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Veröffentlicht am 28.08.2018

Wunderschön!

Im Galopp zum Hochzeitstag
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Auf diese wundervolle Fortsetzung habe ich mich richtig gefreut. Letztes Jahr habe ich die beiden Doppelbände „Im Galopp auf Wolke 7“ und „Herzklopfen im Galopp“ gelesen, welche die ersten vier Bände der ...

Auf diese wundervolle Fortsetzung habe ich mich richtig gefreut. Letztes Jahr habe ich die beiden Doppelbände „Im Galopp auf Wolke 7“ und „Herzklopfen im Galopp“ gelesen, welche die ersten vier Bände der „4 Hufe“- Reihe enthalten. Super schöne Bücher, kann ich jedem, nicht nur Pferdemädchen, wärmstens empfehlen. In „Im Galopp zum Hochzeitstag“ ist die Protagonistin Maxi mittlerweile erwachsen, es sind also einige Jahre ins Land gezogen. Ich war nun sehr gespannt darauf zu erfahren, wie sich Maxi und ihre Freunde weiterentwickelt haben und wie ihr Leben heute so aussieht.

Maxi hat gerade allen Grund glücklich zu sein: Sie hat einen perfekten Freund, den sie über alles liebt und sie hat einen perfekten Job, der ihr sehr viel Spaß bringt. Doch dann taucht ihre Jugendliebe Vic plötzlich wieder auf, von dem sie sich vor einigen Jahren getrennt hat. Das Herzklopfen, das jäh einsetzt, wenn sie Vic sieht oder nur an ihn denkt, versucht die 27-jährige zu ignorieren. Das hat nichts zu bedeuten, sie ist ganz bestimmt nicht mehr in Vic verliebt. Ihre Liebe gehört allein Marcel, ihrem Freund und vielleicht bald Ehemann. Zuerst steht aber eine andere Hochzeit an. Carolin, die Schwester von Vic und beste Freundin von Maxi, wird demnächst vor den Traualtar treten. Für die Hochzeit stehen noch eine Menge Vorbereitungen an, was für Maxi wie gerufen kommt. Sie stürzt sich ins Planen und Organisieren und versucht so, Vic aus ihren Gedanken zu vertreiben. Was ihr allerdings nur mittelmäßig gelingt. Zusätzliche Ablenkung soll ihr noch die 13-jährige Rebecca verschaffen, die Cousine von Carolin, die für einige Zeit in Wieselberg wohnen soll.Strafversetzt sozusagen, denn Rebecca wurde beim Klauen erwischt und soll nun auf dem Hof helfen. Was allerdings keine Strafe für 13-jährige ist, da sie Pferde über alles liebt und es zudem auch eine Erleichterung für sie ist, von ihren streitenden Eltern wegzukommen, die gerade mitten in einer Ehekrise stecken. In Wieselberg ist also gerade so einiges los, da bleibt wirklich keine Zeit für Maxi, an Vic zu denken. Das Blöde ist nur, dass die beiden die Trauzeugen auf Carolins Hochzeit sein werden. Komplett aus dem Weg gehen kann Maxi ihm also nicht...


Für alle, die die „4 Hufe“- Reihe so lieben wie ich, ist dieses Buch ein absolutes Muss! Mit „Im Galopp zum Hochzeitstag“ ist Chantal Schreiber eine wundervolle Fortsetzung gelungen, welche genauso schön ist wie die Vorgeschichten.

Ich persönlich halte es hier schon für sinnvoller, die vorherigen Bände zu kennen, zumindest den ersten, damit man im Spin-Off allem folgen kann. Ich könnte mir sonst vorstellen, dass man mit den vielen Namen ein paar Probleme bekommen wird. Zudem ist es natürlich sehr schön zu sehen, wie sich die ganzen Charaktere weiterentwickelt haben und was aus ihnen nach gut 13 Jahren so geworden ist.
Es gibt allerdings einige Rückblenden, sodass man das Buch vermutlich auch recht gut lesen kann, ohne das Wissen aus den Vorgängern zu haben. Das hat Chantal Schreiber wirklich prima hinbekommen, uns Leser mit genügend Infos zu versorgen um dem Geschehen folgen zu können, ohne allerdings zu sehr zu den vorherigen Bänden zu spoilern. Ich kann mir nämlich sehr gut vorstellen, dass die meisten, die mit diesem Teil in die Reihe einsteigen, nach diesem begierig nach den Vorbänden verlangen werden. Die Reihe ist nämlich wirklich toll. :D

Unsere Protagonistin ist wieder Maxi, die mittlerweile 27 Jahre alt ist. Sie ist gerade von einem dreimonatigen Aufenthalt aus Kanada zurück, also rechtzeitig wieder da, um ihrer besten Freundin bei den Hochzeitsvorbereitungen zu helfen.
Maxi lebt immer noch auf dem Gestüt ihrer Eltern, wo sie ein eigenes kleines Häuschen besitzt. Ihre Arbeit dreht sich rund um Pferde – das Cover verspricht hier also nicht zu viel, denn ja, natürlich werden hier auch Pferdemädchen auf ihre Kosten kommen.

Das Buch ist allerdings kein reiner Pferderoman. Pferde und Reiten spielen hier auf jeden Fall nicht die Hauptrolle. Dies war allerdings auch in den Vorgängern nicht der Fall. So ist auch dieser Band eine perfekt gelungene Mischung aus Pferde-, Liebes- und Freundschaftsgeschichte. Und auch Teenagerprobleme kommen hier zur Sprache.
Mit Rebecca haben wir nämlich unsere zweite Erzählerin in dem Buch. Aus ihrer Sicht erfahren wir alles in der Ich-Perspektive, anders als bei Maxi, bei der die Kapitel in der dritten Person erzählt werden. Im Wechsel kommen die beiden zu Wort, was auch sehr schön durch verschiedene Schriftarten deutlich gemacht wird.

Maxi kannte ich ja bereits, sie ist mir schon längst ganz fest ans Herz gewachsen. Auch ihre 27-jährige Version war mir richtig sympathisch. Eigentlich hat Maxi sich kaum verändert, sie ist immer noch so lieb, frech und dickköpfig wie früher.

Rebecca ist ein neuer Charakter in der Reihe. Mit ihren dreizehn Jahren haben wir also auch eine junge Hauptfigur in dem Buch vertreten. Sehr geschickt von Chantal Schreiber gemacht, wie ich finde, da das Buch so auch jüngere Leserinnen ansprechen wird.
Rebecca wirkt anfangs wie der typische Teenager, etwas aufmüpfig und bockig. Es wird nur sehr schnell deutlich, dass die Ehekrise ihrer Eltern das Mädchen sehr mitnimmt und sie sich deswegen ziemlich hilflos fühlt. Ich habe Rebecca wirklich sofort in mein Herz geschlossen. Sie ist ein richtig liebes Mädchen, mit der man beim Lesen sehr mitfühlt. Sehr niedlich fand ich übrigens ihr Verhalten gegenüber Justus. Justus ist der 14-jähriger Bruder von Maxi und verdammt süß und gutaussehend. Als Rebecca ihn das erste Mal gesehen hat, war es sofort um sie geschehen. Justus ist nicht nur attraktiv, er ist auch super nett. Wäre ich in Rebeccas Alter, hätte ich mich garantiert auch sofort bis über beide Ohren in Justus verguckt. ;)
Wie sich die beiden langsam näher kommen, wird absolut authentisch und zum Schmunzeln schön beschrieben. Auch bei Maxi tut sich in Sachen Liebe einiges. Bei ihr geht es sogar bei weitem chaotischer zu als bei Rebecca. Ob sich Maxi nun für ihre Jugendliebe Vic entscheiden wird oder für Marcel, das verrate ich hier natürlich nicht, da müsst ihr das Buch schon selber lesen. Was ihr auch unbedingt tun solltet!

Ich habe dieses Buch wirklich von den ersten Seiten an geliebt. Mich hat es so gefreut liebgewonnene Charaktere wiederzutreffen und zu sehen, was aus diesen geworden ist. Der Schreibstil von Chantal Schreiber ist mal wieder erstklassig. Er ist locker-leicht und flüssig und liest sich richtig angenehm. Auch der Humor in ihren Büchern trifft jedes Mal meinen Geschmack. Da liegen die Autorin und ich genau auf einer Wellenlänge.

Fazit: Eine wundervolle Fortsetzung! Für mich sind die Werke von Chantal Schreiber immer so richtige Wohlfühlbücher. Auch bei diesem schönen Schätzchen hier habe ich mich beim Lesen pudelwohl gefühlt und das Buch in Rekordtempo beendet. Was bin ich froh, dass die liebe Chantal es gewagt hat, dieses tolle Spin-Off zu schreiben und zu veröffentlichen. Danke dafür, ich habe das Lesen hier zutiefst genossen und hatte jede Menge Spaß dabei! :)
Pferde, Liebe, Hochzeitsfeeling und so eine richtige Wohlfühlatmosphäre – das erwartet euch in diesem schönen Buch. Klingt gut? Das ist es auch! Ich kann „Im Galopp zum Hochzeitstag“ absolut empfehlen und vergebe nur zu gerne volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 27.08.2018

Bewegend, traurig und wunderschön

Roberta und das Herzwunschwunder
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Von Kristina Ohlsson kannte ich bereits ihre beiden Kinderbücher „Glaskinder“ und „Silberjunge“. Da mir diese richtig gut gefallen haben, war meine Neugier sofort geweckt, als ich entdeckte, dass dieses ...

Von Kristina Ohlsson kannte ich bereits ihre beiden Kinderbücher „Glaskinder“ und „Silberjunge“. Da mir diese richtig gut gefallen haben, war meine Neugier sofort geweckt, als ich entdeckte, dass dieses Jahr ein neues Kinderbuch von ihr erscheinen wird. Cover und Klappentext überzeugten mich auf Anhieb, daher stand für mich sofort fest, dass ich „Roberta und das Herzwunschwunder“ unbedingt lesen wollte.

Auf einer Aktion ersteigert Roberta auf das Drängen von Opa Horatio einen alten Globus. Angeblich besitzt dieser magische Kräfte, so der alte Mann. Roberta kann dies zuerst nicht glauben, ist aber dennoch bereit, den Globus auszutesten. Dieser kann, wenn dies wirklich stimmt, Wünsche wahr werden lassen. Genau so einen Wünsche-Erfüller kann Roberta gerade nur zu gut gebrauchen. Ihre Freundin Charlotte ist schlimm herzkrank und wird vermutlich bald sterben, wenn sie nicht schleunigst ein neues Herz bekommt. Robertas verzweifelte Suche nach einem neuen Herz für ihre Freundin verlief bisher ergebnislos. In der Zeitung, im Internet – nirgendwo hat die 11-jährige etwas finden können. Der Globus ist ihre letzte Hoffnung. Nur leider muss man, bevor man einen Wunsch aussprechen kann, eine schier unmögliche Aufgabe erfüllen. Zusammen mit dem Jungen Eric stürzt sich Roberta in ein aufregendes Abenteuer. Ob es den beiden Kindern wohl gelingen wird, rechtzeitig die Aufgabe des Globus zu erfüllen, damit sie Charlotte wieder gesund wünschen können?

Mit „Roberta und das Herzwunschwunder“ ist Kristina Ohlsson ein wundervoller Kinderroman gelungen. Auf gut 208 Seiten wird eine zutiefst bewegende Geschichte erzählt, die einen mitten ins Herz trifft und traurig stimmt. Das Buch ist wirklich sehr traurig, zugleich ist es aber auch wunderschön.

Ich habe mich beim Lesen ehrlich gesagt mehrmals gefragt, ob die Handlung nicht zu traurig für ein Kinderbuch ab 9 Jahren ist. Die Atmosphäre ist stellenweise schon recht bedrückend, besonders in den Momenten, wenn Roberta ihre beste Freundin besucht und mitansehen muss, wie diese immer schwächer wird.
Der Tod spielt in diesem Buch eine große Rolle. So beschäftigt die beiden Freundinnen dieses Thema natürlich sehr, da Charlotte so schwer krank ist. Die innige Freundschaft der beiden Mädchen wird wundervoll beschrieben. Roberta und Charlotte sind so richtige Herzensfreundinnen fürs Leben, die immer zusammenhalten, ganz egal, wie ausweglos eine Situation auch sein mag.
Ich weine sehr selten bei Büchern und auch hier habe ich beim Lesen keine Träne vergossen. Allerdings hatte ich oft einen dicken im Kloß im Hals. Besonders das Ende hat mich sehr getroffen.
Da das Buch so ernst ist, war ich mehrmals am hin und her überlegen, wie ich es nun bewerten soll. Mir als Erwachsene hat es richtig gut gefallen. Das Thema Tod wird meiner Meinung nach auch sehr kindgerecht von der Autorin behandelt. Man muss sich einfach im Klaren darüber sein, dass man es hier nicht mit einem unterhaltsamen Abenteuerroman für Kinder zu tun bekommt. Da kann einen das Cover, finde ich, ein wenig in die Irre führen. Zumindest ich hätte, nur beim Blick aufs Cover, ohne den Klappentext zu lesen, mit einer ganz anderen Geschichte gerechnet.

Irgendwie klingt meine Rezension gerade negativer, als ich eigentlich wollte. Mir hat „Roberta und das Herzwunschwunder“ wirklich tolle Lesestunden beschert und ich kann das Buch wärmstens empfehlen. Fast schon mehr Erwachsenen als Kindern. Was aber nicht heißen soll, dass ich das Buch nicht auch Kindern sehr ans Herz legen kann. Der Schreibstil ist einfach und locker-leicht. Da die Schrift recht groß ist und die Kapitel angenehm kurz, sollten junge Leser ab 9 Jahren hier keine Probleme mit dem Selberlesen haben. Erwachsene Leser, wie ich, haben das Buch natürlich im Nu durch. Es ist ein kurzweiliges, aber absolut lohnenswertes Leseerlebnis.
Erfahren tun wir alles aus der Sicht von Roberta. Diese zählt zwar erst 11 Jahre, allerdings sollte dies niemanden davon abhalten, das Buch zu lesen, egal wie alt man sein ist. Mir hat Robertas kindliche Sicht auf den Tod und auf die Krankheit ihrer Freundin richtig gut gefallen. Absolut authentisch und herzerweichend beschreibt die Autorin, wie sehr Roberta unter der Vorstellung leidet, dass Charlotte bald nicht mehr da sein könnte. Wie oben bereits erwähnt, ich musste beim Lesen mehrmals schwer schlucken.

Zusammen mit dem Jungen Eric, den Roberta das erste Mal auf der Aktion trifft, versucht die 11-jährige die schwierige Aufgabe des magischen Globus zu erfüllen. Hier möchte ich nicht zu viel vom Inhalt verraten, ein bisschen Spannung muss ja noch sein. Nur so viel: Die Aufgabe erscheint zuerst wirklich unmöglich zu bewältigen zu sein. Die beiden Kinder aber geben den Mut und die Hoffnung nicht auf und setzen alles daran, dieses knifflige Abenteuer zu meistern, ehe es zu spät ist. Während dieser Zeit lernen sich Roberta und Eric immer besser kennen und werden richtig gute Freunde. Ich habe die beiden sehr für ihre große Entschlossenheit und ihren tollen Zusammenhalt bewundert.
Auch bemerkenswert fand ich, wie viele Menschen den beiden Kindern zu helfen bereit sind. Die Aufgabe ist schon etwas verrückt, mich hat es daher fast schon erstaunt zu sehen, wie viele Erwachsene doch sofort ihre Hilfe angeboten haben. Ob das im wirklichen Leben auch so gewesen wäre, ist eher fraglich. Aber egal. Mich hat es überhaupt nicht gestört, dass dieser Aspekt vielleicht etwas unrealistisch ist, im Gegenteil. Das Buch zeigt, wie viele gute und hilfsbereite Menschen es gibt, es macht deutlich, dass man zusammen eine Menge erreichen kann und man niemals aufgeben darf.

Ich bin beim Lesen richtig ins Mitfiebern geraten und habe so gehofft, dass Roberta und Eric die Aufgabe rechtzeitig erfüllen können. Ob der Globus nun wirklich magische Kräfte besitzt, weiß ich nicht. Wie unsere beiden Helden aber, so ist man auch als Leser davon überzeugt, dass der Globus wirklich Herzenswünsche wahr werden lassen kann.

Fazit: Bewegend, traurig und wunderschön. Kristina Ohlssons neues Kinderbuch behandelt auf eine sehr einfühlsame und rührende Weise die ernsten Themen Tod, Krankheit und Organspende. Mich hat das Buch mitten ins Herz getroffen und mich beim Lesen immer wieder schwer schlucken lassen. Für manche Kinder mag die Geschichte vermutlich zu ernst und traurig sein. Mir als Erwachsene jedenfalls hat das Buch richtig gut gefallen, ich vergebe daher volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 26.08.2018

Traumhaft schön!

Orcasommer
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Als ich das erste Mal auf Orcasommer gestoßen bin, wusste ich einfach sofort, nur beim Blick aufs Cover, das ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Als ich mir dann den Klappentext durchlas, wurde meine ...

Als ich das erste Mal auf Orcasommer gestoßen bin, wusste ich einfach sofort, nur beim Blick aufs Cover, das ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Als ich mir dann den Klappentext durchlas, wurde meine Neugier nur noch größer. Von Sabine Giebken hatte ich bisher leider noch kein Buch gelesen, Orcasommer sollte also mein erstes Werk von ihr sein.

Anstatt den Sommer zu Hause in Berlin zu verbringen, wird Svenja für drei Monate nach Kanada reisen, wo sie zum ersten Mal ihren Vater treffen wird. Von ihm weiß sie so gut wie nichts, daher verläuft der Start zwischen den beiden auch ziemlich holprig. In Kanada angekommen muss Svenja nämlich feststellen, dass ihr Vater Matt alles andere als der Vater ist, den sie sich in ihren Träumen ausgemalt hat. Matt ähnelt äußerlich einem Bären, er ist wortkarg und lebt einsam in einem kleinen Haus fernab einer großen Stadt in einem kleinen Kaff. Kein Handyempfang, schlechtes, kaltes Wetter (und das im Sommer) – na super. Am liebsten würde sich Svenja sofort ihren Koffer schnappen und wieder zurück nach Deutschland fliegen.
Doch dann taucht kurz darauf ein kleiner einsamer Orca in der abgelegenen Bucht auf und um Svenja ist es sofort geschehen. Doch woher kommt der kleine Wal? Wo ist seine Familie? Zusammen mit dem Meeresbiologiestudenten Alex versucht die 17-jährige herauszufinden, warum der Orca alleine auf sich gestellt ist. Doch dessen Auftauchen bleibt nicht lange geheim. Der Wal erregt sehr schnell das öffentliche Interesse und zieht immer mehr Schaulustige an. Svenja und Alex müssen schnell handeln, wenn sie ihren neuen Freund noch rechtzeitig retten wollen.

Was für ein wundervolles Buch! Ich hatte mal wieder genau den richtigen Riecher gehabt, mir hat „Orcasommer“ unglaublich gut gefallen. Mich konnte die Handlung von den ersten Seiten an in ihren Bann ziehen und mir herrliche Lesestunden bescheren.

Der Schreibstil von Sabine Giebken sagte mir auf Anhieb zu. Er ist locker-leicht, flüssig und sehr bildhaft. Durch die vielen anschaulichen Beschreibungen kann man sich von allen Orten ein ganz genaues Bild machen und sich spielend leicht nach Kanada träumen. Kanada ist schon seit ewigen Zeiten mein größtes Reiseziel. Als ich das Buch gelesen habe, ist meine Sehnsucht, endlich auch einmal dieses wunderschöne Land zu bereisen, nur noch größer geworden. Sabine Giebken beschreibt die Natur Kanadas einfach nur toll. Es wird dadurch eine ganz besondere Atmosphäre geschaffen, welche mich sofort verzaubern konnte.

Die Charaktere sind der Autorin ebenfalls wunderbar gelungen. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Svenja in der Ich-Perspektive. Svenja war mir vom ersten Moment an sympathisch, ich konnte mich problemlos in sie hineinversetzen und ihre Handlungen und Gedankengänge nachvollziehen. Ab und an lässt sie zwar den Teenager durchblicken, zumindest mir kam ihr Verhalten stellenweise etwas bockig vor - dieser Aspekt hat aber nicht dazu geführt, dass Svenja Sympathiepunkte bei mir eingebüßt hat. Svenja ist ein toller Charakter, sie ist klug, selbstbewusst und mutig.

Die Nebencharaktere wurden ebenfalls klasse ausgearbeitet. So hat sich Svenjas Vater Matt sofort in mein Herz geschlichen. Er wird anfangs zwar recht brummig und wortkarg beschrieben, allerdings konnte ich dieses Verhalten nur zu gut verstehen. Ich stelle es mir nicht leicht vor, das erste Mal auf seine Tochter zu treffen, die eine völlig Fremde für einen ist und für drei Monate bei einem wohnen soll. Hinzu kommt, dass Matt viele Jahre alleine gelebt hat und zu einem richtigen Einsiedler geworden ist. Die plötzliche Gesellschaft bedeutet also eine große Umstellung für ihn.

Svenja hat natürlich auch anfangs große Schwierigkeiten damit, Zugang zu ihrem Vater zu finden. Ich fand es richtig schön und auch irgendwie niedlich zu sehen, wie die beiden langsam Kontakt zueinander aufgebaut haben und allmählich eine richtige Vater-Tochter-Beziehung zustande gekommen ist.

Neben Matt fand ich auch den Jungen Alex richtig sympathisch. Er ist ein prima Kerl, nett, hilfsbereit und einfach so ein Typ, den man sofort gernhaben muss. Man merkt auch sofort, dass Alex und Svenja etwas verbindet und sie perfekt zusammen passen. Die beiden kommen sich im Verlaufe des Sommers auch immer näher, das Buch beinhaltet also eine kleine Liebesgeschichte, welche mir richtig gut gefallen hat. Sie ist authentisch und überhaupt nicht kitschig oder klischeehaft.

Das Augenmerk der Handlung liegt aber auf dem kleinen Orca, der eines Tages plötzlich in der Bucht auftaucht. Svenja sucht immer wieder seine Gesellschaft, gibt ihm den Namen Solo und schließt den kleinen Wal immer mehr in ihr Herz.
Mir haben die Beschreibungen, wie Svenjas Bindung zu Solo immer inniger wird, richtig das Herz erwärmt. Die vielen Szenen mit Solo und all den anderen Walen sind magisch und traumhaft schön.
Meine Faszination für Wale hat sich mit diesem Buch nur noch gesteigert. Gerade Orcas sind wundervolle Tiere. Man lernt hier beim Lesen eine Menge über diese einzigartigen Geschöpfe und merkt beim Lesen sehr, dass Sabine Giebken hier sehr ausführlich recherchiert hat.
Alles wirkt realistisch und authentisch, auch der Teil, als Solo ins Interesse der Bevölkerung und der Presse gerät. Leider. Ich fand es richtig schade zu sehen wie rücksichtslos die Menschen die Wale behandeln. Für die meisten sind sie einfach nette Touristenakttaktionen. Wie sich die Wale dabei fühlen, ist vielen völlig egal. Mich haben diese Beschreibungen richtig wütend gemacht, vor allem auch deswegen, da ich mir sehr gut vorstellen kann, dass diese der Realität entsprechen.

Ich konnte die Wut von Svenja daher auch nur zu gut verstehen und habe so gehofft, dass sie und Alex zumindest die Situation von Solo zum Guten wenden können. Ich bin beim Lesen richtig ins Mitfiebern geraten, besonders zum Ende hin, als sich immer mehr Menschen Svenja und Alex in den Weg gestellt haben. Das Buch hat mit einer Menge spannender Szenen aufzuwarten, sodass an keiner Stelle Langeweile ankommt.

Orcasommer hat mich sehr beeindruckt. Ich hoffe ja sehr, dass es noch eine Fortsetzung geben wird, befürchte aber, dass es sich hier um einen Einzelband handelt. Schade eigentlich, ich hätte Svenja und Alex und auch die anderen liebenswerten Charaktere liebend gerne noch ein Stückchen länger begleitet. Das Buch ist zwar mit über 400 Seiten nicht gerade dünn, war für meinen Geschmack aber dennoch viel zu schnell wieder vorbei.

Fazit: Ich bin ganz verliebt in dieses zauberhaft schöne Buch. Mit Orcasommer ist Sabine Giebken ein großartiger Jugendroman gelungen, der eine wundervolle Geschichte über Freundschaft, Familie, Liebe, Umweltschutz und Wale erzählt. Das Buch lädt zum Mitfiebern und Träumen ein und entführt einen in die atemberaubende Natur Kanadas. Ich kann Orcasommer absolut empfehlen, vor allen denjenigen, die sich für Wale, insbesondere für Orcas, interessieren und ein Faible für das Setting Kanada haben. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung sowie volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 24.08.2018

Ein wunderschönes und absolut bezauberndes Bilderbuch!

Als Larson das Glück wiederfand
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Von Martin Widmark kannte ich bereits das Bilderbuch „Linas Reise ins Land Glück“. Da mir dieses richtig gut gefallen hat und auch ein fester Bestandteil meiner Bilderbuchsammlung geworden ist, war meine ...

Von Martin Widmark kannte ich bereits das Bilderbuch „Linas Reise ins Land Glück“. Da mir dieses richtig gut gefallen hat und auch ein fester Bestandteil meiner Bilderbuchsammlung geworden ist, war meine Neugier sofort geweckt als ich entdeckte, dass dieses Jahr eine weitere Bilderbuchgeschichte des schwedischen Autors erscheinen wird. Auch diese wurde wieder von Emilia Dziubak illustriert. Ihre Bilder liebe ich über alles, daher stand für mich auch sofort fest, dass ich den alten Larson unbedingt kennenlernen wollte.

Der alte Larson ist einsam. Seit die Kinder aus dem Haus sind und seine Frau gestorben ist, lebt der greise Mann alleine in dem großen Haus. Immer trübsinniger wird der alte Larson, zu nichts hat er mehr Lust. Fenster geputzt, die Pflanzen gegossen oder die Zimmer gelüftet – all diese Dinge hat Larson schon lange nicht mehr getan. Seine einzige Gesellschaft war bis vor kurzem der Kater Johann Sebastian, aber selbst diesem würde die trübselige Stimmung im Haus irgendwann zu viel, daher verschwand er eines Tages. Nun ist Larson also wirklich ganz alleine. Er verliert sich in seinen Gedanken und Erinnerungen und lebt mehr in der Vergangenheit als in der Gegenwart.
Doch dann klopft es eines Abends an der Haustür. Wer kann das sein? Es ist der Nachbarsjunge, der mit einem Blumentopf in der Hand vor dem alten Larson steht. Er bittet den alten Mann darum, sich um seine Pflanze zu kümmern, solange er mit seinen Eltern im Urlaub ist. Das hat dem Larson gerade noch gefehlt. Und welche Pflanze eigentlich? In dem Blumentopf befindet sich doch außer Erde gar nichts.
Larson erklärt sich widerwillig einverstanden.
Bereits am nächsten Tag entdeckt Larson, dass sich in der Erde des Topfes ein kleiner Samen befindet, der langsam beginnt aufzublühen. Je mehr das Pflänzchen heranwächst, desto glücklicher wird auch Larson. Er lässt wieder Licht und Freude in sein Leben zurückkehren und gewinnt am Ende sogar neue Freunde, die ihm aus seiner Einsamkeit heraushelfen.

Was für ein bezauberndes und wundervolles Bilderbuch! Ich bin gerade richtig verliebt, ich finde „Als Larson das Glück wiederfand“ herzerwärmend schön und habe es nun schon einige Male durchblättern müssen, da ich einfach nicht genug von der bewegenden Geschichte und den wunderschönen Illustrationen bekommen kann.

Hier ist Martin Widmark zusammen mit Emilia Dziubak ein wahrer Bilderbuchschatz gelungen. Die Geschichte ist zwar recht düster und anfangs auch sehr bedrückend, allerdings denke ich schon, dass die Altersangabe vom Verlag mit ab 5 Jahren angemessen ist. Auf eine sehr kindgerechte und einfühlsame Weise wird hier erzählt, wie es leider oft um alte Menschen bestellt ist, dass sie einsam sind, sich in ihren Erinnerungen an bessere Zeiten verlieren, immer unglücklicher werden und nichts mehr mit sich anzufangen wissen. Als Leser macht es einen richtig traurig zu sehen, wie es dem armen, alten Larson geht und wie tief seine Trauer sitzt. Doch dann beginnt sich Larson zu verändern. Er merkt, dass es so nicht weitergehen kann, dass er etwas verändern muss, dass er wieder mehr Licht in sein Leben (und in das Haus) lassen muss, sodass er wieder mehr Glück und Freude empfinden kann.
So traurig man am Anfang ist, umso glücklicher ist man, als man sieht, wie positiv sich Larson verändert. Gerade das Ende geht einem richtig zu Herzen und es weckt hoffentlich in jedem das Verlangen, mal selbst bei seinen alten Nachbarn zu klingeln, um bei diesen nach dem Rechten zu sehen, sie zu besuchen oder zu sich nach Hause zum Tee einzuladen. Schon die kleinsten Dinge können oft viel bewirken, so wie es auch in diesem wundervollen Buch der Fall ist.

Neben der gefühlvollen Geschichte konnten mich ganz besonders die großartigen Illustrationen hellauf begeistern. Diese sind, angepasst an die Handlung, anfangs recht dunkel und düster gehalten. Doch wie Larsons Stimmung, so wandeln sich auch die Bilder, werden heller und freundlicher. Allerdings wird dieser gedeckte Stil die ganze Zeit über beibehalten.
Ich bin schon bei einigen Büchern in den Genuss von Emilia Dziubaks Illustrationen gekommen und ich staune jedes Mal aufs Neue über ihr großes Zeichentalent. Auch hier konnte ich mich an den liebevoll gezeichneten Bildern einfach nicht sattsehen.

Fazit: Ein wundervolles und zauberhaft schönes Bilderbuch. Ich bin hellauf begeistert von „Als Larson das Glück wiederfand“. Das Buch erzählt eine zu Herzen gehende Geschichte über das Alter und die Einsamkeit und Trauer, die leider oft damit verbunden sind. Wichtige Themen wie generationsübergreifende Freundschaft, ein freundliches Miteinander und Hilfsbereitschaft kommen zur Sprache. Zusammen mit den wunderschönen Illustrationen von Emilia Dziubak ist mit „Als Larson das Glück wiederfand“ ein richtiger Bilderbuchschatz gelungen, welchen ich wärmstens empfehlen kann und der für immer einen Platz in meinem Regal haben wird. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 23.08.2018

Großartig!

Hyde
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Als ich mir den Klappentext von „Hyde“ das erste Mal durchgelesen habe, wusste ich sofort: Dieses Buch muss ich unbedingt lesen! Auch das Cover überzeugte mich auf Anhieb. Es hat so etwas Geheimnisvolles ...

Als ich mir den Klappentext von „Hyde“ das erste Mal durchgelesen habe, wusste ich sofort: Dieses Buch muss ich unbedingt lesen! Auch das Cover überzeugte mich auf Anhieb. Es hat so etwas Geheimnisvolles und Düsteres; es mag seltsam klingen, aber ich fühlte mich von dem Cover wie magisch angezogen. Von Antje Wagner hatte ich leider bisher noch kein Buch gelesen - „Hyde“ sollte also mein erstes Werk von ihr sein.

Die 18-jährige Katrina ist als Tischlerin auf der Walz. Allein auf sich gestellt, zieht sie durchs Land, auf der Suche nach Arbeit. Bis vor kurzem aber hatte Katrina noch ein Zuhause: Hyde, in welchem sie zusammen mit ihrer Schwester Zoe aufgewachsen ist, großgezogen von ihrem Vater. Doch Hyde existiert nicht mehr. Und auch ihre Familie ist nicht mehr da. Katrina hat den Entschluss gefasst, Rache zu üben und sich eine Liste angelegt. Für ihren Racheplan braucht sie allerdings Geld für ihre Kriegskasse. Diese soll schließlich auch endlich gefüllt werden, denn Katrina findet einen Job in einem alten, einsam gelegenen Haus. In diesem soll sie als Verwalterin arbeiten. Sehr schnell aber merkt sie, dass es in dem Haus nicht mit rechten Dingen zugeht. Als Katrina mit dem Renovieren beginnt, stößt sie auf ein großes Geheimnis...

Dies war also mein erstes Buch von Antje Wagner und es wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein. Mir hat „Hyde“ richtig gut gefallen! Ich war von den ersten Seiten an wie gebannt und konnte das Buch stellenweise wirklich nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung ist durchgehend fesselnd und so spannend – begeht bloß nicht den Fehler wie ich und lest das Buch spätabends. Es könnte passieren, dass ihr keine ruhige Nacht verbringen werdet.

Was in mir sofort eine große Begeisterung ausgelöst hat, ist die Atmosphäre, die die Autorin in ihrem Buch geschaffen hat. Düster, geheimnisvoll, gruselig und schaurig schön. Ich hatte beim Lesen immer wieder eine richtige Gänsehaut und habe diese Kälte, die sehr bildhaft beschrieben wird, tatsächlich spüren können. Und das, obwohl wir gerade Sommer haben und aktuell sehr warme Temperaturen herrschen. Der Schreibstil von Antje Wagner ist einfach nur genial. Er liest sich super angenehm und beschert einen ein richtiges Kopfkino.

Die Autorin hat ein wahres Händchen dafür, von den ersten Seiten an Spannung aufzubauen und diese auch bis zum Schluss aufrecht zu erhalten – und sie sogar noch zu steigern. Häppchenweise versorgt sie uns mit neuen Infos und weiteren Details, ein Puzzleteil nach dem nächsten liefert sie uns, sodass sich irgendwann ein komplettes Bild ergibt. Wie das aussieht, verrate ich hier natürlich nicht. Nur so viel: Das Ende kam sehr überraschend für mich. Über dieses musste ich auch erst ein bisschen nachdenken. Auch, ob es mir wirklich gefallen hat. Nach kurzem Überlegen aber bin ich zu dem Schluss gekommen: Ja, das Ende hat mir gefallen, es ist grandios, so wie das ganze Buch.

Ihr merkt vielleicht gerade, dass ich wirklich extremst begeistert von dem Buch bin. Zumindest hoffe ich sehr, dass ich das hier deutlich machen konnte. Kritikpunkte habe ich keine – mit „Hyde“ ist Antje Wagner ein großartiger Jugendroman gelungen, den man unbedingt gelesen haben sollte.

Von der Handlung möchte ich eigentlich gar nicht so viel verraten, da ich sonst Sorge habe zu spoilern oder etwas von der Spannung zu nehmen. Ich fasse mich daher kurz, denn ein bisschen etwas mitteilen möchte ich dann schon noch. Denn vielleicht habe ich einige ja noch nicht so ganz davon überzeugen können, ob sie „Hyde“ wirklich lesen wollen oder ob es sich lohnt. Diese Zweifler möchte ich auf jeden Fall überzeugen. ;)

Die Geschichte wird aus der Sicht von Katrina erzählt. Über sie wissen wir anfangs nur sehr wenig. So fragt man sich als Leser, warum sie so eine Wut in sich hat und so auf Rache aus ist. Was hat es mit der Kriegskasse auf sich, wieso trägt Katrina ein Tuch vor dem Gesicht, warum hat sie so Probleme damit, deutlich zu sprechen?
So nach und nach erfahren wir, was die Antworten auf diese vielen Fragen sind und auch, was es mit diesem geheimnisvollen „Hyde“ auf sich hat, Katrinas ehemaligen Zuhause, mitten im Wald…

Die Handlung ist sehr komplex aufgebaut. So wird das Buch nicht nur im Hier und Jetzt erzählt. Es gibt immer wieder Rückblenden, die uns mehr über Katrinas Vergangenheit verraten und immer mehr Licht ins Dunkel bringen.

In der Gegenwart befinden wir uns mit Katrina auf der Walz, auf der Suche nach Arbeit, um Geld in die sogenannte Kriegskasse zu bekommen. Es Winter, es ist kalt, sogar richtig eisig, wir befinden uns irgendwo im Nirgendwo, in einen dunklen Wald und landen schließlich bei einem alten, verlassenen Haus, zu welchem sich Katrina Zutritt verschafft. Dieses Haus soll schließlich auch ihr neuer Arbeitsplatz werden. Wie dieser Ort beschrieben wird, ist der Autorin so wunderbar gelungen! Gänsehaut pur!

In den Rückblenden wird erzählt, wie Katrina aufgewachsen ist. Zusammen mit ihrer Schwester Zoe und ihrem Vater lebten sie mitten im Wald, fernab von aller Zivilisation. Wir erfahren, was damals geschehen, wie es dazu kam, dass Katrina im Hier und Jetzt auf sich allein gestellt ist und warum sie solche Rachegelüste hegt.

Mehr möchte ich hier auch nicht verraten. Ich hoffe sehr, dass ich die meisten, die meine Rezension bis hier hin gelesen haben, neugierig auf das Buch machen konnte. Ich kann nur sagen: Unbedingt lesen!

Fazit: Ein außergewöhnlicher, großartiger und absolut genialer Jugendroman! Mir hat „Hyde“ ein wundervolles Leseerlebnis beschert. Die Handlung konnte mich von den ersten Seiten an fesseln und bis zum Schluss nicht mehr loslassen. Die Atmosphäre ist düster, geheimnisvoll, unheimlich, gruselig – selbst im Hochsommer ist es dem Buch gelungen, mich frösteln zu lassen. Auch aufgewühlt hat mich die Geschichte, denn neben der Spannung beinhaltet das Buch auch Themen, die einen sehr berühren, schockieren und nachdenklich stimmen. Die Geschichte ist wirklich sehr vielseitig; ein genaues Genre kann man dem Buch gar nicht zuweisen. Ich kann „Hyde“ absolut empfehlen und vergebe sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!