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Veröffentlicht am 14.11.2019

Eine tolle Fortsetzung, die große Lust auf mehr macht!

Agatha Oddly (Band 2) - Die London-Verschwörung
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Da mir der Reihenauftakt von Agatha Oddly unheimlich gut gefallen hat, habe ich dem Erscheinen der Fortsetzung ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Ich war schon so gespannt auf Agathas nächsten spannenden ...

Da mir der Reihenauftakt von Agatha Oddly unheimlich gut gefallen hat, habe ich dem Erscheinen der Fortsetzung ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Ich war schon so gespannt auf Agathas nächsten spannenden Fall!

Der erste große Fall ist erfolgreich gelöst und der nächste soll nicht lange auf sich warten lassen. Pünktlich zum Schulbeginn ist erneut Agathas Spürsinn gefragt: Im British Museum wurde einer der Nachtwächter ermordet! Klar, dass Agatha sofort Feuer und Flamme ist und den Mord unbedingt aufklären möchte. Die Polizei tappt noch im Dunklen, aber Meisterdetektivin Agatha hat bereits eine heiße Spur. Sie beginnt also auf eigene Faust zu ermitteln und wird dabei auf unglaubliche Dinge stoßen.
Was Agatha nebenbei dann auch noch zu erledigen hat: Sie muss die kniffligen Aufgaben der Torwächter-Gilde lösen. Wenn sie diese geknackt hat, wird sie endlich als jüngstes Mitglied in der geheimen Torwächter-Gilde aufgenommen werden und wird dann hoffentlich mehr über den rätselhaften Tod ihrer Mutter in Erfahrung bringen können. Ob Agatha all diese Herausforderungen wohl meistern wird?

Obwohl es bei mir nun tatsächlich schon wieder deutlich über ein halbes Jahr her ist, dass ich den ersten Band gelesen habe, hatte ich hier überhaupt keine Einstiegsprobleme. Da die Fortsetzung allerdings ziemlich zeitnah an den Vorgänger anschließt und auch sehr auf ihn aufbaut, rate ich bei dieser Reihe sehr, mit dem Auftakt zu beginnen. Ich bin mir nicht sicher, ob man dem Geschehen im zweiten Band problemlos folgen kann, wenn man nicht das Wissen aus dem ersten Teil hat.

Mein Lesevergnügen war hier jedenfalls perfekt. Ich finde den zweiten Band genauso fabelhaft wie den ersten. Quasi in einem Rutsch habe ich das Buch durchgeschmökert und hätte mich danach am liebsten sofort auf den nächsten Teil gestürzt. Leider gibt es diesen aber noch nicht auf Deutsch. Für mich heißt es nun also ganz ungeduldig hibbeln und warten. Ich hoffe doch sehr, dass auch Band 3 ins Deutsche übersetzt werden wird. Fände ich unendlich schade, wenn nicht.

Erfahren tun wir alles erneut aus der Sicht der 13-jährigen Agatha in der Ich-Perspektive. Mit Agatha sind den Autoren, die sich hinter dem Pseudonym Lena Jones verbergen, eine richtig coole Protagonistin gelungen. Agatha ist so ein Mädel, wie ich sie in Büchern liebe: Gewitzt, mutig und extrem tough und schlagfertig. Agatha ist wirklich nie um einen flotten Spruch verlegen. Sie lässt sich nicht unterkriegen und besitzt eine enorm gute Auffassungs- und Kombinationsgabe. Vor Agathas messerscharfen Verstand und ihren brillanten Fähigkeiten kann man wirklich nur den Hut ziehen. Sie ist einfach einzigartig und die geborene Detektivin.

Das zweite spannende Abenteuer, das wir hier zusammen mit Agatha erleben dürfen, habe ich als extrem fesselnd und packend empfunden. Längen gibt es keine, zumindest für mich nicht. Nein, ganz im Gegenteil, ich war immerzu am Mitfiebern und Herumrätseln und wollte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Dank des lebendigen und locker-leichten Schreibstils liest sich das Buch auch echt super. Mir persönlich waren nur die Kapitel anfangs etwas zu lang gewesen. Die hätte ich mir irgendwie etwas kürzer gewünscht. Zum Glück ändert sich das aber im Verlaufe des Buches, sodass die Kapitel zum Ende hin eine optimale Länge haben.

Neben Agatha haben mir auch die Nebenfiguren wieder richtig gut gefallen. Agathas Dad zum Beispiel, ist ein total lieber und herzensguter Mensch. Wen ich ganz besonders fest in mein Herz geschlossen habe, ist Agathas bester Freund Liam. Liam ist ein prima Kerl, ihn muss man einfach gernhaben. Klasse finde ich auch die neue Freundin der beiden, Brianna. Die drei ergeben ein tolles Team und können sich stets aufeinander verlassen.

Natürlich begegnen einem in diesem Band aber auch so einige weniger nette und sympathische Charaktere. Da ich aber nicht zu viel verraten möchte, werde ich über die weiteren Figuren jetzt einfach mal schweigen. Stellt euch einfach mal darauf ein, dass ihr es mit so einigen Personen zu tun bekommen werdet, bei denen ihr zunächst nicht so recht wisst, woran ihr bei ihnen seid.

Womit mich Lena Jones, neben den Figuren, ebenfalls wieder komplett überzeugen konnten, ist das Setting. Ich meine, London? London geht einfach immer, ich liebe diesen Schauplatz in Büchern! Ich bin hier auch wieder ganz auf meine Kosten gekommen, denn die Orte werden allesamt unglaublich bildhaft und genial beschrieben. Bei mir herrschte erneut ein absolutes Kopfkino beim Lesen. Besonders die Szenen, wenn wir uns im Hintergrund Londons befinden, fand ich großartig.

Zusammen mit Agatha verschlägt es uns im zweiten Band sehr oft in die unterirdische Welt, die sich unter der Metropole London befindet. Wir erfahren so einiges Neues über die Torwächter-Gilde und auch der Aufklärung des mysteriösen Todes von Agathas Mutter kommen wir ein kleines bisschen näher. Was genau Agatha aber alles in Erfahrung bringen wird, werde ich hier natürlich nicht erzählen. ;)

Für Kinder ab 11 Jahren, die gerne in spannende Detektiv- und Krimigeschichten abtauchen, ist die Agatha Oddly-Reihe sehr zu empfehlen. Viel jünger sollte man in meinen Augen aber auch nicht sein, da die Abenteuer von Agatha stellenweise sehr aufregend und auch gefährlich sind. Aber keine Sorge, die Handlung ist natürlich vollkommen altersgerecht. Ich denke aber durchaus, dass auch so mancher erwachsene Krimiliebhaber von den Agatha Oddly-Geschichten hellauf begeistert sein wird.

Was dann natürlich auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, ist die zauberhafte Innengestaltung. Größere Illustrationen gibt es zwar leider wieder keine, aber dafür viele kleine wundervolle schwarz-weiß Zeichnungen von Max Meinzold. Mir hat die Aufmachung erneut total gut gefallen!

Fazit: Eine tolle Fortsetzung, die durchweg zum Mitfiebern einlädt und große Lust auf mehr macht! Mir hat auch Agathas zweites Abenteuer wunderbare Lesestunden beschert. Das Buch erzählt eine super spannende, mitreißende, witzige und einfach nur richtig coole Detektivgeschichte, die einen von Anfang bis Ende fesselt. Ich hatte hier jede Menge Spaß beim Lesen und freue mich schon sehr auf Agathas nächsten kniffligen Fall! „Die London-Verschwörung“ erhält von mir volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 13.11.2019

Weihnachtlich, fantasievoll, super süß und glaublich warmherzig - ein zauberhaftes Buch!

Der kleine Flohling 2. Weihnachten im Littelwald
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Da mich das erste Abenteuer vom kleinen Flohling so begeistern konnte, war meine Freude als ich hörte, dass dieses eine Fortsetzung erscheinen wird. Und dann auch noch ein Weihnachtsband! Da stellte sich ...

Da mich das erste Abenteuer vom kleinen Flohling so begeistern konnte, war meine Freude als ich hörte, dass dieses eine Fortsetzung erscheinen wird. Und dann auch noch ein Weihnachtsband! Da stellte sich mir gar nicht erst die Frage, ob ich das Buch lesen möchte – ich ließ es natürlich nur zu gerne bei mir einziehen. Auf „Weihnachten im Littelwald“ war ich schon richtig gespannt!

Der Winter ist da und mit ihm ist auch die Kälte im Littelwald eingezogen. Ein eisiger Novemberwind weht und kleine Schneeflocken fallen vom Himmel. Da es bis zur Adventszeit nicht mehr lange hin ist, beginnt man im Litteldorf schon so langsam mit den Weihnachtsvorbereitungen. Früh anfangen ist dieses Jahr auch definitiv angesagt, schließlich soll dieses Weihnachtsfest das größte sein Littelgedenken werden.
Weil Flohling immer für seine Tiere da ist und nur das Beste für sie möchte, versucht er ihnen in dieser frostigen Kälte so gut es zu helfen. Er versorgt sie mit Unterschlüpfen und ausreichend Futter, damit auch sie eine wunderschöne Weihnachtszeit haben. Sein großes Vorhaben bedeutet nur eine Menge an Arbeit, zu viel für einen kleinen Littel. Leider hat nur niemand Zeit ihm zu helfen. Und der stets mega schlechtgelaunte und sehr grantige Littel Grantel ist sogar überhaupt nicht damit einverstanden, dass Flohling die Tiere mit Nahrung versorgt. Die Vorräte sind schließlich für die Littel und nicht für die Tiere aus dem Littelwald gedacht.
Als die Vorräte tatsächlich knapp werden, muss sich Flohling schleunigst etwas einfallen lassen. Ob es ihm wohl gelingen wird, die besorgten Littel zu beruhigen und die Tiere weiterhin mit Futter zu versorgen? Die Weihnachtsstimmung ist bei dem ganzen Trubel und Stress irgendwie auch abhanden gekommen. Schafft Flohling es, den weihnachtlichen Zauber in das Litteldorf zurückzuholen?

Sandra Grimm ist auch mit „Weihnachten im Littelwald“ ein ganz fabelhaftes Kinderbuch gelungen, welches von den ersten Seiten an zum Träumen einlädt. Wie der erste Band vom kleinen Flohling, so erzählt auch der zweite eine wunderschöne, sehr fantasievolle und unglaublich warmherzige Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft, Mut und Entschlossenheit. Ich bin erneut richtig begeistert davon, was für fantastische und wichtige Botschaften auch dieser Flohling-Band vermittelt.
Wovon ich ebenfalls ganz verzaubert bin, ist das tolle Winter- und Weihnachtsfeeling, das hier durchweg herrscht. Das wunderhübsche Cover verspricht eindeutig nicht zu viel – ich habe das Buch als wunderbar winterlich und weihnachtlich empfunden. Für die besinnliche Adventszeit ist das zweite Abenteuer vom kleinen Flohling wirklich perfekt geeignet.

Kennt ihr denn eigentlich schon den kleinen Littel Flohling aus dem Litteldorf? Wenn eure Antwort Nein lautet, rate ich euch, die Bekanntschaft mit ihm im ersten Band zu machen. Man kann dem Geschehen in der Fortsetzung zwar meinem Empfinden nach ohne Probleme folgen, wenn man sie ohne das Wissen aus dem Vorgänger liest, allerdings halte ich das Einhalten der chronologischen Reihenfolge dennoch für sinnvoller. Die Bücher erzählen zwar recht eigenständige Geschichten, bauen aber schon aufeinander auf. Besonders bezüglich Flohlings Talents wäre es besser, wenn man zuerst zum ersten Teil greift, da man sich ansonsten ein wenig spoilern würde.

Wenn ihr „Abenteuer im Littelwald“ noch nicht kennt und lieber nicht wissen wollt, was genau Flohlings Talent ist, solltet ihr den übernächsten Absatz besser nicht lesen.

Anders als im Reihenauftakt, in welchem wir uns mit dem kleinen Littel Flohling und seinen Freunden auf die abenteuerliche Suche nach seinem Talent begeben, befinden wir ins in diesem Band im Littledorf. Mir hat das Setting unheimlich gut gefallen! Das kleine Dorf wird so gemütlich und zauberhaft beschrieben. Ich hätte mir allerdings auch hier eine Karte vorne oder hinten im Einband gewünscht, die die wichtigsten Orte zeigt. Bereits im ersten Band habe ich so eine tolle Übersichtskarte etwas vermisst.
Dank der bildhaften Beschreibungen kann man sich aber natürlich auch so alles ganz genau vorstellen. :)

Neben der großartigen Kulisse bin ich auch von den Charakteren wieder hellauf begeistert. Flohling habe ich bereits im ersten Band ganz, ganz fest in mein Herz geschlossen. Ihn muss man einfach lieben, er ist so ein sympathischer und herzensguter kleiner Litteljunge.
Besonders klasse an ihm ist, wie rührend er sich um die Tiere aus dem Littelwald kümmert. Flohling weiß ja mittlerweile, was sein Talent ist: Er kann die Tiere verstehen. Seine Aufgabe ist es daher, kranke und verletzte Tiere gesund zu pflegen.
Das Thema Hilfsbereitschaft wird in diesem Band ganz groß geschrieben, was ich einfach nur wundervoll fand.

Sehr gefreut hat mich auch, dass so viele liebgewonnene Charaktere aus dem ersten Band auch im zweiten Teil wieder ihren Auftritt haben werden. Flohlings Familie, seine Freundin Lisbet, der putzige Spatz Pilfink, der knuffige Muski und noch so einige mehr. Besonders angetan hat es mir ja das Muski. Er spricht immer so lustig und hat einfach eine so süße und quirlige Art. Auf dem Cover könnt ihr ihn übrigens sehen: Er ist dieses Waschbären ähnliche niedliche Wesen.

In dem Buch wimmelt es wirklich nur so vor liebenswerten und einzigartigen Figuren. Wobei es natürlich auch Ausnahmen gibt. Der mürrische Littel Grantel wird wohl zuerst kein Leser gernhaben. Sein Name passt wirklich perfekt zu ihm, er ist so ein richtiger Griesgram. Ob es Flohling wohl noch gelingen wird, Grantel davon überzeugen, dass die Tiere aus dem Littelwald ihre Hilfe brauchen und das Weihnachten kein Unsinn ist, sondern etwas Wunderschönes?

Was genau wir mit Flohling Aufregendes erleben werden, werde ich euch hier natürlich nicht verraten, da müsst ihr das Buch schon selber lesen. Oder vorlesen. Wie der erste Band, so ist auch der zweite in meinen Augen so ein richtiger Vorlesebuchschatz, der für die herrlichsten Vorlesestunden sorgen wird. Der Schreibstil ist einfach und lebendig und die Kapitel sind angenehm kurz. Bei den Kapiteln fand ich es nur ein wenig schade, dass es keine 24 sind. Ich persönlich finde es immer super, wenn Weihnachtsbücher für Kinder in 24 Kapitel unterteilt sind, sodass man sie als Adventskalender nutzen kann.

Zum Vorlesen ist auch dieser Band für Mädchen und Jungen ab etwa 5 Jahren prima geeignet. Kinder in diesem Alter sollten der Handlung problemlos folgen können. Zum Selberlesen empfehle ich das Buch ab etwa 8 Jahren.

Was dann natürlich auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, sind die bezaubernden Illustrationen von Anja Grote. Ich bin total verliebt in ihre Bilder, sie sind so traumhaft schön und farbenfroh. Egal ob die kleinen Bildchen, die etwas größeren Zeichnungen oder die ganzseitigen Illustrationen – ich konnte mich an allen gar nicht sattsehen. Die Bilder harmonieren hervorragend zum Geschehen im Text und schaffen eine ganz besondere Atmosphäre.

Fazit: Ein märchenhaft schönes Buch für die ganze Familie! Mich konnte auch das Weihnachtsabenteuer vom kleinen Flohling komplett verzaubern. Die Geschichte ist so fantasievoll, süß und herzerwärmend. Sie ist spannend, lustig, weihnachtlich und super liebevoll illustriert. Ich habe wunderbare Lesestunden mit dem Buch verbracht und hoffe sehr auf ein erneutes Wiedersehen mit Flohling und seinen Freunden. Ich kann euch „Weihnachten im Littelwald“ sehr ans Herz legen und vergebe volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 12.11.2019

Ein herzerwärmendes und zauberhaft schönes Buch!

Die Vanderbeekers retten Weihnachten
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Sieht das Cover nicht wunderhübsch aus? Es ist so schön weihnachtlich und farbenfroh. Also bei mir war es hier große Coverliebe auf den ersten Blick, die Mila Marquis kann einfach so traumhaft zeichnen! ...

Sieht das Cover nicht wunderhübsch aus? Es ist so schön weihnachtlich und farbenfroh. Also bei mir war es hier große Coverliebe auf den ersten Blick, die Mila Marquis kann einfach so traumhaft zeichnen! Da mich auch der Klappentext auf Anhieb überzeugen konnte und ich Weihnachtsbücher zudem über alles liebe, stand für mich sofort fest, dass ich die Vanderbeekers unbedingt kennenlernen möchte.

In fünf Tagen ist Heiligabend und die Vanderbeekers stecken bereits mitten den Weihnachtsvorbereitungen. Mama und Papa Vanderbeeker, die fünf Geschwister Isa, Jessie, Oliver, Hyacinth und Laney – allesamt freuen sie sich schon riesig auf das Weihnachtsfest. Mit ihrer großen Vorfreude ist es nur schlagartig vorbei, als sie einen Brief von ihrem grässlichen Vermieter Mr Beidermann erhalten. Er hat ihnen tatsächlich, so kurz vor Heiligabend, den Mietvertrag gekündigt! Sie sollen aus ihrem geliebten Brownstone-Haus, in welchem sie nun schon so viele Jahre leben, schnellstmöglich ausziehen. Die Vanderbeekers sind untröstlich. Aber einfach so aufgeben? Nee, das werden die fünf Geschwister ganz bestimmt nicht tun! Sie tüfteln gemeinsam einen Plan aus, um ihren gemeinen Vermieter von seinem Vorhaben abzubringen. Kein leichtes Unterfangen, wie sich sehr schnell zeigen wird. Die gebastelten Werke der Kinder, ihre selbst gemalten Bilder, das kleine Weihnachtsbäumchen, das sie ihm schenken, die lange Liste an Unterschriften, die zeigt, wie viele in der Nachbarschaft dafür sind, dass die Vanderbeekers im Brownstone-Haus in der 141. Straße wohnen bleiben sollen – alles hilft nichts. Mr Beidermann scheint ein Herz aus Stein zu haben. Ob es den Vanderbeekers wohl noch gelingen wird, ihren Vermieter umzustimmen und doch noch ein schönes Weihnachten haben?

Karina Yan Glaser ist in meinen Augen mit „Die Vanderbeekers retten Weihnachten“ ein bezauberndes Kinderbuch gelungen. Ich habe die Familie Vanderbeeker sofort ganz fest in mein Herz geschlossen und eine herrliche Zeit mit ihnen verbracht. Auf den zweiten Band, der nächstes Jahr im März erscheinen wird, freue ich mich jetzt schon sehr. Ich bin schon so gespannt auf das nächste aufregende Abenteuer mit den Vanderbeekers!

Erzählt wird alles im Wechsel der fünf Vanderbeeker-Kinder in der dritten Person.
Mit den Vanderbeekers hat Karina Yan Glaser eine einzigartige und ganz besondere Familie erschaffen, welche man einfach sofort gernhaben muss. Ich habe mich vom ersten Moment an pudelwohl im Brownstone-Haus in der 141. Straße in Harlem in New York City gefühlt und wollte es am liebsten gar nicht mehr verlassen.
Total cool fand ich, dass es relativ zu Beginn der Geschichte eine Illustration der Vanderbeeker-Wohnung gibt, auf der man sehen kann, wo welches Zimmer ist.
Mir hat die gesamte Aufmachung des Buches unheimlich gut gefallen. Es gibt immer mal Zeichnungen von Häusern oder welche in Form von Zeitungsartikeln und das absolute Highlight ist die Karte vorne und hinten im Einband, die einen Stadtplan zeigt. Die Karte fand ich einfach nur mega!

Aber zurück zu den Charakteren. Bei den Vanderbeekers kann ich echt nicht sagen, welches Familienmitglied ich nun am meisten in mein Herz geschlossen habe, ich habe sie einfach alle so unglaublich liebgewonnen. Oliver zum Beispiel habe ich dafür geliebt, dass er so ein großer Bücherwurm ist wie ich und die kleine Laney fand ich einfach nur zuckersüß.
Ich muss nur gestehen, dass ich anfangs leichte Probleme damit hatte, mir nur zu merken, wer wer ist. Als Leser lernen wir gleich zu Beginn die verschiedenen Familienmitglieder kennen und mir waren es irgendwie zu viele Namen auf einmal gewesen. Ich persönlich hätte ein Personenregister vorne oder hinten im Buch ganz hilfreich gefunden, da wir es hier insgesamt doch mit sehr vielen Figuren zu tun bekommen.
Da aber sowohl die Vanderbeekers als auch die Nebenfiguren super liebevoll und fantastisch ausgearbeitet wurden, findet man sich dann doch sehr schnell zurecht. Zumindest ich konnte meine kleine Anfangshürde recht fix überwinden.

In dem Buch wimmelt es wirklich nur so vor sympathischen und liebenswürdigen Charakteren. Wobei es natürlich auch Ausnahmen gibt. Ich sag nur Mr Beidermann…
Vor dem mysteriösen Mr Beidermann habe ich mich zuerst irgendwie richtig gegruselt. Wieso ist er so ein entsetzlicher Griesgram? Weshalb verlässt er nie das Haus? Warum bekommt ihn nie jemand zu Gesicht? Was ist sein großes Geheimnis?

Ich habe die Geschichte teilweise fast schon als eine Art Weihnachtskrimi empfunden, da sich Vanderbeeker-Geschwister detektivmäßig auf die Suche nach Antworten begeben. Als Leser ist man da richtig am Herumrätseln. Was hat der unfreundliche Vermieter nur zu verbergen?
Auch ins Mitfiebern gerät man, sehr sogar. Sei es bezüglich Mr Beidermanns Geheimnis oder der bangen Frage, ob die Kinder ihren Vermieter mit ihren kreativen Ideen davon überzeugen können, dass er sie im Brownstone-House wohnen lässt – man mag das Buch wirklich gar nicht mehr aus der Hand legen, weil man so gebannt von der Handlung ist.

Was man hier auch ordentlich tut, ist das Mitfühlen. Ich habe so mit den armen Vanderbeekers mitgelitten, weil sie ihr geliebtes Zuhause verlassen müssen. Die Geschichte ist stellenweise schon sehr traurig und ernst, aber keine Sorge, zu bedrückend ist sie natürlich nicht. Der Autorin ist es prima gelungen, die Handlung durch lauter herzerwärmende und lustige Momente aufzulockern. Man hat beim Lesen öfters ein breites Lächeln oder Grinsen auf den Lippen und ein wohlig warmes Kribbeln im Bauch, weil das trubelige Leben in dieser herzlichen Großfamilie so schön beschrieben wird.

Was das Buch dann natürlich auch noch ist, ist weihnachtlich. Ich persönlich habe mir zwar etwas mehr von diesem besonderen Weihnachtszauber erhofft, aber in Weihnachtsstimmung hat mich die Geschichte dennoch ein bisschen versetzt. Vor allem das Ende, wenn Heiligabend ist und es am Morgen drauf, am 25. Dezember, endlich die Geschenke gibt, habe ich total Lust auf die besinnliche und wohl allerschönste Zeit im Jahr bekommen. :)

Fazit: Ein zauberhaftes Buch, welches einem so richtig das Herz erwärmt und einfach glücklich macht! Mir hat „Die Vanderbeekers retten Weihnachten“ ein wunderbares Leseerlebnis beschert. Die Geschichte ist spannend, witzig und warmherzig, sie ist traurig und wunderschön zugleich und sie vermittelt so viele tolle Botschaften! Das Buch handelt von Familienzusammenhalt, von Freundschaft, Liebe, Eifersucht, Schicksalsschlägen, Trauer, Hoffnung, Mut und Vertrauen. Auch weihnachtlich geht es hier zu, wobei mir persönlich das Thema Weihnachten ein wenig zu kurz kam. Begeistert bin ich aber natürlich dennoch von dem Buch und ich kann es jedem, egal ob Jung oder Alt, sehr ans Herz legen. Ich freue mich schon sehr auf ein Wiedersehen mit den Vanderbeekers! „Die Vanderbeekers retten Weihnachten“ erhält von mir 4,5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 10.11.2019

Ein großartiges Buch, welches man einfach nicht mehr aus der Hand legen kann!

K.I. – Freundschaft vorprogrammiert
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Bei diesem Buch war es eindeutig der Klappentext, der dazu führte, dass K.I. - Freundschaft vorprogrammiert auf meine Wunschliste wanderte. Das Cover, muss ich gestehen, ist so gar nicht mein Fall. Ich ...

Bei diesem Buch war es eindeutig der Klappentext, der dazu führte, dass K.I. - Freundschaft vorprogrammiert auf meine Wunschliste wanderte. Das Cover, muss ich gestehen, ist so gar nicht mein Fall. Ich finde es wenig ansprechend. Die Story aber klang so mega gut und interessant – für mich stand daher sehr schnell fest, dass ich das Buch lesen möchte. Von Monica M. Vaughan hatte ich bisher noch nichts gelesen. K.I. - Freundschaft vorprogrammiert sollte also mein erstes Werk von ihr werden.

Der 12-jährige Eric scheint das perfekte Leben zu führen. Er lebt zusammen mit seinen Eltern in einem schicken Haus in einer sehr guten Wohngegend in Ashland, er bekommt von seinem Onkel Martin ständig die coolsten und angesagtesten Markenprodukte zugeschickt wie Handys, Schuhe oder Klamotten, und sowohl online als auch offline hat er jede Menge Freunde. Was aber niemand weiß, nicht mal Eric selbst: Er ist kein Mensch. Er ist ein künstlich programmiertes Wesen.
Der gleichaltrige Danny ist ganz anders. Er hat keine Freunde, ist noch nicht mal auf den Social Media Kanälen unterwegs und er kann sich keine teuren Klamotten oder die neueste Technik leisten.
Eric möchte sich gerne mit Danny anfreunden, nur lässt es seine Programmierung nicht zu, dass er sich mit uncoolen Leuten abgibt. Er beschließt daher, Danny beliebt zu machen.
Danny findet Eric erst sehr sonderbar und komisch und auch dessen Eltern sind total strange drauf. Die beiden werden sich aber schließlich doch noch anfreunden und schließlich sogar die besten Freunde werden. Dass Eric aber nicht normal ist, ist Danny nach wie vor klar. Warum zum Beispiel muss er jeden Freitag zum Zahnarzt gehen, kann sich an diese Besuche aber kaum erinnern? Sie beginnen der Sache auf den Grund zu gehen und kommen schließlich hinter Erics Geheimnis. Mit Erics Schöpfern ist aber überhaupt nicht zu spaßen. Je mehr die Freunde nachforschen, desto gefährlicher wird es für sie…

Was bin ich froh, dass mich das Cover nicht davon abgehalten hat, zu dem Buch zu greifen. Ich finde es großartig! Bei mir trat hier das ein, was ganz klar für ein gutes Buch spricht: Einmal begonnen mit dem Lesen, wollte ich am liebsten gar nicht mehr damit aufhören. Das Ergebnis: Ich habe K.I. - Freundschaft vorprogrammiert quasi inhaliert.

Schon der erste Absatz auf der ersten Seiten konnte mich in seinen Bann ziehen:

„Ich heiße Danny und brauche eure Hilfe. Ich muss gleich dazusagen, dass das hier nicht meine Geschichte ist, sondern die von Eric. Also, Eric war der Name, den sie ihm gegeben haben, aber für mich war er Slick und er war mein bester Freund. Ich sage „war“, weil er vor sechs Monaten gestorben ist.“

Klingt doch irgendwie ungewöhnlich, oder? Nun, ich kann euch versichern, diese ersten vier Sätze versprechen nicht zu viel. Die gesamte Geschichte ist außergewöhnlich, brillant, witzig und absolut mitreißend. Ich spreche hier natürlich nur für mich, die Geschmäcker sind schließlich verschieden - ich jedenfalls habe das Buch einfach mal etwas erfrischend anderes empfunden. 
Ich persönlich kann mir auch sogar sehr gut vorstellen, dass es mal verfilmt werden wird. Das Zeug dazu hätte die Story in meinen Augen definitiv.
Monica M. Vaughan ist hier ein ganz besonderer Sci-Fi-Roman gelungen, welcher in meinen Augen nicht nur für Kinder ab 11 Jahren eine ganz große Leseempfehlung ist - auch für Jugendliche und Erwachsene ist das Buch absolut lesenswert!

Total begeistert bin ich von dieser extrem fesselnden Erzählweise. Wie oben bereits erwähnt: Bei mir herrschte hier eine absolute Buchinhalition.
Besonders packend wird die Story, wenn Danny, Eric (Spitzname Slick) und Dannys Cousin Vito (ein absolutes Computergenie) immer mehr dahinterkommen, was es mit Slick auf sich hat. Ab da kann man das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen. Zumindest bei mir war es so.

Was auch noch dazu führt, dass einen das Buch sofort mitreißt und nicht mehr loslässt, sind die ständigen Perspektivwechsel. Die Geschichte wird im Wechsel von Slick und Danny erzählt, wobei mein Eindruck war, dass Slick mehr zu Wort kommt als Danny. Fand ich persönlich super, denn Slicks Kapitel haben mich richtig fasziniert.
Man weiß natürlich von Anfang an, dass Slick kein Mensch ist, aber da er so viele menschliche Züge besitzt, kann man es beim Lesen manchmal fast schon vergessen, dass er ein Android ist. Natürlich gibt es aber auch viele Hinweise darauf, dass wir es hier mir einem künstlich programmierten Wesen zu tun haben. So versteht Slick keine Ironie, ihm ist nichts peinlich und insgesamt ist seine Art zu erzählen sehr emotionslos...zugleich aber auch nicht. Ach, ich kann das irgendwie gar nicht so wirklich erklären wie Slick auf einen wirkt. Ihr müsst das Buch einfach selber lesen, dann wisst ihr, was ich meine.
Der Autorin ist es meinem Empfinden nach jedenfalls hervorragend gelungen, aus der Sicht einer künstlichen Intelligenz zu schreiben.

Die Passagen, die wir aus Dannys Sicht erfahren, haben mir aber auch wahnsinnig gut gefallen. Danny fand ich total süß und sympathisch. Wie Slick, so wurde auch er ausgezeichnet ausgearbeitet.
Danny lebt alleine mit seiner Mutter in Ashland und hat es leider nicht leicht. Das Geld ist etwas knapp, Danny kann sich somit also keine angesagten, teuren Markenklamotten leisten, was ihn zu einem ziemlichen Außenseiter hat werden lassen. Danny ist in den Augen seiner Mitschüler einfach der totale Loser.

Monica M. Vaughan behandelt auf eine unheimlich tolle Weise die wichtigen Themen Mobbing, Ausgrenzung und Freundschaft. Die Geschichte geht einem stellenweise richtig unter die Haut, zugleich erwärmt sie einem aber auch das Herz und zaubert einem öfters ein breites Grinsen auf die Lippen.
Wie die innige Freundschaft von Slick, dem Roboter, und Danny, dem 12-jährigen Menschenjungen, beschrieben wird, ist so fantastisch, warmherzig und wundervoll!

Worüber ich hier allerdings erst ein bisschen nachdenken musste, ist das Ende. Es ist schon ziemlich krass und irgendwie auch traurig. Und auch recht offen, wie ich finde.
Ich muss sagen, dass ich zuerst nicht so zufrieden mit dem Ende war. Nachdem ich es aber habe sacken lassen, finde ich es nun doch klasse. Es passt perfekt zur Geschichte und hat in mir zudem die große Hoffnung erwachen lassen, dass es vielleicht noch ein Wiedersehen mit Slick und Danny geben wird. Ich jedenfalls würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen.

Fazit: Außergewöhnlich, originell, lustig, herzerwärmend und unglaublich fesselnd – ein großartiger Sci-Fi-Roman, der eine ganz besondere Freundschaftsgeschichte erzählt! Ich bin hellauf begeistert von K.I. - Freundschaft vorprogrammiert. Das Cover ist so gar nicht meins, aber die Story hat mich zutiefst beeindruckt. Ich habe das Buch verschlungen und herrliche Lesestunden damit verbracht. Ich kann die Geschichte von Slick und Danny jedem nur ans Herz legen, sowohl Mädchen und Jungen ab 11 Jahren, als auch deutlich älteren Lesern. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 08.11.2019

Spannend, lustig, fantasievoll, magisch schön - eine weitere wundervolle Fortsetzung!

Petronella Apfelmus - Hexenfest und Waldgeflüster (Band 7)
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Seit dem Reihenauftakt bin ich ein großer Petronella Apfelmus-Fan und fiebere dem Erscheinen jedes neuen Abenteuers der liebenswerten Apfelhexe ganz ungeduldig entgegen. So habe ich mich natürlich auch ...

Seit dem Reihenauftakt bin ich ein großer Petronella Apfelmus-Fan und fiebere dem Erscheinen jedes neuen Abenteuers der liebenswerten Apfelhexe ganz ungeduldig entgegen. So habe ich mich natürlich auch auf den siebten Band schon riesig gefreut. Sieht es das Cover nicht mal wieder bezaubernd aus? Also ich mag die Cover der Petronella Apfelmus-Bücher unheimlich gerne und auch die Buchrücken sehen so toll aus! Die Reihe macht sich wirklich fabelhaft im Regal. Ich war nun sehr gespannt, was mich in „Hexenfest und Waldgeflüster“ wohl erwarten wird.

Petronella ist ganz aufgeregt, als sie kurz vor der Walpurgisnacht überraschend Hexenpost von Pestilla erhält. In dem Brief teilt ihr die Oberhexe mit, dass das große Hexentreffen dieses Jahr im Garten des Müllerhauses stattfinden und sie, Petronella, es ausrichten soll. Was für eine Ehre! Da das magische Fest aber schon in drei Tagen stattfinden wird, muss sich Petronella mit dem Planen und Organisieren ranhalten. So bittet sie ihre Freunde um Hilfe und auch Lea und Luis Kuchenbrand werden bei den Vorbereitungen natürlich mit anpacken. Wie gerne wären die Zwillinge auch bei der Hexenparty dabei, nur leider sind Menschen nicht zugelassen. Die Kinder sind unendlich enttäuscht. Auf dem Fest wird auch der goldene Hexenzopf verliehen werden und Petronella wurde für diese wichtige Auszeichnung tatsächlich nominiert! Da Lea und Luis unbedingt bei der Verleihung dabei sein möchten, beschließen sie, trotz des Verbotes auf das Fest zu gehen. Zum Glück treffen sie auf die Apfelmännchen, dank denen es ihnen gelingen wird, auf die Party zu gelangen. Oje, ob das wohl gut gehen wird?
Wer ebenfalls ganz hibbelig vor Aufregung ist, ist Petronella. Sie hat erfahren, dass nicht nur sie für den goldenen Hexenzopf vorgeschlagen wurde, auch die gemeine Hexobine Höckerbein hat gute Chancen, ihn zu erhalten. Ausgerechnet Hexobine! Sie wird garantiert nicht mit fairen Mitteln kämpfen um die Auszeichnung zu bekommen. Petronella hat aber viele gute Freunde auf ihrer Seite, auf deren Hilfe und Unterstützung sie jederzeit zählen kann. Ob es Petronella wohl gelingen wird, ihre hinterhältige Konkurrentin zu besiegen?

Sabine Städing ist auch mit dem siebten Band ihrer erfolgreichen Hexenbuchreihe eine fantastische Fortsetzung gelungen. Auf das neue Petronella-Abenteuer habe ich mich definitiv zurecht so gefreut. Mir hat das Buch ein herrliches Leseerlebnis beschert. Hätte mich aber auch ehrlich gesagt sehr gewundert, wenn es anders gewesen wäre. Die Petronella-Geschichten muss man einfach lieben. Sie sind immer so fantasievoll, lustig und warmherzig und so süß illustriert! Falls ihr Petronella und ihre Freunde noch nicht kennt, solltet ihr das schleunigst ändern. Allerdings rate ich euch sehr, die Bekanntschaft dieser einzigartigen Figuren im ersten Band zu machen. Das Einhalten der chronologischen Reihenfolge der Bände ist hier zwar nicht notwendig, da die Geschichten recht abgeschlossen sind, aber in meinen Augen wäre es schon besser, wenn man zumindest den Auftakt gelesen hat, ehe man sich auf den siebten Band stürzt.

Anders als der sechste Teil, der größtenteils auf einem Bauernhof spielt, befinden wir uns diesem Band wieder bei den Kuchenbrands und Petronella zu Hause. Der lange Winter ist so gut wie rum und der Frühling kündigt sich an. Und nicht nur dieser steht vor der Tür – auch das alljährliche Hexentreffen rückt immer näher, was für jede Menge Aufregung sorgen wird.

Ich kann euch versichern: Auch dieser Petronella-Band lässt an keiner Stelle aufkommen! Man ist immerzu am Mitfiebern, sei es bei den Vorbereitungen für das Fest, bei Leas und Luis geheimes Einschmuggeln auf die Hexenparty oder bei dem mitreißenden Wettkampf um den goldenen Hexenzopf – es geht durchweg spannend, turbulent und hexisch zu. Selbst ich, als Erwachsene, konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da mich die Handlung so packen konnte. Quasi in einem Rutsch habe ich es durchgelesen und leider viel zu schnell wieder beendet. Es liest sich klasse, Sabine Städing hat einen wunderschönen Schreibstil. Er ist lebendig, leicht und altersgerecht – Kinder ab 8 Jahren, die schon geübtere Leseratten sind, sollten hier keine Probleme mit dem Selberlesen haben. Auch die Kapitellänge und die Schriftgröße sind wieder perfekt und da das Buch mit lauter liebevollen schwarz-weiß Illustrationen versehen wurde, befindet sich auf vielen Seiten oft gar kein oder nur sehr wenig Text. Für lesemuffelige Kinder natürlich eine ganz feine Sache. :D

Wovon ich immer wieder aufs Neue hellauf begeistert bin, sind die Charaktere. Ob Petronella, die Zwillinge Lea und Luis, der Hirschkäfer Lucius, Spargelzahn, Gurkenhut, die anderen Apfelmännchen – allesamt habe ich sie schon längst ganz fest in mein Herz geschlossen. Wen ich in diesem Band dafür aber so gar nicht leiden konnte, ist Hexobina Höckerbein. Puh, also, diese Hexe ist schon echt verdammt fies und hinterlistig, so viel kann ich euch ja schon mal verraten.

Neben der Geschichte und den Figuren bin ich auch in die wunderhübschen Illustrationen von SaBine Büchner wieder vollkommen verliebt. Ich mag ihre Zeichnungen wahnsinnig gerne, sie sind so niedlich und witzig und stecken immer voller süßer und lustiger Details. Sie harmonieren stets hervorragend zum Geschehen im Text und schaffen eine ganz besondere, magisch schöne Atmosphäre.

Fazit: Ein neues spannendes und hexenstarkes Abenteuer mit der besten Apfelhexe der Welt! Mich konnte auch der siebte Petronella-Band von den ersten Seiten an komplett verzaubern. Das Buch erzählt eine so wunderbare Geschichte über Abenteuer, Magie und Mut, über Freundschaft, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft. Petronella Apfelmus ist einfach toll, ich liebe diese zauberhafte Kinderbuchreihe. Egal ob Jung oder Alt, ob Mädchen oder Junge, ob zum Vor- oder zum Selberlesen – ich kann euch die Petronella-Bücher wirklich nur ans Herz legen. „Hexenfest und Waldgeflüster“ erhält von volle 5 von 5 Sternen!