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Veröffentlicht am 27.07.2025

Ein toller Kindercomic voller Bücherliebe, Humor, Fantasie und Abenteuer!

Nachts in der Bibliothek (Band 1)
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Für die zehnjährigen Zwillinge Page und Turner ist die New York Public Library viel mehr als nur ein Ort voller Bücher – sie ist wie ihr zweites Zuhause. So oft sie können entfliehen sie ihrem echten Zuhause, ...

Für die zehnjährigen Zwillinge Page und Turner ist die New York Public Library viel mehr als nur ein Ort voller Bücher – sie ist wie ihr zweites Zuhause. So oft sie können entfliehen sie ihrem echten Zuhause, das durch die ständige Abwesenheit ihrer Eltern meist ziemlich einsam und kalt wirkt. Zwischen Regalreihen und alten Klassikern fühlen sich die beiden am wohlsten. Hier können sie überall hinreisen – allein, indem sie ein Buch aufschlagen und sich in andere Welten entführen lassen. Doch an dem Tag, an dem sie heimlich die alte, wertvolle Dracula-Ausgabe von ihrem Vater mit in die Bibliothek schmuggeln, zeigt sich, dass Bücher viel magischer sind als sie immer gedacht haben. Auf einmal erwachen die Buchfiguren zum Leben und brechen aus ihren Geschichten aus. Ehe es sich Page und Turner versehen, stehen sie Alice aus dem Wunderland gegenüber, Jack und seinen Zauberbohnen und Piraten aus der Schatzinsel. Und es werden immer mehr Figuren! Einzig die Nachtbibliothekarin scheint zu wissen, was hier vor sich geht. Doch sie benötigt dringend die Hilfe der Geschwister. Die ausufernde Magie muss schnellstmöglich gestoppt werden, um die Bibliothek zu retten! Ein unglaubliches, nächtliches Abenteuer beginnt...

Ein nächtlicher Bibliotheksbesuch; Buchfiguren, die plötzlich lebendig werden; Magie, die außer Kontrolle gerät – das klang nach einer richtig coolen Mischung aus „Nachts im Museum“, „Tintenherz“ und „Gänsehaut“. Also genau mein Ding! An dem Graphic Novel-Debüt von Christopher Lincoln konnte ich daher auf keinen Fall vorbeigehen und ich habe es nicht bereut.

„Nachts in der Bibliothek“ enthält einfach alles, was es für einen guten Kindercomic braucht: Eine packende und clevere Handlung, jede Menge Witz und Fantasie, liebenswert-schräge Charaktere sowie ein ansprechendes Layout mit wunderschönen Illustrationen. Von Anfang an macht es einfach Spaß, diesen Comic lesen, selbst Lesemuffel werden hier mit Begeisterung am Ball bleiben. Und für Bücherwürmer ist dieses Buch natürlich ein echter Leckerbissen.


Optisch überzeugt dieser Comic ebenfalls auf ganzer Linie. Christopher Lincolns Zeichnungen sind stimmungsvoll und ausdrucksstark und verleihen der Geschichte durch die gedeckte Kolorierung eine geheimnisvolle Atmosphäre. Toll ist auch das Erscheinungsbild der Zwillinge, das sich über Klischees hinwegsetzt. Denn anders als meist üblich, ist es hier mal der Junge, der lange Haare hat und das Mädchen kurze.

Fazit: „Nachts in der Bibliothek“ ist ein gelungener Auftakt einer neuen Comic-Reihe ab 10 Jahren, der große Lust auf mehr macht. Eine originelle Hommage an die Literaturwelt und Bibliotheken und ein absolutes Muss für alle Buchliebhaber*innen. Fesselnd, unterhaltsam und voller Herz, Magie und Abenteuer. Also ich bin begeistert von Christopher Lincolns Graphic Novel-Debüt und hoffe sehr auf viele weitere Bände. Von mir gib es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 26.07.2025

Ein magisches Abenteuer voller Spannung, Fantasie und Freundschaft!

Die Bestimmung der Mondsteinkinder
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Seit vielen Jahrzehnten findet im Land des kindlichen Königs die Königslese statt, bei der das Kind ausgewählt wird, welches als nächstes das Reich regieren soll. Als es wieder soweit ist, möchte der ...



Seit vielen Jahrzehnten findet im Land des kindlichen Königs die Königslese statt, bei der das Kind ausgewählt wird, welches als nächstes das Reich regieren soll. Als es wieder soweit ist, möchte der 13-jährige Meelo sein Glück versuchen. Es heißt zwar immer, dass ein Perlentaucher bei seinen Austern bleibt, aber mit seiner panischen Angst vor dem Wasser beginnt Meelo immer mehr daran zu zweifeln, ob er überhaupt ein echter Perlentaucher ist. Zudem besitzt er auch einen Mondstein und hat somit die Chance auf den Thron. Auf seinem Weg in die Gläserne Stadt, wo die große Zeremonie stattfinden soll, begegnet er dem Mädchen Ria, einer Königskindkanditatin aus dem Stamm der Flügelhüter. Gemeinsam stoßen sie auf dunkle Verschwörungen und Geheimnisse und sehen ihr Heimatland plötzlich in einem ganz anderen Licht. Ob es ihnen wohl gelingen wird, ihr Land und die fliegenden Pferde zu retten?

Bei diesem Buch war sehr schnell klar, dass es bei mir einziehen muss. Das wunderschöne Cover, das uns die Kristina Kister gezaubert hat, ließ mein Herz direkt höher schlagen, die Geschichte dahinter klang nicht minder vielversprechend und der Name der Autorin erledigte dann den Rest. Von Maike Harel habe ich schon einige Bücher gelesen und war jedes Mal begeistert. Und „Die Bestimmung der Mondsteinkinder“ bildet da keine Ausnahme.

Maike Harel hat hier einen wunderbaren Fantasyroman geschaffen, bei dem nicht nur junge Leserinnen ab 10 Jahren auf ihre Kosten kommen. Mit ihrem bildlichen Schreibstil entführt uns die deutsche Autorin in eine märchenhafte Welt, die einen gewissen Mittelaltercharme aufkommen lässt und einen direkt in den Bann zieht. Im Nu ist man mittendrin im Geschehen und hat durchweg das Gefühl, selbst Teil der Geschichte zu sein. Zusammen mit dem Perlentaucher Meelo und der Flügelhüterin Ria begibt man sich als Leserin auf eine abenteuerliche Reise voller Freundschaft, Mut, Zusammenhalt, Intrigen und Gefahren. Langweilig wird es dabei zu keiner Zeit. Magische Mondsteine, fliegende Pferde, kindliche Monarchen und dunkle Machenschaften erwarten einen hier. Die Charaktere sind allesamt liebevoll gestaltet, vor allem Meelo und Ria sind zwei starke Protagonist*innen, die man gerne begleitet. Es ist toll mitzuerleben, wie die Zwei fest zusammenzuhalten, gemeinsam über sich hinauswachsen und sich für das einsetzen, woran sie glauben. Ihre Reise lädt durchweg zum Mitfiebern ein, erinnert uns gleichzeitig aber auch daran, dass jeder das Recht hat, sein Leben so zu gestalten wie er oder sie es möchte und es sich lohnt, seinen Träumen zu folgen.

Die doppelseitige farbige Landkarte zu Beginn sowie die stimmungsvollen schwarz-weiß Kapitelvignetten (beigesteuert von Kristina Kister) runden das Leseerlebnis perfekt ab und das stimmige Ende lässt vermuten, dass es sich hierbei um einen Einzelband handelt.

Fazit: „Die Bestimmung der Mondsteinkinder“ ist eine spannende, fantasievolle und berührende Abenteuergeschichte über die Kraft der Freundschaft und den Mut, für das Richtige einzustehen. Ein magischer Lesespaß für alle ab 10 Jahren, die gerne in fantastische Welten eintauchen. Ich kann Maike Harels neuen Kinderroman wärmstens empfehlen, mir hat er zauberhafte Lesestunden bereiten können. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Eine großartige Comic-Adaption von „Die Königinnen der Würstchen“!

Die kleinen Königinnen
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Jedes Jahr werden an Mirelles Schule die drei hässlichsten Mädchen zur „Wurst des Jahres“ gekürt. Mirelle gehört zu den regelmäßigen Gewinnerinnen dieses schulinternen Wettbewerbs, der ausgerechnet von ...

Jedes Jahr werden an Mirelles Schule die drei hässlichsten Mädchen zur „Wurst des Jahres“ gekürt. Mirelle gehört zu den regelmäßigen Gewinnerinnen dieses schulinternen Wettbewerbs, der ausgerechnet von ihrem ehemaligen Kindergartenfreund Malo ins Leben gerufen wurde. Mehrmals schon hat er sie zur goldenen Wurst gewählt. Dieses Jahr jedoch hat sie nur Bronze erhalten, Astrid und Hakima seien angeblich größere Vogelscheuchen als sie. Diese Aktion ist einfach nur extrem fies, aber Mirelle hat sich damit arrangiert und nimmt das Ganze mit Humor. Da sie inzwischen ein Profi in Sachen Mobbing ist, beschließt sie die zwei anderen „Würste“ aufzusuchen, um sie aufzubauen. Zuerst versucht sie der weinenden Astrid klarzumachen, dass sie sich auf keinen Fall das Leben von diesem Idioten Malo vermissen lassen sollte. Danach machen sich die beiden auf den Weg zu Hakima, die ebenfalls ganz schockiert über ihre Platzierung ist. Zusammen beschließen die drei Mädchen, sich nicht unterkriegen zu lassen und schmieden spontan einen abenteuerlichen Plan: Sie wollen mit dem Fahrrad nach Paris reisen, mit dem Ziel, die berühmte Gartenparty im Pariser Élysée-Palast am französischen Nationalfeiertag zu crashen. Jede von ihnen hat dabei ein ganz eigenes Motiv. Begleiten wird sie Hakimas großer Bruder Kader, der bei einem Militäreinsatz beide Beine verloren hat und fortan im Rollstuhl sitzt. Finanziert wird ihre Reise ironischerweise durch den Verkauf von Würstchen. Mitsamt Würstchenbuden-Anhänger radeln sie also los und erhalten immer mehr Aufmerksamkeit von den Medien. Ob sie es wohl rechtzeitig bis zum 14. Juli nach Paris schaffen werden?

Nachdem ich von Magali Le Huche bereits ihre Hexenkram-Reihe mit großer Begeisterung gelesen habe, bin ich bei dem hier vorliegenden Buch sofort hellhörig geworden. Als ich dann las, dass es sich dabei um eine Comic-Adaption von Clémentine Beauvais’ Jugendroman „Die Königinnen der Würstchen“ handelt, der 2017 auf Deutsch im Carlsen Verlag erschienen ist, ist meine Neugierde nur noch größer geworden. Über das Original habe ich schon eine Menge Gutes gehört, selbst gelesen habe ich es allerdings noch nicht. Meine Ausgabe liegt nun schon seit mehreren Jahren auf meinem SuB und wartet dort auf mich. Ich kann daher keinen Vergleich zur Romanvorlage ziehen, gehe aber sehr davon aus, dass Magali Le Huche mit ihrer Umsetzung einen hervorragenden Job gemacht hat. Mir jedenfalls hat diese Gaphic Novel ausgesprochen gut gefallen!

Die Geschichte erzählt von drei völlig unterschiedlichen Mädchen, die eines gemeinsam haben: Alle drei sind Außenseiterinnen und gelten als die hässlichsten Mädchen an ihrer Schule. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, lassen sich die drei nicht unterkriegen. Vor allem Mirelle, auf der verstärkt der Fokus liegt, nimmt das Ganze bewundernswert locker. Sie ist ein richtiges Highlight unter den weiblichen Protagonistinnen: Taff, schlagfertig, erfrischend selbstironisch und direkt, aber auch sehr warmherzig. Sie hat es irgendwie geschafft, die fiesen Kommentare nicht mehr an sich heranzulassen, was früher durchaus anders war. Ihre schrullig-selbstbewusste Art wirkt überaus motivierend und wird sicherlich nicht nur die zwei anderen „Würste“ Astrid und Hakima zu mehr Selbstbewusstsein und Körperliebe ermutigen, sondern auch so manche Leser*innen, allen voran natürlich junge Mädchen und Frauen.
Obwohl hier viele ernste und gesellschaftskritische Themen angesprochen werden, kommt die Handlung in keinster Weise bedrückend daher. Bodyshaming, (Cyber)-Mobbing, Vorurteile, Diskriminierung und Feminismus werden hier auf eine wunderbar humorvolle, behutsame und bestärkende Weise behandelt. Es macht einfach wahnsinnig viel Freude, die drei „Würste-Königinnen“ auf ihrem chaotischen Rad-Roadtrip zu begleiten und mitzuerleben, wie sie gemeinsam über sich hinauswachsen, einiges über sich selbst lernen und keine Herausforderungen scheuen. Stets nach dem Motto: Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen. Man fiebert, fühlt und jubelt mit ihnen mit und bekommt beim Lesen richtig Lust darauf, selbst mal eine Fahrradtour durch Frankreich zu machen.

Magali Le Huche hat aus diesem Roadtrip-Roman eine großartige Graphic Novel gemacht. Sympathisch und lebensfroh setzt sie die spleenigen Charaktere in Szene, begeistert mit vielen liebevollen Details und fängt das französische Flair perfekt ein.

Fazit: Magali Le Huche präsentiert hier eine rundum gelungene Graphic Novel-Adaption von Clémentine Beauvais’ Jugendroman „Die Königinnen der Würstchen“, die sie sich niemand ab 12 Jahren entgehen lassen sollte. „Die kleinen Königinnen“ ist ein mitreißender Roadmovie in Comicform, der trotz ernster Themen herrlich witzig, frech und locker-leicht daherkommt. Ein wundervolles Wohlfühlbuch voller Herz, Humor und Freundschaft und zugleich ein echter Mutmacher. Ich bin absolut begeistert und kann es nun kaum erwarten, endlich die Originalgeschichte zu lesen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Genauso zauberhaft wie der erste Band!

Kevin, der kleine Vampir (2)
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Susie und der Draif Garlieb (halb Drache, halb Greif) haben sich dem Wander-Zirkus Monstrometti angeschlossen, in dem der 11-jährige Vampir Kevin zu Hause ist. Endlich muss Susie ihre schrecklichen Tanten ...

Susie und der Draif Garlieb (halb Drache, halb Greif) haben sich dem Wander-Zirkus Monstrometti angeschlossen, in dem der 11-jährige Vampir Kevin zu Hause ist. Endlich muss Susie ihre schrecklichen Tanten nicht mehr ertragen, allerdings zeigt sich sehr schnell, dass es gar nicht so leicht ist, als einziger Mensch unter Vampiren und Monstern zu leben. Während sich alle auf die Drachenparade des weltberühmten Festivals der Furcht freuen, sieht Susie diesem Spektakel mit gewisser Sorge entgegen. Auf den tödlichen Todessprung kann sie eigentlich gut verzichten, schließlich ist sie, anders als die anderen, nicht unsterblich. Kevin und seine Familie möchten die Parade aber unbedingt gewinnen, schließlich wird der Sieger als Zirkus des Jahres gekürt. Doch dann ist auf einmal Hund verschwunden (der eigentlich gar kein Hund ist). Die Spur führt in den Wilden Wald, wo die böse Hexe Furina Zorn ihr Unwesen treibt. Ein neues haarsträubendes Abenteuer beginnt...

Hierbei handelt es sich um den zweiten Band rund um Kevin, den kleinen Vampir, ins Deutsche übertragen von Kathrin Köller. Das Buch ist ohne Vorkenntnisse lesbar, allerdings empfiehlt es sich, mit dem ersten Teil zu starten, da die Bücher aufeinander aufbauen.
Nachdem mir das erste Abenteuer so gut gefallen hat, konnte ich das nächste kaum erwarten. Schon das Cover sieht wieder richtig toll aus und steigert die Vorfreude auf die Geschichte dahinter.

Erneut erweckt Matt Brown die lustig-trubelige Welt des Monsterzirkus Monstrometti zum Leben und präsentiert uns monstermäßig gute Unterhaltung vom Feinsten. Mit viel Fantasie, Humor und Liebe zum Detail erzählt der britische Autor von einem furchterregenden Festival, abenteuerlichen Zeitsprüngen, kniffligen Sphinx-Rätseln und schreiendem Eis. Er erzählt aber auch von Freundschaft, Mut und Zusammenhalt, vom Anderssein und Glauben an sich selbst. Kevin und Susie sind zwei überaus sympathische Protagonistinnen, die einem sofort ans Herz wachsen. Sie zeigen uns einmal mehr, dass wahre Freundschaft keine Unterschiede kennt und so schnell nichts erschüttern kann. Trotz ihrer kleinen Differenzen halten sie immer fest zusammen, wachsen gemeinsam über sich hinaus und ermutigen dazu, sich selbst treu bleiben. Es macht einfach wieder großen Spaß, die Zwei zu begleiten, langweilig wird es dabei zu keiner Zeit. Die Erzählung sprüht nur so vor witzig-kreativen Ideen und schrägen Gestalten, ohne übertrieben oder albern zu wirken. Viele überraschende Wendungen halten einen in Atem und trotz Vampire, Hexen und Co. wird es an keiner Stelle gruselig (na ja, vielleicht nur ein ganz kleines bisschen). Für kleine Monsterliebhaberinnen ist diese Reihe einfach das ideale Lesefutter, aber auch als Erwachsener hat man seine helle Freude daran.

Ein echtes Highlight sind auch wieder die zahlreichen zauberhaften schwarz-weiß Illustrationen von Flavia Sorrentino, die das Ganze untermalen und perfekt zur Geschichte passen. Die Monstersteckbriefe im Anschluss eines jeden Kapitels sowie die Karte zu Beginn runden das Leseerlebnis perfekt ab und das Ende lässt auf eine weitere Fortsetzung hoffen.

Fazit: Genauso spannend, fantasievoll und monströs unterhaltsam wie der Vorgänger kommt Kevins zweites Abenteuer daher und begeistert mit wohligem Grusel, liebenswert-skurrilen Figuren und ganz viel Herz und Freundschaft. Ein schaurig-schönes Lesevergnügen für alle Monsterfans ab 8 Jahren! Mir hat auch dieser Band unheimlich viel Spaß gemacht, über ein weiteres Wiedersehen mit Kevin und seiner chaotischen Monstertruppe würde ich mich sehr freuen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Wunderschön und einfach zum Verlieben!

Plötzlich Mama!
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Der alte Dachs lebt allein in seinem Bau am Waldrand. Die vielen einsamen Jahre haben ihn zu einem mürrischen Griesgram und Eigenbrötler gemacht. Er hat am liebsten seine Ruhe und verlässt seinen Bau nur, ...

Der alte Dachs lebt allein in seinem Bau am Waldrand. Die vielen einsamen Jahre haben ihn zu einem mürrischen Griesgram und Eigenbrötler gemacht. Er hat am liebsten seine Ruhe und verlässt seinen Bau nur, um auf Essenssuche zu gehen, immer darauf bedacht, den anderen Waldtieren aus dem Weg zu gehen. Doch der Tag, an dem er ein Ei findet, wird sein Leben komplett verändern. Während sich der Dachs noch überlegt, wie er das Ei am besten zubereiten soll, beginnt es darin zu rumoren. Was eigentlich als Rührei oder Spiegelei auf seinem Teller landen sollte, ist plötzlich ein kleines Entenküken. Und nicht nur das: Es hält den Dachs für seine Mama! Verärgert darüber, dass er nun statt einer leckeren Mahlzeit ein kleines Vögelchen an der Backe hat, versucht der Dachs seinen neuen Mitbewohner loszuwerden. Er bringt es dorthin zurück, wo er das Ei gefunden hat – aber das kleine Küken folgt ihm heimlich nach Hause. Der Dachs ringt sich schließlich dazu durch, den kleinen Erpel bei sich aufzunehmen. Und wer hätte das gedacht, mit der Zeit genießt er es, eine Mama zu sein und kann sich ein Leben in Einsamkeit gar nicht mehr vorstellen.

Dem Erscheinen dieses Buches habe ich voller Vorfreude entgegen gefiebert. Schon Rebbeka Stelbrinks erstes Bilderbuch „Stille Post“, das sie gemeinsam mit der Autorin Andrea Tuschka erschaffen hat, war ein absolutes Schätzchen (solltet ihr es noch nicht kennen, schaut’s euch unbedingt an!). „Plötzlich Mama!“ ist nun allein aus ihrer Feder entsprungen und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen!

Schon das Cover ist ein Highlight, sowohl optisch als auch haptisch, und dahinter geht es genauso weiter. Visuell ist dieses Buch ein ganz besonderer Genuss. Rebekka Stelbrink hat erneut zu Pinsel, Schere, Farbe, Stift und Papier gegriffen, um daraus (ganz analog) die herrlichsten Papiercollagen zu zaubern. Aus unzähligen Papierschnipseln hat sie mit viel Liebe zum Detail, Geduld und Kreativität die Welt von Dachs und Erpel zum Leben erweckt. Lauter filigrane Papierelemente wurden zu verschiedenen Szenen arrangiert und anschließend so digitalisiert, dass die Dreidimensionalität perfekt eingefangen wurde. Man taucht in wundervolle Landschaften ein, begleitet den alten Dachs und den kleinen Enterich durch die Jahreszeiten und erfreut sich an den vielen bezaubernden und witzigen Details. Es gibt hier auf einfach so viel zu zu bestaunen und durch die coole 3D-Optik überkommt einem immer wieder das Verlangen, über die Seiten zu streichen, um etwas zu erfühlen. Rebekka Stelbrinks Kunstwerke sind einfach wieder faszinierend und wirken zudem auch sehr inspirierend. Hier wird garantiert so manches Kind dazu angeregt, selbst kreativ zu werden und sich beim Collagen-Basteln auszutoben.

Inhaltlich präsentiert uns die deutsche Künstlerin eine herzallerliebste und berührende Tiererzählung über die Bedeutung von Familie, Liebe, Geschlechterrollen und das Älterwerden. Auf eine kindgerechte Weise gibt uns die Geschichte einige wertvolle Botschaften mit auf den Weg. Sie zeigt uns, dass Familie nicht allein durch Blut definiert wird, dass das Mamasein über die Biologie hinausgeht und dass es sich lohnt, Veränderungen zuzulassen. Es macht einfach unheimlich viel Freude mitzuerleben, wie der alte Dachs und das kleine Küken zueinanderfinden und fortan gemeinsam durchs Leben gehen. Wie aus dem einsamen Grummeldachs eine freundliche und fürsorgliche Mama und schließlich sogar noch eine glückliche Oma wird. Man liest und betrachtet dieses Buch mit einem Dauerlächeln auf den Lippen und beendet es mit einem warmen Gefühl im Bauch.

Fazit: Einfach zum Verlieben! „Plötzlich Mama!“ ist eine warmherzige und lustige Tiergeschichte ab 3 Jahren, die uns liebevoll daran erinnert, das Familie so viel mehr ist als nur Verwandtschaft. Ein echter Bilderbuchschatz für Leser*innen jeden Alters mit detailreichen, farbenfrohen Papiercollagen zum Immer-wieder-Angucken. Ich bin ganz hin und weg von diesem Bilderbuch, ich kann es jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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