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Veröffentlicht am 16.02.2026

Kurzweiliger Regionalkrimi ohne Spannung

Blutroter Wein
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Max Oban erzählt in seinem Regionalkrimi "Blutroter Wein" die zähe Ermittlungsarbeit des Detektivs Tiberio Tanner, der ausgerechnet an seinem gerade gewonnenen Weinstock einen ermordeten Journalisten vorfindet. ...

Max Oban erzählt in seinem Regionalkrimi "Blutroter Wein" die zähe Ermittlungsarbeit des Detektivs Tiberio Tanner, der ausgerechnet an seinem gerade gewonnenen Weinstock einen ermordeten Journalisten vorfindet. Dieser hatte sehr kritisch über ein Golfplatzprojekt zweier Weinhändler berichtet und hatte ein Foto einer geheimnisvollen Höhle mit Widmung bei sich. Während der Ermittlungen zu diesem Mordfall stößt Tanner auf weitere Verdächtige und Leichen, die möglicherweise im Zusammenhang mit dem Mord an dem Journalisten stehen.

Was verbirgt sich um das Geheimnis der Höhle? Warum musste der Journalist Delago sterben?

Alle Zutaten für einen spannenden Kriminalfall sind perfekt vorhanden. Doch Max Oban beschreibt lieber ausgiebig die wunderschöne Südtiroler Landschaft und zudem die ausgezeichneten Gaststätten, ihre wunderbar mundenden Speisen und Getränke. Hier wird dann auch der Titel des Krimis wieder aufgegriffen, wobei eigentlich das Blut an dem Weinstock gemeint ist und nicht die Mengen an Rot- und Weißwein, die Tanner bei seinen Ermittlungen zu sich nimmt. Und genau hier zerfällt dann der Spannungsbogen in seine Einzelteile. Dabei gesellen sich zu dem Mord noch sehr interessante weitere Nebenschauplätze, die der Spannung durchaus hätten zuträglich sein können. Leider gelingt dieses in meinen Augen jedoch gar nicht.

Mein Fazit:

Eine durchaus schöne kurzweilige Lektüre für alle die Südtirol in ihr Herz geschlossen haben und sich an viele wunderschöne Plätze zurückerinnern möchten. Krimiliebhaber, die atemberaubende Spannung und den entsprechenden Nervenkitzel bevorzugen, kommen hier nicht auf ihre Kosten.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Viel Mystery, weniger Thriller

Ein Pakt aus Asche und Blut
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"Ein Pakt aus Asche und Blut" von Sabine Riedel bietet uns Leser/innen mehr Mystery als Thriller.

Der historische Mystery-Thriller spielt zum einen in Ratingen um das Jahr 1460 und in Ratingen als auch ...

"Ein Pakt aus Asche und Blut" von Sabine Riedel bietet uns Leser/innen mehr Mystery als Thriller.

Der historische Mystery-Thriller spielt zum einen in Ratingen um das Jahr 1460 und in Ratingen als auch der Lübecker Bucht in der Gegenwart.

Um das Jahr 1460 wird Anna der Hexerei bezichtigt. Ihre Schwester Helene muss gegenüber dem Marschall Johann verschiedene Aufgaben erfüllen, um ihre Schwester vor dem Scheiterhaufen zu bewahren.

In der Gegenwart treffen der Feuerwehrmann Mark, der bei einem Waldbrand eine Frau in den Flammen zu sehen scheint und sich bemüht, diese zu retten, die Fotografin Katharina (Cat), die immer auf der Suche nach besonders außergewöhnlichen Motiven ist, und zu einem späteren Zeitpunkt Melanie, die aus der Lübecker Bucht nach Ratingen reist, um Licht in ihre eigene Vergangenheit und das Auftreten des Schattenmannes zu erlangen, aufeinander.

Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Jahrhunderten und wird es Melanie gelingen, den Schattenmann zu entlarven?

Im Grunde ist mit diesen Szenarien alles für einen historischen Mystery-Thriller vorbereitet. Und dennoch gelingt es der Autorin für mein Dafürhalten nicht, die nötige Spannung zu erzeugen. Die Geschichten laufen viel zu lange unabhängig nebeneinander her und auch zu den Protagonisten fehlte mir beinahe bis zum Ende der Bezug, um ausreichende Emotionen auszulösen.

Fazit: Mysteriöses ist in dem Buch ausreichend geboten, aber für die Bezeichnung Thriller fehlt mir hier zu viel Spannung und Tempo. Schade.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Eine junge Frau findet ihre Selbstbestimmung

Das Musikhaus an der Alster - Lied der Sterne
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"Das Musikhaus an der Alster" von Katja Dörr ist der erste Band der Musikhaus-Reihe der Autorin.

Katja Dörr erzählt in diesem Band die Geschichte von Theresa von Eiben, die plötzlich ohne ihre Eltern ...

"Das Musikhaus an der Alster" von Katja Dörr ist der erste Band der Musikhaus-Reihe der Autorin.

Katja Dörr erzählt in diesem Band die Geschichte von Theresa von Eiben, die plötzlich ohne ihre Eltern da steht. Da ihr Bruder Wilhelm von finanziellen Sorgen geplagt ist, hat er es sehr eilig, Theresa mit Franz Mayer, einem erfolgreichen Bankangestellten zu vermählen. Theresa ist jedoch bereits mit Jakob Hansen verlobt und möchte mit diesem ein Musikhaus in Hamburg an der Alster eröffnen. Kurz vor der Hochzeit muss Jakob geschäftlich nach Berlin und kehrt nicht mehr nach Hamburg zurück. Was ist in Berlin geschehen? Gemeinsam mit ihrem Musiklehrer, Georg Albers, der ihr am Bahnhof behilflich ist, macht sich Theresa auf den Weg nach Berlin, um herauszufinden, was mit Jakob geschehen ist.

Die Geschichte von Theresa ist sehr spannend erzählt. Gleich von Beginn an gelingt es der Autorin die Sympathien der Leser/innen für Theresa zu gewinnen und einen starken Spannungsbogen aufzubauen. Gemeinsam mit Theresa und Georg ziehen wir durch das bereits um 1909 2 Millionen Einwohner zählende Berlin und werden immer wieder von neuen Wendungen und Gefühlsregungen der beiden Protagonisten überrascht. Das Schicksal der jungen Frau berührt von Anfang an und läßt uns Seite für Seite bangen und hoffen.

Allen Leser/innen, die eine spannende Lektüre mit historischem Hintergrund über eine sich stark entwickelnde Protagonistin lieben, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen und freue mich schon auf den zweiten Band.

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Veröffentlicht am 20.12.2025

Absoluter Kloster-Thrill! Mehr Spannung geht nicht!

Schatten über dem Kloster
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"Schatten über dem Kloster" von Manuela Schörghofer ist mein grandioses Lesevergnügen zum Jahresende!

In einem Kloster Weißenfels wird im Jahre 1376 eine verbrannte, unkenntliche Leiche gefunden. Einzige ...

"Schatten über dem Kloster" von Manuela Schörghofer ist mein grandioses Lesevergnügen zum Jahresende!

In einem Kloster Weißenfels wird im Jahre 1376 eine verbrannte, unkenntliche Leiche gefunden. Einzige Möglichkeit zur Identifikation ist ein Ring, den die Leiche trägt, so das sie als Überrest des amtierenden Bürgermeisters von Füssen, Alois Vogler, ausgemacht werden kann. Da der Richter, Rudolf Falk schwer krank darniederliegt, bittet er seine Frau Isabella, mit den Ermittlungen zu beginnen. Isabella kommen erste Zweifel an einem Unfall, so das sie ein Fremdverschulden nicht ausschließen kann und will. Als ihr Mann dann relativ kurz darauf verstirbt, stellt sein letzter Wille ihr eine schwere Aufgabe: Sie bekommt seinen Besitz nur dann, wenn sie die exakte Ursache des Todes von Alois Vogler ermitteln kann. Für diese scheinbar unmögliche Aufgabe darf sie sich Hilfe hinzunehmen. Die beiden Freunde Magnus Bader (Medicus) und Leonhard Staller (Stadtschreiber) stehen ihr zur Seite. Doch werden sie erfolgreich sein? Und wer käme als Mörder bei tatsächlichem Fremdverschulden in Frage?

Der Roman spielt zu einer Zeit in Füssen als das Bürgertum drauf und dran war sich von der Macht der Kirche und Klöster und den Herzogtümern loszulösen und nach einer eigenen Verwaltung trachtete. Für entsprechenden Zündstoff ist somit auch historisch direkt gesorgt! Von Beginn an gelingt es Manuela Schörghofer dann sofort diese historisch bedingte Spannung auch in ihre Handlung konsequent zu übernehmen und durch die komplette Geschichte aufrechtzuerhalten. Sehr gekonnt gezeichnete Protagonisten erscheinen uns nahezu bildlich vor Augen und ziehen uns mit durch das mittelalterliche Füssen und /oder ins Kloster Mang. Immer wenn wir Leser/innen glauben kurz Luft holen zu können, wartet die Autorin mit einer erneuten unerwarteten Wendung auf und läßt uns ungläubig und atemlos weiterlesen. Neben der nie endenden Spannung erleben wir aber auch hautnah das damalige Leben im Kloster und in einer mittelalterlichen Stadt kennen.

Ein übersichtliches Personenverzeichnis, ein erläuterndes Glossar und eine sehr schöne Stadtkarte von Füssen im Jahre 1376 runden das Lesevergnügen hervorragend ab!

Allen Leser/innen, die historische Romane mit einer ordentlichen Portion Spannung vertragen können, kann ich diese Buch nur wärmstens empfehlen. Für mich ist dieses Buch nicht einfach nur ein historischer Roman, sondern nähert sich doch sehr einem wahren Kloster-Thriller! Der Titel "Schatten über dem Kloster" passt ausgezeichnet zum Inhalt, ansonsten geht für mich mit diesem Roman eher die Sonne im Bücherhimmel auf.

Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Sehr romantische und spannende Suche nach sich selbst und dem ersehnten Glück

Meeting Tom
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"Meeting Tom - Liebe hat kein Gedächtnis" von Sarah Mars ist eine wunderbar romantische, erotische und spannende Entdeckungsreise, um das wahre Glück und die wahre Liebe zu finden.

Aber wie so oft im ...

"Meeting Tom - Liebe hat kein Gedächtnis" von Sarah Mars ist eine wunderbar romantische, erotische und spannende Entdeckungsreise, um das wahre Glück und die wahre Liebe zu finden.

Aber wie so oft im Leben, geschieht dieses nicht geradlinig und einfach, sondern birgt das ein oder andere Hindernis, welches es zu bewältigen und zu überwinden gilt.

Der erfolgreiche und wohlhabende Schauspieler Tom entdeckt am Strand eine scheinbar leblose Frau. Er nimmt sich ihrer an und bringt sie zu einem befreundeten Arzt, dem es gelingt, die Gesundheit der Frau wiederherzustellen. Da sie sich jedoch an nichts erinnern kann, nennt sie sich ab sofort Sarah. Tom ist derart begeistert von ihrer Leidenschaft, ihrer Attraktivität und Freundlichkeit, das er sich Hals über Kopf in sie verliebt und insgeheim hofft, sie möge sich nicht mehr an ihr altes Leben erinnern, sondern fort an mit ihm glücklich werden. Sarah geniesst für eine Weile die Fürsorglichkeit von Tom und seinen Angestellten und dem Luxus, der sie umgibt. Dennoch will sie natürlich wissen, wo sie herkommt, wie sie heisst und was für ein Leben sie bisher gelebt hat.

Wird sie ihre Erinnerungen zurückerlangen? Und wenn ja, was wird dann aus ihrer Beziehung zu Tom?

Der "romantische Thriller" ist sowohl für die Protagonisten als auch für die Leser/innen ein Auf und Ab der Gefühlswelt. Zwischen erotischen, leidenschaftlichen Szenen, über Zweifel, Ängste und Erschöpfung ist im Grunde alles mit dabei und macht das Buch so dermaßen fesselnd, das man es kaum aus der Hand legen möchte. Untermalt wird die spannende Handlung noch durch einen aufregenden Prolog und wunderbare Lokalitäten, die uns - obgleich des doch eher traurigen Schicksals Sarahs - sehr neidisch machen. Die Suche nach dem bisherigen Leben von Sarah überrascht immer mal wieder mit Wendungen und neuen Offenbarungen, die den Spannungsbogen bei aller erotischen Leidenschaft stets hochhalten und uns dauerhaft neugierig und lesehungrig bewahren.

Eine spannende Liebesgeschichte, die auch mich als Freund von eher Krimis und Thrillern absolut überzeugen konnte und die ich unbedingt allen Leser/innen spannender erotischer Literatur sehr empfehlen kann.

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