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Veröffentlicht am 19.03.2025

authentischer Jugendthriller

Was hast du nur getan?
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Der Jugendthriller "Was hast du nur getan?" hat mich gut unterhalten und ich fand das Buch sehr authentisch. Angefangen bei der Sprache und dem Schreibstil - dieser liest sich super, da ich dem Jugendalter ...

Der Jugendthriller "Was hast du nur getan?" hat mich gut unterhalten und ich fand das Buch sehr authentisch. Angefangen bei der Sprache und dem Schreibstil - dieser liest sich super, da ich dem Jugendalter aber schon etwas entwachsen bin, hatte ich hier leichte Startschwierigkeiten. Zum Glück hat sich das schnell gegeben und ich war sehr gefesselt. Leider verliert sich die Handlung dann etwas und mir hat der rote Faden gefehlt. Zwischendrin hatte ich das Gefühl, mich im Kreis zu drehen und hätte mir ein schnelleres Fortschreiten gewünscht. Dies lag vermutlich auch daran, dass Cassidy mir oft zu viel "geblubbert" hat. Dadurch kam ich ihr auch nicht so richtig nahe und so richtig symphatisch wurde sie mir auch nicht, trotz ihrer persönlichen Entwicklung im Laufe der Story. Insgesamt sind die angesprochenen Themen sehr nah an der Zielgruppe dran und auch die Figuren sind sehr authentisch. Mir manchmal zu viel, denn Cassidy verstrickt sich in ihren eigenen Problemen und kaut sie immer wieder durch, das ist zwar sehr jugendtypisch, hat mir aber etwas den Spaß beim Lesen genommen. Die Kobra Bande an sich und deren Zusammenhalt fand ich erstaunlich, denn jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen. Erwachsene sind eher Randfiguren, Hauptaugenmerk liegt auf den Kobras. Auch die Auflösung des Falles ist wieder sehr jugendtypisch, wobei mir hier der große Knall oder ein überraschender Twist am Ende gefehlt hat und das obwohl ich den Täter so nicht auf dem Schirm hatte. Manche angeschnittene Themen werden nicht weiter vertieft oder abschließend aufgelöst, persönlich hätte mich v.a. bei Nancy der Fortgang interessiert, so hat die Fantasy noch Spielraum und das fand ich ganz gut. Insgesamt ein guter Jugendthriller, der bei der Zielgruppe bestimmt gut ankommt.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

humorvolle Kurzgeschichten

Fiese Viecher
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Stefan Schwarz erzählt in diesem Buch verschiedene Kurzgeschichten aus dem Gärtnerleben, besonders interessieren ihn diesmal eingeschleppte Arten wie der Waschbär, das drüsige Springkraut, Ochsenfrösche ...

Stefan Schwarz erzählt in diesem Buch verschiedene Kurzgeschichten aus dem Gärtnerleben, besonders interessieren ihn diesmal eingeschleppte Arten wie der Waschbär, das drüsige Springkraut, Ochsenfrösche und mehr. Diesen mal kurzen, mal etwas längeren Geschichten ist jede Menge Selbstironie und schwarzer Humor zu Eigen und manchmal verblüffen sie mit einem überraschendem Ausgang. Mit einer großen Prise Humor nimmt der Autor seine Kleingartenanlage und deren Bewohner auf die Schippe und lässt uns daran teilhaben. Ein paar Informationen zu den jeweiligen Arten und manchmal auch zu seinem menschlichen Umfeld gibt es noch obendrauf. Mich haben die Erlebnisse des Autors sehr gut unterhalten und mein persönlicher Favorit ist gleich die erste Geschichte über die Waschbären (könnte vielleicht auch daran liegen, dass es hier in unserer Gegend keine dieser putzigen Gesellen gibt;) Mehrmals musste ich beim Lesen schmunzeln. Perfekt auch als Geschenk für den Hobbygärtner oder Hobbybiologen geeignet, ich betrachte zumindest jetzt Marienkäfer und Co mit der ein oder anderen Lachträne im Auge in meinem Garten.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

rußiger Reihenauftakt

Lichterloh - Stadt unter Ruß
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Eine Stadt unter Ruß und Dreck - hier kämpft sich Cleo durchs Leben. Ihr Traum eine Schornsteinfegerin zu werden scheint auf einmal ganz nah, nur warum bekommt sie diese Möglichkeit?

Der Schreibstil hat ...

Eine Stadt unter Ruß und Dreck - hier kämpft sich Cleo durchs Leben. Ihr Traum eine Schornsteinfegerin zu werden scheint auf einmal ganz nah, nur warum bekommt sie diese Möglichkeit?

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch liest sich super und ich konnte den Dreck regelrecht schmecken, so gut ist die Welt bzw. diese Stadt beschrieben. Cleo ist sympathsich und setzt sich für die Ärmsten ein, genauso wie ihre Schwester möchte sie etwas verändern. Die Beziehung der beiden ist schwesterlich herzlich, wenn auch nicht immer einfach. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr von Gwynnies Seite gewünscht, ich konnte ihre Beweggründe nicht immer ganz nachvollziehen, jedoch wachsen die beiden miteinander und an der Situation. Auch bei Leander und den anderen Schornsteinfegeranwärtern hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht, die Nebenfiguren fand ich nämlich sehr spannend. Vielleicht entwickeln sie sich ja im nächsten Band noch mehr, wobei Leander ja schon über sich hinauswächst. Die Handlung selbst behandelt neben dem Thema Umweltschutz, auch noch jede Menge Gesellschaftskritik, Intrigen und ist atmosphärisch spannend. Dabei spart sich das Buch die Romantik komplett und auch auf nervenaufreibende Szenen oder Gewalt wird verzichtet, fehlte mir auch überhaupt nicht, denn so spricht das Buch auch ein jüngeres Publikum an. Ich wurde jedenfalls gut unterhalten und freue mich schon auf Band 2.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

tierisch guter Erfindergeist

Der Erfindergeist der Tiere
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Die Kognitionsbiologin Alice Auersperg gibt hier ausführliche Einblicke in ihre Arbeit mit Kakadus. Sie testet mit komplizierten Versuchsaufbauten die Intelligenz der Tiere. Aber was heißt überhaupt Intelligenz? ...

Die Kognitionsbiologin Alice Auersperg gibt hier ausführliche Einblicke in ihre Arbeit mit Kakadus. Sie testet mit komplizierten Versuchsaufbauten die Intelligenz der Tiere. Aber was heißt überhaupt Intelligenz? Denkt man nach oder probiert man aus? und gerade das ist der springende Punkt, denn wie auch wir Menschen oft, testen die Tiere Vieles aus und lernen aus ihren Erfolgen. Daher der Begriff "Erfindergeist" im Titel, dieser ist einfach passender. Heißt die Autorin gibt wirklich ein umfassendes Bild: wie misst man eigentlich Intelligenz? ab wann kann man sagen, dass etwas Zufall oder gewollt ist und wie entwickelt man daraus passende Versuche. Diese theoretischen Teile untermalt sie immer wieder mit interessanten Beispielen und ein paar Fotos finden sich auch im Buch. Mein Teenie und ich fanden es sehr unterhaltsam und informativ. Manche Fähigkeiten der Vögel sind absolut verblüffend und wir hätten so nicht damit gerechnet. Sie verwenden schon teils sehr ausgeklügelte Werkzeuge. Für uns waren z.B. die Keas, die die Mülltonnen in Neuseeland öffnen, bereits bekannt, da wir dazu bereits eine tolle Doku über die Intelligenz von Papageien gesehen haben und so haben die wenigen Fotos gepasst. Auch ein Buch im Bereich der biologischen Verhaltensforschung mit Raben haben wir schon gelesen. Die Autorin hat es dennoch geschafft, dass wir trotz unseres Vorwissens noch jede Menge neue, spannende Informationen bekommen haben. Ein wirklich tolles, informatives und auch noch unterhaltsames Sachbuch über den aktuellen Wissenstand zu diesem Thema. Wir kannten übrigens den speziellen Bereich der Verhaltensforschung "Kognitionsbiologe" noch gar nicht und Junior hat nun einen neuen Berufswunsch;)

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Veröffentlicht am 10.03.2025

tragisch schräg

How To Kill a Guy in Ten Ways
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Nach der Lektüre bin ich sehr zwiegespalten und das liegt vor allem an der Prota Millie. Sie erzählt ihre Geschichte und somit war ich als Leserin ihrer Weltansicht sehr ausgeliefert. Millie blieb mir ...

Nach der Lektüre bin ich sehr zwiegespalten und das liegt vor allem an der Prota Millie. Sie erzählt ihre Geschichte und somit war ich als Leserin ihrer Weltansicht sehr ausgeliefert. Millie blieb mir das ganze Buch über eher fremd und unsympathisch; ihre Gesichte ist total schräg, einseitig, tragisch und hat mich eigentlich erst im letzten Drittel richtig gepackt. Millie war mir dann doch zu durchgeknallt und ihr schwarzer Humor (und der der Autorin) ist nicht wirklich bei mir angekommen. Bei mir hat Millies Erzählung eher zu einem ungläubigen Kopfschütteln, als zu einem Schmunzeln geführt. Gerade anfangs war es mir zu viel: alle Frauen gut - alle Männer böse. Das gibt sich zwar am Ende ein bisschen, aber auch nicht wirklich. Zwar hat mich die Wendung am Ende und eine Nebenfigur sehr überrascht, aber am Anfang blieben mir einfach zu viele Fragen offen. Ich meine irgendjemand hätte das doch mal etwas merken müssen, so eine schlampige Arbeit nehme ich keiner Polizei ab, solche Lügen nehme ich irgendwann auch nicht mehr für bahre Münze und überhaupt schauen alle ausnahmslos nicht über den Tellerrand. Trotzdem finde ich das Grundthema und dessen Überspitzung durch Millies Figur sehr gut, nur war sie mir irgendwann zu viel, zu verbissen, zu hassend, einfach zu durchgeknallt. Auch spielt Message M eine eher nebensächliche Rolle und ist für meine Begriffe eine gute Idee, aber nicht ganz durchdacht. Das Buch liest sich dennoch sehr gut und flott weg und hat mich gut unterhalten, gerade das letzte Drittel fand ich, hat viel wett gemacht, dennoch hatte ich mir insgesamt etwas mehr von dem Buch erwartete.

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