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Veröffentlicht am 08.05.2025

Die Reisen der drei Helden in Everwish gehen aufregend weiter. Wunderbare Fortsetzung der Reihe.

Wishkeeper, Band 2 - Die Reise nach Silversands
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Wieder treffen sich unsere Hauptprotagonisten, Lexi, Milo und Talon im Park zusammen, um mit Hilfe der Inklinge durch das Portal in die Traumwelt Everwish zu gelangen. Doch dieses Mal sind die drei völlig ...

Wieder treffen sich unsere Hauptprotagonisten, Lexi, Milo und Talon im Park zusammen, um mit Hilfe der Inklinge durch das Portal in die Traumwelt Everwish zu gelangen. Doch dieses Mal sind die drei völlig verwirrt. Die sonst so farbenfrohen Reisebegleiter sind alle grau und laufen Gefahr, sich im aktuellen Band nicht in Wunschwesen zu verwandeln. Mit einem Trick gelingt es den Wishkeepern jedoch wenigstens ein paar von ihnen dennoch zu einer Verwandlung zu unterstützen. Aber auch die entstandenen Wunschwesen sind grau. Was ist passiert? Hat der im ersten Band entflohene Horroxer Tremoris seine Finger im Spiel? Als auf ihrer Reise nach Silversands und Eterna dann auch noch drei ihrer treuesten Wunschwesenfreunde, der Crimson Hope, die Lumix Sirabelle und der Fireflash Baxter verschwinden und immer mehr schwarze klebrige Fäden ihren Weg säumen, sind die Wishkeeper in absoluter Alarmbereitschaft. Können sie ihre Freunde retten und die sich immer weiter ausbreitende Macht von Tremoris stoppen?

Der zweite Band "Wishkeeper - Die Reise nach Silversands" ist wirklich eine sehr würdige, spannende und aufregende Fortsetzung des ersten Bandes. Der Sympathiefunke gegenüber den drei Wishkeepern springt sofort wieder über und die bildhafte Art der Autorin, Barbara Laban, die Geschichte zu erzählen, bewirkt, daß wir Leser/innen das Gefühl bekommen, immer Teil der Handlung und mittendrin zu sein. Erneut tragen auch die herrlichen Illustrationen von Alessia Trunfio zur Anschauung und Leselust bei. Gleich im ersten Kapitel baut Barbara Laban einen sehr starken Spannungsbogen auf, der sich durch das komplette Buch bis zum Schluß durchzieht und uns Seite für Seite regelrecht verschlingen läßt. Hervorzuheben sind auch dieses Mal wieder, die - gerade für die jüngeren Leser/innen - erfreulich kurzen Kapitel, deren Bezifferungen mit einer der sehr schönen Illustrationen versehen sind.

Mein Fazit:

Allen Leser/innen die vom ersten Band schon begeistert waren und allen, die es lieben fantasievolle und spannende Geschichten zu lesen, kann ich auch diesen zweiten Band der Wishkeeper nur unbedingt empfehlen. Ich freue mich schon sehr auf Band drei und kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es Lexi, Milo und Talon weiter ergehen wird.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Kniffliger Cold Case im Ostseedorf

Ostseedämmerung
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Auch der 20. Fall der Ermittlerin Pia Korittki "Ostseedämmerung" von Eva Almstädt konnte mich wieder einmal überzeugen.

In einem kleinen Dorf an der Ostsee mit dem Namen Hövelau finden zwei Kinder bei ...

Auch der 20. Fall der Ermittlerin Pia Korittki "Ostseedämmerung" von Eva Almstädt konnte mich wieder einmal überzeugen.

In einem kleinen Dorf an der Ostsee mit dem Namen Hövelau finden zwei Kinder bei ihrem Spiel im Nachbarteich eine Wikingerfibel, ein Artefakt aus der Wikingerzeit. Ausgelöst durch dieses Ereignis kommt ein zurückliegender Vermisstenfall wieder ins Rollen. Nach ersten Nachforschungen durch das altbewährte Ermittlerteam Korittki und Broders wird ca. 3 km in einem Waldstück entfernt die Leiche der damals vermissten Archäologiestudentin Mira entdeckt. Schnell wird klar, daß Mira damals ermordet wurde. Warum mußte Mira sterben? und warum liegen ein paar Kilometer zwischen Fundort der Leiche und des Artefaktes? Gibt es überhaupt eine Verbindung?

Der Schreibstil von Eva Almstädt packt mich jedes mal wieder. Es ist diese gesunde Mischung aus detaillierter Beschreibung, Spannungsaufbau, gekonnt eingesetzten Cliffhangern am Ende eines Kapitels, Humor und angenehm kurzen Kapiteln, die auch bei diesem Band wieder zu fesseln und überzeugen wissen.
Die Figuren sind wunderbar bildhaft gezeichnet, so daß wir Leser/innen bereits nach kürzester Zeit fester Bestandteil der Dorfgemeinschaft sind und bald jede(n) genau zu kennen wissen.
Der Spannungsbogen zieht sich kontinuierlich durch den kompletten Krimi. Selbst die vereinzelten privaten Episoden der Ermittler in der Handlung bewirken dabei keinen Abbruch. Vielmehr erzeugen sie noch zusätzliche Spannung. Insbesondere bei denen, die Pia Korittki schon länger kennen.
Auch das Cover passt erneut hervorragend zu den Vorgängern der Reihe, auch wenn es nicht unmittelbar mit dem inhaltlichen Dorf Hövelau in Verbindung gebracht werden kann.

Mein Fazit:
Eine tolle und gelungene Fortsetzung der liebgewonnen Reihe, die auch ohne Kenntnis ihrer Vorgänger gelesen werden kann.
Allen, die diese Reihe schon seit Jahren kennen, aber auch allen Krimifans, die gerne einen Regionalkrimi mit immer neuen Irrungen und Wendungen lesen möchten, kann ich die "Ostseedämmerung" nur wärmstens ans Herz legen und unbedingt empfehlen.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Tiefer Einblick in eine verletzte, aber kämpferische Seele

Geprägt & Gezeichnet Durchs Leben
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Dieser Titel sagt tatsächlich in seiner Kürze im Grunde alles aus, was es zu dem Leben der Autorin Nadine Linow-Witt zu sagen gibt.

Sehr früh muß die Autorin den Tod der geliebten Eltern verkraften. Die ...

Dieser Titel sagt tatsächlich in seiner Kürze im Grunde alles aus, was es zu dem Leben der Autorin Nadine Linow-Witt zu sagen gibt.

Sehr früh muß die Autorin den Tod der geliebten Eltern verkraften. Die Folge sind Aufenthalte in diversen Heimen, in denen es ihr jedesmal sehr schwer auch nur ansatzweise ein Gefühl von Zuhause oder gar Heimat zu empfinden. In 10 Kapiteln lädt uns Nadine Linow-Witt dazu ein, einen sehr tiefen Einblick in ihr von Beginn an sehr schwieriges und trauriges Leben zu nehmen. Lassen wir uns jedoch darauf ein, lernen wir sie nicht nur besser kennen, sondern können auch für uns selber einiges lernen und mitnehmen, um auch unser Leben mal zu reflektieren und eventuell noch hier und da zu verbessern, oder auch einfach nur Dankbarkeit zu fühlen, weil es uns so viel besser bisher ergangen ist, als das Leben der Autorin.

Die gefühlsstarke und sehr emotionale Lektüre wird durch vereinzelte Privatfotos der Autorin und zahlreichen Zitaten und Sprüchen, die an Lebensweisheiten und Motivationsslogans erinnern, noch eindrucksvoll verstärkt.

Mich haben die knapp 150 Seiten im Leben von Nadine sehr bewegt und aufgewühlt, so daß ich schon sehr auf die Fortsetzung ihrer Memoiren gespannt bin. Ich werde sie in jedem Fall sehr gerne weiter auf ihrem Lebensweg begleiten, da ich für mich so viel aus der Lektüre mitnehmen kann.

Allen Leser/innen, die mal die andere Seite des Lebens kennenlernen möchten und nicht nur das grandiose Leben der Stars und Sternchen aus der Show- und Sportswelt nachverfolgen wollen, kann ich "Geprägt und Gezeichnet durchs Leben" von Nadine Linow-Witt nur unbedingt empfehlen. Eine ehrlichere und offenere Lebensgeschichte habt ihr voraussichtlich noch nicht gelesen.

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Überzeugende und reizende Suche nach der Selbstfindung

The Lesbiana's Guide to Catholic School
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Sonora Reyes hat mit "The Lesbiana's guide to catholic school" eine wunderbare und ehrliche Geschichte über eine 16-jährige Schülerin, mit mexikanischen Wurzeln, lesbischer Orientierung und Eigenverantwortung ...

Sonora Reyes hat mit "The Lesbiana's guide to catholic school" eine wunderbare und ehrliche Geschichte über eine 16-jährige Schülerin, mit mexikanischen Wurzeln, lesbischer Orientierung und Eigenverantwortung für ihren jüngeren Bruder ausgerechnet auf einer katholischen Schule geschrieben.

Die junge Yamilet (genannt Yami) wurde auf der ehemaligen Schule von ihrer Ex-Freundin geoutet. Auf der neuen, rein katholischen Schule hofft sie nun zusammen mit ihrem jüngeren Bruder Cesar auf einen Neuanfang. Sie versucht zunächst erst einmal neue Kontakte zu knüpfen, nicht zu sehr aufzufallen und ihren Bruder aus allen erdenklichen Schwierigkeiten herauszuhalten. Wie zu erwarten gelingen diese großen Ziele ihr nur teilweise. Und dann ist da noch die süße Bo, das einzig queere gut aussehende Mädchen auf der Schule. Kann Yamilet ihre Vorhaben realisieren? Und wird sie Bos Reizen widerstehen können? Und wie werden ihre Eltern reagieren?

Der Roman behandelt neben der Geschichte von Yami einige sehr spannende Themen, wie Rassismus, Migration, Suizidgedanken, familiäre Verantwortungsübernahme und einige andere. Das Beeindruckende dabei ist, daß es der Autorin so wunderbar gelingt, diese mit der eigentlichen Erzählung über Yamilet zu verknüpfen. Die Themen schwingen mit Yamilets Gedanken so mit und lassen uns dennoch bei der Lektüre immer wieder mal kurz innehalten, um nachzudenken. Der Spannungsbogen ist durch den tollen Schreibstil in der Ich-Form sehr schön besonders in der letzten Hälfte des Buches gezeichnet. Die Hauptprotagonistin erreicht unser Herz auf Anhieb und gerade durch die Ich-Perspektive sind wir ganz dicht bei ihr, in jeder Situation, in jedem Kapitel, die ähnlich der 10 Gebote mit fingererhobenen Anweisungen überschrieben sind.

Mein Fazit:

Ein wunderschöner, reizender, liebevoller, teilweise ironischer, aber auch nachdenklich machender Selbstfindungstrip einer jungen Schülerin, die sich gefühlsmäßig alleine durchs Leben kämpfen muß. Auch oder vielleicht sogar gerade für Heteros und natürlich auch für Queere sehr zu empfehlende Teenager-Story.

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Beklemmende, herausragende Fortsetzung der Forstau-Saga

Wintertöchter
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Oft ist es ja so, dass ein zweiter Teil weniger gut gelingt als sein Vorgänger, da die Messlatte bereits sehr hoch hängt. In diesem Fall jedoch hat mich Band 2 der "Wintertöchter - Die Kinder" noch mehr ...

Oft ist es ja so, dass ein zweiter Teil weniger gut gelingt als sein Vorgänger, da die Messlatte bereits sehr hoch hängt. In diesem Fall jedoch hat mich Band 2 der "Wintertöchter - Die Kinder" noch mehr mitreissen können als es Band 1 bereits geschafft hatte. Die Dramatrugie konnte Mignon Kleinbek noch einmal gewaltig steigern. Auch der Spannungsbogen ist sehr stark bis zum Ende des Bandes gesponnen und lässt uns Seite für Seite nur so verschlingen.

Anna Hohleitner verbleibt auf dem Julianenhof und geht ihrer Mutter Maria tagtäglich zur Hand, egal ob im Haushalt oder im Stall oder auf der Alm. Ein Besuch der Oberschule hat sich für sie erledigt. Ihr Stiefvater Roman erweist sich mehr und mehr als grausamer, cholerischer und gewalttätiger Mensch, der auch vor dem Leib und der Seele seiner Stieftochter nicht halt macht. Als Annas Mutter letzlich stirbt und Romans Gewalt und Zudringlichkeit immer mehr zunimmt, schmieden Anna und ihre "Tante" Barbara mit Hilfe ihrer jeweiligen Gabe einen Plan, ihn los zu werden. Wird es gelingen?

Der Titel des zweiten Bandes hat in mir positive und zuversichtliche Hoffnung für die Hauptprotagonistin Anna geweckt. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Der Inhalt des Buches hinterlässt uns Leser/innen indes sehr nachdenklich, traurig und bedrückt. "Die Kinder" nehmen im zweiten Teil der Saga eine besondere Stellung ein, die bei Anna allerdings schwere Spuren hinterlässt. Vor Roman kann man nur Angst bekommen und fragt sich, wie lange eine junge Frau wie Anna es nur so lange aushalten konnte.

Der zweite Band der Forstau-Saga ist für alle Leser/innen, die den ersten Teil "Die Gabe" bereits gelesen haben, ein unbedingtes Muß. Für alle diejenigen, die eine fiktive Geschichte in einen realen Ort und in tatsächlicher Historie verpackt lieben, empfehle ich sehr erst Band 1 zu lesen und dann mit dem zweiten Teil gleich fortzufahren.
Ich bin schon sehr auf den letzten Teil "Die Frauen" gespannt.

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