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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2025

Fröhlich, Warmherzig, Unterhaltsam!

Sommerhimmel über dem Möwenhof
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Gemeinsam mit dem atb Taschbuchverlag hat die Autorin Frida Jacobsen im Februar 2025 den Liebesroman „Sommerhimmel über dem Möwenhof“ herausgebracht. Als ich das Cover gesehen habe, da habe gedacht, das ...

Gemeinsam mit dem atb Taschbuchverlag hat die Autorin Frida Jacobsen im Februar 2025 den Liebesroman „Sommerhimmel über dem Möwenhof“ herausgebracht. Als ich das Cover gesehen habe, da habe gedacht, das ist genau das richtige für mich. Mein Gemüt hat sich auf Anhieb entspannt. Ein Blick in die Beschreibung hat mein spontanes Ja-zum-Buch bestätigt und in Gedanken packe ich bereits meinen Koffer um den Protagonisten an die Nordseeküste zu folgen. Neugierig starte ich in die Geschichte. Obwohl der Buchstabendruck klein ist, lassen sich die ca. 352 Seiten gut lesen.
Frida Jacobsen ist eine Autorin, die ich noch nicht kenne. Ich lerne gerne neue Autoren kennen und so bin ich gespannt auf die Art und Weise, wie sie ihre Geschichte erzählt. Vom ersten Buchstaben an gefällt mir ihr Schreibstil. Am ehesten möchte ich ihn mit den Worten modern, flüssig, leicht, locker, humorvoll, warmherzig und lesenswert beschreiben. Es ist ein Schreibstil, mit dem ich mich rundherum wohlfühle und so bleibt es im ganzen Roman.
Zuerst lerne ich Maren kennen. Frisch getrennt, energiegeladen und voller Optimus packt sie ihre drei liebenswerten Teenager ins Auto und fährt mit ihnen an die Nordseeküste zu ihrer Familie, die ein Bed & Breakfast betreibt. Es ist der Möwenhof. Kaum dort angekommen lernt sie den Bootsbauern Henning kennen und beide verlieben sich ineinander. Voller Elan stürzt Maren sich in die Arbeiten am Möwenhof. Das Leben könnte so schön sein, wenn nicht aus heiterem Himmel der Onkel auftauchen würde, der den Möwenhof verkaufen will.
Ich lese, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Jeden Abend hat es nur ein paar Sätze gedauert und ich habe mich spürbar erholt. Ich habe mit den Protagonisten gefühlt, gelebt und geliebt. Das hat mir gut gefallen. Als Maren so aktiv am Bettenmachen im Möwenhof war, da hat sie mich angesteckt und ich habe mein Bett am späten Abend neu bezogen.
Aus den Zutaten Liebe und Hoffnung hat Frida Jacobsen mit der richtigen Portion Lokalkolorit einen Liebesroman auf den Büchermarkt gebracht, der zum Wohlfühlen einlädt. Die Autorin bekommt von mir 5 blitzeblank polierte Lesesterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Ich freue mich schon auf Neues aus der Feder und dem Köpfchen dieser Autorin und hoffe, ich muss nicht solange warten.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Unterhaltsam, Spannend, Lesenswert!

Zoff
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Auf der Suche nach neuem Lesestoff bin ich über „Zoff“ von Peter Meisenberg gestolpert. Ehe ich mich versah, da hat mich bereits das Cover für sich eingenommen. Gleich fühlte ich mich im Pott zuhause und ...

Auf der Suche nach neuem Lesestoff bin ich über „Zoff“ von Peter Meisenberg gestolpert. Ehe ich mich versah, da hat mich bereits das Cover für sich eingenommen. Gleich fühlte ich mich im Pott zuhause und hatte Lust auf ein paar spannende Lesestunden in Köln. Peter Meisenberg hat seinen Kriminalroman im Oktober 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Ein Blick auf den Buchrücken verstärkte meine Neugier. Peter Meisenberg kenne ich noch nicht. Da ich gerne neue Autoren kennenlerne, beginne ich mit dem Lesen.
Über ca. 222 Seiten freue ich mich über den wunderbaren Erzählton des Autors. Modern, unterhaltsam, tragend, wohlwollend, sarkastisch und leicht zynisch. Das sind die Worte, die mir dazu einfallen. Es ist ein Schreibstil, der einen Wiedererkennungswert hat und das ist etwas, das mir sehr gut gefällt.
Löhr hat seine polizeiliche Karriere an den Nagel gehängt und genießt sein neues Leben als Wirt. Er kämpft mit leichten Anfangsschwierigkeiten und als seine Nichte Leonie vor ihm steht, da kann er nicht anders. Widerwillig, und weil es Leonie ist, macht er sich auf die Suche um ihr zu helfen. Ihr Freund wird verdächtigt an einem Mord bei einem Drogendeal beteiligt gewesen zu sein. Mit seinen Ermittlungen beschäftigt Löhr mich mit den Themen Mord, Drogen, Rassismus, der rechten Szene und der rechten Szene in der Polizei.
Von der ersten bis zu letzten Seite war ich voll mit diesem Krimi beschäftigt. Obwohl ich am ersten Abend ziemlich müde war, gelang es mir erst auf Seite 118, das Buch aus der Hand zu legen. Mir sind einfach die Augen die zugefallen. Am nächsten Abend ging es gleich wieder nach Köln. Bevor Löhr seine Ermittlungen nicht beendet hat, klappte das Buch aus der Hand legen wieder nicht. Im anschließenden Editorial findet Peter Meisenberg die richtigen Worte zu dieser Geschichte. Sie lassen mich nachdenklich zurück.
Alles in allem hat Peter Meisenberg mit „Zoff“ einen Regionalkrimi aus Köln auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf ein paar spannende Lesestunden im Pott hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt der Autor verdiente 5 Lesesterne.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Faszinierend, Wunderbar, Bewegend!

Sommervogelflug
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Als ich dieses Cover zum ersten Mal gesehen habe, da habe ich gleich zugegriffen. Es ist traumhaft schön und hat eine kraftvolle und sommerliche Ausstrahlung. Den Schmetterling rechts sehe ich erst beim ...

Als ich dieses Cover zum ersten Mal gesehen habe, da habe ich gleich zugegriffen. Es ist traumhaft schön und hat eine kraftvolle und sommerliche Ausstrahlung. Den Schmetterling rechts sehe ich erst beim zweiten Hinsehen. Dafür leuchtet der Titel "Sommervogelflug" umso mehr. Interessiert werfe ich ein Blick auf die Buchrückseite. Lilly erfährt durch eine Krebserkrankung, dass sie adoptiert ist. Das sind zwei Neuigkeiten, die jeden aus der Bahn werfen. Auch Lilly machen sie zu schaffen. Mich erinnert das an die Krebserkrankung meines verstorbenen Mannes und die Freundin meiner Mutter, die erst im hohen Alter erfuhr, dass ihr Vater nicht ihr Vater ist. Lilly googelt nach Valentina und überlegt, sie anzuschreiben. So einfach und doch so schwer.
Dies ist mein erster Roman mit der Autorin Eva Floris. Es ist sicherlich nicht mein letzter. Ihr wunderbarer Erzählton erlaubt mir einen schnellen Einstieg und trägt mich durch ihre Geschichte. Das Buch „Sommervogelflug“ hat sie gemeinsam mit dem Fischer Taschenbuchverlag im Februar 2025 herausgebracht.
Eva Floris erzählt aus zwei Perspektiven. Aus der Sicht von Lilly und aus der Sicht von Valentina. Die beiden sind die Hauptpersonen in dieser Erzählung. Als Lilly erfährt, dass ihre Eltern nicht ihre Eltern sind, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie macht Valentina auf Elba ausfindig. Valentina führt einen Schmetterlingspark und ist im Gegensatz zu Lilly eher introvertiert und ganz mit ihrem Beruf beschäftigt. Gegensätzlicher können zwei Personen nicht sein. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben war ich geistig voll dabei. Immer wieder habe ich über die Entwicklung der beiden Persönlichkeiten gestaunt. So überwindet Lilly ihre Höhenangst um mit Valentina auf eine Bergtour zu gehen und Valentina? Na, dass müsst ihr schon selber lesen.
Alles in allem hat Eva Floris mit „Sommervogelflug“ eine wunderbare Erzählung auf den Büchermarkt gebracht, die sich mit den Themen schwere Krankheit, Adoption und der Suche nach den Wurzeln beschäftigt und dabei herrlich unkitschig ist ohne zu sehr in das Drama zu gehen. Wer Lust hat, Lilly auf der Suche nach ihrer Mutter zu begleiten und gemeinsam mit ihr ein paar Tage auf Elba zu verbringen, der ist hier goldrichtig. Von mir bekommt die Autorin 5 verdiente und blankpolierte Lesesterne.

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Spannend, Spannend, Spannend!

Aargauer Vergeltung
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Von Ina Haller habe ich schon einige Regionalkrimis gelesen. Sie habe mich blendend unterhalten und mich fleißig rätseln lassen. Als ich ihr neues Werk „Aargauer Vergeltung“ gesehen habe, da habe ich gleich ...

Von Ina Haller habe ich schon einige Regionalkrimis gelesen. Sie habe mich blendend unterhalten und mich fleißig rätseln lassen. Als ich ihr neues Werk „Aargauer Vergeltung“ gesehen habe, da habe ich gleich zugegriffen. Das ca. 272 Seiten starke Werk ist Ende Januar im Verlag emons erschienen. Das emons-typische Cover hat mich gleich fasziniert. Das Blutrot der Blätter umgeben von den weißen Eiskristallen vor dem grauen Hintergrund lenken meinen Blick sofort auf den Titel. Neugierig starte ich in die Geschichte.
Eine junge Autorin stirbt. Ihr Name ist Melissa Sonderegger und sie hat gerade mit ihrem Debütroman die Bestsellerlisten gestürmt. Davon träumt jeder Autor. Exakt wie die Tote in ihrem Krimi starb Melissa an einer Vergiftung. Andrina fragt sich, ob das ein Zufall ist. Als die Verlagsräume verwüstet werden und eine Kollegin von ihr verschwindet, ist ihr schnell klar, dass das kein Zufall ist.
Von der ersten bis zur letzten Seite gelingt es Ina Haller, meinen Geist mit ihrer Geschichte zu beschäftigen. Einmal mit dem Lesen gestartet, gelingt es mir nicht, das Buch wieder aus der Hand zu legen und so lese ich „Aargauer Vergeltung“ an einem Abend durch. Doch keine Angst. Die Autorin hat ihren Kriminalroman in 20 Kapitel unterteilt. Es ist durchaus möglich, das Werk in mehreren Teilen zu lesen. Es gelingt mir nur nicht.
Früh präsentiert mir Ina Haller die tote Melissa Sonderegger. Ihren Spannungsbogen pflegt sie geschickt mit immer neuen Informationen, die mich regelmäßig neu denken lassen. Sie beschäftigt mich nebenbei mit vielen Themen der Bücherwelt, z. B. mit Fragen nach dem Urheberrecht, Künstlicher Intelligenz oder Chat Gpt. Relativ früh habe ich zwar die richtige Ahnung, dass Melissa ihr Buch vielleicht nicht selber geschrieben hat, doch die Auflösung der Autorin haut mich vom Hocker.
Alles in allem hat Ina Haller mit „Aargauer Vergeltung“ einen Regionalkrimi aus der Schweiz auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Krimis zum Miträtseln liebt, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 5 kriminell gute Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Gelungen!

Plotpourri
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Von Alexandra Scherer habe ich bereits den hervorragenden Regionalkrimi „Eiskalter Tod“ gelesen. Als ich „Plotpourri, Kauzige Kreaturen“ entdeckt habe, habe ich gleich zugegriffen. Die Autorin hat die ...

Von Alexandra Scherer habe ich bereits den hervorragenden Regionalkrimi „Eiskalter Tod“ gelesen. Als ich „Plotpourri, Kauzige Kreaturen“ entdeckt habe, habe ich gleich zugegriffen. Die Autorin hat die Sammlung von Kurzgeschichten im Jahr 2020 herausgebracht und nun gibt es auch das eBook dazu.

Es ist eine bunte Sammlung von Erzählungen, die mich mit vielen Themen beschäftigen. Jede einzelne hat mich beschäftigt. Dies ist keine Kurzgeschichtensammlung zum nebenbei weg lesen. Dafür sind sie zu schade. Ich empfehle, die einzelne Geschichte zu lesen und diese wirken zu lassen. Alexandra Scherer hat etwas zu erzählen. Sie erzählt von Göttern, von der Liebe, von Einzelschicksalen, von unerwarteten Wendungen und dramatischen Erlebnissen. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Mit „Plotpourri, Kauzige Kreaturen“ hat die Autorin Alexandra Scherer eine gelungene Mischung Kurzgeschichten auf den Büchermarkt gebracht, die zum Nachdenken anregen. Gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus für alle, die neugierig auf neue Gedanken sind. Von mir bekommt die Autorin verdiente 4 Lesesterne.

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