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Veröffentlicht am 19.07.2025

Ein Buch aus der Sicht des Opfers und des Täters

Mein sollst du sein!
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Judith ist eine eher schüchterne Person. Ihr Bruder und seine Verlobte sind die einzige Familie, die sie noch hat. An ihrem Arbeitsplatz gilt sie als sehr zuverlässig. Als sie plötzlich spurlos verschwindet, ...

Judith ist eine eher schüchterne Person. Ihr Bruder und seine Verlobte sind die einzige Familie, die sie noch hat. An ihrem Arbeitsplatz gilt sie als sehr zuverlässig. Als sie plötzlich spurlos verschwindet, ahnen alle, die sie kennen, daß etwas furchtbares passiert sein muss.
Ohne das Judith es bemerkt, zieht sie die Aufmerksamkeit einer Person auf sich, die ihr überhaupt nicht bekannt ist. Sie zweifelt nach und nach an ihrem Versand. Bildet sie sich alles nur ein oder wird sie wirklich von jemandem verfolgt?
Dieses Buch, das erste für mich von der Autorin, hat mich sehr nachdenklich zurückgelassen. Stalking ist ja immer noch so ein Tabuthema. In diesem Buch wird es sehr anschaulich beschrieben. Es zeigt die Sicht des Opfers und des Täters auf. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm. Einziger Abzug: einige Passagen kamen sehr wortgleich daher.
Ein unblutiger Thriller,der sehr empfehlenswert ist. Ich hoffe nach dieser Geschichte, nie in eine Situation zu geraten, in die Judith ohne ihr Zutun hineingerutscht ist.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Krimi und Drama in einem

Der Flaschensammler von Blankenberge
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Der siebzigjährige, etwas eigenbrötlerische Paul lebt in Blankenberge an der belgischen Küste. Sein Freund Jakob und die Nachbarin Reena sind die einzigen, mit denen er Kontakt hält. Ein Abend verändert ...

Der siebzigjährige, etwas eigenbrötlerische Paul lebt in Blankenberge an der belgischen Küste. Sein Freund Jakob und die Nachbarin Reena sind die einzigen, mit denen er Kontakt hält. Ein Abend verändert das Leben von Paul ganz dramatisch.

An den Schreibstil des Autors musste ich mich erst einmal gewöhnen. Vielleicht liegt es daran, daß er auch Sachbücher schreibt. Am Anfang hatte ich daher einige Probleme, mich in das Buch reinzufinden.

Mit Paul konnte ich, ehrlich gesagt, nicht so richtig warm werden. Seine Art, andere Menschen andauernd vor den Kopf zu stoßen, obwohl sie ihm helfen wollen, hat mir nicht so gut gefallen.
Die Geschichte an sich fand ich aber sehr interessant. Zur falschen Zeit am falschen Ort. Pauls Leben wird komplett durcheinandergewirbelt. Er weiß nicht, wie er mit dieser Situation zurechtkommen soll. Kommissar Maertens hinterfrägt ja auch einiges an Pauls Geschichte. Hat es sich wirklich so zugetragen, wie dieser erzählt? Kann man in dem Alter von einem Pier springen, ohne sich zu verletzen? Hat er nichts mit dem Mord zu tun? Warum ist er nicht direkt zur Polizei gegangen?
Diese Fragen werden in dem Buch sehr anschaulich dargestellt. So wie der Autor diese Geschichte erzählt... dieser Fall könnte auch genauso passiert sein. Die letzten Kapitel waren sehr überzeugend. Den Schluss fand ich etwas traurig; vom Verlauf der Geschichte her aber nachvollziehbar.

Der Krimi, in solch einer Schreibweise, war für mich mal etwas ganz besonderes. Sehr sachlich und ernst; auf jeden Fall von meiner Seite aus.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Geheimnisvoll und spannend bis zum Ende

Sommernacht
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Julia und Will wollen heiraten. Dafür hat Julia extra eine abgelegene Insel vor der wilden Küste Irlands angemietet. Alles soll perfekt sein; doch ist es das wirklich?
Gerüchten zufolge verbirgt sich auf ...

Julia und Will wollen heiraten. Dafür hat Julia extra eine abgelegene Insel vor der wilden Küste Irlands angemietet. Alles soll perfekt sein; doch ist es das wirklich?
Gerüchten zufolge verbirgt sich auf dieser Insel ein schreckliches Geheimnis. Unter den Gästen, die nach und nach auf der Insel eintreffen, dringen Feindseligkeiten ans Licht, die eigentlich begraben sein sollten. Am Tag der Hochzeit wird einer der Gäste tot aufgefunden. Während ein Sturm aufzieht, eskaliert die Situation...viele Gäste haben ein Motiv...
Dies ist ja der zweite Thriller der Autorin. Ich finde ihn gegenüber ihres Debütromans "Neuschnee" sehr viel besser und spannender. Die Kapitel sind unterteilt im "Jetzt" und mit den Namen aller, die auf dieser Insel verweilen. Man bekommt dadurch einen sehr guten Einblick der verschiedenen Protagonisten. Fast alle haben sie etwas zu verbergen, daß im weiteren Verlauf ans Licht kommt. Das Cover passt sehr gut zu dieser Geschichte.
Eine einsame Insel, etwas düster. Gefällt mir sehr gut.
Die Autorin hat mich von Anfang an mit diesem Thriller in ihren Bann gezogen. Immer wenn ich dachte, daß die Person für den Mord verantwortlich ist, traten wieder neue Geheimnisse zutage. Lucy Foley hat mich immer wieder ins Dunkle tappen lassen. Der Schluss war so für mich nicht vorhersehbar.
Ein spannender Thriller mit einem für mich überraschendem Ende. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und verdiente fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Ein brisantes Thema in einem spannenden Krimi

Grünes Grab (Zwischen Mord und Ostsee - Küstenkrimi 2)
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Ina Drews und Jörn Appel verschlägt es von Flensburg nach St. Peter OInarding. Dort wurde eine kopflose Leiche aufgefunden und die Kollegen dort fordern Hilfe an. Die Ermittlungen verlaufen anfangs etwas ...

Ina Drews und Jörn Appel verschlägt es von Flensburg nach St. Peter OInarding. Dort wurde eine kopflose Leiche aufgefunden und die Kollegen dort fordern Hilfe an. Die Ermittlungen verlaufen anfangs etwas zäh. Wer ist der Tote? Warum ließ man ihn einfach so liegen?
Als man am Opfer DNA Spuren findet, nehmen die Ermittlungen an Fahrt auf. Diese gehört nämlich zu einem Mann, der seit geraumer Zeit für einen anderen Mord hinter Gittern sitzt.
Den ersten Teil "Nasses Grab" hatte ich nicht gelesen. Darum bereitete es mir anfangs ein paar Probleme, mich in die Geschichte hineinzuversetzen. Es wäre mir leichter gefallen, wenn ich das erste Buch dieser neuen Krimiserie gekannt hätte. Ich stellte beim lesen fest, daß die beiden Fälle eng zusammenhängen.
Der Autor greift ja ein sehr brisantes Thema an. Ina und Jörn müssen weit in die Vergangenheit reisen, wenn sie die Morde aufklären wollen. Wer ist Opfer, wer Täter? Nach und nach kommen Einzelheiten an Licht, mit denen die Ermittler so nicht gerechnet haben.
Es gibt immer wieder neue Ansatzpunkte. Der Autor hat diese mit seinem flüssigen Schreibstil sehr spannend dargestellt. Er hat mich mehr als einmal auf eine falsche Fährte gelockt. Was mir auch sehr gut gefiel, waren die Plänkeleien zwischen Ina und Jörn. Das die beiden nicht immer einer Meinung waren fand ich sehr unterhaltsam. So ergaben sich auch immer Mal wieder neue Anhaltspunkte.
Der Autor hat hier einen guten Krimi hingelegt. Ich wurde sehr gut unterhalten und die Spannung wurde gehalten. Er hat es mehr als einmal geschafft, mich zu verwirren. Das macht einen guten Krimi aus, meiner Meinung nach. Das Thema ist mir schon an die Substanz gegangen. Es hat mich auch etwas nachdenklich zurückgelassen. Wozu doch manche Menschen fähig sind.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall mit Ina und Jörn.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Die Geschichte von Toms Vater Konrad (Conny)

Was ich nie gesagt habe
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Tom ist glücklich. Mit Jenny und deren Sohn. Nach seinem Zusammenbruch vor einigen Monaten will er sich nur erholen und sein Leben, so wie es jetzt ist, genießen. Doch da taucht Henk auf, sein Halbruder, ...

Tom ist glücklich. Mit Jenny und deren Sohn. Nach seinem Zusammenbruch vor einigen Monaten will er sich nur erholen und sein Leben, so wie es jetzt ist, genießen. Doch da taucht Henk auf, sein Halbruder, der ihm zum verwechseln ähnlich sieht. Tom begibt sich auf eine Zeitreise über das Leben seines Vaters und dessen Familie. Seine Mutter kann er ja nicht mehr soviel fragen seit ihrer Alzheimererkrankung.
In dieser Fortsetzung geht es mehr um die dragische Geschichte von Toms Vater Konrad. Man erfährt, wie er aufgewachsen ist, bis hin zum Zerwürfnis zwischen Vater und Sohn. Außerdem wird erzählt wie er Gretchen kennengelernt hat.
Das Hauptmerkmal in diesem Buch liegt erst einmal auf Konrad. Man lernt dessen ganze Familie kennen und erlebt die Schrecken des Krieges mit.
Die Autorin springt ja immer zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her. Da war es gut, daß die einzelnen Kapitel mit Datum der jeweiligen Zeit versehen waren. Nach und nach bekommt man Einblicke in das Leben von Tom und Konrad. Das Zerwürfnis der beiden kommt ans Licht. Warum ist das gute Verhältnis das sie hatten, als Tom ein kleiner Junge war, umgeschlagen?
Die Autorin hat hier eine gute Fortsetzung zu Papier gebracht. Zum besseren Verständnis muss man aber auf jeden Fall den ersten Teil gelesen haben.

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