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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.07.2018

Ein toller Hörspaß für Jung und Alt!

Tom Sawyers & Huckleberry Finns Abenteuer
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Seit meiner Kindheit bin ich ein großer Tom Sawyer und Huckleberry Finn Fan. Ich kenne nun schon einige Hörfassungen dieses herrlichen Klassikers, sowohl Hörbuch als auch Hörspiel. Bei diesem schönen Schätzchen ...

Seit meiner Kindheit bin ich ein großer Tom Sawyer und Huckleberry Finn Fan. Ich kenne nun schon einige Hörfassungen dieses herrlichen Klassikers, sowohl Hörbuch als auch Hörspiel. Bei diesem schönen Schätzchen hier handelt es sich um eine Neuauflage für Kinder, die etwas gekürzt und sehr kindgerecht nacherzählt wurde. Für mich war diese Version als eingefleischter Tom und Huck Fan ein absolutes Muss!

Ich glaube, zum Inhalt muss ich gar nicht groß was sagen, oder? Wer kennt sie nicht, die beiden Südstaatenhelden vom Mississippi? Tom Sawyer und Huckleberry Finn erleben die aufregendsten Abenteuer und hecken stets die witzigsten Streiche aus. Besonders Tom hat nur Flausen im Kopf, was seine Tante Polly immer einiges an Nerven kostet. Langeweile kommt mit den beiden Abenteurern garantiert nie auf. Wenn man das Leben eines wilden Piraten führt, auf Schatzsuche geht und einen Mord auf einem dunklen Friedhof beobachtet, kann man wahrlich von keinem langweiligen Leben sprechen, oder? Auch mit Huck und dem Sklaven Jim dürfen wir eine spannende Zeit erleben. Mit einem Floß den wilden Mississippi Fluss Richtung Süden runterschippern, das verspricht eine unvergessliche Reise zu werden.

Hier ist eine wirklich wundervolle Neuauflage gelungen. Mein Eindruck ist ja, dass immer weniger Kinder zu diesem schönen Klassiker greifen. Viele kennen Tom und Huck noch nicht einmal, was ich unendlich schade finde. Die Abenteuer der beiden sind einfach zeitlos und gehören meiner Meinung nach in jedes Kinderbuchregal. Ich finde es daher gut, dass es immer wieder Neuauflagen gibt, welche Kinder optisch vielleicht eher ansprechen werden und vom Text her einfacher zu verstehen sind.

Ich habe mich hier ohne zu zögern für das Hörbuch entschieden, da ich die Sprecherin Katharina Thalbach sehr gerne mag Sie hat eine sehr markante Stimme, die sie bemerkenswert gut verstellen kann. Für dieses schöne Hörbuch ist sie in meinen Augen ein richtiger Glücksgriff. Ich hatte hier jede Menge Spaß beim Zuhören und habe es zutiefst genossen, mal wieder mit Tom Sawyer und Huckleberry Finn auf Abenteuer zu gehen. Man mag vielleicht meinen, dass ich diese mittlerweile über habe, so oft, wie ich mir sie nun durchgelesen, angehört oder im Fernsehen angesehen habe. Aber dies ist tatsächlich nicht der Fall! Die Geschichten von Tom Sawyer und Huckleberry Finn werden mir wohl nie langweilig werden, da freue ich mich jedes Mal aufs Neue, mich zusammen mit den beiden in die spannendsten Abenteuer zu stürzen.

Begleitet wird dieser schöne Hörspaß mit Musik, die zwischendurch immer wieder eingespielt wird, wodurch eine tolle Atmosphäre geschaffen wird.
Das Hörbuch ist in zwei CDs aufgeteilt. CD 1 erzählt Tom Sawyers Geschichte, auf CD 2 begeben wir uns mit Huckleberry Finn auf eine aufregende Flussfahrt in Richtung Süden und Freiheit.

Ich kann diese schöne Neufassung von Mark Twains zeitlosen Klassiker absolut empfehlen! Nicht nur Kindern ab 8 Jahren, auch Erwachsene sollten sich dieses wundervolle Hörerlebnis nicht entgehen lassen.

Fazit: Witzig, spannend und immer wieder schön! Mir hat diese tolle, kindgerechte Neuauflage von Tom Sawyer und Huckleberry Finn richtig gut gefallen. Katharina Thalbach liest mit ihrer einzigartigen Stimme mal wieder grandios und beschert hier Groß und Klein ein wundervolles Hörerlebnis. Ich kann das Hörbuch wärmstens empfehlen und vergebe volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 20.07.2018

Eine richtig schöne Fortsetzung!

Bulli & Lina (Band 2) - Ein Pony lernt reiten
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Von dem ersten Band von Bulli und Lina war ich hellauf begeistert, daher habe ich mich auf die Fortsetzung auch schon sehr gefreut. Auch beim zweiten Band gefällt mir das Cover wieder richtig gut; hier ...

Von dem ersten Band von Bulli und Lina war ich hellauf begeistert, daher habe ich mich auf die Fortsetzung auch schon sehr gefreut. Auch beim zweiten Band gefällt mir das Cover wieder richtig gut; hier wird einfach auf den ersten Blick deutlich, dass man es bei Bulli und Lina mit einer ganz besonders schönen und sehr süßen Pferdebuchreihe für Kinder zu tun bekommt. Ich war nun schon sehr gespannt, was mich wohl im zweiten Band Aufregendes erwarten wird.

Bulli und Lina sind mittlerweile richtig dicke Freunde geworden. Die beiden verbringen jede Menge Zeit miteinander und auch Lucas, mit dem sich Lina sehr gut versteht, ist bei ihren Unternehmungen gerne mit dabei. Inzwischen kann Lina auch schon ein bisschen reiten, aber ob ihre Reitkünste auch schon für ein Turnier reichen? Der Hof von Lucas Eltern veranstaltet demnächst ein Heimturnier und Lina lässt sich von ihrem Freund schließlich dazu überreden, teilzunehmen. Vorher heißt es allerdings üben. Mit der Hilfe von Lucas versteht sich, der ein prima Lehrer ist. Und Bulli natürlich auch, als ehemaliges erfolgreiches Turnierpony ist er ein wahrer Profi. Bulli und Lina geben wirklich ein super Team ab und machen große Fortschritte. Nur irgendjemand scheint ihnen diesen Erfolg nicht zu gönnen. Also, das geht ja mal gar nicht! Bulli setzt alles daran, um den Bösewicht zu stellen. Nebenbei muss er sich auch noch um seinen Stallkollegen Wally kümmern. Dieser wird zurzeit von großem Liebeskummer geplagt. Da hat Bulli wirklich alle Hände, äh, Hufe voll zu tun.

Pferdemädchen ab 8 Jahren werden bei dieser schönen Reihe ganz auf ihre Kosten kommen! Besonders der zweite Band wird das Herz von pferdebegeisterten jungen Leserinnen höher schlagen lassen. Wie der Titel schon deutlich macht, geht es in der Fortsetzung sehr über das Reiten lernen. In Band 1 war die 11-jährige Lina ja anfangs noch richtig stolz darauf, nicht zu diesen typischen Mädchen zu gehören, die nichts anderes als Pferde im Kopf haben. Durch Bulli aber ist nun auch sie zu einer Reiterin geworden und verbringt eine Menge Zeit auf seinem gemütlichen Ponyrücken.
Sehr zur Freude von Bulli, der sofort wusste, als er Lina das erste Mal gesehen hat, dass sie füreinander bestimmt sind. Und er lag damit goldrichtig.

Band 2 schließt ziemlich direkt an seinen Vorgänger an, ich rate hier daher, lieber zuerst den Vorgänger zu lesen, ehe man mit der Fortsetzung loslegt.

Da ich den Reihenauftakt kenne, hatte ich hier einen super Einstieg in das Buch. Schauplatz ist wieder der Hof von Linas Onkel, um den sie und ihre Mutter sich kümmern, solange Onkel Hape im Urlaub ist. Im ersten Band war es Lina ja gar nicht recht, ihre Ferien auf dem Land verbringen zu müssen. Total öde! Tja, wer hätte gedacht, dass es ihr nun so gut auf dem Hof gefällt. Und sie am liebsten gar nicht mehr weg möchte! Grund dafür ist natürlich Bulli, der ein ganz besonderes Pony ist. Und ein unglaublich liebes noch dazu. Aber auch den Jungen Lucas vom Nachbarhof, hat Lina mittlerweile richtig gerne.

Die Geschichte wird erneut im Wechsel von Lina und Bulli erzählt. Linas Part hat Antje Szillat übernommen und Frauke Scheunemann hat aus der Sicht von Pony Bulli geschrieben. Die beiden zusammen haben wirklich tolle Teamarbeit geleistet; mit dem zweiten Band ihrer gemeinsamen Reihe ist ihnen eine richtig schöne Fortsetzung gelungen. Auch in dieser wird eine spannende und witzige Geschichte über Pferde, Freundschaft, Mut und Zusammenhalt erzählt. Und auch eine nette kleine Krimigeschichte wurde gekonnt mit eingebaut.

Besonders gut gefallen hat mir hier, wie prima sich Lina und Bulli mittlerweile verstehen. Zwischen den beiden hat sich wirklich eine bewundernswert schöne Freundschaft entwickelt, die sich wohl jedes Pferdemädchen mit seinem Pony wünscht.

Auch der zweite Band erhält eine absolute Leseempfehlung von mir. Zielgruppe sind in erster Linie Mädchen ab 8 Jahren, allerdings kann ich auch Jungen die Bulli und Lina Bücher sehr empfehlen. Mit Pony Bulli, aus dessen Sicht wir sehr viele Kapitel erfahren, haben wir schließlich auch einen männlichen Protagonisten in der Reihe vertreten. Gerade Bulli wird bei Kindern sehr gut ankommen. Er ist einfach ein verdammt liebenswertes Pony und gibt uns Lesern stets eine Menge Grund zum Schmunzeln.

Der Schreibstil von beiden Autorinnen ist sehr flüssig, locker-leicht und humorvoll. Etwas geübtere Leser sollten hier keine Probleme mit dem Selberlesen haben. Für Leseanfänger ist die Reihe meiner Meinung nach aber eindeutig noch zu schwierig. Gerade im zweiten Band fallen einige Begriffe aus der Pferdewelt, die wohl nicht jedem so geläufig sind. Hier hätte ich ein kleines Glossar hinten im Buch eigentlich gar nicht so schlecht gefunden.

Das Buch bietet sich übrigens auch wunderbar zum Vorlesen an. Gerade Bullis Part kann man als Vorleser bestimmt sehr witzig vortragen. Meine kleinen Highlights in seinen Kapiteln sind immer sein Freund Wally, ebenfalls ein Pony. Wally ist echt super, ihn mag ich richtig gerne.

Den Lesespaß erhöhen tun dann natürlich noch die vielen schönen Illustrationen von Susanne Göhlich. Ihre Zeichnungen durfte ich nun schon in vielen Kinderbüchern betrachten und jedes Mal war ich hellauf begeistert. Ihr Zeichenstil ist einfach unverkennbar und in meinen Augen ist sie für diese wundervolle Reihe ein wahrer Glücksgriff. Antje Szillat, Frauke Scheunemann und Susanne Göhlich ist zu dritt ein toller Fortsetzungsband gelungen, der große Lust auf mehr macht. Und wisst ihr, was das Tolle ist? Nein, Band 3 gibt es leider noch nicht, aber es wird ihn geben! Wir dürfen in diesen sogar schon ein bisschen reinschnuppern, denn hinten im Buch gibt es eine kleine Leseprobe zu Band 3. Dieser wird nur leider erst im Frühjahr nächsten Jahres erscheinen.

Fazit: Spannend, witzig und zum Wiehern schön! Antje Szillat und Frauke Scheunemann ist mit ihrem zweiten Band von Bulli & Lina eine richtig tolle Fortsetzung gelungen, die große Lust auf mehr macht. Ob zum Vor- oder zum Selberlesen, auch Band 2 bietet Groß und Klein ein wundervolles Leseerlebnis. Ich hatte hier sehr viel Spaß beim Lesen und freue mich schon sehr auf das dritte Abenteuer von Bulli & Lina. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 19.07.2018

Wunderschön

Mein wildes blaues Wunder
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Bei diesem schönen Buch konnte vor allem der Klappentext meine Neugier wecken. Der Schauplatz Maine, direkt am Meer, hat mir schon immer gut gefallen. An diesem Ort kommt immer ein ganz besonderes Sommerfeeling ...

Bei diesem schönen Buch konnte vor allem der Klappentext meine Neugier wecken. Der Schauplatz Maine, direkt am Meer, hat mir schon immer gut gefallen. An diesem Ort kommt immer ein ganz besonderes Sommerfeeling auf. Bei dem Cover, muss ich gestehen, war es keine Liebe auf den ersten Blick. Ehrlich gesagt hat es mir anfangs gar nicht so wirklich gefallen. Als das Buch dann aber bei mir eintraf und ich es in Händen hielt, gefiel mir der liebevoll gestaltete Einband auf einmal richtig gut. Ich hoffte sehr, dass mich auch das, was mich zwischen den Buchdeckeln erwarten würde, begeistern wird.

Quinn liebt ihr Heimatstädtchen Winship in Maine, direkt an der Küste. Sie liebt das Rauschen der Wellen und all die Geheimnisse, die dieser magische Ort verbirgt. Quinns Familie betreibt ein Sommercamp, welches in der warmen Jahreszeit stets sehr gut besucht ist. Alle Familienmitglieder packen jedes Jahr mit an und helfen bei der Betreuung der Gäste. Quinn freut sich immer wieder sehr auf die Sommer, wenn es wieder heißt, für die Camper Entdeckungstouren und Wasserschlachten zu veranstalten, Lagerfeuer zu machen und ausgiebig im Meer baden zu gehen. Doch dann ereignet sich eines Sommers ein schrecklicher Vorfall, der alles verändern soll. Vorbei ist es mit dem guten Zusammenhalt in der Familie. Quinns großer Bruder Reed schenkt ihr kaum noch Beachtung und ihre kleine Schwester Fern scheint sie regelrecht zu hassen. Quinn zieht sich immer mehr zurück. Erst als Alexander in das Haus nebenan einzieht, beginnt sie wieder mehr Freude am Leben zu haben. Alex charmante und stille Art ist gerade genau das, was Quinn braucht, um die Erlebnisse vom letzten Sommer zu verarbeiten. Ob es ihr wohl letztendlich gelingen wird, wieder komplett von ihrer einsamen Insel zurückzukehren?

Zurzeit lese ich wirklich ein wundervolles Buch nach dem anderen. Auch dieses schöne Schätzchen hier konnte mich von den ersten Seiten an begeistern.
„Mein wildes blaues Wunder“ ist ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Es ist eher ruhig, viel Action darf man hier nicht erwarten. Traurig ist es auch und ernst, was man ja bereits dem Klappentext entnehmen kann. Der Autorin ist es aber durch ihren wunderbar humorvollen Schreibstil perfekt gelungen, die Handlung nicht zu bedrückend zu gestalten. Für mich gab es sogar recht viel zu schmunzeln - was den Humor betrifft scheinen die Autorin und ich genau auf einer Wellenlänge zu liegen.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Quinn. Ich habe sie sofort ganz fest in mein Herz geschlossen und konnte mich jederzeit wunderbar in sie hineinversetzen. Mit ihr ist der Autorin wirklich eine unglaublich sympathische und wundervolle Protagonistin gelungen. Besonders gut an Quinn gefallen hat mir, dass sie sich trotz der Tragödie letzten Sommers einen Teil ihres Humors bewahrt hat. Es wird jedoch auch deutlich, wie sehr Quinn unter dem Vorfall zu leiden hat. Was genau damals geschehen ist, erfahren wir nur so nach und nach.

Das Buch ist in zwei Handlungsstränge unterteilt. Einmal wird die Geschichte im Hier und Jetzt erzählt. Beginnen tut dieser Teil im Oktober, also gut drei Monate nach dem schlimmen Ereignis. In diesem Zeitraum beginnt auch das Buch. In Rückblenden erfahren wir dann so nach und nach, was damals im Juli geschehen ist. Diese Kapitel sind immer deutlich kürzer als die in der Gegenwart. Sehr geschickt von der Autorin gemacht, uns immer nur so häppchenweise mit Informationen zu versorgen. Als Leser möchte man unbedingt wissen, was genau sich damals zugetragen hat, sodass so ein Riss in der Familie entstanden ist, ganz besonders unter den Geschwistern. Auch möchte man natürlich erfahren, warum Quinn so große Schuldgefühle plagen. War es wirklich ihre Schuld, was zu der Tragödie im Sommer geführt hat? Oder redet sie sich da nur etwas ein und wird durch das Verhalten ihrer Geschwister nur noch in dieser Annahme bestärkt?
Ich konnte mir meinen Teil eigentlich schon recht früh denken und vermute, dass es vielen so gehen wird. Ein richtiges Aha-Erlebnis wird man am Ende nicht erleben, dennoch ist man beim Lesen immerzu am Mitfiebern und am Hoffen, dass sich die Vermutungen nicht bestätigen. Zumindest war es bei mir so.

Neben Quinn haben mir auch die Nebencharaktere wahnsinnig gut gefallen. Diese wurden wunderschön von der Autorin ausgearbeitet wurden. So fand ich Quinns beste Freundin Hana richtig klasse. Sie kann man als Quinns Anker bezeichnen, denke ich, dank ihrer quirligen, liebenswerten Freundin hält sich Quinn weiter aufrecht und fällt nicht komplett in ein tiefes Loch.
Neben Quinn mochte ich auch Alexander richtig gerne. Da hat man einfach vom ersten Moment an gespürt, dass er und Quinn sich super verstehen und sie etwas besonderes verbindet.
Auch Quinns Eltern und ihre Oma Nana haben mir richtig gut gefallen. Eher unsympathisch war mir die kratzbürstige Fern, allerdings wusste man da ja, dass im Sommer irgendetwas passiert sein muss, das dazu geführt, dass die große Geschwisterliebe so einen Knacks bekommen hat.

Hätte ich die Zeit gehabt, hätte ich das Buch vermutlich innerhalb eines Tages durchgesuchtet. Als wirklich spannend würde ich es noch nicht mal bezeichnen, bitte erwartet hier keinen packenden Thriller. Ich würde „Mein wildes blaues Wunder“ als einen tiefgründigen, wunderschönen und zum Nachdenken anregenden Jugendroman bezeichnen, der durch die Rückblenden, die im Sommer spielen, auch ein gewissen Anteil Sommerfeeling erhält, sodass sich das Buch meiner Meinung nach für die warme Jahreszeit am besten eignet.
Allerdings habe ich aufgrund des Covers schon mit einer größeren sommerlichen Atmosphäre gerechnet. Die Kapitel in der Gegenwart, die hauptsächlich im Winter spielen, nehmen schon einen größeren Anteil des Buches ein, daher würde ich das Buch nicht so wirklich als einen Sommerroman bezeichnen. Dass mich das Cover hier ein bisschen in die Irre geführt hat, hat mich aber überhaupt nicht gestört. Ich habe „Mein wildes blaues Wunder“ von den ersten Seiten an geliebt und war am Ende auch ein wenig traurig, dass ich es so schnell durchgelesen habe.

Das Buch erzählt eine einfühlsame Geschichte über Familie, Freundschaft, Trauer und Verlust. Auch die Themen erste große Liebe, Vergebung und Schuld stehen sehr im Vordergrund der Handlung. Trotz der vielen doch recht ernsten Themen war „Mein wildes blaues Wunder“ ein richtiges Wohlfühl-Buch für mich. Ich habe das Lesen hier zutiefst genossen und ich bin wirklich froh, dass dieser wundervolle Jugendroman bei mir einziehen durfte.

Fazit: Für mich war dieses Buch ein richtiges Highlight. Ich habe es von den ersten Seiten an geliebt. Es ist bewegend und traurig, zugleich ist es aber auch humorvoll und verströmt so eine richtige Wohlfühlatmosphäre. Ich kann das Buch absolut empfehlen, mir hat es herrliche Lesestunden beschert. Hier vergebe ich sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 17.07.2018

Ein wundervolles und ganz besonderes Buch!

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren
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Beim Durchstöbern der Vorschau des Hanser Verlags ist mir dieses wundervolle Buch sofort ins Auge gesprungen. Zuerst natürlich aufgrund des Covers, welches ich richtig gerne mag. Diese wunderschönen, meeresfarbenen ...

Beim Durchstöbern der Vorschau des Hanser Verlags ist mir dieses wundervolle Buch sofort ins Auge gesprungen. Zuerst natürlich aufgrund des Covers, welches ich richtig gerne mag. Diese wunderschönen, meeresfarbenen Blautöne, die große Qualle, die da am Himmel schwebt und dann noch das Mädchen, das zu dieser empor blickt – das Cover konnte mich auf den ersten Blick verzaubern und nachdem ich mir dann noch den Klappentext durchgelesen hatte, wusste ich sofort: Dieses Buch MUSS ich lesen!

Wie oft schlägt eigentlich das Herz eines Menschen? Wie alt ist man wohl, wenn es schon 412 Millionen Mal geschlagen hat? Wie schlafen eigentlich Schnecken? Und wie oft werden wohl Menschen jährlich von Quallen gestochen? Über solche Dinge und noch viele mehr macht sich Suzy ihre Gedanken. Das manches einfach so passiert, kann die 12-jährige nicht akzeptieren. So kann sie auch nicht glauben, dass ihre Freundin Franny im Sommer ertrunken sein soll. Nein, nicht Franny, die eine exzellente Schwimmerin war. Aber wie ist ihre Freundin dann gestorben?

Ich hatte hier mal wieder genau den richtigen Riecher gehabt! Mir hat das Buch herrliche Lesestunden beschert. Ali Benjamin ist mit „Die Wahrheit über die Dinge, die einfach passieren“ ein wirklich wundervoller Jugendroman gelungen, den ich auch Erwachsenen sehr ans Herz legen kann.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der 12-jährigen Suzy. Obwohl ich einige Jährchen älter bin als sie, ist es mir überhaupt nicht schwer gefallen, mich in sie hineinzuversetzen. Mit ihr hat die Autorin eine ganz besondere Protagonistin erschaffen. Suzy denkt über viele Dinge nach, die für ihr Alter eher ungewöhnlich sind, wodurch sie auf Gleichaltrige auch oft einen etwas sonderbaren Eindruck macht. Auf mich hat Suzy sehr reif und erwachsen gewirkt, allerdings hat sie manchmal auch noch sehr kindliche Züge, was sie nur noch sympathischer und liebenswerter macht. Durch den sehr gefühlvollen und berührenden Schreibstil der Autorin gelingt es einem als Leser wirklich spielend leicht, Suzy ganz fest ins Herz zu schließen und mit ihr mitzufühlen.

Suzy leidet sehr unter dem plötzlichen Tod ihrer Freundin und versucht diesen dadurch zu verarbeiten, indem sie sich in ihre Quallenforschung hineinsteigert, mit der sie Frannys Tod zu erklären versucht. Ja, in dem Buch geht es um Quallen, die Qualle auf dem Cover ist also nicht nur zur Zierde da. ;) Ich muss gestehen, dass ich mich mit Quallen nie groß beschäftigt habe und sie auch extrem eklig finde. Sie sind sogar oft mit ein Grund, warum ich mich manchmal davor scheue, im Meer baden zu gehen. Meine Abneigung konnte dieses Buch zwar nicht lindern, aber ich fand es richtig interessant, was man hier alles über diese außergewöhnlichen Tiere erfährt. Die vielen Fakten über Quallen wurden sehr gelungen in die Geschichte eingebaut, sodass es an keiner Stelle langweilig oder lehrbuchartig wirkt.

Langweile kam bei mir beim Lesen definitiv nicht auf. Ich würde das Buch nicht so wirklich als spannend bezeichnen, dennoch konnte mich die Handlung von den ersten Seiten an ihren Bann ziehen und hat mich das Buch innerhalb kurzer Zeit beenden lassen. Da die Kapitel oft recht kurz sind und das Buch zudem in mehrere Teile unterteilt ist, liest sich das Buch super angenehm und richtig flott. Ich bin ja kein großer Fan von langen Kapiteln, daher hat es mich sehr gefreut, als ich bemerkt habe, wie schön die Geschichte aufgebaut ist. Und nicht nur, was die Kapitellänge betrifft - auch der Aufbau der Handlung konnte mich hellauf begeistern.
Die Geschichte wird sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit erzählt. Im Hier und Jetzt erfahren wir, wie Suzy versucht mit dem Tod ihrer Freundin klarzukommen, und wie sie sich diesen zu erklären versucht.
In den Rückblenden wird erzählt, wie Su und Franny sich kennengelernt und angefreundet haben. Dabei wird leider deutlich, dass ihre Freundschaft zum Ende gar nicht mehr so wirklich vorhanden war. Suzy und Franny haben sich auseinander entwickelt, was in diesem Alter vollkommen normal, aber oft auch nur schwer zu akzeptieren ist. Ich selbst habe da leider so meine Erfahrungen machen müssen, daher habe ich mich wirklich sehr gut in Suzy hineinversetzen können.

Die beiden Erzählstränge sind sehr gut durch verschiedene Schriften zu unterscheiden und ich könnte gar nicht sagen, welcher Part mir besser gefallen hat. Ich fand beide wunderschön und herzerwärmend.

Ich bin wirklich so froh, dass ich nach diesem Buch gegriffen habe. Mich hat die Geschichte zutiefst berührt und bei Suzy kann ich mich nur immer wieder wiederholen: Sie ist ein so wundervoller Charaktere! Intelligent, wissbegierig, mutig, tapfer und einfach so lebendig, trotz ihres Schweigens. Denn durch Frannys Tod hat Suzy sich entschlossen, nur noch dann zu sprechen, wenn es wirklich angebracht ist, was erstaunlicherweise gar nicht so oft der Fall ist. Worte sind eben nicht immer nötig, ich finde Suzys Gedanken da eigentlich gar nicht so falsch. Manchmal lohnt es sich zu schweigen und nur dann etwas zu sagen, wenn es wirklich sinnvoll ist.

Ich hoffe, ich konnte es hier etwas deutlich machen, wie emotional und schön ich dieses Buch finde. Es steckt sehr viel zwischen den Zeilen, sodass jüngere Leser vermutlich gar nicht alles herauslesen und verstehen können. Ich kann „Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren“ daher auch Erwachsenen sehr ans Herz legen. In meinen Augen handelt es sich hier nicht nur um einen Roman für Kinder und Jugendliche, trotz der jungen Protagonistin.

Fazit: Einfühlsam, bewegend und wunderschön! Mit „Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren“ ist Ali Benjamin ist ein ganz besonderes Jugendbuch gelungen, welches eine berührende Geschichte über Trauer, Verlust, Freundschaft und dem Finden zu sich selbst erzählt. Viel Action enthält die Handlung nicht, dafür aber eine geballte Ladung an Gefühlen und Emotionen. Dieser Roman lädt zum Träumen ein, er stimmt einen nachdenklich und erwärmt einen das Herz. Mir hat das Buch wundervolle Lesestunden beschert und ich vergebe gerne volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 16.07.2018

Zuckersüß und herrlich humorvoll!

Tell me three things
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„Tell me three things“ ist bereits unter dem Titel „Absender Glück“ vor zwei Jahren auf Deutsch erschienen. Schon damals habe ich mit dem Buch geliebäugelt, da sich der Klappentext so nett anhört. Ich ...

„Tell me three things“ ist bereits unter dem Titel „Absender Glück“ vor zwei Jahren auf Deutsch erschienen. Schon damals habe ich mit dem Buch geliebäugelt, da sich der Klappentext so nett anhört. Ich bin nur der totale Cover-Käufer und leider hat mich die Aufmachung der alten Ausgabe nicht so wirklich angesprochen. Das Buch wanderte daher vorerst auf meine Merkliste. Nach zwei Jahren ist das Buch nun als broschierte Ausgabe erschienen, mit einem viiieel schöneren Cover! Es ist ja immer Geschmackssache, ich jedenfalls finde das Cover der Neuauflage richtig hübsch. Ich meine, Waffeln, hallo, wer kann diesen schon widerstehen? Ich definitiv nicht, daher durfte das Buch nun auch endlich bei mir einziehen.

Jessie Holmes bisheriges Leben soll auf einen Schlag vorbei sein, als ihr Vater plötzlich verheiratet nach Hause kommt und seiner Tochter eröffnet, dass sie fortan in Los Angeles/Kalifornien leben werden. Es heißt also Abschied nehmen von Chicago und Jessies dortigen Freunden. Dass die 16-jährige davon alles andere als begeistert ist, ist verständlich. Das Haus ihrer neuen Stiefmutter ist zwar eine wahre Traumvilla, nur wirklich wohl fühlen tut sich Jessie in ihrem neuen Zuhause nicht. Auch die Highschool, die sie von nun an besuchen soll, sagt ihr alles andere als zu. Hier scheint jeder Schüler perfekt zu sein. Jessie passt einfach nicht zu dieser teure Privatschule und fällt auf wie ein bunter Hund, ein wahrer Albtraum. Als wäre ihr Leben nicht eh schon kompliziert genug. Doch da erhält sie unerwartet Hilfe: Eine seltsame E-Mail von einem anonymen Absender landet in ihrem Postfach. Ein gewisser Somebody Nobody, kurz SN, hat ihr geschrieben und bietet ihr an, sie mit Tipps und Ratschlägen zu versorgen, sodass sie den Schulwahnsinn an der Wood Valley Highschool überstehen kann. Jessie hat zwar keinen blassen Schimmer, wer ihr da geschrieben hat, aber sie zögert dennoch nicht lange und nimmt SNs Hilfe an. Anfangs sind es nur normale Nachrichten, die zwischen den beiden hin und her gehen. Mit der Zeit merkt Jessie aber, dass sie sich immer mehr in den unbekannten Absender verliebt. Nur wer steckt dahinter? Wem schreibt sie da eigentlich, der ihr ein solches Herzklopfen beschert?

Erst vor Kurzem habe ich von Julie Buxbaum „Mein Herz in allen Einzelteilen“ gelesen, ein großartiges Buch, welches ich jedem wärmstens empfehlen kann. Ich war daher nun richtig gespannt, wie mir wohl mein zweites Werk der Autorin gefallen wird.

Bei „Mein Herz in allen Einzelteilen“ hatte ich leider eine Weile gebraucht, bis ich komplett in der Handlung drin war. Dies war hier ganz anders. Ich hatte einen super Einstieg in das Buch und habe dieses auch in einem Rekordtempo durchgelesen.

Der Schreibstil von Julie Buxbaum ist wunderbar flüssig, locker-leicht, erfrischend und herrlich humorvoll. Besonderes letzteres traf ganz genau mein Geschmack, ich liebe den Humor in diesem Buch! Aber nicht nur den, ich liebe eigentlich alles an „Tell me three things“!. :D

So war mir die Protagonistin Jessie auf Anhieb sympathisch. Obwohl ich kein Teenager mehr bin, konnte ich mich problemlos in die 16-jähirge hineinversetzen. Sie ist witzig und einfach richtig cool drauf und das trotz der letzten zwei schlimmen Jahre und der derzeitigen Lebenssituation. Jessies Mutter ist vor gut zwei Jahren gestorben, was für Jessie ein schwerer Schicksalsschlag war, da sie sehr an ihrer Mutter gehangen hat. Das Buch erzählt also nicht nur eine locker-leichte Teeniegeschichte, wie man dem Klappentext entnehmen könnte. „Tell me three things“ ist auch sehr tiefgründig und spricht ernste Themen wie Trauer, Wut, Verlust und Mobbing an. Das Buch stimmt einen nachdenklich, was mich sehr positiv überrascht hat. Jugendbücher, die einen bestens unterhalten, aber dennoch eine gewisse Tiefgründigkeit besitzen, lese ich immer besonders gerne.

Neben Jessie haben mir auch die Nebencharaktere sehr gut gefallen. Da wäre zum Beispiel Scar, Jessies beste Freundin in Chicago, die auch trotz der großen Entfernung stets für ihre Freundin da ist und sie per Nachrichten mit Ratschlägen versorgt.
Dann mochte ich auch Theo, Jessies Stiefbruder, sehr gerne. Allerdings habe ich ihn erst im Verlaufe des Buches lieb gewonnen, am Anfang hat er auf mich einen ziemlich arroganten Eindruck gemacht.

Es gibt noch so einige Charaktere, die ich hier nennen könnte und dir mir, bis auf wenige Ausnahmen, richtig gut gefallen haben. Richtig unsympathisch waren mir beispielsweise die verwöhnten Zicken in Jessies Jahrgang, die ihr das Leben an der neuen Schule echt schwer machen. Aber zum Glück gibt es auch weniger gemeine Mitschüler wie Ethan, Liam und Caleb. Und alle kommen sie theoretisch als SN infrage...tja, wer es wohl ist?

Ich habe der Handlung ganz gebannt verfolgt und war wie Jessie am Rumrätseln, wer wohl dieser geheimnisvolle SN sein könnte. Das Gemeine ist: Er weiß, wer Jessie ist. Jessie jedoch hat keine Ahnung, sie kann nur Vermutungen anstellen. Lange Zeit tappt Jessie im Dunklen und auch ich war mir bis zum Schluss nicht komplett sicher, wer sich wohl hinter SN verbirgt. Ich hatte zwar recht früh so eine Ahnung, die sich dann auch bestätigt hat, aber sicher gewusst habe ich es nicht. Hach, diese Herumrätselei hat mir wirklich richtig viel Spaß gemacht und ich habe der Auflösung ganz eifrig entgegen gefiebert. Dass meine Vermutung dann schließlich zutraf, hat mich überhaupt nicht gestört. Und auch, dass die Story in mancher Hinsicht schon etwas vorhersehbar ist, hat mir in keinster Weise meinen Lesespaß geraubt. Besonders die Chat-Nachrichten zwischen Jessie und SN lesen sich so herrlich amüsant; diese Passagen in dem Buch haben mir ganz besonders gut gefallen und mir stets ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert.

Fazit: Ich habe das Buch von den ersten Seiten an geliebt! Der Humor ist ganz genau mein Geschmack und die zuckersüße Geschichte konnte mich sofort in ihren Bann ziehen. Wie Jessie war ich immerzu am herumrätseln, wer wohl der anonyme Absender sein könnte. Mich hat das Buch bestens unterhalten und dass sich die Handlung als deutlich tiefgründiger als erwartet herausgestellt hat, hat mich das Buch nur noch mehr lieben lassen. Ich bin wirklich froh, dass diese wundervolle Neuauflage erschienen ist. Wer weiß, vielleicht hätte ich sonst nie zu dem Buch gegriffen. Was wäre mir da Schönes entgangen. Ich kann „Tell me three things“ absolut empfehlen und vergebe gerne volle 5 von 5 Sternen!