Platzhalter für Profilbild

Chiralu

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Chiralu ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Chiralu über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2025

Sexy Mafia-Story - teils spannend, teils mit fehlender Tiefe

Ruthless Creatures
0

Das Buch „Ruthless Creatures“ hat mich aufgrund seines düsteren, geheimnisvollen Covers angesprochen und der Klappentext klang vielversprechend.

Natalies Verlobter verschwand spurlos am Tag ihrer Hochzeit ...

Das Buch „Ruthless Creatures“ hat mich aufgrund seines düsteren, geheimnisvollen Covers angesprochen und der Klappentext klang vielversprechend.

Natalies Verlobter verschwand spurlos am Tag ihrer Hochzeit und mit ihm verschwand Natalies Lebensfreude. Auch nach fünf Jahren pausierte ihr Leben und sie steckt nach wie vor in ihrer Trauer fest. Dies wurde von der Autorin so gut dargestellt, dass die Trauer wirklich fühlbar ist und ich direkt mit Natalie mitlitt. Das führte dazu, dass mir Natalie schnell sympathisch war und ich mich gut in sie hineinversetzen konnte.

Doch als plötzlich der mysteriöse Fremde namens Kage in der Stadt auftauchte, der dann auch noch kurzzeitig ihr Nachbar sein sollte, konnte ich die plötzlich entstehende Spannung zwischen den beiden Charakteren nicht mehr so richtig nachvollziehen. Ich gebe zu, dass Kage wirklich interessant dargestellt wurde und dass das Bad Boy Image anziehend sein kann, aber die Entwicklung der Beziehung der beiden Charaktere zueinander ging mir viel zu schnell. Natalie wirkte zuvor wie jemand, der Null Komma Null Interesse an anderen Männern hatte und die mit ihrem verschwundenen Verlobten nach wie vor nicht abschließen konnte. Das war so überzeugend dargestellt und dann soll sie von 0 auf 100 in wenigen Sekunden in Flammen stehen vor Leidenschaft?

Ich weiß ja nicht. Das konnte mich nicht überzeugen. Ich konnte es nicht nachempfinden und mitfühlen. Hier hätte ich mir gewünscht, dass es sich ein klitzekleines bisschen langsamer entwickelt und die Gefühle besser ausgearbeitet werden.

Auch hätte ich mir gewünscht, dass die Mafia Story noch mehr Tiefe erhalten hätte, denn hey, die war wirklich spannend. Stattdessen geriet sie öfters mal in den Hintergrund und stattdessen rückte der Spice in den Vordergrund und nahm sehr viel Raum ein. Für meinen Geschmack war es etwas zu viel Spice und teils zu plump, aber dennoch war es gut geschrieben – traf nur nicht meinen persönlichen Geschmack.

Der Mafia Part hat mich hingegen sehr gefesselt und auch, wenn einige Situationen sehr vorhersehbar waren, hat mich die Enthüllung des Verschwindens ihres Verlobten wirklich überrascht. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Zusammenfassend kann man sagen, dass mich das Buch zwar nicht vollständig überzeugen konnte, aber mich dennoch teils gut unterhalten hat. Der hohe Spice Anteil gehört vermutlich einfach zu diesem Genre dazu, weshalb ich hierfür keine Punkte abziehe – das Genre kann ja nichts dafür, dass es nicht meinem persönlichen Geschmack entspricht. Dennoch hätte ich mir an einigen Stellen mehr Tiefe gewünscht, sei es bei dem Beziehungsaufbau zwischen Natalia und Kage oder der Mafia Story.

Veröffentlicht am 22.05.2025

Pflichtlektüre für Hundebesitzer - geballtes Fachwissen rund um Frust

Frust lass nach!
0

Der Kosmos Verlag wirbt mit dem Versprechen „Mehr entdecken, mehr verstehen, Expertenwissen seit 1822“ und genau das wird auch in dem Buch „Frust lass nach!“ voll und ganz umgesetzt. Hier wartet nämlich ...

Der Kosmos Verlag wirbt mit dem Versprechen „Mehr entdecken, mehr verstehen, Expertenwissen seit 1822“ und genau das wird auch in dem Buch „Frust lass nach!“ voll und ganz umgesetzt. Hier wartet nämlich geballtes Wissen und beim Lesen hat mir nicht nur einmal der Kopf geraucht bei so viel Input. Die Autorin weist zu Beginn daraufhin, dass man erst einmal das ganze Buch wirklich durchlesen sollte, bevor man noch während des Lesens schon hoch motiviert bereits mit dem Training startet. Viele Zusammenhänge erklären sich erst im Verlauf des Buches und so fügen sich alle Puzzleteile am Ende zusammen - das kann ich absolut so unterschreiben.

Maren Grote erklärt sehr anschaulich und kleinteilig, was es mit dem ganzen Frust auf sich hat. Sie zeigt auf, dass Stress auch wichtig und gut ist (in einem gesunden Maß) und man seinem Hund mehr zutrauen muss, statt ihn kleinzuhalten. Sie erklärt verständlich, dass man Frustrationstoleranz nicht mit Leckerlis üben kann, sondern dass dies eher mit einem Muskel gleichzusetzen ist, der durch das regelmäßige Training wächst - diesen Vergleich fand ich super und, wie man merkt, ist er direkt hängengeblieben. Auch wird erklärt, was eigentlich der Unterschied zwischen Frustrationstoleranz und Impulskontrolle ist und wann man von einem Belohnungsaufschub spricht.

Sehr charmant fand ich den kleinen Abschnitt bezüglich der Frustrationstoleranz im Seniorenalter und der Aussage, dass man an alten Hunden nicht mehr herum trainieren, sondern die „Macken“ besser mit Management lösen sollte - schließlich haben die alten, grauen Senioren Ruhe vor uns verdient.

Auch der Test, welcher Frusttyp man selbst ist, möchte ich an dieser Stelle besonders erwähnen, denn ich fand ihn sehr aufschlussreich und konnte so einiges besser verstehen.

Nachdem etliches an Basiswissen vermittelt wurde und mein Kopf ordentlich am Rauchen war, ging es weiter mit praktischen Übungen. Da mein eigener Hund bereits in die Kategorie „alte, graue Seniorin“ fällt, habe ich diese zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht ausprobiert. Ich bin mir jedoch sicher, dass zukünftige Hunde davon definitiv profitieren können. Schade, dass es das Buch nicht schon vor fünf Jahren gab - das hätte uns sehr geholfen.

Ich bin mir sicher, dass dieses Buch vielen Hundehaltern helfen kann um zu verstehen, dass Stress nicht böse ist und wie wichtig es ist seinen Hund zu fördern und zu fordern, statt ihn kleinzuhalten, indem man ihn zu sehr behütet. Und letztendlich profitiert der Hund davon.

Abschließend kann ich nur sagen: Dieses Buch sollte eine Pflichtlektüre für alle Hundebesitzer sein! Ich bin absolut begeistert und kann es nur jedem ans Herz legen.

Veröffentlicht am 29.04.2025

Perfekte, leichte Sommerlektüre

Note to myself: Liebe ist keine Option
0

Wenn man auf der Suche nach einer leichten, rundum schönen Liebesgeschichte ist, so lohnt es sich definitiv zu „Note to myself“ zu greifen. Auch wenn der Einstieg damit beginnt, dass Alice ihren Freund ...

Wenn man auf der Suche nach einer leichten, rundum schönen Liebesgeschichte ist, so lohnt es sich definitiv zu „Note to myself“ zu greifen. Auch wenn der Einstieg damit beginnt, dass Alice ihren Freund mit ihrer Freundin im Bett erwischt und die Geschichte somit mit Herzschmerz startet, folgen daraufhin direkt sehr unterhaltsame Momente. Schließlich lernt sie Lennon kennen, weil sie die Matratze kurzerhand aus dem Fenster warf und eben jenen jungen Mann versehentlich damit traf.

Ohne zu viel vorwegzunehmen, aber diese Begegnung war wohl das Beste, was ihr hätte passieren können. Lennon muss man einfach mögen, ich für meinen Teil habe ihn direkt ins Herz geschlossen und bin mir sicher: Es sollte viel mehr Menschen wie Lennon geben. Oder auch: Jede(r) sollte die Chance auf einen Lennon haben. Er ist einfach durch und durch gut. Herzensgut. Oder wie man heutzutage wohl sagt: Eine absolute Green Flag.

Das Buch war schon sehr vorhersehbar und hielt keine überraschenden Wendungen bereit. Aber ehrlich gesagt muss es das auch nicht und habe ich auch in keinster Weise erwartet. Im Gegenteil. Ich fand es toll mich einfach etwas „berieseln“ lassen zu können und habe diese leichte, liebenswürdige und teils humorvolle Art einfach genossen. Somit wäre das Buch also auch meiner Meinung nach die perfekte Urlaubslektüre.

Mir gefiel nicht nur der angenehme Schreibstil sehr, sondern auch das ganze Setting und das drumherum. Alice Freunde fand ich direkt sympathisch und kurzzeitig tauchte der Wunsch bei mir auf, auch in der Kinderbuchhandlung zu arbeiten und in dieser gemütlichen Bar den Abend ausklingen zu lassen.

Es ist vermutlich kein Buch, das langfristig in meiner Erinnerung hängen bleiben wird, da bin ich ehrlich. Aber es ist ein Buch, dass mich wunderbar unterhalten hat und damit genau das war, was ich in dem Moment gesucht hatte.

Wenn du also auch auf der Suche nach Leichtigkeit, Humor und Schmetterlingen im Bauch bist, dann ist dieses Buch bestimmt auch genau das Richtige für dich.

Veröffentlicht am 29.04.2025

Augenöffnend ohne zu belehren - ups, ich bin doch nicht so konsequent

Die Magie der Konsequenz
0

Eigentlich kann man sich sicher sein, dass, wenn man zu einem Hundebuch, welches in dem Kosmos Verlag erschienen ist, greift, nicht enttäuscht sein wird. Und so war es auch dieses Mal! Es erwartet einen ...

Eigentlich kann man sich sicher sein, dass, wenn man zu einem Hundebuch, welches in dem Kosmos Verlag erschienen ist, greift, nicht enttäuscht sein wird. Und so war es auch dieses Mal! Es erwartet einen viel Fachwissen, unfassbar viel Input und etliche „Aha“-Momente. Oh, und natürlich die Erkenntnis, dass man bzw. auf jeden Fall ich, doch nicht so konsequent bin, wie ich vor dem Buch eigentlich dachte.

Das Buch befasst sich auf 280 Seiten mit der Thematik Konsequenz und ehrlich gesagt war ich zunächst skeptisch, ob man denn wirklich so viel über dieses, wie ich zuvor dachte, „simple“ Thema schreiben kann. Denn schließlich steht die Kernaussage bereits auf dem Cover. Sei konsequent, denn so ist die Hundeerziehung erfolgreich.

Doch die Autorin Inga Böhm-Reithmeier schafft es in ihrem Buch dieses Thema von den unterschiedlichsten Seiten zu betrachten und anhand vieler Beispiele aus der Praxis aber auch anhand ihrer eigenen Erfahrungen anschaulich darzustellen und gleichzeitig das Buch aufzulockern.

Ich habe mich, aber auch andere Hundebesitzer aus meinem Umfeld, wirklich häufig darin wiedererkannt. Und während ich vielleicht über einen Bekannten immer insgeheim etwas geschmunzelt habe, weil er sich nie richtig bei seinem Hund durchsetzt und dieser ihm dementsprechend auf der Nase herumtanzt, so habe ich nun festgestellt, dass es ihm einfach nicht wichtig genug ist und nicht stört. Und das ist natürlich auch total in Ordnung. Erst, wenn etwas eine 10 auf der Wichtigkeitsskala ist, fangen wir an wirklich konsequent zu sein.

Die Autorin zeigt aber auch auf, dass es unfair dem Hund gegenüber ist, wenn wir ihm fünfmal etwas durchgehen lassen, weil es beispielsweise süß ist, wir gerade Zeit haben oder auch einfach abgelenkt sind, aber beim sechsten Mal erwarten, dass er es sein lässt. Wenn wir etwas wirklich wollen, müssen wir konsequent sein, alles andere ist unfair, schließlich kann der Hund sich so nie auf uns verlassen.

Generell würde ich sagen, dass das Buch kein klassischer Hundeerziehungsratgeber ist, sondern uns Menschen zum Denken anregt (oder anregen kann) und unser Handeln (im besten Fall) ändern lässt, mit der Folge, dass die Hundeerziehung viel besser klappt.

So musste ich zum Beispiel bei dem Abschnitt mit den verwirrenden Kommandos eifrig nicken. „Komm, geh da weg“ – na, wer hat das schon mal zu seinem Hund gesagt? Vermutlich jeder. Für den Hund ist das aber total verwirrend, soll er jetzt kommen oder gehen? Auf diese, und viele anderen kleinen Dinge weist die Autorin hin und das nicht auf eine belehrende, sondern charmante Art, sodass man sich als Leser eingestehen kann: Ups, ertappt!

Ich konnte aus diesem Buch sehr viel mitnehmen und werde nun auf einiges besser achten, einige Kommandos auch neu aufbauen und für mehr Struktur sorgen. Und vor allem konsequenter sein. Doch wie ich in dem Buch auch gelernt habe, werde ich dies alles nach und nach umsetzen, statt „alles auf einmal“.

Große Empfehlung für alle Hundebesitzer!

Veröffentlicht am 01.04.2025

Starke Charaktere, starke Handlung, spannendes Ende

The Serpent and the Wolf
0

Als Erstes hat mich wohl das Cover überzeugt. Aber das Buch kann nicht nur gut aussehen, auch inhaltlich ist es eine absolute Empfehlung!

Besonders hat mir gefallen, dass wir hier eine äußerst starke ...

Als Erstes hat mich wohl das Cover überzeugt. Aber das Buch kann nicht nur gut aussehen, auch inhaltlich ist es eine absolute Empfehlung!

Besonders hat mir gefallen, dass wir hier eine äußerst starke Frau als Hauptcharakter haben. Die Königstochter Vaasa ist keine Braut, die nur hübsch aussieht und ansonsten "nutzlos" ist, sie ist eine Waffe. Und Reid wird als Berg von einem Mann beschrieben, der so sanft mit Vaasa umgeht und ihren Willen berücksichtigt. Ich hab diese beiden Charaktere direkt in mein Herz geschlossen und fand es spannend zu verfolgen, wie aus Feinden Liebende wurden. Hach, das war schön!

Aber nicht nur die Liebesgeschichte hat mich gepackt, auch das ganze drumherum fand ich super spannend und fesselnd - vor allem, was es mit den Schatten auf sich hat. Allerdings muss ich gestehen, dass ich im mittleren Teil kurz etwas den Faden verloren habe, da es dort dann sehr politisch zuging und ich die vielen Informationen, die man bekommen hat, um in diese Welt abzutauchen (ich sag nur Worldbuilding), irgendwie nur oberflächlich überflogen habe.

Trotz allem konnte ich den Handlungen aber gut folgen und war gespannt, was da für Intrigen vor sich gehen. Mit der Wendung habe ich allerdings überhaupt nicht gerechnet und war dementsprechend überrascht. Und vor allem schockiert über das Ende. Nun sitze ich mit tausend Fragezeichen vor dem Buch, das ich soeben beendet habe, und warte sehnsüchtig auf den nächsten Teil. Ja, das war mal ein erfolgreicher Spannungsaufbau!

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich das Buch sehr empfehlen kann, wenn man eine Kombination aus Fantasy, Romantasy und Enemies-to-Lovers mag. Mir hat es sehr gefallen und ich möchte nun unbedingt wissen, wie es weitergeht.