Profilbild von Claudiabooklover

Claudiabooklover

Lesejury Star
offline

Claudiabooklover ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Claudiabooklover über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.08.2026

Ein Junggesellinnenabschied, der ganz anders endet als geplant

Bachelorette Party
0

Wenn ihr Thriller mit einer düsteren Atmosphäre, vielen Geheimnissen und einigen überraschenden Wendungen mögt, dann …


Wie stellst du dir den perfekten Junggesellinnenabschied vor?

Bestimmt als große ...

Wenn ihr Thriller mit einer düsteren Atmosphäre, vielen Geheimnissen und einigen überraschenden Wendungen mögt, dann …


Wie stellst du dir den perfekten Junggesellinnenabschied vor?

Bestimmt als große Party mit viel Spaß, leckeren Drinks und einer unvergesslichen Zeit mit den besten Freundinnen. Der Junggesellinnenabschied, um den es in diesem Buch geht, ist allerdings alles andere als unbeschwert. Dabei fängt alles ganz harmlos an

Worum geht’s?
Anneliese feiert ihren Junggesellinnenabschied auf einer abgelegenen schwedischen Schäreninsel. Ein luxuriöses Yoga-Retreat, traumhafte Natur und ein Wochenende unter Freundinnen, eigentlich die perfekten Voraussetzungen. Doch Tessa verbindet mit der Insel ein ungelöster Vermisstenfall. Vor zehn Jahren verschwanden dort vier junge Frauen spurlos. Als das einzige Boot abtreibt und die Gruppe von der Außenwelt abgeschnitten ist, kippt die Stimmung. Geheimnisse kommen ans Licht, Misstrauen macht sich breit und plötzlich ist nichts mehr, wie es scheint.

Ein echt packender Thriller, wobei ich finde, dass er eher gemütlich losgeht. Die Spannung baut sich nach und nach auf und dann wird es so richtig spannend. Ich konnte das Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand legen und war zu keinem Zeitpunkt sicher, wer für die Gräueltaten verantwortlich ist.

Es gab immer wieder Wendungen, die mich überrascht haben, und ich habe zwischendurch wirklich jeden einzelnen verdächtigt. Die teilweise bedrückende Atmosphäre auf der abgelegenen Insel und das Gefühl, dass jede Figur etwas zu verbergen hat, fand ich echt besonders gelungen.

Ich hatte schon länger keinen Thriller mehr gelesen und war deshalb besonders gespannt. Nachdem ich bereits einige neugierig machende Rezensionen gelesen hatte, kann ich jetzt auch sagen, dass die Geschichte wirklich fesselnd ist.

Wenn ihr Thriller mögt, die ihre Spannung langsam aufbauen, mit einer düsteren Atmosphäre, vielen Geheimnissen und einigen überraschenden Wendungen, dann solltet ihr euch Bachelorette unbedingt anschauen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.07.2026

Zwischen Mirabellen, Sommerduft und einem Neuanfang

Mirabellentage
0

„Heimkommen kann man nur, wenn man von zu Hause weg geht!“

Wieder einmal möchte ich mit einem wunderschönen Zitat beginnen. Und wenn ihr das Buch gelesen habt, werdet ihr verstehen, was damit gemeint ...

„Heimkommen kann man nur, wenn man von zu Hause weg geht!“

Wieder einmal möchte ich mit einem wunderschönen Zitat beginnen. Und wenn ihr das Buch gelesen habt, werdet ihr verstehen, was damit gemeint ist. ❤️ Ich finde übrigens auch, dass der Titel einfach perfekt gewählt ist.

Da mir „Mühlensommer“ schon unglaublich gut gefallen hat, war die Vorfreude auf Mirabellentage riesig. Und ich habe mich vom ersten Moment an wieder in Blumfeld zu Hause gefühlt.

Worum geht’s?
Anna ist Anfang fünfzig und war viele Jahre die Haushälterin von Pfarrer Josef. Eigentlich ist sie aber viel mehr als das. Sie ist die gute Seele des Ortes. Als Josef plötzlich stirbt, gerät ihre ganze Welt ins Wanken. Doch bevor sie überhaupt Zeit hat, über ihre Zukunft nachzudenken, soll sie seinen letzten Wunsch erfüllen und seine Asche ans Meer bringen. Eine Reise, die viel mehr wird als nur eine Fahrt ans Meer.

Besonders gefallen hat mir der Schreibstil. Martina Bogdahn schreibt so lebendig, dass ich alles direkt vor Augen hatte. Den Duft des Sommers, die Mirabellen, Blumfeld… ich hatte das Gefühl, mittendrin zu sein.

Und dann dieser Humor. 😂 Die Busfahrt zur Sebastian Kneip (P)-Tour… ich musste so lachen.

Gleichzeitig ist die Geschichte unglaublich gefühlvoll. Stück für Stück durfte ich Anna kennenlernen und sie ist mir immer mehr ans Herz gewachsen. Ich fand den Gedanken so schön, dass Pfarrer Josef sich diesen letzten Wunsch vielleicht ganz bewusst ausgesucht hat, damit Anna endlich einmal ans Meer kommt und dabei vielleicht auch sich selbst ein Stück näher.

Für mich steckt in diesem Buch so viel mehr als nur eine schöne Geschichte. Ich habe ganz viele kleine Botschaften zwischen den Zeilen entdeckt.

Wenn ihr Geschichten mögt, die euch zum Lachen bringen, ans Herz gehen und euch ganz nebenbei daran erinnern, dass es nie zu spät ist, neue Wege zu gehen, dann ist „Mirabellentage“ genau das richtige Buch. Für mich war es eine wunderschöne Wohlfühlgeschichte mit ganz viel Herz und Tiefgang, die bestimmt noch lange in mir nachklingen wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.07.2026

Ein Garten voller Wunder – Eine Geschichte, die Herz und Seele zum Blühen bringt

Ein Garten voller Wunder
0

»Aus der größten Leere entstehen oft die schönsten Blüten.« 🌸
– Zitat S. 29

Mit diesem Zitat möchte ich meine Rezension zu dem wundervollen Debütroman »Ein Garten voller Wunder« von Christiane Wolter ...

»Aus der größten Leere entstehen oft die schönsten Blüten.« 🌸
– Zitat S. 29

Mit diesem Zitat möchte ich meine Rezension zu dem wundervollen Debütroman »Ein Garten voller Wunder« von Christiane Wolter beginnen.

Selten hat mich ein Buch auf so leise und zugleich intensive Weise berührt. Die Geschichte beginnt traurig, ohne dabei jemals bedrückend zu werden. Stattdessen strahlt sie eine Wärme und Hoffnung aus, die mich von der ersten bis zur letzten Seite begleitet haben.

Christiane Wolter erzählt die Geschichte der 32-jährigen Ella, die nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter in ihr Elternhaus zurückkehrt. Dort erwarten sie nicht nur Erinnerungen und Trauer, sondern auch ein verwilderter Garten. Während sie beginnt, die Beete wieder zum Blühen zu bringen, setzt sie Stück für Stück auch ihr eigenes Leben neu zusammen. Unterstützt wird sie dabei von ihrem weisen Nachbarn Herrn Langenbeck, dessen Gedanken und Lebensweisheiten mich immer wieder zum Nachdenken gebracht haben.

»Manchmal muss etwas erst zerbrechen, damit es seine vollkommene Form finden kann.«
– Zitat S. 37

Besonders die japanische Kunst des Kintsugi, bei der Zerbrochenes nicht versteckt, sondern mit Gold veredelt wird, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Eine wunderschöne Botschaft darüber, dass unsere Brüche und Narben Teil unserer Geschichte sind und uns nicht weniger wertvoll machen.

Es war so schön, Ella auf ihrem Weg zu begleiten. Zu sehen, wie sie langsam wieder Wurzeln schlägt, Mut fasst und wächst. Und ebenso schön war es, ihren Garten förmlich beim Erblühen zu beobachten. Die Geschichte ist ruhig erzählt und gleichzeitig voller Leben, Hoffnung und kleiner Wunder.

Besonders berührt haben mich die vielen klugen Gedanken, die in der Geschichte stecken. Den Vergleich mit der Regentonne fand ich so schön.

Wie eine Regentonne nur eine bestimmte Menge Wasser aufnehmen kann, können auch wir Menschen eine gewisse Menge an Belastungen tragen. Doch wenn immer mehr hinzukommt und wir vergessen, für einen Ausgleich zu sorgen, läuft irgendwann auch unsere Tonne über. Ein einfaches Bild, das so viel Wahrheit in sich trägt.

Auch dieses Gespräch zwischen Ella und Herrn Langenbeck ist mir besonders im Gedächtnis geblieben:
»Unkraut raubt den Nutzpflanzen Licht und Nährstoffe, die sie dringend benötigen. Es ist wie die Sorgen, die Sie sich machen. Sie rauben den positiven Gedanken jede Lebensgrundlage.«
– Zitat S. 76

Wie wahr.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2026

Ein Stück Großbritannien zwischen zwei Buchdeckeln

Dear Britain
0

Eine Reise durch Großbritannien mit Annette Dittert. Für mich als England-Fan ein absolutes Herzensbuch

Ich musste das Buch sofort haben, weil ich mein Herz irgendwann an England verloren habe. Kaum bin ...

Eine Reise durch Großbritannien mit Annette Dittert. Für mich als England-Fan ein absolutes Herzensbuch

Ich musste das Buch sofort haben, weil ich mein Herz irgendwann an England verloren habe. Kaum bin ich in London, habe ich dieses ganz besondere Kribbeln im Bauch und ein Dauergrinsen im Gesicht. Genau dieses Gefühl beschreibt Annette Dittert ebenfalls und ich habe mich darin sofort wiedergefunden.

Schon London Calling habe ich mit großer Begeisterung gelesen. Umso mehr habe ich mich auf Dear Britain gefreut. Die Vorfreude hat sich für mich auf jeder einzelnen Seite gelohnt. Ich habe das Buch unglaublich gern gelesen und am liebsten wäre ich Annette Dittert noch viel länger durch Großbritannien gefolgt.

Dass Annette Dittert viele Jahre als ARD-Auslandskorrespondentin aus London berichtet hat und mittlerweile selbst die britische Staatsbürgerschaft besitzt, merkt man auf jeder Seite. Sie kennt das Land nicht nur unglaublich gut, sondern erzählt mit einer Wärme und Authentizität, die mich sofort mitgenommen hat.

Dieses Buch ist nicht einfach ein Sachbuch über den Brexit. Sondern eher eine sehr persönliche Liebeserklärung an Großbritannien. Es ist ehrlich, kritisch und gleichzeitig voller Wärme. Annette Dittert erzählt von politischen Hintergründen ohne das sie trocken rüber kommen. Stattdessen nimmt sie uns mit mitten hinein in das echte Großbritannien. Das fand ich besonders spannend.

Außerdem haben mich die Einblicke hinter die Kulissen, wie das House of Lords, die traditionsreichen Gentlemans Clubs, die britische Gartenkultur, das ungeschriebene Verfassungssystem und natürlich ihr buntes Narrowboat Emilia am Regent’s Canal fasziniert. Gerade dieser Teil hat mich besonders gut gefallen, weil ich selbst schon so oft am Regent’s Canal entlangspaziert bin und jedes Mal diese besondere Atmosphäre genieße. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, wieder dort zu sein.

Ich liebe einfach die Art, wie Annette Dittert erzählt. Informativ, klug, humorvoll und dabei so nah, dass ich manchmal das Gefühl hatte, sie würde mir das alles erzählen.

Für mich ist Dear Britain eine absolute Empfehlung für alle, die England genauso lieben wie ich. Für alle, die mehr über Land und Leute erfahren möchten. Für alle, die verstehen wollen, was Großbritannien heute bewegt. Und für alle, die sich beim Gedanken an London und England sofort ein kleines bisschen zu Hause fühlen.

Hier noch ein Zitat, welches Annette Dittert noch eine Weile begleitet hat:
“Man muss sich im Leben an die Kirschen erinnern und nicht an die Kerne.”
Ich finde es auch ganz besonders.
Ein wunderschöner Gedanke, der auch bei mir nachklingt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2026

Zwischen Meeresrauschen und Pferdeglück

Der kleine Sanddornhof - Träume im Muschelstieg
0

„Was ist so schön wie Fliegen? Nur besser.“

Willkommen in Muschelstieg.

Ich fange mal mit dem wunderschönen Cover an, es lädt mich sofort zum Träumen ein. Und schon nach den ersten Seiten war ich ...

„Was ist so schön wie Fliegen? Nur besser.“

Willkommen in Muschelstieg.

Ich fange mal mit dem wunderschönen Cover an, es lädt mich sofort zum Träumen ein. Und schon nach den ersten Seiten war ich mitten in Muschelstieg angekommen und habe mich dort sofort wohlgefühlt. Zwischen Meer, Dünen und den liebenswerten Muschelstieglern sind beim Lesen wunderschöne Bilder in meinem Kopf entstanden.

Worum geht’s?
Nach Jahren kehrt Svea zurück nach Muschelstieg auf den Gutshof ihrer verstorbenen Eltern. Eigentlich möchte sie den Hof nur wieder verpachten und anschließend in ihr Leben zurückkehren. Doch der Hof ist in einem desolaten Zustand und plötzlich steht auch noch der Trakehner Fiete auf dem Grundstück, ausgesetzt und dringend auf Hilfe angewiesen.

Während die Dorfgemeinschaft tatkräftig mit anpackt, wächst in Svea langsam die Frage, ob sie ihren Jugendtraum von einem Therapiezentrum für vernachlässigte Pferde doch noch verwirklichen soll. Und als wäre das nicht schon herausfordernd genug, stellt auch der sympathische Meeresförster Jannes ihr Herz ganz schön auf die Probe.

Sveas Geschichte hat mich tief berührt. Ich habe mit ihr gehofft, gezweifelt und mitgefiebert. Besonders die Szenen mit Fiete haben mein Herz berührt.

Dieses Zitat passt einfach perfekt: „Du hast dein Herz vorausgeworfen, Svea. Also reit verdammt noch mal hinterher.“

Wie gerne würde ich selbst meine Hände in Fietes Mähne vergraben, am Strand entlangreiten, den Blick aufs Meer genießen und einfach den Moment leben.

Julia Reymers erzählt eine Geschichte über Neuanfang, Vertrauen, Zusammenhalt, Pferdeliebe und das Verarbeiten alter Wunden. Die Mischung aus Meeresrauschen, Küstenflair, leiser Romantik und ganz viel Herz macht diesen Roman für mich zu etwas ganz Besonderem.

Besonders spannend fand übrigens auch, dass ich den Beruf des Meeresförsters kennenlernen durfte, davon hatte ich vorher noch nie gehört.

Ich habe jede einzelne Seite genossen und konnte mein PocketBook kaum aus der Hand legen.

Für mich ist „Der kleine Sanddornhof“ eine absolute Leseempfehlung und eine kleine Auszeit am Meer. Eine gefühlvolle Geschichte mit Tiefgang, authentischen Figuren und echter Wohlfühlatmosphäre.
.

Ein kleines Extra gibt es am Ende auch noch- ein leckeres Rezept für Erdbeerkuchen.

Zum Schluss möchte ich unbedingt noch eine schöne Textstelle teilen:

»Das dumpfe Trommeln seiner Hufe auf dem nassen Sand vermischte sich mit dem Rauschen der Wellen zu einer wilden Sinfonie. Das ist wie Fliegen, nur … besser.Und schneller. Wie hatte ich all die Jahre darauf verzichten können? Ein Glucksen drang aus meiner Kehle.« Zitat / Textschnipsel


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere