Der Wein-Ratgeber Simply Wine macht Lust, sich mit dem Thema Wein, aber auch Weinbau, Kulinarik, Terroir und und und zu beschäftigen. In kurzweiligen Kapiteln beantwortet der Autor Fragen rund um die Traube ...
Der Wein-Ratgeber Simply Wine macht Lust, sich mit dem Thema Wein, aber auch Weinbau, Kulinarik, Terroir und und und zu beschäftigen. In kurzweiligen Kapiteln beantwortet der Autor Fragen rund um die Traube und den Wein. Dabei richtet er sich vor allem an Einsteiger, gibt Tipps zur Weinbegleitung von Speisen und zum Weinkauf. Auch das Thema Weinbestellen im Restaurant kommt nicht zu kurz. Mit Vorurteilen wird aufgeräumt, scheu und Stress abgebaut. Der lockere Schreibstil auf Augenhöhe sorgt für eine angenehme Nähe und wirkt nie belehrend. Dennoch hält das Buch viel Lehrreiches bereit. Wer sich für Weinregionen der Welt und die wichtigsten Rebsorten interessiert, wird ebenfalls nicht enttäuscht. Ein wirklich gelungener Ratgeber zum schönen und kurzweiligen Thema Wein. Sicher nichts für Fortgeschrittene, aber für die, die ohne Stress ins Thema einsteigen wollen.
Es beginnt fast ein bisschen wie bei Aschenputtel: das arme Mädchen verliert ihren Job und ihre Wohnung und kurz bevor sie auf der Straße sitzt, gewinnt sie ein Jahr kostenloses Wohnen in einem Luxusappartement ...
Es beginnt fast ein bisschen wie bei Aschenputtel: das arme Mädchen verliert ihren Job und ihre Wohnung und kurz bevor sie auf der Straße sitzt, gewinnt sie ein Jahr kostenloses Wohnen in einem Luxusappartement der Extraklasse. Was wie ein Traum klingt, wird schnell zur Falle. Obwohl der Beginn des Klappentextes mich entfernt an einen Ballermann-Song erinnert, habe ich zum Buch gegriffen. Das erste Buch des Autors hat mich begeistert, vom zweiten war ich enttäuscht. Dann habe ich einmal ausgesetzt, um es jetzt erneut zu versuchen. Dieses Mal überzeugt die Spannung wieder. Der packende Schreibstil und die kurzen Kapitel sorgen für Spannung und ich fliege regelrecht durch die Seiten. Dennoch springt der Funke nicht ganz über. Ob es an den Nachbarn liegt, die ich alle überaus seltsam und sehr schablonenhaft finde? Oder an Nova selbst, die mir auch noch nach den ersten Bedenken lange Zeit recht naiv erscheint? Trotz KI mit Abhörfunktion legt sie ihre Ängste und Fluchtpläne wiederholt ausschweifend in ihre Wohnung dar? Am liebsten hätte ich sie geschüttelt. Oder liegt es an der etwas konstruierten Auflösung, die doch ein wenig plump daher kommt? Ich weiß es nicht. Alles in allem ein wendungsreicher Thriller, aber nichts was mir lange im Kopf bleibt.
Ein Buch, das mich aufwühlt und erschüttert. Packend geschrieben, interessante Figuren und ein Fall, der eine Lawine an Emotionen und Krisen auslöst. Ein Mädchen ist verschwunden. Was wie ein scheinbarer ...
Ein Buch, das mich aufwühlt und erschüttert. Packend geschrieben, interessante Figuren und ein Fall, der eine Lawine an Emotionen und Krisen auslöst. Ein Mädchen ist verschwunden. Was wie ein scheinbarer Routinefall aussieht, wird zum Albtraum für die Familie, Ermittler und Gesellschaft. Durch ein Video in den sozialen Medien wird die Stimmung angeheizt und es braucht nicht lange bis sie kippt. Unruhen, Selbstjustiz und weitere Verbrechen sind die Folge. Im Zentrum steht bald die Ermittlerin selbst. Seite um Seite nimmt die Spannung zu. Die Geschichte und die Rahmenbedingungen sind so real, dass es mich schaudert. Es reicht ein Funke, um einen Brand zu entfachen. Was ist Wahrheit und wem oder was können wir vertrauen? Ich wünsche mir beim Lesen, dass dies alles Sciencefiction ist, doch erschreckenderweise ist es ganz nah an der Realität. Am Ende bleiben einige Fäden offen, aber das passt zum Charakter des Buches. Ein verstörender, aufwühlender Roman.
Ich bin wirklich begeistert. Den ersten Fall der Ermittler Juha und Lux fand ich eher solide. Hier überzeugt mich nicht nur der Plot und der packende Schreibstil, auch die Figuren sind deutlich intensiver ...
Ich bin wirklich begeistert. Den ersten Fall der Ermittler Juha und Lux fand ich eher solide. Hier überzeugt mich nicht nur der Plot und der packende Schreibstil, auch die Figuren sind deutlich intensiver beschrieben. Ein Verbrechen aus der Vergangenheit wirft seine Schatten und führt zu einer Mordserie im kalten Hamburg. Soweit so gut. Doch sowohl die Rückblicke, als auch die Rekonstruktion der Vorgänge sind sehr packend beschrieben und erhöhen die Spannung. Dazu eine Prise persönliche Verquickungen der Ermittler. Ein wirklich sehr guter Krimi mit einem sympathischen und abwechslungsreichen Ermittler-Duo. Ich freue mich auf Teil 3.
Dieses Buch lässt mich sprachlos zurück. Es überrascht, verwundert, verwirrt zeitweise und entführt in eine Welt, die es nicht mehr gibt. Dabei zieht sich ein märchenhafter Zauber durch die Seiten, der ...
Dieses Buch lässt mich sprachlos zurück. Es überrascht, verwundert, verwirrt zeitweise und entführt in eine Welt, die es nicht mehr gibt. Dabei zieht sich ein märchenhafter Zauber durch die Seiten, der aber nichts mit Fantasy zu tun hat, sondern durch die Schauplätze und Figuren geprägt wird. Im Zentrum steht die adelige Familie Lazar. Auf ihren Spuren reist der Leser durch das bewegte 20. Jahrhundert. Verfolgt das luxuriöse Leben zwischen Waldschloss und Stadtresidenz, Privilegien und Ländereien. Jede Generation hat ihre ganz eigenen Besonderheiten und Schwächen. Im Mittelpunkt steht Lajos, ein Kind mit durchscheinender Haut und großen Träumen. Die schwierige Beziehung zum alten Baron, die Misshandlungen im Internat, seine Entwicklung zum erwachsenen Mann und seine lebenslangen Versagens- und Verlustängste berühren mich sehr. Doch auch die anderen Charaktere sind sehr facettenreich und spielen keine Nebenrolle. Lilly - die Jugendliebe und Ehefrau, Ida - Schwester, die auch vor Lügen und Intrigen nicht zurückschreckt, Imre - der Onkel, der sich im Wahnsinn verloren hat und dennoch seltsam lichte Momente hat, Eva - die mutige, geerdete Tochter und Pista - der Sohn, der das Dunkle liebt. Seine Figur rührt mich am stärksten. Die dunklen Seiten der Figuren nehmen generell viel Raum ein, dennoch wirken sie nicht unsympathisch oder bleiben fremd. Vielmehr üben sie eine ganz besondere Faszination aus. Konstante im Leben der Familie ist das Schloss am Wald, um das sich zahlreiche Mythen ranken und das bereits Schauplatz einiger Unglücke geworden ist. Eine verzauberte, mystische Welt abseits des städtischen Trubels, beinahe wie ein dunkler Traum. „Die Apfelbäume trugen dieses Jahr besonders viele Birnen. Das Kleid, das sie vom Stuhl nahm, hing im Schrank.“ Es sind Sätze wie dieser, die immer wieder diese besondere Welt einfangen. Der Schreibstil ist sehr poetisch und hüllt den Leser ein, entführt in diese vergangene Zeit. Dann ist er aber wieder sehr direkt, rau, unerbittlich. Diese Mischung erhöht die Spannung und Dynamik zusätzlich. Die Handlung spielt im 20. Jahrhundert, während zweier Weltkriege und ist dennoch nicht aus der Zeit gefallen. Dem Autor gelingt es, mit seiner Sprache und den Figuren trotzdem sehr heutig zu sein. Das fasziniert mich ungemein. Dadurch wirkt der Roman trotz seiner historischen Hintergründe und schweren Themen, elegant und auf seltsame Weise modern. Ein absolut lesenswertes, besonderes Buch, das ich lange nicht vergessen werde.