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Claudia86

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.12.2024

Spuren der Zeit

Gebt mir etwas Zeit
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Hape Kerkeling hat die Zeit während der Corona-Pandemie genutzt, um sich mit seiner und vor allen Dingen der Herkunft seiner Großmutter Bertha zu beschäftigen. Und diese Kenntnisse seiner Ahnenforschung ...

Hape Kerkeling hat die Zeit während der Corona-Pandemie genutzt, um sich mit seiner und vor allen Dingen der Herkunft seiner Großmutter Bertha zu beschäftigen. Und diese Kenntnisse seiner Ahnenforschung hat er in dieses Buch gesteckt. „Gebt mir etwas Zeit“ ist von der Grundidee etwas außergewöhnlich. Hier handelt es sich nicht um eine klassische Autobiographie, aber auch nicht um eine bloße Abhandlung ahnengeschichtlicher Erkenntnisse.

Hape Kerkeling erzählt nicht die Facetten seines Lebens, von seinen ersten Schritten in der Fernsehbranche, bis hin zu seiner ersten großen Liebe, die durch Krankheit AIDS gefährlich bedroht wird und sein Leben ist wanken bringt. Sondern er spickt seine Erzählung mit historischen Kapiteln, erzählt er von einem Ahnen, und wie sich dessen Leben im Amsterdam des 17. Jahrhunderts zugetragen haben könnte. Auch an kritischen Themen wie religiösen Zwängen, Sklaverei und Kolonialgeschichte hat er hier nicht gespart.

Ich muss zugeben, dass mir Hapes persönliche Erinnerungen am besten gefallen haben. Die vermutlich überwiegend fiktiven Geschichten realer Vorfahren fand ich stellenweise doch etwas zäh. Aber als Gesamtpaket und durch den Wechsel der beiden Erzählstränge ist ein unterhaltsames Buch entstanden, in dem man den Geist von Hape Kerkeling spüren kann.

Spannend ist doch auch das Ergebnis, zu dem er in seiner Forschung gekommen ist. Es zeigt mal wieder, dass man als Individuum in dieser Welt nicht allein ist, sondern dass es die persönliche Geschichte ist, die einen zu dem macht, was man ist und was man sein möchte.

Das Buch ist definitiv eine Empfehlung für alle, die sich gern von der Person Hape Kerkeling unterhalten lassen und sich für Ahnenforschung interessieren.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Wie Weihnachten?

Feels like Christmas
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Heiligabend in Venedig oder Silvester in den Bergen? Wäre das vielleicht auch was für Euch? Vielleicht lasst ihr Euch einfach von den fünf Kurzgeschichten in „Feels like Christmas“ von Loewe intense inspirieren.

Die ...

Heiligabend in Venedig oder Silvester in den Bergen? Wäre das vielleicht auch was für Euch? Vielleicht lasst ihr Euch einfach von den fünf Kurzgeschichten in „Feels like Christmas“ von Loewe intense inspirieren.

Die fünf Autorinnen Gabriella Santos de Lima, Marina Neumeier, Alexandra Flint, Carolin Wahl und Kyra Groh schreiben in diesem Sammelband über besondere Protagonistinnen, herzerwärmende Freundschaften und weihnachtliche Abenteuer. Die Schreibstile der Autorinnen haben mir gut gefallen. Jede hat ihre ganz eigene Art zu schreiben und Emotionen zu transportieren.

Leider haben mich nur zwei Geschichten wirklich überzeugt. Das waren die Geschichten von Gabriella Santos de Lima und Kyra Groh. Die anderen Geschichten waren zwar auch gut erzählt, jedoch fiel es mir echt schwer, hier die vielen Protagonisten in der Kürze der Zeit wirklich auseinanderzuhalten und so auch besser kennen zu lernen. Vielleicht hätte man hierzu die Reihen der Autorinnen kennen müssen.

Alles in allem bekommt man mit „Feels Like Christmas“ eine nette Kurzgeschichtensammlung, die auf Weihnachten einstimmt. Ich denke vor allem für Fans der ursprünglichen New-Adult-Reihen der Autorinnen sind diese weihnachtlichen Geschichten nochmal eine nette Zugabe.

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Veröffentlicht am 28.11.2024

Eine Chance für deine Träume?

Die Blüten der Träume
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Im ersten Teil der Triest-Saga „Die Blüten der Träume“, lernt man zunächst Anfang des 20. Jahrhunderts die junge Viktoria Liebenfels kennen. „Vicky“ ist das einzige Kind eines Wiener Wäschefabrikanten. ...

Im ersten Teil der Triest-Saga „Die Blüten der Träume“, lernt man zunächst Anfang des 20. Jahrhunderts die junge Viktoria Liebenfels kennen. „Vicky“ ist das einzige Kind eines Wiener Wäschefabrikanten. Vicky genießt ihre Nachmittage am liebsten mit ihrem Geliebten Rudolf von Auersperg, im Bett, und träumt von ihrer baldigen Hochzeit und dem damit verbundenen Aufstieg in der Gesellschaft.

Bevor es aber zu dem besprochenen, noch geheimen Heiratsantrag, kommen soll, möchte Vicky noch einmal den Urlaub in Triest genießen. Schon als kleines Mädchen war sie immer wieder gern mit ihren Eltern im Sommer zu Gast in der kleinen Pension Hortis. Nachdem Vicky hier den Weinbauern Fabrizio Ascoli kennenlernt, kann sie ihre Gefühle nicht so recht einordnen. Als sie dann mit ihren Eltern nach Wien zurückkehrt, erwartet sie statt des Heiratsantrages jedoch die Tatsache, dass ihre uneheliche skandalöse Beziehung zu Rudolf aufgeflogen ist und er sich zwischenzeitlich mit einer anderen verlobt hat.

Gesellschaftlich geächtet und von ihren Eltern fallen gelassen, kratzt sie ihre letzten Ersparnisse zusammen und kehrt zurück nach Triest, wo sie doch immer glücklich war. Angekommen in der Pension Hortis hofft Vicky, dass sich doch alles noch zum Guten wenden kann. Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse...

Die Geschichte ist in Kapiteln unterteilt, die abwechselnd von Vicky, Fabrizio Ascoli, dessen Schwester Valeria und Melitta Braun, der Nichte des Pensionswirtes erzählt werden. Durch die wechselnden Sichtweisen kann man der Geschichte gut folgen und die handelnden Personen kennenlernen.

Nach den ersten Seiten dachte ich noch, was für ein vergnügungssüchtiges junges Mädchen Vicky ist. Doch im Verlauf der Geschichte entwickelt sie sich zu einer starken und mutigen Frau, die auch mal an andere denkt. Jedoch musste sie ja auch gezwungenermaßen erwachsen werden. Fabrizio ist der Mann, der immer nur das Beste für seine Familie wollte, und dabei einfach sich selbst vergessen hat. Doch mir scheint es ein wenig, als fehle es ihm an Durchsetzungsvermögen. Seine Schwester Valeria ist ihrer Zeit weit voraus und möchte doch so gern ein selbstbestimmtes Leben führen. Auf Kosten ihrer Familie? Und Melitta finde ich echt ein bisschen anstrengend. Sie ist das typische Mauerblümchen und sehr verbissen. Dabei wollte sie doch eigentlich immer nur ein besseres Leben führen, an der Seite eines Mannes, dem sie ihr Herz schenken kann, und hatte doch gehofft, dass sie eines Tages die Pension von ihrem Onkel erben würde. Doch dann kam Vicky...

Der Roman ist unterhaltsam, doch leider fehlt es der Geschichte und auch den Figuren an Tiefe!

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Veröffentlicht am 02.11.2024

Der Zauber von Weihnachten

Weihnachtszauber im kleinen Chalet am Gardasee
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Soléa und Timo sind die Protagonisten von „Weihnachtszauber im kleinen Chalet am Gardasee“, dem dritten Teil der Verliebt am Gardasee-Reihe von Mirjam Schweigkofler.

Soléa steht kurz davor, ihr Hotelmanagement-Studium ...

Soléa und Timo sind die Protagonisten von „Weihnachtszauber im kleinen Chalet am Gardasee“, dem dritten Teil der Verliebt am Gardasee-Reihe von Mirjam Schweigkofler.

Soléa steht kurz davor, ihr Hotelmanagement-Studium als Jahrgangsbeste abzuschließen. Hierzu fehlt ihr jedoch nur noch ihr letztes Pflichtpraktikum, das sie im kleinen Chalet in Prada am Gardasee absolvieren möchte. Für das dreiwöchige Praktikum reist sie also nach einem emotionalen Abschied von ihrer besten Freundin und ihrer Familie nach Italien. Doch auf Grund eines Unfalls von Mauro, dem Chef des kleinen Chalets, beginnt ihr Praktikum anders als geplant. Zusammen mit ihrem Freund aus Kindertagen, Timo, will Soléa den Gästen des kleinen Chalets eine schöne Weihnachtszeit bereiten. Doch Timo verhält sich ihr gegenüber sehr distanziert, fast schon feindselig.

Soléa kann nicht verstehen, warum sich Timo ihr gegenüber so abweisend verhält. Sie möchte gern wissen, was dahinter steckt, und versucht immer wieder mit ihm ins Gespräch zu kommen. Er hat offensichtlich einen Grund, auf sie sauer zu sein. Doch was steckt wirklich dahinter?

Mit dem dritten Teil hat die Autorin einen Roman geschaffen, der Weihnachtsstimmung weckt. Leider kommt die besondere Weihnachtsstimmung am Gardasee, die man unbedingt mal erleben muss, nur bedingt rüber.

In Prada, nicht unweit von Garda, wird diesmal die Geschichte von Soléa und Timo erzählt. Wie man es von der Autorin gewohnt ist, kommt man durch den flüssigen Schreibstil und die knappen Kapitel gut im Buch voran. Die Geschichte wird nur aus der Sicht von Soléa erzählt, was es stellenweise schwer macht, sich in Timo hineinzuversetzen und seine Handlungen zu verstehen. Daher kommt er teilweise auch eher unsympathisch rüber.

Auch Soléas Nonna spielt eine kleine Rolle in diesem Roman. Sie ist eine wichtige Stütze für ihre Enkelin. Aber man bekommt irgendwie schnell, dass Gefühl, dass sie in dieser Geschichte eigentlich mehr Platz bekommen sollte.

Neben den beiden Protagonisten trifft man auch wieder auf die Clique um Lili und Matteo aus den ersten beiden Teilen. Jedoch habe ich Ivy und Luca vermisst, die Protagonisten aus dem zweiten Teil. Aber trotzdem kann ich sagen, dass man das Buch auch gut lesen kann, ohne die ersten beiden Teile zu kennen. Es handelt sich bei allen drei Geschichten um in sich abgeschlossene Erzählungen, die eigentlich nur durch den Handlungsort und die Clique miteinander verwoben sind.

In dem Roman kommt rund um das kleine Chalet am Gardasee eine weihnachtliche Atmosphäre auf, auch wenn es manchmal doch sehr sachlich abgehandelt wird. Alles in allem eine Leseempfehlung für alle, die sich schon jetzt auf Weihnachten freuen!

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Veröffentlicht am 31.10.2024

Zwischen Romantik, Magie und Spannung...

Silver & Poison, Band 1 - Das Elixier der Lügen
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Das Buch „Silver & Poison - Das Elixier der Lügen“ von der Autorin Anne Lück ist der erste Band einer Urban-Romantasy-Dilogie.

Zunächst lernt man in der Geschichte die Protagonistin, die 19jährige Avery ...

Das Buch „Silver & Poison - Das Elixier der Lügen“ von der Autorin Anne Lück ist der erste Band einer Urban-Romantasy-Dilogie.

Zunächst lernt man in der Geschichte die Protagonistin, die 19jährige Avery kennen. Sie lebt mit ihrem Bruder zusammen in New York und arbeitet bei ihm in der Bar „Rhapsody“. Die Bar ist wegen ihrer Drinks, mit dem gewissen Extra, in der Stadt in aller Munde. Es handelt sich dabei um ein magisches Elixier, das die Gäste glücklicher macht.

Avery ist Poisonerin. Das bedeutet, dass sie Emotionen von Menschen mit Hilfe magischer Tränke beeinflussen kann.

Als man Avery zu Beginn des Buches kennenlernt, erscheint sie doch am ehesten wie der Typ „unscheinbare graue Maus“. Man merkt die innere Unruhe, die sie auf den Leser ausstrahlt. Sie scheint auf der Suche zu sein, weil sie irgendwie das Gefühl hat, nirgends so richtig dazuzugehören, vor allem weil sie der Meinung ist, dass ihre Magie nur sehr schwach ausgeprägt ist. Gleichzeitig plagen sie Schuldgefühle, weil sie Teil der berüchtigtsten Gang der Stadt ist, und weil ihr Großvater seit einem Schlaganfall in einem Heim lebt und es ihr vorkommt, als hätte sie einen Teil ihres Lebens verloren. Schließlich war er doch immer für sie da.

Anfangs habe ich mich mit Avery und der Geschichte wirklich schwergetan. Doch mit der Zeit wird ihre Geschichte, ihr Handeln und die ganzen Zusammenhänge plausibler. Man merkt, wie sich nicht nur Avery verändert, sondern auch mit ihr die ganze Geschichte. Auch fand ich den Fantasy-Einfluss sehr gut gelungen und wunderbar in die Geschichte in der realen Welt eingebunden.

Avery entwickelt sich im Verlauf des Buches weiter. Es ist schön zu beobachten, wie sie zu sich selbst und ihren Platz im Leben findet. Doch plötzlich schlägt das Schicksal wieder zu...

Auch wenn ich bis zu diesem Buch gedacht habe, dass ich eigentlich zu alt für New Adult bin, hat mich dieses Buch, auch mit der gelungenen Portion aus Romantik, Fantasy und Spannung, wirklich überzeugt und gut unterhalten.

Gemein ist der Cliffhanger am Ende des ersten Teils. Der Leser wird hier mit vielen ungelösten Rätseln zurückgelassen. Aber ich habe gleich den zweiten Teil auf meine Wunschliste gesetzt, weil ich unbedingt wissen will, wie es mit Avery weitergeht und welche Geheimnisse das Leben noch für sie bereithält.

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