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Veröffentlicht am 15.02.2026

Toller Auftakt der London is Lonely Reihe!

Beneath Broken Skies
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Sieben Jahre lang waren Adam, Wesley und Madelyn miteinander befreundet, dann herrschte sechs Jahre Funkstille, denn die Brüder haben die Freundschaft zu Maddie ohne ein Wort der Erklärung beendet.
Nun ...

Sieben Jahre lang waren Adam, Wesley und Madelyn miteinander befreundet, dann herrschte sechs Jahre Funkstille, denn die Brüder haben die Freundschaft zu Maddie ohne ein Wort der Erklärung beendet.
Nun verkauft ihr Großvater Prince Publishing ausgerechnet an Knight Books und Wesley soll der Geschäftsführer des Verlags werden, für den Maddie mit Herzblut arbeitet und sie wird Wes beinahe täglich sehen. Sie lässt niemanden an sich heran, doch Wes bleibt hartnäckig.
Doch kann sie sich wirklich komplett auf ihn einlassen?

"Beneath Broken Skies" von Anna Savas ist der erste Band der London is Lonely Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der dreiundzwanzig Jahre alten Madelyn Prince und des vierundzwanzig Jahre alten Wesley Knight erzählt wird.

Maddie hatte schon immer Schwierigkeiten damit, Menschen nah an sich heranzulassen, deshalb hat es sie so hart getroffen, als ihr bester Freund Adam Maddie vor sechs Jahren ohne ein Wort hinter sich gelassen und auch sein Bruder Wesley sich nicht mehr bei ihr gemeldet hat, obwohl auch die beiden befreundet waren.
Nun steht Wes sechs Jahre später vor ihr und verkündet ihr das Unmögliche, denn ihr Großvater hat seinen Verlag Prince Publishing an Wesleys Vater verkauft, obwohl Maddie immer davon geträumt hat, diesen einmal zu übernehmen.
Als wäre damit nicht genug, soll auch noch Wesley der Geschäftsführer werden.
Wes, der von Büchern keine Ahnung hat und den Maddie einarbeiten soll.
Sie versucht ihn auf Abstand zu halten, doch Wes geht ihr unter die Haut und bald merken beide, dass sie gemeinsam der Einsamkeit entfliehen können.

Ich liebe ja Bücher über Bücher und auch hier hat es mir richtig gut gefallen!
Prince Publishing ist ein kleiner Verlag, der sein Hauptaugenmerk auf besondere Bücher legt. Es wird eine weibliche Zielgruppe angesprochen, junge Erwachsene und jedes Buch, das verlegt wird, bekommt eine besondere Ausstattung. Knight Books ist dagegen ein großer Verlag, der viel Gewinn generieren möchte.
Kurz bevor Maddie erfährt, dass der Verlag verkauft wurde, übernimmt sie die Leitung der Herstellung.
Im Beruf ist sie strukturiert, privat eher chaotisch. Sie liebt Bücher, liest gerne, bindet Bücher neu ein. Dank einer schwierigen Kindheit tut sie sich schwer damit, jemanden nah an sich heranzulassen, hält auch ihre Kollegen, die leicht zu Freunden werden könnten, auf Abstand. Zu groß ist die Angst, erneut verlassen und verletzt zu werden.

Wes wollte nie in die Fußstapfen seines Vaters treten und Knight Books übernehmen, denn das war Adams Traum. Adam, der Bücher geliebt hat und der vor sechs Jahren gegangen ist.
Nun muss Wes einen Job übernehmen, den er nie wollte und für den er nur auf dem Papier qualifiziert ist, doch sein Vater nimmt keine Rücksicht auf das, was Wes will.
Er ist in London genauso einsam wie Maddie und sehnt sich immer stärker nach ihrer Gesellschaft, auch wenn sie es ihm alles andere als leicht macht.

Ich habe fast ein Jahr gebraucht, bis ich mich an das Buch herangetraut habe, wobei ich gar nicht sagen kann, warum ich so sehr gezögert habe, das Buch zu lesen, denn ich mag die Geschichten, die Anna Savas erzählt richtig gerne und auch diese hat mir dann sehr gut gefallen!
Ich mochte das Verlagssetting, die Nebencharaktere und natürlich auch Maddie und Wes richtig gerne!
Es hat mir gefallen, dass sie eine gemeinsame Vergangenheit haben und fand es spannend, dass wir nur wenig darüber erfahren haben, was vor sechs Jahren eigentlich geschehen ist, sodass man miträtseln konnte.
Zwischendurch hat es sich etwas gezogen, auch weil Maddie Wes sehr lange auf Abstand gehalten hat, obwohl sie ihn eigentlich einarbeiten sollte und sich oft zurückgezogen hat. Dafür passierte im letzten Drittel dann wirklich viel. Aber Maddie und Wesley brauchten die Zeit auch und die hat Anna Savas ihnen gegeben.
Ich mag die Entwicklung der Geschichte richtig gerne und da der erste Band mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger endet, möchte ich jetzt am liebsten direkt mit dem zweiten Band weitermachen. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird!

Fazit:
"Beneath Broken Skies" von Anna Savas ist ein toller Auftakt der London is Lonely Reihe!
Bücher, in denen Bücher eine wichtige Rolle spielen, mag ich ja immer gerne und auch hier hat mir das Verlagssetting besonders gut gefallen!
Maddie und Wes mochte ich ebenfalls sehr gerne und konnte mit ihnen mitfiebern!
Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass sich die Handlung etwas gezogen hat, auch weil Maddie Wes sehr lange auf Abstand gehalten hat, auf der anderen Seite war das auch nachvollziehbar und hat gepasst, weil die beiden die Zeit auch gebraucht haben.
Das Ende war auf jeden Fall noch mal richtig spannend und ich würde am liebsten direkt weiterlesen, einfach weil ich so gespannt bin, wie es mit Maddie und Wes weitergehen wird!
Ich vergebe vier Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

War leider nicht meins!

Night Shadow 1. They Who Guard The Night
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Seit drei Jahren kommt Odette Leclair nach Hause, wenn ihre Familie den Tag beginnt.
Um etwas Geld hinzuzuverdienen, verkleidet sich Odette als Junge, um gemeinsam mit ihrer Freundin Louise die Nacht ...

Seit drei Jahren kommt Odette Leclair nach Hause, wenn ihre Familie den Tag beginnt.
Um etwas Geld hinzuzuverdienen, verkleidet sich Odette als Junge, um gemeinsam mit ihrer Freundin Louise die Nacht zum Tag zu machen. Als zwei junge Frauen dürften sie nicht ohne Anstandsdame oder männliche Begleitung in die Öffentlichkeit und so übernimmt Odette die Rolle als Louise' Cousin.
Doch als Odette sich zum ersten Mal unverkleidet in das Pariser Nachtleben stürzt und Eugène Lacroix kennenlernt, muss sie feststellen, dass in ihr ungeahnte Fähigkeiten schlummern, die nicht nur sie in große Gefahr bringen.

"They Who Guard The Night" von Laura Cardea ist der erste Band der Night Shadow Dilogie, der aus der Ich-Perspektive der achtzehn Jahre alten Odette Leclair erzählt wird.

Die Geschichte spielt in Paris zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts und die Weltausstellung steht vor der Tür.
In diesem Paris wurden die zwanzig Arrondissements nach den griechischen Göttern benannt.
Odettes Familie stammt aus L'Hadès, in dem sich der Eingang zu den Catacombes befindet, das aber auch eines der heruntergekommensten Viertel der Stadt ist.
In Begleitung ihrer gut betuchten Freundin Louise tut sie so, als würde sie ebenfalls zur wohlhabenden Bourgeoisie gehören, aber in Wahrheit müssen sie und ihre Familie jeden Franc zwei Mal herumdrehen und Hunger ist ihnen nicht fremd.
Mit drei Schwestern und einem Bruder ist es keine schwere Entscheidung, Geld für ihren Bruder Henri zur Seite zu legen, damit er an der Université studieren kann, obwohl es Odettes großer Traum ist, an die Sorbonne zu gehen und auch ihre jüngere Schwester Juliette intelligenter ist als Henri.
Sie machen das Beste aus ihren Leben und Odette steuert das Geld, das sie von Louise bekommt, nur zu gerne bei, um ihre Eltern zu entlasten.

Als Odette dann entdeckt, dass sie nachtbezogene Fähigkeiten hat, ändert sich alles.
Sie wird von Eugène, der ein Schattenspringer ist, zu den Nachtschwärmern gebracht, eine geheime Bruderschaft, deren Mitglieder ebenfalls verschiedene nachtbezogene Fähigkeiten besitzen.
Eugène kann sich in den Schatten fortbewegen, Odette kann Licht manipulieren, aber es gibt auch Schattenspieler und Nachtschwärmer, die sich in eine Schattengestalt verwandeln können.
Der Orden der Nyx ist der Gegner der Nachtschwärmer und letztere werden von den Nyx stets bedroht und verfolgt und auch Odette gerät schnell zwischen die Fronten.

Leider muss ich sagen, dass mich "They Who Guard The Night" überhaupt nicht überzeugen konnte.
Ich habe mich mit Odette schwergetan. Ich mochte es, dass sie ihre Familie an erste Stelle setzt, aber sie hat oft einfach egoistisch gehandelt und war mir zu überheblich. Es hat mich auch genervt, dass niemand erfahren durfte, dass sie nicht zur Bourgeoisie gehört, sie da so ein Geheimnis draus gemacht und kaum Hilfe angenommen hat.
Eugène mochte ich dagegen sehr. Er ist ein junger und charismatischer Gentilhomme, der Odette unter seine Fittiche nimmt und ihr das Kämpfen beibringt. Er ist seit Jahren ein Nachtschwärmer und an Odettes Seite, als sie diese für sie neue Welt entdeckt.

Die Handlung konnte mich ebenfalls nicht wirklich mitreißen und schon lange habe ich mich nicht mehr so durch eine Geschichte quälen müssen.
Ich hatte mich ja sehr auf die Geschichte gefreut, denn Paris zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts klang vielversprechend und auch die Einflüsse der griechischen Götter fand ich erst spannend, aber da diese bis auf ihre Namen keine wirkliche Rolle gespielt haben, hätte man das in meinen Augen auch weglassen können.
Ich fand es schade, dass wir nur wenig von der Bruderschaft der Nachtschwärmer gesehen haben, denn im Verlauf der Geschichte waren Odette und Eugène oft auf eigene Faust unterwegs und Odettes Unterweisung spielte ebenfalls keine große Rolle mehr. Generell hat mir an manchen Stellen der rote Faden gefehlt.
Der Konflikt zwischen den Nachtschwärmern und den Nyx war ganz interessant, aber es hat auch sehr lange gedauert, bis wir überhaupt erfahren haben, was es mit den Nyx auf sich hatte.
Am Ende wurde es noch mal spannend und es gab auch eine überraschende Offenbarung, aber diese hat für mich dann auch nicht mehr viel herausgeholt und so werde ich die Night Shadow Dilogie nicht weiterverfolgen.

Fazit:
Leider konnte mich "They Who Guard The Night" von Laura Cardea überhaupt nicht begeistern.
Ich habe mich mit der Protagonistin Odette schwergetan und die Handlung konnte mich gar nicht mitreißen. Mir hat ein wenig der rote Faden gefehlt und ich musste mich doch echt durchquälen.
Es war leider gar nicht mein Buch und so vergebe ich leider nur zwei Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Konnte mich immer stärker packen und hat mir echt gut gefallen!

In Love at Last
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​Verena Hofer möchte nicht wegen ihres hübschen Äußeren gebucht, sondern für ihr kluges Köpfchen wertgeschätzt werden.
Doch sie braucht Geld und so nimmt sie einen Modeljob an, den sie gar nicht will ...

​Verena Hofer möchte nicht wegen ihres hübschen Äußeren gebucht, sondern für ihr kluges Köpfchen wertgeschätzt werden.
Doch sie braucht Geld und so nimmt sie einen Modeljob an, den sie gar nicht will und der sie zurück in ihre Heimat bringt.
Am Felsenhimmel angekommen, trifft sie auf Mattia d'Alessi, der vorgibt, Naturforscher zu sein.
In Wahrheit ermittelt er aber zu den Vorfällen im letzten Sommer, an denen auch Verena beteiligt war ...

"In Love at Last" von Kristina Moninger ist der zweite und abschließende Band der Red Summer Dilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Verena Hofer und Mattia d'Alessi erzählt wird.
Ein paar Kapitel durften wir aus der Perspektive von Emilia Martini lesen.

Der erste Band endete mit einem Knall, der alles, was man zu wissen glaubte, noch mal auf den Kopf gestellt hat!
Im zweiten Band dürfen wir Verena und Mattia begleiten. Jakobs Zwillingsschwester Verena, die die Geschehnisse am Felsenhimmel im Sommer am liebsten vergessen würde, es allerdings nicht kann und Mattia, der ein persönliches Interesse daran hat, die Erinnerungen an die Ereignisse wieder ans Tageslicht zu zerren, um sie final aufzuklären.
Auch in diesem Band gab es wieder Rückblicke zu der Zeit vor dem Fall, zur Zeit des Falls und auch danach. Nur, dass wir dieses Mal auch in Emilias Sicht eintauchen durften und so erfahren haben, wie es überhaupt zu dem Vorfall am Felsenhimmel kommen konnte.

Verena ist hübsch und klug. Sie wird aber nicht selten auf ihr Äußeres reduziert und verdient ihr Geld mit ihr verhassten Modeljobs, obwohl sie lieber im Hintergrund arbeiten würde.
Ihre letzte Beziehung zu Leo endete damit, dass dieser gemeinsam mit Emilia in die Schlucht stürzte, was Verena immer noch stark belastet, zumal sie das Gefühl hat, dass die Geschichte noch nicht vorbei ist.
Leo hat sie oft klein gehalten und Verena war und ist zum Teil noch immer unsicher. Mattia gegenüber war sie dagegen etwas biestig, aber ich mochte ihre Dynamik richtig gerne!
Ich fand es übrigens sehr spannend, dass Verena Typ I Diabetikerin ist und das auch immer wieder eine Rolle gespielt hat.

Mattia war Polizist, doch vor ein paar Monaten ist sein jüngerer Bruder Luca gestorben und Mattia hat den Dienst beendet. Mattia stammt aus Neapel, wo der Fußball regiert, oder La Famiglia, die Mafia.
Er kommt nach Meran, um die Tode von Emilia, Leo und Tristan aufzuklären und es spielt ihm sehr in die Karten, dass er sich ausgerechnet mit Verena ein Chalet teilen darf, denn sie ist eine seiner Hauptverdächtigen, doch damit, dass sie ihm so unter die Haut gehen wird, hat er nicht gerechnet und das verkompliziert seine Pläne extrem.

Ich mochte Verena und Mattia richtig gerne! Sie hatten eine wunderbare Dynamik und ich mochte es, dass Mattia Verena ein gutes Gefühl gegeben und sie nach Leo wieder aufgebaut und gut behandelt hat!
Am Anfang habe ich die Anziehung zwischen ihnen noch nicht so gefühlt und habe auch generell ein wenig länger gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden, aber es war wie so oft, je mehr ich gelesen habe, desto stärker konnte mich die Handlung packen, sodass ich an einem Tag über dreihundert Seiten gelesen habe und das Buch sogar fast noch in einem Rutsch beendet hätte!
Die verschiedenen Handlungsstränge nahmen immer mehr an Fahrt auf und ich fand es sehr spannend, wie Kristina Moninger diese verknüpft hat. Zum Schluss kam noch richtig Spannung auf und ich bin doch sehr zufrieden mit dem zweiten Band!

Am Anfang stand auch die Tourismuskampagne, für die Verena gebucht wurde und die im Alpenchalet Felsenhimmel, dem Hotel ihrer Familie geshootet wurde, auch etwas stärker im Fokus, was ich ehrlich gesagt nicht so spannend fand. Hier hätte man für meinen Geschmack etwas mehr rausholen können oder zumindest Verenas Fähigkeiten ein wenig mehr hervorheben können, zumal die Kampagne dann auch irgendwie im Sande verlief.
Auch der Handlungsstrang um das jüngste Kind der Hofers Kit war mir irgendwie zu knapp erzählt.
Aber die Ereignisse am Felsenhimmel werden endlich aufgeklärt und auch wenn ich noch einige wenige Fragen habe und es in meinen Augen ein paar kleine Ungereimtheiten gab, so fand ich die Auflösung doch echt geglückt und war auch überrascht, was hinter Emilias Geschichte gesteckt hat!
Ein wenig schade finde ich es trotz rundem Endes, dass die Reihe schon beendet ist, weil ich das Setting großartig fand und mir auch die Charaktere immer stärker ans Herz gewachsen sind!

Fazit:
"In Love at Last" von Kristina Moninger ist ein gelungener Abschluss der Red Summer Dilogie!
Die Geschichte hat ein wenig gebraucht, bis sie mich wirklich packen konnte, aber dann hat sie mir so gut gefallen, dass ich das Buch fast an einem einzigen Tag gelesen habe!
Ich mochte Verena und Mattia richtig gerne, denn die beiden hatten eine tolle Dynamik und mochte es auch, wie Kristina Moninger ihre Handlungsstränge zueinander geführt hat. Nicht alle konnten mich packen und bei manchen hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, aber insgesamt hat mir der zweite Band sehr gut gefallen und so vergebe ich vier Kleeblätter!

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Noch mal stärker als die Vorgänger, mein bisher liebster Band der Chestnut Springs Reihe!

Powerless
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Jasper Gervais und Sloane Winthrop kennen sich seit achtzehn Jahren und sind beste Freunde, doch Sloane ist seit genauso langer Zeit in Jasper verliebt.
Sie hat sich damit abgefunden, dass er ihre Gefühle ...

Jasper Gervais und Sloane Winthrop kennen sich seit achtzehn Jahren und sind beste Freunde, doch Sloane ist seit genauso langer Zeit in Jasper verliebt.
Sie hat sich damit abgefunden, dass er ihre Gefühle nicht erwidert und steht kurz vor der Hochzeit mit einem Mann, den sie nicht liebt, als Sloane erfährt, dass ihr Verlobter sie betrogen hat und ausgerechnet mit Jasper von ihrer eigenen Hochzeit flieht.
Die gemeinsame Zeit, die sich danach miteinander verbringen, sorgt dafür, dass Gefühle an die Oberfläche kommen, die die beiden schon lange verdrängen, doch finden sie wirklich zueinander?

"Powerless" von Elsie Silver ist der dritte Band der Chestnut Springs Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der achtundzwanzig Jahre alten Sloane Winthrop und des sechs Jahre älteren Jasper Gervais erzählt wird.

Sloane ist die Cousine der Eaton-Brüder und verbrachte ihre Sommer auf der Wishing Well Ranch, wo sie vor achtzehn Jahren Jasper kennenlernte. Jasper, der von seiner eigenen Familie verstoßen und von Harvey Eaton und seinen Kindern aufgenommen wurde.
Sloane ist seit Jahren in Jasper verliebt, der ihre Gefühle jedoch bisher nicht erwidert hat, sodass sie nicht länger auf etwas warten wollte, was wahrscheinlich nie passieren würde und hat zugestimmt, Sterling Woodcook zu heiraten, um ihren Vater bei seinen Geschäften zu unterstützen.
Sie liebt Sterling nicht und findet zum Glück direkt vor der Hochzeit heraus, dass er sie betrogen hat, woraufhin Sloane die Hochzeit absagt und mit Jasper flieht.

Sloane ist Balletttänzerin und stammt aus gutem Hause. Sie fügt sich den Wünschen ihrer Eltern, ist eine loyale und warmherzig Freundin. Doch Sloane macht eine starke Entwicklung durch, findet ihre eigene Stimme und beginnt diese zu nutzen, lässt sich nicht länger vorschreiben, was sie zu tun hat, was ich sehr mochte!
Jasper wuchs in einem Trailerpark auf, bevor ein Unglück geschah, das seine Familie auseinandergerissen hat. Er wurde von den Eatons aufgezogen und ist mittlerweile Profi-Eishockeyspieler.
Er ist ruhig, sensibel und in sich gekehrt,versteckt sich unter seiner Schirmmütze und schottet sich ab.
Auch Jasper macht eine tolle Entwicklung durch, denn er kommt im Laufe der Handlung stärker aus sich heraus und kämpft endlich um die Dinge, die ihn glücklich machen.

Ich mochte schon die ersten beiden Bände der Reihe echt gerne, aber der dritte Band hat mir besonders gut gefallen und ist mein bisher liebster Band der Chestnut Springs Reihe geworden!
Ich mochte es, dass Sloane und Jasper schon lange enge Freunde sind, sie kannten sich in- und auswendig und besonders Sloane war immer für Jasper da, wenn ihn seine dunkle Vergangenheit belastet hat.
Nun verbringen die beiden intensiv Zeit miteinander und endlich begreift auch Jasper, dass er in Sloane mehr sieht als nur eine Freundin. Sie machen einen kleinen Roadtrip durch Kanada, was mir sehr gut gefallen hat und ich mochte es, wie aus ihnen langsam mehr wurde!
Ich mochte es auch, dass die beiden nichts überstürzt und auch manches hinterfragt haben.
Auch die Nebencharaktere mochte ich wieder sehr gerne, denn wir haben Summer, Rhett, Willa und Cade wiedergesehen und auch mehr von Violet, Harvey und Winter gesehen und Winters Geschichte wurde schon etwas angeteasert, auf die ich mich sehr freue. Nur von Beau hätte ich gerne mehr gehört und gesehen, aber auch er darf seine Geschichte ja noch erzählen und auf die bin ich sehr gespannt!

Fazit:
"Powerless" von Elsie Silver ist ein großartiger dritter Band der Chestnut Springs Reihe, den ich noch mal stärker fand als die vorherigen Bände!
Jasper und Sloane waren intensiv, auch weil die beiden sich schon so lange kannten und auch ihre dunkelsten Gedanken miteinander teilen konnten. Ich fand die Entwicklung der beiden jeweils sehr stark und mochte es auch sehr zu verfolgen, wie sie zueinandergefunden haben!
Dieser Band ist mein bisher liebster Band der Reihe geworden und ich vergebe starke vier Kleeblätter!

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Gnadenlose Welt mit spannender Tarotmagie, mochte es sehr!

Arcana Academy 1: Arcana Academy
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Clara hat bereits Tarotkarten gezeichnet, bevor sie lesen und schreiben konnte, doch dürfen nur Arkanisten, die an der Arcana Academy ausgebildet wurden, Tarotkarten anfertigen, verkaufen oder auch nur ...

Clara hat bereits Tarotkarten gezeichnet, bevor sie lesen und schreiben konnte, doch dürfen nur Arkanisten, die an der Arcana Academy ausgebildet wurden, Tarotkarten anfertigen, verkaufen oder auch nur benutzen. Vor einem Jahr ist sie erwischt und in das schreckliche Gefängnis Halazar gebracht worden.
Nun bietet ihr ausgerechnet Kaelis, der zweitgeborene Sohn des Königs von Oricalis und Schulleiter der Arcana Academy, einen Ausweg.
Er befreit sie aus dem Gefängnis und bringt sie an die Arcana Academy, im Gegenzug soll sie ihm helfen, die mysteriöse einundzwanzigste Tarotkarte in seinen Besitz zu bringen, ein gefährlicher Deal, auch weil Clara und Kaelis sich schon bald näher kommen als gedacht, doch kann sie ihm wirklich vertrauen?

"Arcana Academy" von Elise Kova ist der Auftakt der gleichnamigen Trilogie und wird aus der Ich-Perspektive der einundzwanzig Jahre alten Clara Graysword erzählt.

Clara hat schon früh gelernt, ihren wahren Namen für sich zu behalten und ihre Mutter hat ihr schon früh beigebracht, wie man Tarotkarten zeichnet. Doch ihre Mutter starb vor ein paar Jahren, seitdem waren Clara und ihre jüngere Schwester Arina auf sich allein gestellt, bevor sie im Club der Sternrebellen eine Familie gefunden haben.
Doch die beiden wussten, dass ihre Mutter nicht verunfallt ist und wollen herausfinden, was damals wirklich geschah.
Clara wurde gefangen genommen, als sie Nachforschungen angestellt hat und sitzt seit einem Jahr in Halazar ein, bis Prinz Kaelis sie befreit.

Clara ist eine äußerst begabte Arkanistin, die auch ohne Ausbildung Tarotkarten zeichnen und beherrschen kann, was sie übermütig werden lässt. Sie ist sehr von sich überzeugt, aber muss sich an der Academy auch umstellen. Sie war mir an manchen Stellen etwas zu vertrauensselig, aber auch eine starke und kluge Protagonistin, die ich echt gerne mochte!
Kaelis ist der zweitgeborene Prinz von Oricalis, hat aber kein gutes Verhältnis zu seinem älteren Bruder oder zu seinem Vater.
Er führt die Arcana Academy mit strenger Hand, obwohl er nur ein paar Jahre älter ist als Clara.
Kaelis ist ein strategischer Planer, der eher kühl wirkt, in dem aber ein Feuer brennt. Ich mochte ihn ebenfalls richtig gerne!
Die Liebesgeschichte entwickelt sich eher langsam, da auch das Thema Vertrauen eine große Rolle gespielt hat, aber je länger die beiden umeinander herumgetänzelt sind, desto stärker hat es mich tatsächlich mitgerissen und das Warten hat sich definitiv gelohnt!

Ich liebe das Element der Tarotkarten und fand die gesamte Welt hier sehr gut durchdacht und richtig spannend!
In der Kleinen Arkana gibt es sechsundfünfzig Karten, vierzehn von jeder Farbe und zwanzig Karten in der Großen Arkana. Die Karten der Großen Arkana können nicht eingesetzt werden, aber die der Kleinen Arkana. Es gibt die Magie der Stäbe, der Kelche, der Münzen und die Magie der Schwerter, sie bilden die vier Farben des Tarot, die ganz unterschiedliche Eigentschaften und Auswirkungen haben.
Eine Vier der Kelche lässt angewendet, beispielsweise eine Person einschlafen, mit der Fünf der Schwerter wird ein geisterhaftes Schwert beschworen. So können Arkanisten ihren Alltag erleichtern oder auch kämpfen.
An der Arcana Academy wird Handhabung, Kartenkunst und Deutung gelehrt und Novizen müssen mehrere Prüfungen überstehen, bis sie vollwertige Schüler der Academy werden dürfen. Sollte ihnen die Aufnahme nicht gelingen, werden sie gebrandmarkt und zum Arbeiten in die Pulverminen geschickt.
Die Welt war zum Teil grausam und gnadenlos, aber genau das hat sie auch so faszinierend gemacht!
Wir begleiten Clara fast ein ganzes Jahr, doch nicht nur die Zeit an der Academy war spannend, auch Kaelis' geheime und gefährliche Pläne, für die er Clara gebraucht hat, haben viel Spannung in die Geschichte gebracht!
Es werden viele Fragen aufgeworfen, aber man bekam auch ein paar Antworten, auch wenn viele Antworten wiederum neue Fragen aufgeworfen haben! Besonders die Hintergründe der Charaktere und der Welt fand ich sehr interessant und hier gab es ein paar überraschende Wendungen!
Ich mochte das richtig gerne und nach einem spannenden, aber auch fiesen Ende bin ich sehr gespannt auf den zweiten Band!

Fazit:
"Arcana Academy" von Elise Kova ist ein gelungener Auftakt der gleichnamigen Trilogie!
Die Welt war gut durchdacht und hat mir sehr gut gefallen! Ich mochte die Magie der Tarotkarten und die Zeit an der Arcana Academy echt gerne!
Auch Clara und Kaelis haben mir richtig gut gefallen und ihre Liebesgeschichte konnte mich von Beginn an mitreißen!
Auch die Handlung konnte mich packen, auch wenn es zwischenzeitlich etwas langatmig war, aber es war insgesamt spannend und ich mochte es, dass es auch komplex war.
Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Band und vergebe starke vier Kleeblätter!

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