Profilbild von Consta

Consta

Lesejury Star
offline

Consta ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Consta über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2026

spezielle Erzählart

The Empress of Salt and Fortune: (Die Chroniken von Chih)
0

Chi reist durch die Welt und sammelt Geschichten. Gut, dass sie auf Kaninchen trifft, die hat nämlich eine ganz besondere zu erzählen.

Zugegeben hatte ich anfangs Schwierigkeiten in die Geschichte zu ...

Chi reist durch die Welt und sammelt Geschichten. Gut, dass sie auf Kaninchen trifft, die hat nämlich eine ganz besondere zu erzählen.

Zugegeben hatte ich anfangs Schwierigkeiten in die Geschichte zu kommen. Der Schreibstil ist sehr speziell, so wie die Handlung auch und doch einfach wunderschön. Es ist sicher kein Buch, dass man einfach mal so wegliest, denn hier versteckt sich viel zwischen den Zeilen. Ich musste mehrmals zurück lesen um auch nur annähernd zu verstehen, was ich gerade gelesen habe. Die Erzählung ist dicht, atmosphärisch und mir manchmal zu tief gewesen. Ich hatte manchmal das Gefühl nicht mal annähernd den Sinn von allem verstanden zu haben. Dabei haben die Erzählungen von Kaninchen aus ihrer Vergangenheit mich richtig abgeholt, sie gingen mir sehr zu Herzen. Ich denke aber, dass dieses Buch wirklich Geschmacksache ist, bei den nur 160 Seiten ist aber sicher einen Versuch wert und eignet sich bestimmt gut um sich darüber mit jemandem auszutauschen. Mich persönlich hat es gut unterhalten, war mir aber stellenweise zu viel. Den Figuren habe ich mich wenig nah gefühlt (naja, so ein sprechender Vogel wäre schon toll;) und das Ende war dann sehr flott. Ich rate aber jedem es einfach zu lesen, es gibt genug begeisterte Stimmen dafür.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2026

Mythen neu erfunden

Deadly Ever After – Blut und Schnee
0

Was war das denn für ein irrer Ritt - ich bin total begeistert, hier ist wirklich Nichts wie es scheint. Wir treffen auf bekannte und unbekannte Figuren aus Märchen, Sagen und Co., die sich sogar nicht ...

Was war das denn für ein irrer Ritt - ich bin total begeistert, hier ist wirklich Nichts wie es scheint. Wir treffen auf bekannte und unbekannte Figuren aus Märchen, Sagen und Co., die sich sogar nicht an das Schema halten und sehr kreativ neu erfunden wurden. Ich bin mir sicher, dass ich bei weitem nicht alle Anspielungen verstanden habe und das regelrecht nach einem Re-Read schreit. Der Schreibstil ist gut zu lesen, für Fantasy typisch und schön beschreibend, absolut passend für dieses außengewöhnliche Abenteuer. Die Handlung ist spannend und die Figuren fallen aus dem Rahmen. Hier gibt es nur bedingt ein Happily Ever After; klassisch gute Märchenfiguren verlieren sich in Bösartigkeit und die Bösen sind auch nicht immer so böse wie man es erwartet. Die Helden sind auch etwas anders und gewinnen dadurch nur noch mehr meine Sympathie- allen voran Ran und Linde. Letztere ist eine taffe, ältere Metzgerin, die sich nicht so schnell unterkriegen lässt. Ran unser Froschprinz, den ich bis zum Schluss nicht einschätzen konnte und trotzdem unheimlich sympathisch fand. Hans im Glück, da denkt man ja der schafft alles, aber was heißt schon Glück und natürlich Tristan, der Neffe des tapferen Schneiderleins, der gerne seinen Onkel rächen möchte. Düster und abenteuerlustig macht sich diese illustre Truppe auf den Weg, denn irgendwie hat ein jeder noch ein Hühnchen mit der Kaiserin zu rupfen. Die Figuren (und zwar jede Einzelne) sind einfach der Hammer und das Buch kommt ohne jeglichen Spice und nur wenig Romance aus, genau mein Ding. Trotz der vielen Seiten flog die Lesezeit nur so dahin und das Buch hat mir unheimlich Spaß gemacht, das schreit nach noch mehr Abenteuer.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2026

Nachwuchs Detektive

A Lesson in Murder
0

Astoria geht auf eine Schule für Kriminologie - hier werden die Häuser a la Holmes eingeteilt (toller Vibe) und sie müssen sich einer alles entscheidenden Aufgabe stellen. Diese gerät schnell ins Hintertreffen, ...

Astoria geht auf eine Schule für Kriminologie - hier werden die Häuser a la Holmes eingeteilt (toller Vibe) und sie müssen sich einer alles entscheidenden Aufgabe stellen. Diese gerät schnell ins Hintertreffen, da Astorias beste Freundin ermordet wird - natürlich wird der Fall am Ende gelöst, nur wie?

Ich liebe den Schreibstil von Celine Leonora, bereits "Blackspell" hat mir gut gefallen und auch hier konnte er mich überzeugen. Locker, leicht flog ich durch die Seiten und musste öfters mal schmunzeln. Astoria eine eher kühle, clevere Heldin, die den Leser an ihren logischen Gedankengängen teilhaben lässt, bleibt bedacht und fokussiert - trotz den beiden Jungs. Auch die sind gut gezeichnet, wobei ziemlich schnell klar ist, für welchen sie sich entscheiden wird. Der Liebesaneteil hält sich somit in Grenzen, was mir sehr gut gefallen hat. Alles in allem hat das Buch einfach Spaß gemacht zu lesen. Anfangs wurden mir ein paar Dinge zu oft wiederholt und es hat etwas gedauert, bis der Fall in Schwung kam. Das Ende wiederum ging dann ziemlich schnell, auch war klar, dass Astoria nie ins Gefängnis gehen wird, aber - so what. Mich hat es jedenfalls gut unterhalten und ich bin schon sehr gespannt auf weitere Bücher der Autorin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2026

Angst aus Sicht eines Betroffenen

Hundertsiebenundachtzig Tage
0

Dieses nicht besonders lange Buch glänzt mit einem einzigartigem schreibstiols und einer intensiven Innenansicht des Erzählers - hier gilt klein und fein :) Der Ich-Erzähler leidet am Höhlensyndrom und ...

Dieses nicht besonders lange Buch glänzt mit einem einzigartigem schreibstiols und einer intensiven Innenansicht des Erzählers - hier gilt klein und fein :) Der Ich-Erzähler leidet am Höhlensyndrom und hat das Haus seit ganzen 187 Tagen nicht verlassen. Der Autor lässt uns hier sehr intensiv an den Gefühlen, Ängsten und Herausforderungen des Erzählers teilhaben. Durch Satzfragmente, Songtexte und weiteren Stilmitteln, die präzise an den richtigen Stellen gesetzt sind, wirkt der Text besonders intensiv. Hier wird weniger auf das Warum eingegangen, sodern mehr auf den Weg, die Gefühle, die Begleitpersonen und und und. Ein wirklich tolles Buch, das sich auch sehr gut als Schullektüre eignen würde (finde ich zumindest, denn ich hätte es in meiner Schulzeit gerne gelesen;) Literarisch und poetisch, eher anspruchsvoll zu lesen und dabei trotzdem leicht und intensiv erzählt - eine besondere Leseerfahrung, die Raum für weitere Gedanken, Ideen, Diskussionen und Ausgänge lässt. Mir hat es gut gefallen und für mich war auch diese Offenheit sehr stimmig, einzig Manon hat mir Rätsel aufgegeben, für mich war sie ein bisschen zu perfekt für den Erzähler.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2026

Wenig Piratenfeeling

Nightweaver
0

Meine Erwartungen an das Buch waren gerade was das Setting anging hoch, da ich mal was Anderes lesen wollte. Piraten, Meere und eine Schlacht habe ich gleich zu Anfang bekommen und ich fand das richtig ...

Meine Erwartungen an das Buch waren gerade was das Setting anging hoch, da ich mal was Anderes lesen wollte. Piraten, Meere und eine Schlacht habe ich gleich zu Anfang bekommen und ich fand das richtig gut. Ich konnte das Salz förmlich schmecken beim Lesen, so tief bin ich in diese Welt eingetaucht. Leider hat dieses Feeling nicht mal bis zum Ende des ersten Drittels gehalten, denn dann landet die Familie Oberon auf dem Land. Hier habe ich irgendwie den Bezug zu Aster verloren. Die Oberons haben einen unheimlichen Zusammenhalt in der Familie und dennoch schenkt sie ihnen keinen reinen Wein ein? und ihre Familie - stolze, freie Piraten geben dieses Leben einfach so ohne Erklärung und ganz schnell auf und werden Diener? Sorry, das konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Zudem die Handlung dann sehr wirr wurde, zu viele Personen, zu viele Handlungsstränge und ich war leider nur noch mäßig gefesselt. Schade, denn die gerade die neuen Figuren und das World Building hätte so viel mehr hergegeben. Irgendwie kamen mir die Erklärungen auch zum falschen Zeitpunkt oder auf die falsche Art mich zu erreichen und das Ruder wieder herum zu reißen. Ebenfalls nimmt mir Aster diese für sie neue Welt zu einfach hin, sie ist für mich ein nicht einfach zu greifender Charakter. Auf der einen Seite taffe, freiheitsliebende Piratin, die auch nicht vor Blut und Mord zurück schreckt, auf der anderen Seite ist sie naiv, leichtgläubig und schluckt die ganzen Erklärungen ohne nachzudenken. Normalerweise finde ich ja gerade solche Gegensätze spannend, hier hat es für mich nicht so gepasst. Das letze Drittel hat mich dann wieder total gepackt und hat wieder so einiges wett gemacht. Insgesamt lässt sich das Buch super lesen und hat mich gut unterhalten, aber ein paar weniger Randfiguren und Verstrickungen wären für mich besser gewesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere