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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.06.2025

Niedlicher Abschluss

Silvercliff Hall – Hinter Spiegeln gefangen
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Im zweiten Teil der Silvercliff-Diologie muss Emilia Nathan aus den Fängen von Charles Lafontaine-Boutary retten. Ein magisches Duell soll die Lösung sein, doch Charles bedient sich schwarzer Magie…

Weil ...

Im zweiten Teil der Silvercliff-Diologie muss Emilia Nathan aus den Fängen von Charles Lafontaine-Boutary retten. Ein magisches Duell soll die Lösung sein, doch Charles bedient sich schwarzer Magie…

Weil ich neugierig war, musste ich natürlich auch den Abschluss der Silvercliff-Reihe lesen. Wie in Bd. 1 gab es doch die ein oder andere Länge und bisweilen empfand ich Emilia als etwas anstrengend. Nathan hingegen ist mir richtig ans Herz gewachsen und seine abgeklärte Art hat für einige Lacher gesorgt. Insgesamt hat mir der zweite Teil sehr viel besser gefallen als Bd. 1, denn das Wordbuilding und die vielen bunten magischen Ideen waren fantasievoll und unterhaltsam. Insgesamt war die Dilogie im Vergleich nicht so rund wie die Whisper Whisper-Reihe der Autorin, ich habe sie dennoch gerne gelesen. Nun bin ich gespannt auf das nächste Erzeugnis von Aniela Ley und hoffe, dass ich nicht zu lange darauf warten muss.

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Veröffentlicht am 12.06.2025

Konnte mich überraschen!

The Deer and the Dragon
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Inhalt: Marlow ist sich sicher, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Die Alternative wäre, sich einzugestehen, dass sie die Gabe – oder den Fluch – ihrer Mutter und Großmutter geerbt hat: Sie kann Engel und ...

Inhalt: Marlow ist sich sicher, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Die Alternative wäre, sich einzugestehen, dass sie die Gabe – oder den Fluch – ihrer Mutter und Großmutter geerbt hat: Sie kann Engel und Dämonen sehen, darunter eine dunkle und heimtückische Kreatur, die Marlow ihr ganzes Leben lang begleitet hat. Zumindest glaubt sie das, bis eine Fae aus dem nordischen Pantheon in ihr Leben tritt und sie darüber aufklärt, dass sie das Bett mit dem Fürsten der Hölle geteilt hat.

Ein Fürst, der nun verschwunden ist.

Ehe sie sich versieht, ist Marlow tief in einen jahrhundertealten Krieg verstrickt und stolpert geradewegs auf ein Schlachtfeld zwischen mächtigen Wesen aus den Mythen und Legenden des mächtigsten Pantheons der Welt. Und wer am Ende als Sieger hervorgehen wird, kann nur von ihr und der Liebe abhängen, an die sie nie zu glauben wagte.

Dieser Roman konnte mich tatsächlich positiv überraschen. Ich hatte etwas Sorge, dass es zu düster werden und in Anbetracht der Vorgeschichte der Hauptfigur zu viel Fokus auf Dark Romance Elemente liegen könnte, aber stattdessen hat mich die Geschichte total erreichen können. Die Autorin verwebt diverse Mythen und Sagen miteinander als Grundlage für ihr Worldbuilding, in dem es nicht nur einen Gott, sondern viele mit ihren zugehörigen Königreichen gibt, so z.B. Himmel, Hölle, Zeus auf dem Olymp etc. Das fand ich total spannend und war mir so noch nicht begegnet. Obwohl ich nicht alle Sagen und zitieren Bibeltexte/-stellen kenne, sodass ich nicht bei jeder Figur direkt einen Aha- Moment hatte oder manche Anspielungen nicht verstand, war dies trotzdem sehr neuartig und interessant.

Während ich mit der weiblichen Hauptfigur Marlow erst warm werden musste, haben wir insbesondere die Nebenfiguren direkt sehr gut gefallen. Dadurch, dass die Autorin sehr viele Ideen hatte, verlor sie sich manchmal ein bisschen in ihren Beschreibungen, und der Handlungsstrang wirkte etwas chaotisch auf mich. Nichtsdestotrotz wollte ich stets weiterlesen und war begeistert, dass die love Story nur einen Anteil ausmacht und der Fokus wirklich auf der Haupthandlung lag. Der Roman endet mit einem bösen Cliffhanger und ich werde sicherlich auch Bd. 2 lesen.

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Viel Tiefe, sehr emotional, aber nicht immer zeitgemäße Verhaltensweisen

Preston Brothers, Band 1 - Loving Lucas
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Lucas Preston und seine Freundin Laney kennen sich, seitdem sie elf Jahre alt sind. Laney wurde als Einzelkind nahezu von Beginn an in das Herz der 9-köpfigen Familie der Prestons aufgenommen und seitdem ...

Lucas Preston und seine Freundin Laney kennen sich, seitdem sie elf Jahre alt sind. Laney wurde als Einzelkind nahezu von Beginn an in das Herz der 9-köpfigen Familie der Prestons aufgenommen und seitdem die Mutter der 7 Prestons-Geschwister verstarb, zudem eine wichtige Säule und Unterstützung. Kurz vor Laneys 18. Geburtstag stehen Lucas und Laney endlich kurz davor, ein Paar zu werden, denn sie sind schon seit Jahren heimlich ineinander verliebt, ohne zu erkennen, dass der jeweilige andere genauso tiefe Gefühle für den anderen hegt. Doch dann kommt alles anders…

Dieser Roman hat mich von Beginn an gefesselt - mit einem emotional geprägten Sprachstil wird die Geschichte in wechselnden Kapiteln aus Sicht der Hauptfiguren Laney und Lucas wiedergegeben, wobei Lucas‘ dabei das Zentrum der Geschichte bildet. Rückblicke in die Vergangenheit vermitteln dem/der Leser:in die glaubhafte Tiefe der bereits bestehenden Verbindung zwischen den Protagonisten.

Nach einem starken Beginn des Romans, in denen ich die beiden Protagonisten in mein Herz schloss, verlor ich leider die Bindung zu Laney. Dies lag vor allem daran, dass die Perspektive nunmehr nur noch aus Lucas‘ Sicht geschildert wurde und ich Laneys Verhalten nicht immer nachvollziehen konnte. Hinzu kam, dass mir Lucas insbesondere zum Ende des Romans oft zu überbehütend vorkam, während ich Laney als zu unselbstständig und als „Anhängsel“ empfand, das nicht mal versuchte, sich aus seiner Erfahrung heraus zu emanzipieren. Das „Ich warte auf den großen starken Mann, der mich rettet“, war mir zu rückständig und nicht das, was ich meiner Tochter in diesem beeinflussbaren Alter der Zielgruppe vorleben wollen würde.

Nichtsdestotrotz habe ich mich gut unterhalten gefühlt und konnte den Roman kaum aus den Händen legen. Denn besonders die verschiedenen Charaktere und witzigen Szenen in der Großfamilie der Prestons haben es mir angetan und ich habe mich beim Lesen dieser Szenen sehr wohlgefühlt. Auch sehr interessant und wichtig fand ich die im Hintergrund liegenden auch schwereren Themen wie Verlust eines wichtigen Menschen, Gewalt in einer Beziehung und Entfremdung. Nun bin ich auf jeden Fall sehr neugierig auf die Fortsetzungen und hoffe auf mehr zeitgemäße Interaktionen.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Kaum Plot

Ruthless Creatures
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Inhalt: Vor fünf Jahren verschwand Natalie Petersons Verlobter. Er ließ sie mit einem Hochzeitskleid zurück, das sie nie tragen würde, und mit der Art von Narben, die nicht geheilt werden können. Der Mann, ...

Inhalt: Vor fünf Jahren verschwand Natalie Petersons Verlobter. Er ließ sie mit einem Hochzeitskleid zurück, das sie nie tragen würde, und mit der Art von Narben, die nicht geheilt werden können. Der Mann, auf den sie ihre Zukunft aufgebaut hatte, verschwand wie ein Geist. Alles, was blieb, waren ihr gebrochenes Herz und eine Million unbeantworteter Fragen.
Bis ein mysteriöser Fremder in der Stadt auftaucht.
Groß, dunkel und gefährlich steckt Kage genauso voller Geheimnisse, wie er Sexappeal hat. Obwohl Natalie weiß, dass er etwas verbirgt, fühlt sie sich zu ihm hingezogen wie eine Motte zum Licht. Bei jedem Blick knistert es zwischen ihnen und schon bald entflammt das Verlangen zur Leidenschaft.
Aber dann entdeckt Natalie sein düsteres Geheimnis: Kage wurde geschickt, um eine unbezahlte Schuld ihres verschwundenen Verlobten einzutreiben … Und diese Schuld ist sie.

Mit einem eher einfachen, aber leichten und angenehmen Sprachstil wird der Roman in wechselnder Perspektive von Nat und Kage wiedergegeben. Ich hatte auf eine Mafia-Romanze mit spannendem Plot gehofft. Stattdessen erwarteten mich leider diverse aneinandergereihte Sexszenen, die für meinen Geschmack teilweise unangenehm gewaltbereite Momente enthielten. Dark Romance okay, aber erst bei 80% des Romans kam endlich der im Klappentext versprochene Inhalt zutage und wurde leider auf wenigen Seiten abgehandelt. Das ist mir zu wenig!

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Lass sie und Lass mich

Die LET THEM Theorie
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Die Autorin Mel Robbins präsentiert in ihrem neuesten Ratgeber die "Let them"-Theorie, bei der der/die AnwenderIn bei Problemen, Ärgernissen, Streit oÄ im 1. Schritt "Lass sie, ..." anwendet, um Abstand ...

Die Autorin Mel Robbins präsentiert in ihrem neuesten Ratgeber die "Let them"-Theorie, bei der der/die AnwenderIn bei Problemen, Ärgernissen, Streit oÄ im 1. Schritt "Lass sie, ..." anwendet, um Abstand zur Situation zu gewinnen (z.B. Lass sie unfreundlich sein) und im 2. Schritt "Lass mich, ...", um Handlungsspielraum zu generieren (z.B. Lass mich die Unfreundlichkeit ignorieren und den Laden verlassen). Die Tipps sind simpel, der Sprachstil einfach gehalten und der Text mit angenehm vielen Beispielen gespickt. Ich persönlich habe das Prinzip schnell verstanden, in der Umsetzung bei sehr schwierigen Themen empfinde ich es aber schwer anzuwenden, weil es eine Form der rationalen Begegnung eines emotionalen Problems ist. Hier braucht man entweder sehr viel Übung oder ein weiteres Mittel, um starke Emotionen loslassen zu können. Ich fand den Ratgeber sehr interessant und entdecke mich nun öfter im Alltag, "Lass sie" und "Lass mich" anzuwenden und bei kleinen Dingen funktioniert es wirklich sehr gut. Die von der Autorin versprochene allumfassende Lösung ist es meiner Meinung aber nach nicht ;) Zudem empfand ich es beim Lesen manchmal als anstrengend, dass sie mit ihrer "amerikanischen Sicht auf die Dinge" zum Übertreiben neigt. Das Buch hätte für meinen Geschmack auch 100 Seiten weniger haben können, da es viele Wiederholungen gibt.

Fazit: Ich konnte mir einige Informationen herausziehen, das Rad neu erfunden hat die Autorin aber nicht.

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