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Veröffentlicht am 14.08.2025

Ein toller Fantay-Comic! Spannend, außergewöhnlich, wundervoll illustriert.

5 Worlds (Band 1) - Der Sandkrieger
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Seit die Götter verschwunden sind, sind auch die Leuchtfeuer der Fünf Welten erloschen und die Galaxie gerät immer mehr aus dem Gleichgewicht. Nur wenn die Leuchtfeuer wieder entfacht werden, können die ...

Seit die Götter verschwunden sind, sind auch die Leuchtfeuer der Fünf Welten erloschen und die Galaxie gerät immer mehr aus dem Gleichgewicht. Nur wenn die Leuchtfeuer wieder entfacht werden, können die fünf Planeten vor dem Untergang gerettet werden. Doch dafür braucht es eine besondere magische Gabe, die nur der Auserwählte hat. Mon Domani ist eine der 5 Welten. Hier lebt die junge Oona Lee, die als die ungeschickteste Sandtänzerin an der Akademie gilt – und somit das genaue Gegenteil von ihrer großen Schwester Jessa ist. Diese wurde vor vier Jahren sogar zur Auswählten bestimmt, allerdings ist sie eines Tages einfach spurlos verschwunden und hat Oona zurückgelassen. Als sich die Lage immer weiter zuspitzt, fasst Oona den Entschluss, Jessa zu suchen. Auf ihrer Reise lernt sie sich selbst und ihre Kräfte besser kennen und wächst über sich hinaus. Doch sie ist bei dem Ganzen nicht auf sich alleine gestellt, sondern hat gleich zwei neue gute Freunde gefunden: An Tzu, ein kleiner Junge aus den Slums, der an einer rätselhaften Krankheit leidet, aber trotz allem nicht den Lebensmut verloren hat. Und Jax Amboy, ein gefeierter Starball-Star. Zu dritt machen sie sich auf die Suche nach Jessa, um die Fünf Welten zu retten. Ob sie es wohl rechtzeitig schaffen werden?

Bei diesem Comicbuch war sehr schnell klar, dass ich es lesen möchte. Das Cover hat mich direkt angelacht und der Klappentext tat dann sein Übriges. Die Geschichte klang nach einem ziemlich coolen Mix aus Star Wars, „Avatar – Der Herr der Elemente“ und meiner geliebten Amulett-Reihe von Kazu Kibuishi. Wer nun hellhörig geworden ist, sollte an „5 Worlds“ besser nicht vorbeigehen!

Das Autorenduo Mark und Alexis Siegel hat gemeinsam mit den drei Illustratorinnen Xanthe Bouma, Matt Rockefeller und Boya Sun eine sehr fantasievolle, dystopische Welt erschaffen, in der es unheimlich viel zu entdecken gibt. Gleich zu Beginn lernen wir die Sandkriegerin Oona kennen, die man mit ihrer zurückhaltenden und unbeholfenen Art sofort ins Herz schließt. Insgesamt sind die Figuren sehr liebevoll gezeichnet und begeistern mit Tiefe und Vielfalt. Vor allem Oona und ihre zwei neuen Freunde An Tzu und Jax Amboy sind starke Charaktere, die man gerne begleitet. Es ist einfach toll mitzuerleben, wie die drei zueinanderfinden und zu einem ungleichen, aber unschlagbaren Trio zusammenwachsen. Freundschaft, Mut und Zusammenhalt werden hier großgeschrieben, aber auch weitere wichtige Themen wie Umweltschutz, soziale Ungerechtigkeiten, Krieg und Frieden haben in dieser Reihe in ihren Platz gefunden, kindgerecht verpackt in einem fesselnden und unterhaltsamen Abenteuer, das sich zwischen Fantasy und Science Fiction bewegt und einige überraschenden Wendungen bereithält. Mir persönlich war die Handlung bisweilen etwas zu verworren und für das empfohlene Lesealter ein wenig zu komplex. Trotz allem habe ich die Lektüre aber nicht bereut und bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht. Die Tatsache, dass wir in jedem Band einen anderen der fünf Planeten kennenlernen und natürlich der Cliffhanger am Ende, machen definitiv neugierig auf mehr!

Ein besonderes Highlight ist die Innengestaltung, bei der man überhaupt nicht merkt, dass gleich drei Künstler
innen am Werk waren. Die Zeichnungen des Trios wirken wie aus einem Guss, sind ausdrucksstark und verspielt und erstrahlen in leuchtenden Farben. An vielen Stellen erzählen sie die Geschichte auch ganz ohne Text – für Lesemuffel ist diese Graphic Novel daher ideal geeignet.

Fazit: „5 Worlds – Der Sandkrieger“ ist ein gelungener Auftakt einer spannenden Fantasy-Comic-Reihe ab 10 Jahren, der durch sein bezauberndes Artwork und außergewöhnliches Worldbuilding besticht und nicht nur junge Leserinnen in den Bann zieht. Ein magisches Abenteuer mit viel Herz und Humor und drei unwahrscheinlichen Heldinnen zum Mitfiebern. Auch wenn mich das Buch nicht vollends überzeugen konnte, hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen und werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Ein wunderschönes Mutmach-Bilderbuch!

Lupo, was bedrückt dich?
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Lupo ist ein kleiner Wolf, der sich ziemlich viele Gedanken macht. Die anderen Wölfe in seinem Rudel sind groß, mutig und wild – eben richtig wölfisch. Lupo aber befürchtet, dass er nichts davon ist und ...

Lupo ist ein kleiner Wolf, der sich ziemlich viele Gedanken macht. Die anderen Wölfe in seinem Rudel sind groß, mutig und wild – eben richtig wölfisch. Lupo aber befürchtet, dass er nichts davon ist und das macht ihm sehr große Sorgen. Er tut daher so als wäre er groß, mutig und wild. Doch so zu tun, als ob, scheint kein guter Plan zu sein – Lupo sorgt sich dann nur noch mehr. Zum Glück hat er Pablo, seinen besten Freund. Als dieser merkt, dass es Lupo schlecht geht, möchte er ihm unbedingt helfen. Er zeigt ihm, wie man mit bedrückenden Gedanken umgehen kann – wie man über sie spricht, sie wegpustet und sich ablenkt. Und Lupo erkennt, dass jeder mal Sorgen hat und sie wirklich kleiner werden, wenn man sie mit anderen teilt.

Seit ich die britische Künstlerin Catherine Rayner für mich entdeckt habe, freue ich mich jedes Mal wie ein Schnitzel, wenn ein neues Buch von ihr auf Deutsch erscheint. Als der Thienemann-Esslinger Verlag „Lupo“ ankündigte, war natürlich sofort klar, dass ich ihn kennenlernen möchte. Und ich habe es definitiv nicht bereut!

Catherine Rayner hat uns mal wieder ein entzückendes Bilderbuch gezaubert, das Jung und Alt gleichermaßen anspricht. Beruhigend, sanft und voller Wärme erzählt sie die Geschichte vom kleinen Lupo und seinem Weg zu mehr Selbstbewusstsein. Mit ihm und Pablo hat die Autorin zwei überaus einnehmende Charaktere erschaffen, mit denen man sich sofort verbunden fühlt. Denn wer kennt sie nicht? Diese sorgenvollen Gedanken, die einem hartnäckig im Kopf herumkreisen. Wir alle haben sie ab und an, mal sind sie leise, mal richtig laut, manchmal verschwinden sie schnell wieder und manchmal begleiten sie uns eine lange Zeit. Junge Kinder, denen es gerade ähnlich wie Lupo geht, werden sich sehr gut mit ihm identifizieren können und aus seiner Geschichte Mut und Kraft schöpfen. Mit seiner freundlichen Art zeigt er ihnen, dass sie mit ihren Sorgen und Ängsten nicht alleine sind und ermutigt sie dazu, über ihre Gefühle zu reden. Wenn man seine Probleme mit anderen teilt, werden sie kleiner und man selbst größer und stärker. Eine ganz tolle und wichtige Botschaft, die auch schon die Kleinsten verstehen.

Genauso liebevoll wie der Text sind auch die farbenfrohen, großflächigen Illustrationen von Catherine Rayner, die das Erzählte wundervoll untermalen. Ihre ausdrucksstarken und zarten Aquarellbilder laden zum Verweilen und Wohlfühlen ein und sind wie gewohnt ganz zauberhaft anzuschauen. Vor allem in die beiden kleinen Wolfswelpen muss man sich einfach verlieben.

Fazit: „Lupo, was bedrückt dich?“ ist ein warmherzige, einfühlsame und wunderschön illustrierte Mutmachgeschichte ab 3 Jahren über Sorgen, Ängste, Mut und Selbstvertrauen. Mit seiner stärkenden Botschaft und den kleinen Achtsamkeitstricks im Umgang mit Grübeleien ist dieses Bilderbuch der ideale Begleiter für ängstliche Kinder, denen es schwer fällt, über ihre Gefühle zu sprechen. Ich bin total verliebt in dieses Buch, mein Herz hat der kleine Lupo im Sturm erobert. Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Ein bezauberndes Bilderbuch mit wunderschönen Bildern und tollen Botschaften!

Wir alle geMEINSam!
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Als das Eichhörnchen Herr Rot eines warmen Tages einen großen Baum entdeckt, beschließt es kurzerhand, dass er fortan ihm ganz allein gehört. Der dicke Stamm, auf den man so toll hinaufflitzen kann; die ...

Als das Eichhörnchen Herr Rot eines warmen Tages einen großen Baum entdeckt, beschließt es kurzerhand, dass er fortan ihm ganz allein gehört. Der dicke Stamm, auf den man so toll hinaufflitzen kann; die vielen Äste zum Schwingen und Springen; die Blätter, die so herrlich rascheln – alles MEINS, denkt der kleine Herr Rot. Er ist daher überhaupt nicht begeistert, dass es sich auch andere Tiere auf seinem Baum gemütlich machen. Erst knabbert eine Raupe ganz frech an einem Blatt (SEIN Blatt!), eine Schwalbe landet auf einem Ast (SEIN Ast!), dann kommt auch noch eine ganze Schwalbenschar, danach noch ein Elefant…Die Miene von Herrn Rot wird immer finsterer. Mit all diesen Tieren ist es hier einfach viel zu voll und laut. Der alte Baum, der sich durch Herrn Rots Schimpfereien nicht aus der Ruhe bringen lässt, erinnert den kleinen Egoisten liebevoll daran, dass alle willkommen sind und gemeinsam hier leben. Verärgert fasst Herr Rot den Entschluss, sich einen anderen Baum zu suchen. Doch dann begegnet er der gefährlichen Frau Leopard und er beginnt zu erkennen, dass gemeinsam doch viel besser ist alleine.

Letztes Jahr habe ich die englische Illustratorin Jessica Meserve entdeckt und mich sofort in ihren bezaubernden Zeichenstil verliebt. Auf ihr neues Bilderbuch „Wir alle geMEINSam“! (übersetzt von Eva Hierteis) habe ich mich daher sehr gefreut. Schon das Cover schaut absolut entzückend aus und der kreative Titel könnte passender kaum sein (ich liebe dieses Wortspiel). Beides verspricht auch nicht zu viel!

Sanft und humorvoll erzählt Jessica Meserve hier eine wunderbare Geschichte über das Teilen und Zusammenhalten und die Schönheit der Natur. Vor allem für Kinder, die sich gerade in der Meins-Phase befinden, ist dieses Buch der ideale Begleiter, da es ihnen spielerisch zeigt, wie schön es ist zu teilen und offen für Neues zu sein. Das kleine Eichhörnchen Herr Rot ist ein Protagonist, der in gewisser Hinsicht an ein trotziges Kleinkind erinnert. Er ist der festen Überzeugung, dass der Baum SEINS ist und hält anfangs gar nichts davon, ihn mit anderen zu teilen. Doch als es drauf ankommt, erkennt er seinen Fehler. Er merkt, dass es eigentlich doch viel schöner (und sicherer) ist, wenn man zusammenlebt und gute Freunde hat, auf die man sich immer verlassen kann. Denn gemeinsam ist man stark und schafft viel mehr als alleine!
Auch die Bedeutung von Bäumen spielt hier eine wichtige Rolle. Anhand des weisen, gutmütigen Baumes mit seiner freundlichen Mimik wird kindgerecht veranschaulicht, dass Bäume unzähligen Tieren Lebensraum bieten wie Vögel, Insekten und Eichhörnchen. Es gibt hier einfach so viel zu entdecken und zu bestaunen! Optisch ist dieses Buch ein ganz besonderer Genuss. Jessica Meserves zarte und ausdrucksstarke Illustrationen in sanft-leuchtenden Aquarellfarben sind mal wieder zum Hineinträumen und strahlen viel Wärme und Geborgenheit aus. Man könnte einfach stundenlang in ihnen verweilen, um sich an den vielen liebevollen Details zu erfreuen.

Fazit: „Wir alle geMEINSam“! ist eine warmherzige Geschichte über die Bedeutung des Teilens und die Kraft der Gemeinschaft. Ein wundervoll illustriertes Bilderbuch ab 4 Jahren, das Jung und Alt gleichermaßen verzaubert. Ich bin richtig verliebt in dieses Buch und kann es jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 09.08.2025

Ein zauberhaftes Bilderbuch, das rundum glücklich macht!

Eingeladen!
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Postbotin Pauline hat heute viel zu tun. Sieben Briefe muss sie austragen. Der erste geht an Marienkäfer Marie, die in einer großen Walnuss lebt und eine leidenschaftliche Gärtnerin ist. Nachdem sie den ...

Postbotin Pauline hat heute viel zu tun. Sieben Briefe muss sie austragen. Der erste geht an Marienkäfer Marie, die in einer großen Walnuss lebt und eine leidenschaftliche Gärtnerin ist. Nachdem sie den Brief gelesen hat, macht sie sich mit einem Lächeln auf den Lippen auf den Weg. Auch Feldgrille Ferdinand, Raupe Radegunde, Maus Magdalena, Maulwurf Manuel und Igel Isidor wurden heute von Postbotin Pauline besucht und sind daraufhin glücklich losgezogen – im Gepäck eine nette Kleinigkeit. Doch wohin gehen sie nur? Was steht wohl in den Briefen? Nun, das wird hier nicht verraten, das gilt es schon selbst herauszufinden.

Als großer Fan von Maja P. Kastelics wunderbarer Zeichenkunst konnte ich mir ihr neues Werk „Eingeladen!“ natürlich nicht entgehen lassen. Schon das Cover ist einfach zum Verlieben und lädt einen buchstäblich dazu ein, in die Geschichte dahinter einzutauchen. Eine Einladung, der man unbedingt nachkommen sollte!

Maja P. Kastelic hat mal wieder ein echtes Schätzchen für jede Bilderbuchsammlung geschaffen. Liebevoll erzählt sie eine bezaubernde Geschichte über Freundschaft, Glück, Dankbarkeit und Zufriedenheit. Es ist eine Geschichte, die ein wohlig-warmes Gefühl hinterlässt und uns daran erinnert, mehr Dinge zu tun, die uns glücklich machen. Sie zeigt, wie schön es ist, anderen eine Freude zu bereiten, gemeinsam zu feiern und Spaß zu haben und dass gute Freunde das wohl größte Geschenk im Leben sind. Die slowenische Künstlerin hat eine überaus sympathische Truppe von Tiercharakteren kreiert, die man mit großer Begeisterung und Neugier begleitet. Man möchte unbedingt wissen, was wohl in den Briefen steht, die Postbotin Pauline verteilt und ist bei jedem Umblättern immer ganz gespannt, wer wohl als nächstes einen Umschlag erhält und was es in den jeweiligen Behausungen zu bestaunen gibt.
Optisch ist dieses Buch ein ganz besonderer Genuss! Maja P. Kastelics zarte, farbenfrohe Aquarellbilder sind mit unglaublich viel Liebe zum Detail gezeichnet und erinnern fast schon an Wimmelbilder. Jede Illustration strotzt nur so vor süßen Kleinigkeiten, sodass man sich stundenlang darin verlieren kann und auch nach mehrmaligem Betrachten ständig etwas Neues findet. Vor allem in den verschiedenen Häusern, in die wir hineinlugen dürfen, gibt es so viel zu entdecken! Und wenn man mag, kann man mit Kindern ein kleines Suchspiel machen: Wo sind die vierblättrigen Kleeblätter? Denn passend zum Thema hat sich mindestens ein Exemplar dieses bekannten Glückssymbols auf nahezu jeder Seite versteckt.

Vermutlich würde die Geschichte auch sehr gut ohne Worte funktionieren. Allerdings ist der Textanteil ohnehin sehr gering gehalten und überzeugt mit kurzen, einfachen Sätzen (übersetzt von Sebastian Walcher). Für Kinder ab 3 Jahren ist dieses Buch ideal geeignet, aber auch als Erwachsener hat man seine helle Freude daran.

Fazit: „Eingeladen!“ ist ein warmherziges und wunderschön gestaltetes Bilderbuch, das zum immer wieder Angucken und Entdecken einlädt und einfach rundum glücklich macht. Es feiert das Glück der Freundschaft und gemütliche Beisammensein und verzaubert Jung und Alt mit detailverliebten Illustrationen und ganz viel Lebensfreude. Maja P. Kastelic hat es mal wieder geschafft mich zu begeistern, ich kann ihr neues Bilderbuch nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 07.08.2025

Ein herrlich schräger und unterhaltsamer Lesespaß!

Die fieseste Lehrerin der Welt
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Kurz vor den Osterferien verabschiedet sich die Klassenlehrerin der 5a in den Ruhestand und eröffnet ihrer Klasse noch, wie ihre Nachfolgerin heißt: Frau Fröhlich. Bei so einem Namen sind Paul und seine ...

Kurz vor den Osterferien verabschiedet sich die Klassenlehrerin der 5a in den Ruhestand und eröffnet ihrer Klasse noch, wie ihre Nachfolgerin heißt: Frau Fröhlich. Bei so einem Namen sind Paul und seine Mitschülerinnen guter Dinge, dass ihr Leben genauso weitergehen wird wie bisher. Doch weit gefehlt! Ihre neue Lehrerin müsste eigentlich Frau Fies oder Frau Verboten heißen. Bereits am ersten Tag macht sie deutlich, dass man sich mit ihr besser nicht anlegt. Sie vergibt unfaire Noten und verbietet so gut wie alles, vor allem Dinge, die Spaß machen. Erst sind es Südfrüchte, Sammelkarten und Handys, dann Lachen, Knoblauch, Husten, Kapuzenpullover...es wird immer mehr und mehr, sogar Klassengoldfisch Gerald landet auf der Tabu-Liste! Aber das ist noch nicht alles. Nach und nach übernimmt Frau Fröhlich sämtliche Fächer (ihre alten Lehrer haben seltsamerweise alle gekündigt!) und überall stehen auf einmal unheimliche fleischfressende Pflanzen, die total stinken. Paul und den anderen ist schnell klar, dass ihre neue Lehrerin weg muss. Doch das ist leichter gesagt als getan. Kein Erwachsener scheint ihnen zu glauben, dass mit Frau Fröhlich etwas nicht stimmt. Ganz im Gegenteil, alle sind absolut begeistert von ihr. Ob es der Klasse wohl noch gelingen wird, die Neue loszuwerden?

Ulrike Rylance gehört für mich schon seit langem zu den Autor
innen, von denen ich mir jedes neue Buch blind zulege. Ich habe bisher alles aus ihrer Feder mit Begeisterung verschlungen – und „Die fieseste Lehrerin der Welt“ bildet da keine Ausnahme.

Ulrike Rylance hat uns mal wieder ein wunderbares Kinderbuch gezaubert, das definitiv hält, was das Cover verspricht – vom Titel ganz zu schweigen. Witzig, locker und mitreißend erzählt sie die Geschichte aus der Sicht von Paul und beweist einmal mehr ihr feines Gespür für kindliche Perspektiven. Es fällt leicht, sich in den Jungen hineinversetzen und mit ihm und seiner Klasse mitzufühlen. Denn wer kennt sie nicht? Diese gemeinen Lehrerinnen, die null Spaß verstehen und ihn sogar verbieten? Doch Frau Fröhlich toppt alles. Ihr Ziel scheint es zu sein, ihren Schülerinnen das Leben zur Hölle zu machen. Bei ihr ist so gut wie alles verboten: Lachen, Flüstern, Weinen...sogar Husten und Sonnenlicht! Schon der erste Tag ist ein Albtraum – und es wird immer schlimmer und verrückter. Freilich ist Frau Fröhlich völlig überzogen dargestellt (ich hoffe doch sehr, dass es kein reales Gegenstück von ihr gibt?!), sodass sich das Ganze, trotz der vielen Gemeinheiten, äußerst amüsant liest. Auf der einen Seite hat man natürlich großes Mitleid mit der Klasse, auf der anderen Seite muss man aber auch immer wieder breit schmunzeln. Paul und seine Klassenkameraden haben einige ganz schön kreative Vergraul-Aktionen auf Lager. Anfangs fehlt es den Schüler*innen zwar noch an Gemeinschaftsgefühl, doch je fieser ihre Monsterlehrerin wird, desto mehr wachsen sie zusammen, bis sie schließlich alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Man fiebert und bangt mit ihnen mit und ist gleichzeitig auch ordentlich am herumrätseln, was es eigentlich mit Frau Fröhlich auf sich hat. Mit ihrer ominösen schwarzen Tasche stimmt etwas ganz eindeutig nicht und dass alle Erwachsenen sie für einen Engel halten, ist ebenfalls höchst verdächtig. Wer oder was ist sie also? Eine Hexe? Ein Monster? Ein Alien?
Die Kinder stellen lauter wilde Theorien auf, aber ob eine davon wahr ist und wenn ja, welche, wird an dieser Stelle nicht verraten, das gilt es schon selbst herauszufinden. Das Ende kommt jedenfalls etwas offen daher – Potenzial für eine Fortsetzung ist also durchaus vorhanden.

Untermalt wird diese turbulente Schulgeschichte durch Horst Hellmeiers lustige schwarz-weiß Illustrationen, die den humorvollen Ton der Handlung perfekt treffen und das Leseerlebnis gekonnt abrunden.

Fazit: „Die fieseste Lehrerin der Welt“ ist ein spannendes und unterhaltsames Schulabenteuer mit einer großen Portion Humor, jeder Menge Zusammenhalt und sympathischen Figuren zum Mitfiebern. Ein herrlich schräger Lesespaß für alle ab 8 Jahren, der definitiv Lust auf mehr macht. Ulrike Rylance hat es mal wieder geschafft mich zu begeistern. Ich hatte richtig viel Spaß beim Lesen und hoffe sehr auf ein Wiedersehen mit Paul und Co. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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