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Claudia86

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.07.2025

Freundin der Kaiserin

Sisi. Die Sterne der Kaiserin
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In diesem Buch treffen sich zwei Frauen, die von ihrer Herkunft her nicht unterschiedlicher sein könnten. Und dabei verbindet die beiden doch so viel. Elisabeth, genannt Sisi, die Kaiserin von Österreich ...

In diesem Buch treffen sich zwei Frauen, die von ihrer Herkunft her nicht unterschiedlicher sein könnten. Und dabei verbindet die beiden doch so viel. Elisabeth, genannt Sisi, die Kaiserin von Österreich und Franziska Angerer, genannt Fanny, eine junge Friseurin. Fanny ist die Protagonistin in dieser Geschichte. Als eines Abends im Burgtheater der Kaiserin die Frisur einer Darstellerin ins Auge fällt und sie Fanny kennenlernen möchte, fangen sich die Leben der beiden Frau an miteinander zu verknüpfen.

Als die Kaiserin Fanny als ihre persönliche Friseurin einstellen will, versteht Fanny nur schwer, wie ihr geschieht. Zunächst noch zögerlich willigt sie in das Jobangebot ein.

Und hier beginnt die eigentliche Geschichte: Fanny ist ihrer Zeit schon weit voraus. Sie geht emanzipiert ihrem eigenen Job nach und möchte dies auch nicht ändern. Und als sie am Kaiserhof in Dienst tritt, lernt sie auch dort schnell ihren eigenen Weg zu gehen, was auch der Kaiserin zu imponieren scheint.

Die junge Kaiserin Elisabeth erscheint in der Geschichte doch teilweise sehr launisch und unsympathisch. Doch scheint es nur, als ob sie mit ihrem Verhalten die eigene Unsicherheit zu überspielen versucht. Und als sie Fanny in ihr Vertrauen zieht, scheint sich zwischen den beiden Frauen so eine Art Freundschaft zu entwickeln.

Fanny liebt ihren Beruf und ihr selbstständiges Leben. Doch als sie Hugo Feifalik begegnet, ein lebensfroher und sympathischer Bankangestellter, bringt dieser Fannys Gefühlswelt ganz schön durcheinander. Wie soll sie sich nun entscheiden?

Das Cover ist wirklich gut gelungen, auch wenn man nicht vergessen darf, dass in der Geschichte nicht die Kaiserin Sisi im Fokus steht. Die Geschichte wird fortlaufend aus der Sicht von Fanny erzählt. Der Autorin Mara Andeck ist es hervorragend gelungen, die historischen Begebenheiten mit der Fiktion zu verbinden. Definitiv ein gelungener historischer Roman mit Suchtfaktor!



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Veröffentlicht am 12.07.2025

Geheimnisse

Das Geheimnis der Winzerin
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So lange wie sie denken kann, ist für Abby Harrington das Weingut ihrer Familie ihr absoluter Lebensmittelpunkt. Als während einer Feier erst die Sammlung Eisweine gestohlen wird und dann auch ihr Großvater ...

So lange wie sie denken kann, ist für Abby Harrington das Weingut ihrer Familie ihr absoluter Lebensmittelpunkt. Als während einer Feier erst die Sammlung Eisweine gestohlen wird und dann auch ihr Großvater nach einem Flugzeugabsturz ums Überleben kämpft, stellt sich Abby schnell die Frage, ob das alles nur ein Zufall ist .

Abby versucht herauszufinden, wer es auf ihre Familie abgesehen hat. Doch die Ereignisse überschlagen sich. Sie glaubt, ihr Bruder, der lange Zeit verschwunden war, will sich in das Familienunternehmen einschleichen und auch ihre erste große Liebe kehrt plötzlich zurück.

Doch welches Geheimnis umgibt das Weingut? Kann Abby das Rätsel rechtzeitig lösen?

Der Roman von Cynthia Ellingsen lässt sich gut lesen. Anfangs bekommt man das Gefühl, dass in der Geschichte ziemlich viel passiert, doch Stück für Stück wird klar, dass das alles was mit einander zu tun hat. So kommt beim Lesen keine Langeweile auf. Die Geschichte kommt zwar ohne großen Spannungsbogen aus, jedoch kommen so auch die Emotionen von Abby etwas dünn rüber.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Churchill Geheimnissse?

Was am Ufer lauert
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In „Was am Ufer lauert“ wartet auch schon der nächste Fall auf die Polizeireporterin Gianna Pitti. Nach dem letzten Fall hat sie sich zunächst eine Auszeit von der Zeitung „Messagero“ genommen. Aber als ...

In „Was am Ufer lauert“ wartet auch schon der nächste Fall auf die Polizeireporterin Gianna Pitti. Nach dem letzten Fall hat sie sich zunächst eine Auszeit von der Zeitung „Messagero“ genommen. Aber als ihr Vater sie bittet, am See eine Informantin zu treffen, die ihr eine CD übergeben soll, steckt sie schon wieder mit in der nächsten Herausforderung, als sie die mutmaßliche Informantin tot im Wasser vorfindet.

Aber anstatt den Fall der Polizei zu melden, flüchtet Gianna. Angekommen in der Zeitungsredaktion überschlagen sich auch schon die Ereignisse. Aus einem mutmaßlichen Banküberfall in Malcesine wird ein Angriff auf einen angesehenen Geschichtsprofessor, der am See einen Vortrag über Winston Churchill und seine Zeit am Gardasee und seine Verbindungen zu Mussolini halten sollte. Und auch Giannas Vater Arnaldo hatte sich mit dem ehemaligen britischen Premierminister beschäftigt. Ob es da wohl einen Zusammenhang gibt?

Doch neben dieser Geschichte spielen noch etliche Nebenschauplätze mit, die Familiengeschichte der Pittis, die Trennung von Giannas Eltern, Francescos fortschreitende Krankheit, von der noch keiner weiß und dem drohenden Ende der Lokalzeitung Messagero. Und so geraten die Machenschaften um das Geheimnis von Winston Churchill doch etwas in den Hintergrund und der Showdown verpufft doch etwas.

Der Autor hat das Gardasee-Feeling jedoch wieder ganz gut eingefangen. Das Ende bleibt jedoch offen und so stellt sich die Frage, wie es wohl weitergeht. Und so möchte ich der Geschichte gern nochmal eine Chance geben!

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Finde Dich selbst!

Weil morgen ein neuer Tag beginnt
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Als sich der 20. Todestag ihrer Zwillingsschwester Claire jährt, beginnt Emily Turner ihr Leben in Frage zu stellen. Wäre es nicht besser gewesen, wenn sie anstelle ihrer Schwester gestorben, den sie hätte ...

Als sich der 20. Todestag ihrer Zwillingsschwester Claire jährt, beginnt Emily Turner ihr Leben in Frage zu stellen. Wäre es nicht besser gewesen, wenn sie anstelle ihrer Schwester gestorben, den sie hätte mit Sicherheit ein spannenderes Leben als sie geführt. Und so entwickelt Emily von einer Dokumentation inspiriert eine Lebensliste, die sie in den nächsten Monaten umsetzen will. Ihr Ziel ist es nicht mehr durchschnittlich zu sein. Und vorallem will sie sich nicht verlieben! Doch dann begegnet sie Josh. Wir werden sehen, wie lange dieser Vorsatz hält.

Neben dem gegenwärtigen Vorhaben denkt Emily doch auch immer wieder an die Zeit mit ihrer Schwester. Und man merkt schnell, dass Emily den Tod ihrer Schwester auch nach 20 Jahren noch längst nicht überwunden hat.

Die Protagonistin Emily finde ich ehrlich gesagt zu Anfang echt anstrengend, weil sie für mich so grundsätzlich negativ auftritt. Zum Glück wird das mit dem Verlauf der Geschichte besser. Es ist auch schwer zu verstehen, warum sich Emily gerade jetzt mit ihrer Schwester misst, die mit 8 Jahren gestorben ist. Keiner kann doch realistisch einschätzen, wie Claire als Erwachsene gewesen wäre.

Insgesamt ist „Weil morgen ein neuer Tag beginnt“ ein netter Roman, der sich gut lesen lässt. Doch weiß man als Leser nicht so recht, ob man einen Liebesroman in der Hand hat oder ob hier die Trauerbewältigung im Vordergrund steht.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Der Ruf nach Freiheit

Stille Helden der Nacht
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Der Roman „Stille Helden der Nacht“ von Weina dal Randel behandelt die jüdische Geschichte Wiens. Der Generalkonsul der chinesischen Botschaft in Wien, Dr. Ho Fengshan, beschloss, durch Visa den Juden ...

Der Roman „Stille Helden der Nacht“ von Weina dal Randel behandelt die jüdische Geschichte Wiens. Der Generalkonsul der chinesischen Botschaft in Wien, Dr. Ho Fengshan, beschloss, durch Visa den Juden in Wien zur Auswanderung nach Shanghai zu verhelfen.

Seine Frau, Grace, lernte eines Tages die junge Jüdin Lola kennen, die ihr Deutschunterricht geben möchte. Doch als Lola und ihre Familie Opfer eines brutalen Überfalls werden, bittet Grace ihren Mann, auch Lolas Familie bei der Auswanderung zu helfen.

Das Wirken von Dr. Ho Fengshan in Wien ist historisch belegt. Die Freundschaft seiner Frau zur Jüdin Lola ist jedoch nur Fiktion.

Der Roman hat mir grundsätzlich gut gefallen. Der Zwiespalt, in dem sich Fengshan befindet, zwischen seinem Wunsch, den Juden zu helfen und doch die Interessen seines Landes zu bewahren, ist in jedem Satz spürbar. Grace wiederum zeichnet sich größtenteils durch ihr Selbstmitleid aus. Erst die Freundschaft mit Lola scheint ihr Denken und Handeln zu verändern. Lola ist eine starke Persönlichkeit, die trotz der ganzen Niederschläge, die sie erleidet, immer weiter kämpft. Doch bekommt man als Leser irgendwie immer das Gefühl, wie viel diese Frau ertragen muss.

Die Geschichte wechselt sich in der Erzählweise immer wieder zwischen den drei Protagonisten ab. Und auch hier kann man das Denken und Handeln der drei Figuren sehr gut spüren. Auch wenn die Geschichte ihre Längen hat, bleibt es doch immer wieder spannend und nicht vorhersehbar. Auch wenn ich schon viele historische Romane gelesen habe, die in dieser Zeit spielen, ist der Autorin doch eine Geschichte gelungen, die besonders ist.

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