es ganz viele Cliffhanger gibt, die die Story nochmal in eine ganz andere Richtig geworfen haben. Leider hatte das bei mir nicht immer den gewünschten Effekt. Einige Cliffhanger sind echt vorhersehbar.
Das Ende (und der Riesen-Cliffhanger) waren nochmal echt spannend, der Rest plätschert eigentlich nur vor sich hin. Insgesamt hat mir das Ende sehr gefallen, obwohl ich ihn im großen und ganzen kommen gesehen habe, da dies in The Passengers erwähnt wird (trotzdem können die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden).

Insgesamt ist The One ein sehr gutes Buch von John Marrs, auch wenn manche Cliffhanger vorsehrbar sind und die Handlung nicht immer sehr spannend ist. Ich empfehle The One trotzdem, es ist definitiv keine Liebesgeschichte, sondern eher ein Near-Future Thriller.

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Veröffentlicht am 25.08.2022

Ein Mann, beschmiert mit dem Blut einer seit zwei Jahren verschwundenen Frau

Im Kopf des Mörders - Tiefe Narbe
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Max Bischoff ist neu beim KK11 in Düsseldorf . Doch an einem seiner ersten Tage dort taucht ein blutüberströmter Mann auf dem Polizeipräsidium auf. Es stellt sich heraus, dass das Blut nicht seins ist, ...

Max Bischoff ist neu beim KK11 in Düsseldorf . Doch an einem seiner ersten Tage dort taucht ein blutüberströmter Mann auf dem Polizeipräsidium auf. Es stellt sich heraus, dass das Blut nicht seins ist, sondern das einer seit mehr als zwei Jahren verschwundenen Frau. Doch der Mann kann sich nicht mehr daran erinnern, was vorgefallen ist. Ist er für den Mord verantwortlich? Oder ist er das Opfer? Max und sein Partner Horst Böhmer stehen vor einem schwierigen Fall.

Arno Strobels Schreibstil ist wirklich gut. Ich habe die Handlung immer gut verstanden. Das einzige, was ich etwas kritisiere ist, dass Max' Gefühle in der Liebesgeschichte, die für die Handlung sehr wichtig ist, nur wenig dargestellt werden. Sonst schreibt Arno Strobel wirklich gut und anschaulich.
Max wurde als Hauptcharakter auch gut beschrieben. Er ist mir wirklich sympathisch und ich freue mich darauf, im nächsten Buch mehr über ihn zu erfahren. Leider hätte ich mir eine bessere Beschreibung von Horst Böhmer gewünscht. Er kam mir sehr blass gestaltet vor, dabei nimmt er als Max' Kollege eine wichtige Rolle ein.
Das Verhalten des Täters hat mich so sehr angeekelt, vor allem, weil es ab und zu kurze Kapitel gibt, die er erzählt und darinnen es teilweise sehr brutale Beschreibungen gibt. Ich frage mich, wir man als Autor*in sich eigentlich so brutale Morde in Thrillern ausdenken kann. Leider hat mich die Auflösung am Ende nicht so sehr überrascht. Ab einem bestimmten Punkt war mir einfach klar, wer der Täter sein muss.

Insgesamt ist "Tiefe Narbe" ein gut geschriebener Thriller mit einem sympathischen Ermittler und ich freue mich darauf, den nächsten Teil zu lesen!

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