Bach bewegt nicht nur im Film, sondern auch bei der Lektüre dieses Buches
Bach bewegtKnut Elstermann hat sich in "Bach bewegt" mit den zahlreichen filmischen Versuchen, das Leben des großen Komponisten und Menschen Johann Sebastian Bachs wiederzuspiegeln, auseinandergesetzt. Er beäugt ...
Knut Elstermann hat sich in "Bach bewegt" mit den zahlreichen filmischen Versuchen, das Leben des großen Komponisten und Menschen Johann Sebastian Bachs wiederzuspiegeln, auseinandergesetzt. Er beäugt dabei teil sehr kritisch aber auch teils wohlwollend die Drehbücher, schauspielerischen Leistungen und die Arbeit der Regisseure und Kameramänner. Sehr schön stellt er bei jedem Film, über den er dann schreibt, den Bezug nicht nur zu Bach selber, sondern auch zu seinem Umfeld, Freunden, Bekannten und den Orten seines Schaffens dar. Wir bekommen somit stellenweise ein ganz neues Bild und viele neue Informationen über Bach zu lesen, was dieses Buch so interessant macht. Dabei schafft er es den doch eher trockenen Stoff sehr lebendig zu schildern und die Filme uns so spannend zu schildern, das wir, obgleich wir nicht jeden Film bisher gesehen haben, uns doch in die Szenerien hineinversetzen können. Es ist ebenfalls sehr spannend zu verfolgen, wie unterschiedlich sich die Regisseure dem Menschen Bach bei ihrer Arbeit annähern.
Für mich persönlich war besonders zum Ende des Buches die Aufzählungen und Erläuterungen der Verwendung der Kompositionen von Bach als begleitende Filmmusik sehr gelungen. Darüber hätte ich gerne noch mehr gelesen.
Hervorzuheben sei hier noch die Abbildung von vielen Fotos aus den verschiedenen Filmen, die uns natürlich die Lektüre noch eindrucksvoller erfahren läßt.
Allen Bachfreunden/-freundinnen und Liebhaber/innen von klassischer Musik, aber auch Cineasten, die insbesondere Biopics lieben kann ich dieses Buch unbedingt empfehlen.