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Cleopatra0103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.01.2025

Hochaktuell

Von Schafen und Wölfen
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Das ist mein erster Thriller von Achim Zons. Das macht aber nichts. Im Laufe der Lektüre habe ich mir zwar gedacht, dass es wahrscheinlich schon eine Handlung rund um den charismatischen Journalisten David ...

Das ist mein erster Thriller von Achim Zons. Das macht aber nichts. Im Laufe der Lektüre habe ich mir zwar gedacht, dass es wahrscheinlich schon eine Handlung rund um den charismatischen Journalisten David gegeben hat, aber das ist für die Lektor dieses Buches nicht wirklich wichtig. Die Geschichte ist schnell zusammengefasst: die Zeitung DAZ ist an einer brisanten Story dran. Der Präsidentschaftskandidat der USA leidet an einem schweren Gendeffekt. Um dieses Geheimnis zu schützen, sterben seine unehelichen Kinder und deren Mütter. Nach und nach versterben immer mehr Zeugen. Doch wird die Zeitung, die kurz vor der Übernahme durch ein amerikanisches Medienhaus ist, die Geschichte veröffentlichen? In Rückblenden erlebt der Leser die Wochen und angespannten Tage vor der alles entscheidenden Redaktionskonferenz. Seite um Seite enthüllen sich die Geheimnisse. Die junge Journalistin Emma gerät ungewollt immer tiefer in die Verstrickungen und Lügen rund um den Fall. Der Schreibstil ist packend und die Stimmung spitzt sich immer mehr zu. Die Charaktere gefallen mir, sie sind facettenreich und überraschen mit Tiefe. Ein rasanter Thriller, der sicher nicht die Realität abbildet, aber zeigt, was alles im Spiel um Macht und Nachrichten möglich ist.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2025

Jedes Wort trifft genau den richtigen Nerv

22 Bahnen
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Ein klasse Buch. Berührend, mit tollen Figuren, lustig, traurig, wahrhaftig und ohne Kitsch. Tilda, eine junge Studentin, ein Mathegenie, sitzt in ihrer Heimatstadt fest. Während ihre Freunde nach Berlin ...

Ein klasse Buch. Berührend, mit tollen Figuren, lustig, traurig, wahrhaftig und ohne Kitsch. Tilda, eine junge Studentin, ein Mathegenie, sitzt in ihrer Heimatstadt fest. Während ihre Freunde nach Berlin oder in die weite Welt ziehen, ihre Träume leben, sitzt sie an der Supermarktkasse und rät anhand der Artikel auf dem Band die Käufer. Dieses kleine Ritual ist beim Lesen sehr witzig, wenn es nicht auch wieder traurig und berührend wäre. In genau diesem Zwiespalt bewege ich mich während der gesamten Lektüre. Auf der einen Seite Lebensfreude und Energie, auf der nächsten Wut, Dunkelheit und Angst. Angst um ihre kleine Schwester Ida, die sehr schlau und sehr kreativ ist, aber leider kaum Freunde hat. Die nur beim Regen ins Schwimmbad geht. Die Schwesternbeziehung ist sehr liebevoll. Tilda kümmert sich um Ida, ohne sie zu bemuttern. Sie beschützt sie, fördert sie, trägt sie durch ihre schwere Kindheit mit der alkoholabhängigen Mutter. Auch das Verhältnis der Töchter zu ihrer Mutter ist ambivalent und sehr nüchtern eingefangen. Da sind die wenigen liebevollen Momente und die große Zahl verzweifelter, wütender und einsamer Momente. Die Besuche im Schwimmbad sind eine Konstante. Tilda schwimmt meist 22 Bahnen, manchmal auch 23. Ida taucht, wenn es regnet. Eines Tages gesellt sich der ebenso schlaue Viktor zu den beiden. Auch er trägt ein tragisches Schicksal. Tilda und Viktor verlieben sich, auch diese Beziehung ist wieder sehr berührend beschrieben, ohne sentimental zu sein. Als Tilda das Angebot erhält, in Berlin zu promovieren, muss sie sich entscheiden. Kann sie Tilda mit der suchtkranken Mutter allein lassen? Beide Mädchen emanzipieren sich nach und nach und für mich als Leserin war es wunderbar, sie auf dieser Reise zu begleiten. Das wunderschöne Cover möchte ich auch noch betonen. Selbst im Taschenbuch sind die Pinselstriche, mit der die Schwimmerin gezeichnet ist, sehr gut zu erkennen. Ein Buch, das mich noch lange begleiten wird und deren Figuren ans Herz gehen. Ich freue mich schon darauf, Ida auf ihrer Reise im neuen Buch von Caroline Wahl zu begleiten.

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Veröffentlicht am 08.01.2025

Zauberhafter Abschluss der triloz

Die Hexe und der Winterzauber
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Ich hatte den dritten Teil der magischen Geschichte um Wasja schon etwas länger in meinem Bücherregal, habe aber auf winterliche Tage für die richtige Stimmung gewartet. Ich wurde nicht enttäuscht. Schon ...

Ich hatte den dritten Teil der magischen Geschichte um Wasja schon etwas länger in meinem Bücherregal, habe aber auf winterliche Tage für die richtige Stimmung gewartet. Ich wurde nicht enttäuscht. Schon von der ersten Seite fühle ich mich mitten im Geschehen. Die Handlung knüpft nahtlos an den zweiten Teil an. Moskau ist gerettet, aber Wasja wird als Hexe bezichtigt und von Priester Konstantin und einer aufbrausenden Menge auf den Scheiterhaufen gezerrt. Es gelingt ihr, sich zu befreien, doch der Bär wurde befreit und verbreitet Angst und Schrecken. Auf einer magischen Reise durch Mitternacht, verzauberte Wälder und Seen lernt Wasja weitere Geister kennen und es gelingt ihr den Winterkönig zu befreien. Dieser Teil der Geschichte, der tief in die Welt der Tschyerti und Mythen Russlands eintaucht, gefällt mir sehr gut und hat mich sehr berührt. Gemeinsam retten Wasja und Morosko Moskau erneut. Es wird viel gekämpft in diesem dritten Teil. Kaum ist eine Schlacht geschlagen, wartet der nächste Kampf. Doch nur gemeinsam wird es gelingen, die Feinde zu besiegen. Der Schreibstil ist genauso bildhaft und packend wie in den ersten beiden Büchern. Ich musste mich schon etwas anstrengen, um mich an Details aus dem schon etwas zurückliegenden ersten und zweiten Teil zu erinnern, auf die auch oft Bezug genommen wird. Dennoch war die Lektüre wie ein Sog, dem ich mich kaum entziehen konnte. Eine wundervolle Reise in eine magische Welt und das obwohl ich gar kein großer Fan von Fantasy oder Mystery Themen bin. Aber die Trilogie erinnert mich an ein großes Märchen mit liebgewonnenen Figuren.

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Veröffentlicht am 03.01.2025

Gänsehaut-Thriller

Minus 22 Grad
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Der Titel "Minus 22 Grad" hält was er verspricht: Ein Thriller, der für Gänsehaut sorgt. Mir gefällt besonders der sehr bildhafte Schreibstil des Autors, der die Szenen sehr intensiv vor dem geistigen ...

Der Titel "Minus 22 Grad" hält was er verspricht: Ein Thriller, der für Gänsehaut sorgt. Mir gefällt besonders der sehr bildhafte Schreibstil des Autors, der die Szenen sehr intensiv vor dem geistigen Auge entstehen lässt. Auch die Stimmung, Geräusche und Atmosphäre werden so sehr greifbar. Um was geht es: Die junge Studentin Laura verschwindet und wird in einem Käfig aus Glas gefangen gehalten. Sie hat eine Chance sich zu befreien, wenn sie das Rätsel ihrer Gefangenschaft lösen kann. Die beklemmende Situation, in der sich Laura befindet, ist sehr gut eingefangen und man fühlt sich als Leser fast selbst in diesem Glaskasten gefangen. Ganz besonders spannend fand ich die rasante Verfolgungsjagd zu Beginn des Buches. Laura bleibt mir zwar von ihren Interessen und ihrem Wesen fremd, aber in dieser Situation stieg auch mein Puls merklich an. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, immer wieder unterbrechen auch Tonbandaufnahmen die Handlung. Von wem stammen sie? Der zweite Erzählstrang rund um die zurückgezogen lebende Ariane und ihren mysteriösen Besucher Tom,, den sie aus einem Eisloch rettet, mag mich nicht wirklich zu überzeugen. Ariane ist ein sehr eigenwilliger Charakter, was mich allerdings gar nicht so stört. Immer wieder zeigt sie Empathie und Mitgefühl, insbesondere als sich zwei unerwartete Bewohner auf ihrem Grundstück in einem Wohnwagen niederlassen. Aber aus Tom werde ich nicht schlau, kann ihn bis zum Schluss nicht richtig einordnen und finde die Auflösung um seine Figur nicht wirklich überzeugend. Seine Motivation und Handlungsweisen finde ich wenig realistisch und nicht nachvollziehbar. Auf mich wirkt er bis zum Schluss wie ein Fremdkörper. Alle anderen Charaktere, der Ermittler Lukas, Lauras Mutter, selbst kleinere Randfiguren, die nur kurz auftauchen, finde ich sehr gelungen. Insbesondere die Episode mit dem Sportlehrer auch auch der Direktorin und der Putzfrau der Schule. Beide Handlungsstränge führen letztlich zusammen. Die Demaskierung des Entführers hatte ich ab einem gewissen Zeitpunkt so erwartet, daher fehlte mir hier der Überraschungsmoment. Die Hintergründe der Tat haben mich aber überzeugt und auch sehr berührt. Laura erscheint in einem völlig anderen Licht. Das letzte Kapitel gibt einen kleinen Ausblick auf einen weiteren Teil. Ich bin gespannt.

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Veröffentlicht am 29.12.2024

Tolle neue Reihe

Die letzte Party
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Wow, dieser Krimi hat mich sehr positiv überrascht. Interessante Ermittler, ein toller Schauplatz und ein packender Mordfall in den Reihen reicher Lodgebesitzer. Jeder der Bewohner der Reichen Ferienhaussiedlung ...

Wow, dieser Krimi hat mich sehr positiv überrascht. Interessante Ermittler, ein toller Schauplatz und ein packender Mordfall in den Reihen reicher Lodgebesitzer. Jeder der Bewohner der Reichen Ferienhaussiedlung an der Grenze zwischen England und Wales hat etwas zu verbergen. Lügen, Intrigen, Geheimnisse und längst verhangene, aber unvergessene Verbrechen. Wer hat den berühmten, aber etwas in die Jahre gekommenen Sänger Rhys ermordet? Seine Frau? Der gierige Geschäftspartner? Die drangsalierte ehemalige Mitschülerin? Die Putzfrau, von der der Ermordete die Finger nicht lassen konnte? Aber das sind noch nicht alle, die einen Grund gehabt hätten, Rhys zu hassen. Besonders gut gefällt mir der Schauplatz in der toll beschriebenen walisischen Natur und Landschaft. Aber auch Charaktere, insbesondere die Kommissare Leo und Ffion, aber auch die anderen Figuren sind facettenreich gezeichnet und tragen sicher auch über den ersten Teil der Reihe hinaus. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

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