War leider nicht meins, habe mich mit der Geschichte eher schwergetan.
Der VertrauteAls Küchenmädchen nutzt Luzia alles, um ihr hartes Leben etwas erträglicher zu gestalten.
Sie nutzt ihre Refranes, um kleine Wunder, kleine Milagritos zu wirken, doch dann wird ihre Herrin Doña Valentina ...
Als Küchenmädchen nutzt Luzia alles, um ihr hartes Leben etwas erträglicher zu gestalten.
Sie nutzt ihre Refranes, um kleine Wunder, kleine Milagritos zu wirken, doch dann wird ihre Herrin Doña Valentina auf Luzias Magie aufmerksam und versucht diese für sich zu nutzen, um ihr eigenes Ansehen in der Gesellschaft zu steigern.
Als schließlich der ehemalige Sekretär des Königs von Spanien auf sie aufmerksam wird, soll Luzia an einem Torneo teilnehmen, das das Ziel hat, einen Kämpfer für den König zu küren, doch Luzia muss das Torneo erst einmal überleben.
"Der Vertraute" ist ein Einzelband von Leigh Bardugo, der aus den wechselnden personalen Erzählperspektiven von Luzia Cotado, der Doña Valentina Ordoño und Guillén Santángel erzählt wird.
Die Geschichte spielt in Spanien des sechzehnten Jahrhunderts.
Luzia ist ein Küchenmädchen im Hause Ordoño, die sich mit kleiner Küchenmagie das Leben leichter macht. Doch Luzia war schon immer ehrgeizig und sehnt sich nach einem besseren Leben. Sie ist klug und zum Teil auch erbarmungslos, eine Kämpferin, die sich nur ungern unterwirft.
Valentina ist unzufrieden mit ihrem Leben. Ihr Mann Marius interessiert sich mehr für seine Pferde als für seine Ehefrau und viel Geld haben die Ordoños nicht. Valentina ist besonders am Anfang noch grausam und sehr auf ihren eigenen Vorteil bedacht, doch das wandelt sich im Verlauf der Handlung.
Santángel ist der unsterbliche Vertraute von Víctor de Paredes, der sein langes Leben langsam leid ist.
Erst dank Luzia regt sich wieder ein Funke in ihm und er beginnt sich aufzulehnen, doch viele Versuche in der Vergangenheit sind bereits gescheitert und er muss den de Paredes weiterhin dienen. Schafft er es dieses Mal, sich von ihnen zu lösen?
Normalerweise mag ich die Bücher von Leigh Bardugo echt gerne, aber mit "Der Vertraute" habe ich mich doch schwergetan.
Ich habe nicht so einfach in die Geschichte hineingefunden, vielleicht auch, weil Luzia und Valentina mir bis zum Schluss nicht sonderlich sympathisch waren und ich so auch nicht ganz so stark mit ihnen mitfiebern konnte. Wobei mir Valentinas Entwicklung noch besser gefallen hat als die von Luzia.
Santángel mochte ich am liebsten, fand seine Geschichte sehr spannend und hätte gerne noch mehr von ihm gesehen.
Auch mit den Namen und den Charakteren bin ich oft durcheinander gekommen, was meinen Lesefluss gestört hat.
Generell hat mir das historische Setting und auch Spanien zu dieser spannenden Zeit echt gut gefallen und auch die Magie hat sehr gut in dieses Setting hineingepasst. Ich hatte aber das Gefühl, als würde Leigh Bardugo voraussetzen, dass man die Lage Spaniens zu dieser Zeit kennt, denn allzu ausführlich wurde man in diese nicht eingeführt und ich habe mich zum Teil etwas verloren gefühlt.
Luzia nutzt Refranes, Sprichwörter mit Worten aus vielen unterschiedlichen Sprachen, um kleine Wunder zu wirken wie beispielsweise ein verbranntes Brot zu retten oder eine Weinrebe wachsen zu lassen.
Sie kann Bohnen vervielfältigen, doch wenn sie zu gierig wird, verwandeln sich Münzen beispielsweise in Insekten.
Das Torneo, an dem Luzia teilnimmt, war eigentlich auch ganz spannend, aber mich konnte die Handlung insgesamt nicht so mitreißen, wie ich es mir erhofft hatte.
Fazit:
"Der Vertraute" von Leigh Bardugo ist ein Einzelband, der mich leider nicht ganz so stark packen konnte, wie ich es mir erhofft hatte.
Ich bin mit Luzia und Valentina nicht wirklich warm geworden, während mir Santángel sehr gut gefallen hat.
Ich mochte das Setting, bin aber auch immer wieder mit den Namen der Charaktere durcheinander gekommen.
Und auch die Handlung an sich konnte mich kaum fesseln, da hatte ich mir mehr versprochen.
Ich vergebe drei Kleeblätter.