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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.11.2025

Absolut bezaubernd!

Großer Bär und Kleiner Bär machen einen Ausflug
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Eines Tages beschließen Großer Bär und Kleiner Bär, zusammen einen Angelausflug zu machen. Doch ehe sie starten können, muss noch einigs vorbereitet werden. Sie brauchen passende Kleidung. Und die richtige ...

Eines Tages beschließen Großer Bär und Kleiner Bär, zusammen einen Angelausflug zu machen. Doch ehe sie starten können, muss noch einigs vorbereitet werden. Sie brauchen passende Kleidung. Und die richtige Ausrüstung. Und natürlich Proviant – was gibt es Besseres als frisch gebackene Blaubeermuffins? Ein dickes Geschichtenbuch packen sie dann auch noch ein und dann kann es endlich losgehen. Am See angekommen, genießen sie das glitzernde Wasser, beobachten die Fische, futtern ihre leckeren Muffins und schmökern in ihrem Buch. Einen Fisch fangen sie nicht, keinen einzigen. Aber das ist egal. Denn sie haben gemeinsam einen wunderschönen Tag verbracht, den sie gemütlich mit einem Nickerchen in der Hängematte ausklingen lassen.

Bei diesem Buch (übersetzt von Ebi Naumann) stand für mich sofort fest, dass es bei mir einziehen muss. Es war Coverliebe auf den ersten Blick, der Klappentext tat dann sein Übriges und hach, was soll ich sagen, meine Sammlung ist um ein Schätzchen reicher geworden.

Amy Hest und Erin Stead haben hier ein entzückendes Kinderbuch geschaffen, das einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert und Jung und Alt gleichermaßen anspricht. Mit viel Herz und humorvoller Leichtigkeit erzählt das US-amerikanische Autorin-Illustratorin-Duo eine unaufgeregte Geschichte über Freundschaft, Achtsamkeit, Gelassenheit und die Freude an kleinen Dingen. Der große und der kleine Bär zeigen uns, dass es nicht immer um spannende Erlebnisse und große Abenteuer und Erfolge gehen muss und es völlig okay ist, wenn nicht alles nach Plan verläuft. Viel wichtiger ist die Zeit, die man miteinander verbringt und die Erfahrungen und Augenblicke, die man zusammen erlebt und teilt. Dieses Buch ist viel mehr als eine niedliche Tiergeschichte – es lädt auch dazu ein, innezuhalten und den Moment und die gemeinsame Zeit bewusst zu genießen. Eine ganz tolle Botschaft, die man gar nicht oft genug hören kann und die hier ohne viele Worte klar vermittelt wird. Kinder werden es lieben, das sympathische Bärengespann auf seinem Ausflug zu begleiten, aber auch als Erwachsene hat man seinen hellen Spaß daran und erfreut sich an den herzerwärmenden Dialogen der beiden Bären.

Optisch ist dieses Buch ein ganz besonderer Genuss. Die zarten, stimmungsvollen Aquarellillustrationen von Erin Stead haben etwas herrlich Nostalgisches an sich und stecken voller liebevoller Details. Sie untermalen das Erzählte auf eine bezaubernde Weise und laden zum Verweilen und Wohlfühlen ein.

Fazit: „Großer Bär und Kleiner Bär machen einen Ausflug“ ist eine warmherzige und atmosphärische Freundschaftsgeschichte ab 3 Jahren, die uns liebevoll daran erinnert, dass der Weg oft das eigentliche Ziel ist und es nichts Wertvolleres gibt als gemeinsame Zeit. Ein zauberhaftes Vorlesebilderbuch für Groß und Klein voller Wärme und mit wunderschönen Illustrationen zum Hineinträumen. Ich bin richtig verliebt in dieses bärig süße Buch, ich kann es jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Ein wunderbarer Weihnachtskrimi!

Nächster Halt: Mord. Ein Weihnachtskrimi
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Die junge Journalistin Rachel soll eine Reisereportage über die Jungfernfahrt des „Golden Highlander“ schreiben. Sie darf eine Begleitperson mitnehmen und ihre Wahl fällt sofort auf ihre 16-jährige Schwester ...

Die junge Journalistin Rachel soll eine Reisereportage über die Jungfernfahrt des „Golden Highlander“ schreiben. Sie darf eine Begleitperson mitnehmen und ihre Wahl fällt sofort auf ihre 16-jährige Schwester Millie. Diese freut sich riesig. Eine dreitägige Reise in einem nostalgischen Luxuszug im 20er Jahre Stil mit einigen prominenten Persönlichkeiten an Bord? Und dann auch noch über Weihnachten, der schönsten Zeit des Jahres? Millie kann es kaum erwarten und anfangs genießt sie die Zugfahrt auch in vollen Zügen. Die Abteile sind prunkvoll eingerichtet, die vorbeiziehende Winterlandschaft ist ein Traum und die Mitreisenden erweisen sich als sehr interessant. Doch was so schön beginnt, wird sehr schnell zu einem Albtraum. Der Zug bleibt in einer Schneeverwehung stecken, der Funkkontakt zur Außenwelt bricht ab und dann wird auch noch eine Person tot aufgefunden. Allen ist klar: Einer von ihnen könnte ein Mörder sein. Zusammen mit dem jungen Steward James beginnt Millie zu ermitteln...

Alexandra Fischer-Hunold ist für mich schon längst ein Garant für stimmungsvolle Wohlfühlkrimis. Nachdem sie mich zuletzt mit „Ein Mörder auf der Gästeliste“ begeistern konnte, war ihr neuer weihnachtlicher Cozy Crime natürlich ein absolutes Muss für mich. Schon das liebevoll gestaltete Cover ließ mein Herz sofort höher schlagen und die Anlehnung an Agatha Christies „Mord im Orient Express“ verstärkte meine Vorfreude nur noch. Die Werke aus der Feder der Queen of Crime lese ich immer wahnsinnig gerne. Ihr auch? Dann solltet ihr an diesem Buch auf keinen Fall vorbeigehen!

Alexandra Fischer-Hunold weiß einfach, wie man gute klassische Whodunits für die dunkle Jahreszeit schreibt. Ihr Schreibstil ist gewohnt humorvoll und mitreißend und so bildhaft und atmosphärisch, dass man direkt das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein. Man kann die vorbeiziehende verschneite Winterlandschaft förmlich vor sich sehen, hört das Rattern der Schienen und spürt die besondere Weihnachtsstimmung. Mit dem „Golden Highlander“ hat die deutsche Autorin den idealen Schauplatz für einen cozy Winter-Krimischmöker geschaffen. Herrlich britisch und nostalgisch, zugleich aber auch erfrischend modern. Man würde am liebsten sofort seine Koffer packen und mitreisen – na ja, zumindest anfangs. Als der Mord geschieht, ist man als Leserin vielleicht doch ganz froh darüber, dass man das Ganze nur als Zuschauer mitverfolgt. ;)

Mir persönlich hat sich die Spannung ein bisschen zu langsam aufgebaut und unsere 16-jährige Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin Millie war mir bisweilen etwas zu kindlich-naiv. Abgesehen davon habe ich aber überhaupt nichts an dem Buch auszusetzen. Nachdem die Handlung so richtig Fahrt aufnimmt, punktet sie mit einigen unerwarteten Wendungen und vermag auch eingefleischte Krimileser
innen aufs Glatteis zu führen. Im klassischen Agatha-Christie-Stil kommt nahezu jeder Mitreisende als Täter infrage, es gibt zahlreiche Motive und falsche Fährten und aufregende Ermittlungsarbeiten, die zum Miträtseln einladen. Es macht einfach großen Spaß, Millie und James (alias Sherlock Holmes und Watson) zu begleiten. Die beiden sind ein tolles Team, vor allem die neugierige Millie erweist sich als geborene Hobbydetektivin, obwohl sie mit Krimis eigentlich so gar nicht am Hut hat. Wie man es von der Autorin kennt, hat sie mal wieder lauter originelle und charmante Figuren ins Leben gerufen, die mit ihren teils etwas schrägen Eigenheiten für gute Unterhaltung sorgen. Auch eine Prise Romantik hat es auf die Zutatenliste geschafft und fügt sich stimmig ins Geschehen ein.
Das Ende ist überraschend, aber durchaus passend und nachvollziehbar und lässt einen das Buch mit einem zufriedenen Gefühl zuklappen.

Fazit: „Nächster Halt Mord – Ein Weihnachtskrimi“ ein spannender und unterhaltsamer, zeitgenössischer Weihnachtskrimi vor nostalgischer Kulisse, der nicht nur junge Leser*innen ab 14 Jahren in den Bann zieht. Wunderbar gemütlicher Krimigenuss in bester Agatha-Christie-Manier – perfekt für die Advents- und Winterzeit. Alexandra Fischer-Hunold hat es mal wieder geschafft mich zu begeistern! Ich kann ihren neuen Cozy Crime nur empfehlen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Eine so schöne Adventskalendergeschichte!

Das Geheimnis der Weihnachtsbaumkugeln - Ein Abenteuer mit 24 Kapiteln
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Die Adventszeit ist endlich da und mit ihr auch der wunderschöne kleine Weihnachtsmarkt in der Stadt Himmelberg. Die Geschwister Emil und Lio können es kaum erwarten mit ihren Eltern loszuziehen und den ...

Die Adventszeit ist endlich da und mit ihr auch der wunderschöne kleine Weihnachtsmarkt in der Stadt Himmelberg. Die Geschwister Emil und Lio können es kaum erwarten mit ihren Eltern loszuziehen und den Stand mit den wunderherrlichsten Kugeln zu finden. Jedes Jahr dürfen die beiden neue Kugeln für ihren Weihnachtsbaum aussuchen, doch in diesem Jahr ist etwas anders: In Emils Kugel steckt ein kleines Männchen mit grünen Haaren und einer rot-weiß gesteiften Mütze. Nein, kein Weihnachtswichtel, sondern ein waschechter Weihnachtskobold namens Herr Weibold. Dieser braucht dringend die Hilfe der Kinder! Der fiese, weihnachtsmuffelige Standbesitzer Herr Mufflig hat ihn und viele andere Weihnachtswesen in Tannenbaumkugeln gespeert und plant, das Weihnachtsfest zu ruinieren. Emil, Rio und Herr Weibold müssen Herrn Mufflig unbedingt aufhalten und das Weihnachtsfest retten. Ob es ihnen wohl gelingen wird?

Ich liebe die Bücher von Barbara Rose und ich liebe Weihnachtsgeschichten. Das hier vorliegende Buch konnte ich mir daher natürlich nicht entgehen lassen und was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht!

Schon das Cover versetzt einen direkt in Weihnachtslaune und dahinter geht es ganz genauso weiter. Barbara Rose hat hier ein herrliches Weihnachtsabenteuer geschaffen, das mit seinen 24 kurzen Kapiteln der ideale Adventsbegleiter ist. Voller Wärme und Humor erzählt die deutsche Autorin das Abenteuer um die geheimnisvollen Weihnachtsbaumkugeln und fängt den besonderen Weihnachtszauber perfekt ein. Man kann den festlich geschmückten Weihnachtsmarkt förmlich vor sich sehen, hat den Geruch von Lebkuchen in der Nase, die fröhliche Weihnachtsmusik im Ohr und trifft auf die verschiedensten weihnachtlichen Wesen. Also wer hier nicht sofort Lust auf die schönste Zeit des Jahres bekommt, muss ein absoluter Weihnachtsmuffel sein – genauso wie Herr Mufflig in dieser Geschichte, der seinem Namen alle Ehre macht. Dieses Buch sprüht einfach nur so vor fantasievollen Ideen und zieht nicht nur Kinder in den Bann. Gemeinsam mit dem sympathischen Geschwisterpaar Emil und Lio, dem freundlichen Weihnachtskobold Herr Weibold und dessen Rentier Renny begibt man sich als Leser*in auf eine turbulente Rettungsmission, die nicht nur ordentlich zum Mitfiebern einlädt, sondern auch wertvolle Botschaften über Freundschaft, Zusammenhalt, Freude und Hilfsbereitschaft vermittelt. Eben genau das, was Weihnachten ausmacht.

Die liebevollen und farbenfrohen Illustrationen von Elena Cavion untermalen das Erzählte auf eine bezaubernde Weise und schaffen eine gemütliche, winterlich-weihnachtliche Wohlfühlatmosphäre. Ein Rezept für Isidors Zimtsterne im Anschluss runden das Ganze perfekt ab und machen dieses Buch zu einem echten Highlight für die Adventszeit.

Fazit: „Das Geheimnis der Weihnachtsbaumkugeln“ ist eine spannende und unterhaltsame Adventskalendergeschichte ab 5 Jahren, mit der man sich wunderbar das Warten auf Weihnachten versüßen kann. Ein zauberhaft magisches Vorleseabenteuer in 24 Kapiteln, das ein wohlig-warmes Gefühl hinterlässt. Ich bin richtig begeistert von diesem Buch, mir hat es großen Spaß gemacht! Von mir gibt es 5 von 5 Weihnachtssternen.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Endlich geht es mit Gorm Grimm weiter!

Gorm Grimm
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Julius hat die Schnauze gestrichen voll! Nie kann man in Ruhe zocken oder am Handy rumdaddeln, immer muss man erst das Zimmer aufräumen oder Hausaufgaben machen. Voller Neid denkt Julius an seinen Wikinger-Freund ...

Julius hat die Schnauze gestrichen voll! Nie kann man in Ruhe zocken oder am Handy rumdaddeln, immer muss man erst das Zimmer aufräumen oder Hausaufgaben machen. Voller Neid denkt Julius an seinen Wikinger-Freund Gorm, der garantiert nie lernen muss und immer das tun kann, worauf er Lust hat. Essen zum Beispiel. Doch weit gefehlt! Lehrerin Frau Hasenpunsch verlangt von Gorm, dass er endlich lernt sich zu benehmen. Ansonsten würde sie ein ernstes Wörtchen mit seiner Mutter reden. Schluck. Gorm braucht dringend Hilfe! Zum Glück hat er seinen Menschenfreund Julius, der ihm bestimmt ein paar tolle Tipps geben kann. Der Schamane muss Gorm unbedingt in die Zukunft befördern, doch ehe dieser reagieren kann, kommt es zu einem kleinen Zwischenfall und Gorm und Julius haben die Zeiten getauscht. Eins ist sicher: Chaos ist da vorprogrammiert!

Hierbei handelt es sich um den vierten Band von „Gorm Grimm“, Vorkenntnisse sind jedoch nicht zwingend erforderlich. Die einzelnen Bände können gut unabhängig voneinander gelesen werden, allerdings ist der Lesegenuss größer, wenn man die chronologische Reihenfolge einhält.
Ich habe diese coole Kindercomic-Serie letztes Jahr für mich entdeckt und gleich alle drei Bände in einem Rutsch verschlungen. Meine Freude war entsprechend groß als ich hörte, dass Patrick Wirbeleit und Kim Schmidt den Wunsch vieler Leserinnen nachgekommen sind und doch noch ein weiteres Gorm-Grimm-Abenteuer geschaffen haben. Ich konnte es kaum erwarten darin einzutauchen und ich wurde nicht enttäuscht!

Das Autor-Illustrator-Duo Patrick Wirbeleit und Kim Schmidt hat uns mal wieder einen großartigen Kindercomic gezaubert, bei welchem Jung und Alt gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Auch dieser Band sprüht nur so vor Situationskomik und lustigen Missverständnissen und macht einfach gute Laune. Es ist wieder köstlich mitzuerleben, wie Wikinger Gorm Grimm mit seiner etwas einfältigen Art versucht, unsere heutige moderne Welt zu verstehen. Schuhe zum Beispiel. Tatsächlich läuft unser Wikinger die ganze Zeit über barfuß herum – sogar im Winter! Doch auch Julius muss sich diesmal in einer völlig anderen Welt zurechtfinden, was ihm, na ja, so semi gut gelingt. Statt Handy und Videospiele heißt es für ihn nun Holz hacken und Unterhosen waschen, grins. Die beiden gegensätzliche Freunde sind einfach immer ein Garant für gute Unterhaltung (das Cover liefert diesbezüglich bereits einen ziemlich guten Vorgeschmack): Der kindlich-naive, mundfaule Gorm, der immer hungrig ist. Und Julius – Computernerd, Stubenhocker und absoluter Hausaufgabenmuffel. Kinder werden es lieben, die Zwei zu begleiten, aber auch als Erwachsener hat man seinen hellen Spaß daran und erfreut sich an den vielen witzigen Gags und kleinen Anspielungen.

Die genialen Illustrationen von Kim Schmidt setzen das Ganze wie gewohnt perfekt in Szene. Seine bunten Zeichnungen sind genauso humorvoll wie der Text und so ausdrucksstark, dass Worte oft gar nicht vonnöten sind. Insgesamt ist die Textmenge wieder sehr überschaubar, sodass auch dieser Band ideal für Erstleser
innen und Lesemuffel geeignet ist.

Fazit: Gorm Grimm ist zurück und das Warten hat sich gelohnt! Auch „Gorm Grimm – Schule der Wikinger“ ist ein höchst unterhaltsames Zeitreiseabenteuer ab 6 Jahren mit zwei wunderbar ungleichen Freunden zum Schmunzeln und Gernhaben. Ein herrliches Lesevergnügen für alle Wikinger- und Comicfreunde und Fans von schrägen Geschichten. Ich bin auch von diesem Band richtig begeistert, über weitere Bände würde ich mich sehr freuen! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Eine märchenhafte Wintergeschichte - wunderschön illustriert und ganz ohne Worte!

Es war einmal ein Schneesturm
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Mitten in einem verschneiten Winterwald in einem kleinen Haus lebt ein Vater mit seinem Sohn. Als die beiden eines Tages beschließen, zusammen einen Ausflug zu machen, geraten sie in einen Schneesturm ...

Mitten in einem verschneiten Winterwald in einem kleinen Haus lebt ein Vater mit seinem Sohn. Als die beiden eines Tages beschließen, zusammen einen Ausflug zu machen, geraten sie in einen Schneesturm und verlieren sich aus den Augen. Der Junge ruft nach seinem Papa, kann ihn und den Weg nach Hause aber nicht finden. Er irrt umher und entdeckt schließlich eine Höhle, in der er Schutz sucht und erschöpft einschläft. Als er erwacht, sieht er sich auf einmal von mehreren Tieren umringt. Sie nehmen ihn in ihre Gemeinschaft auf – Bär, Fuchs, Dachs, Eule, Hase, Maus, Waschbär, Wildschwein, Eichhörnchen und die Tauben – alle sind sie freundlich zu dem Jungen und kümmern sich liebevoll um ihn. Doch trotz Freundschaft und jeder Menge Spaß beginnt der Junge sein Zuhause und seinen Papa zu vermissen. Zusammen mit dem Bären macht er sich auf die Suche nach dem Heimweg. Auf dem Rücken seines großen felligen Freundes reitet der Junge durch den Wald und da, endlich, sieht er seinen Vater, der verzweifelt nach ihm sucht. Glücklich schließen sie sich in die Arme und bedanken sich herzlich bei dem Bären und den anderen Waldtieren.

Ich bin ein großer Fan von Silent Books und habe mittlerweile schon einige tolle Titel in meinen Regalen stehen. Bei dem hier vorliegenden Buch war ich mir sehr sicher, dass meine Sammlung um ein weiteres Schätzchen reicher werden wird und was soll ich sagen, ich lag damit goldrichtig!

Schon das Cover zieht einen direkt in den Bann und lässt erahnen, dass es sich hierbei um ein märchenhaftes Winterabenteuer handelt. Richard Johnson hat mit „Es war einmal ein Schneesturm“ ein eindrucksvolles Bilderbuch geschaffen, welches im wahrsten Sinne des Wortes ein BILDERbuch ist. Ganz ohne Text erzählt der englische Künstler eine bewegende und mitreißende Geschichte über Familie, Heimweh, Sehnsucht und Hilfsbereitschaft. Über das Verlorengehen und Wiederfinden und unverhoffte Freundschaften. Das Buch überwindet jegliche Sprachbarrieren und lässt enorm viel Raum für eigene Interpretationen. Mal großformatig über eine Doppelseite, mal in kleinen comicartigen Panelbildern erschafft Richard Johnson Bilderwelten, die mehr aussagen, als es Worte jemals könnten. Man spürt die eisige Kälte des Winters regelrecht, fühlt die Angst und Verzweiflung des Jungen, das Erstaunen der Tiere und die Freude, wenn am Ende alles gut ausgeht.

Richard Johnsons Illustrationen sind überaus ausdrucksstark und atmosphärisch und voller Magie und liebevoller Details. Ob die Wandfotografien im Haus; Schneeflocken, die Silhouetten von Tieren bilden, Höhlenmalereien oder die absolut herrlichen Porträts der Tiere – es gibt auf sämtlichen Seiten einfach so viel zu entdecken und zu interpretieren. Jeder kann die Geschichte anders deuten und erzählen, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Besonders für die kalte Jahreszeit ist dieses Buch ideal geeignet, schön gemütlich eingekuschelt auf dem Sofa, wenn es drinnen wohlig-warm ist und der Schnee draußen in dicken Flocken vom Himmel fällt.

Fazit: „Es war einmal ein Schneesturm“ ist ein wundervolles textloses Bilderbuch ab 4 Jahren, das zum Entdecken, Erzählen und immer-wieder-Angucken einlädt. Eine magisch-winterliche Bilderbuchreise für Leser*innen jedes Alters. Berührend, fesselnd, herzerwärmend und so schön illustriert! Ich bin hellauf begeistert von diesem Buch und kann nur sagen: Schaut’s euch unbedingt an! Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen.

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