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Veröffentlicht am 15.03.2025

Ein herzerwärmendes & wunderschön illustriertes Bilderbuch mit einer wertvollen Botschaft!

Der Dinosaurier von nebenan
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Liz lebt in einer ganz normalen Gegend mit ganz normalen Nachbarn wie Herrn Wilson von nebenan. Nun ja, zumindest denken alle, dass Herr Wilson normal ist. Liz ist sich jedoch sicher, dass er in Wirklichkeit...ein ...

Liz lebt in einer ganz normalen Gegend mit ganz normalen Nachbarn wie Herrn Wilson von nebenan. Nun ja, zumindest denken alle, dass Herr Wilson normal ist. Liz ist sich jedoch sicher, dass er in Wirklichkeit...ein Dinosaurier ist! Auf den ersten Blick mag er vielleicht normal wirken: Er wohnt in einem gewöhnlichen Haus, fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit und liebt es, in Beryls Bäckerei die fantastischsten Kuchen zu backen. Aber davon lässt sich Liz nicht täuschen. Denn Herr Wilson hat grüne Haut und nur drei Finger und sein Hals ist verdächtig lang...Es ist einfach so offensichtlich, dass er ein Dinosaurier ist, aber egal, wem Liz von ihrer Vermutung erzählt, ob ihrer Mutter, ihrer Lehrerin oder ihrer ganzen Klasse, niemand glaubt ihr. Auch die Wissenschaftlerin aus dem Museum hält Liz' Beobachtungen für Quatsch, Dinosaurier sind schließlich vor vielen Millionen Jahren ausgestorben. So nimmt Liz die Sache selbst in die Hand und folgt Herrn Wilson eines Tages heimlich. Doch leider ist sie nicht die Einzige, die ihm nachspioniert. Als Herr Wilson entführt wird, setzt Liz sofort alles daran, ihren neuen Freund zu retten.

Als großer David Litchfield-Fan freue ich mich jedes Mal wie ein Schnitzel, wenn ein neues Buch von ihm auf Deutsch erscheint. Die Bücher des preisgekrönten englischen Autors und Illustrators sind stets ein Fest für die Augen und voller Fantasie, vermitteln gleichzeitig aber auch wertvolle Lebenslektionen. Und „Der Dinosaurier von nebenan“ (übersetzt von Kathrin Köller) bildet da keine Ausnahme. Schon allein das Cover verzaubert auf den ersten Blick und macht neugierig auf das, was sich dahinter verbirgt.

Auf eine sanfte und zugleich aufregende Weise erzählt David Litchfield von der unverhofften Freundschaft zwischen Menschenmädchen Liz und Dinosaurier Herr Wilson und setzt damit ein Zeichen für Vielfalt, Offenheit und Toleranz. Die Geschichte fordert dazu auf, jeden so zu nehmen wie er oder sie ist und macht Mut, sich selbst treu zu bleiben. Darüber hinaus zeigt sie, dass es sich lohnt, auf Kinder zu hören – denn diese sehen vieles, was wir Erwachsenen verlernt haben zu sehen – oder nicht mehr sehen wollen. Es ist großartig mitzuerleben, wie sich Liz und Herr Wilson anfreunden und wie sich am Ende nicht nur sie für ihn einsetzt, sondern auch andere. Niemand stört sich daran, dass Herr Wilson anders ist. Sie lieben ihn – und seine superleckeren, spektakulären Torten (die sehen aber auch wirklich so köstlich aus!). Wir sind alle gut und genau richtig, wie wir sind und haben das Recht, so zu leben wie wir möchten. Eine ganz tolle und wichtige Botschaft, die man Kindern gar nicht früh genug mitgeben kann.

Die Illustrationen von David Litchfield stellen mal wieder ein besonderes Highlight dar. Mal großflächig, mal in comicartigen Panels ergänzen sie die kurzen Texte perfekt und schaffen eine wundervoll magische und warme Atmosphäre. Sie sind wie gewohnt ein leuchtend buntes Farbfeuerwerk und voller Detailliebe und laden zum Verweilen, Träumen und immer-wieder-Angucken ein.

Fazit: David Litchfield ist immer ein Garant für traumschönen Bilderbuchgenuss vom Feinsten, was er mit seinem neuen Werk erneut unter Beweis stellt. „Der Dinosaurier von nebenan“ ist eine warmherzige und spannende Dinosauriergeschichte über die Kraft der Freundschaft und Toleranz und darüber, andere so zu akzeptieren, wie sie sind. Ein ganz besonderes Bilderbuch ab 4 Jahren, das durch seine wunderschönen Illustrationen besticht und nicht nur Dinofans viel Freude bereitet. Ich bin total verliebt in dieses Schätzchen und kann es jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Hat mir sogar noch besser gefallen als der erste Band!

Baskerville Hall - Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente: Das Zeichen der Fünf
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Die Weihnachtsferien sind vorbei und der junge Arthur Doyle kehrt nach Baskerville Hall zurück. Bereits seine Anreise entpuppt sich als ziemlich abenteuerlich und kaum im Internat angekommen zeigt sich, ...

Die Weihnachtsferien sind vorbei und der junge Arthur Doyle kehrt nach Baskerville Hall zurück. Bereits seine Anreise entpuppt sich als ziemlich abenteuerlich und kaum im Internat angekommen zeigt sich, dass Arthur und seinen Freunden auch diesmal kein ruhiges und normales Schuljahr vergönnt ist. Für die Erstklässlerinnen steht der Ideenwettbewerb an, für den sie in wenigen Wochen etwas Besonderes erfinden müssen, was ihnen die Chance bietet, frühzeitig in einen der fünf Zirkel aufgenommen zu werden. Doch ehe sich Arthur überhaupt Gedanken über sein Projekt machen kann, werden drei Lehrkräfte kurz nacheinander vergiftet aufgefunden, darunter auch sein Lieblingslehrer Sherlock Holmes. Auch das „Kleeblatt“, ein ominöser Geheimklub, geht weiter seinen üblen Machenschaften nach und Arthur beschleicht zunehmend der Verdacht, dass sein Freund Jimmy Moriarty etwas damit zu tun hat. Als dann auch noch Grover mit Geistern in Kontakt tritt, ist die Aufregung perfekt. Zum Glück ist Arthur mit einem messerscharfen Verstand gesegnet und lässt sich so leicht nicht unterkriegen. Ob es ihm wohl gemeinsam mit seinen Freunden gelingen wird, die ganzen Geheimnisse zu lüften und den Täter zu entlarven?

Endlich geht die „Baskerville Hall“ - Reihe in die zweite Runde! Nachdem mich der erste Teil im vergangenen Jahr restlos begeistert zurückgelassen hat, konnte ich es kaum erwarten, mich mit Arthur und seinen Freunden ins nächste Abenteuer zu stürzen. Meine Erwartungen waren entsprechend hoch und was soll ich sagen, sie wurden sogar noch übertroffen! Schon allein das von Iacopo Bruno gestaltete Cover ist wieder ein echter Hingucker und schürt die Vorfreude auf die Geschichte dahinter. Das Buch knüpft nahtlos an den vorherigen Band an – es ist daher ratsam, diesen gelesen zu haben.

Bereits nach wenigen Seiten ist man wieder mittendrin im Geschehen und mag/kann mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Ali Standish versteht es meisterhaft, ihre Leserschaft direkt in den Bann zu ziehen und immer wieder zu überraschen. Gekonnt vereint sie wieder eine Detektivgeschichte mit einem Internatssetting, historischen Kontext mit Fiktion und garniert dies obendrein mit ganz viel Freundschaftsgefühl und einem Hauch Fantasy. Die Story, die dabei herauskommt, ist genauso mitreißend und clever durchdacht wie der Vorgänger – und liest sich dank der hervorragenden Übersetzung von Jessika Komina und Sandra Knuffinke weg wie nichts. Bisweilen wird es in Form von Geistererscheinungen auch noch magisch und übersinnlich, was dem Ganzen eine zusätzliche Würze verleiht. Einblicke in den Schulunterricht bleiben dagegen dieses Mal ein wenig auf der Strecke, was das Lesevergnügen aber in keiner Weise schmälert. Es macht wieder richtig Spaß, Arthur und seine Freunde auf ihrem Abenteuer zu begleiten, welches ihnen nicht nur ihr ganzes detektivisches Können abverlangt, sondern auch ihre Freundschaft auf eine harte Probe stellt. Arthur ermittelt wieder in bester Sherlock Holmes-Manier und macht dem wohl berühmtesten Meisterdetektiv alle Ehre. Nicht nur junge Leser
innen können hier eifrig mitfiebern und miträtseln, auch als Erwachsener hat man seine helle Freude an diesem Buch. Vor allem Kenner von Arthur Conan Doyles Werken werden ganz auf ihre Kosten kommen, da es wieder viele Anspielungen auf das Sherlock-Holmes-Universum gibt. Es ist erneut faszinierend zu sehen, wie die Autorin bekannte Figuren aus Doyles Romanen eingebaut und neu interpretiert hat. Die Charaktere sind allesamt einfach wieder wunderbar getroffen und einem schon längst ans Herz gewachsen. Viel zu schnell ist man auch schon am Ende angelangt und der Cliffhanger lässt die Wartezeit auf den dritten Band (der leider erst im Frühjahr 2026 erscheint) schier unerträglich werden.

Abgerundet wird das Ganze von einem mehrseitigen Anhang hinten im Buch, in dem man mehr über die eher unbekannten Seiten von Arthur Conan Doyles Leben erfährt.

Fazit: „Das Zeichen der Fünf“ ist eine spannende, unterhaltsame und rundum gelungene Fortsetzung, die dem Vorgänger in nichts nachsteht. Bestes Krimi-Lesefutter vom Feinsten für alle hellen Köpfe und Harry Potter-Fans ab 10 Jahren. Auch dieser Band besticht durch eine fesselnde Handlung, einen originellen Genre-Mix und großartige Charaktere, die man so schnell nicht vergisst. Mir hat der zweite Teil sogar noch besser gefallen als der erste. Ich habe ihn verschlungen und fiebere meiner nächsten Rückkehr nach Baskerville Hall schon jetzt voller Vorfreude entgegen. Von mir gibt es 5 von 5 begeisterten Sternen!

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Mitreißend, emotional, tiefgründig und unvergesslich!

Schildkrötenmond
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Silver Trevelon ist ein sehr aufgewecktes und lebhaftes Mädchen und ein Einzelkind. Die Trevelons waren schon immer nur zu dritt, der Wunsch von Silvers Eltern nach einem zweiten Kind hat sich nie erfüllt, ...

Silver Trevelon ist ein sehr aufgewecktes und lebhaftes Mädchen und ein Einzelkind. Die Trevelons waren schon immer nur zu dritt, der Wunsch von Silvers Eltern nach einem zweiten Kind hat sich nie erfüllt, was für eine sehr gedrückte Stimmung zu Hause sorgt. Als Silvers Dad, der Künstler ist, dazu eingeladen wird, in einem Tierzentrum in Costa Rica zu malen, erhoffen sich alle, dass dies die Ablenkung sein wird, die sie gerade brauchen. Silver ist zunächst nicht glücklich darüber, ihr Zuhause für vier Monate verlassen zu müssen. Doch sie lebt sich schnell in Costa Rica ein und findet neue Freunde – menschliche wie tierische. Sie entdeckt sogar eine seltene Lederschildkröte und beobachtet sie beim Nisten. Als die Eier kurz darauf gestohlen werden, setzt sie mit ihren neuen Freunden alles daran, die Diebesbande aufzuspüren. Ein gefährliches Abenteuer im wilden Dschungel beginnt...

Von Hannah Gold hatte ich bereits drei Bücher gelesen und absolut geliebt. Ich war daher voller Vorfreude, als der von Hacht Verlag ihr neues Buch „Schildkrötenmond“ ankündigte und was soll ich sagen, Hannah Gold hat es mal wieder geschafft, mich restlos zu begeistern! Allein schon das von Levi Pinfold gestaltete Cover ist ein Traum und die Geschichte dahinter steht dem in nichts nach.

Es ist einfach mal wieder ein Genuss, sich von Hannah Golds wunderschönen Worten entführen zu lassen, welche kongenial von Sylke Hachmeister ins Deutsche übertragen wurden. Bildschafte Beschreibungen versetzen einen direkt nach Costa Rica und lassen einen tief in die Geschichte eintauchen. Gemeinsam mit Hauptprotagonistin Silver verlieben wir uns in Costa Ricas wilde Natur, verlieren unser Herz an die seltene Lederschildkröte und erleben das Abenteuer unseres Lebens. Wir erfahren aber auch, wie es sich anfühlt, wenn man unfreiwillig Einzelkind ist und einem die Eltern – unbewusst – das Gefühl geben, nicht genug zu sein.

Der preisgekrönten Autorin ist es erneut gelungen, eine spannende Abenteuergeschichte mit tiefgehenden und hochaktuellen Themen zu verknüpfen. Warmherzig, authentisch und gewürzt mit einer Prise Humor erzählt sie von Wilderei, Artensterben und den menschengemachten Bedrohungen für die Schildkröten. Von der Liebe zwischen Mensch und Tier, dem Glauben an sich selbst, unverhofften Freundschaften und der Suche nach dem richtigen Platz im Leben. Mit sehr viel Feingefühl behandelt sie überdies das bereits oben angedeutete Tabuthema unerfüllter Kinderwunsch und Kindsverlust, zu welchem die Autorin selbst einen Bezug hat. Dem berührend ehrlichen Nachwort kann man entnehmen, dass sehr viel Persönliches in diesem Buch steckt, was es nur noch wundervoller macht.

Hannah Gold hat sich mal wieder selbst übertroffen und einen Roman geschaffen, aus dem sicherlich jeder sehr viel mitnehmen kann. Sie erinnert uns einmal mehr daran, dass wir alle einen Beitrag für den Umweltschutz leisten können und jeder von uns einzigartig und genau richtig ist. Sie hat abermals lauter starke Charaktere ins Leben gerufen, die man fest ins Herz schließt und so schnell nicht vergisst – sowohl Mensch als auch Tier. Ganz nebenbei lernt man auch noch eine Menge über die einheimischen Tierarten Costa Ricas, allen voran über die Lederschildkröte. Man würde es Silver und ihren Eltern am liebsten sofort gleichzutun und selbst nach Costa Rica reisen, um sich von dessen faszinierenden Artenvielfalt verzaubern zu lassen. Die 300 Seiten fliegen nur so dahin, vor allem zum Ende hin, wenn es richtig aufregend und dramatisch wird, mag/kann man mit dem Lesen nicht mehr aufhören.

Ein weiteres Highlight sind die stimmungsvollen und detailreichen schwarz-weiß Illustrationen von Levi Pinfold, die den Text ergänzen und das Erzählte gekonnt in Szene setzen. Der mehrseitige informative Anhang rundet das Ganze perfekt ab und macht auch dieses Buch zu einem echten Schatz im Bücherregal.

Fazit: Hannah Gold ist einfach immer Garant für besondere Kinderbücher, was sie mit ihrem vierten Werk erneut unter Beweis stellt. „Schildkrötenmond“ ist ein atemberaubendes Naturabenteuer gepaart mit einer bewegenden Familiengeschichte. Ein zeitlos schöner Kinderroman für alle ab 10 Jahren, der berührt und Augen öffnet, fesselt, inspiriert und nachklingt. Unvergesslich und voller Herz und Tiefe. Ich kann auch dieses Buch von Hannah Gold nur empfehlen, mir hat die britische Autorin mit „Schildkrötenmond“ ein weiteres Herzensbuch beschert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Ein vielversprechender Auftakt einer bezaubernden Fantasycomic-Reihe!

Hooky (Band 1)
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Als die zwölfjährigen Hexenzwillinge Dani und Dorian ihren Bus zur Zauberschule verpassen und unweigerlich blaumachen (playing hooky), hätten sie nie gedacht, dass dies der Beginn eines unglaublichen Abenteuers ...

Als die zwölfjährigen Hexenzwillinge Dani und Dorian ihren Bus zur Zauberschule verpassen und unweigerlich blaumachen (playing hooky), hätten sie nie gedacht, dass dies der Beginn eines unglaublichen Abenteuers ist. Da sie den Weg zur Schule nicht alleine finden und ihren Eltern aus dem Weg gehen möchten, begeben sie sich auf die Suche nach einer neuen Unterkunft für die nächsten Monate. Ehe es sich die beiden versehen, geraten sie mitten hinein in die Intrigen der alten Hexenfamilien. Diese streben nach Rache und haben überhaupt nichts Gutes gegen die Menschen im Sinn, was wiederum deren Hass auf die Hexen schürt. Als dann auch noch ein vermisster Prinz und eine mysteriöse Prophezeiung ins Spiel kommen, ist das Chaos perfekt. Zum Glück sind Dani und Dorian nicht auf sich alleine gestellt. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden – einem mächtigen Seher, dessen (zeitweise geschrumpften) Gehilfen Nico und einer romantikliebenden Prinzessin namens Monica werden sie dieses verhexte Abenteuer garantiert meistern.

Als großer Hexenfan und begeisterte Comicleserin konnte ich an „Hooky“ einfach nicht vorbeigehen. Schon allein das Cover verspricht zauberhafte Unterhaltung, mich hat es sofort angesprochen. Es war mein erstes Werk von Míriam Bonastre Tur und ich war dementsprechend sehr gespannt, was mich erwarten wird.

Mit viel Liebe zum Detail entführt Míriam Bonastre Tur ihre Leserschaft in eine märchenhaft anmutende Welt, in der es ziemlich turbulent und lustig zugeht, aber auch jede Menge Geheimnisse und dunkle Machenschaften an der Tagesordnung stehen. Gekonnt vereint die spanische Comickünstlerin warmherzigen Humor mit Ernsthaftigkeit und zaubert daraus eine Geschichte, die weitaus tiefgründiger ist als man zunächst vielleicht vermuten würde. Es haben hier einige vielschichtige Themen ihren Platz gefunden haben wie Macht, Ungerechtigkeit, Vorurteile, Eifersucht, der Wunsch nach Zugehörigkeit, Freundschaft und Geschwisterbande. Stellenweise wird die Geschichte sogar unerwartet düster, ohne etwas von ihrer Wohlfühlatmosphäre zu verlieren.
Einziger kleiner Wehmutstropfen ist die sprunghafte Erzählweise. Bisweilen wirkt die Handlung ein wenig chaotisch, was vermutlich der Tatsache geschuldet ist, dass es sich hierbei um einen Webtoon handelt. Vor allem der Einstieg ist etwas verwirrend, da man ohne große Erklärungen direkt ins Geschehen hineingeworfen wird und sich erst einmal zurechtfinden muss. Nichtsdestotrotz lohnt es sich definitiv, zu diesem Buch zu greifen. Míriam Bonastre Tur hat eine wunderbar schrullige Figurentruppe ins Leben gerufen. Alle Charaktere haben ihren ganz eigenen Charme und sorgen mit ihren unterschiedlichen Macken für viele vergnügliche Lesemomente. Vor allem die beiden Hauptprotagonisten Dani und Dorian schließt man mit ihrer aufgeweckten Art sofort ins Herz, aber auch die Nebenfiguren muss man einfach gernhaben. Langeweile kommt hier garantiert nicht auf, es macht richtig Spaß, die Hexenzwillinge beim „Schuleschwänzen“ zu begleiten und von einer aufregenden Situation in die nächste zu stolpern.

Wodurch dieser Comic besonders besticht, ist das Artwork. Míriam Bonastre Turs Illustrationen im Manga-Stil sind fröhlich, bunt und ausdrucksstark und fangen die magische Stimmung der Erzählung perfekt ein. Jede Seite steckt voller liebevoller Details und ist sehr übersichtlich gestaltet. Trotz seiner über 380 Seiten hat man den Band im Nu durchgeschmökert, auch Lesemuffel werden dank der recht geringen Textmenge viel Freude an der Lektüre haben.

Fazit: „Hooky“, aus der Feder von Míriam Bonastre Tur und übersetzt von Nadine Mannchen, ist ein vielversprechender Auftakt einer bezaubernden Fantasy-Comic-Reihe ab 10 Jahren. Ein verhext schöner und herzerfrischender Lesespaß für alle Hexenfans und Comicliebhaber*innen. Spannend, unterhaltsam, liebenswert-verrückt und voller Abenteuer, Magie und Überraschungen. Mir hat der erste Band von „Hooky“ viel Vergnügen bereitet, auf den zweiten Teil freue ich mich schon sehr. Von mir gibt sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Ein wunderbarer Auftakt einer unheimlich süßen und lustigen Reihe!

Muffin und Tört! 1: Bei den Wikingern
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Kater Muffin mag viele Dinge. Er mag Ruhe, Ordnung, leckere Snacks, sein Bett mit seiner Kuscheldecke Gürkchen und – an allererster Stelle – süße Törtchen mit einer Kirsche obendrauf. Was er dagegen gar ...

Kater Muffin mag viele Dinge. Er mag Ruhe, Ordnung, leckere Snacks, sein Bett mit seiner Kuscheldecke Gürkchen und – an allererster Stelle – süße Törtchen mit einer Kirsche obendrauf. Was er dagegen gar nicht leiden kann, sind Abenteuer. Tja, blöd nur, dass er bei dem Zauberer Tatterich wohnt, der seinem Namen alle Ehre macht. Tatterich zaubert nämlich nicht wirklich gut. Um genau zu sein, zaubert er ganz fürchterlich. Als mal wieder einer seiner Zaubersprüche danebengeht, verzaubert er ausgerechnet Muffins bestes und letztes Törtchen in ein Kaninchen. In ein ziemlich klebriges, quirliges und fröhliches Kaninchen namens Tört. Tört liebt einfach alles, vor allem Abenteuer. Die magische Katzenklappe kommt ihm daher gerade recht. Denn diese führt nicht immer in den Garten, sondern manchmal auch direkt ins Abenteuer. Eines Tages landen Muffin und Tört im Land der Wikinger, wo sie eine gefährliche Aufgabe erwartet: Sie sollen zur Troll-Insel reisen, um Wikinger Eierich aus den Fängen der gefräßigen Trolle zu retten. Murrend (Muffin) und begeistert (Tört) macht sich das gegensätzliche Duo auf den Weg. Ob ihre Mission wohl erfolgreich sein wird?

Von Adam Stower habe ich bereits seine König Guu-Bücher gelesen und absolut geliebt. Auf seine neue Kinderbuchreihe habe ich mich dementsprechend sehr gefreut und was soll ich sagen, Adam Stower hat bei mir mal wieder voll ins Schwarze getroffen. Was für ein herzallerliebstes Kinderbuch! Schon allein das Cover verzaubert auf den ersten Blick und die Geschichte dahinter ist wirklich ganz genauso.

Mit viel Liebe zum Detail und einer ordentlichen Portion schräg-charmantem Humor erzählt der britische Autor und Illustrator das erste magische Abenteuer seines ungleichen Heldenduos. Gleich die ersten Seiten, auf denen man Muffin und Tört kennenlernt, laden zum Schmunzeln und Weiterlesen ein. Die beiden sind aber auch zu niedlich. Während Muffin sehr garfieldmäßig daherkommt, sprich geruhsam, verfressen und ein bisschen mürrisch, ist der kleine Tört der reinste Sonnenschein und ziemlich aufgedreht und erlebnisfreudig. Ihr könnt euch sicherlich denken, dass es dadurch zu lauter urkomischen Szenen kommt. Langweile kommt hier garantiert nicht auf, es macht einfach richtig Spaß diese zwei (teils unfreiwilligen) Mini-Abenteurer ins Land der Wikinger zu begleiten und gemeinsam mit ihnen auf Trolljagd zu gehen. Auch als Erwachsene hat man seine helle Freude daran und selbst der größte Lesemuffel wird hier garantiert am Ball bleiben. Dafür sorgt neben der ereignisreichen Handlung vor allem die originelle Innengestaltung.

Für Leseanfänger und Wenigleser*innen ab 7 Jahren ist dieses Buch ideal geeignet. Die Schrift ist sehr groß und die kurzen Textpassagen werden von zahlreichen schwarz-weiß Bildern mit Comic-Elementen aufgelockert. Die Illustrationen von Adam Stower sind wie gewohnt ein besonderer Genuss. Unheimlich knuffig und witzig ergänzen sie den Text und unterstreichen die Situationskomik ganz wunderbar.
Abgerundet wird das Ganze von mehreren Bonusseiten, auf denen man unter anderem mehr über Muffins Familie und seine Top 10 Picknick-Leckereien erfährt und in einfachen Schritten lernt, wie man Muffin zeichnet.

Ganz hinten im Buch wird dann noch der zweite Band für Juli 2025 angekündigt, welchen man nach diesem vielversprechenden Serienstart kaum erwarten kann. Muffin und Tört bei den Rittern, das verspricht auch wieder richtig toll zu werden.

Fazit: „Muffin und Tört! 1: Bei den Wikingern“ von Adam Stower, übersetzt von Leena Flegler, ist ein gelungener Reihenauftakt für alle ab 7 Jahren, der große Lust mehr macht. Ein aufregendes Wikingerabenteuer mit zwei unvergesslichen Helden zum Mitfiebern und Gernhaben. Köstlich-unterhaltsam, liebenswert-verrückt und süßer als ein klebriges Törtchen mit einer Kirsche obendrauf. Ich bin begeistert von Adam Stowers neuem Kinderbuch, mein Herz haben Muffin und Tört im Sturm erobert! Dem nächsten Katzenklappe-Abenteuer fiebere ich schon jetzt voller Vorfreude entgegen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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