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Veröffentlicht am 11.03.2026

Ein vielversprechender Auftakt einer magischen Hexencomic-Reihe!

Elsbeth. Band 1
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Am Rande der Welt gibt es eine kleine Insel namens Refugium, die allerhand magischen Wesen Schutz bietet und von Hexen reagiert wird. Vor langer Zeit traf der Fluch der Schönen Stille sämtliche Jungen ...

Am Rande der Welt gibt es eine kleine Insel namens Refugium, die allerhand magischen Wesen Schutz bietet und von Hexen reagiert wird. Vor langer Zeit traf der Fluch der Schönen Stille sämtliche Jungen dieses Reiches und beraubte sie ihrer Stimme und Zauberkraft. Sie tragen fortan ein Brett vor der Brust, um sich mithilfe geschriebener Sprache auszudrücken. Auch die junge Hexe Elsbeth lebt in dieser Welt, wo sie an der schwebenden Universität mit vielen anderen Hexen ausgebildet wird. Sie ist eine begabte Studentin, schafft es aber irgendwie immer wieder, bei ihren Lehrerinnen anzuecken. Zum Glück hat sie Janine, ihren Geliebten, auf den sie sich immer verlassen kann. Doch wie gerne würde sie mal die Worte „Ich liebe dich“ aus seinem Mund hören. Da kommt ihr eine Idee: Sie will das Geheimnis des Fluchs lüften und Janine seine Stimme zurückgeben!

Bei diesem Buch war sehr schnell klar, dass ich es lesen möchte. Das Cover hat mich direkt angelacht und die Geschichte dahinter klang ganz nach meinem Geschmack. Ich liebe Geschichten, die an Zauberschulen spielen und von mutigen Heldinnen handeln! Ihr auch? Dann solltet ihr euch „Elsbeth“ vielleicht mal genauer anschauen. Für mich persönlich ist zwar noch ein wenig Luft nach oben, aber Tristan Roulot und Sarah Conradsen präsentieren hier dennoch einen sehr gelungenen Reihenauftakt, der definitiv Lust auf mehr macht.

Der erste Band rund um die junge Hexe Elsbeth legt den Grundstein für ein faszinierende Welt voller Geheimnisse und Magie. Viele Elemente und Ideen werden eingefleischten Fantasy-Leserinnen sicherlich vertraut vorkommen, doch die Künstlerinnen schaffen es trotz allem, etwas Neues und Originelles daraus zu machen. Es macht richtig Spaß, in dieses Universum einzutauchen, in welchem Frauen und Hexen das Sagen haben und Männer und Jungen nur mit einem Brett vor der Brust kommunizieren können. Man erhält interessante Einblicke in die Vergangenheit, die schnell deutlich machen, dass die Story weitaus tiefgründiger ist als man auf den ersten Blick vielleicht vermuten würde. Tristan Roulot vereint gekonnt ein fesselndes Hexenabenteuer mit wichtigen Themen wie Macht, Freiheit, Gleichheit und das Streben nach Gerechtigkeit. Elsbeth ist eine sehr sympathische Protagonistin, die man mit ihrer liebenswerten und entschlossenen Art direkt ins Herz schließt. Sie lässt sich so leicht nicht unterkriegen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Rätsel des Fluchs zu lösen und das Gleichgewicht zwischen den beiden Geschlechtern wiederherzustellen. Sie ist ein tolles und inspirierendes Vorbild für junge Leser*innen und ermutigt sie dazu, Dinge zu hinterfragen und für sich selbst einzustehen.
Am Ende bleiben recht viele Fragen offen und da es natürlich auch einen fiesen Cliffhanger gibt, kann man das Weiterlesen kaum erwarten. Ich jedenfalls freue mich schon sehr darauf, Elsbeth und ihre Freundinnen weiter zu begleiten.

Optisch ist dieser Comic ein besonderes Highlight. Sarah Conradsens Zeichnungen mit Disney-Touch sind modern, verspielt und ausdrucksstark, die Farben hell leuchtend und warm. Sie erwecken das Erzählte perfekt zum Leben und sorgen für eine herrlich magische Atmosphäre.

Fazit: „Elsbeth – Der Fluch der Schönen Stille“ ist ein vielversprechender Auftakt einer spannenden Fantay-Comic-Reihe ab 9 Jahren. Ein bezaubernder Wohlfühlcomic für Jung und Alt, der durch seine starke Heldin und sein wunderschönes Artwork besticht. Auch wenn es mir für die volle Sternenzahl nicht ganz gereicht hat, hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen und werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen. Von mir gibt es sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Ein wunderbarer Schulcomic! Unterhaltsam und informativ zugleich.

Der Comic-Club
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Nach Unterrichtsschluss treffen vier völlig unterschiedliche Schülerinnen zufällig in der Schulbibliothek aufeinander: Makayla, die vor Fantasie und Einfällen nur so sprüht, aber nicht weiß, wie sie ihre ...

Nach Unterrichtsschluss treffen vier völlig unterschiedliche Schülerinnen zufällig in der Schulbibliothek aufeinander: Makayla, die vor Fantasie und Einfällen nur so sprüht, aber nicht weiß, wie sie ihre Ideen in eine Geschichte packen soll. Howard, der leidenschaftlich gerne zeichnet (auch im Matheunterricht) und davon träumt, Comickünstler zu werden. Art, der alles liebt, was kreativ ist und immer gerne Neues ausprobiert. Und Lynda, die ziemlich schüchtern ist und mehr ihre Fehler als ihr Können in ihren Zeichnungen sieht. So verschieden die Vier auch sein mögen, haben sie doch eine Sache gemeinsam: Sie lieben Comics! Kurzentschlossen gründen sie den Comic-Club, unterstützt von der engagierten Schulbibliothekarin Frau Fatima. Gemeinsam erfahren die Freunde nicht nur, wie man Comics macht und seine Ideen in fantastische Abenteuer verwandelt – sie lernen auch zusammenzuarbeiten und zu sich selbst zu stehen.

Seit ich die Bücher von Raina Telgemeier für mich entdeckt habe, freue ich mich jedes Mal wie ein Schnitzel, wenn ein neues Buch von ihr auf Deutsch erscheint. „Der Comic-Club“ war daher natürlich ein absolutes Muss für mich und ich wurde nicht enttäuscht!

Scott McCloud und Raina Telgemeier präsentieren mit ihrem Gemeinschaftswerk eine großartige Graphic Novel, die vor allem für Comic-Begeisterte ein echter Leckerbissen ist. Jede Menge interessantes Wissen aus der Welt der Comics wird hier auf eine wunderbar spielerische Weise vermittelt. Wie zeichnet und textet man Comics? Welche Materialien benötigt man? Was sind Panels, Grawlixes und Plewds? All das und noch mehr erklären die beiden New York Bestseller-Künstler
innen, gekonnt verpackt in einer fröhlichen Schulgeschichte. Von Langeweile oder trockenem Sachbuch ist hier keine Spur! Die Story wird herrlich humorvoll und mitreißend erzählt und punktet neben Wissensvermittlung auch mit wertvollen Botschaften über Freundschaft, Zusammenhalt und Selbstvertrauen. Unsere vier Hauptprotagonistinnen könnten unterschiedlicher kaum sein, doch ihre gemeinsame Leidenschaft schweißt sie zusammen. Sie zeigen uns, wie viel Spaß es machen kann, gemeinsam kreativ zu sein und dass es nichts Wertvolleres im Leben gibt als gute Freunde, die immer für einen da sind. Es ist toll zu sehen, wie die Vier einander respektieren und sich gegenseitig dazu ermutigen, ihre Ideen zu verwirklichen. Ihre Begeisterung für Comics wirkt richtig ansteckend und wird sicherlich viele Kids dazu motivieren, selbst zum Zeichenstift zu greifen und vielleicht auch ihren eigenen Club zu gründen.

Darüber hinaus wird auch deutlich, wie viel Arbeit, Zeit und Herzblut in jedem einzelnen Comic steckt. So manche Erwachsene, die diese Art von Büchern eher müde belächeln (wenig Text und so) werden sie nach dieser Lektüre garantiert mit ganz anderen Augen sehen.

Auch optisch überzeugt dieser Titel auf ganzer Linie. Raina Telgemeiers farbenfrohe Illustrationen sind modern, lebendig und ausdrucksstark, die Charaktere sympathisch und divers gezeichnet. Sie setzen das Erzählte perfekt in Szene, viele Worte sind dabei meist gar nicht vonnöten. Durch das sehr übersichtliche Layout und den geringen Textanteil ist das Buch ideal für Wenigleser
innen geeignet und vermag sicherlich sogar den größten Lesemuffel in den Bann zu ziehen.

Fazit: „Der Comic-Club“ ist ein witziger und inspirierender Schulcomic ab 8 Jahren über Freundschaft, Kreativität und den Mut, etwas Neues auszuprobieren. Das perfekte Geschenk für alle Comic-Fans und die, die es noch werden wollen. Unterhaltsam und informativ zugleich und mit ganz viel Herz. Wer sich für Comics interessiert und selbst gerne zeichnet, sollte sich dieses Buch unbedingt mal genauer anschauen! Ich bin begeistert und kann es nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Eine zauberhafte Dinogeschichte über die bedingungslose Liebe zwischen Mama und Kind.

Mama ist bei dir, kleiner Dino
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Der kleine Dinosaurier liebt es, gemeinsam mit meiner Mama die Welt zu entdecken. Er bleibt immer ganz dicht bei ihr, damit er sie auch niemals aus den Augen verliert. Doch dann zieht eines Tages ein Sturm ...

Der kleine Dinosaurier liebt es, gemeinsam mit meiner Mama die Welt zu entdecken. Er bleibt immer ganz dicht bei ihr, damit er sie auch niemals aus den Augen verliert. Doch dann zieht eines Tages ein Sturm auf. Durch den starken Regen sieht der kleine Dino seine Mama nicht mehr und da passiert es: Die beiden werden voneinander getrennt. Ganz auf sich alleine gestellt macht sich der kleine Dino auf die Suche nach seiner Mama. Dabei erlebt er so einiges: Er fällt in einen Fluss, wird aufs Meer hinaus getrieben, begegnet der freundlichen Schildkröte Knut...Und dann sieht er große Spuren im Sand. Voller Freude beginnt er ihnen zu folgen. Ob er seine Mama wohl wiederfinden wird?

Ein zauberhaftes Bilderbuch haben Hollie Hughes und Ben Mantle hier geschaffen. Schon das Cover ist einfach zum Verlieben und dahinter geht es ganz genauso weiter. Poetisch, sanft und voller Wärme erzählt Hollie Hughes von dem einzigartigen Band, das Eltern und Kind miteinander verbindet. Verpackt in einer abenteuerlichen Dinogeschichte wird schon den Kleinsten gezeigt, dass sie immer geliebt werden und niemals alleine sind, ganz egal, was passiert. Eine ganz wichtige Botschaft, die man Kindern gar nicht früh genug mitgeben kann. Als der kleine Dino von seiner Mama getrennt wird, kommt natürlich Angst und Verzweiflung auf. Doch er erinnert sich an die Worte seiner Mutter. Mutig geht er seinen Weg und denkt dabei niemals ans Aufgeben. Man fühlt und fiebert mit dem kleinen Dino mit und ist am Ende richtig glücklich und gerührt, als die beiden endlich wieder vereint sind. Dieses Buch feiert die Verbindung zwischen Mama und Kind, die so magisch und stark ist, dass man sie auch nach Millionen von Jahren noch sehen kann, genauso wie ihre Fußspuren am Strand.

Geschrieben ist die Geschichte in stimmigen, melodischen Reimen, die sich sehr angenehm vorlesen lassen. An dieser Stelle auch ein großes Lob an die Übersetzerin Susanne Weber, die die Verse wunderbar ins Deutsche übertragen hat.

Neben dem Inhalt ist dieses Buch auch optisch ein Highlight. Die farbenfrohen Illustrationen von Ben Mantle sind herrlich atmosphärisch, liebevoll und ausdrucksstark. Sie entführen in wilde, bergige Landschaften, laden zum Verweilen und Betrachten ein und strahlen ganz viel Liebe und Geborgenheit aus.

Fazit: „Mama ist bei dir, kleiner Dino“ ist eine einfühlsame und berührende Dinogeschichte über die bedingungslose Liebe zwischen Mama und Kind. Ein wunderschön gereimtes und illustriertes Bilderbuch ab 3 Jahren, das das Herz erwärmt und Kinder dazu einlädt, über Zusammensein, Verlorengehen und Selbstvertrauen zu sprechen. Ich bin begeistert von diesem zuckersüßen Bilderbuch und kann es jedem nur ans Herz legen! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Ein wunderschöner Abschlussband einer ganz besonderen Reihe!

Erinnerungen des Waldes Band 4
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Viele Jahre sind vergangen, seit wir Schönrinde einen Besuch abgestattet haben. Der kleine Fuchs Bartolomäus ist zwischen erwachsen und leitet die Buchhandlung seines Onkels. Seine Frau ist bei der Geburt ...

Viele Jahre sind vergangen, seit wir Schönrinde einen Besuch abgestattet haben. Der kleine Fuchs Bartolomäus ist zwischen erwachsen und leitet die Buchhandlung seines Onkels. Seine Frau ist bei der Geburt ihres zweiten Sohnes verstorben, sodass er seine beiden Söhne Ernst und Lothar alleine großziehen muss. Ernst ist seit dem Tod seiner Mutter verstummt und kommuniziert nur noch mit einer kleinen Schiefertafel. Als ihre Buchhandlung ihr 80-jähriges Jubiläum feiert, machen sie eine furchtbare Entdeckung: Die alte Eiche, in der sie wohnen und ihren Laden haben, ist von einem gefährlichen Pilz befallen. Ernst ist untröstlich. Er kann sich einfach nicht damit abfinden, ihren geliebten Baum zu verlieren. Verschwindet er, verschwindet auch seine Mutter ein Stück mehr. Von seiner Freundin Tilda Maulwurf erfährt er von einer Autorin, die in der Wald-Tageszeitung von Schönrinde Geschichten über einen Wunschbaum veröffentlicht. Ob es diesen Baum wohl wirklich gibt? Zusammen mit Tilda (und einem blinden Passagier) büxt er heimlich aus, um sich auf die Suche nach der Autorin zu machen. Ob es ihnen wohl gelingen wird, die alte Eiche zu retten?

Hierbei handelt es sich um den vierten und letzten Band der Jahreszeiten-Saga „Erinnerungen des Waldes“. Dank kleiner Rückblicke kann man dem Geschehen sicherlich auch ohne Vorkenntnisse folgen, allerdings macht es erheblich mehr Spaß, wenn man die chronologische Reihenfolge einhält.
Für mich ist diese Reihe schon längst eine richtige Herzensreihe. Dem Abschlussband habe ich daher ziemlich wehmütig, zugleich aber auch voller Vorfreude entgegen geblickt. Schon das Cover ist wieder ein Traum und genauso schaut es auch dahinter aus.

Ein letztes Mal entführt uns Mickaël Brun-Arnaud nach Schönrinde – eine fantasievolle, von Tieren bewohnte Welt. Die Geschichte schließt direkt an den vorherigen Band an, wechselt aber immer wieder für längere Passagen auf eine spätere Zeitebene, die gut 25 Jahre danach spielt. Die Wechsel zwischen den verschiedenen Zeiten sind sehr gelungen und sorgen für ein ganz besonderes, abwechslungsreiches Leseerlebnis, bei dem man sich wünscht, dass es niemals vorbeigeht. Man trifft auf lauter alte Bekannte, was für Fans der ersten Stunde die reinste Freude ist. Gleichzeitig ist es aber auch unheimlich schön, neue Gesichter zu kennenzulernen, die Schönrinde nur noch charmanter machen. Vor allem den kleinen stummen Ernst, der ähnlich mutig und eigensinnig ist wie sein Vater, schließt man sofort fest ins Herz. Gemeinsam mit ihm begibt man sich als Leserin auf eine herzergreifende, abenteuerliche Reise voller Überraschungen. Der französische Autor beweist einmal mehr ein Händchen dafür, ernste Themen mit einer wohligen Atmosphäre zu vereinen. Behutsam, feinsinnig und in schönster Sprachpoesie erzählt er von Verlust, Trauer, Alzheimer und Mutismus, aber auch von Freundschaft, Liebe, Hoffnung, Mut und Familienbande. Viele liebevolle Anspielungen und witzige Wortspiele zaubern einem immerzu ein Schmunzeln ins Gesicht, berührende Szenen erwärmen das Herz. Durch die bildlichen Beschreibungen hat man durchweg das Gefühl, selbst dabei zu sein, was durch die wundervollen farbigen Illustrationen von Sanoe noch verstäkt wird. Mit ihrem nostalgischen und detailverliebten Stil erweckt sie die Welt von Schönrinde zum Leben und fängt die besondere Stimmung der Geschichte gekonnt ein.

Die Auszüge aus „Frau Murmeltiers Geschichten“ sowie der Stammbaum und Plan von Sternenstieg am Schluss sind das Sahnehäubchen obendrauf und runden das Ganze perfekt ab.

Fazit: Ein wunderbares Finale haben Mickaël Brun-Arnaud und Sanoe hier geschaffen, mit welchem sie ihre Jahreszeiten-Reihe würdig abschließen. Auch der vierte Band ist eine tiefgründige, bewegende und märchenhafte Geschichte ab 10 Jahren, die Jung und Alt gleichermaßen fesselt, berührt und verzaubert. Zeitlos schöner Lesegenuss vom Allerfeinsten. Ich habe auch diesen Band von den ersten Seiten an geliebt und ihn mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet. Ich werde Schönrinde und seine liebenswerten Bewohner
innen sehr vermissen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Ein außergewöhnliches Bilderbuch mit wunderschönen Illustrationen

Ron baut eine Stadt
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An einem Sonntagmorgen baut sich Ron aus Stöcken, Rinde und alten Brettern eine Hütte. Richtig toll sieht sie aus. Das findet auch Ben, der gerade mit seinem Hund spazieren geht. Als er die Hütte sieht, ...

An einem Sonntagmorgen baut sich Ron aus Stöcken, Rinde und alten Brettern eine Hütte. Richtig toll sieht sie aus. Das findet auch Ben, der gerade mit seinem Hund spazieren geht. Als er die Hütte sieht, kann er es zuerst gar nicht glauben, das Ron sie ganz alleine gebaut hat. Er will auch eine haben. Und Ron baut ihm kurzerhand eine. Daraufhin verlangt Ben nach einer größeren Hütte, einem richtigen Haus. Ron erfüllt ihm auch diesem Wunsch. Es dauert nicht lange und andere Stadtbewohnerinnen werden auf Ron aufmerksam. Immer mehr wollen auch eine Hütte haben. Und Ron baut sie ihnen. Immer größer und prächtiger werden sie, einige haben sogar mehrere Türme wie ein Schloss. Irgendwann ist ein richtiges Dorf entstanden aus Villen, Palästen und Schlössern. Doch da in keinem der Bauten Betten stehen, kehren die Bewohnerinnen abends in ihre Stadt zurück – wo sie eine böse Überraschung erwartet. Alle ihre Häuser sind verschwunden! Und Rons Prachtbauten? Die werden vom ersten Sturm verwüstet. Da erkennen die Bewohnerinnen, was sie verloren haben und sie beschließen, ihre Stadt gemeinsam neu aufzubauen.

Ein ungewöhnliches Bilderbuch haben uns Daniel Fehr und Maja P. Kastelic hier gezaubert. Einerseits ziemlich verrückt, andererseits aber auch sehr klug und überraschend tiefgründig. Manchmal kriegen wir den Hals nicht voll und wissen gar nicht zu schätzen, was wir bereits besitzen. Anstatt uns zufriedenzugeben, wollen wir immer mehr und erkennen in unserer Gier gar nicht, was im Leben wirklich zählt. Genau davon erzählt Daniel Fehler in diesem Bilderbuch und zwar mit jeder Menge Fantasie und einem Augenzwinkern. Dass ein kleiner Junge wie Ron innerhalb eines Tages mehrere Häuser und sogar Paläste bauen kann, ist natürlich äußerst unrealistisch. Im ersten Moment wundert man sich darüber und muss unweigerlich über diese kreative Geschichte schmunzeln. Gleichzeitig beginnt man sich aber auch zu fragen, ob man sich nicht vielleicht selbst manchmal ein bisschen wie die Stadtbewohner
innen verhält. Wünsche und Forderungen, die immer größer und selbstverständlicher werden, Verlangen und Naivität, die einen das richtige Maß vergessen lassen. Das Buch bietet einige tolle Anlässe, um mit älteren Kindern ins Gespräch zu kommen. Für jüngere Zuhörer*innen wird die Geschichte vermutlich etwas zu anspruchsvoll sein. Dennoch wird es auch schon den Kleinsten Freude bereiten, durch das Buch zu blättern und die wunderschönen Illustrationen zu betrachten.

Optisch ist dieses Buch ein besonderer Genuss. Die eindrucksvollen Aquarellbilder von Maja P. Kastelic sind herrlich bunt und warm und stecken voller Details, die zum Verweilen und Entdecken einladen. Vor allem die verschiedenen Häuser, die Ron baut, sind großartig anzuschauen.

Fazit: „Ron baut eine Stadt“ ist eine sehr fantasievolle, farbenfrohe und tiefsinnige Geschichte über Gier, Konsum und das richtige Maß. Ein außergewöhnliches Bilderbuch ab 5 Jahren, das zum Nachdenken einlädt und viele Gesprächsanlässe bietet. Mich persönlich konnte das Buch nicht vollends überzeugen, mir ist es für ein Kinderbuch dieser Alsterklasse ein wenig zu komplex. Optisch ist es für mich aber ein Highlight. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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