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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.08.2024

Spannend, Atmosphärisch, Fesselnd!

Rübentod
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Den Regionalkrimi “Rübentod” hat Dagmar Rosenbauer im Juli 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover ist kriminell gut. Es wirkt atmosphärisch düster auf mich. Der perfekt platzierte ...

Den Regionalkrimi “Rübentod” hat Dagmar Rosenbauer im Juli 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover ist kriminell gut. Es wirkt atmosphärisch düster auf mich. Der perfekt platzierte schwarze Rabe kündigt Unheil an. Das ländliche Brandenburg wird durch das Gatter und den Hof im Hintergrund betont. Die nebelige Landschaft sorgt bei mir für eine Gänsehaut. Der Titel passt perfekt zur Geschichte und ist gut lesbar. Nina Schäfer präsentiert sich mit diesem Cover wieder als Anwärterin für das Cover des Jahres.
Es hat nur wenige Sätze gedauert und mein Geist hat sich in die Geschichte vertieft. Der Schreibstil von Dagmar Rosenbauer liest sich leicht und locker. In einer Rübenmiete in Brandenburg wird eine verweste Leiche gefunden. Marley Leonhardt, frisch gebackene Polizeichefin in Neuruppin, benötigt dringend einen Erfolg. Leider sieht es zunächst gar nicht danach aus. Lange ist unklar, wer denn die Tote ist. Doch da ist noch Richard Said Wagner, der freigestellte Berliner Polizeisprecher. Können die beiden gemeinsam den Fall lösen?
Dagmar Rosenbauer hat ihre Haupt- und Nebenfiguren entsprechend ihrer Rollen unterschiedlich fein und ausreichend gezeichnet. In ihren Persönlichkeiten agieren sie logisch und nachvollziehbar, das lässt sie lebendig werden. Mit Marley und Richard hat sie zwei Charaktere an den Start geschickt, die mir beide gut gefallen. Marley kämpft mit ein wenig Übergewicht und den unterschiedlichsten Anforderungen, die an sie gestellt werden. Richard kämpft mit seiner persönlichen Geschichte. Beide gefallen mir auf Anhieb. Es macht mir Spaß, den zweien durch den Krimi zu folgen.
Lange habe ich keine gute Idee, wer denn der Täter sein könnte. Dagmar Rosenbauer ist geschickt und lässt mich fleißig rätseln. Sie führt mich in die Irre und überrascht an sorgfältig ausgesuchten Stellen mit unerwarteten Wendung. Ihren Kriminalfall löst sie kurz vor Schluss auf. Meine Fragen sind beantwortet und es bleibt die Neugier auf ihr neues Werk. Ich hoffe, ich muss nicht so lange warten.
Alles in allem hat Dagmar Rosenbauer mit “Rübentod” einen ausgezeichneten Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, mit dem ich einige spannende Lesestunden verbracht habe. Gerne empfehle ich diesen Regionalkrimi uneingeschränkt weiter. Von mir bekommt die Autorin für ihr erstaunlich ausgereiftes Erstlingswerk verdiente 5 Lesesterne.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Spannend, Temporeich, Lesenswert!

Tod in der Wiek
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Den Regionalkrimi “Tod in der Wiek” hat Jobst Schlennstedt im August 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das unheilvoll wirkende Cover passt hervorragend zur Geschichte und in das Genre. ...

Den Regionalkrimi “Tod in der Wiek” hat Jobst Schlennstedt im August 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das unheilvoll wirkende Cover passt hervorragend zur Geschichte und in das Genre. Der Titel und der Name des Autors sind gut lesbar.
Von Jobst Schlennstedt habe ich schon einige Regionalkrimis gelesen. Sie haben mir alle gut gefallen. So habe ich nicht gezögert, als mir “Tod in der Wiek” in die Hände gefallen ist. Gespannt fange ich an zu lesen.
Am Ufer des südlichen Priwalls treibt eine Leiche im Wasser. Es handelt sich um einen Restaurantbesitzer. Das Lübecker Ermittlungsteam stößt auf eine zerstrittene Familie und auf viele Verdächtige. Morton Sand, Kommissar, kämpft noch mit seinem persönlichen Trauma. Er hat einen Menschen erschossen. Dann bekommt der ehemalige Ermittler Birger Andresen einen Anruf und es wird klar, das noch mehr Menschen in Gefahr sind.
Jobst Schlennstedt startet mit einem Prolog, der mir Gänsehaut verursacht. Früh präsentiert er seine erste Leiche. Der erste Verdächtige ist schnell ausgemacht und lange deutet alles darauf hin, das er es auch gewesen sein könnte. Mir ist diese Lösung jedoch zu einfach und so beschäftige ich mich mit der Suche nach dem wahren Täter. Der Autor ist geschickt. Er liefert dem Lübecker Ermittlungsteam und mir viele Hinweise. Gerne auch falsche. Er führt mich in die Irre, lässt mich neu denken und löst zum Schluss seinen Kriminalfall mit einem spannenden Showdown auf, der mir heute schon Lust auf den nächsten Band macht.
Der Schreibstil des Autors liest sich gewohnt flüssig. Er nutzt die modernen Worte und geizt nicht mit Spannung. Das Tempo ist hoch und ich bin vom ersten bis zum letzten Buchstaben voll dabei. Einmal mit dem Lesen begonnen, ist es kaum noch möglich, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Immer möchte ich wissen, wie es denn nun weitergeht und so habe ich die ca. 288 Seiten in nur zwei Abschnitten gelesen.
Alles in allem hat Jobst Schlennstedt mit “Tod in der Wiek” einen ausgezeichneten Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, mit dem ich einige spannende Lesestunden ab vom Alltag verbracht habe. Gerne empfehle ich diesen Regionalkrimi uneingeschränkt weiter. Von mir bekommt der Autor verdiente 5 Lesesterne.

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Veröffentlicht am 23.08.2024

Sprachwitzig, Spannend, Humorvoll!

Die Quokka-Insel
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Den Kriminalroman “Die Quokka-Insel” hat Helmut Vorndran im Juli 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons herausgebracht. Das Titelbild mit dem Mammutbaum passt gut zur Geschichte. Der Name des Autors und der ...

Den Kriminalroman “Die Quokka-Insel” hat Helmut Vorndran im Juli 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons herausgebracht. Das Titelbild mit dem Mammutbaum passt gut zur Geschichte. Der Name des Autors und der Titel sind gut lesbar.
Es ist mein erstes Buch mit Helmut Vorndran und ich bin bereits nach den ersten Sätzen von seinem feinen Humor und dem irrsinnigen Sprachwitz restlos begeistert. Der Autor zwingt mich zum langsam lesen. Normalerweise lese ich ca. 100 Seiten in einer Stunde. In dieser Erzählung habe ich 50 Seiten gelesen, damit mir auch nichts entgeht.
In der Bamberger Gegend verschwinden Menschen. Sie tauchen an anderen Stellen wieder auf. An fremden Stränden in der Südsee. Allerdings nicht im Originalzustand. Dann gibt es Tote und die Bamberger Polizei ist gefordert. Kommissar Haderlein, Lagerfeld und die Neukommissarin Kira Sünkel versuchen einem wahnsinnigen Mörder Einhalt zu gewähren.
Mit Spannung geizt der Autor nicht. Es gelingt ihm, seine Erzählung so zu gestalten, dass ich vom ersten bis zum letzten Buchstaben gebannt im Buch bleibe. Mal wechselt er den Erzählstrang, mal präsentiert er mir neue Informationen und dann versucht er mich abzulenken, was ihm durchaus auch gelingt.
Nach und nach lerne ich die Protagonisten kennen und lieben. Besonders Kira Sünkel hat es mir mit ihrer herrlichen direkten Art angetan und ich habe jede Szene mit ihr genossen. Der Dachdeckergeselle hat mich zum Schmunzeln gebracht und der kleine Alexsander hat mein Herz berührt. Dieser Krimi hat einfach alles, was eine gute Geschichte ausmacht.
Helmut Vorndran hat mit “Die Quokka-Insel” einen erstaunlich guten Krimi aus Franken auf den Büchermarkt gebracht, der einfach lesenswert ist. Gerne empfehle ich diese Erzählung all denen weiter, die auch bei einem Krimi auch mal lachen mögen. Von mir bekommt der Autor verdiente 5 Lesesterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 19.08.2024

Gelungener Abschluss der Heimkehr-Trilogie!

Vielleicht können wir glücklich sein
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Den Roman “Vielleicht können wir glücklich sein” hat Alexa Hennig von Lange am 13. August 2024 gemeinsam mit dem Verlag DuMont herausgebracht. Es ist der 3. Teil der Heimkehr-Trilogie und damit der Abschluss. ...

Den Roman “Vielleicht können wir glücklich sein” hat Alexa Hennig von Lange am 13. August 2024 gemeinsam mit dem Verlag DuMont herausgebracht. Es ist der 3. Teil der Heimkehr-Trilogie und damit der Abschluss. Der Roman kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Ich empfehle jedoch, die Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Es hat nur ein paar Sätze gedauert und schon war ich in die Geschichte versunken. Alexa Hennig von Lange erzählt in einem literarischen Schreibstil, der sich locker und leicht lesen lässt. Für jeden, der das Wort mag, ist jede Zeile ein Genuss.
In erster Linie beschäftigt die Autorin den Leser mit der Zeit um 1945. Klara müht sich ab, so gut sie kann. Sie kümmert sich um ihre vier Kinder. Gleichzeitig kämpft ihr Mann Gustav in Schlesien um das Überleben. Der schreckliche Krieg neigt sich dem Ende entgegen und es kommen die Alliierten. Klara fragt sich, ob es einen neuen Anfang geben kann. Lockere 50 Jahre später beschäftigt sich Klaras Enkelin Isabell mit dem Nachlass ihrer Großmutter. Tonbandaufnahmen erzählen ihr aus Klaras Leben und Isabell entdeckt viele Seite an Klara, die ihr bisher verborgen geblieben sind.
Alexa Hennig von Lange erzählt aus der dunklen Vergangenheit Deutschlands. Klara ist eine starke Frau. Sie bemüht sich, in einer schwierigen Zeit das richtige zu tun. So versteckt sie über 10 Jahre ein jüdisches Flüchtlingsmädchen und gibt sie als ihre Tochter aus. Später verschickt sie das Mädchen nach England, wo es nie ankommt. Klara lässt die Frage nicht los, was mit dem Mädchen geschehen ist.
Das Besondere an dieser Geschichte ist das Gefühl das die Autorin mir beim Lesen vermittelt. Es ist eine Gänsehautmischung aus Neugier, Empathie, Achtung und der Frage, was hätte ich in der Zeit gemacht? Wäre ich auch so mutig gewesen?
Mit dieser Erzählung habe ich viele unterhaltsame und berührende Lesestunden ab vom Alltag verbracht. Die Geschichte “Vielleicht können wir glücklich sein” empfehle ich gerne allen Lesern, die sich für die deutsch-deutsche Geschichte interessieren.

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Veröffentlicht am 16.08.2024

Romantisch, Zart und Sanft!

Die Melodie von rotem Ahorn
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Nachdem mir “Kathmandu & Ich” von Sven Jähnel gut gefallen hat, wollte ich gerne “Die Melodie von rotem Ahorn” lesen. Das Titelbild wirkt warmherzig und romantisch auf mich. Es passt gut in das Genre und ...

Nachdem mir “Kathmandu & Ich” von Sven Jähnel gut gefallen hat, wollte ich gerne “Die Melodie von rotem Ahorn” lesen. Das Titelbild wirkt warmherzig und romantisch auf mich. Es passt gut in das Genre und zur Geschichte. Aus der Reihe “Weltweit Verliebt” habe ich fast alle Teile gelesen und so bin ich gespannt in diese Geschichte gestartet.
Der Kölner Nick, der für einen japanischen Automobilzulieferer arbeitet, soll für eine Weile nach Japan gehen. Für ihn ist es die Gelegenheit, mehr über seine japanische Mutter und ihr Heimatland herauszufinden. Leider ist es Herbst und in Japan fallen die Blätter. Nick wäre lieber im Frühjahr zur Kirschblüte gereist. Mitten in Nagoya läuft ihm Lisa über den Weg und ruckzuck verlieben die zwei sich ineinander. Für Nick läuft die Zeit. Seine Geschäftsreise nährt sich dem Ende entgegen und er verlässt Japan. Lisa, die nicht an die Liebe auf Distanz glaubt, gibt Nick einen Korb. Ist das auch das Ende der Liebe zwischen Lisa und Nick?
Der Schreibstil des Autors liest sich angenehm flüssig, locker und leicht. Die modernen Worte wandeln sich beim Lesen in herrliche Bilder und atmospärische Situationen. Ich kann mir alles gut vorstellen und habe beinahe das Gefühl, ich sei in Japan live dabei. Geschickt führt Jähnel mich durch die japanische Kultur, die so ganz anders ist, als die Deutsche. Es ist vor allem die Rolle der japanischen Frau, die sehr rückständig ist. Da ich selber mal in einem weltweiten Kaffeekonzern gearbeitet habe, kann ich das gut nachvollziehen.
Einmal mit dem Lesen gestartet, fällt es mir schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Immer möchte ich wissen, wie es denn nun weitergeht und so habe ich diese Geschichte über ca. 341 Seiten in drei Abschnitten gelesen.
Amüsant finde ich die Beschreibung von Lisa, die mich ein wenig an Prinzessin Leia aus den Star Wars Filmen erinnert. Lisa, ihre Freunde, Nick und seine Kollegen sind entsprechend ihrer Rollen unterschiedlich fein gezeichnet und für mich sind sie beim Lesen alle in Ordnung. Etwas schnell ging mir das Überwinden der großen Angst vor dem Singen in der Öffentlichkeit bei Lisa.
Alles in allem hat Sven Jähnel einen romantischen und lebendigen Liebesroman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Mit dieser Erzählung habe ich viele unterhaltsame Lesestunden verbracht und empfehle ich ihn gerne ohne Einschränkungen weiter. Wer Lust auf eine Reise nach Japan hat, der ist hier gut aufgehoben. Von mir bekommt der Autor verdiente 4 Lesesterne.

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