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ConnyS

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Seichte Unterhaltung

Frühstück mit Sophie
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„Frühstück mit Sophie“ von Jennifer Bentz ist ein netter und seichter Unterhaltungsroman.

Louisa, 28, ist Spießerin durch und durch. Ihr Leben lebt sie nach eigens für sich auferlegten Regeln, wie z. ...

„Frühstück mit Sophie“ von Jennifer Bentz ist ein netter und seichter Unterhaltungsroman.

Louisa, 28, ist Spießerin durch und durch. Ihr Leben lebt sie nach eigens für sich auferlegten Regeln, wie z. B. „Halte dich immer an deine Pläne“. Ihr Plan fürs Leben sieht vor, ihren langjährigen Freund Steffen zu ehelichen und mit ihm eine Familie zu gründen und das am Besten noch vor ihrem 30. Geburtstag. Man hat jedoch beim Lesen den Eindruck, dies tut sie nicht aus Liebe, sondern weil es eben so laufen soll.
So ist es nicht überraschend, dass sie am Valentinstag mit einem Antrag von Steffen rechnet. Auf das, was jedoch an diesem Tag passiert, ist Louisa nicht vorbereitet.
Sie erfährt, das ihr unromantischer, nüchterner Freund sie betrogen hat und nun auch noch Vater wird. Daraufhin betrinkt sie sich und beschließt ihn zu verlassen. Am nächsten Tag jedoch bereut sie ihre Entscheidung – da dies ja so nicht vorgesehen war und auch nicht ihren bisherigen Lebensplänen entspricht.
Allerdings hat sie diese Rechnung ohne ihre neue Freundin Lea gemacht. Die verfrachtet Louisa kurzerhand in die Studenten-WG der Mittsiebziger Sophie und Paul. Das in der WG herrschende Chaos überfordert die sonst so durchorganisierte Lousia vollends. So würde sie lieber ein Bad vor den Nachrichten einer Party unter der Woche vorziehen. Manchmal fragt man sich, wer der ältere Mitbewohner ist...

Ich selbst finde Louisa mehr als nur spießig und nervig mit ihrer strengen und unlockeren Art. Der Umgang mit ihren neuen Freunden/Mitbewohnern, ebenso wie mit Ben – dem „Verbrecher“, der im gleichen Haus wohnt – lockert sie hoffentlich etwas auf.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Auf Verbrecherjagd

Wald der Toten
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Das Buch „Wald der Toten“ von Robert C. Marley ist ein Psychothriller, der auf einem ungeklärten Verbrechen basiert, jedoch frei erfunden ist.

„Komme später“ - das sind die letzten Worte die Chris per ...

Das Buch „Wald der Toten“ von Robert C. Marley ist ein Psychothriller, der auf einem ungeklärten Verbrechen basiert, jedoch frei erfunden ist.

„Komme später“ - das sind die letzten Worte die Chris per SMS von seiner Ex-Freundin Fran erhält. Danach ist die junge Frau verschwunden.
Detective Miriam Becket übernimmt den Fall, da ihr Vorgesetzter und auch ihre Kollegen nicht an ein Verbrechen glauben. Dies wird von der Tatsache unterstützt, dass Fran sich in unregelmäßigen Abständen seit ihrem Verschwinden telefonisch bei Chris meldet. Würde sie das tun, wenn sie nicht freiwillig weggegangen wäre?
Miriam und Frans Ex glauben nicht an das Weggehen der jungen Frau, sondern an eine Entführung. Doch wer steckt dahinter? Frans verheirateter Chef, mit dem sie eine Affäre hatte? Ihr aktueller Freund Marcus, der zu perfekt erscheint und eifersüchtig auf Chris ist? Oder gar Chris selbst?
Hilfe bei der Suche nach dem Täter erhält Miriam von einem alten Mathelehrer. Er ist der Nachbar ihrer verstorbenen Mutter. Kann er den Aufenthaltsort von Fran errechnen? Kann Miriam Fran noch lebend retten? Oder kommt für die junge Krankenschwester alle Hilfe zu spät?

Der Thriller ist sehr spannend geschrieben. Der Autor erzählt die Geschichte aus verschiedenen Sichten, mal aus der von Fran, mal aus der des Täters und dann wieder aus der Sicht der Ermittlerin Miriam.
Was mich etwas stutzig macht, ist, dass der Täter zusammengeschlagen und auch deutlich im Gesicht verletzt wird, dies jedoch bei einer anschließenden Polizeikontrolle nicht einmal angedeutet wird.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wer war Alice von T. R. Richmond

Wer war Alice
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Alice Salmon ertrinkt in einem Fluss in Southampton. Die Polizei geht aufgrund des hohen Alkoholwertes in ihrem Blut von einem Unfall aus. Doch ist dies die Wahrheit? Und wer war Alice eigentlich wirklich?
Diese ...

Alice Salmon ertrinkt in einem Fluss in Southampton. Die Polizei geht aufgrund des hohen Alkoholwertes in ihrem Blut von einem Unfall aus. Doch ist dies die Wahrheit? Und wer war Alice eigentlich wirklich?
Diese Fragen stellt sich ihr ehem. Professor (und Jugendfreund ihrer Mutter) Jeremy Cooke. Er möchte diese Fragen klären und sammelt daher Informationen über Alice. Einige erhält er in den sozialen Netzwerken, andere über Fotos und SMS-Nachrichten von ihren Freunden.
Alice Familie ist davon nicht begeistert, das geht aus E-Mails ihrer Mutter an den Professor hervor.
Als Leser fragt man sich die ganze Zeit über, welche Beweggründe der Professor hat, um diese Informationen zusammen zu tragen?
Und was ist mit Luke, ihrem Freund, von dem sie jedoch eine Auszeit genommen hat, nachdem sie erfuhr, dass er sie betrogen hat?
Hat er etwas mit ihrem Tod zu tun? Schließlich schreibt er in seinen Notizen selbst, dass er an dem Abend ihres Todes bei Alice am Fluss war...

Die Geschichte in dem Buch wird anhand von Briefen, E-Mails, Tagebuch- und Blogeinträgen sowie Zeitungsartikel und SMS-Nachrichten erzählt. Diese Art finde ich super, dadurch ändert sich auch jeweils die Sichtweise auf die Geschichte.
Leider hat mich das Buch nicht so gefesselt, wie ich es mir erhofft hatte. Den Schreibstil finde ich nicht sehr flüssig.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Schneeflüstern - nicht nur in der Winterzeit schön

Schneeflüstern
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„Schneeflüstern – Versuche zu lieben mit einem Herz aus Eis“ ist der Debütroman der Autorin Marlena Anders – und dieser ist ihr gut gelungen.

Protagonistin in der Geschichte ist Prinzessin Skye. Sie wurde ...

„Schneeflüstern – Versuche zu lieben mit einem Herz aus Eis“ ist der Debütroman der Autorin Marlena Anders – und dieser ist ihr gut gelungen.

Protagonistin in der Geschichte ist Prinzessin Skye. Sie wurde als Kind ohne Gedächtnis durch Zahr (damals noch Prinz von Nelefe) aus einer Gletscherspalte gerettet und so vor dem sicheren Tod bewahrt. Seitdem verbindet die beiden eine tiefe Zuneigung und sogar Liebe zueinander. Als Zahr König von Nelefe wurde, hat er Skye zur Prinzessin ernannt.
Skye hat eine besondere Gabe. Sie kann ihren Körper komplett in Schneeflocken verwandeln. Somit ist sie die perfekte Spionin für das Königreich Nelefe gegen die anderen drei Königreiche von Nihilium (hier ist eine kleine Übersichtskarte vorne im Buch enthalten).
Leider wird ihr diese Gabe eines Tages zum Verhängnis, als sie von Najur (der sich später als Prinz Najur der Eiswüste vorstellt) gefangen genommen wird. Najur zwingt sie, für ihn beim König zu spionieren und erpresst sie mit dem Leben ihres Liebsten, König Zahr.
Skye versucht mit Ablenkung zu verhindern, dass Zahr ihr politische Strategien und Geheimnisse des Königreiches anvertraut, da sie diese sonst Prinz Najur sagen müsste. Doch dieser durchschaut ihren kleinen Trick und setzt sie noch mehr unter Druck. Auch versucht er Skye mit der Hinterfragung von Zahrs Verhalten zu verunsichern. Sind es Lügen, die er ihr erzählt oder möchte er sie nur auf die Wahrheit, die sie vor lauter Liebe nicht sieht, aufmerksam machen? Warum musste ein Mann sterben, nachdem er in der Öffentlichkeit geäußert hatte, Skye wäre die Ehefrau von Zahr? Hat man ihn deswegen gehängt oder hatte dies politische Gründe?

Die Geschichte finde ich sehr schön und auch gut geschrieben. Hier ist der Autorin wirklich ein guter Erstlingswerk gelungen. Nur die Bezeichnung „bei den Wasserfällen“ kommt mir viel zu oft vor. Sie bedeutet wohl „zum Teufel nochmal“ oder so was in der Art. Den Charakter von Skye finde ich oft sehr arrogant, vor allem den Angestellten im Palast oder auch „niedriger gestellten Personen“ (z. B. Grafen oder Herzöge) gegenüber.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Idyllisch oder nicht? - Das ist hier die Frage

Unterleuten
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„Unterleuten“ ist ein Gesellschaftsroman der Autorin Juli Zeh. Die Geschichte spielt hauptsächlich in dem idyllischen Örtchen Unterleuten, irgendwo in Brandenburg. Das Dorf und seine Nachbardörfer (es ...

„Unterleuten“ ist ein Gesellschaftsroman der Autorin Juli Zeh. Die Geschichte spielt hauptsächlich in dem idyllischen Örtchen Unterleuten, irgendwo in Brandenburg. Das Dorf und seine Nachbardörfer (es gibt einen Ort der doch tatsächlich Seelenheil heißt) ziehen gerade „Städter“ sehr an. Diese sind das Leben in Unterleuten jedoch nicht gewohnt.
Es gibt den Vogelschützer und seine Familie, die mit dem Nachbarn und seinen Gummireifen-Verbrennaktionen zu kämpfen haben. Dieser leidet unter der Trennung von seiner Tochter. Eine Pferdewirtin, die wiederum vom Vogelschützer eine Absage für einen Weidenzaun bekommt wg. der gefährdeten Vogelart „Kampfläufer“. Und das sind nur einige der Verzweigungen, die zwischen den im Buch vorgestellten Personen bzw. Personengruppen entstehen.

Was ich persönlich sehr toll finde, ist, dass die Geschichte in jeden Kapitel von einer anderen Person erzählt wird. Es werden in diesen Kapiteln auch die Erzähler vorgestellt und es werden die Hintergründe beschrieben, was sie in die Gegend von Unterleuten verschlagen hat.

Für mich gehört das Buch nicht unbedingt zu denen, die ich nicht mehr aus der Hand legen kann, trotz allem fand ich es gut geschrieben und natürlich möchte man wissen, wie es am Ende ausgeht. :)