Erotisch angehauchte, augenzwinkernde Hardcore-Horrorsatire. Genial
Feuchte BeuteGleich vorab: Mit "Feuchte Beute" ist Matthias Krause ein echter Geniestreich gelungen.
Die Horrorsatire startet mit einer öffentlichen Hexenverbrennung im Jahre 1575. Eine Hexe mit Namen Theodore wird ...
Gleich vorab: Mit "Feuchte Beute" ist Matthias Krause ein echter Geniestreich gelungen.
Die Horrorsatire startet mit einer öffentlichen Hexenverbrennung im Jahre 1575. Eine Hexe mit Namen Theodore wird öffentlich auch vor den Augen von Kindern verbrannt. Doch geschieht dieses nicht, ohne daß sie zuvor den Grafen Waldemar verflucht und ihm prophezeit, er würde sich in ein Monster verwandeln. Danach springt die Handlung in die Zukunft, in das Jahr 2028 nach Cuxhaven an die Nordsee. Hier leben ein Pärchen, welches zahlreichen Sexexperimenten sehr zugewandt und aufgeschlossen ist, zwei junge Frauen, die sich als Influencerinnen einen Namen machen wollen, eine Polizistin, die sich in der Männerwelt durchsetzen möchte, der immer wieder geliebte Pizzabote und andere Personen zusammen, nicht wissend, daß ein Rudel von Werwölfen auf den Weg zu Ihnen ist, um seinen Hunger und Sextrieb an ihnen stillen zu wollen.
Der Hinweis auf dem Cover des Buches, daß die Satire bitte von Personen über 18 Jahre gelesen werden sollte, sollte meiner Meinung auch ernst genommen werden. Das Buch erhält nicht nur die oben beschriebenen Sex- und Horrorszenen, sondern spart auch nicht mit dem ein oder anderen Ekelaspekt. Wer bei all diesen sexistischen, gruseligen und ekeligen Erzählungen jedoch auch Gefallen an vielen satirischen und humorvollen, überspitzten Sequenzen hat, die uns hinter viele fragwürdige Kulissen unserer Gesellschaft blicken lassen, kommt hier voll und ganz auf seine/ ihre Kosten und wird nicht enttäuscht, sondern wie ich total begeistert sein. "Feuchte Beute" toppt seine Vorgänger bei Weitem.
Ich bin jetzt schon sehr gespannt, was sich Matthias Krause als nächstes einfallen lässt. Die Meßlatte hat er sich selber jedenfalls sehr hoch gehängt!