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Claudia86

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2025

Wenn Wörter eine Währung wären

Der Wörterschmuggler
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Bruno Labastide ist ein Abenteurer, ein sympathischer Schuft und ein Sammler kurioser Geschichten: Als er in Venedig eine geheimnisvolle Japanerin kennenlernt, die ihre Liebhaber stets nur für eine Nacht ...

Bruno Labastide ist ein Abenteurer, ein sympathischer Schuft und ein Sammler kurioser Geschichten: Als er in Venedig eine geheimnisvolle Japanerin kennenlernt, die ihre Liebhaber stets nur für eine Nacht und gegen schöne Verse empfängt, versucht er, sie mit seinen Geschichten für sich zu gewinnen. Er erzählt von dem Jugendlichen, der Wörter schmuggelt, von der Frau, die in Paris von einem unsichtbaren Verehrer verfolgt wird und von vielen weiteren magisch-zauberhaften Begebenheiten, die in Buenos Aires, Paris oder Shanghai spielen und die am Ende wieder nach Venedig führen.

Ich muss gestehen, dass mich der Titel, das Cover und der Klappentext auf Anhieb angezogen haben. Aber hätte ich nicht gewusst, dass Bruno der Japanerin Keiko seine Geschichten schickt, um dafür von ihr mit einer Nacht belohnt zu werden, wäre ich so von alleine nicht darauf gekommen.

Zu Anfang begegnen sich die beiden, doch dann folgt eine Aneinanderreihung von Kurzgeschichten ohne einen vollständig zu erkennenden roten Faden. Man merkt zwischendurch nicht, was die Geschichten mit den beiden machen und wohin das Ganze führen soll. Und so kam hier leider für mich nicht wirklich eine Stimmung auf. Es gab einzelne Geschichten, die mich wirklich auch mitgenommen und berührt haben, aber leider hat sich mir die Geschichte als Ganzes so nur bedingt erschlossen.

Wer Kurzgeschichten mag, für den könnte „Der Wörterschmuggler“ gut geeignet sein, aber als Roman ist die Geschichte aus meiner Sicht nicht ganz rund.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Tod einer Würstchen-Königin

Verliebt, verlobt, verblichen
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Als plötzlich ihre Bekannte Greta bei einem Sturz aus dem Fenster ums Leben kommt, ist deren Mann Hubertus wieder frei. Hubertus war mal Wilhelmines große Liebe, bevor er sich lieber für Greta und ihr ...

Als plötzlich ihre Bekannte Greta bei einem Sturz aus dem Fenster ums Leben kommt, ist deren Mann Hubertus wieder frei. Hubertus war mal Wilhelmines große Liebe, bevor er sich lieber für Greta und ihr Wurstimperium entschieden hat. Doch was passiert jetzt? Hat Wilhelmine noch eine Chance auf ein Happy End mit dem Witwer?

Doch als Hubertus seinen Freunden Wilhemine und Bruno seine neue Verlobte vorstellt, ist Wilhemine entsetzt. Rosi, ist nicht nur deutlich jünger als Hubertus, sondern sieht auch noch einer Frau zum verwechseln ähnlich, die in einen mysteriösen Todesfall verwickelt ist, der sich erst vor kurzem in der Residenz, in der Bruno wohnt ereignete, wie der schnell feststellt.

Als Wilhelmine und Bruno vor dem Haus von Hubertus über einen Privatdetektiv namens Elvis stolpern, fangen die drei an unauffällig Nachforschungen in dieser Geschichte anzustellen. Dabei erhalten sie Unterstützung von Wilhemines Putzhilfe Lenka und Student Lukas. Aber mehrfach wird es für die Hobbyermittler auch richtig gefährlich...

Das Buch hat mich wirklich gut unterhalten. Die Protagonisten Wilhelmine, Bruno, Lenka, Lukas und Elvis waren mir sofort symphatisch. Und vor allem habe ich Herzilein sofort in mein Herz geschlossen. Die Handlung ist wirklich spannend gelungen und man fiebert mit den Protagonisten auf die Lösung des Falls hin. Und auch wenn es sich hier um einen Kriminalroman handelt, kommt auch der Humor hier nicht zu kurz und man muss auch über die ein oder andere Begebenheit schmunzeln oder auch mal herzhaft lachen.

Alles in allem ist der Autorin, Elizabeth Horn, auch mit „Verliebt, verlobt, verblichen“, eine spannende, unterhaltsame und auch berührende Geschichte gelungen die zu Lesen einlädt. Und ich möchte gern mehr davon, mehr von Wilhelmine, Bruno und ihren „Detektiven“.

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Veröffentlicht am 12.04.2025

Der Mythos Barbie

Ein Leben für Barbie
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Im Jahr 1956 macht sich Ruth Handler, Mitbegründerin des aufstrebenden Spielzeugunternehmens Mattel, daran, den Markt zu revolutionieren: mit einer Puppe, die wie eine erwachsene Frau aussieht. Im Gegensatz ...

Im Jahr 1956 macht sich Ruth Handler, Mitbegründerin des aufstrebenden Spielzeugunternehmens Mattel, daran, den Markt zu revolutionieren: mit einer Puppe, die wie eine erwachsene Frau aussieht. Im Gegensatz zu den üblichen Babypuppen, die die traditionelle Mutterrolle bestärken, soll diese Puppe kleine Mädchen dazu ermutigen, alles sein und tun zu können, was sie wollen. So wird Barbie geboren!

Ruth muss sich nicht nur an beruflicher Front behaupten, sondern gerät auch immer wieder in Streit mit ihrer Tochter Barbara, Namensgeberin für Barbie. Denn Barbara findet sich so gar nicht in dem neuen Frauenbild wieder. Doch Ruth macht weiter, mit der Hilfe ihres Mannes Elliot, dem Ingenieur Jack Ryan und der ambitionierten Modedesignerin Stevie Klein. In den kommenden Jahrzehnten wird Barbie zu einem Phänomen, das den Spielzeugmarkt revolutioniert. Aber je größer der Erfolg, desto tiefer der Fall, und die Probleme bei Mattel fangen gerade erst an …

Die Autorin Reneé Rosen schafft mit ihrer Erzählweise eine facettenreiche und spannende Geschichte, die abwechselnd aus der Sicht von Ruth, Jack und Stevie erzählt wird.

Ruth ist bei ihrer ältesten Schwester aufgewachsen, weil ihre Mutter nicht noch ein Kind aufziehen wollte. Auch wenn sie bei ihrer Schwester erleben konnte, wie man erfolgreich ein Unternehmen führt, konnte sie ihr doch nicht die liebevolle Mutter ersetzen. Und so kommen auch bei Ruth in ihrem späteren Leben die Kinder oftmals zu kurz. Ruth ist eine Kämpferin in einer Männerdomäne und hat oft mit der Akzeptanz des „starken“ Geschlechtes zu kämpfen.

Jack, der Chefingenieur bei Mattel, zeichnet federführend für die Entwicklung der Barbie. Doch neben seinem beruflichen Perfektionismus quälen ihn ganz andere Probleme. Es ist manisch-depressiv und Legastheniker. Das versucht er mit ständig wechselnden Affären, Alkohol und Partys zu kompensieren.

Stevie, eine junge Designerin, die eigentlich immer Haute Couture entwerfen wollte, lernt schnell, dass man Mode nicht einfach kleiner machen kann, damit sie Barbie passt. Doch steckt sie gegenüber ihren ehemaligen Kommilitonen in einem Zwiespalt, da diese sich über Barbie lustig machen.

Doch der Mythos Barbie brachte für alle auch Schattenseiten mit sich. Gegner fanden Barbie zu dünn, zu unnatürlich und zu perfekt. Und so feiern die drei Protagonisten die Erfolge und haben aber auch mit Rückschlägen zu kämpfen.

Alles in allem hat die Autorin eine spannende und interessante Geschichte über den Mythos Barbie geschaffen, und die beeindruckende Frau, die hinter der Entstehung steckt.




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Veröffentlicht am 06.04.2025

Der Traum vom schönen Leben

Dallmayr. Der Traum vom schönen Leben
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Ende des 19. Jahrhunderts in München, übernahmen die Eheleute Anton und Therese Randlkofer den Feinkostladen Dallmayr. Doch die Delikatessen, die dort angeboten werden, sind für die einfachen Leute in ...

Ende des 19. Jahrhunderts in München, übernahmen die Eheleute Anton und Therese Randlkofer den Feinkostladen Dallmayr. Doch die Delikatessen, die dort angeboten werden, sind für die einfachen Leute in der Stadt nicht erschwinglich. Aber so stehen sie häufig vor den Schaufenstern und träumen von einem besseren Leben...

Doch als der Seniorchef plötzlich stibt, ist die Existenz der Familie bedroht. Denn auch sein Bruder Max hat es darauf abgesehen, etwas von dem Erbe abzubekommen, welches Anton jedoch nur seiner Frau und seinen Kindern vermacht hat.

Die Geschichte, die auf den bekannten Informationen zur Firmengeschichte des Delikatessenhauses Dallmayr beruht, ist in großen Teilen fiktiv. Jedoch bekommt man durch die Erzählungen der Autorin ein realistisches Bild des Unternehmens und Lebens in München zur Zeit der Jahrhundertwende beschrieben.

Anfangs noch etwas zäh, kommt man doch bald schneller durch die Geschichte voran. Doch die Kapitellängen mit jeweils etwa 200 Seiten stören den Lesefluss doch etwas. So habe ich mir die Geschichte einfach in kleine Abschnitte geteilt.

Soviel sein jetzt schon verraten, auf den 640 Seiten passiert sehr viel. Die Figuren waren alle sehr sympathisch, auch wenn ich vielleicht nicht jede ihrer Entscheidungen verstehen konnte. Aber nicht alles ist so gleich immer vorhersehbar gewesen und so blieb die Spannung bis zum Schluss erhalten.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und die Fortsetzung wartet auch schon auf meinem SUB.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Hat die Liebe noch eine zweite Chance?

Wild Rose Cottage
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Als Calla nach Jahren in ihr Heimatdorf zurückkehrt, trifft sie als erstes auf ihre alte Jugendliebe Rowan, als sie mit ihrem Auto in seinen Wagen fährt. Eine Situation, die definitiv nicht auf einen Neuanfang ...

Als Calla nach Jahren in ihr Heimatdorf zurückkehrt, trifft sie als erstes auf ihre alte Jugendliebe Rowan, als sie mit ihrem Auto in seinen Wagen fährt. Eine Situation, die definitiv nicht auf einen Neuanfang hoffen lässt. Noch dazu reagiert er ihr gegenüber sehr unfreundlich.

Als Calla erfährt, dass Rowan inzwischen alleinerziehender Vater ist, weiß sie nicht so recht, wie sie damit umgehen soll. Und außerdem hat er alles Recht der Welt auf sie sauer zu sein, weil sie damals mit ihrer Mutter gegangen ist und sich nicht mehr bei ihm gemeldet hat.

Die Autorin, Cassia Bieber, hat eine schöne Geschichte geschaffen, die definitiv nicht so kitschig ist, wie es das Cover vielleicht vermuten lässt.

Die beiden Protagonisten, die sich auch in der Erzählperspektive abwechseln, sind sympathisch und man kann sehr gut nachvollziehen, dass das Leben für die beiden nicht immer einfach war. Man merkt aber auch schnell, dass zwischen den beiden eine besondere Anziehung herrscht, die sich auch nach all den Jahren nicht verändert hat.

Calla, die damals, als sich ihre Eltern getrennt hatten, sich entscheidet mit ihrer Mutter zu gehen, konnte Rowan und ihre Heimat Wiltshire nie vergessen. Doch ein Schicksalschlag brachte ihr ganzes Leben durcheinander. Und Rowan möchte eigentlich immer nur das Beste für seinen Sohn.

Ob die beiden noch eine zweite Chance haben? Lest selbst!

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