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Veröffentlicht am 28.07.2018

Zum Träumen schön

Der kleine Flohling 1. Abenteuer im Littelwald
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Als große Kinderbuchliebhaberin bin ich immerzu auf der Suche nach neuen schönen Kinderbüchern. Als ich in der Vorschau des Oetinger Verlags auf „Der kleine Flohling“ gestoßen bin, habe ich mich auf den ...

Als große Kinderbuchliebhaberin bin ich immerzu auf der Suche nach neuen schönen Kinderbüchern. Als ich in der Vorschau des Oetinger Verlags auf „Der kleine Flohling“ gestoßen bin, habe ich mich auf den ersten Blick in das niedliche Cover verliebt. Sieht es nicht süß aus? Auch der Klappentext überzeugte mich auf Anhieb. Meine Neugier war geweckt, ich wollte den kleinen Waldwichtel Flohling nun unbedingt kennenlernen!

Der kleine Flohling gehört zum Wichtelvolk der Littels und lebt zusammen mit diesen und seiner Familie im Wald. Jeder Littel besitzt von Geburt an ein besonderes Talent, welches mit der Zeit zu Tage tritt. Bei manchen früher, bei anderen erst später. Flohling hat sein Talent leider noch nicht gefunden, was den kleinen Waldwichtel sehr traurig macht. Schon so viel hat er ausprobiert, aber irgendwie scheint er in nichts gut zu sein. Überall, wo er schon war, hat er Chaos hinterlassen. So liegt ihm das Handwerk nicht, auch in der Backstube oder in der Wäscherei hat er zwei linke Hände und musikalisch ist der kleine Littel auch nicht. Aber in irgendetwas muss er doch gut sein! Flohling beschließt, sich auf die weite Reise zu Lilvis, der Weisen des Nordens, zu begeben. Vielleicht kann sie ihm ja weiterhelfen und ihm sagen, welches Talent in ihm schlummert. Anfangs sind seine Eltern zwar nicht sehr begeistert davon, ihren Sohn auf so ein gefährliches Abenteuer zu schicken - da sie aber spüren, dass Flohling diesem gewachsen ist, lassen sie ihn losziehen. Zudem ist er nicht alleine. Seine Freundin Lisbet begleitet ihn, zusammen mit ihrer Kröte Krotte und auch der Familienspatz Pilfink ist mit von der Partie. Ob es Flohling wohl noch gelingen wird, sein Talent zu finden?

Mir haben Cover und Klappentext hier nicht zu viel versprochen, die Geschichte des kleinen Waldwichtels Flohling, der auf der Suche nach seinem Talent ist, konnte mich von den ersten Seiten an verzaubern. Mit ihm hat Sandra Grimm einen ganz besonderen Protagonisten erschaffen. Flohling ist unglaublich liebenswert, er ist hilfsbereit, mutig und willensstark. Für ihn kommt Aufgeben überhaupt nicht infrage. Daher ist er auch unermüdlich am Ausprobieren, in welchem Bereich er gut ist. Schließlich hat jeder Littel ein Talent, also muss er auch eines besitzen. Mir hat der kleine Flohling so leidgetan, dass er einfach nicht fündig wurde und so darunter gelitten hat, dass alle Littels ein Talent besitzen, nur er nicht. Seine Gefühle werden sehr genau von der Autorin beschrieben, sodass man sich wunderbar in Flohling hineinversetzen kann. Ganz besonders Kinder werden den kleinen Littel sofort ins Herz schließen. Man muss ihn einfach gernhaben, er ist so ein lieber Kerl.

Zusammen mit ihm und seiner besten Freundin Lisbet, die übrigens eine Kräuter-Begabung hat, begeben wir uns auf eine spannende und aufregende Reise zu Lilvis, der Weisen des Nordens. Auf ihrem Weg müssen die beiden Littels so einigen Gefahren trotzen. Ungefährlich ist ihr Abenteuer auf jeden Fall nicht. Zum Glück aber sind die beiden nicht auf sich alleine gestellt, sondern haben hilfsbereite Freunde an ihrer Seite, die sie unterstützen.

Ich war durchweg am Mitfiebern und habe die Suche nach Flohlings Talent ganz gebannt verfolgt. Auch zum Schmunzeln gab es einiges. So fand ich die witzigen Muskis total süß mit ihrer lustigen Art zu sprechen. Ach, eigentlich haben mir alle Figuren unglaublich gut gefallen, das Buch wimmelt wirklich nur so von liebenswerten, fantasievollen Charakteren.

Was ich ebenfalls sehr gut fand, ist die Länge der Kapitel, die angenehm kurz ist. Auch der Schreibstil konnte mich auf Anhieb begeistern. Er liest sich sehr flüssig und locker-leicht, sodass sich das Buch wirklich optimal zum Vorlesen eignet. Zum Selberlesen empfehle ich die Geschichte etwas geübteren Lesern, da sie für Leseanfänger zu schwierig sein wird.

Ganz besonders gut gefallen haben mir die traumhaft schönen Illustrationen von Anja Grote. Sie sind wunderbar liebevoll gezeichnet und so herrlich farbenfroh. Da hätte es sehr gerne mehr von geben können. Das Buch wurde zwar mit sehr vielen Bildern versehen, nur hatte ich dann doch mit ein klein wenig mehr gerechnet. Und auch eine Karte vorne im Buch, die den Littelwald und die anderen Orte zeigt, zu denen Flohling reist, hätte ich sehr schön gefunden. So eine Übersichtskarte habe ich dann doch etwas vermisst.

Ansonsten aber habe ich überhaupt nichts an dem Buch auszusetzen, bei diesem handelt es um einen richtigen Vorlesebuch-Schatz. Dieser enthält auch eine wundervolle Botschaft: In jedem von uns schlummert ein Talent, auch wenn dieses auf den ersten Blick nicht so deutlich ist. Zudem kommt es auch eigentlich gar nicht darauf an. Sei du selbst und bleib dir treu, das zählt im Leben. Habe Träume und Wünsche und sei bereit, für diese zu kämpfen. Flohling geht da mit einem wunderbaren Beispiel voran und zeigt uns, dass auch so kleine Wesen wie ein Waldwichtel mit Mut, Entschlossenheit und Stärke Großes erreichen können.
Neben dieser schönen Botschaft beinhaltet die Geschichte auch noch wichtige Themen wie Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt. Ich bin wirklich begeistert von dem Buch und ich hoffe sehr, dass wir noch weitere Abenteuer des kleinen Littels Flohling zu lesen bekommen werden.

Ach ja, ob Flohling sein Talent schließlich noch finden wird, das verrate hier natürlich nicht. Dafür müsst ihr das Buch schon selber lesen. ;)

Fazit: Zum Träumen schön! Mir hat das Abenteuer des kleinen Waldwichtels Flohling richtig gut gefallen. Das Buch erzählt eine wundervolle Geschichte über Freundschaft, Mut und Entschlossenheit und davon, dass man in seine eigenen Stärken vertrauen soll und niemals aufgeben darf, um seine Ziele und Wünsche zu erreichen. Neben der abenteuerlichen, liebenswerten Geschichte konnten mich auch die vielen schönen Illustrationen hellauf begeistern. Ich hoffe sehr auf ein Wiedersehen mit Flohling aus dem Littelwald. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 27.07.2018

Ein großes Muss für jedes Pferdemädchen!

Die Pferde von Eldenau - Mähnen im Wind
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Obwohl ich selbst nie geritten bin, lese ich Pferdebücher seit meiner Kindheit wahnsinnig gerne. Wie viele Mädchen, so hatte auch damals meine Pferdephase und anscheinend habe ich diese nie ganz abgelegt, ...

Obwohl ich selbst nie geritten bin, lese ich Pferdebücher seit meiner Kindheit wahnsinnig gerne. Wie viele Mädchen, so hatte auch damals meine Pferdephase und anscheinend habe ich diese nie ganz abgelegt, denn schöne Pferdegeschichten zählen auch heute noch mit zu meinen liebsten Genres. „Die Pferde von Eldenau“ war daher ein großes Muss für mich.

Für Frida gibt es nichts Schöneres, als mit ihrem Pony Liv am Strand entlang zu reiten. Der Wind, das Rauschen der Wellen, das Gefühl von Freiheit und diese innige Verbundenheit zu ihrem Pferd – Frida liebt diese Momente. Sie kann daher auch überhaupt nicht verstehen, was Jannis daran findet, mit seinem Pferd jedes Wochenende auf Turniere zu gehen und anstatt auszureiten, nur zu trainieren. Auf Frida macht Jannis anfangs einen ziemlich arroganten Eindruck. Er und seine Mutter sind gerade aus Berlin nach Eldenau gezogen, wo sie auf den Carlshof einen Neuanfang wagen wollen. Jannis wiederum sieht in Frida zuerst in erster Linie das typische Ponymädchen, das zwar gut mit Pferden klarkommt, nur überhaupt keinen Ehrgeiz beim Reiten hat. Als Jannis Springpferd Dari sich immer seltsamer verhält und ein sehr nervöses Verhalten zeigt, fragt Jannis schließlich Frida um Rat, da er spürt, dass sie Ahnung von Pferden hat. Frida ist sofort bereit, Jannis zu helfen, wobei sie dies nur Dari zuliebe tut. So beginnen die beiden, Dari einem Gelassenheitstraining zu unterziehen. Zuerst klappt das auch sehr gut und die beiden Teenager schöpfen Hoffnung. Nur dann scheint Dari plötzlich viel scheuer zu sein als vor dem Training. Jannis ist verunsichert. Liegt es an Fridas Methoden? Ist sie schuld? Oder steckt jemand anderes dahinter?

Was mich an Pferdebüchern immer am meisten reizt, ist diese besondere Atmosphäre, die in diesen geschaffen wird. Pferdegeschichten haben immer so etwas Harmonisches und Entspannendes, so ein richtiges Wohlfühl-Feeling.

In „Die Pferde von Eldenau“ hat mir diese Atmosphäre ganz besonders gut gefallen. Der Autorin Theresa Czerny ist es erstklassig gelungen, eine wundervolle Stimmung zu erzeugen, die den Leser von den ersten Seiten an verzaubert.

Schauplatz des Buches ist ein herrlich idyllisch gelegener Ort direkt an der Ostsee. Ausritte am Meer sind hier also Programm und zu meiner großer Freude gibt es von diesen eine Menge in dem Buch. Das war ja schon immer ein Traum von mir, einmal mit einem Pferd am Strand entlang zu reiten. Das stelle ich mir wunderschön vor. Durch die tollen Beschreibungen, die wir hier zu lesen bekommen, ist diese Sehnsucht in mir nach so einem Erlebnis nur noch größer geworden.

Mir hat „Die Pferde von Eldenau“ richtig schöne Lesestunden beschert. Genau so muss ein Pferdebuch für mich sein: Eine zum Träumen einladende Atmosphäre, ein tolles Setting und dann diese gefühlvolle und innige Bindung zwischen Pferd und Mensch. Dass diese bei unserer Protagonistin Frida sehr ausgeprägt ist, spürt man vom ersten Moment an. Sowohl zu ihrem Pony Liv als auch zu anderen Pferden: Frida hat einfach ein Gespür für diese Tiere und liebt diese sehr. Für sie geht es daher auch gar nicht, wenn sie ein Pferd leiden sieht. Dies tatenlos mitansehen kann sie nicht. Turniere reiten kommt für sie auch nicht infrage, da sie dies als Tierquälerei empfindet.
Jannis jedoch sieht das anders. Er ist ein erfolgreicher Springreiter und ist in diesem Sport auch sehr ehrgeizig. Als er und Frida aufeinander treffen, kommt es daher auch zu einigen Meinungsverschiedenheiten. Gerade Frida kann ein ziemlicher Hitzkopf sein und wenn es um das Wohl der Pferde geht, versteht die Jugendliche gar keinen Spaß.
Mich haben die vielen Wortgefechte der beiden bestens unterhalten. Klar, streiten ist nicht schön, aber so kleine Kabbeleien lesen sich ja dann doch immer recht amüsant. Frida und Jannis geben schon ein niedliches Pärchen ab. Obwohl sie sich öfters in den Haaren liegen, spürt man sehr, dass sich die beiden eigentlich sehr gerne mögen und vielleicht auch etwas mehr als Freundschaft füreinander empfinden.

Die Geschichte wird sowohl aus Fridas als auch aus Jannis Sicht erzählt. Kapitelweise wechseln sich die beiden mit dem Erzählen ab, sodass wir beide Hauptfiguren näher kennenlernen dürfen. Jannis war mir auf Anhieb sympathisch, er ist ein einfach so ein Typ, dem man sofort gernhaben muss. Mit Frida bin ich leider nicht sofort warm geworden; sie war mir dann stellenweise doch zu zickig und kratzbürstig.

Mit den beiden zusammen erleben wir hier ein wundervolles und auch spannendes Abenteuer, bei welchem Pferdefans ganz auf ihre Kosten kommen werden. Jedem Pferdebuchliebhaber kann ich diesen schönen Jugendroman daher ganz besonders ans Herz legen. Man merkt beim Lesen sehr, wie sehr das Herz der Autorin für die Pferde schlägt und wie gut sie sich auch mit ihnen auskennt.
Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass die Handlung ein wenig braucht, um so richtig in Fahrt zu kommen. Aber groß gestört hat es mich nicht, ich habe mich hier beim Lesen richtig wohlgefühlt und sobald die Geschichte auch packender wurde, bin ich richtig ins Mitfiebern geraten.
So habe natürlich auch ich mich gefragt, wieso sich Jannis Stute Dari plötzlich so seltsam verhält. Da habe ich immerzu Vermutungen aufgestellt, wer oder was wohl dahinter stecken könnte. Dies wird auch am Ende geklärt; das Buch ist ziemlich in sich abgeschlossen, bietet aber dennoch genügend Spielraum für eine Fortsetzung. Diese wird es auch geben, auf die freue ich mich jetzt schon sehr! :D

Fazit: Ein wundervoller Jugendroman, der eine richtig schöne Geschichte über Freundschaft, Familie, Abenteuer und Pferde erzählt. Mir hat das Buch herrliche Lesestunden beschert und ich kann es ganz besonders Pferdefans sehr ans Herz legen. Ich habe mich hier beim Lesen richtig wohlgefühlt; diese harmonische Atmosphäre, die ich in Pferdebüchern immer so liebe, ist hier ganz besonders gut gelungen. „Die Pferde von Eldenau – Mähnen im Wind“ ist ein Buch, das zum Träumen und Mitfiebern einlädt und das Herz jedes Pferdemädchens höher schlagen lassen wird. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 25.07.2018

Ein tolles Buch!

Prinzessin undercover – Geheimnisse
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„Prinzessin undercover“ war eines das Bücher, auf welches ich mich aus den Fischer Neuerscheinungen am meisten gefreut habe. Prinzessinnenbücher habe ich schon immer gerne gelesen; dieses schöne Buch hier ...

„Prinzessin undercover“ war eines das Bücher, auf welches ich mich aus den Fischer Neuerscheinungen am meisten gefreut habe. Prinzessinnenbücher habe ich schon immer gerne gelesen; dieses schöne Buch hier war daher ein absolutes Muss für mich!

Eine Prinzessin sein, und wenn auch nur mal für einen einzigen Tag, dies ist wohl ein Traum vieler junger Mädchen. In Lottie Pumpkin schlummert schon lange dieser Wunsch. Niemals hätte sie damit gerechnet, dass sich dieser eines Tages erfüllen wird! Als sie neu auf das Elite Internat Rosewood Hall kommt, soll sie sich da ausgerechnet mit Ellie ein Zimmer teilen. Ellie, müsst ihr wissen, ist eine richtige Prinzessin! Nur muss dies ein Geheimnis bleiben, in Rosewood darf niemand erfahren, wer Ellie in Wirklichkeit ist. Tja, nur irgendwie klappt das nicht so richtig mit der Geheimhaltung. Schon nach wenigen Tagen nach Schulbeginn geht in der Schule das Gerücht um, dass sich eine Prinzessin unter den Schülern befindet. Bevor noch herauskommt, welche Schülerin von königlicher Abstammung ist, tüfteln Ellie und Lottie einen Plan aus: Ellie, die ihr Prinzessinnenleben eh hasst und Lottie, die sich ein solches sehnlichst wünscht, tauschen einfach kurzerhand die Rollen. Nur ob der Plan auch aufgehen wird? Anscheinend hat es jemand auf die Prinzessin von Maradova abgesehen, denn Lottie erhält merkwürdige Nachrichten und unheimliche Drohbriefe. Denkt dieser jemand wirklich, dass Lottie die Prinzessin ist oder hat er die Mädchen durchschaut und Ellie schwebt in großer Gefahr?

Einmal angefangen mit dem Lesen, wollte ich hier am liebsten gar nicht mehr aufhören. Mir hat das Buch richtig gut gefallen und ich fiebere dem Erscheinungsdatum des zweiten Bandes jetzt schon ganz ungeduldig entgegen. Leider wird dieser erst nächstes Jahr erscheinen, schnief.

Das Buch liest sich einfach klasse. Connie Glynn hat einen tollen Schreibstil. Er ist flüssig, locker-leicht und spritzig modern. Durch ihn und durch die angenehm kurzen Kapitel flogen die Seite bei mir wirklich nur so dahin. Also Achtung: Hier besteht definitiv Suchtgefahr! Wobei es natürlich immer Geschmackssache ist. Nicht jeder liest gerne Jugendbücher – geschweige denn welche, in denen es um Prinzessinnen geht. Ich kann euch aber versichern, dass man es hier nicht mit einem albernen, klischeehaften Teenieroman zu tun bekommt. Okay, ein paar Klischees sind schon vertreten, aber diese machen die Story nur noch lebendiger und liebenswerter. Und spannend ist sie auch; Langweile kommt hier beim Lesen garantiert nicht auf.

Das Buch erzählt eine wundervolle Geschichte über Freundschaft, Liebe, Mut, und Vertrauen. Und ja, natürlich handelt die Story auch von Prinzessinnen, zumindest von einer: Ellie, Prinzessin von Maradova.

Ellie aber ist alles andere als eine typische Prinzessin, die in rosa Glitzkleidern herumstolziert und nichts anderes im Kopf hat als Prinzen, Kleider und Ballveranstaltungen. Nee, Ellie ist wohl das genaue Gegenteil: Sie ist ein richtiger Wirbelwind, sie ist chaotisch, frech, nicht auf den Mund aufgefallen und kleiden tut sie sich auch eher unprinzessinnenhaft. Ellie hasst ihr Leben als Prinzessin, was Lottie unbegreiflich ist. Seit ihre verstorbene Mutter ihr Märchen vorgelesen hat, träumt Lottie davon, eine Prinzessin zu sein. Dies ist wohl ein Traum vieler Mädchen. Ich muss gestehen, dass ich als kleines Mädchen auch davon geträumt habe. Und es vielleicht auch heute noch ein bisschen tue. ;)

Allerdings wird hier sehr schnell deutlich, dass ein Prinzessinnenleben nicht nur Vorteile mit sich bringt. Reichtum und Luxus allein macht eben nicht glücklich. Man kann sich als Prinzessin auch schrecklich einsam fühlen. Und ungefährlich ist so ein Leben auch nicht. Auch das müssen Lottie und Ellie zu spüren bekommen.

Mein Lieblingscharakter war Lottie, die eigentliche Protagonistin der Geschichte. In sie konnte mich wunderbar hineinversetzen. Lottie ist ein total liebes und sehr fleißiges Mädchen. Sie ist, anders als die rebellische Ellie, eher ruhig. Ängstlich aber ist sie nicht, im Gegenteil. Als Lottie in die Rolle der Prinzessin schlüpft, zeigt sie, was in ihr steckt und dass eine enorme Stärke und eine große Entschlossenheit in ihr schlummern.

Na, habe ich euch ein bisschen neugierig auf das Buch gemacht? Oder vielleicht sogar sehr? :D
Ich hoffe es, denn ich kann „Prinzessin undercover“ absolut empfehlen! Nicht nur Prinzessinnen-Fans, auch denjenigen, die gerne spannende Jugendromane und Internatsgeschichten lesen. Der größte Teil der Handlung spielt nämlich in Rosewood Hall, einem sehr angesehenen Internat, in dem eigentlich nur die Reichsten zur Schule gehen. Oder die Schlausten, wie Lottie, die es mit ihrem Fleiß geschafft hat, eines der seltenen Stipendien für die Schule zu bekommen. Ich, als eingefleischter Hanni und Nanni Fan, habe mich hier natürlich ganz besonders gefreut, dass hier so ein schönes Internatsfeeling aufkommt.

Fazit: Ganz klar eines meiner Buch-Highlights in diesem Monat! Mir hat der erste Band von „Prinzessin undercover“ richtig gut gefallen! In gut zwei Tagen habe ich das Buch weggesuchtet und wenn es Band 2 schon geben würde, hätte ich sofort nach diesem gegriffen, um weiterzulesen. Wer gerne Prinzessinnenbücher liest, die spannend und witzig sind und eine wundervolle Geschichte über Mut, Freundschaft, Abenteuer und Träume erzählen, dem kann ich diesen schönen Jugendroman sehr ans Herz legen. Mich konnte das Buch von den ersten Seiten an verzaubern und es erhält von mir sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 24.07.2018

Wundervoll!

Mein Weg aus unsichtbarer Tinte
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Die Bücher aus dem Magellan Verlag sind immer etwas ganz Besonderes. Bei einem Blick in die diesjährige Herbstvorschau habe ich ganz große Augen bekommen und packte einen Magellan-Titel nach dem nächsten ...

Die Bücher aus dem Magellan Verlag sind immer etwas ganz Besonderes. Bei einem Blick in die diesjährige Herbstvorschau habe ich ganz große Augen bekommen und packte einen Magellan-Titel nach dem nächsten auf meine Wunschliste. „Mein Weg aus unsichtbarer Tinte“ zählte mit zu meinen Favoriten. In das hübsche Cover hatte ich mich sofort verliebt und auch der Klappentext überzeugte mich auf Anhieb. Hier war ich mir sehr sicher, dass dieses schöne Buch ganz genau das Richtige für mich sein wird.

Unsichtbar sein, ob dies wohl möglich ist? Eigentlich ja nicht, aber Beatrix fühlt sich gerade genau so: Unsichtbar und allein. Seit sie aus dem Urlaub zurückgekehrt ist, ist alles anders. Ihre Eltern erwarten ein Baby und Beas beste Freundin behandelt sie wie Luft. Was ist nur passiert, was hat Bea falsch gemacht, weswegen ihre Freundin plötzlich nichts mehr mit ihr zu tun haben möchte und nur noch mit den anderen Mädchen rumhängt? Um all das, was sich in Bea aufstaut, zu verarbeiten, beginnt sie Haikus zu schreiben. Haikus sind eine japanische Gedichtsform, die eine bestimmte Silbenzahl besitzen, sodass kein Wort zu viel verwendet werden darf. Bea liebt diese Art von Gedichten und schreibt diese auch auf eine ganz besondere Weise auf: Mit unsichtbarer Tinte. Auf kleinen Zetteln notiert sie ihre Haikus und versteckt sie an einen geheimen Ort, den nur sie kennt. Zumindest dachte sie, dass nur sie von diesem Versteck weiß. Denn eines Tages entdeckt Bea, dass ihr jemand geantwortet hat. Leider hat derjenige keinen Namen hinterlassen. Wer steckt nur hinter dem geheimnisvollen Briefeschreiber? Als wenn sie dies nicht schon genug durcheinander bringen würde, trifft sie auf den merkwürdigen Jungen Will. Auch Will ist anders und scheint ein Leben in Unsichtbarkeit zu führen. Und er ist ebenfalls auf der Suche – er möchte herausfinden, wie man in das Leland-Labyrinth gelangt, welches sich ganz in ihrer Nähe befindet und angeblich von gefährlichen Killerhunden bewacht werden soll. Bea und Will versuchen gemeinsam mehr über das Labyrinth herausfinden. Dabei verliert Bea ihr eigentliches Ziel aber nicht aus den Augen: In Erfahrung zu bringen, wer ihr diese rätselhaften Briefe schreibt. Die beiden Kinder stürzen sich zusammen in ein aufregendes Abenteuer und stoßen dabei auf weitere Menschen, die ihnen auf ihrem Weg behilflich sein werden.

Zurzeit lese ich wirklich ein tolles Buch nach dem nächsten, so macht das Lesen Spaß! Auch „Mein Weg aus unsichtbarer Tinte“ konnte mich hellauf begeistern. Hier ist Kat Yeh ein ganz wundervolles Jugendbuch gelungen, welches definitiv nicht nur optisch etwas Besonderes ist; auch das, was einen zwischen den Buchdeckeln erwartet, ist wunderschön.

Unsere Protagonistin ist das Mädchen Beatrix, kurz Bea, die außergewöhnlich ist, und zwar in vielen Dingen. So besitzt sie ein großes Talent fürs Gedichte schreiben und weiß, wie man mit Worten umgeht. Zumindest auf dem Papier. Bea ist eher schweigsam und zieht sich vor anderen sehr zurück. Immer war dies aber nicht der Fall. Vor ihrem Urlaub, als noch alles okay war, hatte Bea eine allerbeste Freundin, mit der sie herumgealbert und Spaß gehabt hat. Bea ist in vielen Dingen einfach anders als ihre Mitschüler und wie das leider oft der Fall ist, werden diejenigen, die anders sind und dadurch auffallen, von ihren Mitmenschen gemieden, geärgert und ausgegrenzt. Ich habe sehr mit Bea mitgelitten und die ganze Zeit über zutiefst gehofft, dass sie und ihre beste Freundin wieder zueinander finden werden.

Neben Bea haben mir auch die vielen Nebencharaktere sehr gut gefallen. So mochte Beas Eltern auf Anhieb richtig gerne. Beide sind sie Künstler, die Mutter malt Bilder, der Vater ist ein erfolgreicher Comiczeichner. Beide sind sie richtig locker drauf und finden es überhaupt nicht schlimm, wennihre Tochter mal keine Lust auf Schule hat. Solche Eltern wünschen sich wohl viele Kinder. ;) Allerdings haben Beas Eltern meistens nur ihre Kunst im Kopf, sodass sie ihre Tochter öfters sehr vernachlässigen.

Weitere Figuren, die wir kennenlernen dürfen und die eine wichtige Rolle spielen werden, sind zum Beispiel noch der Junge Will, der ebenfalls anders ist. Will liebt es, Listen anzulegen. Was er hasst, sind Veränderungen. Wie Bea habe ich Will sofort richtig lieb gewonnen und musste über sein doch recht eigenwilliges Verhalten des öfteren sehr schmunzeln.

Das Buch erzählt eine sehr berührende und gefühlvolle Geschichte, die zum Nachdenken anregt und einen mitleiden lässt. Durch die liebenswerten Charaktere mit ihren vielen Eigenarten gibt es für uns Leser aber auch immer wieder Gründe zum Lächeln. Auch am Rumrätseln ist man immerzu, da man wie Bea unbedingt wissen möchte, wer der geheimnisvolle Briefeschreiber ist. Momente zum Mitfiebern gibt es natürlich auch, denn das Abenteuer, auf welches Bea sich einlässt und bei dem Labyrinthe eine große Rolle spielen werden, stellt sich als nicht ungefährlich heraus.

Mir hat das Buch wundervolle Lesestunden beschert. Ich liebe solche Bücher, die von der Handlung her eher ruhig sind, die einen sehr nachdenklich stimmen und einen mitten ins Herz treffen. Mir tat Bea anfangs unendlich leid getan, da sie auf mich so einen verlassenen und traurigen Eindruck gemacht hat. Dann aber lernt sie neue Menschen kennen, die sie nicht wegen ihres Andersseins verurteilen und ihr aus ihrer Einsamkeit heraushelfen. Beas Geschichte zeigt sehr schön, dass es immer jemanden gibt, mit dem man sich gut versteht und mit dem man zusammen seinen Weg gehen kann.

Fazit: Berührend, herzerwärmend und wunderschön! Mit „Mein Weg aus unsichtbarer Tinte“ ist Kat Yeh ein ganz zauberhaftes Jugendbuch gelungen, welches eine wundervolle Geschichte über Freundschaft und das Anderssein erzählt. Mich konnte das Buch hellauf begeistern und ich kann es jedem, der auf der Suche nach etwas Besonderem und Außergewöhnlichem ist, absolut empfehlen. Nicht nur Kindern und Jugendlichen - auch erwachsene Suchende werden mit diesem schönen Buch fündig werden. Und auch denjenigen, die Haikus und Labyrinthe mögen und sich wie Bea Playlists anlegen, damit man seine eigene Hymne findet, die einem auf seinen Weg begleitet – auch denjenigen kann ich das Buch wärmstens empfehlen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!


Veröffentlicht am 23.07.2018

Herrlich unterhaltsam und witzig

Mein Leben im Hotel Royal - Warum mein Dackel mehr Follower hat als ich
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Als ich gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte, dieses schöne Jugendbuch zu lesen, habe ich nicht lange gezögert und Ja gesagt. Ich finde das Cover richtig witzig; meine Neugier konnte es sofort wecken. ...

Als ich gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte, dieses schöne Jugendbuch zu lesen, habe ich nicht lange gezögert und Ja gesagt. Ich finde das Cover richtig witzig; meine Neugier konnte es sofort wecken. Auch Titel und Klappentext klangen für mich sehr vielversprechend. Hier rechnete ich mit einem humorvollen und süßen Teenieroman, also ganz genau das Richtige für mich.

Wie würdet ihr es finden, in dem angesehensten Hotel Londons zu Hause zu sein? Cool, oder? Für die 14-jährige Flick ist das aber ganz normal, schließlich ist ihre Mutter Inhaberin des Hotel Royals, welches DAS Hotel für Promis ist. Flick interessiert das momentan allerdings eher weniger, sie beschäftigt gerade hauptsächlich die Followerzahl von dem Instagram Account ihres Dackels Fritz. Dieser ist mittlerweile eine richtige Internetberühmtheit. Er sieht aber auch verdammt niedlich aus, ganz besonders in seinen süßen Strickpullovern. Doch dann nimmt Flicks Leben eine rasante Wendung: Die derzeit angesagteste Sängerin gastiert im Hotel Royal: Skylar Chase! Und wie es der Zufall will, freundet sich Flick mit ihr an. Mann, wie toll ist das denn bitte? Weniger schön dagegen ist die Sache mit dem Selfiestick, die schließlich dazu führt, dass Flick von ihrer Mutter Hausarrest aufgebrummt bekommt. Wäre ja noch okay, aber dass sie ihr dann auch noch den Weihnachtsball verbietet, also, das geht ja mal gar nicht! Flick muss ihrer Mutter unbedingt beweisen, was für eine verantwortungsvolle Tochter sie ist. Dies gestaltet sich nur als unerwartet schwierig heraus. Skylars Promileben, die Jungs, sogar gleich drei Stück davon, und dann schafft es Flick auch irgendwie ständig, von einem Fettnäpfchen ins nächste zu treten. Hilfe, was für ein Chaos!

Ja, zugegeben, das Cover sieht schon ein bisschen kitschig aus. Aber ich stehe auf Kitsch. ;)
Die witzige Aufmachung macht einfach auf den ersten Blick deutlich, dass man es hier mit einer äußerst unterhaltsamen und humorvollen Geschichte zu tun bekommt. Das Cover verspricht auch definitiv nicht zu viel! Zumindest mich konnte das Buch bestens unterhalten. Für zwischendurch ist es die perfekte Lektüre.

Ich habe hier auch nur einen einzigen Kritikpunkt: Die Wahl des Titels. Und auch die Dackelbildchen auf dem Einband führen einen ein wenig in die Irre. Dackel Fritz kommt natürlich in dem Buch vor, allerdings nimmt er nur eine sehr kleine Nebenrolle ein. Als Star der Handlung kann man ihn leider nicht bezeichnen. Aufgrund des Covers und des Buchtitels hatte ich schon mit etwas mehr gerechnet. Da ist der englische Titel deutlich passender.

Ansonsten aber finde ich diesen schönen Reihenauftakt richtig klasse. Ich habe das Buch im Nu durchgelesen und freue mich jetzt schon sehr auf die Fortsetzung. Hoffentlich müssen wir auf diese nicht allzu lange warten.

Unsere Protagonistin ist die 14-jährige Felicity, genannt Flick. Sie hat auf mich einen etwas zickigen und verwöhnten Eindruck gemacht, dennoch war mir Flick sofort sympathisch. Besonders ihren Humor mochte ich richtig gerne. Dank ihrer Tollpatschigkeit und ihrem vorlauten Mundwerk gibt sie uns Lesern eine Menge Grund zum Schmunzeln und Grinsen. Solche Charaktere liebe ich einfach. Etwas übertrieben dargestellt, das schon, aber genau richtig für so eine schöne, amüsante Teeniestory.
Flick macht zudem eine tolle Entwicklung in dem Buch durch, die mir sehr gut gefallen hat. Sie lernt, Verantwortung zu übernehmen und merkt, was echte Freundschaft wirklich bedeutet.

Die Nebencharaktere konnten mich ebenfalls begeistern, ganz besonders Grace, Flicks etwas verrückte Freundin. Sie ist schon ziemlich schräg drauf, aber zugleich ist sie unheimlich lustig und liebenswert.
Die Autorin hat die Charaktere herrlich lebendig gestaltet. Auch der Schreibstil ist erfrischend, spritzig und modern. Er liest sich locker-leicht und richtig angenehm. Sehr gut gefallen haben mir die vielen Chatgespräche zwischendurch. Diese lesen sich sehr unterhaltsam und tragen dazu bei, dass man das Buch nur noch flotter durchliest als eh schon.

Ich habe diesen schonen Teenieroman in weniger als zwei Tagen durchgelesen und hatte dabei jede Menge Spaß. Empfehlen kann ich das Buch in erster Linie Mädchen ab etwa 11 oder 12 Jahren. Erwachsene Leser mögen manches als etwas albern empfinden. Wirklich in Tiefe geht die Handlung nicht, aber das hätte hier auch irgendwie nicht gepasst. Das Augenmerk der Geschichte liegt auf dem Witz und dem Humor, auf den Themen Freundschaft und den gängigen Pubertätsproblemen sowie auf den herrlich schrägen Charakteren.

Fazit: Ein richtig schöner Reihenauftakt, der große Lust auf mehr macht. Für mich war es mein erstes Buch von Katy Birchall und es wird auf jeden Fall nicht mein letztes gewesen sein. Mich konnte dieser schöne Teenieroman bestens unterhalten. Besonders gut gefallen haben mir die liebenswerten, schrägen Charaktere. Auch das Setting - das Hotel Royal - konnte mich begeistern. Bücher, die in Hotels spielen, mochte ich schon immer gerne. Amüsant, witzig und perfekt für zwischendurch - von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!