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Veröffentlicht am 03.10.2025

Ein zuckersüßes Bilderbuch mit einer wertvollen Botschaft!

Die kleine Kürbishexe
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Als die kleine Hexe Kresse neu an die Zauberschule kommt, muss sie schnell feststellen, dass sie irgendwie anders ist als die anderen. Schon rein äußerlich unterscheidet sie sich von ihren Mitschülern: ...

Als die kleine Hexe Kresse neu an die Zauberschule kommt, muss sie schnell feststellen, dass sie irgendwie anders ist als die anderen. Schon rein äußerlich unterscheidet sie sich von ihren Mitschülern: Kein Hexenhut und kein Gewand, dafür Latzhose und Gummistiefel. Doch auch sonst tanzt sie aus der Reihe: Kein Zauberspruch will ihr gelingen, der fliegende Besen gehorcht ihr nicht, ihr Zaubertrank geht mächtig in die Hose und auch das Unsichtbarwerden liegt ihr einfach nicht. Kresse ist verzweifelt, was stimmt nur nicht mit ihr? Trost findet sie in ihrem Garten. Hier – zwischen Kürbissen, Bohnen und Kohl (und noch ganz viel mehr!) – fühlt sie sich wohl, ist ganz in ihrem Element und blüht auf, so wie die Früchte, die sie mit ihren magischen grünen Fingern anpflanzt. Ihre Erzeugnisse sind eine Wucht! Das erkennen auch ihre Lehrerin und Klassenkameraden, als Halloween vor der Tür steht und die Kürbislieferung ausbleibt. Eigentlich sollte es ein großes Halloweenfest in der Schule geben, aber ohne Kürbisse ist dies undenkbar. Nun ist es an Kresse, die Feier zu retten.

Bei diesem Bilderbuch war sofort klar, dass es ein Teil meiner Sammlung werden muss. Das knallig-süße Cover ließ mein Herz direkt höher schlagen und die Geschichte dahinter klang wie für mich gemacht. Ich liebe Hexengeschichten und mit Halloween-Vibes erst recht! Ihr auch? Dann solltet ihr an der kleinen Kürbishexe Kresse auf keinen Fall vorbeigehen.

Das englische Autorin-Illustrator-Duo Helen Docherty und Steven Lenton hat hier ein bezauberndes Bilderbuch geschaffen, welches einfach perfekt in die wohlig-gruselige Herbstzeit passt. Natürlich kann man es aber auch das ganze Jahr über lesen – die wertvolle Botschaft, die es vermittelt, kann man gar nicht gar nicht oft genug hören.
In stimmigen und heiteren Reimen (übersetzt von Fabienne Pfeiffer) erzählt Helen Docherty mit viel Witz und Herz von Unterschieden, Stärken und Gemeinschaft. Von der Liebe zur Natur, dem Wunsch, dazugehören und dem Mut, über sich hinauszuwachsen. In jedem von uns schlummern besondere Fähigkeiten und Talente. Manchmal hebt man sich mit seiner Begabung jedoch von den anderen ab, fühlt sich dadurch fehl am Platz und einsam. Eine Situation, die sicherlich vielen uns bekannt vorkommt. Auch Kresse hat zunächst das Gefühl, nicht zu den anderen Hexen zu passen, was sie natürlich ziemlich verunsichert und traurig macht. Kinder werden sich sehr gut in die junge Hexe hineinversetzen können und aus ihrer Geschichte Mut und Kraft schöpfen. Denn unsere kleine starke Protagonistin zeigt uns, dass man sich nicht mit anderen vergleichen sollte und es sich lohnt, mutig zu sein und an sich selbst zu glauben. Wir alle sind besonders und einzigartig und genau richtig, so wie wir sind.

Illustrator Steven Lenton hat diese liebenswerte Geschichte großartig in Szene gesetzt. Seine bunten, plakativen Bilder sind ausdrucksstark, lustig und voller niedlicher Details. Ob der chaotische Hexenschulalltag mit der anfangs betrübten Kresse; Kresses herbstlicher Gemüsegarten, der die Junghexe zum Strahlen bringt; das herzerwärmende Ende – Lentons Zeichnungen fangen alles gekonnt ein, laden zum Verweilen, Entdecken und Schmunzeln ein und versetzen einen so richtig in Herbststimmung.

Fazit: „Die kleine Kürbishexe“ ist eine warmherzige, unterhaltsame und mutmachende Hexengeschichte ab 4 Jahren über das Anderssein, Dazugehören und Selbstvertrauen. Ein schaurig-schönes Bilderbuch vor herbstlicher Kulisse, das uns liebevoll daran erinnert, dass in jedem von uns ein Funken Magie steckt. Wunderbar gereimt und illustriert und nicht nur für die Halloweenzeit ein großes Vergnügen! Ich kann dieses zuckersüße Bilderbuch nur empfehlen, mich konnte die kleine Kürbishexe Kresse komplett verzaubern. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Wunderbarer Halloween-Spaß mit Paddington Bär!

Paddington feiert Halloween
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Paddington ist ganz aufgeregt, denn Halloween steht vor der Tür. Gemeinsam mit der Familie Brown wird der kleine Bär aus dem tiefsten Peru zum ersten Mal in seinem Leben den gruseligsten Tag des Jahres ...

Paddington ist ganz aufgeregt, denn Halloween steht vor der Tür. Gemeinsam mit der Familie Brown wird der kleine Bär aus dem tiefsten Peru zum ersten Mal in seinem Leben den gruseligsten Tag des Jahres feiern. Kürbnisschnitzen, Basteln, Dekorieren, abends verkleidet um die Häuser ziehen...und danach soll es noch eine kleine Familienfeier geben. Halloween-Muffel Mr Brown ist zwar anfangs nur wenig begeistert, wird von Jonathan und Judy aber zum Glück schnell überzeugt. Zunächst läuft auch alles wie am Schnürchen. Alle haben Spaß und bei ihrer „Süßes, sonst gibt’s Saures“ – Tour haben Padington und die Brown-Kinder ordentlich Süßigkeiten erbeutet. Doch dann möchte Paddington (kostümiert als schaurige Hexe mit Reißzähnen) auch bei ihrem grimmigen Nachbar Mr Curry klingeln. Wie zu erwarten keine gute Idee, denn dieser lädt sich kurzerhand einfach so selbst zu ihrer Party ein. Doch Paddington wäre nicht Paddington, wenn er nicht auch diesen Abend retten würde. Höflich wie er ist, bietet er Mr Curry selbst gebackene Kekse an, nichtsahnend, dass er ihren unwillkommenen Gast damit vergraulen wird. Am Ende sind sich alle einig, dass es das beste Halloweenfest seit langem war.

Seit über 60 Jahren begeistert der kleine liebenswerte Bär im blauen Dufflecoat und mit dem roten Hut Jung und Alt überall auf der Welt. Auch nach dem Tod von Paddington-Schöpfer Michael Bond werden – zu aller Freude – neue Bücher mit dem berühmten sprechenden Bären veröffentlicht. Passend zur kommenden Halloweenzeit ist vor kurzem im Knesebeck Verlag das hier vorliegende Bilderbuch erschienen, welches auf dem Kapitel „Paddington Takes the Biscuit“ aus Michael Bonds Roman „Paddington Here and Now“ basiert. Für mich, als großer Paddington-Fan seit Kindertagen, natürlich ein absolutes Muss!

Schon allein das Cover lässt direkt gute Herbstlaune aufkommen und dahinter geht es ganz genauso weiter. Eine weitere herrlich-unterhaltsame Paddington-Geschichte erwartet einen hier, welche Kinder und Erwachsenen gleichermaßen viel Vergnügen macht. Paddington ist aber auch einfach zum Verlieben. Neugierig und offenherzig geht er durch die Welt, bleibt stets höflich und gelassen und verzaubert uns immer wieder aufs Neue mit seiner unschuldigen und manchmal etwas tollpatschigen Art. Der kleine Bär aus dem tiefsten Peru ist eine wahre Frohnatur, mit den charmantesten kleinen Abenteuer im Gepäck. Und „Paddington feiert Halloween“ ist das perfekte Beispiel dafür. Ob die Vorbereitungen für das Halloweenfest, das Verkleiden und um die Häuser ziehen, die Party, auf der Paddington dem fiesen Mr Curry einen Streich spielt (typisch Paddington ganz unbewusst, versteht sich!) – Schmunzelspaß für die ganze Familie ist hier garantiert. Kinder werden es lieben, gemeinsam mit Paddington und den Browns den gruseligsten Tag des Jahres feiern. Vor allem von den vielen verschiedenen Kostümen werden sie entzückt sein. Man bekommt beim Lesen und Durchblättern richtig Lust, selbst kreativ zu werden, Kürbisse zu schnitzen, das Haus zu dekorieren, zu basteln und zu backen und sich zu verkleiden.

Illustriert wurde auch dieser Band von R. W. Alley und man hätte für die Paddington-Geschichten wirklich niemand passenderen finden können. Seine Bilder verströmen eine wunderbare britisch-nostalgische Gemütlichkeit, die einfach perfekt zu Paddingtons Charakter passt, ohne kitschig daherzukommen. Sie sind gewohnt farbenfroh und voller Details und laden zum Verweilen und immer wieder Angucken ein.

Fazit: „Paddington feiert Halloween“ ist ein schaurig-schöner, bäriger Vorlesespaß ab 4 Jahren für alle Paddingtons-Fans und die, die es noch werden wollen. Das perfekte Bilderbuch für die wohlig-gruselige Jahreszeit. Lustig, liebevoll und inspirierend. Ich habe meinen Lieblingsbären mit diesem Band nur noch mehr in mein Herz geschlossen, ich kann das Paddington-Halloween-Abenteuer nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Ein fesselndes Zeitreiseabenteuer mit außergewöhnlichem Setting!

Jahrmarkt der Zeitreisenden - Der gestohlene Kristall
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Der Geruch nach Zuckerwatte und gebrannten Mandel, Karussell und Autoscooter fahren, stimmungsvolle Rummelmusik, bunter Kirmestrubel – für Liv ist das Alltag. Als Kind einer Schaustellerfamilie wächst ...

Der Geruch nach Zuckerwatte und gebrannten Mandel, Karussell und Autoscooter fahren, stimmungsvolle Rummelmusik, bunter Kirmestrubel – für Liv ist das Alltag. Als Kind einer Schaustellerfamilie wächst sie auf dem Jahrmarkt auf und kennt ihn wie ihre Westentasche. Täglich muss sie mithelfen, am Stand Zuckerwatte drehen oder im Kassenhäuschen des Turbo Dancers sitzen. Als ihr eines Tages ein merkwürdig gekleideter Junge auffällt, spürt sie, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Und tatsächlich: Kurz darauf verschwindet der Kristall aus dem Karussell ihrer Eltern, der schon immer auf der Spitze gethront hat. Liv ist sich sicher, dass dieser seltsame Junge in der altertümlichen Kleidung dahintersteckt. Sie beginnt ihn zu verfolgen, aber immer wieder gelingt es ihm, vor ihrer Nase zu verschwinden. Doch schließlich schafft sie es, ihn zu überlisten und macht eine unglaubliche Entdeckung: Waggon 8 im „Tunnel of Love“ ist ein Zeitreiseportal! Sie folgt dem Jungen und landet in der Vergangenheit. Ein aufregendes Abenteuer beginnt voller Rätsel und Gefühlsachterbahn…

Zeitreise meets Jahrmarkt, gewürzt mit einer Prise Romantik? Das klang einfach richtig gut! Und wenn diese Mischung dann auch noch aus der Feder von Lena Hach stammt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es auch gut ist. Ich habe bisher jedes Werk von Lena Hach mit Begeisterung gelesen. Und mit dem ersten Band ihrer neuen Reihe ist ein weiteres dazugekommen.

Schon das geheimnisvoll anmutende Cover, das uns der Tobias Goldschalt gezaubert hat, zieht einen direkt in den Bann und dahinter geht es ganz genauso weiter. Lena Hach schreibt gewohnt mitreißend und humorvoll und so bildhaft und lebendig, sodass man direkt das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein. Man hört die laute Rummelmusik regelrecht, hat den Duft von Popcorn und gebrannten Mandeln in der Nase und kann das bunt-leuchtende Kirmestreiben richtig vor sich sehen. Die Autorin hat für ihr neues Buch einfach ein geniales Setting gewählt – erfrischend anders, faszinierend mit einem gewissen nostalgischen Flair. Gekonnt fängt sie die besondere Jahrmarktsatmosphäre ein und schildert das Schaustellerleben mit all seinen Facetten. Die Schattenseiten bleiben dabei nicht unerwähnt: Die ständigen Orts- und Schulwechsel, die Vorurteile gegenüber Schaustellern, jeden Tag am Stand stehen und Zuckerwatte verkaufen...Wie man es von Lena Hach kennt, gelingt es ihr mal wieder wunderbar, auch ernstere Themen locker-leicht zu verpacken. Ich-Erzählerin Liv besitzt eine angenehm sarkastische und selbstbewusste Art, mit der man sie schnell ins Herz schließt. Die weiteren vielfältigen Figuren sind jedoch nicht minder gut getroffen, vor allem Jaro ist ein sehr interessanter Charakter, der für ordentlich Spannung sorgt. Es macht einfach Spaß, in dieses Buch einzutauchen und Liv auf ihrem magisch-detektivischen Abenteuer zu begleiten. Dass die Zeitreisen etwas auf sich warten lassen, tut dem Ganzen dabei keinen Abbruch. Die Handlung vermag trotz allem von Beginn an zu fesseln, lädt zum Mitfiebern und Miträtseln ein und wird bisweilen auch ein bisschen romantisch. Letzteres hat für mich persönlich nicht ganz so ins Bild gepasst. Wie alt Liv oder Jaro sind, wird zwar (sofern ich nichts überlesen habe) an keiner Stelle erwähnt, aber da es sich hierbei um einen Roman für Kinder ab 11 Jahren handelt, ist ein Alter von etwa 12 Jahren wahrscheinlich. Dafür haben sich die Figuren für meinen Geschmack ein wenig zu reif verhalten...aber wer weiß, vielleicht empfindet das Zielgruppe ja auch ganz anders. Meine Lesefreude wurde dadurch jedenfalls nicht geschmälert. Ich habe das Buch verschlungen und hätte danach am liebsten sofort zum zweiten Band gegriffen. Nach dem fiesen Cliffhanger am Ende kann man es wirklich kaum erwarten, weiterzulesen. Hoffentlich lässt die Fortsetzung nicht allzu lange auf sich warten.

Fazit: Ein weiteres Mal stellt Lena Hach unter Beweis, dass sie ein Garant für gute Kinder- und Jugendbücher ist. „Jahrmarkt der Zeitreisenden – Der gestohlene Kristall“ ist ein gelungener Dilogie-Auftakt ab 11 Jahren, der große Lust auf mehr macht (und Appetit auf Zuckerwatte). Ein spannendes und magisches Zeitreiseabenteuer vor atmosphärischer Jahrmarktskulisse, gepaart mit einer zarten Liebesgeschichte. Lena Hach hat es mal wieder geschafft mich zu begeistern! Dem zweiten Band fiebere ich schon jetzt voller Vorfreude entgegen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Ein bezauberndes Bilderbuch für Jung und Alt!

Ich kann Rad fahren
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Bei Omi geht es immer ziemlich streng zu. Die Schuhe müssen vor der Haustür abgestellt werden, um ja nichts schmutzig zu machen und alles, was auf den Tisch kommt, muss gegessen werden. Oma Schwein kann ...


Bei Omi geht es immer ziemlich streng zu. Die Schuhe müssen vor der Haustür abgestellt werden, um ja nichts schmutzig zu machen und alles, was auf den Tisch kommt, muss gegessen werden. Oma Schwein kann aber auch super gut aufpassen und zum Frühstück gibt es immer leckere Butterbrote mit Orangensaft. Als sie aber beschließt, dass ihre Enkelin das Radfahren lernen soll (richtig, ohne Stützräder!), kennt sie mal wieder keine Gnade. Immer wieder fällt das kleine Mädchen hin und möchte schon aufgeben, aber Omi drängt zum Weitermachen. Ihre Strenge zahlt sich schließlich aus. Endlich rollt das Fahrrad, ohne umzukippen und Omi klatscht begeistert Beifall. Doch gleichzeitig hat sie auch Tränen in den Augen, die sie hastig wegwischt. Das Mädchen wird nachdenklich. Und dann versteht sie endlich: Omi muss auch das Radfahren lernen! Denn davon hat sie schon ihr ganzes Leben lang geträumt. Und ihre kleine Enkelin glaubt fest daran, dass sie es schaffen wird!

Bei diesem Bilderbuch war sehr schnell klar, dass es bei mir Einzug halten muss. Das süße Cover hat mich direkt angelacht und die Geschichte dahinter klang nicht minder zauberhaft. Ich war voller Vorfreude und wurde nicht enttäuscht.

Das französische Autor-Illustratorin-Gespann Gilles Baum und Amandine Piu hat hier ein entzückendes Bilderbuch geschaffen, aus dem Jung und Alt gleichermaßen viel mitnehmen können. Mit viel Wärme und einer Prise Humor erzählt Gilles Baum von einer rührenden Oma-Enkelin-Beziehung, nie vergessenen Träumen, Frustration, Hilfsbereitschaft, den Glauben an sich selbst und dem Mut, über seinen Schatten zu springen – beziehungsweise: Kräftig in die Pedale zu treten. Anhand des Themas „Radfahren lernen“ wird gezeigt, dass es nie zu spät ist, seine Träume zu verwirklichen, dass es sich lohnt, durchzuhalten und Generationen eine Menge voneinander lernen können. Unsere kleine Ich-Erzählerin ist eine wundervolle Protagonistin, die man mit ihrer liebenswerten und entschlossenen Art sofort ins Herz schließt. Kinder werden sich sehr gut mit ihr identifizieren können, besonders all diejenigen, die sich gerade selbst der kniffligen Herausforderung stellen, das Fahrradfahren zu lernen.
Oma Schwein hingegen wirkt zunächst wenig sympathisch, mit ihrer strengen Art und grimmigen Miene. Doch im Verlauf erkennt man schließlich, was wirklich hinter ihrem autoritären Verhalten steckt. Die Geschichte lehrt uns somit auch, dass sich hinter einer harten Schale oft ein weicher Kern verbirgt und wie wertvoll es ist, jemanden an seiner Seite zu haben, der einen ermutigt und versteht.

Optisch ist dieses Buch ein ganz besonderer Genuss. Amandine Pius herzige, ausdrucksstarke und in gedeckten Farben gehaltene Illustrationen sind mit viel Liebe zum Detail gezeichnet, laden zum Verweilen und Entdecken ein und bringen einen immer wieder zum Schmunzeln. Vor allem das letzte Bild, dass das herzerwärmende Ende so gekonnt einfängt, zaubert einem ein breites Lächeln ins Gesicht.

Fazit: „Ich kann Rad fahren: meine Omi auch“ ist eine berührende und charmante Oma-Enkelin-Geschichte, die an die Kraft der Gemeinschaft erinnert und Mut macht, etwas Neues zu wagen und niemals aufzugeben. Ein bezauberndes Bilderbuch ab 4 Jahren – nicht nur für Radler und Schweine-Fans ein großes Vergnügen. Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen, ich kann es nur empfehlen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Ein magisch schöner Reihenauftakt!

Secret Forest Academy. Avas Bestimmung
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Die 12-jährige Ava ist entsetzt: Sie ist schon wieder mitten im Wald aufgewacht, hoch oben auf einem Baum! Und sie hat keine Ahnung, wie sie dorthin gekommen ist. Seit ihre Eltern spurlos verschwunden ...

Die 12-jährige Ava ist entsetzt: Sie ist schon wieder mitten im Wald aufgewacht, hoch oben auf einem Baum! Und sie hat keine Ahnung, wie sie dorthin gekommen ist. Seit ihre Eltern spurlos verschwunden sind, passiert ihr das ständig. Ihre Verwirrung wächst, als eines Tages ein unheimlicher Fremder auftaucht, der behauptet, mehr über sie und ihre Eltern zu wissen. Ava traut ihm nicht – zu Recht, wie sich nur wenig später zeigt. Sie wird von diesem Unbekannten angegriffen, bekommt zum Glück aber rechtzeitig Hilfe von einem großen Bären – einem sprechenden und sehr verfressenen Bären! Er stellt sich der völlig verwirrten Ava mit dem Namen Urs vor und erzählt ihr von einer geheimnisvollen Akademie, zu der er sie bringen möchte. Dort wird sie endlich mehr über sich, ihre Kräfte und ihre Eltern erfahren. Ava spürt, dass sie Urs folgen muss. Sie begleitet ihn zu der Secret Forest Academy, wo sie magische Wesen erwarten und Kinder, die genauso sind wie sie. Ava findet schnell Freunde, doch nicht jeder auf der Akademie ist ihr freundlich gesinnt...

Nachdem mich Tina Stein alias Christina Stein bereits mit ihren Jugendthrillern begeistern konnte, war ich sehr gespannt und voller Vorfreude auf ihr erstes Buch für ein jüngeres Publikum. Schon das wunderschöne Cover, das uns die Bente Schlick gezaubert hat, ließ mein Herz direkt höher schlagen und die Story dahinter klang genau nach meinem Geschmack: Eine geheime Akademie, sprechende Tiergefährten, Magie, Abenteuer – so etwas liebe ich einfach. Ihr auch? Dann seid ihr hier genau richtig!

Mit dem Auftakt ihrer ersten Kinderbuchreihe stellt Tina Stein definitiv unter Beweis, dass sie nicht nur tolle Jugendbücher schreiben kann, sondern auch das Zeug zur Kinderbuchautorin hat. Bücher und Serien über magische Schulen und Gestaltwandler mögen in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sein, aber ein Internat für Baum- bzw. Pilzwandler war bislang (soweit ich weiß) noch nicht darunter. Eine richtig coole Idee, die Tina Stein wirklich wunderbar umgesetzt hat. Gekonnt weicht sie vom Gewohnten ab und kreiert eine Welt, die sich vertraut und erfrischend neu zugleich anfühlt. Die Secret Forest Academy ist ein faszinierender Ort, voller Magie, Geheimnisse und Überraschungen Von Beginn an ist man ganz gebannt von der Geschichte. Tina Stein schreibt gewohnt mitreißend und atmosphärisch und so bildhaft, dass das Kopfkino direkt anspringt. Dazu die sehr kurzen Kapitel, die oft nur zwei bis drei Seiten umfassen, lassen die Lesezeit wie im Fluge vergehen. Es macht einfach Spaß, Ich-Erzählerin Ava zu begleiten und mitzuerleben, wie sie im Verlauf über sich hinauswächst. Mit ihrer sympathischen und mutigen Art schließt man sie sofort ins Herz und es fällt leicht, sich in sie hineinzuversetzen. Ihr Wunsch nach Zugehörigkeit, die Sorge um das rätselhafte Verschwinden ihrer Eltern, ihre Unsicherheiten, aber auch ihre Neugierde und Tapferkeit werden sehr authentisch und nachvollziehbar beschrieben.
Neben Ava hat die Autorin noch viele weitere großartige Figuren erschaffen.Vor allem der sprechende Bär Urs ist ein Highlight, aber auch ein anderer flauschiger Gefährte (über den an dieser Stelle nicht mehr verraten wird), ist einfach zum Verlieben.

Besonders gelungen ist die Mischung aus Fantasie, wichtigen Themen und Naturwissen. Die Geschichte hält einige schöne Botschaften bereit über Freundschaft, Zusammenhalt, Akzeptanz und Toleranz und vermittelt gleichzeitig auch ganz nebenbei interessante Fakten über Bäume und Pflanzen, ohne irgendwie lehrbuchmäßig daherzukommen. Ich persönlich hätte mich noch über ein paar Illustrationen und eine Karte vorne im Buch gefreut, sozusagen als Sahnehäubchen obendrauf. Aber auch ohne Bilder konnte mich die Geschichte komplett verzaubern.
Das Ende hält einen fiesen Cliffhanger bereit, sodass man die Fortsetzung (die voraussichtlich im Frühjahr 2026 erscheinen wird) kaum erwarten kann.

Fazit: „Secret Forest Academy – Avas Bestimmung“ ist ein vielversprechender Auftakt einer außergewöhnlichen Fantasy-Reihe ab 10 Jahren. Ein zauberhafter Schmöker für alle, die gerne in magische und geheimnisvolle Welten eintauchen und Abenteuer und die Natur lieben. Spannend, unterhaltsam und mit viel Herz! Also ich bin begeistert, bei mir hat Tina Stein mal wieder voll ins Schwarze getroffen. Auf den zweiten Band freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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