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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2025

YES!

We love you, Bunny
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Die Königin der Weird-Girl-Fiction ist zurück: Mit „We Love You, Bunny“ hat die kanadische Autorin Mona Awad ein Prequel und Sequel zu ihrem Roman „Bunny“ (erschienen in 2019) erschaffen. Da dieses zu ...

Die Königin der Weird-Girl-Fiction ist zurück: Mit „We Love You, Bunny“ hat die kanadische Autorin Mona Awad ein Prequel und Sequel zu ihrem Roman „Bunny“ (erschienen in 2019) erschaffen. Da dieses zu meinen All-Time-Favorites gehört, war klar, dass ich die Neuerscheinung unbedingt lesen muss.

Darum gehts: Nachdem Samantha in „Bunny“ sich in die skurrile Welt der Bunnies eingelebt hat, veröffentlicht sie einen Roman. Doch die Bunnies sind mehr als entsetzt, wie sie dort dargestellt werden. Deshalb entführen sie Samantha und zeigen ihr, wie sie wirklich sind. Wir lernen jede der vier Bunnies einzeln kennen und bekommen die Entstehung ihrer Gruppe aus jeder Sicht geschildert. Allerdings bleiben ihre Perspektiven nicht die einzigen: auch ihre erschaffene Kreatur Aerius meldet sich zu Wort und zeigt, wer die Bunnies wirklich sind.

Das Buch ist wirklich ein perfekter weirder Herbst-Read. Ich hab es so genossen, die vier Bunnies einzeln kennenzulernen, ihre Backgroundstory zu erfahren und einen Einblick in ihre Gedanken zu bekommen. Ich hätte mir tatsächlich noch viel viel mehr davon gewünscht. Die dunkle, sarkastische und verwirrende Art hat sich nicht verändert - zum Glück! Auch die Sicht von Aerius war interessant, jedoch mir manchmal sogar zu viel. Wahrscheinlich muss ich beide Teile nochmal zusammen rereaden. Was ich besonders mochte, ist die Art und Weise, wie Mona Awad Popkultur und Literatur einbezieht - ganz toll!

Ein tolles Weird-Girl-Fiction Buch, für alle, die auch Bunny geliebt haben!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2025

Abgebrochen (Lesen!)

Zu viele Männer
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Kam leider absolut nicht rein, hat mir vom Stil und Aufbau nicht gefallen.

Aufgrund der Thematik möchte ich aber keine 0 Sterne vergeben.

Kam leider absolut nicht rein, hat mir vom Stil und Aufbau nicht gefallen.

Aufgrund der Thematik möchte ich aber keine 0 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 26.09.2025

Poetisch

Verlorene der Zeiten
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Ein Buch, welches die komplexe Beziehung zweier Gegnerinnen auf besonders poetische Weise darstellt: In „This is how you lose the time war“ von Amal El-Mohtar & Max Gladstone (dt.: Verlorene der Zeiten) ...

Ein Buch, welches die komplexe Beziehung zweier Gegnerinnen auf besonders poetische Weise darstellt: In „This is how you lose the time war“ von Amal El-Mohtar & Max Gladstone (dt.: Verlorene der Zeiten) kämpfen Red und Blue gegeneinander im „Zeit-Krieg“. Dabei kämpft Red für eine technische Zukunft, unter einem technologischen Propheten, Blue kämpft für die naturbezogene Zukunft, unter der Vorstellung eines universellen Bewusstseins.

Durch das ganze Buch reisen Red und Blue durch die Zeit, kämpfen gegeneinander, schreiben sich Briefe und springen in den Geschehen vor und zurück - eine Tatsache, die bei ihren eigenen Gruppen nicht unbemerkt bleibt. Besonders durch ihre Handlungen und die Briefe wird ihre steigende Liebe zueinander deutlich und die Erfahrungen, die beide teilen.

„I dream of you. I keep more of you inside my mind, my physical, personal, squishy mind, than I keep of any other world or time.“ (S. 113)

Da das Buch von zwei Autor*innen geschrieben wurde, unterscheidet sich der Stil teilweise - was den Perspektivenwechsel authentisch macht. Trotzdessen war mir der Schreibstil (im Englischen) sehr komplex und poetisch, sodass man viel interpretieren muss. Ich hätte mir gerne zu Beginn eine kurze Skizzierung des Inhalts gewünscht, um die Geschichte besser verstehen zu können. Auch die Textteile zwischen den Briefen waren mir oft ähnlich zu anderen Teilen.

Alles in allem ein sprachlich nicht einfaches Buch, trotzdem schön und bewegend. Und eine Empfehlung für alle, die mehr queere Bücher lesen wollen!