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Christina19

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2024

Selbstfindung durch Astrologie in japanischem Kontext

Das Mondscheincafé
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Sobald es Nacht wird, öffnet das Mondscheincafé. Es hat keinen festen Standort und keine Menükarte, aus der die Gäste wählen können. Stattdessen bekommen sie jeweils das Getränk oder Dessert serviert, ...

Sobald es Nacht wird, öffnet das Mondscheincafé. Es hat keinen festen Standort und keine Menükarte, aus der die Gäste wählen können. Stattdessen bekommen sie jeweils das Getränk oder Dessert serviert, das zu ihnen und ihrer aktuellen Lebenssituation passt. Das jedoch ist noch lange nicht alles: Die Gäste, unter ihnen eine zuletzt mittelmäßig erfolgreiche Autorin, eine Schauspielerin kurz nach Bekanntwerden ihrer Affäre sowie eine Stylistin, erhalten außerdem ihr Geburtshoroskop. Mit diesem lernen sie sich selbst besser zu verstehen und stellen die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft.

Die Geschichte rund um das Mondscheincafé stammt von der japanischen Autorin Mai Mochizuki. Sie spielt in deren Heimatland, weshalb Städte wie Tokio und Kyoto als Schauplätze vorkommen. Die Figuren tragen landestypische Namen wie Mizuki, Satsuki und Mizumoto, was mich mitunter vor Herausforderungen gestellt hat, da ich mir diese nicht so leicht merken konnte.
Die Handlung ist auf drei Kapitel aufgeteilt, die eng miteinander verknüpft sind. Sie erzählen von mehreren Frauen und Männern, die nach einer Einladung, durch Zufall oder im Traum den Weg in das Café finden. Dort treffen sie zunächst auf die Betreiber des Lokals, die allesamt Katzen sind. Ich empfinde das als sehr außergewöhnlich, wenn nicht gar skurril. Im Kontext dieser Geschichte sind die Katzen jedoch ganz passend, denn in Japan werden die Tiere hochgeschätzt und verehrt.
Der Kern der Erzählung dreht sich um die Geschehnisse im Mondscheincafé. Den Gästen werden dort von den Katzen die Sterne gedeutet. Sie erfahren von 12 Häusern, die je nach Geburtstag und Geburtsort bei jedem Menschen in anderen Sternzeichen stehen und in denen die Planeten unterschiedlich verteilt sind. Diese Geburtshoroskope geben Aufschluss über die Persönlichkeit eines Jeden, über dessen Stärken sowie Schwächen. Die Erklärungen werden durch einige Illustrationen im Buch veranschaulicht, was ein wenig beim Verständnis hilft. Mit Hilfe der Katzen und ihrer Horoskope finden die Gäste des Mondscheincafés zu sich selbst. Sie sind fortan in der Lage, ihre Emotionen deutlicher wahrzunehmen, eigene Bedürfnisse besser zu verstehen und alltäglich Situationen zu begreifen. Für ihre Zukunft können sie daher fundierte Entscheidungen treffen und ein glückliches Leben führen. Da ich mich bislang nicht mit Astrologie befasst habe, waren mir die eingebundenen Informationen vollkommen neu. Im Rahmen der Erzählung wirkten sie auf mich schlüssig, inwieweit man daran glaubt, muss allerdings Jeder für sich entscheiden.
Das Ende der Geschichte habe ich nicht kommen sehen. Es hat die einzelnen Kapitel zusammengeführt und die Handlung für mich „rund“ gemacht. Der Abschluss hat mir daher gut gefallen.
Zuletzt sollte die besondere Gestaltung des Buches nicht unerwähnt bleiben: So hat das Cover eine ganz besondere Haptik. Seine Oberfläche fühlt sich samtig weich an. Teile der Vorderseite sowie des Buchrückens sind fluoreszierend beschichtet und leuchten daher im Dunkeln.

Ein empfehlenswertes Buch für Liebhaber von Erzählungen über die Themen Selbstfindung und Astrologie sowie für Leser japanischer Literatur!

Veröffentlicht am 30.04.2024

Ein schönes Bilderbuch, das Kinder nach Italien reisen lässt

OTTO fährt los – Ein Sommer in Italien
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Auch in diesem Sommer geht Otto wieder auf Reisen. Mit Leo, Mira, Paul und Emmi fährt der Camper nach Italien. Dort lernt er neben einigen Sehenswürdigkeiten vor allem La Dolce Vita – das süße Leben – ...

Auch in diesem Sommer geht Otto wieder auf Reisen. Mit Leo, Mira, Paul und Emmi fährt der Camper nach Italien. Dort lernt er neben einigen Sehenswürdigkeiten vor allem La Dolce Vita – das süße Leben – kennen. Mit der Familie, die den Bus geliehen hat, verbringt Otto eine aufregende Zeit mit vielen Abenteuern.

Das Bilderbuch von Madlen Ottenschläger und Stefanie Reich bringt seine jungen Leser nach Italien. Dort lernen sie in Text und Bild u. a. die drei Zinnen, den schiefen Turm von Pisa, das Ferragosto-Fest und typische italienische Leckereien kennen. Die Geschichte ist kindgerecht und damit sehr gut verständlich formuliert. Hin und wieder sind italienische Worte wie „Ciao“, „Gelato“ und „Pasticceria“ eingebunden, die dafür sorgen, dass das Urlaubsfeeling wunderbar transportiert wird. Richtig gut gefällt mir, dass die Leser an mehreren Stellen direkt angesprochen und beispielsweise zur Suche von Tieren oder Gemüse in den großflächigen Illustrationen aufgefordert werden. Kinder sind dadurch dazu angehalten, die Bilder intensiv zu betrachten. Die jeweiligen Darstellungen können dann als Gesprächsanlass genutzt werden, um etwas über das entsprechende Thema zu lernen (z. B. Wie sieht Knoblauch aus? Wie riecht und schmeckt er?). Der Text enthält vereinzelt außerdem kurze Erklärungen und vermittelt damit Wissen beispielsweise über Gletscher und Südtirol. Auch das Thema Umweltschutz wird in Bezug auf das Wildcampen aufgegriffen. Die entsprechenden Stellen sind kursiv hervorgehoben.
Mit den Hauptfiguren zeigt Madlen Ottenschläger ein Familienmodell jenseits der häufigen Klischees: Papa Leonardo, kurz Leo, ist als Sohn einer italienischen Mutter in Deutschland aufgewachsen. Er ist der Vater von Emmi, nicht jedoch von dem älteren Paul. Im Text wird er deshalb auch als dessen „Bonus-Papa“ vorgestellt, was ich eine schöne Beschreibung finde und worin sich sicherlich einige Familien wiederfinden. Pauls leiblicher Vater wird dennoch nicht außen vor gelassen. Als den Jungen auf der Reise nämlich das Heimweh überkommt, ruft er seinen Papa an, sodass es ihm schon bald besser geht.
Die Illustrationen im Buch sind durchgängig großflächig gestaltet. Sie helfen dabei, Kindern einen guten Eindruck von dem Land am Mittelmeer zu geben und sich in den Urlaub zu träumen.
Einen kleinen Wermutstropfen gibt es für mich hinsichtlich der ausgewählten Highlights Italiens: Nachdem vor allem auf den ersten Seiten klassische Sehenswürdigkeiten gezeigt werden, hatte ich ehrlicherweise erwartet, dass noch weitere folgen würden. So habe ich beispielsweise auf das Kolosseum in Rom und auf Venedig mit seinen Kanälen gehofft. Leider werden diese nur im Einband dargestellt, in der Geschichte jedoch nicht weiter aufgegriffen. Dennoch ist „Otto fährt los“ ein schönes und empfehlenswertes Kinderbuch!

Veröffentlicht am 29.04.2024

Eine starke junge Frau in einem atmosphärischen Setting

Café Alba
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Emilia Lombardi erzählt in ihrem Roman von Francesca, die als junges Mädchen in den 1940er Jahren bei Familie Milani als Hausmädchen arbeitet. Die Familie betreibt das Café Alba in der gleichnamigen Stadt ...

Emilia Lombardi erzählt in ihrem Roman von Francesca, die als junges Mädchen in den 1940er Jahren bei Familie Milani als Hausmädchen arbeitet. Die Familie betreibt das Café Alba in der gleichnamigen Stadt und serviert ihren Gästen köstliches Gebäck, leckere Kuchen und besondere Torten. Als Francesca eines Tages in der Backstube aushilft, entdeckt sie ihre Liebe zum Handwerk – und zum Sohn der Milanis. Gemeinsam arbeiten sie Hand in Hand. Da die nötigen Zutaten für die Köstlichkeiten nach dem Krieg mitunter schwer zu bekommen sind, ist Ideenreichtum gefragt. Francesca und Matteo entwickeln neue Rezepte und sehen vor allem in ihrer Haselnusscreme großes Potential. Auf das junge Paar warten jedoch ungeahnte Widrigkeiten und schwere Schicksalsschläge…

Die Geschichte rund um Francesca ist eingebettet in ein atmosphärisches Setting. Sie spielt in der italienischen Stadt Alba, die im Piemont liegt. Emilia Lombardi gelingt es, die Landschaft in Norditalien, die Stadt, das Markttreiben und das Café sehr bildhaft zu beschreiben. Das Gebäck, das in der Backstube zubereitet wird, kann man dadurch förmlich riechen und schmecken.

Viele Figuren wie Francesca, Matteo, dessen Vater und die Köchin Antonella sind liebenswürdig dargestellt. Mit Matteos Mutter und einigen weiteren Figuren, die an dieser Stelle noch nicht verraten werden sollen, stehen ihnen Gegenspieler gegenüber, die mitunter höchst unsympathisch sind und für mächtig Furore sorgen. Entsprechend hält die Handlung viele unerwartete Ereignisse sowie Wendungen bereit, sodass der Verlauf der Geschichte kaum vorhersehbar ist. Ich habe das Buch daher mit Spannung verfolgt, muss aber anmerken, dass einzelne Situationen auf mich ein wenig konstruiert wirkten. Sprachlich ist der Roman leicht verständlich und gut lesbar. Viele Situationen sowie die Gedanken und Gefühle der Hauptfigur werden umfassend beschrieben, wobei manches aus meiner Sicht etwas kürzer gefasst oder mit Leerstellen versehen werden könnte.

Inhaltlich thematisiert der Roman in erster Linie die Erfolgsgeschichte einer neuartigen Leckerei angefangen von der ersten Idee, die in der Not geboren wurde, bis zum landesweiten Durchbruch. Damit erinnert „Café Alba“ an den namhaften Nuss-Nougat-Aufstrich eines großen Herstellers im Piemont. Daneben geht es aber auch um die Stellung der Frau in der Mitte des letzten Jahrhunderts. Mit Francesca wurde eine Figur geschaffen, die im Verlauf der Handlung mehr und mehr Stärke entwickelt und sich ein Stück weit emanzipiert, wodurch sie sich in der Welt der Männer behaupten kann. Außerdem klingt im Roman eine Liebesgeschichte ebenso an wie die Entbehrungen der Menschen nach dem Ende des Krieges. Eine sehr vielseitige Geschichte also, deren Ende neugierig auf Francescas weiteren Lebensverlauf macht und damit Stoff für eine Fortsetzung bietet. Laut Verlag soll diese unter dem Titel „Café Alba – Zeiten in goldenem Glanz“ im Spätherbst erscheinen.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Charaktere
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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 15.04.2024

Ein Thriller, der zu Natur- und Umweltschutz mahnt

Die Stimme der Kraken
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Seit Jahrhunderten ranken sich Legenden um die Ungetüme in den Gewässern vor Don Cao. Nachdem sie mehrere Menschenleben auf dem Gewissen haben, wächst das Interesse großer Konzerne an den hochentwickelten ...

Seit Jahrhunderten ranken sich Legenden um die Ungetüme in den Gewässern vor Don Cao. Nachdem sie mehrere Menschenleben auf dem Gewissen haben, wächst das Interesse großer Konzerne an den hochentwickelten Lebewesen. Die Bewohner der Insel werden mit einer großzügigen Abfindung umgesiedelt und schon bald beginnt die Wissenschaftlerin Ha unter größter Geheimhaltung mit der Erforschung der Tiere. Während sie erstaunliche Entdeckungen zur Sprache und Kultur der Kraken macht, geschehen im Rest der Welt ungeheuerliche Dinge…

Die Handlung spielt in der Zukunft, in der Künstliche Intelligenz längst zum Alltag gehört. Mit selbststeuernden Schiffen, allgegenwärtiger Überwachung durch Drohnen und dem ersten Androiden wird aufgezeigt, in welche Richtung sich unsere bisherigen technischen Errungenschaften noch entwickeln könnten. Teils empfinde ich das Szenario als sehr beängstigend!
Eingebettet in dieses Setting erleben wir abwechselnd die Wissenschaftlerin Ha, den Hacker Rustem und den Sklaven Eiko. Neben den drei genannten Figuren tauchen etliche Nebencharaktere auf. Die in dem Buch gewählten Namen sind für mich eher ungewöhnlich, weshalb ich anfangs einige Mühe hatte, mir diese zu merken und sie auseinanderzuhalten. Man lernt jede der Hauptfiguren ein wenig kennen und erfährt, was sie in ihre aktuelle Lebenssituation gebracht hat. Auffallend ist, dass alle drei eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber ihren Mitmenschen aufweisen. Sie haben daher kaum soziale Kontakte und sind sehr einsam. Nach meiner Auffassung ist dies eine Folge der fortgeschrittenen Technisierung der Welt. Leider wurde ich mit keiner der drei Figuren wirklich warm, bis zum Schluss blieben sie mir fremd. Vieles bleibt in den Erzählungen nur vage umschrieben – allen Voran die Auftraggeber der Charaktere bzw. deren Interessen. Hier erfährt man lediglich, dass hinter den Machenschaften Großkonzerne stecken, für die ein Menschenleben nichts wert ist. Um ihre Interessen durchzusetzen, nehmen sie daher auch Sklaverei und Mord in Kauf. Damit wird in dem Buch ein sehr düsteres Weltbild gezeichnet. Die drei Erzählstränge werden am Ende zusammengeführt, sodass mir einige Inhalte und Verbindungen erst dann klar wurden.
Im Lauf der Geschichte werden an mehreren Stellen die Funktionsweisen des menschlichen Gehirns oder des Körpers einer Krake beschrieben. Auch beinahe philosophische Absätze darüber, was Verstand bedeutet oder die Seele ist, sind enthalten. An diesen Stellen fiel es mir zeitweise etwas schwer zu folgen. Die Kapitel sind kurz gehalten, sodass sie sich meist zügig lesen lassen. Der Autor versteht es dabei, jeden Leseabschnitt so zu gestalten, dass er mit einer Situation endet, die neugierig auf die weiteren Ereignisse macht.
„Die Stimme der Kraken“ behandelt mehrere Themenkomplexe. Das Buch ist eine Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten, die uns die KI bietet ebenso wie eine Auflistung der Gefahren, die von ihr ausgehen. Vor allem aber übt der Roman deutliche Kritik an uns Menschen, die wir uns oft als die am weitesten entwickelte Spezies sehen und keine anderen Lebewesen mit ähnlicher Kultur und Sprache neben uns dulden. In der Geschichte klingt die Aufforderung an, sich nicht als überlegener Herr der Welt anzusehen, sondern im Einklang mit der Umwelt und in Verbundenheit mit anderen Spezies zu leben. Dazu gehört es, ab und an die Perspektive zu wechseln: Wir Menschen nehmen unsere Umgebung auf eine ganz bestimmte Art und Weise wahr. Doch wie sieht unsere Umwelt uns? Wie sieht die Krake die Spezies Mensch, die in ihren Lebensraum eindringt, diesen gefährdet und zahlreiche Tiere jagt? Nur dann, wenn man sich diese Fragen stellt, ist ein gegenseitiges Verständnis möglich. Damit ist „Die Stimme der Kraken“ ein eindringliches Plädoyer für die Auseinandersetzung mit der Natur und unserer Umwelt sowie eine Aufforderung zu deren Schutz.

Veröffentlicht am 04.04.2024

Außergewöhnliche Idee, witzige Umsetzung, niedliche Illustrationen

Der Geräuschehändler
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In seinem kleinen Lädchen lagert der Geräuschehändler allerhand Töne und Klänge. Bei ihm raschelt und rauscht, klingelt und summt es. Jeden Tag empfängt er hier besondere Kunden: Der Straßenlaterne ist ...

In seinem kleinen Lädchen lagert der Geräuschehändler allerhand Töne und Klänge. Bei ihm raschelt und rauscht, klingelt und summt es. Jeden Tag empfängt er hier besondere Kunden: Der Straßenlaterne ist es nachts zu still, dem Zirkusclown fehlt Applaus und der Regenwurm sucht noch nach dem richtigen Sound für seine Gartenparty. Mit viel Liebe packt der Händler die passenden Geräusche in Tütchen ab und versucht so die außergewöhnlichen Wünsche seiner Kundschaft zu erfüllen.

„Der Geräuschehändler“ ist ein Kinderbuch mit einer ganz außergewöhnlichen und humorvollen Geschichte. Diese lenkt den Blick auf die Geräusche, Töne und Klänge in unserer Umwelt. Wie klingt beispielsweise Regen? Mal prasseln Tropfen ganz sacht, mal trommeln sie kräftig. Damit werden das Vorstellungsvermögen sowie die Fantasie von Kindern angeregt. Außerdem kann das Buch als Anlass dienen, die Umgebung genauer wahrzunehmen und akustische Reize zu beschreiben.
Witzig finde ich nicht nur die Idee, Geräusche abzupacken und zu verkaufen, sondern vor allem deren Umsetzung. Als Figuren treten Menschen, Tiere, Gegenstände und Weiteres auf, wobei mich vor allem der Trauerkloß überrascht und unterhalten hat. Daneben lädt auch die Handlung an vielen Stellen zum Schmunzeln ein, wenn der Geräuschehändler beispielsweise eine Messerspitze Martinshorn abfüllt und einen ordentlichen Bremsquietscher verpackt, aber von einem Lieferengpass für Autofahrergeschimpfe spricht.
An jedem Wochentag erlebt der Geräuschehändler ein anderes Abenteuer. Durch diese Einteilung in sieben kleine Geschichten besteht die Möglichkeit, täglich nur einen kürzeren Text vorzulesen und den Inhalt später mit der nächsten Geschichte wieder aufzugreifen.
Nicht unerwähnt bleiben sollen die tollen Illustrationen, die mir wirklich gut gefallen! Diese unterstreichen den Inhalt des Buches perfekt. Sie bezaubern außerdem durch einen besonderen Stil und eine spezielle Farbigkeit. Jule Wellerdiek besitzt damit einen hohen Wiedererkennungswert.

Große Empfehlung für den Geräuschehändler!