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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2026

Familienbande

Die Insel meiner Schwester
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Die Halbschwestern Nia und Miriam teilen denselben Vater, begegnen sich jedoch erst im Alter von vierzehn Jahren zum ersten Mal. Trotz des späten Kennenlernens entsteht rasch eine intensive Verbindung. ...

Die Halbschwestern Nia und Miriam teilen denselben Vater, begegnen sich jedoch erst im Alter von vierzehn Jahren zum ersten Mal. Trotz des späten Kennenlernens entsteht rasch eine intensive Verbindung. Jahre später ist die Verbindung kaum noch vorhanden. Dennoch lädt Nia Mirjam zu ihrem 40. Geburtstag auf die abgeschiedene Schäreninsel der Familie ein. Dort kommt es in einem spannenden Finale zu dramatischen Ereignissen und der Frage, wie Nia und Mirjam nach all den Jahren zueinander stehen.

Die Handlung ist unerwartet und wenig vorhersehbar. Die komplexe Beziehung der Schwestern steht im Vordergrund. Obwohl viele Jahre seit ihrer innigen Beziehung vergangen sind und sich die Schwestern über die Jahre verändert haben, so besteht noch immer ein unsichtbares Band.

Die Stimmung des Buchs ist intensiv, der aufziehende Sturm symbolisiert den sich zuspitzenden Konflikt. Themen wie Abhängigkeit und häusliche Gewalt stehen im Fokus.

Ein Buch für Fans psychologischer Spannung und komplexer Beziehungsgeschichten.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Rasant und unterhaltsam

The Business Trip
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Jasmine ist auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Freund und steigt in ein Flugzeug nach Denver, um ihm zu entkommen. An Bord sitzt auch Stephanie, die beruflich zu einer Konferenz unterwegs ist. Von ...

Jasmine ist auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Freund und steigt in ein Flugzeug nach Denver, um ihm zu entkommen. An Bord sitzt auch Stephanie, die beruflich zu einer Konferenz unterwegs ist. Von beiden Frauen werden kurz darauf merkwürdige Textnachrichten verschickt, die ihre Freunde und Bekannten nach und nach in Panik versetzen. Was ist ihnen zugestoßen?

Der Schreibstil ist angenehm und unterhaltsam. Der Thriller ist in vier Teile gegliedert und lebt von ständig wechselnden Perspektiven, was ihn besonders kurzweilig und dynamisch macht. Neben den beiden Protagonistinnen kommen auch Freunde, Arbeitskollegen, Nachbarn sowie der vermeintliche Täter zu Wort. Die Handlung entwickelt sich völlig anders als erwartet und überrascht immer wieder mit unerwarteten Wendungen. Als klassisch gruseligen Thriller würde ich das Buch allerdings nicht bezeichnen.

Erfrischend anders, nichts ist, wie es scheint. Tolle Unterhaltung!

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Über den Umgang mit Wut

Was wütest du so sehr, kleiner Pandabär?
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Wut ist ein zentrales Thema für Kinder, denn es ist nicht immer leicht, mit Alltagssituationen umzugehen und zu kooperieren, wenn man klein ist, und sich eventuell auch noch nicht so ausdrücken zu können ...

Wut ist ein zentrales Thema für Kinder, denn es ist nicht immer leicht, mit Alltagssituationen umzugehen und zu kooperieren, wenn man klein ist, und sich eventuell auch noch nicht so ausdrücken zu können wie man möchte. Das Buch greift dieses wichtiges Thema auf und zeigt, dass Kinder nicht alleine mit ihren Gefühlen sind.

Tilly der Panda ist liebevoll illustriert. Alltagssituationen werden detailliert und einfühlsam geschildert. Dabei wird deutlich, in welchen Situationen Tilly wütend wird. Kinder können sich hier gut wiederfinden. Die Reime klingen gut und eignen sich wunderbar zum Vorlesen. Die Altersempfehlung ab zwei Jahren passt aus meiner Sicht sehr gut.

Zum Abschluss gibt es auch noch Tipps für die Eltern, um mit diesen Thema verantwortungsvoll umzugehen. Ein wunderbares und hilfreiches Buch sowohl für Kinder als auch Erwachsene.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Spannungs-Highlight

Der Kuckucksjunge
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Nachdem ich die Netflix-Verfilmung von „Der Kastanienmann“ gesehen hatte, wusste ich sofort, dass ich dieses Buch lesen muss und ich wurde nicht enttäuscht. Eine Frau verschwindet spurlos und die letzte ...

Nachdem ich die Netflix-Verfilmung von „Der Kastanienmann“ gesehen hatte, wusste ich sofort, dass ich dieses Buch lesen muss und ich wurde nicht enttäuscht. Eine Frau verschwindet spurlos und die letzte Nachricht auf ihrem Handy lautet „Hab dich“. Sie ist nicht die einzige Person, die solche Nachrichten erhalten hat, und die Ermittler begeben sich auf die Suche nach einem perfiden Stalker.

Bereits die ersten Seiten konnten mich fesseln und die Anspannung hat mich bis zur Auflösung nicht mehr losgelassen. Es gibt einige nervenaufreibende, unheimliche Stellen, die nichts für schwache Nerven sind. Trotz des Umfangs des Thrillers gab es keinerlei Längen und die Spannung war stets greifbar.

Die Ermittler Naia Thulin und Mark Hess haben einige Konflikte zu bewältigen, sowohl miteinander als auch in ihrem Privatleben. Dadurch ergibt sich eine weitere Ebene, wodurch die beiden authentisch und nahbar wirken. Dies gilt auch für Marie Holst, die durch Tod der Tochter getrieben wird. Ihre Verzweiflung ist auf jeder Seite spürbar.

Ein Spannungs-Highlight zum Abschluss des Jahres!

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Stimmungsvoll

Knochenkälte
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In „Knochenkälte“ ist Dr. David Hunter unterwegs zu einem Fall, als er auf dem Weg dorthin in ein Unwetter gerät und das Dorf, in dem er übernachtet, von der Welt abgeschnitten wird. Der Fund eines menschlichen ...

In „Knochenkälte“ ist Dr. David Hunter unterwegs zu einem Fall, als er auf dem Weg dorthin in ein Unwetter gerät und das Dorf, in dem er übernachtet, von der Welt abgeschnitten wird. Der Fund eines menschlichen Skeletts wirbelt das ruhige Dorfleben auf und lässt die eh angespannte Atmosphäre kippen.

Die Stimmung ist grandios dargestellt. Der Schneesturm, die graue, bedrückende und eintönige Wetterlage erzeugen ein beklemmendes Gefühl. Der dynamische Schreibstil konnte auch Passagen aufleben lassen, die an der Grenze zur Langatmigkeit lagen.

Die Charaktere konnte mich überzeugen. David Hunter ist ganz der etwas melancholische Forensiker. Die Spannungen und feinen Dynamiken innerhalb der Dorfgemeinschaft sind authentisch und nachvollziehbar dargestellt.

Die Auflösung ist stimmig, wenn auch nicht besonders überraschend. Das Thema der forensischen Anthropologie hätte für meinen Geschmack eine größere Rolle spielen dürfen.

Insgesamt ein spannendes Buch, das jedoch leider nicht mit den ersten Teilen der Reihe mithalten kann. Dennoch freue ich mich auf eine mögliche Fortsetzung.

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