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Veröffentlicht am 06.03.2026

Ein außergewöhnliches Bilderbuch mit wunderschönen Illustrationen

Ron baut eine Stadt
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An einem Sonntagmorgen baut sich Ron aus Stöcken, Rinde und alten Brettern eine Hütte. Richtig toll sieht sie aus. Das findet auch Ben, der gerade mit seinem Hund spazieren geht. Als er die Hütte sieht, ...

An einem Sonntagmorgen baut sich Ron aus Stöcken, Rinde und alten Brettern eine Hütte. Richtig toll sieht sie aus. Das findet auch Ben, der gerade mit seinem Hund spazieren geht. Als er die Hütte sieht, kann er es zuerst gar nicht glauben, das Ron sie ganz alleine gebaut hat. Er will auch eine haben. Und Ron baut ihm kurzerhand eine. Daraufhin verlangt Ben nach einer größeren Hütte, einem richtigen Haus. Ron erfüllt ihm auch diesem Wunsch. Es dauert nicht lange und andere Stadtbewohnerinnen werden auf Ron aufmerksam. Immer mehr wollen auch eine Hütte haben. Und Ron baut sie ihnen. Immer größer und prächtiger werden sie, einige haben sogar mehrere Türme wie ein Schloss. Irgendwann ist ein richtiges Dorf entstanden aus Villen, Palästen und Schlössern. Doch da in keinem der Bauten Betten stehen, kehren die Bewohnerinnen abends in ihre Stadt zurück – wo sie eine böse Überraschung erwartet. Alle ihre Häuser sind verschwunden! Und Rons Prachtbauten? Die werden vom ersten Sturm verwüstet. Da erkennen die Bewohnerinnen, was sie verloren haben und sie beschließen, ihre Stadt gemeinsam neu aufzubauen.

Ein ungewöhnliches Bilderbuch haben uns Daniel Fehr und Maja P. Kastelic hier gezaubert. Einerseits ziemlich verrückt, andererseits aber auch sehr klug und überraschend tiefgründig. Manchmal kriegen wir den Hals nicht voll und wissen gar nicht zu schätzen, was wir bereits besitzen. Anstatt uns zufriedenzugeben, wollen wir immer mehr und erkennen in unserer Gier gar nicht, was im Leben wirklich zählt. Genau davon erzählt Daniel Fehler in diesem Bilderbuch und zwar mit jeder Menge Fantasie und einem Augenzwinkern. Dass ein kleiner Junge wie Ron innerhalb eines Tages mehrere Häuser und sogar Paläste bauen kann, ist natürlich äußerst unrealistisch. Im ersten Moment wundert man sich darüber und muss unweigerlich über diese kreative Geschichte schmunzeln. Gleichzeitig beginnt man sich aber auch zu fragen, ob man sich nicht vielleicht selbst manchmal ein bisschen wie die Stadtbewohner
innen verhält. Wünsche und Forderungen, die immer größer und selbstverständlicher werden, Verlangen und Naivität, die einen das richtige Maß vergessen lassen. Das Buch bietet einige tolle Anlässe, um mit älteren Kindern ins Gespräch zu kommen. Für jüngere Zuhörer*innen wird die Geschichte vermutlich etwas zu anspruchsvoll sein. Dennoch wird es auch schon den Kleinsten Freude bereiten, durch das Buch zu blättern und die wunderschönen Illustrationen zu betrachten.

Optisch ist dieses Buch ein besonderer Genuss. Die eindrucksvollen Aquarellbilder von Maja P. Kastelic sind herrlich bunt und warm und stecken voller Details, die zum Verweilen und Entdecken einladen. Vor allem die verschiedenen Häuser, die Ron baut, sind großartig anzuschauen.

Fazit: „Ron baut eine Stadt“ ist eine sehr fantasievolle, farbenfrohe und tiefsinnige Geschichte über Gier, Konsum und das richtige Maß. Ein außergewöhnliches Bilderbuch ab 5 Jahren, das zum Nachdenken einlädt und viele Gesprächsanlässe bietet. Mich persönlich konnte das Buch nicht vollends überzeugen, mir ist es für ein Kinderbuch dieser Alsterklasse ein wenig zu komplex. Optisch ist es für mich aber ein Highlight. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Einfühlsam, herzerwärmend, wunderschön illustriert!

Flieg nicht so weit, kleiner Freund
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Das kleine Mädchen und die kleine Gans haben sich unendlich lieb. Sie sind die allerbesten Freunde und haben jede Menge Spaß zusammen. Am allerliebsten gehen sie jede Woche in die Bibliothek, um sich neue ...

Das kleine Mädchen und die kleine Gans haben sich unendlich lieb. Sie sind die allerbesten Freunde und haben jede Menge Spaß zusammen. Am allerliebsten gehen sie jede Woche in die Bibliothek, um sich neue Bücher auszusuchen, die sie zu Hause mit in ihr Baumhaus nehmen. Dort schmökern sie dann gemeinsam und erleben die fantastischsten Abenteuer. Doch dann lesen sie eines Tages ein Buch mit einer Gans auf dem Cover. Ehe das Gänseküken hineinschauen kann, klappt das Mädchen das Buch schnell wieder zu und möchte etwas anderes machen. Am Abend würde sich die kleine Gans das Buch sehr gerne noch einmal ansehen, aber es ist merkwürdigerweise wie vom Erdboden verschluckt. Eines Nachts taucht es plötzlich wieder auf und die Gans liest heimlich darin. Am nächsten Tag ist sie verschwunden und das Mädchen ist todunglücklich. Sie merkt, wie schwer ist, einen geliebten Freund ziehen zu lassen. Da ertönt plötzlich lautes Geschnatter am Himmel. Es ist ihre kleine Gans, die ihr fest verspricht, wiederzukommen.

Als großer David-Litchfield-Fan habe ich mich gefreut wie ein Schneekönig als ich das hier vorliegende Bilderbuch in der Verlagsvorschau entdeckte (übersetzt von Mechthild Schroeter-Rupieper). Schon beim Cover war es bei mir Liebe auf den ersten Blick und ich konnte es kaum erwarten, in die Geschichte dahinter einzutauchen.

Nach „Ein Ort für meine Traurigkeit“ und „Mut tut gut“ präsentieren Anne Booth und David Litchfield ein weiteres wundervolles Bilderbuch, das berührt, verzaubert und viele tolle Gesprächsanlässe bietet. Sanft und warmherzig erzählt Anne Booth von der Bedeutung von Freundschaft und Liebe zur Büchern, vom Großwerden, Abschiednehmen und Wiedersehen. Manchmal wünschen wir uns, dass alles so bleibt, wie es ist. Dass sich nichts verändert und die, die wir lieben, für immer bei uns bleiben. So wie das Mädchen in diesem Buch, die ihren kleinen gefiederten Freund nicht ziehen lassen möchte, aus Angst, ihn für immer zu verlieren. Veränderungen zuzulassen ist oft nicht leicht, doch sie gehören zum Leben dazu. Nur so können wir selbst und unsere Liebsten wachsen. Es ist wichtig, dass jeder die Freiheit erhält, seinen eigenen Weg zu gehen. Freiraum, Ehrlichkeit und Vertrauen – das zeichnet wahre, starke Freundschaft aus. Darüber hinaus weckt die Geschichte auch das Interesse für Bücher und regt dazu an, mehr über Gänse herauszufinden. Vielleicht wird nicht jedes Kind auf Anhieb verstehen, warum das Mädchen der kleinen Gans das Buch vorenthält. Dies sollte dem Vorlesevergnügen jedoch keinen Abbruch tun. Es macht einfach richtig Freude, dieses Buch zu lesen, vor allem optisch ist es ein Genuss.

Die Illustrationen des preisgekrönten Künstlers David Litchfield sind wie gewohnt ein leuchtend buntes Farbfeuerwerk und voller Magie und Wärme. Man großflächig, mal in comicartigen Panels setzen sie das Erzählte perfekt in Szene und laden zum Verweilen und Betrachten ein. Es gibt hier einfach so viele liebevolle Details zu entdecken. Vor allem bei den Büchern, die unsere zwei Freunde zusammen lesen, lohnt es sich, ganz genau hinzuschauen.

Fazit: „Flieg nicht so weit, kleiner Freund“ ist eine einfühlsame und berührende Geschichte über Freundschaft, Vertrauen und den Mut, loszulassen. Ein wunderschön illustriertes Bilderbuch ab 4 Jahren für mehr Empathie und innere Stärke. Ich bin begeistert von diesem Buch, besonders die Illustrationen von David Litchfield konnten mich mal wieder komplett verzaubern. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Herrlich abgedreht und witzig!

Knallharte Tauben quaken sich um Kopf und Kragen (Band 9)
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Hast du dich jemals gefragt, warum sich die Tauben immer so merkwürdig benehmen und quasi überall sind? Ganz einfach: Sie wachen über uns und beschützen uns vor Bösewichten und Verbrechern. So wie Tümmel, ...


Hast du dich jemals gefragt, warum sich die Tauben immer so merkwürdig benehmen und quasi überall sind? Ganz einfach: Sie wachen über uns und beschützen uns vor Bösewichten und Verbrechern. So wie Tümmel, Bringer, Locka, Felsi und Master Kropf, die an der Spitze der internationalen Taubenpolizei INTAUPOL stehen. Gerade sind sie sehr zufrieden mit sich. Doch dann tauchen auf einmal drei menschliche Geheimagenten auf, die über die knallharten Tauben Bescheid wissen! Das hat es bisher noch nie gegeben. Als das Trio den fünf Tauben von einem Mutanten berichtet, der Vögel angreift, sind sie natürlich sofort bereit zu helfen. Knallhart stürzen sie sich in ihre Ermittlungen, allerdings zeigt sich sehr schnell, dass ihr neuer Fall viel mehr als nur einen rätselhaften Mutanten für sie bereithält. Ehe sie es sich versehen, stecken sie mittendrin in Schwierigkeiten. Sogar den menschlichen Geheimagenten scheint man nicht trauen zu können. Irgendetwas scheinen sie zu verbergen...

Hierbei handelt es sich bereits um den neunten Band von den knallharten Tauben, die Bände können aber problemlos unabhängig voneinander gelesen werden.
Nachdem mir die vorherigen Abenteuer der weltbesten Tauben-Gang so gut gefallen haben, war ich voller Vorfreude auf ihre nächste Mission. Schon das Cover verspricht wieder rasant-verrückte Unterhaltung vom Feinsten und genau das bekommt man hier auch.

Auch dieser Band präsentiert sich in bekannter Manier. In drei Teilen gilt es gemeinsam mit den knallharten Tauben einen ziemlich kniffligen Kriminalfall zu lösen. Zum Glück sind Tümmel, Bringer, Locka, Felsi und Master Kropf schon längst ein eingeschweißtes Team und schrecken auch vor hinterlistigen Enten, menschlichen Geheimagenten, mysteriösen Mutanten und Zombietauben nicht zurück. Mithilfe ihrer einzigartigen Kombinationsgabe und vielen coolen Stunts stürzen sie sich in ihre Ermittlungen und eins ist sicher: Langweilig wird es dabei zu keiner Zeit. Die Handlung ist eine wunderbare Mischung aus actionreicher Spannung, überraschenden Wendungen und amüsanten Gags. Vor allem der Humor ist mal wieder einsame Spitze. Ein bisschen albern vielleicht, aber unheimlich lustig. Junge Leserinnen ab 8 Jahren werden ihn garantiert lieben und aus dem Kichern nicht mehr herauskommen. Für ältere Kinder bietet diese Reihe aber ebenfalls einen großen Lesespaß. Und wie man an mir sehr gut sehen kann, lohnt sie sich auch für Erwachsene. Mein persönlicher Star: Felsi mit seinen höchst erstaunlichen Verwandlungskünsten, hihi.

Erzählt wird das Ganze in kurzen, prägnanten Sätzen, die auch Leseanfänger
innen leicht bewältigen können. Die Textmenge ist wie gewohnt recht überschaubar, dafür gibt es zahlreiche Bilder mit Comic-Elementen. Die schwarz-weiß Zeichnungen von Ben Wood sind mal wieder ein besonderes Vergnügen. Modern, humorvoll und voller ulkiger Details setzen sie das Erzählte gekonnt in Szene und machen einfach „supergurrrte“ Laune. Breite Schmunzler sind hier garantiert.

Fazit: Herrlich abgedreht, tierisch witzig und voller Taubenpower geht es mit den knallharten Tauben in die neunte Runde. Auch „Knallharte Tauben quaken sich um Kopf und Kragen“ ist ein unterhaltsamer und turbulenter Kinderkrimi zum Lachen und Mitfiebern. Die perfekte Lektüre für Lesemuffel und Wenigleser*innen ab 8 Jahren. Ich kann diese Comicroman-Reihe nur empfehlen, ich habe mich mal wieder prächtig amüsiert. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Ein wundervolles Bilderbuch, das zeigt, wie magisch die Natur sein kann.

Ein kleines Stück vom Himmel
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Max wohnt in einer großen, lauten Stadt, in der die trostlosen Gebäude bis in den Himmel ragen und zahlreiche Menschen täglich geschäftig hin und her hetzen und einander kaum wahrnehmen. Hoch über seinem ...

Max wohnt in einer großen, lauten Stadt, in der die trostlosen Gebäude bis in den Himmel ragen und zahlreiche Menschen täglich geschäftig hin und her hetzen und einander kaum wahrnehmen. Hoch über seinem Fenster kann er ein kleines Stück vom Himmel sehen und manchmal auch den Rand des Mondes oder einen Streifen von einem Regenbogen. Eines Tages plötzlich ein kleiner Vogel auf seinem Fenstersims auf und begrüßt ihn mit einem fröhlichen „Tschilp“. Den ganzen Tag über leistet er Max in seinem Zimmer Gesellschaft. Auch am nächsten Morgen ist der Vogel wieder da, dieses Mal mit einem Geschenk im Schnabel: Ein Samenkorn. Doch ehe Max es auffangen kann, fällt es hinunter auf die Straße. Zu seiner Überraschung sprießt ein kleines grünes Pflänzchen aus dem Korn hervor. Max beginnt sich liebevoll darum zu kümmern. Während die Menschen an ihm vorbeieilen, gießt er seinen neuen Freund täglich, erzählt Geschichten und spielt ihm Musik vor. Die kleine Pflanze wächst zu einem Bäumchen heran und wird immer größer und stärker. Als es zu einem mächtigen Baum herangewachsen ist, rollt auf einmal eine Maschine an, um es zu fällen. Max setzt alles daran, um seinen Baum zu retten – und bekommt unerwartet Hilfe.

Lydia Corry präsentiert hier ein zauberhaftes Bilderbuch, das viel mehr ist als nur eine märchenhaft schöne Geschichte. Es ist auch eine Erinnerung an die Schönheit und Macht der Natur. Ein Plädoyer für mehr grünes Leben in der Stadt. Große, laute Städte; hohe, triste Gebäude; Menschen, die hektisch hin und her eilen; kaum ein Fleckchen Natur – an vielen Orten ist das leider bittere Realität. Immer mehr Grünflächen werden von uns bebaut, Tiere verlieren ihren Lebensraum. Dabei ist Natur etwas so Wundervolles und Wichtiges, was bewahrt werden muss. Wenn wir mit der Natur verbunden sind, fühlen wir uns wohl und glücklich, finden Erholung und tanken Kraft. Kindern wird hier liebevoll gezeigt, wie bereichernd es sein kann, sich um die Natur zu kümmern – sowohl für einen selbst, als auch für andere und die Umwelt. Darüber hinaus erzählt die Geschichte auch von Verbundenheit und Zusammenhalt und lädt dazu ein, innezuhalten und hinzuschauen.

Erzählt wird das Ganze auf eine fantasievolle und nahezu poetische Weise, an der sich auch schon sehr junge Zuhörer*innen erfreuen. Ein besonderer Genuss sind jedoch die großartigen Illustrationen von Lydia Corry, die das Erzählte perfekt in Szene setzen. Graue, braune Farben zeigen die überfüllte Stadt, wo umhereilende Menschen einander kaum Beachtung schenken. Nur Max’ Zimmer und das kleine Stückchen Himmel leuchten anfangs warm und bunt in dieser Trostlosigkeit wie ein kleiner Hoffnungsschimmer. Doch mit dem Heranwachsen des Baumes werden die Bilder immer farbenfroher, vor allem die letzten Seiten sind wie eine Farbexplosion und stecken voller Magie.

Fazit: „Ein kleines Stück vom Himmel“ ist eine fantasievolle und inspirierende Geschichte über die Liebe zur Natur und Kraft des Zusammenhalts. Ein wunderschönes Bilderbuch ab 4 Jahren, das uns zeigt, wie magisch die Natur sein kann. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Märchenhaft schön!

Mentha
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Mentha wächst bei dem Fährmann Florentin auf, der sie an einem sonnigen Junimorgen in einem Minzbusch in seinem Garten gefunden hat. Auf den ersten Blick wirkt sie völlig normal, doch Mentha ist kein gewöhnliches ...

Mentha wächst bei dem Fährmann Florentin auf, der sie an einem sonnigen Junimorgen in einem Minzbusch in seinem Garten gefunden hat. Auf den ersten Blick wirkt sie völlig normal, doch Mentha ist kein gewöhnliches Kind. Sie vergisst nichts. Sie muss sich nur kräftig an den Ohren ziehen, dann fällt ihr alles wieder ein. Auch sonst besitzt sie ganz erstaunliche Fähigkeiten. Sie kann Dinge hören, die andere nicht wahrnehmen – die Maulwürfe unter der Erde, zum Beispiel. Und wenn sie sich ganz stark konzentriert, kann sie sich sogar unsichtbar machen. Eines Tages begegnet sie beim Schwimmen im Fluss einem Fisch, der eine wichtige Nachricht für sie hat. Es ist der Beginn eines großen Abenteuers und einer ganz besonderen Reise. Auf dem Rücken einer Fledermaus gelangt Mentha zur Gedächtnisinsel, auf der die Waage mit den Erinnerungen der Menschen aus dem Gleichgewicht geraten ist. Immer mehr Menschen vergessen, sich an die guten Dinge im Leben zu erinnern. Mentha soll es ihnen wieder beibringen. Ob es ihr wohl gelingen wird?

Ein wunderbares Kinderbuch hat uns Iva Procházková hier gezaubert. Schon das süße Cover lädt direkt zum Eintauchen und Wohlfühlen ein und dahinter geht es ganz genauso weiter. Mit viel Charme und Wärme entführt uns die tschechische Autorin in eine Welt, die vertraut und geheimnisvoll zugleich wirkt. Auf der einen Seite gibt es Handys, Instagram und Co., auf der anderen Seite passieren von Beginn an absolut magische Dinge, die für einen märchenhaften Zauber sorgen. Allein unsere titelgebende Heldin ist etwas ganz Besonderes. Ähnlich mutig und aufgeweckt wie Momo und Pippi Langstrumpf, voller kindlicher Neugierde und Offenheit und mit einer außergewöhnlichen Verbindung zur Natur. Dass Mentha kein gewöhnliches Mädchen ist, ist einem sofort klar. Von Anfang an ist man ganz gespannt, welche wundersame Fähigkeiten sie als nächstes in sich entdeckt und wohin ihre Geschichte wohl führen wird. Dass die Handlung zunächst recht ruhig daherkommt, tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Im Gegenteil, es macht einfach Spaß, in dieses entzückend verrückte, moderne Märchen einzutauchen und die kleine Mentha auf ihrem Weg zu begleiten. Ihre Reise verbindet Fantasie und Abenteuer mit wichtigen Botschaften. Sie erzählt von Freundschaft, Empathie und Achtsamkeit. Und der Kraft des Ohrenziehens. Davon, wie wertvoll die kleinen Momente in unserem Alltag sind und dass niemand zu klein ist, um Großes zu bewirken. Dieses Buch ist wie eine warme Umarmung, voller sympathischer Charaktere, die man sofort ins Herz schließt. Die liebevollen schwarz-weiß Illustrationen von Su Ehlers sind das Sahnehäubchen obendrauf und runden das Leseerlebnis perfekt ab.

Fazit: „Mentha – Ein märchenhaftes Abenteuer“ ist eine liebenswerte und fantasievolle Geschichte ab 8 Jahren, die uns an die Schönheit der kleinen Dinge erinnert und daran, mit einem Lächeln durchs Leben zu gehen. Märchenhaft magischer Lesegenuss für Leser*innen jeden Alters. Ich kann dieses bezaubernde Kinderbuch nur empfehlen, mir hat es sehr viel Freude bereitet! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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