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Veröffentlicht am 18.09.2025

Genauso spannend, faszinierend und magisch wie der erste Band!

Flora Magica (Band 2) - Die Gabe der bösen Kräuter
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Tierra, Sol, Avia und Zacharias gewöhnen sich langsam an ihr neues Leben in der österreichischen Bergwelt und wachsen immer mehr in ihre Rollen als Beschützer magischer Pflanzen hinein. Jeder von ihnen ...

Tierra, Sol, Avia und Zacharias gewöhnen sich langsam an ihr neues Leben in der österreichischen Bergwelt und wachsen immer mehr in ihre Rollen als Beschützer magischer Pflanzen hinein. Jeder von ihnen besitzt eine besondere Gabe, die für diese Aufgabe nützlich ist. Doch das Hüten der magischen Pflanzen bringt auch eine Menge Herausforderungen mit sich. Die zwei Zwillingspaare erhalten eine verbotene Lieferung des geheimen Nachtschatten-Netzwerks: Samen der gefährlichen Feuerranke, die laut dem Buch ihrer verstorbenen Uroma Flora eigentlich längst als ausgestorben gilt. Gleichzeitig wächst die Bedrohung vonseiten des zwielichtigen Pharma-Konzerns Novocreos, das mit magischen Pflanzen selbstsüchtige Experimente macht – und damit viel mehr aufs Spiel setzt als nur das Geheimnis der Kinder...

Endlich geht es mit Flora Magica weiter! Hierbei handelt es sich um den zweiten Band der neuen Kinderbuchreihe von Vanessa Walder, der dank kleiner Rückblicke auf die vorangegangenen Ereignisse auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich jedoch, mit dem ersten Band zu starten.
Nach meiner großen Begeisterung für den Reihenauftakt konnte ich es kaum erwarten, endlich weiterzulesen. Im Nu war ich wieder mittendrin im Geschehen und einmal mit dem Lesen begonnen, wollte/konnte ich nicht mehr damit aufhören.

Ein weiteres Mal beweist Vanessa Walder ihr Talent, Geschichten zu erzählen, die Jung und Alt gleichermaßen in den Bann ziehen. Ihr Schreibstil ist gewohnt fesselnd, atmosphärisch und so bildhaft, dass das Kopfkino direkt anspringt. Man hat die riesigen Ländereien der Cunabulas regelrecht vor Augen, den Duft der verschiedenen Pflanzen in der Nase und spürt die Magie und Liebe zur Natur auf jeder Seite. Im Mittelpunkt stehen erneut die zwei Zwillingspärchen Tierra und Sol sowie Avia und Zacharias, die man allesamt bereits im ersten Band ins Herz geschlossen hat. Es macht wieder richtig Freude die vier Kinder zu begleiten und mitzuerleben, wie ihr Zusammenhalt weiter wächst und sie gemeinsam alles daran setzen, ihrer neuen Rolle als magische Pflanzenhüter gerecht zu werden. Die vier sind einfach ein großartiges Team. Jeder von ihnen ist auf seine Art sympathisch, wirkt echt und greifbar und wächst im Verlauf mutig über sich hinaus. Die Nebenfiguren sind jedoch nicht minder gut getroffen, vor allem Sukkulente Nox ist erneut ein Highlight und sorgt mit seinen herrlich frechen Sprüchen für einige Lacher und breite Schmunzler.
Neben fesselnder Unterhaltung punktet auch dieser Band mit faszinierendem Wissen aus der Welt der Botanik. Immer wieder gibt es eingestreute Auszüge aus dem Buch „Magische Pflanzen und ihre Geheimnisse“, die nicht nur optisch toll aussehen, sondern auch unheimlich interessant zu lesen sind und einen ganz neuen Blick auf die Natur schenken. Wusstet ihr zum Beispiel, dass manche Bäume Feuer für ihre Samenverbreitung brauchen und es 50.000 bis 70.000 essbare Pflanzen auf unsere Erde gibt? Nach der Lektüre dieses Buches wird garantiert jeder die Natur mit anderen Augen sehen und erkennen, dass auch nicht-magische Pflanzen absolut magisch sein können.

Auch optisch ist dieses Buch ein Genuss. Dies fängt bereits beim Cover an, welches der wunderschönen Aufmachung des Vorgängers in nichts nachsteht. Dahinter geht es genauso weiter. Gleich zu Beginn wird man von der Familie Cunabula in Form kleiner Porträtzeichnungen begrüßt und auch die Geschichte wird von vielen eindrucksvollen schwarz-weiß Illustrationen begleitet, beigesteuert von Marie Beschorner. Ihre detailverliebten Bilder sind mal wieder absolute Hingucker und machen das Lesen zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Fazit: Erneut entführt uns Vanessa Walder in die wundersam-magische Welt der Pflanzen und setzt ihre neue Fantasy-Reihe ab 9 Jahren gelungen fort. „Flora Magica – Die Gabe der bösen Kräuter“ ist ein fantastisches Abenteuer über die Magie der Natur und Kraft der Freundschaft, gepaart mit einer bewegenden Familiengeschichte. Spannend, lehrreich, unterhaltsam und mit ganz viel Herz. Vanessa Walder hat es mal wieder geschafft, mich zu verzaubern. Auf den dritten Band freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Märchenhaft schön!

Der Schrat
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Der Wandelwald ist ein ganz besonderer und magischer Ort. Er ist wie ein Lebewesen, eine geheime Welt, in der man es überall wispern, knarzen und rauschen hört. Viele Geschichten existieren über den Wandelwald. ...

Der Wandelwald ist ein ganz besonderer und magischer Ort. Er ist wie ein Lebewesen, eine geheime Welt, in der man es überall wispern, knarzen und rauschen hört. Viele Geschichten existieren über den Wandelwald. Wie die vom Schrat, das Herz und die Seele des Waldes und ein Meister der Tarnung. Noch nie hat ihn jemand gesehen, doch es heißt, wenn man Rat sucht, soll man den Schrat besuchen. Genau das, einen Rat, brauchen auch die Geschwister Alva und Ubbe. An einem Herbsttag machen sie sich auf den Weg in den Wald, in der Hoffnung, dass ihnen der Schrat helfen kann. Ihre Suche führt sie über feuchte Blätterteppiche und durch blubbernde Moore, vorbei an knorrigen Bäumen, bemoosten Steinen und flüsternden Bächen. Irgendwann stehen sie schließlich vor einer besonderen großen, alten Eiche. Hier finden sie den Schrat, der ihnen geduldig zuhört. Leider gibt er ihnen nicht die Antwort, auf die sie gehofft haben, aber er macht ihnen Mut. Denn solange es noch Menschen gibt, die nicht vergessen haben, wie sehr sie alle die Bäche, Wiesen, Moore und Bäume brauchen, solange gibt es auch noch Hoffnung. Betrübt, zugleich aber auch voller Zuversicht gehen die Geschwister nach Hause – mit dabei ein ganz besonderes Geschenk aus dem Wandelwald.

Als großer Fan von Kai Lüftner und Emilia Dziubak konnte ich ihr neues gemeinsames Bilderbuch kaum erwarten. Schon mit ihrem ersten Werk „Der Verwechsling“ haben die beiden bei mir voll ins Schwarze getroffen (wenn ihr es noch nicht kennt, schaut’s euch unbedingt an!). Auch in „Der Schrat“ nimmt uns das Erfolgsduo mit in eine geheimnisvoll-magische Welt voller sagenhafter Kreaturen. Schon das Cover mit seinen Herbst-Vibes lädt zum Träumen ein und dahinter geht es ganz genauso weiter.

Ein weiteres Mal stellt Kai Lüftner unter Beweis, dass er nicht nur ein wahrer Reimkünstler ist, sondern auch ein großartiger Märchenerzähler. Poetisch und stimmungsvoll erzählt der deutsche Autor hier ein zauberhaftes Märchen über die Magie und Schönheit der Natur und über uns Menschen, die wir all das leichtfertig zerstören. Die Geschichte stimmt nachdenklich, macht traurig, rüttelt auf und regt dazu an, selbst aktiv zu werden und die Natur zu respektieren, zu schützen und zu bewahren mit all ihren Wundern und Geheimnissen. Die Botschaft ist klar und kommt ganz ohne erhobenen Zeigefinger daher. Kai Lüftner jongliert mal wieder mit Worten wie kein anderer, verwöhnt uns mit herrlichen bildreichen Beschreibungen und erweckt den Wald vor unseren Augen zum Leben. Von den ersten Zeilen an hat man das Gefühl, selbst durch den Wandelwald zu streifen. Man riecht das Moos regelrecht, hört das Knarzen und Wispern der Bäume, das Flüstern der Bäche und spürt die mystische Aura des herbstlichen Waldes. Kai Lüftners Texte sind pure Magie mit wohligem Schauer und in seinem gewohnt anspruchsvollen Stil gehalten. Für geübte Zuhörer*innen ab 5 Jahren sollten die recht langen Textpassagen jedoch problemlos zu bewältigen sein. Kinder werden der spannenden Wanderung der Geschwister Ubbe und Alva ganz gebannt lauschen. Doch auch als Erwachsener kann man sich dem Zauber der Erzählung nicht mehr entziehen. Nach dieser Lektüre wird garantiert jeder den Wald mit anderen Augen durchstreifen. Denn wer weiß, vielleicht sieht man ja irgendwo einen Schrat hinter einem Baum hervorlugen.

Genauso wunderschön und magisch wie Kai Lüftners Worte sind auch Emilia Dziubaks ganzseitige, detailreiche Illustrationen, die das Erzählte eindrucksvoll in Szene setzen. Gekonnt spielt die polnische Künstlerin mit Licht und Schatten, fängt den besonderen waldigen Herbstzauber mit warmen Farbtönen perfekt ein und lädt zum Verweilen und Entdecken ein. Ihre Bilder sind einfach mal wieder atemberaubend und ziehen Jung und Alt gleichermaßen in den Bann.

Fazit: „Der Schrat – Ein Märchen aus dem Wandelwald“ ist ein zeitlos schönes Bilderbuch ab 5 Jahren, das auf eine magische Waldwanderung entführt und daran erinnert, der Natur mit Respekt und Achtsamkeit zu begegnen. Märchenhafter Lesegenuss vom Feinsten. Wortgewaltig erzählt und traumhaft illustriert. Kai Lüftner und Emilia Dziubak haben es mal wieder geschafft, mich zu verzaubern. Ich bin begeistert von ihrem neuen Vorlesebuch und kann es jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Spannend, düster und voller Magie und Herz!

Whisperwicks – Die Suche nach den Flüsterflammen
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Der 11-jährige Benjamiah Creek lebt in einem kleinen verschlafenen Dörfchen über einer Buchhandlung namens „Es war einmal“. Er liebt es, seiner Großmutter im Laden zur Hand zu gehen und seine Nase in spannende ...

Der 11-jährige Benjamiah Creek lebt in einem kleinen verschlafenen Dörfchen über einer Buchhandlung namens „Es war einmal“. Er liebt es, seiner Großmutter im Laden zur Hand zu gehen und seine Nase in spannende wissenschaftliche Bücher zu stecken. Von Abenteuer- oder Fantasygeschichten hält er nicht viel. Er glaubt an Wissenschaft und Logik, Magie und Wunder existieren für ihn nicht. Doch dann erhält er eines Tages ein mysteriöses Paket mit einer seltsamen Puppe. Als diese plötzlich zum Leben erwacht und sich in ein Tier verwandelt, landet er in der Parallelwelt Winkelwald. Dort ist alles anders. Die Straßen wirken wie ein riesiges Labyrinth, alle tragen Seelenpuppen bei sich, überall lauern Geheimnisse und Gefahren...Zum Glück trifft Benjamiah auf den freundlichen Hansel, von dem er aufgenommen wird. Seine Tochter Elizabella scheint jedoch wenig begeistert von ihrem Gast zu sein. Als Benjamiah von ihrem vermissten Zwillingsbruder Edwid erfährt, möchte er ihr unbedingt helfen. Gemeinsam machen sich die beiden Kinder auf die Suche nach der Wahrheit. Ob es ihnen wohl gelingen wird, Edwids Verschwinden aufzuklären? Und wird Benjamiah den Weg nach Hause zurückfinden?

Bei diesem Buch war sehr schnell klar, dass ich es lesen möchte. Das Cover ließ mein Herz direkt höher schlagen und die Geschichte dahinter klang genau nach meinem Geschmack. Ich war voller Vorfreude, hatte durch die großen Lobpreisungen für die Originalausgabe allerdings auch entsprechend hohe Erwartungen. Meine leichten Bedenken, ob „Whisperwicks“ wirklich an die Werke von Cornelia Funke oder Philip Pullmann heranreicht, lösten sich jedoch schon nach kurzer Zeit in Luft auf. Dieses Debüt hat in meinen Augen definitiv das Zeug zum Klassiker und braucht sich vor großen Nummern aus der Kinderliteratur nicht zu verstecken!

Jordan Lees präsentiert hier einen wunderbaren Fantasyschmöker, bei dem man kaum glauben kann, dass es sich um sein erstes Werk handelt. Mit viel Liebe zum Detail und in angenehm-flüssiger und bildhafter Sprache (übersetzt von Tamara Reisinger) entführt uns der englische Autor auf eine magische Reise voller Fantasie, Geheimnisse und Düsternis. Von den ersten Seiten an herrscht eine unheimliche und mystische Atmosphäre. Für ein Kinderbuch ab 11 Jahren geht es bisweilen ziemlich finster und traurig zu und mit seinen fast 500 Seiten ist es ein ganz schöner Oschi. Junge Leser*innen sollten sich davon aber nicht abschrecken lassen. Die Seiten lesen sich weg wie nichts und obwohl die Grundstimmung recht melancholisch ist, wird es an keiner Stelle hoffnungslos. Die Handlung ist auch von jeder Menge Wärme und Zuversicht durchzogen und einem immer wieder aufblitzenden Humor. Einfühlsam erzählt Jordan Lees von Verlust, Trauer, Angst und Familienproblemen, aber auch von Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Vertrauen.

Das Buch ist weitaus tiefgründiger als gedacht und zieht nicht nur Kinder in den Bann. Jordan Lees hat hier eine faszinierende Welt erschaffen, die mit ihren vielen neuen Ideen auch eingefleischte Fantasy-Fans zu fesseln vermag. Ob Seelenpuppen, Spielkarten als Zahlungsmittel, Gehängte Männer oder Anspielungen auf die griechische Mythologie – in Winkelwald gibt es wahnsinnig viel zu entdecken. Langweilig wird es zu keiner Zeit. Zusammen mit Benjamiah und Elizabella begibt man sich auf eine abenteuerliche Suche, welche eine Vielzahl an Rätseln und Gefahren, Überraschungen und Herausforderungen bereithält. Man fiebert und bangt mit ihnen mit und schließt beide fest ins Herz. Vor allem der wissbegierige und mutige Bücherwurm und Einzelgänger Benjamiah ist ein absoluter Sympathieträger. Elizabella hingegen ist zunächst ziemlich verbissen und abweisend, doch je besser man sie kennenlernt, desto mehr versteht man ihr Verhalten. Es ist wunderschön mitzuerleben, wie sich mit der Zeit eine herzliche Freundschaft zwischen den beiden Kindern entspinnt und wie sie gemeinsam über sich hinauswachsen.

Die ganzseitigen atmosphärischen schwarz-weiß Illustrationen von Vivienne To untermalen das Erzählte eindrucksvoll und fangen den magischen Zauber der Geschichte gekonnt ein. Das Ende kommt sehr emotional daher, verschont uns aber erfreulicherweise vor einem fiesen Cliffhanger, was die Wartezeit auf die Fortsetzung etwas erträglicher macht. Dennoch möchte am liebsten sofort weiterlesen. Zum Glück gibt es auf Englisch bereits einen zweiten Band. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass auch dieser noch ins Deutsche übertragen wird.

Fazit: „Whisperwicks – Die Suche nach den Flüsterflammen“ ist ein spannendes, berührendes und schaurig-schönes Abenteuer ab 11 Jahren voller Wendungen, Magie und Herz. Ein fantastisches Debüt, das nach mehr verlangt! Wer gerne in düstere und geheimnisvolle Welten eintaucht und gerade auf der Suche nach der perfekten Kaminfeuerlektüre für lange, dunkle Abende ist, sollte an diesem Reihenauftakt nicht vorbeigehen. Also ich bin richtig begeistert von diesem Buch! Ich habe es nicht mehr aus der Hand legen können und kann den zweiten Band nun kaum erwarten. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Eine gelungene Fortsetzung!

Princess Mysteries – Ein perfekt verfluchter Schulball
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Liara hat sich inzwischen daran gewöhnt, dass sie ihr Zimmer im schottischen Elitinternat Kelpie Castle fortan mit einer echten Prinzessin teilen muss. Na ja, zumindest fast. Viola kann manchmal ganz ...

Liara hat sich inzwischen daran gewöhnt, dass sie ihr Zimmer im schottischen Elitinternat Kelpie Castle fortan mit einer echten Prinzessin teilen muss. Na ja, zumindest fast. Viola kann manchmal ganz schön anstrengend sein, aber Liara ist trotz allem sehr froh, sie zur Mitbewohnerin zu haben. Die beiden Mädchen sind mittlerweile richtig gute Freundinnen geworden und haben schon ein großes Abenteuer zusammen gemeistert. Eigentlich hatten sie gedacht, dass sie den Fluch, der auf Violas Familie lastet, gebannt haben, doch zu früh gefreut. Als sie ein altes Notizbuch von Tante Rosamund finden und leichtsinnig damit herumspielen, leidet Viola plötzlich an Panik und Liara an Liebeswahn. Und das ausgerechnet jetzt, wo der Schulball auf Kelpie Castle immer näher rückt! Liara war sich bis vor kurzem sehr sicher, dass Tom ihre große Liebe ist, aber auf einmal kann sie nur noch an Liaras gutaussehenden Bodyguard Liam denken. Ob die beiden Freundinnen dieses große Chaos wohl noch in den Griff bekommen werden?

Hierbei handelt es sich um den zweiten Band der „Princess Mysteries“ – Reihe, der dank kleiner Rückblicke sicherlich auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich jedoch, mit dem ersten Band zu starten.
Nach meiner großen Begeisterung für den Reihenauftakt, konnte ich es kaum erwarten, endlich weiterzulesen. Schon das Cover verspricht wieder jede Menge Royal Vibes und Freundschaft und genau das – und noch mehr – bekommt man hier auch.

Das Buch knüpft direkt an den Vorgänger an und wird erneut durchgehend aus der Ich-Perspektive von Liara erzählt. Liara wird sicherlich jeder Leserin in sein Herz schließen. Ihre loyale, freundliche und schüchterne Art machen sie zu einer absoluten Sympathieträgerin; ihre Gefühle und Gedanken wirken echt und greifbar. Viola hingegen benimmt sich bisweilen nach wie vor wie die typische verwöhnte Prinzessin, doch auch hier gilt: Je besser man sie kennt, desto mehr versteht man ihr Verhalten und erkennt, dass hinter ihrer hoheitsvollen Fassade ein doch sehr nettes Mädchen steckt.
Es wird erneut mehr als deutlich, dass das Berühmtsein auch viele Schattenseiten hat und dass das Prinzessinnenleben oft gar nicht so toll ist, wie die meisten von uns vermutlich denken. Aber auch Liara, die mit ihrem großen Gefühlschaos und ihren Unsicherheiten zu kämpfen hat, hat es nicht leicht. Die Handlung wird dabei aber zu keiner Zeit bedrückend, im Gegenteil. Marliese Arold schreibt gewohnt locker-flockig, humorvoll und authentisch und mit ganz viel Herz. Gekonnt verpackt sie die Themen Freundschaft, Angst, Eifersucht und das erste Verliebstein in einer mitreißenden und kurzweiligen Internatsgeschichte mit einem Schuss Magie. Vor allem die immer tiefer werdende Freundschaft zwischen Liara und Viola wird wunderschön und herzerwärmend beschrieben. Nicht nur für junge Leser*innen ist dieses Buch eine wunderbare Lektüre, auch als Erwachsene hat man seine helle Freude daran. Die Seiten fliegen wieder nur so dahin und das Ende lässt auf eine weitere Fortsetzung hoffen. Soweit ich weiß, ist noch kein dritter Band angekündigt, ich hoffe aber sehr, dass es weitergehen wird!

Fazit: Beste Freundinnen, die erste Liebe und ein magischer Fluch: Genauso spannend und unterhaltsam wie im ersten Band geht es mit „Princess Mysteries“ in die zweite Runde. „Princess Mysteries – Ein perfekt verfluchter Schulball“ ist ein mystisches Internatsabenteuer gepaart mit einem royalen Setting und einer Prise Romantik. Ein verflucht magischer und königlicher Lesespaß ab 10 Jahren. Mir hat auch dieser Band richtig gut gefallen, über ein weiteres Wiedersehen mit Liara und Viola würde ich mich sehr freuen! Von mir gibt es 4,5 – hier gerundet auf 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 13.09.2025

Ein wunderschönes Bilderbuch, das zum grenzenlosen Träumen und fantasievollen Spielen einlädt!

Wo bist du, Riese?
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Ein Kind spielt in einem Park Verstecken. Laut zählt es bis zehn und macht sich dann auf den Weg. Zuerst weiß es gar nicht so richtig, was genau es eigentlich sucht. Vielleicht diesen geheimnisvollen Riesen, ...

Ein Kind spielt in einem Park Verstecken. Laut zählt es bis zehn und macht sich dann auf den Weg. Zuerst weiß es gar nicht so richtig, was genau es eigentlich sucht. Vielleicht diesen geheimnisvollen Riesen, der ihm keine Ruhe lässt? Er muss ganz in der Nähe sein, das Kind kann ihn spüren. Aber wo hat er sich versteckt? Auf seiner Suche hält das Kind nach Riesenspuren Ausschau, schaut sich ganz genau um und fragt alle Leute, ob sie einen Riesen gesehen haben. Aber niemand scheint zu verstehen, was es meint. Doch davon lässt sich das Kind nicht entmutigen. Es streift durch den Park, rutscht – wusch – einen großen Felsen hinunter, klettert auf einen Baum, lauscht dem Rauschen der Blätter im Wind, spürt den Sand zwischen seinen Zehen und lässt sich vom hohen Gras kitzeln. Ob es den Riesen wohl noch finden wird?

Bei diesem Buch war sehr schnell klar, dass es bei mir Einzug halten muss. Schon allein das Cover verzauberte mich auf Anhieb, sieht es nicht wunderhübsch aus? Ich konnte es kaum erwarten, in die Geschichte dahinter einzutauchen und ich wurde nicht enttäuscht!

Das belgische Künstlerduo Bart Pincé und Ian De Haes hat hier ein ganz besonderes Bilderbuch geschaffen, welches uns in die magische Phase der Kindheit entführt. Gemeinsam mit unserer kleinen Hauptfigur begeben wir uns auf eine abenteuerliche Reise durch die Schönheit der Natur, die wie ein einfaches Versteckspiel beginnt und sich Seite für Seite als viel mehr entpuppt: Eine gefühlvolle Einladung mit offenem Herzen durchs Leben zu gehen, spielerisch die Welt zu erkunden und seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Bart Pincés kurze Texte mögen recht simpel gehalten sein, sie stecken aber voller Aussagekraft und Herz. Man spürt beim Lesen die kindliche Neugier und Entdeckerlust und die Fähigkeit von Kindern, im Hier und Jetzt zu leben und das Alltägliche in ein großes Abenteuer zu verwandeln.

Ob es sich bei dem Kind um ein Junge oder Mädchen handelt, ist nicht wirklich offensichtlich. Ein Name wird nie genannt und auch optisch könnte beides zutreffen, sodass das Identifikationspotenzial sehr hoch ist. Das empfohlene Lesealter liegt bei ab 4 Jahren, was ich für passend halte.

Begleitet wird die Geschichte von Ian De Haes’ traumhaft schönen Illustrationen. Mit warm-leuchtenden Aquarellfarben und weichen Linien laden sie zum Verweilen und Entdecken ein und erinnern fast schon an Gemälde. Jede Seite ist ein Kunstwerk, durchzogen von herrlichen Lilatönen und einer beruhigenden, märchenhaften Atmosphäre.

Fazit: „Wo bist du, Riese?“ ist ein poetisches und liebevolles Bilderbuch ab 4 Jahren, das zum grenzenlosen Träumen und fantasievollen Spielen einlädt. Eine farbenprächtige Ode an die kindliche Vorstellungskraft. Ich bin begeistert von diesem Buch, vor allem in die wunderschönen Illustrationen von Ian De Haes bin ich total verliebt. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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