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Veröffentlicht am 12.03.2023

Ein herrlicher Lesespaß mit Lach-Garantie!

FING
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Endlich gibt es neues Lesefutter von David Walliams! Die Bücher des britischen Autors sind inzwischen absolute Must-Haves für mich, ich stehe einfach total auf seinen britischen Humor und seine verrückten ...

Endlich gibt es neues Lesefutter von David Walliams! Die Bücher des britischen Autors sind inzwischen absolute Must-Haves für mich, ich stehe einfach total auf seinen britischen Humor und seine verrückten Ideen. Auf „FING“ habe ich mich daher tierisch gefreut.

Mr. und Mrs. Milde sind zwei rundum nette und sanftmütige Menschen. Man könnte ja nun annehmen, dass ihre Tochter ebenso freundlich und reizend ist, aber nein, falsch gedacht, dem ist leider nicht so. Ganz im Gegenteil. Myrtle Milde ist seit ihrer Geburt der absolute Horror! Sie ist ein grässliches Kind, das alle stets herumkommandiert und fuchsteufelswild reagiert, wenn sie nicht das bekommt, was sie will. Und Mytle möchte eine Menge haben. Ihre Eltern erfüllen ihr jeden Wunsch, aber Myrtle ist nie zufrieden. Obwohl sich das ganze Zeug in ihrem Zimmer schon dermaßen auftürmt, dass sie kaum noch hinein- und herauskommt, will sie immer mehr, mehr und MEHR haben! Eines Tages verlangt sie von ihren Eltern, dass sie ihr ein FING beschaffen sollen. Jetzt stellt sich nur die Frage: Was ist bitte schön ein FING? Als Mr. Und Mrs. Milde herausfinden, dass es sich bei einem FING um ein schreckliches Monster und das wohl schlimmste aller Haustiere handelt, versuchen sie ihre Tochter vorsichtig davon zu überzeugen, sich doch lieber etwas anderes zu wünschen. Ohne Erfolg. Myrtle möchte unbedingt ein FING haben. So macht sich der Vater eben auf die Suche nach diesem grauenhaften Geschöpf, das im tiefsten, dunkelsten, dschungeligsten Dschungel haust...

Ich habe nun schon viele Bücher aus der Feder von David Walliams gelesen. Nicht alle waren Highlights für mich, aber enttäuscht hat mich bisher noch kein Buch von ihm. Auch mit „FING“ hat mir der Bestsellerautor wunderbare Lesestunden bereitet, wobei ich jedoch sagen muss, dass es für mich nicht zu seinen besten Werken zählt.
Mir persönlich hat es dieses Mal etwas an Tiefgang und Gefühl gefehlt. Wirklich tiefsinnige Geschichten darf man bei den Werken von David Walliams natürlich nicht erwarten, aber neben den ganzen amüsanten Verrücktheiten und Grauslichkeiten, mit denen seine Bücher stets angefüllt sind, beinhalten sie in der Regel durchaus auch wertvolle Botschaften und berührende Szenen. Das habe ich hier ein bisschen vermisst. Das Ende in „FING“ vermittelt zwar schon in gewisser Hinsicht eine wichtige Aussage, aber so richtig viel mitnehmen kann man daraus irgendwie nicht, finde ich.

Abgesehen davon ist „FING“ aber ein typischer Walliams, was heißt: Eine rasante, superlustige und genial-absurde Story, die vor schwarzem Humor nur so trieft und mit hinreißend überspitzt dargestellten Charakteren gespickt ist; viele witzige schwarz-weiß Illustrationen von Tony Ross, die das Ganze perfekt untermalen und eine kreative Gestaltung, mit Gratis-Beigabe inklusive. Und ja, auch Kioskbesitzer Ray ist natürlich wieder mit von der Partie. Ich bitte euch, ein Buch des britischen Autors ohne unseren geliebten Ray geht doch gar nicht. ;)

Auch der Beginn kommt in gewohnter David-Walliams-Manier daher: Ehe es mit der eigentlichen Handlung losgeht, werden uns erst einmal die wichtigsten Charaktere vorgestellt. In „FING“ ist die Menge an Personen allerdings sehr überschaubar.
Im Mittelpunkt steht die dreiköpfige Familie Milde, bestehend Mama und Papa Milde und ihrer Tochter Myrtle. Während die Eltern zwei herzensgute Menschen sind, ist ihr Sprössling ein echter Satansbraten und furchtbarer Tyrann. Myrtle ist einfach nur unausstehlich – da kann man sich ja schon fragen, wie zwei so liebenswerte Menschen wie Herr und Frau Milde nur so ein widerwärtiges Kind haben können. Wobei allerdings dazu gesagt sein muss, dass es auch mit ihre Schuld ist, dass ihre Tochter so ein verzogenes Gör ist, da sie ständig nach ihrer Pfeife tanzen und alles, wirklich alles für sie tun.
Neben den Mildes kommen in der Geschichte wirklich kaum weitere Figuren vor. Wer, bzw. was, aber natürlich ebenfalls noch eine große Rolle spielt, ist das FING. Was genau aber ein FING ist, werde ich euch hier nicht erzählen, das müsst ihr schon selbst herausfinden. Auf dem Cover könnt ihr es aber zumindest schon einmal sehen, dieses runde, fellige Etwas mit dem einen Auge, das ist ein FING.

Gemeinsam mit dem Vater, der insgesamt am meisten im Fokus steht, begibt man sich auf eine äußerst abenteuerliche und höchst vergnügliche Suche nach dem FING, die uns bis in den dschungeligsten Dschungel führen wird (wobei dieses Unterfangen wohl nur für uns Leser*innen vergnüglich ist, für den Vater eher nicht so, hihi).

Also ich habe mich beim Lesen einfach köstlich amüsiert. Jedermanns Sache wird dieses Buch wohl nur nicht sein, da der Humor von David Walliams wirklich very british und speziell ist. Bei mir trifft seine groteske Komik aber jedes Mal voll ins Schwarze und ich bin mir sehr sicher, dass sie auch bei der Zielgruppe punkten wird. Es wird gepupst, es wird manchmal haarsträubend und eklig (stets kindgerecht, versteht sich) – so etwas kommt bei Kindern in der Regel immer gut an.

Für Mädchen und Jungen ab etwa 9 Jahren ist „FING“ in meinen Augen prima geeignet. David Walliams ist ein einfach ein echter Könner im Schreiben von Kinderbüchern. Er nimmt seine junge Leserschaft ernst und findet stets genau die richtige Sprache, um sie zu fesseln und zu begeistern. Hier auch mal ein großes Lob an die Übersetzerin Martina Tichy, die den Text mit seinen vielen Wortneuschöpfungen so gekonnt ins Deutsche übertragen hat.

Auch dem Illustrator Tony Ross gebührt ein tosender Applaus. Seine humorvollen schwarz-weiß Illustrationen sind mal wieder rundum gelungen und verleihen der Story zusätzlich eine ordentliche Portion Witz und Originalität.
Neben den Zeichnungen sorgen dann auch die vielen Schriftspielereien für ein außergewöhnliches Leseerlebnis. Das Buch ist wirklich klasse aufgemacht und die ideale Lektüre für Lesemuffel. Man fliegt beim Lesen nur so durch die Seiten und ehe man es sich versieht, hat man die Geschichte auch schon durchgeschmökert.

Fazit: Ein herrlich abgedrehter Lesespaß für Jung und Alt mit jeder Menge Lach-Garantie!
Mit „FING“ beschert uns der britische Autor David Walliams eine weitere sehr fantasievolle, skurrile und urkomische Geschichte voller Überraschungen - großartig erzählt und kongenial von Tony Ross in Szene gesetzt. Auch wenn „FING“ für mich zu den etwas schwächeren Werken von David Walliams gehört, habe ich das Buch mit viel Vergnügen gelesen und kann es nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 11.03.2023

Eine wunderbare Fortsetzung!

Die letzten Ninjas auf der Achterbahn
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Endlich geht es mit den letzten Ninjas weiter! Da mir der erste Band von Astrid Franks Detektiv-Reihe so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch den zweiten Teil unbedingt bei mir einziehen lassen. ...

Endlich geht es mit den letzten Ninjas weiter! Da mir der erste Band von Astrid Franks Detektiv-Reihe so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch den zweiten Teil unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf den neuen Fall von Josh, Toni, Emil und Luis habe ich mich tierisch gefreut!

Josh, Toni, Emil und Luis haben ihren ersten Fall erfolgreich gelöst und ihr nächster soll nicht lange auf sich warten lassen. Da sie als Dankeschön für die Aufklärung ihres ersten Falls eine Jahreskarte für den Freizeitpark „Wunderwelt“ geschenkt bekommen haben, sind sie dort nun Dauergäste und werden Zeugen äußerst seltsamer Vorkommnisse. Zunächst scheint es noch so, dass es sich einfach nur um Unfälle handelt, aber als sich die Pannen häufen, sind sich die Freunde sicher: Das kann alles kein Zufall sein! Irgendjemand möchte dem Freizeitpark schaden. Aber wer? Und warum? Als dann auch noch Erpresserbriefe auftauchen, ist der Spürsinn der letzten Ninjas erst recht geweckt. Sie beginnen zu ermitteln. Ob sie wohl auch dieses Mal den Täter entlarven werden?

Wie oben bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um den zweiten Fall von den letzten Ninjas. Auch wenn die Bände aufeinander aufbauen, ist es in meinen Augen durchaus möglich mit diesem Band zu starten. Da sich vorne im Buch ein Personenregister befindet, welches uns die wichtigsten Figuren kurz vorstellt und es innerhalb der Erzählung ein paar kleine Rückblenden auf die vorausgegangene Handlung gibt, sollten Neulinge gut in die Geschichte hineinfinden können. Trotz allem würde ich aber von einem Quereinstieg abraten. Die Lesefreude ist einfach deutlich höher, wenn man mit dem Vorwissen aus dem Reihenauftakt in die Fortsetzung eintaucht.

Mir waren die Geschehnisse aus dem ersten Teil noch sehr präsent. Ich habe daher mühelos in die Welt der letzten Ninjas zurückgefunden und meinen zweiten Aufenthalt darin in vollen Zügen genießen können.
Mich hat auch dieser Band auf ganzer Linie überzeugt, ich finde ihn, dank des Settings, sogar noch ein klein wenig besser als den vorherigen. Mit dem Freizeitpark Wunderwelt hat die Autorin einen echt coolen Schauplatz erschaffen, bei mir hat die Kulisse sofort punkten können. (Und das ich hinten auf dem Einband aus meiner Rezension zum ersten Teil zitiert werde, lässt meine Begeisterung für dieses Buch nur noch größer werden.)

Nachdem uns im Vorgänger der feinfühlige Josh als Ich-Erzähler von den Ereignissen berichtet und die quirlige Toni ihren Senf in der Randspalte dazugegeben hat, ist es nun genau anders herum. Hat mir persönlich richtig gut gefallen, ich habe den Perspektivwechsel als sehr erfrischend empfunden. Und als absolut gelungen. Man merkt sofort, dass es diesmal nicht Josh ist, der erzählt. Der Ton ist frecher und unverblümter und spiegelt somit genau Tonis Persönlichkeit wider. Joshs spitzfindige Randbemerkungen wiederum sind vielleicht ein wenig zurückhaltender als die von Toni damals, lesen sich aber genauso witzig und amüsant. Das Zusammenspiel dieser zwei verschiedenen Stimmen ist einfach wieder herrlich und macht das Leseerlebnis zu einem einmaligen Genuss.

Neben dem authentischen Erzählstil tragen dann natürlich auch die facettenreichen Charaktere dazu bei, dass man eine außergewöhnliche Zeit zwischen den Seiten verbringt, allen voran unsere vier ungleichen Hauptprotagonisten, die man nicht als die typischen Buchhelden bezeichnen kann.
Der ruhige Josh, dem nichts entgeht; die aufgeweckte Toni, die ständig in Bewegung ist; der blinde Luis mit der Magic-Nase und den Power-Ohren; der hochsensible Emil, der ein Gedächtnis wie ein Elefant hat – die vier Kinder könnten unterschiedlicher wohl nicht sein und sind auf ihre Art und Weise einzigartig. Sie sind, trotz ihrer Unterschiede, die allerbesten Freunde und ergänzen sich ideal mit ihren jeweiligen Besonderheiten. Ich fand es erneut total schön zu sehen, wie die Vier zusammenhalten und füreinander einstehen, wie sie einander vertrauen können und mit ihren besonderen Fähigkeiten ein unschlagbares Team ergeben. Die Themen Freundschaft, Zusammenhalt, das Anderssein und Toleranz werden auch hier wieder ganz groß geschrieben, gekonnt verpackt in einer fesselnden Detektivgeschichte ab 10 Jahren, die locker mit der vorherigen mithalten kann.

Der Kriminalfall ist erneut wirklich toll aufgebaut. Junge Spürnasen werden auf jeden Fall ganz auf ihre Kosten kommen. Im Freizeitpark Wunderwelt geht es eindeutig nicht mit rechten Dingen zu, die vielen seltsamen Vorkommnisse können keine Zufälle. Irgendjemand will dem Freizeitpark schaden, nur wer? Ich, als Erwachsene, bin dann doch recht schnell auf Lösung gekommen, was mein Lesevergnügen aber in keinster Weise geschmälert hat. Ich habe die Ermittlungen der Kinder dennoch völlig gebannt und begeistert verfolgt. Klasse dabei fand ich auch, dass die Vier dieses Mal Verstärkung bekommen. Miri, die in diesem Band neu dazustößt, wird unser Quartett bei ihrer Spurensuche unterstützen und da sie ebenfalls irgendwie anders ist, passt sie einfach perfekt zu den letzten Ninjas.

Illustriert ist die Geschichte erneut von Regina Kehn, eine meiner liebsten Illustratorinnen. Ihre farbigen und unverwechselbaren Bilder setzen das Ganze erneut vortrefflich in Szene und ergeben zusammen mit dem Text ein rundum stimmiges Gesamtpaket.

Fazit: Mit dem zweiten Fall von den letzten Ninjas ist der deutschen Autorin Astrid Frank ein wunderbarer Folgeband gelungen, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht und so viel mehr ist als ein Kinderkrimi. „Die letzten Ninjas auf der Achterbahn“ ist ein spannendes und unterhaltsames Detektivabenteuer, das zum Mitfiebern und Miträtseln einlädt, perfekt kombiniert mit wertvollen Botschaften und vielen großartigen Freundschaftsmomenten. Ich hatte erneut unheimlich viel Spaß beim Lesen und hoffe sehr auf ein weiteres Wiedersehen mit den letzten Ninjas und Co. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 09.03.2023

Ehrlich, tiefgründig und trotz ernster Themen locker, leicht und witzig.

Peanuts und andere Katastrophen
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Endlich gibt es neues Lesefutter von Susin Nielsen! Da ich seit meinem ersten Werk aus ihrer Feder ein großer Fan von der kanadischen Schriftstellerin bin, habe ich mich auf „Peanuts und andere Katastrophen“ ...

Endlich gibt es neues Lesefutter von Susin Nielsen! Da ich seit meinem ersten Werk aus ihrer Feder ein großer Fan von der kanadischen Schriftstellerin bin, habe ich mich auf „Peanuts und andere Katastrophen“ tierisch gefreut. Das Buch war natürlich ein ganz großes Muss für mich.

Der 12-jährige Ambrosius hat es nicht leicht. Er ist ein Außenseiter, der keine Freunde hat und an jeder neuen Schule sofort das Opfer von Mobbern wird. Er hat eine extrem überfürsorgliche Mutter, die ihn vor allem Schlechten in der Welt beschützen möchte und dabei zu den verrücktesten Mitteln greift. Und er hat eine schwere, lebensgefährlicher Erdnussallergie, die ihm eines Tages beinahe zum Verhängnis wird. Drei seiner Mitschüler (die Ambrosius still für sich stets nur Dick, Doof und Dööfer nennt) haben ihm heimlich eine Erdnuss auf sein Pausenbrot geschmuggelt, in dem Wissen, dass er darauf allergisch reagiert. Zum Glück steckt er die Erdnussattacke gut weg, aber bei seiner Mutter schaut das etwas anders aus. Sie entscheidet kurzerhand, dass ihr Sohn fortan zu Hause Fernunterricht erhalten soll. Was Ambrosius anfangs noch ziemlich cool findet, wird irgendwann dann doch etwas langweilig. Während seine Mutter arbeitet, freundet er sich mit Cosmo an – den 25-jährigen Sohn von ihren Vermietern, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde. Die Zwei finden schnell heraus, dass sie beide eine Leidenschaft für Scrabble hegen. Vor allem Ambrosius ist der reinste Scrabble-Nerd und ein absolutes Wörter-Genie. Gemeinsam besuchen sie einen Scrabble-Club, wo sich Cosmo als Ambrosius’ Bruder ausgibt, damit sie teilnehmen können. Während Ambrosius zum ersten Mal in seinem Leben richtig aufblüht, verliebt sich Cosmo in die Club-Leiterin Amanda. Ambrosius’ Doppelleben klappt zunächst wie geschmiert. Doch dann folgt plötzlich einer Katastrophe der nächsten...

Susin Nielsen zählt für mich schon längst zu den Autor*innen, von denen ich mir jedes neue Werk blind zulege. Die kanadische Autorin ist für mich einfach ein Garant für brillante Jugendliteratur. Von „Peanuts und andere Katastrophen“ habe ich mir dementsprechend natürlich äußerst viel erhofft und um es kurz zu machen: Ich wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht! Zwischen diesen Seiten stecken einfach sämtliche Dinge, die einen typischen Roman von Susin Nielsen für mich ausmachen und die ich so sehr liebe: Ein einmaliger Hauptprotagonist und weitere unvergleichliche Charaktere, eine mitreißende Handlung, außergewöhnliche Freundschaften, herrliche Dialoge und schwere Themen, gekonnt verpackt in einer lustigen und warmherzigen Story.

Susin Nielsen besitzt einfach ein echtes Händchen für die schmale Gratwanderung zwischen Ernst und Komik. „Peanuts und andere Katastrophen“ handelt vom Anderssein, von dem Wunsch nach Akzeptanz und Zugehörigkeit und der Sehnsucht nach einem Ort, den man wirklich Zuhause nennen kann. Von zweiten Chancen, elterliche Einschränkung, Mobbing, Kriminalität, Vertrauen und Freundschaft. Und von Scrabble. Die Geschichte lässt uns in die Gefühls- und Gedankenwelt eines 12-jährigen Heranwachsenden eintauchen, der es aufgrund verschiedener Faktoren nicht immer leicht im Leben hat.

Ambrosius, aus dessen Sicht alles in der Ich-Perspektive geschildert wird, hat mit einer Menge Probleme zu kämpfen, in denen sich bestimmt so einige Jugendliche in seinem Alter wiederfinden werden. Er hat eine überfürsorgliche Mutter, die ihn am liebsten in Watte packen möchte und die den seltsamen Drang verspürt, ständig umziehen zu müssen. Ambrosius konnte sich daher bislang nirgendwo richtig einleben und enge Freundschaften schließen. Er wird zudem an jeder neuen Schule sofort als Nerd und Außenseiter abgestempelt und gerät ständig in das Visier von Mobbern. Ambrosius ist irgendwie einfach anders, wodurch er aneckt und die perfekte Zielscheibe für Schultyrannen abgibt.
Mir tat unser Protagonist anfangs ziemlich leid, weil er in der Schule immerzu geärgert und von seiner Mutter so überbehütet wird. Gleichzeitig musste ich aber auch immer wieder sehr über ihn schmunzeln. Mit Ambrosius hat die Autorin einen absoluten Sympathieträger erschaffen, den man mit seiner liebenswerten und unverblümten Art und seinem besonderen Sinn für Humor einfach direkt gernhaben muss. In mein Herz hat er sich jedenfalls sofort gestohlen. Und er hat mich mit seiner großen Liebe für Scrabble, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch zieht, richtig angefixt. Irgendwie habe ich jetzt total Lust auf eine Runde Scrabble.

Neben Ambrosius dürfen wir im Verlauf der Erzählung noch viele weitere facettenreiche und authentische Figuren kennenlernen, die auf ihre Art und Weise einzigartig sind und mit ihren verschiedenen Eigenschaften für lauter unvergessliche Lesemomente sorgen.

Also für mich kam an keiner Stelle Langeweile auf. Ich habe auch diesen Roman von Susin Nielsen kaum mehr aus der Hand legen können und mit großer Begeisterung verschlungen. Ich habe mit den Charakteren mitgefühlt und mitgefiebert und einfach eine richtig tolle Zeit mit ihnen verbracht.
Das Ende hat mich ebenfalls vollkommen zufriedenstellen können. Es schließt die Geschichte gelungen ab, sodass man das Buch glücklich wieder zuklappen kann (und es am liebsten gleich noch einmal lesen möchte, weil es so viel Spaß gemacht hat).

Fazit: Ein wunderbares Buch über einen besonderen Helden, eine ungewöhnliche Freundschaft und noch viel mehr. Für Scrabble-Fans, Außenseiter und für alle, die gerne unterhaltsame Coming-of-Age-Geschichten mit Tiefgang lesen.
Auf den neuen Jugendroman von Susin Nielsen habe ich mich riesig gefreut und tja, was soll ich sagen, eindeutig zurecht. Für mich hat sich auch dieses Werk von der kanadischen Autorin als ein echtes Lesehiglight entpuppt. „Peanuts und andere Katastrophen“ ist witzig, ehrlich, lebensnah und herzerwärmend und einfach großartig geschrieben, es kommt trotz ernster Themen locker und leicht daher und ist nicht nur ein Buch für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 06.03.2023

Berührend, ehrlich, großartig und wunderschön illustriert!

Wie man auf Einhörnern reitet
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Da ich ein großer Fan der norwegischen Illustratorin Lisa Aisato bin, habe ich mich riesig gefreut als ich hörte, dass dieses Jahr ein neues von ihr illustriertes Bilderbuch im Woow Books Verlag erscheinen ...

Da ich ein großer Fan der norwegischen Illustratorin Lisa Aisato bin, habe ich mich riesig gefreut als ich hörte, dass dieses Jahr ein neues von ihr illustriertes Bilderbuch im Woow Books Verlag erscheinen wird. „Wie man auf Einhörnern reitet“ musste ich natürlich unbedingt bei mir einziehen lassen.

Als bei Vilja Leukämie entdeckt wird, ist ihr Leben auf einmal komplett anders. Sie landet von einem Tag auf den anderen im Krankenhaus, auf der Kinderkrebsstation, wo alles weiß ist und es immerzu warten heißt. Vilja hasst es zu warten. Wie gerne würde sie wieder in den Kindergarten gehen und mit ihren Freunden spielen. Zum Glück passieren in der Klinik aber auch ganz normale und lustige Dinge. Mit dem Pflegepersonal und den Klinikclowns kann man oft so schön Quatsch machen und mit ihrem Freund Sindre kann man toll zusammen spielen. Das Spielen mit Sindre macht Vilja immer am meisten Spaß, diese Momente findet sie am schönsten. Am traurigsten findet sie, dass ihr Bruder William sie nicht besuchen will. Ist er vielleicht sauer auf sie, weil Mama und Papa mit ihr im Krankenhaus wohnen? Ob er wohl an ihrem Geburtstag kommen wird, um mit ihr zu feiern und den Spidermankuchen zu probieren, den es geben wird? Aber hoffentlich ist Vilja ja eh bald wieder gesund, hat wieder Haare und darf im Sommer in die Schule gehen.

Dieses Buch ist keine leichte Kost. Wie sollte es auch, schließlich behandelt es ein sehr ernstes und sensibles Thema. Ein Thema, das leider viel zu tabuisiert ist und vor allem in Kinderbüchern kaum behandelt wird und das, wo es so unheimlich wichtig ist. Ich finde es daher großartig, dass die norwegische Autorin Mariangela Di Fiore ein Bilderbuch geschrieben hat, in welchem sie – durch die Augen eines Kindes - ihre eigenen Erfahrungen über den Alltag auf einer Kinderkrebsstation schildert. Und dass ein Teil des Erlöses an die Deutsche Kinderkrebs-Stiftung geht, macht das Ganze nur noch wundervoller. Also ich kann wirklich jedem nur ans Herz legen, dieses Buch zu kaufen und zu lesen. Mich hat es tief berührt und beeindruckt.

In meinen Augen ist es der Autorin bewundernswert gut gelungen, aus der Sicht eines jungen Kindes zu schreiben und dessen Gefühle, Ängste und Wünsche darzustellen. Die Geschichte wird aus der Sicht der kleinen Vilja erzählt, bei der in ihrem letzten Kindergartenjahr Blutkrebs diagnostiziert wird. Auf eine sehr eindringliche und ehrliche und gleichermaßen behutsame Weise lässt Mariangela Di Fiore ihre junge Ich-Erzählerin davon berichten, wie langweilig und trostlos es auf der Kinderkrebsstation an vielen Tagen ist, wie sehr sie sich wünscht, dass ihr Bruder sie besuchen kommt und wie groß ihre Angst davor ist, dass sie nicht gesund werden wird.
Wir erfahren aber auch, dass nicht alles schlecht im Krankenhaus ist, sondern dass es auch schöne Dinge gibt wie die Pfleger*innen, Ärzte und Klinikclowns, die alle so lieb und nett sind. Und dann wäre da natürlich noch Sindre, ein Mitpatient, der einen Tumor im Kopf hat und mit dem Vilja so gerne spielt. Die gemeinsamen Momente und Gespräche der beiden Freunde waren eine meiner liebsten Stellen, ich fand es so schön zu sehen, wie gut sich die beiden verstehen und wie sie einander Kraft und Trost spenden.

Viljas Erzählungen lesen sich wirklich herzzerreißend und lassen einen richtig mitfühlen, sodass man öfters mit einem Kloß im Hals dasitzt. Zu bedrückend und schmerzlich wird die Stimmung aber nicht – es handelt sich hierbei schließlich um ein Kinderbuch. Alles wird sehr sanft beschrieben und stets auch mit Hoffnung. Es wird zwar nicht gesagt, ob Vilja und Sindre den Krebs schließlich endgültig besiegen werden, aber Betroffene wird die Geschichte dennoch Mut machen und Zuversicht schenken.
Die Altersangabe vonseiten des Verlags liegt bei ab 4 Jahren, was ich persönlich allerdings für ein bisschen zu früh halte. Es kommt natürlich immer aufs Kind an, aber da manche Seiten recht viel Text enthalten, würde ich das Buch ab etwa 5 Jahren empfehlen.


Genauso berührend und liebevoll wie der Text sind auch die vielen großformatigen, farbigen Bilder von Lisa Aisato. Wie es die norwegische Illustratorin mal wieder geschafft hat, die Gefühle der Figuren und die Atmosphäre der Geschichte in ihren Bildern einzufangen, ist unglaublich. Ihre Illustrationen wirken einfach so echt und realistisch, haben gleichzeitig aber auch etwas Magisches an sich. Sie sind einfach atemberaubend und treffen einen mitten ins Herz.

Fazit: „Wie man auf Einhörnern reitet“ ist ein beeindruckendes und wichtiges Bilderbuch, bei welchem ich sehr hoffe, dass es von vielen Menschen gekauft und gelesen werden wird. Es erzählt eine authentische und zutiefst bewegende Geschichte über ein kleines Mädchen, das an Leukämie erkrankt ist, es ist traurig und hoffnungsvoll zugleich, absolut fantastisch illustriert und nicht nur ein Buch für Betroffene, sondern auch für jeden anderen. Ich kann das gemeinsame Werk von Mariangela Di Fiore und Lisa Aisato nur empfehlen, ich habe unvergessliche Lesestunden damit verbracht. Von mir gibt es von 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 03.03.2023

So süß und zauberhaft! Bin total verliebt in die kleine Rittereule.

Die kleine Rittereule
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Bei diesem Bilderbuch war es bei mir Liebe auf den ersten Blick. In das Cover habe ich mich sofort verguckt, es sieht so unglaublich niedlich aus, und der Klappentext klang auch einfach nur herzallerliebst. ...

Bei diesem Bilderbuch war es bei mir Liebe auf den ersten Blick. In das Cover habe ich mich sofort verguckt, es sieht so unglaublich niedlich aus, und der Klappentext klang auch einfach nur herzallerliebst. Die kleine Rittereule musste ich unbedingt kennenlernen.

Es war einmal eine kleine Eule, die seit dem Tag, an dem sie aus dem Ei geschlüpft ist, nur einen Wunsch hat: Ein richtiger Ritter sein! Als plötzlich immer mehr Ritter aus der Burg verschwinden und die Ritterschule nach neuen Schülerinnen sucht, sieht Eule seine Chance gekommen. Er bewirbt sich kurzerhand – und wird zum Erstaunen aller tatsächlich angenommen. Voller Eifer beginnt er mit seiner Ausbildung. Dass ihm das große Schwert und das schwere Schild so einige Mühe bereiten und es eine ziemliche Herausforderung für ihn ist, den ganzen Tag über wach zu bleiben, entmutigen Eule in keinster Weise. Fleißig und schlau wie er ist, schließt er die Lehre mit Auszeichnung ab. Eule ist nun eine echte Rittereule und zudem der perfekte Kandidat für die Nachtwache. Als in einer sehr dunklen und stillen Nacht plötzlich ein riesiger hungriger Drache auftaucht, kann Rittereule endlich beweisen, was alles in ihm steckt. Mutig und clever stellt er sich der Gefahr und es zeigt sich, dass der Drache auf etwas ganz anderes viel mehr Appetit hat als auf kleine Eulen in Ritterrüstungen.

Dies war mal wieder so ein Buch, bei welchem ich schon vor dem Lesen wusste, dass es ein neuer Liebling in meiner Bilderbuchsammlung werden wird. Ich meine: Eine kleine knuffige Eule, eine mittelalterliche Burg, Drachen, Ritter, Pizza...Das kann doch einfach nur toll sein! Nicht zu vergessen das Cover, bei dem es wirklich sofort um mich geschehen war.
Die äußere Gestaltung und die Inhaltsangabe haben mir auch definitiv nicht zu viel versprochen – ich bin total verliebt in dieses Buch. In meinen Augen hat der US-amerikanische Autor und Illustrator Christopher Denise mit „Die kleine Rittereule“ etwas absolutes Bezauberndes erschaffen, das einfach sämtliche Zutaten enthält, die ein gelungenes Bilderbuch ausmachen und das somit in keinem Kinderbuchregal fehlen sollte.

Mit viel Humor, Kreativität und Wärme wird hier die Geschichte von einer kleinen tapferen Eule erzählt, der es dank ihres Durchhaltevermögens, ihrer Entschlossenheit und Klugheit gelingen wird, sich ihren großen Traum zu verwirklichen. Sie zeigt uns, dass auch Kleine groß, stark und mutig sein können und dass es sich lohnt, an seinen Träumen festzuhalten und für sie zu kämpfen. Wenn man niemals aufgibt, an sich selbst glaubt und stets einen kühlen Kopf bewahrt, kann man eine Menge schaffen und erreichen und auch die größten Hürden meistern. Und dabei vielleicht sogar noch neue Freunde gewinnen. All dies steckt unter anderem zwischen diesen Seiten, kindgerecht verpackt in einer originellen Bilderbuchgeschichte ab 4 Jahren, die mitreißt, berührt und Spaß macht und am Schluss mit einer herrlichen Überraschung aufwarten kann.

Zum Vorlesen für Kinder ab 4 Jahren ist „Die kleine Rittereule“ meiner Ansicht nach ideal geeignet. Da es nur wenig Text und viele großformatige detailreiche Bilder gibt, bietet sich die Erzählung sehr gut als Gute-Nacht-Geschichte an und lädt zum gemeinsamen Erkunden und langen Betrachten ein. Das Buch ist wirklich hinreißend und mit ganz viel Liebe und Herzblut gestaltet. Die Illustrationen fangen die Emotionen und Gefühle der Figuren perfekt ein und schaffen durch die vielen braunen und teils dunklen Farbtöne eine wunderbare altertümliche Atmosphäre. Und die kleine Rittereule sieht einfach nur zum Knuddeln aus, man würde sie am liebsten aus dem Buch herausnehmen und einmal ganz fest Drücken.

Fazit: Ein zauberhaftes Bilderbuch für alle Eulenliebhaber
innen, für kleine und große Ritterfans und für alle, die Pizza mögen.
„Die kleine Rittereule“ von Christopher Denise ist ein zuckersüßes Bilderbuch ab 4 Jahren, das ich nur wärmstens empfehlen kann. Aus meinem Bücherregal ist es nicht mehr wegzudenken. Es erzählt eine warmherzige, witzige und spannende Geschichte über Mut und den Glauben an sich selbst und die eigenen Träume, es handelt von einem ganz besonderen Helden, den man einfach lieben muss, und verzaubert Jung und Alt mit vielen wunderschönen, liebevollen Illustrationen. Ich habe die kleine Rittereule sofort fest in mein Herz geschlossen und sie mit einem breiten Dauerlächeln auf den Lippen auf ihrem Weg begleitet. Von mir gibt es begeisterte 5 von 5 Sternen!

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