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Veröffentlicht am 16.05.2018

Ein witzig-frecher Lesespaß für Jung und Alt!

Die Ziegenbock-Bande. Rätsel um das Pommesparadies
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Von der Autorin Meike Haberstock kannte ich bereits ihre Anton-Reihe und ihre Holly Hosenknopf Bücher, welche mir richtig gut gefallen haben. Als ich nun entdeckt hatte, dass es im Mai ein neues Buch von ...

Von der Autorin Meike Haberstock kannte ich bereits ihre Anton-Reihe und ihre Holly Hosenknopf Bücher, welche mir richtig gut gefallen haben. Als ich nun entdeckt hatte, dass es im Mai ein neues Buch von ihr im Rowohlt Verlag geben wird, war meine Neugier sofort geweckt. Sowohl das Cover als auch der Klappentext überzeugten mich auf Anhieb, daher wollte ich die Ziegenbock-Bande unbedingt kennenlernen!


Sommerferien, eigentlich wohl für die meisten Kinder die allerschönste Zeit im Jahr, oder? Nur wenn man diese zu Hause verbringen muss und dann auch noch mit seinem nervigen Zwilling, dann vergeht wohl den meisten die gute Urlaubsstimmung. Zumindest bei den Geschwistern Samuel und Joanne, oder kurz: Sammy und Jo, ist dies so. Ferien zu Hause, nur sie zwei, da ist wirklich nur noch das Kindercamp schlimmer, oder, wie von Jo so schön unbenannt, der Kinderknast. Dieses Camp ist ihnen nur zu gut aus dem letzten Jahr in Erinnerung geblieben. Brrr, nee, dann schon lieber schnarchlangweilige Ferien zu Hause. Doch dann kommt alles ganz anders als erwartet, denn Sammy und Jo begegnen Ottilie und Theodor Dreyfuss, einem etwas verrückten Pärchen im besten Alter. Wie alt sie sind? Keine Ahnung, auf jeden Fall sind die beiden nicht mehr die Jüngsten, sie sind vermutlich sogar die ältesten Detektive der Welt. Ja, genau, Detektive. Die beiden haben in ihrem Leben schon lauter knifflige Fälle gelöst, zusammen mit ihrem Assistenten Napoleon, einem verfressenen und extrem intelligenten Ziegenbock. Die drei sind gerade einem neuen spannenden Fall auf der Spur, bei dem sie aber leider nicht so wirklich voran kommen. Da kommen ihnen die Zwillinge gerade recht. Ehe es sich Sammy und Jo versehen, gehören sie zum Ermittlerteam, der Ziegenbock-Bande. Ob es ihnen wohl gelingen wird, das verschwundene Rezeptbuch von Madame Alette wiederzufinden? Und was ist eigentlich mit dem Pommesparadies los? Wieso schmecken die Gerichte dort auf einmal so anders und nicht wirklich lecker? Eins ist jedenfalls sicher: Diese Sommerferien werden alles andere als langweilig werden!


Sieht das Cover nicht witzig aus? Mir hat es auf jeden Fall nicht zu viel versprochen, denn mich konnte das erste Abenteuer der Ziegenbock-Bande richtig begeistern.

Ich habe das Buch allerdings eher als witzig und unterhaltsam empfunden und nicht so wirklich als spannend. Es gab zwar schon Szenen, in denen ich ins Mitfiebern gekommen bin, nur ist leider die Auflösung des Falls recht früh abzusehen, zumindest für mich als Erwachsene war es ziemlich offensichtlich. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass auch so manche Kinder recht schnell darauf kommen werden, wer der Täter ist. Etwas schade fand ich dieses vorhersehbare Ende schon, aber da es sich hier um Kinderbuch handelt, konnte ich diesen Punkt eher verschmerzen als bei einem Buch für Erwachsene.


Ansonsten aber hat mir dieser schöne Kinderroman sehr gut gefallen. Besonders die Charaktere fand ich super. Wir bekommen es hier mit so einigen ziemlich schrägen Figuren zu tun, wie Ottilie und Theodor Dreyfuss, über die ich mich köstlich amüsiert habe. Besonders ihre Versuche, ein Smartphone zu bedienen, ein Gerät, mit welchem sie bisher nie in Berührung gekommen sind, hat mich bestens unterhalten.

Auch der gewitzte Ziegenbock Napoleon sorgt für so einige Lacher. Die drei geben schon ein ulkiges Detektiv-Team ab.


Unsere beiden Protagonisten sind die 10-jährigen Zwillinge Sammy und Jo. Diese liegen sich, wie das bei Geschwistern eben oft der Fall ist, ständig in den Haaren und spielen sich gerne gegenseitig Streiche. Ob es da wirklich so eine gute Idee ist, die beiden sechs Wochen tagsüber alleine zu Hause zu lassen? Der geplante Spanien-Urlaub fällt leider ins Wasser, da ihre Eltern in ihrem Laden zu viel zu tun haben. Die einzige Alternative wäre das Kindercamp, aber darauf können Sammy und Jo wirklich nur zu gut verzichten. Dann schon lieber Herumgammeln zu Hause und den Eltern stündlich eine SMS schreiben, damit diese wissen, dass alles okay ist. Zum Glück willigen die Eltern ein und schicken ihre Kinder nicht in den Kinderknast, äh, ich meinte natürlich ins Kindercamp. ;)


Tja, langweilig werden diese Sommerferien dann aber nicht. Wie bereits erwähnt, war für mich der Fall weniger spannend, dafür aber höchst amüsant. Dazu haben zum einen die liebenswerten Charaktere mit ihren Eigenarten beigetragen, zum anderen auch der herrlich humorvolle Schreibstil, der mich von den ersten Seiten an begeistern konnte.

Ebenfalls richtig klasse sind die witzigen schwarz-weiß Illustrationen, von denen es zu meiner Freude sehr viele in dem Buch gibt. Die Zeichnungen geben das Geschehen im Text wunderbar wieder und sorgen für richtig gute Laune. Zumindest mich haben sie sehr zum Schmunzeln gebracht.


Für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren, die gerne aufregende und witzige Detektivgeschichten lesen, ist das Buch sehr zu empfehlen. Allerdings sollten diese schon etwas geübter im Lesen sein, für Leseanfänger ist das Buch definitiv zu schwer zum Selberlesen. Die Geschichte eignet sich jedoch auch wunderbar zum Vorlesen und wird auch Erwachsenen sehr viel Freude bereiten. Besonders für den Sommer kann ich das Buch sehr empfehlen.


Ich hoffe ja nun sehr, dass es noch weitere Fälle mit der Ziegenbock-Bande geben wird. Mir hat das Buch sehr schöne Lesestunden beschert und ich würde mich über ein Wiedersehen mit dieser schrägen Ermittler-Truppe sehr freuen.


Fazit: Ein witzig-frecher Lesespaß für Jung und Alt! Ich kann diesen schönen Kinderroman sehr empfehlen, ganz besonders für den Sommer eignet sich diese humorvolle Geschichte perfekt. Besonders gut gefallen haben mir die liebenswerten Charaktere, von denen mich einige mit ihren verrückten Eigenarten bestens unterhalten haben. In meinen Augen bietet das erste Abenteuer der Ziegenbock-Bande auch Erwachsenen ein tolles Lesevergnügen, daher kann ich das Buch nicht nur Kindern ab 8 Jahren sehr ans Herz legen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 15.05.2018

Humorvoll, süß und wunderbar sommerlich!

Ein Sommer mit Alejandro
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Der Klappentext konnte meine Neugier sofort auf das Buch wecken. Er verspricht eine locker-leichte und schön sommerliche Liebesgeschichte für zwischendurch. Das Cover wiederum sagte mir eher weniger zu. ...

Der Klappentext konnte meine Neugier sofort auf das Buch wecken. Er verspricht eine locker-leichte und schön sommerliche Liebesgeschichte für zwischendurch. Das Cover wiederum sagte mir eher weniger zu. Ich bin ja der totale Cover-Käufer und lege mir selten Bücher zu, die mich optisch nicht ansprechen. Da mich der Klappentext aber richtig neugierig auf das Buch gemacht hat, wanderte „Ein Sommer mit Alejandro“ auf meine Want-to-read-Liste für den Mai.

Ihr Leben nach der Schulzeit hatte sich die siebzehnjährige Dakota so schön vorgestellt. Sie wollte nach Rhode Island zu ihrem Freund Cody ziehen und dort zusammen mit ihm und ihrer besten Freundin River an die RISD zu gehen. Die Zusage für dieses College hat sie zwar noch nicht, aber Dakota ist guter Dinge, dass sie sie erhält. Das von ihr heiß ersehnte Schreiben trifft dann auch tatsächlich ein, nur kann sich Dakota nicht lange darüber freuen. Grund dafür ist eine Mail, die sie noch am selben Tag von ihrer Freundin River erhält. In dieser teilt River ihr mit, dass sie mit Cody zusammen ist. Ihrem Cody! Dakota ist todunglücklich und zutiefst verletzt. Das gemeinsame Studentenleben zu dritt ist für sie nun Geschichte. Um sich abzulenken, fährt sie an den Strand und findet dort eine leere Flasche, die das Meer ans Ufer gespült hat. Um eine Flaschenpost handelt es leider nicht, wie Dakota zuerst gehofft hat. Spontan beschließt sie, dies zu ändern. Sie schreibt sich ihren Kummer von der Seele, steckt den Brief in die Flasche und schickt diese auf Reisen. Wo die Flasche wohl landen wird? Und wer wird sie finden? Wird der Finder ihr zurückschreiben? Ihre Adresse hat sie jedenfalls auf dem Zettel hinterlassen.

Dakota richtet sich auf eine längere Wartezeit ein, doch zur ihrer großen Überraschung erhält sie schon kurz darauf eine Antwort auf ihre Flaschenpost. Ein Alejandro aus Barcelona hat ihr geantwortet. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Art Brieffreundschaft. Was Dakota aber nicht weiß, ist, dass in Wahrheit Jack hinter Alejandro steckt, der ganz in ihrer Nähe wohnt. Diesen hat sie noch vor dem Schreiben ihrer Flaschenpost in ihrem Stamm-Café getroffen. Jack war sofort ganz fasziniert von dem blonden, zierlichen Mädchen. Er würde Dakota sehr gerne sagen, dass eigentlich er hinter Alejandro steckt, nur weiß er nicht, wie er aus diesem Lügenmärchen wieder herausfinden soll.

Hier hat mir der Klappentext definitiv nicht zu viel versprochen, mir hat „Ein Sommer mit Alejandro“ richtig gut gefallen und ich werde die Autorin auf jeden Fall weiter im Auge behalten.

Für die warme Jahreszeit eignet sich dieser schöne Teenieroman wirklich perfekt. Die sommerliche Atmosphäre kommt hier großartig rüber. Besonders die Beschreibungen des Meeres haben in mir eine richtig gute Sommerlaune und Urlaubsstimmung ausgelöst.
Schauplatz ist ein kleines Küstenstädtchen in Kalifornien. Schon gleich zu Beginn des Buches ist mir aufgefallen, wie genau die Autorin das Setting beschreibt. Ich konnte mir von allem ein ganz genaues Bild machen und wäre beim Lesen ja am liebsten in das Buch hineingekrochen, da ich mir die Orte am liebsten mit eigenen Augen mal angesehen hätte. Besonders die Beschreibungen von Dakotas Zuhause, welches ich als etwas ungewöhnlich, aber verdammt cool empfunden habe, haben mir sehr gut gefallen.

Dakota lebt mit ihrem Vater in einer Künstlerkolonie, in welcher alle ihre eigenen sogenannten Jurten besitzen, eine Mischung aus normalen Zelt und Tipi. Die Kolonie befindet sich in der Nähe des Meeres, wunderschön gelegen nahe der Weinberge.

Auch die Charaktere haben mir allesamt richtig gut gefallen. Ganz besonders Jack, den ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Ihn könnte ich mir ja so gut als meinen eigenen Freund vorstellen; ich bin mir ziemlich sicher, dass wir uns prima verstehen würden.
Auch Dakota mochte ich auf Anhieb. Sie ist ein sehr fröhlicher und aufgeweckter Mensch. Leider können aber auch die fröhlichsten Menschen mal traurig sein, so auch Dakota. Dass ihre beste Freundin sie mit ihrem Freund betrügt, trifft sie verständlicherweise sehr. Wir lernen River und Cody im Verlaufe des Buches auch noch kennen und obwohl es beiden anzumerken ist, dass ihnen das Ganze leid tut, waren mir beide nicht so wirklich sympathisch.

Auch nicht wirklich gemocht habe ich Miles, ein totaler Macho, der ein Auge auf Dakota geworfen hat und sie anbaggert, sobald sich ihm eine Gelegenheit dazu bietet.

Wir erfahren die Geschichte sowohl aus Dakotas als auch aus Jacks Sicht. Ich fand diese Perspektivwechsel hier sehr gelungen, da sie Abwechslung und etwas Spannung in die Handlung bringen. Wobei man das Buch nicht wirklich als spannend bezeichnen kann. Die Story ist eher ruhiger und stellenweise ziemlich vorhersehbar. Wer gerne actionreiche Bücher liest, in denen man ohne Ende mitfiebern kann, der sollte lieber die Finger von diesem Buch lassen. Und diejenigen, die es gerne so richtig romantisch mögen, werden hier wohl auch etwas enttäuscht werden. Das Buch ist zwar sehr gefühlvoll und wirklich süß, nur hätte ich aufgrund des Covers mit etwas mehr Romantik gerechnet. Dass diese etwas geringer ausfiel als erwartet, hat mich aber überhaupt nicht gestört. Auch dass so manche Klischees vertreten waren, fand ich vollkommen okay.
Mir hat das Lesen hier großen Spaß bereitet, das Buch liest sich richtig schön und wurde in einem herrlich locker-leichten und sehr flüssigen Schreibstil geschrieben. Ich habe das Buch in gut zwei Tagen beendet und bin richtig begeistert.

Auch dass die Handlung etwas in die Tiefe geht und ernstere Themen anspricht, hat mir sehr gut gefallen. Dakota und Jack haben es beide gerade nicht allzu leicht und wissen nicht wirklich, wie es in ihrem Leben weitergehen soll, ob sie studieren oder doch lieber ein anderes Ziel verfolgen wollen. In meinen Augen wurden ihre Probleme absolut authentisch und realistisch beschrieben.

Nur das Ende, das war denn selbst mir etwas zu kitschig. Es hat zwar schon zur Story gepasst und hat diese schön enden lassen, nur war ich hier schon kurz davor mit den Augen rollen.
Bis auf diesen Punkt aber hat mir das Buch total gut gefallen und ich freue mich schon sehr auf weitere Werke der Autorin.

Fazit: Wer gerne humorvolle und sommerliche Teenie-Lovestories liest, die etwas ruhiger und stellenweise auch etwas ernster sind, die einen aber mit total liebenswerten Charakteren und einer sehr netten Story bestens unterhalten, dem kann ich das Buch sehr empfehlen. Für mich hat der Klappentext das gehalten, was er mir versprochen hat, sodass mir das Buch richtig schöne Lesestunden beschert hat. Die perfekte Lektüre für den Sommer! Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 13.05.2018

Ein kurzweiliger und herrlich humorvoller Lesespaß für Groß und Klein!

Das wilde Uff, Band 4: Das wilde Uff braucht einen Freund
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Auf den vierten Band von „Das wilde Uff“ habe ich mich sehr gefreut. Die ersten drei Abenteuer mit diesem frechen, blauen Urzeitwesen konnten mich bestens unterhalten, daher war der vierte Teil dieser ...

Auf den vierten Band von „Das wilde Uff“ habe ich mich sehr gefreut. Die ersten drei Abenteuer mit diesem frechen, blauen Urzeitwesen konnten mich bestens unterhalten, daher war der vierte Teil dieser schönen Kinderbuchreihe auch ein absolutes Muss für mich.

Ist das langweilig! Lio ist nur noch mit seinen Hausaufgaben beschäftigt und hat gar keine Zeit mehr für das wilde Uff. Ist Lio etwa gar nicht mehr sein Freund? Vielleicht sollte sich Uff einen neuen Spielkameraden suchen. Uff zögert dann auch nicht lange und setzt sein Vorhaben in die Tat um. Er quasselt ohne Ende, in der Hoffnung, so einen neuen Freund zu finden. Und Tatsache: Uff empfängt Signale, die nur von einem anderen Uff stammen können. Das blaue Urzeitwesen wird ganz hibbelig vor Aufregung und macht sich sofort auf die Suche nach seinem Artgenossen. Dass diese Suche nicht ohne Komplikationen verlaufen wird, ist abzusehen. Und auch ungefährlich wird das Ganze nicht, denn der fiese Forscher McDenver ist nach wie vor hinter dem blauen Urzeitwesen her…

Dem Autor Michael Petrowitz ist mit dem vierten Band vom wilden Uff erneut eine richtig schöne Fortsetzung gelungen. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und mich dabei köstlich amüsiert.

Kennt ihr eigentlich schon das wilde Uff? Für alle, die noch nicht das Vergnügen hatten, es kennenzulernen: Das wilde Uff ist ein blaues Urzeitwesen, das sich vor gut 66 Millionen Jahren zu einem kleinen Nickererchen hingelegt hat und erst vor kurzem wieder erwacht ist. Nun lebt es bei Familie Peppel und bringt deren Leben ziemlich durcheinander. Doch so chaotisch es bei den Peppels durch das Uff auch zugehen mag, verzichten wollen sie auf ihr geliebtes Urzeitwesen nicht mehr. Dieses muss man einfach in sein Herz schließen, auch in meines hat es sich schon längst geschlichen.

In meinen Augen sollte es kein Problem sein, wenn man mit diesem Band startet. Besser wäre es natürlich schon, wenn man das Wissen aus den drei vorherigen Bänden hat - da diese aber recht eigenständig sind, sollte man hier keine Verständnisprobleme haben.

Bei mir ist es nun auch wieder ein gutes halbes Jahr her, dass ich den dritten Band gelesen habe. Ich hatte aber dennoch überhaupt keine Startschwierigkeiten und habe wieder wunderbar in das Leben von Familie Peppel und dem wilden Uff hineingefunden.

Für mich, als geübte Leserin, liest sich so ein Uff-Band wahnsinnig schnell. Die Schrift ist schön groß, die Kapitel sehr kurz und der Schreibstil locker-leicht und flüssig. Für Kinder ab 8 Jahren, die schon etwas geübter im Lesen sind und gerne lustige und spannende Geschichten lesen, ist die „Uff“-Reihe wunderbar geeignet. Da die Bücher aber wirklich richtig nett sind und herrlich unterhaltsam, kann ich sie auch Erwachsenen sehr ans Herz legen.

Mich konnte aus dieser Reihe bisher jeder Band hellauf begeistern, so hat mir auch der vierte sehr schöne, wenn für mich auch recht kurze, Lesestunden beschert. Wir treffen hier auf alte Bekannte wie Vater und Mutter Peppel, Tochter Amelie, Sohn Lio, dessen Freundin Lotta, Professor Snaida, Tante Ulrike, das wilde Uff natürlich – aber auch jemand Neues dürfen wir in diesem Band kennenlernen. Wie oben bereits erwähnt, begibt sich das Uff auf die Suche nach einem neuen Freund. Er wird fündig, so viel verrate ich schon mal, aber ob es sich bei seinem Fund wirklich um ein weiteres Uff handelt, dazu sage ich hier nichts, da müsst ihr das Buch schon selber lesen. ;)

Was ich euch aber verraten kann, ist, dass hier beim Lesen an keiner Stelle Langeweile aufkommt, es jede Menge zum Schmunzeln und Lachen gibt und lauter spannende Szenen zum Mitfiebern einladen.

Auch zum Betrachten gibt es wieder so einiges, denn natürlich ist auch dieser Band sehr witzig von Benedikt Beck illustriert worden. Seine lustigen Illustrationen passen einfach perfekt zu dieser schönen Kinderbuchreihe, besonders die Zeichnungen von dem wilden Uff bringen mich jedes Mal aufs Neue zum Grinsen.

Anders als bei den Bänden davor, befindet sich hier im Anschluss an die Geschichte keine Leseprobe zum nächsten Band. Hoffentlich handelt es sich hier nicht um Uffs letztes Abenteuer, das wäre schade. Sollte es aber, was ich sehr hoffe, eine weitere Fortsetzung geben, so werde ich diese auf jeden Fall lesen. Ich bin seit Band 1 ein großer Uff Fan und würde mich über viele weitere Abenteuer mit diesem knuddeligen, blauen Urzeitwesen sehr freuen.

Fazit: Ein kurzweiliger und wunderbar humorvoller Lesespaß für Groß und Klein! Auf das vierte Abenteuer mit dem wilden Uff habe ich mich zurecht gefreut. Ich hatte hier jede Menge Spaß beim Lesen und kann daher auch diesen Uff-Band absolut empfehlen. Von mir erhält „Das wilde Uff braucht einen Freund“ volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 11.05.2018

Total schön!

Love Song
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Auf dieses schöne Jugendbuch bin auf Lovelybooks gestoßen. Das hübsche, romantische Cover mit seinen tollen Farben konnte mich sofort ansprechen und auch der Klappentext überzeugte mich auf Anhieb. Die ...

Auf dieses schöne Jugendbuch bin auf Lovelybooks gestoßen. Das hübsche, romantische Cover mit seinen tollen Farben konnte mich sofort ansprechen und auch der Klappentext überzeugte mich auf Anhieb. Die Autorin Tine Körner war mir bisher kein Begriff, „Love Song – Wo auch immer du bist“ sollte also mein erstes Buch von ihr sein.

Die 16-jährige Lea lebt zusammen mit ihrem Vater Max in der schönen Hansestadt Hamburg. Ihre Mutter hat sie nie kennengelernt, ihr Vater redet nur sehr wenig von ihr. Sie soll wohl mittlerweile in Australien leben und Leas großes Ziel ist es, genug Geld zusammen zu bekommen, um ihre Mutter in Down Under zu besuchen. Ihr Leben nimmt aber eine rasante Wendung, als ihr ein anonymer Brief in die Hände fällt. Obwohl er nicht an sie adressiert ist, kann Lea nicht widerstehen, ihn zu lesen. Die Zeilen berühren sie sehr und als sie nur kurz darauf dieselben Worte in einem Song von Sänger Nico im Radio hört, ist ihr sofort klar: Sie muss diesen Nico unbedingt treffen. Was nur nicht allzu leicht sein dürfte, denn um besagten Nico handelt es sich um einen mittlerweile sehr angesagten Superstar aus Amerika. Gebürtig stammt er aber aus Deutschland, sogar aus Leas Heimatstadt. Wie es der Zufall will, möchte Nico gerade jetzt auch in Deutschland durchstarten und gibt in Hamburg ein Konzert. Zusammen mit ihrer besten Freundin lauert Lea Nico auf. Eigentlich hatte sie nur vorgehabt, ihm den Brief zu geben, von der sie der festen Überzeugung ist, dass er von Nico stammt. Dieser stellt sich als erstaunlich arrogant und unsympathisch heraus. Wie kann so jemand so einen bewegenden Brief schreiben? Lea ist plötzlich am Zweifeln. Dann aber lernt sie Nico näher kennen und fühlt sich immer mehr zu ihm hingezogen...

Mir hat das Buch wundervolle Lesestunden beschert. Ich hatte ja anfangs noch mit einer typischen, klischeehaften Teenie-Lovestory gerechnet, musste dann aber recht schnell feststellen, das dem hier nicht so ist. Klar, manche Klischees sind hier vertreten, allerdings wird die komplette Geschichte so authentisch und nachvollziehbar erzählt, dass ich an keiner Stelle mit den Augen rollen musste, weil ich etwas als zu oberflächlich oder überzogen empfunden habe. Ich habe mich jederzeit wunderbar in die Protagonisten hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen können. Besonders Lea war mir sehr sympathisch.

Wir erfahren das Ganze sowohl aus Leas als auch aus Nicos Sicht, wobei Lea den deutlich größeren Erzählpart hat. Mir persönlich haben die Kapitel aus ihrer Perspektive mehr zugesagt, da ich mich in sie besser hineinversetzen konnte als in Nico.

Nico konnte ich zuerst nicht so wirklich leiden. Er macht es Lea und uns Lesern anfangs aber auch wirklich nicht leicht ihn zu mögen. Arrogant und sehr von sich und seinem Können überzeugt, da fällt es einem schon etwas schwer, ihn ins Herz zu schließen. Wie aber bei Lea, so änderte sich das auch bei mir recht schnell. Wobei es bei mir wohl flotter ging als bei Lea, da diese sich zuerst noch einzureden versucht, dass sie nichts für Nico empfindet und auf gar keinen Fall zu so einem Groupie-Girl geworden ist, dass durchweg damit beschäftigt ist, seinen geliebten Star anzuhimmeln.

Lea und Nico dürfen dann aber mehr Zeit miteinander verbringen. Hier werde ich nicht mehr näher ins Detail gehen, ein bisschen Spannung muss ja noch sein. Aber noch so viel: Lea und Nico zusammen sind zuckersüß, ich war ständig am Schmunzeln, wenn die beiden sich mal wieder gegenseitig aufgezogen haben.

Mein Lieblingscharakter in dem Buch war aber wohl Meral, Leas beste Freundin. Ihre direkte und aufgeweckte Art mochte ich auf Anhieb. So jemanden wie Meral wünscht sich wohl jeder zur Freundin, ich zumindest hätte gerne eine Meral an meiner Seite.

Neben den Charakteren hat mir auch sehr gut gefallen, dass man beim Lesen einen Blick hinter die Kulissen des Showbuisness werfen darf. Diese Beschreibungen habe ich als absolut realistisch empfunden. So schön, wie das Star-Leben auf den ersten Blick scheinen mag, ist es leider nicht. Schon verständlich, dass Superstars wie Nico eine Schutzmauer um sich herum aufbauen. Anders, schätze ich mal, lässt sich der Medienrummel auf Dauer auch gar nicht ertragen.

Mir hat das gesamte Buch richtig gut gefallen. In meinen Augen wurde hier eine tolle Idee sehr gut umgesetzt. Auch der Schreibstil ist klasse, er ist jugendlich und sehr flüssig, sodass man das Buch, wenn man gerade die Zeit hat, nahezu in einem Rutsch durchlesen kann. Langeweile kommt dabei auch nie auf. Es gibt lauter überraschende Wendungen, sodass man richtig ins Mitfiebern gerät. Auch zum Schmunzeln und Seufzen gibt es so einiges, sodass man hier ein richtig schönes Leseerlebnis geboten bekommt.

Das Ende ist leider ein wenig offen, was ich bei Einzelbänden ja nicht so gerne habe. Allerdings gäbe es so noch genügend Stoff für einen weiteren Band. Auf diesen hoffe ich ja sehr. „Love Song – Wo auch immer du bist“ macht einfach richtig gute Laune und sollte es tatsächlich eine Fortsetzung geben, wäre ich mit Sicherheit eine der Ersten, die in den Buchladen stürmen würde, um das Buch zu kaufen. ;)

Fazit: Total schön und richtig süß! „Love Song – Wo auch immer du bist“ konnte mir herrliche Lesestunden bescheren und mich stellenweise auch sehr berühren. Für mich war hier alles stimmig, ich habe nichts als überzogen oder klischeehaft empfunden. Besonders klasse fand ich, dass das Buch in Hamburg spielt, eine Stadt, die ich gut kenne und liebe. Auch die Umsetzung der Idee, die Ausarbeitung der Charaktere und der Schreibstil konnten mich hellauf begeistern. Ein wirklich tolles Jugendbuch, welches ich auch Erwachsenen sehr empfehlen kann. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 09.05.2018

Ein tierisch-schöner Lesespaß für die ganze Familie!

Nur mal schnell das Faultier wecken
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Letztes Jahr habe ich das Kinderbuch „Nur mal schnell das Mammut retten“ von Knut Krüger gelesen und da mir dieses richtig gut gefallen hat, habe ich mich sehr darüber gefreut, als ich in der dtv Vorschau ...

Letztes Jahr habe ich das Kinderbuch „Nur mal schnell das Mammut retten“ von Knut Krüger gelesen und da mir dieses richtig gut gefallen hat, habe ich mich sehr darüber gefreut, als ich in der dtv Vorschau entdeckte, dass es eine Fortsetzung geben wird. Wie schon beim Vorgänger, so finde ich auch hier den Titel richtig genial und das Cover total niedlich. Meine Neugier konnte das Buch sofort wecken und ich war schon sehr gespannt darauf zu erfahren, was für Abenteuer Henry, Finn, Zoe und natürlich Mammut Norbert mit dem Faultier Fred erleben werden.

Was würdet ihr tun, wenn sich plötzlich ein Faultier durch das Fenster zu euch in die Küche schwingen würde? Schreien? Vor Schreck in Ohnmacht fallen? Oder einfach erst einmal nur Staunen? Letzteres tun Finn, Zoe und Henry. Gerade waren sie beim Scrabble spielen noch am Diskutieren, welche Wörter man gelten lassen kann, da grinst ihnen plötzlich von der Deckenlampe ein Faultier entgegen und lässt die Kinder das Spiel im Nu vergessen. Das Faultier erhält recht schnell den Namen Fred und schleicht sich sofort in die Herzen der Kinder. Besonders Finn ist ganz begeistert von dem Faultier und möchte es unbedingt behalten. Fred scheint ihn auch sehr zu mögen und sich bei Finn zu Hause richtig wohl zu fühlen. Als er dann sogar beginnt, Wörter nachzuplappern, ist nicht nur Finn klar: Fred gehört zur Familie, sogar seine Eltern sind dieser Meinung. Doch dann taucht plötzlich ein angeblicher Faultierforscher namens Stockmann auf, der behauptet, dass Fred ihm gehöre. Er hegt keine guten Absichten, da sind sich die Kinder sicher und sie setzen alles daran, ihr geliebtes Faultier vor diesem fiesen Stockmann zu beschützen...

Nun ist also nach Henry Finn an der Reihe mit dem Erzählen. Man muss den Vorgänger übrigens nicht kennen, um hier alles verstehen zu können, da es sich um eine eigenständige Geschichte handelt. Allerdings gibt es sehr viele Rückblicke zum ersten Band, in welchen sehr viel verraten wird. Zum Verständnis mag es für dieses Buch hilfreich sein, wenn man „Nur mal schnell das Mammut retten“ nicht gelesen hat, nur hätte ich es persönlich besser gefunden, wenn die Erklärungen zum Geschehen im ersten Band nicht so detailreich wären. Ich rate daher eigentlich schon, lieber den Vorgänger zuerst zu lesen, da man sich hier ansonsten ziemlich spoilert.

In meinen Augen ist Knut Krüger hier eine richtig schöne Fortsetzung gelungen. Es gibt jede Menge zum Lachen und Schmunzeln und durch den Faultierforscher Stockmann wird die Geschichte zum Ende hin auch richtig spannend und lädt zum Mitfiebern ein. Auch zum Betrachten gibt es einiges, denn die Kapitelanfänge wurden mit tollen Illustrationen versehen, welche mich richtig begeistern konnten. Besonders die Zeichnungen von Faultier Fred finde ich unglaublich niedlich.

Erzählt wird die Geschichte, wie bereits erwähnt, aus der Sicht von Finn in der Ich-Perspektive. Mir war Finn auf Anhieb sympathisch. Ich kannte ihn ja bereits aus dem Vorgänger und schon da habe ich ihn sofort in mein Herz geschlossen.
Auch seine beiden Freunde Henry und Zoe sind zwei ganz liebe Kinder mit denen sich die Zielgruppe wunderbar identifizieren kann. Da hier beide Geschlechter vertreten sind, eignet sich das Buch sowohl für Jungen als auch für Mädchen. Zum Selberlesen würde ich es ab etwa 8 Jahren empfehlen. Der Schreibstil ist altersgerecht und sehr flüssig, die Schrift recht groß und die Kapitel schön kurz. Ich, als geübte Leserin, habe das Buch quasi in einem Rutsch durchlesen können und hatte dabei jede Menge Spaß. Ich kann es daher als Familienbuch sehr weiterempfehlen. Hier wird ganz bestimmt auch so mancher Erwachsene richtig viel Freude beim Lesen haben. Zum Vorlesen bietet sich „Nur mal schnell das Faultier wecken“ meiner Meinung nach auch prima an.

Wie in dem Vorgänger, so wird auch hier eine herrlich unterhaltsame Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt erzählt. Und auch das Thema Tierschutz kommt hier sehr kindgerecht zur Sprache. Zudem lernt man beim Lesen sehr viel über Faultiere. Auch ich als Erwachsene habe hier noch das ein oder andere dazugelernt. Irgendwie möchte ich jetzt auch ein Faultier als Haustier haben. Zuerst wurde ich mit dem Mammut-Fieber angesteckt, nun habe ich ein Auge auf die Faultiere geworfen. ;)
Mit einem Faultier kann man nämlich so allerhand erleben und viel Spaß haben. Okay, sie schlafen sehr viel, aber zum Kuscheln sind sie bestimmt immer bereit. Und vielleicht erwischt man ja auch so ein besonderes Faultier wie Fred eines ist. Fred kann nicht nur Wörter nachsprechen, er hat sogar noch ein anderes großes Talent, auf welches die Kinder am Ende des Buches stoßen.

Ich fand das Sprechen anfangs ja ein wenig merkwürdig, allerdings haben Freds Plappereien bei mir auch für so manchen Schmunzler gesorgt. Auch Fred und das Mammut Norbert zusammen sorgten bei mir für jede Menge Unterhaltung.

Ich bin ja nun sehr gespannt, ob es noch eine weitere Fortsetzung geben wird. Es fehlt ja schließlich noch Zoe, wäre doch nur gerecht, wenn auch sie mal dran ist mit dem Erzählen. Auf was für ein außergewöhnliches Tier sie wohl stoßen wird? Zuerst ein Zwergmammut, dann ein (sprechendes) Faultier...lassen wir uns überraschen. Ich würde mich jedenfalls sehr über ein weiteres tierisches Abenteuer mit Henry, Finn und Zoe freuen.

Fazit: Ein tierisch-schönes und witzig-freches Lesevergnügen für die ganze Familie! Mit „Nur mal schnell das Faultier wecken“ ist Knut Krüger in meinen Augen eine tolle Fortsetzung gelungen, welche von den ersten Seiten an zum Mitfiebern und Schmunzeln einlädt. Wer glaubt, dass Faultiere total langweilig und immer nur am Schlafen sind, der wird hier eines Besseren belehrt. Zumindest Faultier Fred sorgt für jede Menge Trubel und Chaos. Ich hatte hier sehr viel Spaß beim Lesen und vergebe volle 5 von 5 Sternen!