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Veröffentlicht am 22.10.2025

Ein wundervolles Bilderbuch mit beeindruckenden Illustrationen!

Im Tal der Mammuts
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Nach einem langen anstrengenden Fußmarsch lässt sich eine Neandertalerfamilie in einer Höhle nieder. Während sich alle ausruhen, zieht es den kleinen Jungen hinaus nach draußen, in das große, weite Tal. ...

Nach einem langen anstrengenden Fußmarsch lässt sich eine Neandertalerfamilie in einer Höhle nieder. Während sich alle ausruhen, zieht es den kleinen Jungen hinaus nach draußen, in das große, weite Tal. Er zieht los, streift an großen Bäumen vorbei, entdeckt kleine Käfer und viele weitere Tiere wie eine Mammutherde und einen Bären, der leckere Beeren verspeist. Fröhlich kullert der Neandertalerjunge einen Abhang hinunter und landet schließlich am Ufer eines Flusses. Auf der gegenüberliegenden Seite sieht er plötzlich einen anderen Jungen (einen Menschenjungen), der gar nicht so viel anders aussieht als er selbst. Staunend betrachten die beiden aneinander, bis der fremde Junge dem kleinen Neandertaler zuwinkt und mit seiner Gruppe verschwindet. Auch der Steinzeitjunge macht sich auf den Weg zu seiner Familie und denkt noch öfters an diese besondere Begegnung zurück.

Auf dieses Buch war ich richtig gespannt! Ich liebe den Zeichenstil von Chuck Groenik und Bücher rund um das Thema Steinzeit haben mich schon immer fasziniert. Den kleinen neugierigen Neandertalerjungen, der schon auf dem Cover so entdeckerfreudig dreinblickt, musste ich einfach kennenlernen und ich habe es nicht bereut.

Chuck Groenink hat uns mal wieder ein großartiges Bilderbuch gezaubert, welches Jung und Alt gleichermaßen in den Bann zieht. Mit wenigen Worten und traumhaften Bildern entführt uns der US-amerikanische Künstler in die prähistorische Zeit und gibt uns einen spannenden und berührenden Einblick in den Alltag eines kleinen Neandertalerjungen. Man hat direkt das Gefühl, selbst vor Ort zu sein. Man kann das weiche Gras und die warme Sonne auf der Haut regelrecht spüren, fühlt die innige familiäre Verbundenheit und das Erstaunen, als plötzlich ein anderer Junge vor uns steht, der auch Augen, Nase und Mund hat wie wir und trotzdem irgendwie anders aussieht. Kinder werden es lieben, den kleinen sympathischen Steinzeitjungen auf seinen abenteuerlichen Streifzügen zu begleiten. Die Altersempfehlung liegt bei ab 4 Jahren, die Geschichte ist aber durchaus auch schon für etwas jüngere Kinder geeignet. Die Texte (übersetzt von Ebi Nauman) sind sehr kurz und stichwortartig, nahezu poetisch – ein bisschen so, wie man sich die Sprache von damals vielleicht vorstellt.

Ein besonderes Highlight sind die farbigen Illustrationen von Chuck Groenink, die so ausdrucksstark sind, dass es eigentlich gar keine Worte braucht. Gekonnt spielt er mit verschiedenen Perspektiven und Licht und Schatten. Malerische Landschaften laden zum Staunen ein, warme Farben sorgen für eine einladend-magische Atmosphäre. Man könnte seine Bilder einfach stundenlang betrachten, um sich an den liebevollen Details zu erfreuen wie die Mutter, die ihr Baby stillt, die dreckigen Fußsohlen des Jungen oder die Vögel, die am Himmel ihre Kreise ziehen. Seite für Seite weckt dieses Buch die Faszination für die Natur und regt die jungen Zuhörer*innen vielleicht dazu an, mehr über die Zeit der Neandertalerjungen herauszufinden.

Im Anschluss an die Geschichte gibt es noch einen doppelseitigen informativen Anhang, der Erwachsene bestens für neugierige Kinderfragen wappnet und dieses Buch zu einem gelungenen Gesamtpaket macht.

Fazit: „Im Tal der Mammuts“ ist eine außergewöhnlich erzählte und wunderschön illustrierte Bilderbuchgeschichte über Familie, kindliche Entdeckerlust, unerwartete Begegnungen und die Schönheit der Natur. Ein wunderbares Steinzeitabenteuer ab 4 Jahren, das spielerisch Sachwissen vermittelt und das Herz erwärmt. Ich bin total begeistert von diesem Bilderbuch, mein Herz hat der kleine Neandertalerjunge im Sturm erobert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Zauberhaft und zuckerwattensüß!

Von Zauberschnüren und Zuckerwatte
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Die kleine Winni und ihr Kuscheltier Wombat Ecki sind die allerbesten Freunde. Seit sie ihn gefunden hat (oder er sie), haben die beiden schon eine Menge zusammen erlebt. Vor allem die Abende sind immer ...

Die kleine Winni und ihr Kuscheltier Wombat Ecki sind die allerbesten Freunde. Seit sie ihn gefunden hat (oder er sie), haben die beiden schon eine Menge zusammen erlebt. Vor allem die Abende sind immer etwas ganz Besonderes, so süß wie Zuckerwatte. Denn dann wird es so richtig gemütlich im Kinderzimmer. Die Vorhänge werden zugezogen, das Nachtlicht wird eingeschaltet und dann kuscheln sich alle für eine Gute-Nacht-Geschichte ins Bett. Manchmal kommt Mama, manchmal Mami und manchmal auch beide. Doch wer nun denkt, dass Winni danach sofort einschläft, irrt sich gewaltig. Denn sobald das Licht ausgeht, fällt Winni jedes Mal noch etwas Oberdringlichwichtiges ein, was sie nicht zur Ruhe kommen lässt. Zum Glück verstehen ihre Mamas das und geben ihrer Tochter die Zeit, die sie braucht, um ihre Wachhalte-Gedanken loszuwerden. Ob spannende Erlebnisse, lustige Ideen oder ernste Fragen – Mama, Mami und Ecki sind immer für Winni da, halten zusammen wie eine Zauberschnur und schaffen es gemeinsam, die Wachhalte-Gedanken zu vertreiben.

Ich liebe die Bilderbücher aus dem Jupitermond Verlag, vor allem „Wilma Wolkenkopf“ und „Das kleine Häwas“ haben mein Herz im Sturm erobert. Auf das neue Bilderbuch von Saskia Niechzial, welches sie erneut mit der Illustratorin Marielle Rusche geschaffen hat, habe ich mich daher sehr gefreut. Schon das Cover ist einfach zum Verlieben und hach, was soll ich sagen, die Geschichte dahinter ist ganz genauso.

In Zusammenarbeit mit dem nachhaltigen Modelabel HEJLENKI hat der Jupitermond Verlag hier ein weiteres echtes Schätzchen herausgebracht, das den besonderen Zauber der abendlichen Nähe und Geborgenheit auf eine wundervolle Weise einfängt. Viele kennen das bestimmt: Die Kinder liegen im Bett und sollen eigentlich schlafen, aber auf einmal fallen ihnen noch ganz viele Dinge ein, die unbedingt noch erledigt und erzählt werden müssen. Und dass ein Lieblingskuscheltier als treuer Einschlaf-Begleiter immer mit dabei sein muss, wird sicherlich auch den meisten bekannt vorkommen.

Die kleine Winni mit ihrem Wombat-Kuscheltier Ecki ist daher eine ideale Identifikationsfigur für die jungen Zuhörer*innen. Man muss diesen kleinen aufgeweckten Lockenkopf einfach gernhaben, genauso wie ihr Ecki, der uns die Geschichte erzählt, sowie ihre zwei tollen Mamas. Das vertraute Familienleben der Vier wird herzerwärmend schön beschrieben. So ein liebevolles Zuhause wünscht man wirklich jedem Kind. Winnis Mama und Mami sind immer für ihre Tochter da, hören ihr richtig zu, nehmen ihre Sorgen ernst und haben stets die herrlichsten Ideen im Gepäck – auch abends, wenn eigentlich schon Schlafenszeit ist. Besonders schön ist, wie natürlich Vielfalt hier gelebt wird und Kindern ganz nebenbei gezeigt wird, dass Familien mit zwei Müttern etwas völlig Normales sind.

Marielle Rusche hat die Geschichte mit ihren farbenfrohen Illustrationen zum Leben erweckt. Ihre Bildern sind wie gewohnt unheimlich niedlich gezeichnet, strahlen etwas Heimelig-Gemütliches aus und zaubern einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Sie setzen das Erzählte einfach perfekt in Szene, vor allem die Zauberschnüre, die die Verbindung zwischen Winni und ihren Mamas sichtbar machen, sind großartig und verleihen dem Buch etwas wunderbar Magisches.

Fazit: „Von Zauberschnüren und Zuckerwatte“ ist eine zuckerwattensüße Gutenachtgeschichte über die Magie der gemeinsamen Zeit, Liebe, Vertrauen und Geborgenheit. Ein warmherziges Bilderbuch ab 4 Jahren zum Wohlfühlen, Schmunzeln und Liebhaben. Ich kann das neue Buch von Saskia Niechzial und Marielle Rusche nur wärmstens empfehlen, mich konnte es vollkommen verzaubern. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Ein wunderbares romantisches Sommerbuch voller Leichtigkeit und Tiefgang.

Happy – Wo du mich findest
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Anouk hat es gerade nicht leicht im Leben. Ihre Eltern haben sich getrennt, ihr Ex-Freund hat per Hashtag mit ihr Schluss gemacht und nun droht sie auch noch ihren liebsten Happy Place zu verlieren: Das ...

Anouk hat es gerade nicht leicht im Leben. Ihre Eltern haben sich getrennt, ihr Ex-Freund hat per Hashtag mit ihr Schluss gemacht und nun droht sie auch noch ihren liebsten Happy Place zu verlieren: Das Strandhaus ihrer Eltern in der verträumten Junos Bay an der kalifornischen Küste. Für sie ein Ort voller Magie, Nostalgie und Marmeladenglasmomente. Für Anouk steht sofort fest, dass sie das Strandhaus retten muss. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Josh reist sie kurzerhand nach Junos Bay – ohne das Wissen ihrer Eltern. Doch hier hat sich einiges verändert. Vor allem Noah, ihr bester Freund aus Kindheitstagen, ist anders als früher. Inzwischen ist er ein gefeierter Star und scheint von außen alles erreicht zu haben. Doch in Wahrheit hat auch er sein Päckchen zu tragen, steckt voller Zweifel und Unsicherheiten. Als die beiden aufeinandertreffen, beginnt es zwischen ihnen zu knistern. Und als wäre das noch nicht genug, wären da auch noch die geheimnisvollen Postkarten, die Anouk seit kurzem erreichen und sie dazu auffordern, die Liebe zu finden. Es wird ein unvergesslicher Sommer...

Endlich gibt es neues Lesefutter von Dagmar Bach! Nachdem ich bereits ihre Zimt- und Glück-Bücher absolut geliebt habe, konnte ich ihre neue Reihe „Happy“ kaum erwarten. Schon das Cover verspricht wohlig-sommerliche Wohlfühlvibes vom Feinsten und ist gemeinsam mit dem farbigen Buchschnitt (nur in der Erstauflage) ein echter Hingucker. Optisch unterscheidet es sich ziemlich von Dagmar Bachs bisherigen Werken, was aber perfekt zur Geschichte dahinter passt, welche sich diesmal an eine etwas ältere Zielgruppe richtet. Ich habe mich wirklich sehr aufs Lesen gefreut, muss jedoch ehrlich sagen, dass ich mir ein bisschen mehr erhofft habe. Vielleicht waren meine Erwartungen etwas zu hoch oder vielleicht lag es auch daran, dass mich Liebesgeschichten momentan irgendwie nicht mehr so reizen wie früher, keine Ahnung. Doch auch wenn der letzte Funke nicht überspringen wollte, habe ich die Lektüre definitiv nicht bereut.

Dagmar Bach stellt zweifellos mal wieder unter Beweis, dass sie ein Garant für zauberhafte Feelgood-Romane ist. Ihr Schreibstil ist gewohnt locker, leicht und humorvoll und so bildlich, dass man direkt das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein. Man riecht die salzige Seeluft regelrecht, hat das Wellenrauschen im Ohr und spürt die Sonne auf der Haut. Mit dem fiktiven malerischen Küstenort Junos Bay hat die Autorin einfach einen traumhaften Schauplatz geschaffen, die perfekte Kulisse für eine romantische Sommergeschichte mit einer Prise Magie.

Erzählt wird die Geschichte in kurzen Kapiteln und in zwei Perspektiven. Während der erste und dritte Teil aus der Sicht von Anouk geschildert wird, schlüpft im mittleren Abschnitt Noah in die Rolle des Ich-Erzählers. Ein geschickter Schachzug, da manche Situationen dadurch in einem ganz anderen Licht erscheinen und man beide Protagonisten sehr gut kennenlernt. Während Anouk herzlich, quirlig und etwas verpeilt daherkommt, ist der Noah der ruhige Gegenpart: Charmant, sensibel und weitaus tiefgründiger als man es ihm als Serienstar zunächst zutrauen würde. Die Annäherung der beiden wird wunderbar beschrieben, wirkt echt und authentisch und zu keiner Zeit kitschig. Dass die Handlung bisweilen etwas vorhersehbar ist, tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Man fühlt sich einfach durchweg wohl und möchte Juno und die vielen liebevoll gezeichneten Figuren gar nicht mehr verlassen.
Auch die Story rund um die mysteriösen Postkarten ist sehr gut gemacht, sorgt für ordentlich Spannung und lädt zum Miträtseln ein. Die gelegentlichen Einschübe von Baileys Podcast peppen das Ganze zusätzlich auf und das Ende lässt einen voller Vorfreude auf den zweiten Band zurück.

Fazit: „Happy – Wo du mich findest“ ist ein schöner cozy Summer-Read ab 14 Jahren mit jeder Menge Urlaubsfeeling, liebenswerten Charakteren und einer gelungenen Mischung aus Tiefe und Leichtigkeit. Ein toller Auftakt einer magisch angehauchten Rom-Com-Trilogie, der Lust auf mehr macht. Auch wenn das Buch für mich nicht an Dagmar Bachs vorherige Bücher heranreicht, habe ich das Lesen sehr genossen und bin richtig gespannt auf den zweiten Band. Wer Sommer, Freundschaft, Geheimnisse und das Kribbeln der erste Liebe mag und gerne unterhaltsame Wohlfühlgeschichten liest, sollte an „Happy“ nicht vorbeigehen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Poetisch, klug, wunderschön!

Was wäre, wenn ...
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Diesen September hat der Dressler Verlag ein neues Imprint gestartet: DRESSLERillustro – ein Geschenkbuchverlag für Erwachsene. Obwohl es mich zurzeit eigentlich nur noch in den Kinder- und Jugendbuchbereich ...

Diesen September hat der Dressler Verlag ein neues Imprint gestartet: DRESSLERillustro – ein Geschenkbuchverlag für Erwachsene. Obwohl es mich zurzeit eigentlich nur noch in den Kinder- und Jugendbuchbereich zieht, konnte ich das erste Programm von DRESSLERillustro kaum erwarten. Vor allem auf das hier vorliegende Werk habe ich mich gefreut. Sabine Bohlmann ist für mich immer ein Garant für zauberhafte Kinderbücher, mir hat sie in den letzten Jahren schon eine Menge echte Schätzchen für meine Kinderbuchsammlung beschert. Und mit „Was wäre wenn...“ stellt sie definitiv unter Beweis, dass sie auch außergewöhnlich schöne Bücher für erwachsene Leser*innen schreiben kann.

Bewegend, zart und verträumt-melancholisch nehmen uns Sabine Bohlmann und die Illustratorin Stella Dreis auf eine inspirierende Reise über den Sinn des Lebens mit. Auf den ersten Blick mag das Buch mit seinen wenigen, kurzen Texten vielleicht etwas einfach erscheinen, es hat aber Seite für Seite eine große Wirkung auf einen. Die deutsche Bestsellerautorin teilt hier Gedankenspiele mit uns, wirft Fragen auf wie: „Was wäre, wenn alle freundlich zueinander wären…“, „Was, wenn jeder jedem alles gönnen würde…“, „Was, wenn jeder den anderen so respektieren würde, wie er ist…“. Dies tut sie leise und ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Sie erinnert uns vielmehr daran, dass es gerade die kleinen Gesten sind, die Großes bewirken können. Schon wenn man jemandem ein lächeln schenkt oder einfach mit einem freundlichen Gesicht begegnet, können wir die Welt und uns selbst gemeinsam ein kleines bisschen besser machen.

Stella Dreis hat diese klugen Beobachtungen wundervoll bebildert. Ihre sanft verschwommenen und stimmungsvollen Illustrationen sind genauso liebevoll, tiefsinnig und heiter wie der Text und spiegeln die Ideen und Fragen der Autorin perfekt wieder. Sie zeigen Menschen in verschiedenen Situationen, meist mit einem kleinen namenlosen, rothaarigen Mädchen als Hauptfigur, und laden zum Träumen, Schmunzeln und immer-wieder-Angucken ein.

Fazit: „Was wäre, wenn ...: Über die Möglichkeiten, die in uns stecken“ ist ein wunderschön poetisches Bilderbuch, das zum Innehalten und Nachdenken einlädt und einen mit einem Lächeln im Gesicht zurücklässt. Ein Plädoyer für mehr Achtsamkeit und Menschlichkeit. Berührend, klug und voller Hoffnung. Ob Groß oder Klein – es lohnt sich, in dieses Buch einzutauchen. Ich jedenfalls kann es jedem nur ans Herz legen, mich hat es sehr bewegt und komplett verzaubert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Ein magisch schöner Hexencomic!

Fortuna
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Die 12-jährige Junghexe Fortuna stammt aus einer berühmten Familie von Wahrsagern. Seit zwei Jahren lebt sie gemeinsam mit ihren beiden Kameradinnen Belladona und Mandragore in einer Hütte mitten in den ...

Die 12-jährige Junghexe Fortuna stammt aus einer berühmten Familie von Wahrsagern. Seit zwei Jahren lebt sie gemeinsam mit ihren beiden Kameradinnen Belladona und Mandragore in einer Hütte mitten in den Bergen, wo sie von ihrer Lehrmeisterin Belombra ausgebildet wird. Fortuna hofft, dass sie sich bald offiziell Hexe nennen und ihren Namen in das große Buch der Hexen schreiben darf. Dafür muss sie allerdings erst eine große Prüfung bestehen, die von dem Rat alle paar Jahre geleitet wird. Als der Prüfungstermin immer näher rückt, ziehen die drei Hexenmädchen mit ihrer Meisterin für die letzten Vorbereitungen in eine magische Herberge. Auf Fortuna lastet ein enormer Druck. Ihre Eltern haben hohe Erwartungen an sie, doch so sehr sie sich auch bemüht, ihr drittes Auge will sich einfach nicht öffnen. Sie wird immer verzweifelter, was, wenn sie die Prüfung nicht besteht? Als dann auch noch ihre Mentorin auf rätselhafte Weise verschwindet, begeht Fortuna einen großen Fehler…

Bei diesem Kindercomic war sehr schnell klar, dass er bei mir einziehen muss. Das Cover hat mich direkt in den Bann gezogen und die Story dahinter klang einfach wie für mich gemacht. Ich liebe Hexengeschichten! Ihr auch? Dann seid ihr hier an genau der richtigen Adresse!

Élisabeth Jammes präsentiert mit dem ersten Band von „Fortuna“ einen sehr vielversprechenden Reihenauftakt, der definitiv Lust auf mehr macht. Mit viel Liebe zum Detail entführt die französische Künstlerin ihre Leserschaft in eine Welt voller Magie, in der sich jeder Hexenfan wie zu Hause fühlen wird: Es gibt fliegende Besen, Zauberlehrlinge und Kristallkugeln, magische Prüfungen, finstere Dämonen, sprechende Tiere...Was jedoch auf den ersten Blick wie ein süßer Fantasy-Comic daherkommen mag, entpuppt nur kurz darauf als viel mehr. Neben den typischen magischen Zutaten kann die Geschichte auch mit einigen wichtigen Themen aufwarten wie Selbstzweifel, Leistungsdruck, Prüfungsangst, Freundschaft, das Erwachsenwerden und der Wunsch nach Selbstbestimmung. Bisweilen ist die Handlung etwas ernst und manchmal auch ein wenig unheimlich. Gleichzeitig ist sie aber auch voller Humor und Wärme. Die Charaktere sind allesamt liebevoll gezeichnet und machen das Lesen mit ihren jeweiligen Eigenheiten zu einem echten Vergnügen. Ob unsere drei Hexenschülerinnen Fortuna, Belladona und Mandragore, ihre strenge (aber fürsorgliche) Lehrmeisterin, deren treuer tierischer Begleiter – man muss sie einfach alle gernhaben. Vor allem die titelgebende Fortuna, auf der das Hauptaugenmerk liegt, ist eine sehr sympathische Figur. Ihre Gefühle, Gedanken, Sorgen und Ängste werden sehr authentisch und nachvollziehbar dargestellt, sodass es leicht fällt, mit ihr mitzufühlen. Es macht einfach Freude, sie zu begleiten und mitzuerleben, wie sie langsam ihren eigenen Weg findet und durch Belladona und Mandragore erkennt, was wahre Freundschaft ausmacht. Ihre Geschichte ist allerdings noch nicht zu Ende erzählt. Auf Französisch gibt es sogar bereits eine Fortsetzung. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass auch diese noch ins Deutsche übertragen wird.

Auch optisch ist dieser Comic äußerst gelungen. Élisabeth Jammes’ bezaubernde Illustrationen sind farbenfroh, ausdrucksstark und voller Details. Sie setzen das Erzählte perfekt in Szene und schaffen durchweg – trotz der düsteren Momente – eine Atmosphäre zum Wohlfühlen. Vor allem die einsam gelegene Berghütte verströmt etwas herrlich Gemütliches.
Der Textanteil ist insgesamt recht gering gehalten, das Layout ist übersichtlich und nicht zu überladen. Für Comicneulinge und Lesemuffel ist das Buch daher ideal geeignet.

Fazit: „Fortuna: Der Geist der Herberge“ ist ein wunderbar magischer Hexencomic ab 10 Jahren, der sowohl optisch als auch inhaltlich zu überzeugen vermag und weitaus mehr zu bieten hat als gedacht. Eine spannende, einfühlsame und schaurig-schöne Coming-of-Age-Geschichte mit viel Witz und Herz. Also ich bin begeistert, mir hat das Buch sogar noch besser gefallen als erwartet. Auf den zweiten Band freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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